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      <title-group>
        <article-title>Ein Cloud-basiertes räumliches Decision Support System für die Herausforderungen der Energiewende</article-title>
      </title-group>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Golo Klossek</string-name>
          <email>@stud.hs-regensburg.de</email>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Stefanie Scherzinger</string-name>
          <email>@hs-regensburg.de</email>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Michael Sterner</string-name>
          <email>@hs-regensburg.de</email>
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          <label>0</label>
          <institution>Hochschule Regensburg</institution>
          ,
          <addr-line>golo.klossek</addr-line>
        </aff>
        <aff id="aff1">
          <label>1</label>
          <institution>Hochschule Regensburg</institution>
          ,
          <addr-line>michael.sterner</addr-line>
        </aff>
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          <label>2</label>
          <institution>Hochschule Regensburg</institution>
          ,
          <addr-line>stefanie.scherzinger</addr-line>
        </aff>
      </contrib-group>
      <pub-date>
        <year>2013</year>
      </pub-date>
      <abstract>
        <p>Die Energiewende in Deutschland wirft sehr konkrete Fragestellungen auf: Welche Standorte eignen sich fur Windkraftwerke, wo konnen Solaranlagen wirtschaftlich betrieben werden? Dahinter verbergen sich rechenintensive Datenverarbeitungsschritte, auszufuhren auf Big Data aus mehreren Datenquellen, in entsprechend heterogenen Formaten. Diese Arbeit stellt exemplarisch eine konkrete Fragestellung und ihre Beantwortung als MapReduce Algorithmus vor. Wir konzipieren eine geeignete, Cluster-basierte Infrastruktur fur ein neues Spatial Decision Support System und legen die Notwendigkeit einer deklarativen, domanenspezi schen Anfragesprache dar.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
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  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>KURZFASSUNG</title>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Stichworte</title>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>EINLEITUNG</title>
      <p>Wir begrunden kurz die Eckpunkte dieses
Anforderungspro ls im Einzelnen. Dabei vertreten wir den Standpunkt,
dass existierende Entscheidungsunterstutzungssysteme auf
Basis relationaler Datenbanken diese nicht in allen Punkten
erfullen konnen.</p>
      <p>
        (1) Historische Wetterdaten sind zum Teil o entlich
zuganglich, werden aber auch von kommerziellen Anbietern
bezogen. Prominente Vertreter sind das National Center for
Atmospheric Research [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref12">12</xref>
        ] in Boulder Colorado, der
Deutsche Wetterdienst [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref7">7</xref>
        ] und die Satel-Light [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref14">14</xref>
        ] Datenbank der
Europaischen Union. Hinzu kommen Messwerte der
hochschuleigenen experimentellen Windkraft- und Solaranlagen.
Die Vielzahl der Quellen und somit der Formate fuhren zu
den klassischen Problemen der Datenintegration.
      </p>
      <p>
        (2) Daten in hoher zeitlicher Au osung, die uber
Jahrzehnte hinweg erhoben werden, verursachen
Datenvolumina im Big Data Bereich. Der Deutsche Wetterdienst allein
verwaltet ein Datenarchiv von 5 Petabyte [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref7">7</xref>
        ]. Bei solchen
Gro enordnung haben sich NoSQL Datenbanken gegenuber
relationalen Datenbanken bewahrt [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
        ].
      </p>
      <p>(3) Wir stellen die Infrastruktur fur ein interdisziplinares
Team der Regensburg School of Energy and Resources mit
mehreren im Aufbau be ndlichen Projekten bereit. Um den
wachsenden Anforderungen unserer Nutzer gerecht werden
zu konnen, muss das System elastisch auf neue Datenquellen
und neue Nutzergruppen angepasst werden konnen.</p>
      <p>(4) Unsere Nutzer sind uberwiegend IT-a n, doch nicht
erfahren in der Entwicklung komplexer verteilter Systeme.
