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    <article-meta>
      <title-group>
        <article-title>Zur methodischen Vorbereitung von Data-Mining- Projekten unter Verwendung von CRISP-DM im Kontext diskreter Produktionsprozesse</article-title>
      </title-group>
      <contrib-group>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Uwe Wieland</string-name>
          <xref ref-type="aff" rid="aff0">0</xref>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Marco Fischer</string-name>
          <xref ref-type="aff" rid="aff0">0</xref>
        </contrib>
        <aff id="aff0">
          <label>0</label>
          <institution>Technische Universität Dresden Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik Business Intelligence Research</institution>
        </aff>
      </contrib-group>
      <fpage>47</fpage>
      <lpage>63</lpage>
      <abstract>
        <p>Die Analyse von Produktionsprozessen innerhalb von Data-Mining-Projekten stellt einen hohen Anspruch an die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Domänen- und DataMining-Experten. Die vorgeschlagene modellgestützte Methode offeriert dazu einen ersten Vorschlag, wie real-weltliche Produktionsprozesse in eine von analytischen Verfahren geprägte Welt überführt werden können. Dazu werden die Anforderungen aus beiden Bereichen sowie ein Standardvorgehen für diesen Diskursbereich in einem Modell integriert, dessen Erstellung nachfolgend erläutert wird.</p>
      </abstract>
      <kwd-group>
        <kwd>Problemstellung und Motivation</kwd>
      </kwd-group>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>-</title>
      <p>
        dabei helfen, solche sozio-technische Systeme zu verstehen und anschließend zu
verbessern
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">(Kagermann, Wahlster &amp; Helbig, 2013, S. 46 f.)</xref>
        Dieser Beitrag beschäftigt sich mit
der methodischen Vorbereitung – Untersuchung der Geschäftsziele und
Datenvorverarbeitung - von Data-Mining-Projekten zum Aufbau derartiger Erklärungsmodelle für
diskrete Produktionsprozesse, welche über einen mächtigen Prozessdatenbestand verfügen.
Die Vorbereitung und Durchführung von Data-Mining-Projekten innerhalb von diskreten
Produktionsprozessen stellt einen hohen Anspruch an die interdisziplinäre
Zusammenarbeit zwischen Domänen- und Data-Mining-Experten. Dabei kommt es nicht allein auf die
Daten an, sondern auch die Beschreibung der Daten und die untersuchte Domäne sind
von großer Bedeutung für den Erfolg künftiger Projekte
        <xref ref-type="bibr" rid="ref12 ref7 ref8">(Lukasz, Musilek, 2006, S. 19;
Marban et al., 2007, S. 97 ff.; Mariscal, 2013, S. 160 ff.; Sharma &amp; Osei-Bryson, 2009 S.
4114 ff.)</xref>
        Mit CRISP-DM (Cross Industry Standard Process for Data Mining) basiert dieser Beitrag
auf einem der meist verwendeten Vorgehen zur Durchführung von
Data-MiningProjekten, welches besonders im Anwendungsbereich der Industrie zu finden ist
[Mariscal, 2010, pp. 139) Gemessen an der Evolution von Data-Mining-Vorgehensmodellen
bildet CRISP-DM zum einen die Vereinigung von bereits sehr etablierten Vorgehen wie
dem KDD-Prozess und industriellen Ansätzen (z.B. SEMMA) und zum anderen dient es
als Ausgangspunkt für neue Ansätze (z.B. Cios et al. 2005, CRSIP-DM 2.0)
        <xref ref-type="bibr" rid="ref9">(Azevedo,
Santos, S. 185; Mariscal, 2010, S. 142)</xref>
        . Das Referenzvorgehen CRISP-DM definiert und
beschreibt pro Phase einzelne generische Aufgaben unabhängig vom Anwendungsbereich
sowie den verwendeten Technologien, um Data-Mining-Projekte systematisiert
durchführen zu können. Das Benutzerhandbuch als inhaltliche Erweiterung gibt ausführliche Tipps
und Hinweise zu den einzelnen Phasen und deren Aufgaben
        <xref ref-type="bibr" rid="ref3">(IBM, 2010, S. 3 f.; Lukasz
&amp; Musilek, S. 5)</xref>
        . Die Lösung der Aufgaben ist jedoch von der jeweiligen Situation
abhängig. Situationen werden durch einen Kontext definiert, welcher durch die
Anwendungsdomäne und weitere Faktoren charakterisiert wird. CRISP-DM liefert
ausschließlich ein sehr abstraktes Vorgehen für eine Zuordnung des generischen Modells auf
konkrete Anwendungsbereiche
        <xref ref-type="bibr" rid="ref3 ref9">(IBM, 2010, S. 4; Mariscal, 2010, S. 139)</xref>
        . Zusammenfassend
können daher folgende Begründungen für eine Konkretisierung (B) konstatiert werden:
B1:
B2:
B3:
      </p>
      <p>Eine situationsbezogene Konkretisierung ist methodisch nicht gewährleistet.
