<!DOCTYPE article PUBLIC "-//NLM//DTD JATS (Z39.96) Journal Archiving and Interchange DTD v1.0 20120330//EN" "JATS-archivearticle1.dtd">
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    <article-meta>
      <title-group>
        <article-title>Ein Verfahren zur Beschleunigung eines neuronalen Netzes für die Verwendung im Image Retrieval</article-title>
      </title-group>
      <contrib-group>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Daniel Braun</string-name>
          <email>braun@cs.uni-duesseldorf.de</email>
          <xref ref-type="aff" rid="aff0">0</xref>
        </contrib>
        <aff id="aff0">
          <label>0</label>
          <institution>Heinrich-Heine-Universität Institut für Informatik Universitätsstr.</institution>
          <addr-line>1 D-40225 Düsseldorf</addr-line>
          ,
          <country country="DE">Germany</country>
        </aff>
      </contrib-group>
      <pub-date>
        <year>2013</year>
      </pub-date>
      <abstract>
        <p>Kunstliche neuronale Netze haben sich fur die Mustererkennung als geeignetes Mittel erwiesen. Deshalb sollen verschiedene neuronale Netze verwendet werden, um die fur ein bestimmtes Objekt wichtigen Merkmale zu identi zieren. Dafur werden die vorhandenen Merkmale als erstes durch ein Art2-a System kategorisiert. Damit die Kategorien verschiedener Objekte sich moglichst wenig uberschneiden, muss bei deren Berechnung eine hohe Genauigkeit erzielt werden. Dabei zeigte sich, dass das Art2 System, wie auch die Art2-a Variante, bei steigender Anzahl an Kategorien schnell zu langsam wird, um es im Live-Betrieb verwenden zu konnen. Deshalb wird in dieser Arbeit eine Optimierung des Systems vorgestellt, welche durch Abschatzung des von dem Art2-a System benutzen Winkels die Anzahl der moglichen Kategorien fur einen Eingabevektor stark einschrankt. Des Weiteren wird eine darauf aufbauende Indexierung der Knoten angegeben, die potentiell den Speicherbedarf fur die zu uberprufenden Vektoren reduzieren kann. Wie sich in den durchgefuhrten Tests zeigte, kann die vorgestellte Abschatzung die Bearbeitungszeit fur kleine Clusterradien stark reduzieren.</p>
      </abstract>
      <kwd-group>
        <kwd>Neuronale Netze</kwd>
        <kwd>Clustering</kwd>
        <kwd>Image Retrieval</kwd>
      </kwd-group>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>Kategorien</title>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>EINLEITUNG</title>
      <p>kator eine untergeordnete Rolle, da man die Berechnung
vor der eigentlichen Anwendung ausfuhrt. Will man
allerdings auch wahrend der Nutzung des Systems weiter
lernen, so sollten die benotigten Rechnungen moglichst wenig
Zeit verbrauchen, da der Nutzer ansonsten entweder auf die
Berechnung warten muss oder das Ergebnis, dass ihm
ausgegeben wird, berucksichtigt nicht die durch ihn
hinzugefugten Daten.</p>
      <p>Fur ein fortlaufendes Lernen bieten sich kunstliche
neuronale Netze an, da sie so ausgelegt sind, dass jeder neue
Input eine Veranderung des Gedachtnisses des Netzes nach
sich ziehen kann. Solche Netze erfreuen sich, bedingt durch
die sich in den letzten Jahren haufenden erfolgreichen
Anwendungen - zum Beispiel in der Mustererkennung - einer
steigenden Beliebtheit in verschiedensten Einsatzgebieten,
wie zum Beispiel auch im Image Retrieval.</p>
      <p>Der geplante Systemaufbau sieht dabei wie folgt aus: die
Merkmalsvektoren eines Bildes werden nacheinander einer
Clustereinheit ubergeben, welche die Merkmalsvektoren
clustert und die Kategorien der in dem Bild vorkommenden
Merkmale berechnet. Das Clustering der Clustereinheit
passiert dabei fortlaufend. Das bedeutet, dass die einmal
berechneten Cluster fur alle weiteren Bilder verwendet werden.