Mit einer domanenspezi schen Anfragesprache wollen die
Autoren dieses Artikels die intuitive Nutzbarkeit des
Systems gewahrleisten.</p>
      <p>
        Unter diesen Gesichtspunkten konzipieren wir unser
System als Hadoop-Rechencluster [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref5">1, 5</xref>
        ]. Damit sind die
Skalierbarkeit auf gro e Datenmengen (2) und die
horizontale Skalierbarkeit der Hardware gegeben (3). Da auf
historische Daten ausschlie lich lesend zugegri en wird, bietet
sich der MapReduce Ansatz geradezu an. Zudem erlaubt
Hadoop das Verarbeiten unstrukturierter, heterogener
Daten (1). Der Entwurf einer eigenen Anfragesprache (4) stellt
dabei eine spannende und konzeptionelle Herausforderung
dar, weil hierfur ein tiefes Verstandnis fur die
Fragestellungen der Nutzer erforderlich ist.
      </p>
      <p>Struktur. Die folgenden Kapitel liefern Details zu unserem
Vorhaben. In Kapitel 2 beschreiben wir eine konkrete
Fragestellung bei der Standort ndung von Windkraftwerken. In
Kapitel 3 stellen wir unsere Losung als MapReduce
Algorithmus dar. Kapitel 4 skizziert unsere Infrastruktur. Im 6.
Kapitel wird auf verwandte Arbeiten eingegangen. Das letzte
Kapitel gibt eine Zusammenfassung unserer Arbeit und zeigt
deren Perspektive auf.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>WINDPOTENTIALANALYSE</title>
      <p>Ein aktuelles Forschungsprojekt der Hochschule
Regensburg beschaftigt sich mit der Potentialanalyse von
Windkraftanlagen. Hier werden die wirtschaftlichen Aspekte, die
fur das Errichten neuer Windkraftanlagen entscheidend sind,
untersucht. Mithilfe der prognostizierten Volllaststunden
einer Windkraftanlage kann eine Aussage uber die
Rentabilitat getro en werden. Diese ist bestimmt durch die
Leistungskennlinie der Windkraftanlage und letztlich durch die
zu erwartenden Windgeschwindigkeiten.</p>
      <p>
        Abbildung 1 (aus [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref9">9</xref>
        ]) skizziert die spezi sche
Leistungskennlinie einer Windkraftanlage in vier Phasen:
I) Erst ab einer gewissen Windgeschwindigkeit beginnt
die Anlage Strom zu produzieren.
      </p>
      <p>II) Die Leistung steigt uber den wichtigsten
Arbeitsbereich in der dritten Potenz zur Windgeschwindigkeit
an, bis die Nennleistung der Anlage erreicht ist.
III) Die Ausgangsleistung wird auf die Nennleistung der
Anlage begrenzt. Ausschlaggebend fur die Hohe der
Nennleistung ist die Auslegungsgro e des Generators.
IV) Die Windkraftanlage schaltet sich bei zu hohen
Windgeschwindigkeiten ab, um eine mechanische U
berbelastung zu verhindern.</p>
      <p>Wie Abbildung 1 verdeutlicht, ist zum Errechnen der
abgegeben Arbeit einer Windkraftanlage eine genaue
Kenntnis der stochastischen Verteilung der Windgeschwindigkeit 1
notwendig. Mithilfe entsprechender Histogramme konnen
somit potentielle Standorte fur neue Windkraftanlagen
verglichen, und Anlagen mit geeigneter Leistungskennlinie
passend fur den spezi schen Standort ausgewahlt werden.</p>
      <p>
        Als Datenbasis eignen sich etwa die Wetterdaten des
Forschungsinstitut des National Center for Atmospheric
Research [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref12">12</xref>
        ] und die des Deutschen Wetterdienstes [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref7">7</xref>
        ].
      </p>
      <p>Insbesondere im Binnenland ist eine hohe raumliche
Auflosung der meteorologischen Daten wichtig. Aufgrund der
1Wir verwenden die Begri e Windgeschwindigkeit und
Windstarke synonym. Streng genommen wird die
Windgeschwindigkeit als Vektor dargestellt, wahrend die
Windstarke als skalare Gro e erfasst wird. Dabei kann die Windstarke
aus der Windgeschwindigkeit errechnet werden.</p>
      <p>
        Abbildung 1: Aussagen uber die Leistung in
Abhangigkeit zur Windgeschwindigkeit (aus [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref9">9</xref>
        ]).