Die Ermittlung der relevanten Datenquellen für eine Analyse bleibt sehr vage und
isoliert vom eigentlichen Analyseobjekt.</p>
      <p>Die Integration von Rollen (z. B. Domänen- u. Data-Mining-Experte) in das
Vorgehen wird nicht geregelt.
B4:
B5:
B6:</p>
      <p>Eindeutige Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen den jeweiligen
Ergebnissen der einzelnen Phasen werden außer Acht gelassen.</p>
      <p>Ergebnisse werden in ihrer Form nicht spezifiziert und sind damit nur schwer
wiederverwendbar.</p>
      <p>Die Wiederverwendbarkeit von vorbereitenden Teilergebnissen bei
unterschiedlichen Analyseverfahren ist nicht gegeben.</p>
      <p>Bezugnehmend auf die Problemstellung und Motivation wird das Standardvorgehen
CRISP-DM in ausgewählten Punkten der Analysevorbereitung spezialisiert und
wiederverwendbar für diskrete Produktionsprozesse angepasst werden, um die interdisziplinäre
Zusammenarbeit und damit den Aufbau von prozessspezifischen Erklärungsmodellen zu
unterstützen.
2</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Forschungsdesign</title>
      <p>Das momentan etablierte Standardvorgehen für Data Mining CRISP-DM weist
Konkretisierungsbedarf bezüglich einer Anwendung auf die Analyse von Prozessdaten diskreter
Produktionsprozesse auf. Gerade in den Vorbereitungsphasen werden zahlreiche
generische Aufgaben und Ergebnisse beschrieben, ohne eine konkrete Form zu definieren und
eine Wiederverwendung zu adressieren. Entsprechend Design Science Research soll für
die Lösung dieses Problems ein Artefakt in Form einer modellgestützten Methode
konstruiert werden.</p>
      <p>
        Aus der Problembeschreibung leitet sich die Notwendigkeit ab, die Vorbereitung von
Data-Mining-Projekten im Kontext diskreter Produktionsprozesse methodisch zu
unterstützen. Methoden werden dabei allgemein als Vorschriften bzw.
Handlungsempfehlungen für Problemlösungen verstanden
        <xref ref-type="bibr" rid="ref14 ref15">(Weller, 2010, S.36)</xref>
        . Da sich Modelle als ein
wichtiges Instrument der Erkenntnisgewinnung, Kommunikation und Dokumentation etabliert
haben
        <xref ref-type="bibr" rid="ref17">(Wand &amp; Weber, 2002, S. 363)</xref>
        , soll die methodische Unterstützung durch die
systematische Verwendung von Modellen erfolgen. Damit lässt sich das zu erstellende
Artefakt den modellgestützten Methoden zuordnen. Der Artikel verfolgt damit das
Gestaltungsziel, eine modellgestützten Methode zur Vorbereitung von Data-Mining-Analysen
im Kontext diskreter Produktionsprozesse zu entwickeln. Resultierend aus den
vorangegangenen Betrachtungen ergeben sich für den Beitrag die folgenden Forschungsfragen:


      </p>
      <p>Welche Anforderungen bestehen an die Vorbereitungsphasen von
Data-MiningProjekten in diskreten Produktionsprozessen?