Danach werden die fur das Bild gefundenen Kategorien von
Merkmalen an die Analyseeinheit ubergeben, in der versucht
wird, die fur ein bestimmtes Objekt wichtigen Kategorien zu
identi zieren. Die dort gefundenen Kategorien werden dann
fur die Suche dieser Objekte in anderen Bildern verwendet.
Das Ziel ist es dabei, die Analyseeinheit so zu gestalten,
dass sie nach einem initialen Training weiter lernt und so
neue Merkmale eines Objektes identi zieren soll.</p>
      <p>Fur die Analyseeinheit ist die Verwendung verschiedener
neuronaler Netze geplant. Da sie aber fur die
vorgenommenen Optimierungen irrelevant ist, wird im Folgenden nicht
weiter auf sie eingegangen.</p>
      <p>Von dem Clusteringverfahren fur die Clustereinheit
werden dabei die folgenden Punkte gefordert:</p>
      <p>Das Clustering soll nicht uberwacht funktionieren. Das
bedeutet, dass es keine Zielvorgabe fur die Anzahl der
Cluster geben soll. Das System soll also auch bei einem
bestehenden Clustering fur einen neuen Eingabevektor
erkennen, ob er einem Cluster zugewiesen werden kann
oder ob ein neuer Cluster erstellt werden muss.</p>
      <p>Die Ausdehnung der Cluster soll begrenzt sein. Das
soll dazu fuhren, dass gefundene Merkmalskategorien
mit hoherer Wahrscheinlichkeit zu bestimmten
Objekten gehoren und nicht die Vektoren anderer Objekte
die Kategorie verschmutzen.</p>
      <p>Das Clustering Verfahren sollte auch bei einer hohen
Anzahl an Clustern, die aus der gewunschten hohen
Genauigkeit der einzelnen Cluster resultiert, schnell
berechnet werden konnen.</p>
      <p>
        In dieser Arbeit wird ein Adaptive Resonance Theory Netz
[
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
        ] verwendet, genauer ein Art2 Netz [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>
        ], da es die beiden
ersten Bedingungen erfullt. Denn dieses neuronale Netz fuhrt
ein nicht uberwachtes Clustering aus, wobei es mit jedem
Eingabevektor weiter lernt und gegebenenfalls neue Cluster
erschafft. Der genaue Aufbau dieses Systems wird in Kapitel
3 genauer dargestellt.
      </p>
      <p>
        Zur Beschreibung des Bildes dienen SIFT Deskriptoren [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref10 ref9">9,
10</xref>
        ], welche mit 128 Dimensionen einen sehr gro en Raum fur
mogliche Kategorien aufspannen. Dadurch wachst die
Knotenanzahl innerhalb des Art2 Netzes rapide an, was zu einer
Verlangsamung des Netzes fuhrt. Deshalb wird die Art2-a
Variante [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2">2</xref>
        ] verwendet, welche das Verhalten des Art2
Systems approximiert. Dieses System hat die Vorteile, dass es
zum Einen im Vergleich zu Art2 um mehrere Gro
enordnungen schneller ist und sich zum Anderen gleichzeitig auch
noch gro tenteils parallelisieren lasst, wodurch ein weiterer
Geschwindigkeitsgewinn erzielt werden kann.