Abbildung 2: Histogramme uber die
Windstarkeverteilung.
      </p>
      <p>Orographie variieren die Windgeschwindigkeiten schon bei
kurzen Distanzen stark.</p>
      <p>Abbildung 2 skizziert die resultierende Aufgabenstellung:
Geographische Flachen werden kleinraumig unterteilt, was
die Abbildung aus Grunden der Anschaulichkeit stark
vereinfacht darstellt. Fur jeden Quadranten, bestimmt durch
Langen- und Breitengrad, interessiert die Hau
gkeitsverteilung der Windstarken (dargestellt als Histogramm).</p>
      <p>Je nach Fragestellung wird von unterschiedlichen
Zeitraumen und unterschiedlicher Granularitat der Quadranten
ausgegangen. Aufgrund der schieren Gro e der Datenbasis ist
hier ein massiv paralleler Rechenansatz gefordert, wenn uber
eine Vielzahl von Quadranten hinweg Histogramme
berechnet werden sollen.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>MASSIV PARALLELE HISTOGRAMM</title>
    </sec>
    <sec id="sec-6">
      <title>BERECHNUNG</title>
      <p>Im Folgenden stellen wir einen MapReduce Algorithmus
zur parallelen Berechnung von
Windgeschwindigkeitsverteilungen vor. Wir betrachten dabei die Plattform Apache
Ha</p>
      <p>
        Abbildung 3: Erste MapReduce-Sequenz zur Berechnung der absoluten Hau gkeiten.
doop [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>
        ], eine quello ene MapReduce Implementierung [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
        ].
      </p>
      <p>Hadoop ist dafur ausgelegt, mit gro en Datenmengen
umzugehen. Ein intuitives Programmierparadigma erlaubt es,
massiv parallele Datenverarbeitungsschritte zu spezi zieren.</p>
      <p>
        Die Plattform partitioniert die Eingabe in kleinere
Datenblocke und verteilt diese redundant auf dem Hadoop
Distributed File System [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref15">15</xref>
        ]. Dadurch wird eine hohe
Datensicherheit gewahrleistet. Als logische Basiseinheit arbeitet Hadoop
mit einfachen Schlussel/Werte Paaren. Somit konnen selbst
unstrukturierte oder nur schwach strukturierte Daten ad hoc
verarbeitet werden.
      </p>
      <p>MapReduce Programme werden in drei Phasen ausgefuhrt.
1. In der ersten Phase wird auf den partitionierten
Eingabedaten eine Map-Funktion parallel ausgefuhrt. Diese
Map-Funktion transformiert einfache Schlussel/Werte</p>
      <p>Paare in eine Liste von neuen Schlussel/Werte Paaren.
2. Die anschlie ende Shu e-Phase verteilt die
entstandenen Tupel so um, dass nun alle Paare mit dem gleichen</p>
      <p>Schlussel an demselben Rechner vorliegen.