Wie muss eine modellgestützte Methode gestaltet werden, um die Anforderungen
zu erfüllen?
Zunächst werden die Anforderungen an diskrete Produktionsprozesse und die
Datenvorverarbeitung in Data-Mining-Projekten beschrieben, die literaturgestützt erhoben worden
und als Grundlage für die Konstruktion der modellgestützten Methode dienen.
Anschließend werden die Konstruktionsergebnisse präsentiert. Eine modellgestützte
Methode besteht dabei stets aus einer Prozessbeschreibung, welche neben der Erstellung
eines Modells, dessen Transformation und Nutzung beschreibt. Das konstruierte Modell
muss konform zur verwendeten Modellierungssprache sein, die gemäß einer
Sprachbeschreibung definiert ist [Weller, 2010, S. 42). Der Beitrag führt als Sprachbeschreibung
ein Prozessmetamodell ein, das alle für die Prozessdatenanalyse relevanten
Komponenten, deren Beziehungen und Regeln definiert. Mit Hilfe des Prozessmetamodells wird der
Produktionsprozess im Ist-Zustand modelliert. Neben der Ablaufstruktur des Prozesses ist
speziell die Strukturierung von Prozessdaten sowie die Abbildung existierender
Abhängigkeiten und vermuteter Ursache-Wirkungsbeziehungen das Ziel der Modellierung,
welche zunächst unabhängig von den Data-Mining-Zielen sowie den eingesetzten Verfahren
ist. Der so modellierte Prozess kann mit Hilfe der Methode in ein prozessspezifisches
Datenmodell transformiert werden, aus dem wiederum analysespezifische Falldatensätze
abgeleitet werden können, welche die Grundlage für die Anwendung konkreter
DataMining-Verfahren darstellen. Der Teil Modelltransformation und -nutzung ist in Kapitel
4.2 als Research in Progress gekennzeichnet.</p>
      <p>Abschließend erfolgt eine merkmalsbasierte Evaluation, die nachweist, wie die
konstruierten Artefakte der modellgestützte Methode die Vorbereitungsphasen des Data Mining
nach CRISP-DM unterstützt.
3</p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Anforderungen</title>
      <sec id="sec-3-1">
        <title>3.1 Anforderungen diskreter Produktionsprozesse</title>
        <p>
          Innerhalb der betrieblichen Leistungserstellung bildet die Produktion einen
Funktionsbereich, in dem Produktionsfaktoren miteinander kombiniert werden, so dass Endprodukte
entstehen. Dabei wird die Produktion als Transformationsprozess angesehen.
„Gegenstand der Produktion ist die Kombination und Transformation von Produktionsfaktoren
(Input), so dass ein bestimmter Zweck (Output), das sogenannte Sachziel (z.B. die
Herstellung von Automobilen), unter Beachtung des Formalziels (z.B. Gewinnmaximierung)
bestmöglich erreicht wird. Die Ergebnisse des Transformationsprozesses sind die für den
Absatzmarkt bzw. für weitere Transformationsprozesse bestimmten Güter oder
Dienstleistungen, die nach ihrem Verwendungszweck als (End- oder Zwischen-) Produkte
bezeichnet werden.“
          <xref ref-type="bibr" rid="ref5">(Kiener et al., 2012, S. 5)</xref>
          . DANGELMAIER spricht davon, dass die
Inputs und Outputs eines Prozesses durch ihre relevanten Merkmalsausprägungen
charakterisiert sind und sich darüber die Relation zwischen den einzelnen Inputs und Outputs
herstellen lassen
          <xref ref-type="bibr" rid="ref12">(Dangelmaier, 2009, S. 2ff.)</xref>
          .