      </p>
      <p>Dennoch zeigt sich, dass durch die hohe Dimension des
Vektors, die fur die Berechnung der Kategorie benotigten
Skalarprodukte, unter Berucksichtigung der hohen Anzahl
an Knoten, weiterhin sehr rechenintensiv sind. Dadurch
steigt auch bei starker Parallelisierung, sofern die maximale
Anzahl paralleler Prozesse begrenzt ist, die Zeit fur die
Bearbeitung eines neuen Vektors mit fortlaufendem Training
kontinuierlich an. Aus diesem Grund wird in Kapitel 4 eine
Erweiterung des Systems vorgestellt, die die Menge der
Kandidaten moglicher Gewinnerknoten schon vor der teuren
Berechnung des Skalarproduktes verkleinert.</p>
      <p>Der weitere Aufbau dieser Arbeit sieht dabei wie folgt aus:
in dem folgenden Kapitel 2 werden einige ausgewahlte
Ansatze aus der Literatur genannt, in denen neuronale Netze
fur das Image Retrieval verwendet werden. Um die
Plausibilitat der Erweiterung zu verstehen, werden dann in
Kapitel 3 die dafur benotigten Mechanismen und Formeln eines
Art2-a Systems vorgestellt. Kapitel 4 fokussiert sich danach
auf die vorgeschlagene Erweiterung des bekannten Systems.
In Kapitel 5 wird die Erweiterung evaluiert, um danach in
dem folgenden Kapitel eine Zusammenfassung des Gezeigten
sowie einen Ausblick zu geben.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>VERWANDTE ARBEITEN</title>
      <p>In diesem Kapitel werden einige Ansatze aus der
Literatur vorgestellt, in denen neuronale Netze fur verschiedene
Aufgabenstellungen im Image Retrieval verwendet werden.
Darunter fallen Themengebiete wie Clustering und
Klassikation von Bildern und ihren Merkmalsvektoren.</p>
      <p>
        Ein bekanntes Beispiel fur die Verwendung von neuronalen
Netzen im Image Retrieval ist das PicSOM Framework,
welches in [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref8">8</xref>
        ] vorgestellt wird. Dort werden TS-SOMs (Tree
Structured Self Orienting Maps) fur die Bildsuche
verwendet. Ein Bild wird dabei durch einen Merkmalsvektor
dargestellt. Diese Vektoren werden dann dem neuronalen Netz
prasentiert, welches sie dann der Baumstruktur hinzufugt,
so dass im Idealfall am Ende jedes Bild in der
Baumstruktur reprasentiert wird. Bei der Suche wird der Baum dann
Reset
      </p>
      <p>Category Representation Field
Reset Modul</p>
      <p>I
z*
J</p>
      <p>LTM
Input Representation Field</p>
      <p>Preprocessing Field</p>
      <p>I
I0</p>
      <sec id="sec-3-1">
        <title>Abbildung 1: Skizze eines Art2-a Systems</title>
        <p>durchlaufen und der ahnlichste Knoten als Antwort gewahlt.
Das Framework verwendet dabei das Feedback des Nutzers,
wodurch nach jeder Iteration das Ergebnis verfeinert wird.
Das neuronale Netz dient hier somit als Klassi kator.</p>
        <p>
          [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref12">12</xref>
          ] benutzt das Fuzzy Art neuronale Netz, um die
Merkmalsvektoren zu klassi zieren. Sie schlagen dabei eine zweite
Bewertungsphase vor, die dazu dient, das Netz an ein
erwartetes Ergebnis anzupassen, das System damit zu
uberwachen und die Resultate des Netzes zu prazisieren.
        </p>
        <p>
          In [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref6">6</xref>
          ] wird ein Radial Basis Funktion Netzwerk (RBF) als
Klassi kator verwendet. Eins ihrer Verfahren lasst dabei den
Nutzer einige Bilder nach der Nahe zu ihrem Suchziel
bewerten, um diese Bewertung dann fur das Training ihrer
Netzwerke zu verwenden. Danach nutzen sie die so trainierten
neuronalen Netze zur Bewertung aller Bilder der Datenbank.