3. Die Reduce-Phase berechnet meist eine
Aggregatfunk</p>
      <p>tion auf allen Tupeln mit demselben Schlussel.</p>
      <p>
        Die Signaturen der Map- und Reduce-Funktion werden
ublicherweise wie folgt beschrieben [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref11">11</xref>
        ]:
      </p>
      <p>Map: (k1, v1) ! list(k2, v2)</p>
      <p>Reduce: (k2, list(v2)) ! list(k3, v3)</p>
      <p>Wir erlautern nun unseren MapReduce Algorithmus zum
Erstellen von Histogrammen der
Windgeschwindigkeitsverteilungen. Im Sinne einer anschaulichen Darstellung
abstrahieren wir von dem tatsachlichen Eingabeformat und
beschranken uns auf nur eine Datenquelle. Die Eingabetupel
enthalten einen Zeitstempel, den Langen- und Breitengrad
als Ortsangabe und diverse Messwerte.</p>
      <p>Wir nehmen vereinfachend an, dass die Ortsangabe
bereits in eine Quadranten-ID ubersetzt ist. Diese
Vereinfachung erlaubt eine ubersichtlichere Darstellung, gleichzeitig
ist die Klassi kation der Datensatze nach Quadranten
einfach umzusetzen. Zudem ignorieren wir alle Messwerte bis
auf die Windstarke. Tabelle 1 zeigt exemplarisch einige
Datensatze, die wir in unserem laufenden Beispiel verarbeiten.</p>
      <p>Wir betonen an dieser Stelle, dass diese vereinfachenden
Annahmen nur der Anschaulichkeit dienen und keine
Einschrankung unseres Systems darstellen.</p>
      <p>Quadrant
q
2
3
4
1
...</p>
      <p>Windstarke
ws
0
7
9
3
...</p>
      <p>Tabelle 1: Tabellarisch dargestellte Eingabedaten.</p>
      <p>Wir schalten zwei MapReduce-Sequenzen in Reihe:</p>
      <p>Die erste Sequenz ermittelt, wie oft in einem
Quadranten eine konkrete Windstarke aufgetreten ist.</p>
      <p>Die zweite Sequenz fasst die berechneten Tupel zu
Histogrammen zusammen.</p>
      <p>Abbildung 4: Zweite MapReduce-Sequenz zur Berechnung der Histogramme.
def map(Datei d, Liste&lt;Quadrant, Windstarke&gt; L) :
foreach (q, ws) in L do
if (q 2 Q)
int count = 1;
emit ((q, ws), count);
od
Abbildung 5: Map-Funktion der ersten Sequenz.</p>
      <p>Durch das Aneinanderreihen von MapReduce-Sequenzen
werden ganz im Sinne des Prinzips "teile und herrsche\ mit
sehr einfachen und gut parallelisierbaren Rechenschritten
komplexe Transformationen spezi ziert. Wir betrachten nun
beide Sequenzen im Detail.
3.1</p>
    </sec>
    <sec id="sec-7">
      <title>Sequenz 1: Absolute Häufigkeiten</title>
      <p>
        Die erste Sequenz erinnert an das WordCount\ -Beispiel,
das klassische Einsteigerbeispiel fur "MapReduce
Programmierung [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref11">11</xref>
        ]. Die Eingabe der Map-Funktion ist der Name
einer Datei und deren Inhalt, namlich eine Liste der
Quadranten und der darin gemessenen Windstarke. Wir nehmen
an, dass nur eine ausgewahlte Menge von Quadranten Q
interessiert, etwa um mogliche Standorte von
Windkraftanlagen im Regensburger Raum zu untersuchen.
      </p>
      <p>Abbildung 5 zeigt die Map-Funktion in Pseudocode. Die
Anweisung emit produziert ein neues Ausgabetupel. In der
Shu e-Phase werden die produzierten Tupel nach der
Schlusselkomponente aus Quadrant und Windstarke umverteilt.
Die Reduce-Funktion in Abbildung 6 berechnet nun die
Haugkeit der einzelnen Windstarkewerte pro Quadrant.</p>
      <p>Beispiel 1. Abbildung 3 visualisiert die erste Sequenz
anhand konkreter Eingabedaten. Die Map-Funktion
selektiert nur Tupel aus den Quadranten 1 und 2 (d.h. Q = f1,
def reduce((Quadrant q, Windstarke ws), Liste&lt;Integer&gt; L) :
int total = 0;
foreach count in L do</p>
      <p>total += count;
od
emit (q, (ws, total));
Abbildung 6: Reduce-Funktion der ersten Sequenz.