        </p>
        <p>
          Abbildung 1: Input-Output-System von Produktionsprozessen [Da09], S. 3
Derartige Transformationsprozesse werden in der Regel als Input-Output-System
beschrieben, welche durch eine Betrachtung der reinen Außensicht charakterisiert sind
(Anforderung P1). Damit wird der Input-Output-Prozess wie in Abbildung 1 durch ein
einziges Element mit dem nach außen wirksamen Objekten und deren Merkmalen
beschrieben. Die Funktionalität des Transformationsschrittes bleibt dabei verborgen (Black-Box)
und erfolgt entweder deterministisch oder stochastisch
          <xref ref-type="bibr" rid="ref12">(Dangelmaier, 2009, S. 3)</xref>
          .
Produktionsprozesse können in einstufige und mehrstufige Prozesse unterschieden werden.
Dabei bestehen die mehrstufigen Produktionsprozesse aus parallel oder sukzessiv
ablaufenden einstufigen Produktionsprozessen. Somit stellen einstufige Produktionsprozesse
stets eine Spezialisierung dar, welche innerhalb von komplexen Produktionsszenarien, zu
mehrstufigen Produktionsprozessen kombiniert werden, was im Hinblick auf das
InputOutput-System eine Komposition der einzelnen Elemente bedeutet. Innerhalb einer
mehrstufigen Prozesskette wird auf die finalen Merkmale des Fertigungsobjektes
hingearbeitet. Dazu müssen die Merkmalsänderungen an jedem Prozessschritt beherrschbar und
transparent sein
          <xref ref-type="bibr" rid="ref1">(Großmann &amp; Wiemer, 2010, S. 856)</xref>
          . Das Ziel eines jeden
Produktionsprozesses ist ein reproduzierbarer Ablauf (Transformation), welcher stets zu einem
konstanten Output führt
          <xref ref-type="bibr" rid="ref14 ref15 ref16">(Weller, 2010, S. 70 f.; Wiedenmann, 2001, S. 27)</xref>
          . Dafür sind
gemäß GROSSMANN/WIEMER folgende Bedingungen zu erfüllen:
Tabelle 1: Bedingungen einer reproduzierbaren Fertigung nach Großmann &amp; Wiemer, S.
855f.
        </p>
        <p>Abk.</p>
        <p>P2</p>
        <sec id="sec-3-1-1">
          <title>Bedingung</title>
          <p>Definiertheit der finalen
Produkteigenschaften</p>
        </sec>
        <sec id="sec-3-1-2">
          <title>Beschreibung</title>
          <p>Festlegung des Fertigungsziels mit definierten
Produkteigenschaften und dessen
Toleranzgrenzen</p>
          <p>P3
P4
P5
P6</p>
          <p>Durchgängigkeit der
gesamten Prozesskette
Beherrschtheit der einzelnen
Prozessschritte
Analysierbarkeit aller
Prozessschritte
Steuerbarkeit aller
elementaren Zustandsänderungen
Die Fertigung verläuft entlang einer
durchgängigen Prozesskette und führt definiert und
vollständig auf die finalen Eigenschaften des
Produktes hin.</p>
          <p>Prozesse müssen bei einem gegebenen Input
stets einen definierten Output liefern. (Definierte
Merkmalsstruktur)
Zur Beherrschung eines Prozesses, muss jeder
Prozessschritt beschrieben, analysiert und
optimiert werden.</p>
          <p>Jede elementare Zustandsänderung muss
steuerbar sein.</p>
          <p>
            In Bezug auf diese Bedingungen wird eine Einschränkung auf diskrete
Produktionsprozesse eingeführt. Die Erweiterung „diskret“ erhalten Produktionsprozesse, in denen
Produkte als abzählbare Einheiten hergestellt werden. Bei sogenannten Stückgutprozessen,
können anders als bei kontinuierlichen Fertigungsprozessen, diskrete Schritte betrachtet,
analysiert und gesteuert werden
            <xref ref-type="bibr" rid="ref16">(Wiedenmann, 2001, S. 27f.)</xref>
            .