        </p>
        <p>
          Auch [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref11">11</xref>
          ] nutzt ein Radial Basis Funktion Netz zur Suche
nach Bildern und trainiert dieses mit der vom Nutzer
angegebenen Relevanz des Bildes, wobei das neuronale Netz nach
jeder Iteration aus Bewertung und Suche weiter trainiert
wird.
        </p>
        <p>
          In [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>
          ] wird ein Multiple Instance Netzwerk verwendet.
Das bedeutet, dass fur jede mogliche Klasse von Bildern
ein eigenes neuronales Netz erstellt wird. Danach wird ein
Eingabebild jedem dieser Subnetze prasentiert und
gegebenenfalls der dazugehorigen Klasse zugeordnet.
3.
        </p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>ART2-A BESCHREIBUNG</title>
      <p>
        In diesem Kapitel werden die benotigten Mechanismen
eines Art2-a Systems vorgestellt. Fur das Verstandnis sind
dabei nicht alle Funktionen des Systems notig, weshalb zum
Beispiel auf die nahere Beschreibung der fur das Lernen
benotigten Formeln und des Preprocessing Fields verzichtet
wird. Fur weiterfuhrende Informationen uber diese beiden
Punkte sowie generell uber das Art2-a System sei deshalb
auf [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref2">1, 2</xref>
        ] verwiesen.
      </p>
      <p>Wie in Bild 1 zu sehen ist, besteht das System aus zwei
Subsystemen: einem Attentional Subsystem, in dem die
Bearbeitung und Zuordnung eines an den Eingang angelegten
Vektors ausgefuhrt wird, sowie einem Orienting Subsystem,
welches die A hnlichkeit des Eingabevektors mit der vorher
gewahlten Gewinnerkategorie berechnet und diese bei zu
geringer Nahe zurucksetzt.</p>
      <p>Innerhalb des Category Representation Field F2 liegen die
Knoten die fur die einzelnen Vektorkategorien stehen. Dabei
wird die Beschreibung der Kategorie in der Long Term
Memory (LTM) gespeichert, die das Feld F2 mit dem Input
Representation Field F1 in beide Richtungen verbindet.</p>
      <p>
        Nach [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2">2</xref>
        ] gilt fur den Aktivitatswert T von Knoten J in
dem Feld F2:
      </p>
      <p>Ii steht dabei fur den durch das Preprocessing Field F0
berechneten Input in das Feld F1 und ist ein wahlbarer
Parameter, der klein genug ist, so dass die Aktivitat eines
ungebundenen Knotens fur bestimmte Eingangsvektoren nicht
immer gro er ist als alle Aktivitatswerte der gebundenen
Knoten. Hierbei gilt ein Knoten als gebunden, wenn ihm
mindestens ein Vektor zugeordnet wurde.</p>
      <p>Da der Aktivitatswert fur alle nicht gebundenen Knoten
konstant ist und deshalb nur einmal berechnet werden muss,
ist dieser Fall fur eine Effizienzsteigerung von
untergeordnetem Interesse und wird deshalb im Folgenden nicht weiter
betrachtet.</p>
      <p>
        Wie in [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2">2</xref>
        ] gezeigt wird, sind sowohl I als auch zJ , durch
die Anwendung der euklidischen Normalisierung,
Einheitsvektoren, weshalb folglich
      </p>
      <p>∥I∥ = ∥zJ ∥ = 1
gilt. Deshalb folgt fur die Aktivitatswerte der gebunden
Kategorieknoten:
=
2(1 + )2</p>
      <p>(1 + 2)
2
cd
cd
cos</p>
      <p>gilt. Da die einzelnen Rechnungen, die von dem System
ausgefuhrt werden mussen, unabhangig sind, ist dieses
System hochgradig parallelisierbar, weshalb alleine durch
Ausnutzung dieser Tatsache die Berechnungszeit stark gesenkt
werden kann. Mit steigender Knotenanzahl lasst sich das
System dennoch weiter optimieren, wie in dem folgenden
Kapitel gezeigt werden soll.</p>
      <p>Das Art2-a System hat dabei allerdings einen Nachteil,
denn bedingt durch die Nutzung des Kosinus des Winkels
zwischen zwei Vektoren werden Vektoren, die linear
abhangig sind, in dieselbe Kategorie gelegt. Dieses Verhalten ist fur
die geforderte Genauigkeit bei den Kategorien unerwunscht.