2g). Die Shu e-Phase reorganisiert die Tupel so, dass
anschlie end alle Tupel mit den gleichen Werten fur Quadrant
und Windstarke bei demselben Rechner vorliegen. Hadoop
fasst dabei die count-Werte bereits zu einer Liste zusammen.</p>
      <p>Die Reduce-Funktion produziert daraus Tupel mit dem
Quadranten als Schlussel. Der Wert setzt sich aus der
Windstarke und ihrer absoluten Hau gkeit zusammen. 2
3.2</p>
    </sec>
    <sec id="sec-8">
      <title>Sequenz 2: Histogramm-Berechnung</title>
      <p>Die Ausgabe der ersten Sequenz wird nun weiter
verarbeitet. Die Map-Funktion der zweiten Sequenz ist schlicht
die Identitatsfunktion. Die Shu e-Phase gruppiert die
Tupel nach dem Quadranten. Somit ndet die nale Erstellung
der Histogramme in der Reduce-Funktion statt.</p>
      <p>Beispiel 2. Abbildung 4 zeigt fur das laufende Beispiel
die Verarbeitungsschritte der zweiten Sequenz. 2</p>
    </sec>
    <sec id="sec-9">
      <title>ARCHITEKTURBESCHREIBUNG</title>
      <p>Unsere Vision eines Cloud-basierten Spatial Decision
Support Systems fur die Fragestellungen der Energiewende fu t
fest auf MapReduce Technologie.</p>
      <p>Abbildung 7: Architektur des Cloud-basierten
Spatial Decision Support Systems.</p>
      <p>Das Projektvorhaben geht dabei uber den blo en Einsatz
von Cluster-Computing hinaus. Das Ziel ist der Entwurf
einer domanenspezi schen Anfragesprache WEnQL, die
"Wetter und Energie Query Language\. Diese wird in
interdisziplinarer Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut
Regensburg School of Energy and Resources entwickelt. Mit ihr
sollen auch MapReduce Laien in der Lage sein, Algorithmen
auf dem Cluster laufen zu lassen.</p>
      <p>
        Abbildung 7 illustriert die Vision: Unsere Nutzer
formulieren eine deklarative Anfrage in WenQL, etwa um die Wind
geschwindigkeits-Histogramme einer Region zu berechnen.
Ein eigener Compiler ubersetzt die WenQL Anfrage in das
gangige Anfrageformat Apache Pig [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref13 ref8">8, 13</xref>
        ], das wiederum
nach Java ubersetzt wird. Das Java Programm wird
anschlieend kompiliert und auf dem Hadoop Cluster ausgefuhrt.
      </p>
      <p>Die U bersetzung in zwei Schritten hat den Vorteil, dass
das Programm in der Zwischensprache Pig von Experten
hinsichtlich Performanz und Korrektheit analysiert werden
kann. Hadoop Laien hingegen brauchen sich mit diesen
Interna nicht zu belasten. Aktuell erarbeiten wir einen Katalog
konkreter Fragestellungen der Energiewirtschaft, um
gangige Query-Bausteine fur WenQL zu identi zieren.
5.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-10">
      <title>VERWANDTE ARBEITEN</title>
      <p>
        In diversen Forschungsgebieten der Informatik nden sich
Beruhrungspunkte mit unserer Arbeit. Viele
Forschungsprojekte, die sich mit der Smart Grid Technologie beschaftigen,
setzten auf distributive Systeme zum Bearbeiten ihrer
Daten [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref17 ref4">4, 17</xref>
        ]. A hnlich wie in unserem Projekt wird diese
Entscheidung aufgrund der gro en Datenmengen getro en,
welche aus unterschiedlichen Quellen stammen. Wetterein usse
auf Kraftwerke, Borsenstrompreise, Auslastung von
Stromnetzen und das Stromverbrauchsverhalten von Millionen von
Nutzern mussen verglichen werden. Smart Grid Analysen
unterscheiden sich von unserem Projekt darin, dass wir nur
auf historische Daten zuruckgreifen und somit keine
Echtzeitanforderungen an das System stellen.
      </p>
      <p>
        Fragestellungen wie Standortbestimmung und Zonierung
haben eine lange Tradition in der Entwicklung dedizierter
Spatial Decision Support Systeme [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref6">6</xref>
        ]. Deren Architekturen
fu en ublicherweise auf relationalen Datenbanken zur
Datenhaltung. Mit der Herausforderung, auf Big Data zu
skalieren, und mit heterogenen Datenquellen zu arbeiten,
besitzen NoSQL Systeme wie Hadoop und das Hadoop
Dateisystem hingegen eindeutige Vorteile in der Datenhaltung und
Anfragebearbeitung.