          </p>
        </sec>
      </sec>
      <sec id="sec-3-2">
        <title>3.2 Anforderungen an die Datenvorverarbeitung in Data-Mining-Projekten</title>
        <p>Bezugnehmend auf die situative Anpassungsfähigkeit der zu konstruierenden
modellgestützten Methode sind ausschließlich generelle Anforderungen zu ermitteln, welche die
Phasen der Datenvorbereitung für eine Vielzahl an Data-Mining-Verfahren unterstützen.
Die ermittelten Anforderungen sind mit den bereits in CRISP-DM implementierten
Anforderungen für diese Phase abzugleichen, um die Nähe zum ausgewählten
Standardprozess zu wahren. Die folgende Übersicht stellt die konsolidierten Anforderungen an die
Datenvorverarbeitung dar und evaluiert diese durch weitere Quellen der Domäne:
Tabelle 2: Anforderungen Datenvorverarbeitung</p>
        <p>Abk.</p>
        <p>DM1
DM2
DM3
DM4
DM5
DM6
DM7
DM8
DM9
DM10</p>
        <p>
          Wertebereiche von Merkmalen definieren
Merkmalskorrelationen / Unabhängigkeiten entdecken
statistische Lagewerte und Streuungsmaße zur
Erkennung v. Datenrauschen/Ausreißern erheben
Merkmalsbedeutungen / Relevanz ermitteln
Balancierung der Daten untersuchen
Schlüsselattribute/Schlüsselbeziehungen erkennen
bekannte Ursachen und Wirkungen zwischen
Merkmalen aufzeigen
          <xref ref-type="bibr" rid="ref3">(IBM, 2010)</xref>
          ,
          <xref ref-type="bibr" rid="ref13">(Otte et al., 2004)</xref>
          <xref ref-type="bibr" rid="ref3">(IBM, 2010)</xref>
          ,
          <xref ref-type="bibr" rid="ref13">(Otte et al., 2004)</xref>
          <xref ref-type="bibr" rid="ref3">(IBM, 2010)</xref>
          ,
          <xref ref-type="bibr" rid="ref10">(Runkler, 2010)</xref>
          ,
          <xref ref-type="bibr" rid="ref13">(Otte et al., 2004)</xref>
          <xref ref-type="bibr" rid="ref3">(IBM, 2010)</xref>
          ,
          <xref ref-type="bibr" rid="ref13">(Otte et al., 2004)</xref>
          <xref ref-type="bibr" rid="ref3">(IBM, 2010)</xref>
          ,
          <xref ref-type="bibr" rid="ref13">(Otte et al., 2004)</xref>
          <xref ref-type="bibr" rid="ref3">(IBM, 2010)</xref>
          ,
          <xref ref-type="bibr" rid="ref13">(Otte et al., 2004)</xref>
          <xref ref-type="bibr" rid="ref3">(IBM, 2010)</xref>
          Die Anforderungen der Datenvorbereitung fließen gemeinsam mit den Anforderungen
diskreter Produktionsprozesse in die Konstruktion der modellgestützten Methode ein.