Dennoch lasst sich dieses Problem leicht durch die Erhebung
weiterer Daten, wie zum Beispiel den Clustermittelpunkt,
losen, weshalb im Folgenden nicht weiter darauf eingegangen
wird.
4.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>VORGENOMMENE OPTIMIERUNG</title>
      <p>Dieses Kapitel dient der Beschreibung der verwendeten
Abschatzung und ihrer Implementierung in das Art2-a
System. Abschlie end wird dann noch auf eine weitere
Verbesserung, die sich durch diese Implementierung ergibt,
eingegangen. Der Aufbau des Abschnitts ist dabei wie folgt: in
Unterabschnitt 1 wird das Verfahren zur Abschatzung des
Winkels vorgestellt. In dem folgenden Unterabschnitt 2 wird
dann gezeigt, wie man diese Abschatzung in das Art2-a
System integrieren kann. In dem letzten Unterabschnitt folgt
dann eine Vorstellung der Abschatzung als Index fur die
Knoten.
4.1</p>
    </sec>
    <sec id="sec-6">
      <title>Abschätzung des Winkels</title>
      <p>
        In [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref7">7</xref>
        ] wird eine Methode zur Schatzung der Distanz
zwischen einem Anfragevektor und einem Datenvektor
beschrieben. Im Folgenden wird beschrieben, wie man Teile dieses
Verfahrens nutzen kann, um damit die Menge moglicher
Knoten schon vor der Berechnung des Aktivitatswertes TJ
zu verringern. Das Ziel ist es, die teure Berechnung des
Skalarproduktes zwischen I und zJ moglichst selten
auszufuhren und gleichzeitig moglichst wenig Daten im Speicher
vorratig halten zu mussen. Dafur wird der unbekannte
Winkel zwischen den beiden Vektoren P und Q durch die
bekannten Winkel und zwischen beiden Vektoren und
einer festen Achse T wie folgt approximiert:
cos
      </p>
      <p>cos (j
= cos (
j)
)
= cos cos + sin sin
= cos cos + √1
cos 2√1
cos 2
(6)
Estimation</p>
      <p>Field</p>
      <p>SI</p>
      <p>F
0
= LTM</p>
      <sec id="sec-6-1">
        <title>Abbildung 2: Erweiterung des Art2 Systems mit</title>
        <p>einem neuen Feld fur die Abschatzung des Winkels</p>
        <p>Als Achse T wird hierbei ein n-dimensionaler mit Einsen
gefullter Vektor verwendet, wodurch fur die L2-Norm des
Achsenvektors ∥T ∥ = pn folgt. Eingesetzt in die Formel
cos = ⟨P; Q⟩</p>
        <p>∥P ∥∥Q∥
ergibt sich damit, unter Ausnutzung von (1), fur das
System mit den Vektoren I und zJ :
cos =
∑n
i=1 Ii und cos =
pn
∑n
i=1 zJ i
pn</p>
        <p>Mit SI und SzJ als jeweilige Summe der Vektorwerte
reduziert sich, unter Verwendung der Formel (6), die
Abschatzung des Kosinus vom Winkel auf
cos
=
SI 2)(n</p>
        <p>SzJ 2</p>
        <p>n</p>
        <p>Diese Abschatzung ermoglicht es nun, die Menge der
Kandidaten moglicher Knoten fur einen Eingabevektor I
vorzeitig zu reduzieren, indem man ausnutzt, dass der wirkliche
Winkel zwischen Eingabevektor und in der LTM
gespeichertem Vektor maximal genauso gro ist, wie der mit der
gezeigten Formel geschatzte Winkel zwischen beiden Vektoren.