      </p>
      <p>
        Die De nition deklarativer Anfragesprachen fur
MapReduce Algorithmen ist ein sehr aktives Forschungsgebiet. Am
relevantesten fur uns sind SQL-ahnliche Anfragesprachen,
wie etwa im Hive Projekt umgesetzt [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref16 ref2">2, 16</xref>
        ]. Allerdings wird
SQL von unseren Anwendern in der Regel nicht beherrscht.
Daher planen wir, eine eigene Anfragesprache zu de nieren,
die moglichst intuitiv fur unsere Anwender zu erlernen ist.
6.
      </p>
    </sec>
    <sec id="sec-11">
      <title>ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK</title>
      <p>Der Bedarf fur eine neue, BigData-fahige Generation von
raumlichen Entscheidungsunterstutzungssystemen fur
diverse Fragestellungen der Energiewende ist gegeben.</p>
      <p>In dieser Arbeit stellen wir unsere Vision eines
Cloudbasierten Spatial Decision Support Systems vor. Anhand des
Beispiels der Windpotentialanalyse zeigen wir die
Einsatzfahigkeit von MapReduce Algorithmen fur strategische
Fragestellungen in der Energieforschung.</p>
      <p>
        Wir sind zuversichtlich, ein breites Spektrum
essentieller Entscheidungen unterstutzen zu konnen. Eine
Weiterfuhrung unserer Fallstudie ist die Ausrichtung von
Windkraftradern innerhalb eines Windparks. Dafur ist die dominierende
Windrichtung entscheidend, um Windkraftrader gunstig
zueinander und zur Hauptwindrichtung auszurichten. Ein
einzelnes Windkraftwerk kann zwar die Gondel um 360
drehen, um die Rotoren gegen den Wind auszurichten. Die
Anordnung der Turme zueinander im Park ist allerdings
xiert. Bei einem ungunstigen Layout der Turme konnen
somit Windschattene ekte die Rendite nachhaltig
schmalern. Abbildung 8 (aus [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref10">10</xref>
        ]) visualisiert die Windstarke und
Windrichtung als Entscheidungsgrundlage. Unser
MapReduce Algorithmus aus Kapitel 3 kann dementsprechend
erweitert werden.
      </p>
      <p>Daruber hinaus eruieren wir derzeit die
Standortbestim</p>
      <sec id="sec-11-1">
        <title>Abbildung 8: Aussagen</title>
        <p>
          Windrichtung (aus [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref10">10</xref>
          ]).
uber
        </p>
      </sec>
      <sec id="sec-11-2">
        <title>Windstarke und</title>
        <p>mung von Solaranlagen, und noch komplexer, den
strategischen Einsatz von Energiespeichern, um etwa Windstillen
oder Nachtphasen ausgleichen zu konnen.</p>
        <p>Mit den Fahigkeiten unseres kunftigen Decision Support
Systems, der Skalierbarkeit auf sehr gro en Datenmengen,
dem exible Umgang mit heterogenen Datenformaten und
nicht zuletzt mit einer domanenspezi schen Anfragesprache
wollen wir unseren Beitrag zu einer klimafreundlichen und
nachhaltigen Energieversorgung leisten.</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-12">
      <title>DANKSAGUNG</title>
      <p>Diese Arbeit ist ein Projekt der Regensburg School of
Energy and Resources, eine interdisziplinare Einrichtung der
Hochschule Regensburg und des Technologie- und
Wissenschaftsnetzwerkes Oberpfalz.</p>
    </sec>
  </body>
  <back>
    <ref-list>
      <ref id="ref1">
        <mixed-citation>
          [1]
          <string-name>
            <given-names>Apache</given-names>
            <surname>Hadoop</surname>
          </string-name>
          . http://hadoop.apache.org/,
          <year>2013</year>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
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        <mixed-citation>
          [2]
          <string-name>
            <given-names>Apache</given-names>
            <surname>Hive</surname>
          </string-name>
          . http://hive.apache.org/,
          <year>2013</year>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
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