4
        </p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Konstruktionsergebnisse</title>
      <sec id="sec-4-1">
        <title>4.1 Sprachbeschreibung</title>
        <p>
          Ziel der modellgestützten Methode ist es, die Vorbereitung von Data-Mining-Analysen
im Kontext diskreter Produktionsprozesse zu unterstützen. Dazu soll im ersten Schritt der
zu analysierende Produktionsprozess im Ist-Zustand modelliert werden, um anschließend
dieses Modell in analysespezifische Modelle zu transformieren, die für die Analyse der
Prozess-Exemplardaten (Rohdaten des diskret gefertigten Produktes) genutzt werden
können. Entsprechend dem Forschungsdesign erfordert eine modellgestützte Methode
eine Sprachbeschreibung für eine Modellierungssprache, zu der die entstehenden Modelle
konform sind. Jede Modellierungssprache verfügt dabei über eine festgelegte Syntax, die
über eine Grammatik oder ein Metamodell beschrieben werden kann
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2">(Hesse &amp; Mayr,
2008, S.389)</xref>
          . Das vorgeschlagene Prozessmetamodell definiert dabei im Sinne einer
Modellierungssprache alle möglichen Sprachkonzepte und Regeln zu deren Kombination
          <xref ref-type="bibr" rid="ref17">(Wand &amp; Weber, 2002, S. 364)</xref>
          , um einen Produktionsprozess so zu modellieren, dass die
Anforderungen diskreter Produktionsprozesse und an die Datenvorverarbeitung in
DataMining-Projekten berücksichtigt werden. Als Ausgangspunkt für die
Prozessmetamodellierung dient das Modell der Fertigungssteuerung (MFST) als etablierter Standard für
diese Domäne (Dangelmaier und Felser, 1994, S. 35 f.; Großmann et al., S. 957). Durch
die Einschränkung des Anwendungsbereiches grenzt sich dieses Vorgehen von anderen
Methoden der (Geschäfts-)prozessmodellierung ab (Dangelmaier &amp; Felser, 1994, S. 36).
Im MFST werden Produktionsprozesse als Input-Output-Systeme modelliert, in denen
jeder Produktionsschritt als „Black-Box“ betrachtet wird, in den Güter hineinfließen
(Inputs) und neue Güter hervorgebracht werden (Outputs)
          <xref ref-type="bibr" rid="ref12">(Dangelmaier, 2009, S. 1 ff., 10
ff.)</xref>
          . Der Produktionsprozess drückt sich dabei als Transformation von Input- und
OutputZuständen aus, die durch Merkmale und Merkmalsausprägungen charakterisiert sind.
Mehrstufige Produktionsprozesse können in eine Kette einzelner Input-Output-Systeme
zerlegt werden.
        </p>
        <p>
          Abbildung 2 zeigt das entwickelte Prozessmetamodell, das in Anlehnung an MFST
          <xref ref-type="bibr" rid="ref15">(Dangelmaier &amp; Felser, 1994; Großmann et al., 2010)</xref>
          die Anforderungen diskreter
Produktionsprozesse abdeckt und um die Anforderungen an die Datenvorverarbeitung in
DataMining-Projekten erweitert wurde. Für die Darstellung des Prozessmetamodells wird ein
Entity-Relationship-Modell gewählt und die Bedeutung der verwendeten Sprachkonzepte
nachfolgend näher erläutert.
        </p>
        <p>
          Abbildung 2: Prozessmetamodell – logische Sicht
Ein einstufiger Prozess bzw. ein Prozessschritt wird dabei grundsätzlich als eine Menge
von Objekttypen repräsentiert, die unter Nutzung eines oder mehrerer
RessourcenObjekttypen (z.B. Maschinen, Werkzeuge, u.a.) die Transformation eines oder mehrerer
Input-Objekttypen (z.B. Werkstücke, Material, u.a.) in ein oder mehrere
OutputObjekttypen herbeiführen. Mehrstufige Prozesse werden über eine Prozesskette in eine
chronologische Reihenfolge gebracht. Objekttypen abstrahieren individuelle Objekte
(Exemplare) im Produktionsprozess und beschreiben immer genau einen Objektzustand.