Damit ist diese Abschatzung des wirklichen Winkels
verlustfrei, denn es konnen keine Knoten mit einem tatsachlich
gro eren Kosinuswert des Winkels aus der Menge an
Kandidaten entfernt werden. Daraus resultiert, dass ein Knoten
nur dann weiter betrachtet werden muss, wenn die
Bedingung</p>
        <p>Damit die Bedingung (7) ausgenutzt werden kann, wird
das Art2 System um ein weiteres Feld, im Folgenden
Estimation Field genannt, erweitert. Dieses Feld soll als
Schnittstelle zwischen F0 und F2 dienen und die Abschatzung des
Winkels zwischen dem Eingabevektor und dem
gespeicherten LTM Vektor vornehmen. Dazu wird dem Feld, wie in
Abbildung 2 gezeigt wird, von dem Feld F0 die Summe SI
ubergeben. Innerhalb des Feldes gibt es dann fur jeden
Knoten J im Feld F2 eine zugehorige Estimation Unit J ′ . In
der Verbindung von jedem Knoten J zu der ihm zugehorigen
Estimation Unit J ′ wird die Summe der Werte des
jeweiligen LTM Vektors SzJ als LTM gespeichert. Die Estimation
Unit berechnet dann die Funktion
f (J ) =</p>
        <p>SI</p>
        <p>SzJ +
√
(n</p>
        <p>Durch die gezeigte Kosinusschatzung werden unnotige
Skalarprodukte vermieden und somit das System beschleunigt.
Allerdings kann es bei weiterhin wachsender Anzahl der
Knoten, zum Beispiel weil der Arbeitsspeicher nicht ausreicht,
notig werden, nicht mehr alle LTM Vektoren im Speicher zu
halten, sondern nur ein Set moglicher Kandidaten zu laden
und diese dann gezielt zu analysieren. In dem folgenden
Abschnitt wird gezeigt, wie die Abschatzung sinnvoll als Index
fur die Knoten verwendet werden kann.</p>
        <p>Fur die Indexierung wird als Indexstruktur ein B+-Baum
mit der Summe der Werte jedes LTM Vektors SzJ und der
ID J des Knotens als zusammengesetzten Schlussel
verwendet. Fur die Sortierreihenfolge gilt: zuerst wird nach SzJ
sortiert und dann nach J . Dadurch bleibt der B+-Baum fur
partielle Bereichsanfragen nach dem Wert der Summe
optimiert. Damit das funktioniert muss allerdings die Suche so
angepasst werden, dass sie bei einer partiellen
Bereichsanfrage fur die ID den kleinstmoglichen Wert einsetzt und dann
bei der Ankunft in einem Blatt der Sortierung bis zum ersten
Vorkommen, auch uber Blattgrenzen hinweg, der gesuchten
Summe folgt.</p>
        <p>Dieser Index wird nun verwendet, um die Menge der
Kandidaten einzuschranken, ohne, wie in der vorher
vorgestellten Optimierung durch die Estimation Unit, alle Knoten
durchlaufen zu mussen. Anschaulich bedeutet das, dass
das Art2-a System nur noch die der Menge an Kandidaten
fur den Eingabevektor I angehorenden Knoten sehen soll
und somit nur in diesen den Gewinnerknoten suchen muss.