Sie können daher im Modell nur einmal verwendet werden. Selbst ein einziges zu
bearbeitendes Produkt wird im Modell durch zwei Objekttypen abgebildet: einen für den
Zustand vor der Bearbeitung (Input-Objekttyp) und einen für den Zustand nach der
Bearbeitung (Output-Objekttyp)
          <xref ref-type="bibr" rid="ref14 ref15">(Weller et al., 2010, S.76)</xref>
          . Objekttypklassen (OTK) werden
verwendet, um auf Modellebene dennoch den Zusammenhang zwischen gleichartigen
Objekttypen hinsichtlich ihrer Merkmale abbilden zu können. Da die gleichen Merkmale
von mehreren Objekttypklassen genutzt werden können, stellen die OTK-Merkmale
diejenigen Merkmale dar, die aus der Gesamtheit aller Merkmale den Objekttypklassen
zugeordnet sind. Für die Analyse mehrstufiger Prozesse ist zudem die Kenntnis von
identifizierenden Schlüsselmerkmalen wesentlich, die direkt den Objekttypklassen zugewiesen
werden. In der Regel wird dieses Merkmal ein Code oder eine Seriennummer sein mit der
sich ein Exemplar eines Werkstückes im Produktionsprozess eindeutig bestimmen lässt.
Auf Modellebene können für Merkmale Sollwerte und Toleranzen für
Merkmalsausprägungen vorgegeben werden, mit denen sich in der späteren Analyse der tatsächlichen
Merkmalsausprägungen der Exemplardaten prozessuntypische Ausreißer erkennen lassen.
Für Merkmale mit Nominal- oder Ordinalskala können im Prozessmetamodell gültige
Merkmalsausprägungen definiert werden. Ein Vergleich dieses Werteumfangs mit dem
tatsächlichen Vorkommens der Ausprägung in den Exemplardaten lässt auf die
Balancierung dieses Merkmales schließen. Eine wichtige Anforderung aus dem Data Mining ist
die Zuordnung des Skalenniveaus für jedes Merkmal. Daraus lässt sich später ableiten,
welche Merkmale für welches Data-Mining-Verfahren in Frage kommen oder wie diese
gegebenenfalls transformiert werden müssen. Für jedes Merkmal kann zusätzlich eine
Einheit hinterlegt werden.
        </p>
        <p>Jeder Objekttyp ist genau einer Objekttypklasse zugeordnet und besitzt daher alle
Merkmale seiner Klasse, aber nicht alle Merkmale sind in jedem Prozessschritt von Interesse.
Mit der Merkmalszuordnung können die für den entsprechenden Prozessschritt
relevanten Zustände der verschiedenen Objekttypen einer Objekttypklasse beschrieben und für
den jeweiligen Objekttyp gültige Sollwerte und Toleranzen lokal vorgegeben werden,
welche die globalen Werte der Objekttypklasse überschreiben. Gleichzeitig lässt sich für
den Objekttyp das Fehlen von Merkmalsausprägungen dokumentieren, was ein
wesentliches Indiz für die Behandlung von Missing Values darstellt. Eine weitere wichtige im
Prozessmetamodell abgebildete Anforderung, ist die Beschreibung von (vermuteten)
Ursache-Wirkungsbeziehungen zwischen Merkmalen verschiedener Objekttypen. Ursache
und Wirkung lassen sich dabei als Einfluss in Form von Implikationen zwischen
Aussagen, die mittels Variablen, Konstanten, Funktionen und (mathematischen u. logischen)
Operatoren definiert werden, beschreiben. Gleichzeitig kann der Einfluss genutzt werden
um Merkmalsabhängigkeiten innerhalb eines Objekttyps zu dokumentieren, was bei der
anschließenden Auswahl von Eingangsmerkmalen für die Analyseverfahren unterstützt.