Fur diesen Zweck mussen mogliche Wertebereiche der
gespeicherten SzJ fur einen beliebigen Eingabevektor festgelegt
werden. Dies geschieht wieder mit Hilfe der Bedingung (7):
SI SzJ +
(SzJ</p>
        <p>SI SzJ
2 SI SzJ</p>
        <p>I 2
S )
Damit ergibt sich:
√
(n</p>
        <p>SI 2)(1
2)</p>
        <p>SzJ</p>
        <p>SI
√
(n</p>
        <p>SI 2)(1</p>
        <p>2)
(11)</p>
        <p>Mit den Bedingungen (10) und (11) konnen nun die
partiellen Bereichsanfragen an den Index fur einen beliebigen
Eingabevektor I wie folgt formuliert werden:
n</p>
        <p>SI
(10)
SzJ
r1 = [ SI</p>
        <p>n
r2 = [ SI ; 1]
√
(n</p>
        <p>SI 2)(1
2); SI +
√
(n</p>
        <p>SI 2)(1</p>
        <p>Da fur diese Bereichsanfragen die Bedingung (7) genutzt
wird und somit alle geschatzten Winkel gro er als sind,
hat bei der Verwendung des Indexes das Estimation Field
keinen Effekt mehr.</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-7">
      <title>EVALUATION</title>
      <p>In diesem Kapitel wird die gezeigte Abschatzung evaluiert.
Der vorgeschlagene Index wird dabei aber noch nicht
berucksichtigt.
5.1</p>
    </sec>
    <sec id="sec-8">
      <title>Versuchsaufbau</title>
      <p>Fur die Evaluierung des gezeigten Ansatzes wurde ein
Computer mit einem Intel Core 2 Duo E8400 3 GHz als
Prozesser und 4 GB RAM benutzt.</p>
      <p>
        Als Datensatz wurden Bilder von Flugzeugen aus dem
Caltech 101 Datensatz [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
        ] verwendet. Diese Bilder zeigen
verschiedene Flugzeuge auf dem Boden beziehungsweise in
der Luft. Fur den Geschwindigkeitstest wurden 20 Bilder
aus dem Pool ausgewahlt und nacheinander dem neuronalen
Netz prasentiert. Im Schnitt produzieren die benutzten
Bilder dabei 4871 SIFT Feature Vektoren pro Bild.
      </p>
      <p>Bedingt dadurch, dass die Ansatze verlustfrei sind, wird
nur die Rechenzeit der verschiedenen Verfahren gegenuber</p>
      <sec id="sec-8-1">
        <title>Abbildung 3: Zeitmessung fur</title>
        <p>= 0:95
gestellt, denn es sind keine Einbu en in der Gute des
Ergebnisses zu erwarten. Au erdem wird die mogliche
Parallelisierung nicht weiter betrachtet, da bei einer begrenzten
Anzahl von parallelen Prozessen die Anzahl der Knoten pro
Prozess mit jedem weiteren Bild steigt und den Prozess so
verlangsamt. Als mogliche Werte fur den Schwellwert
wurden die zwei, in der Literatur ofter genannten, Werte 0.95
und 0.98 sowie der Wert 0.999 verwendet. Fur die restlichen
benotigten Parameter aus Formel (3) und (9) gilt: c = 0:1,
d = 0:9 und = 0
5.2</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-9">
      <title>Ergebnisse</title>
      <p>Fur die kleineren Vigilance Werte von 0.95 und 0.98 zeigt
sich, wie in den Abbildungen 3 und 4 zu sehen ist, dass die
Abschatzung hier kaum einen Vorteil bringt. Sie ist sogar
langsamer als das originale System. Dies liegt daran, dass
die Abschatzung durch Verwendung nur eines Wertes,
namlich der Summe, viel zu ungenau ist, um bei diesem Vigilance
Wert genug Knoten herauszu ltern, da fast alle Knoten uber
der Grenze liegen. Da deshalb kaum Zeit gewonnen wird,
wird das System durch den betriebenen Mehraufwand
langsamer. Mit steigendem Vigilance Parameter nimmt auch
der Nutzen des Verfahrens zu, da die Anzahl der entfernten
Knoten signi kant zunimmt. Dies sieht man deutlich in
Abbildung 5, in der die benotigte Rechenzeit fur einen Wert von
0.999 dargestellt ist. In diesem Fall ltert die gezeigte
Abschatzung sehr viele Knoten heraus, weshalb der Zeitgewinn
den Zeitverlust durch den gro eren Aufwand weit ubersteigt.
Da aber moglichst genaue Kategorien erwunscht sind, ist ein
hoher Vigilance Parameter die richtige Wahl. Deshalb kann
das gezeigte Verfahren fur das angestrebte System adaptiert
werden.
6.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-10">
      <title>RESÜMEE UND AUSBLICK</title>
      <p>In dieser Arbeit wurde eine Optimierung des Art2-a
Systems vorgestellt, die durch Abschatzung des Winkels
zwischen Eingabevektor und gespeichertem Vektor die Menge
an zu uberprufenden Kandidaten fur hohe Vigilance Werte
stark reduzieren kann. Des Weiteren wurde ein Ansatz zur
Indexierung der Knoten basierend auf der fur die
Abschatzung notigen Summe vorgestellt. Auch wenn eine
abschlieende Analyse des gezeigten noch offen ist, so scheint dieser
Ansatz dennoch erfolgversprechend fur die erwunschten
hohen Vigilance Werte.</p>
      <p>Aufbauend auf dem gezeigten wird unsere weitere
Forschung die folgenden Punkte beinhalten:</p>
      <sec id="sec-10-1">
        <title>Abbildung 4: Zeitmessung fur</title>
      </sec>
      <sec id="sec-10-2">
        <title>Abbildung 5: Zeitmessung fur</title>
        <p>
          Es wird gepruft, ob die Abschatzung durch die
Hinzunahme weiterer Daten verbessert werden kann und
somit eine weitere Beschleunigung erzielt wird. Dafur
kann man, um das Problem der zu geringen Prazision
der Abschatzung bei kleinerem Vigilance Parameter
zu umgehen, die Vektoren teilen und die Abschatzung
wie in [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref7">7</xref>
          ] aus den Teilsegmenten der Vektoren
zusammensetzen. Dafur brauchte man aber auch die Summe
der Quadrate, da die Teilsegmente der Vektoren keine
Einheitsvektoren mehr sind. Deshalb wird es sich noch
zeigen, ob der Gewinn an Prazision durch eine
Aufteilung den gro eren Aufwand durch Berechnung und
Speicherung weiterer Werte rechtfertigt. Des Weiteren
soll damit uberpruft werden, ob die Abschatzung auch
fur kleinere Vigilance Werte verwendet werden kann.
Es wird uberpruft, wie gro die Auswirkungen der
vorgestellten Verfahren bei einer parallelen Berechnung
des Gewinnerknotens sind. Des Weiteren wird das
Verfahren auf gro eren Datenmengen getestet, um zu
uberprufen, ob eine weitere Beschleunigung notig ist,
damit man das Verfahren im Live Betrieb verwenden
kann.
        </p>
        <p>Die Verwendung der Abschatzung zum Indexieren soll
getestet und mit anderen Indexierungsverfahren
verglichen werden, um ihren Nutzen besser bewerten zu
konnen. Aber vor allem ihre Auswirkungen auf das
Art2-a System im parallelisierten Betrieb sind noch
offen und werden uberpruft.</p>
        <p>Danach werden wir die Analyseeinheit konzipieren.
Dafur wird als erstes uberpruft, welche Daten man fur ein
fortlaufendes Lernen braucht, um einem Objekt keine
falschen neuen Kategorien zuzuweisen oder richtige
Kategorien zu entfernen. Danach soll ein geeignetes
neuronales Netz aufgebaut werden, um damit die
Zuordnung der Kategorien zu den Objekten durchfuhren zu
konnen. Das Netz muss dann an die vorher erhobenen
Daten angepasst werden, um die Prazision des Netzes
zu erhohen. Abschlie end wird das Verfahren dann
gegen andere populare Verfahren getestet.
7.</p>
      </sec>
    </sec>
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