Aus dem Prozessmetamodell lässt sich ein relationales Datenmodell entwickeln, indem
aus Entitäten Tabellen, aus Attributen Spalten und aus Relationen Schlüsselbeziehungen
werden. Für die Implementierung des Prozessmetamodells und die Erfassung der
analysespezifischen Prozessmetadaten und Objektzustände für die Modellerstellung eignet sich
daher eine datenbankbasierte Anwendung.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-4-2">
        <title>4.2 Prozessbeschreibung</title>
        <sec id="sec-4-2-1">
          <title>Modellerstellung</title>
          <p>
            Gemäß Forschungsdesign benötigt die modellgestützte Methode neben der vorgestellten
Sprachbeschreibung noch eine Prozessbeschreibung zur Erstellung eines Prozessmodells
            <xref ref-type="bibr" rid="ref14 ref15 ref16">(Wiedenmann, 2001, S. 22; Weller, 2010, S. 42)</xref>
            . Mit der Modellerstellung wird ein realer
Produktionsprozess durch den Domänen-Experten, in ein Prozessmodell überführt, um
anschließend für die Vorbereitung der spezifischen Prozessdaten eingesetzt zu werden.
In Anlehnung an die Vorgehensbeschreibung von CRISP-DM beginnt jedes Projekt mit
der Formulierung der Geschäftsziele, welche den Anlass definieren und den Rahmen des
Vorhabens bilden
            <xref ref-type="bibr" rid="ref12 ref8">(Marban et al., 2007, S. 97 f.; Sharma &amp; Osei-Bryson, 2009, S. 4116)</xref>
            .
Innerhalb der Analyse von Prozessen dienen die Geschäftsziele vordergründig der
Beschreibung der geschäftlichen Erfolgsfaktoren und der Modellweite zur Fokussierung des
zu untersuchenden Prozessausschnittes. Auf Grund der fehlenden Kenntnisse über die
Input-Output-Relationen (Black-Box) zwischen den vorhandenen
Prozessstrukturelementen werden für die Modellierung alle Objektzustände im ausgewählten Prozess betrachtet
(Modellgranularität). Begrenzt durch die Modellweite erfolgt die Unterstützung der
Situationsbeschreibung durch die Modellierung des konkreten Prozesses unter Verwendung
der definierten Sprachbeschreibung.
          </p>
          <p>Beginnend mit der Erfassung des Endproduktes und der beteiligten Fertigungsmittel als
Objekttypklassen mit jeweils globalen Merkmalen und deren Ausprägungen, werden die
einzelnen Prozessschritte mit ihrer Einordnung in der Prozesskette erfasst und einem
Prozessmodell zugeordnet. Anschließend beginnt die Modellierung der einzelnen
Prozessschritte in ihrer Außensicht, welche durch Input-, Output- und Ressourcen-Objekttypen
sowie deren Merkmalszuordnungen definiert ist. Gemäß der globalen
Merkmalszuordnung verfügt dabei jeder Objekttyp über die Merkmale seiner Objekttypklasse. Sollte
innerhalb der Modellerstellung festgestellt werden, dass ein Merkmal fehlt, kann dies
dem Merkmalskatalog hinzugefügt und über die Merkmalszuordnung verwendet werden.
Im Anschluss an die Modellierung der Objekttypen können vermutete
UrsacheWirkungsbeziehungen innerhalb eines Objekttyps sowie zwischen Objekttypen in die
Modellierung aufgenommen werden. Das beschriebene Vorgehen wird für jeden
Prozessschritt innerhalb der Prozesskette durchgeführt. Das dazugehörige
UMLAktivitätsdiagramm des Ablaufes ist in Abbildung 3 dargestellt.</p>
          <p>Abbildung 3: Prozessbeschreibung Modellerstellung
Reflektierend auf CRISP-DM wird innerhalb der Modellerstellung die Struktur des
Prozesses erfasst und beschrieben. Anders als bei der darauffolgenden explorativen
Datenuntersuchung und Überprüfung der Datenqualität, definiert die Modellerstellung
Qualitätskriterien in Form von Metadaten und schafft Transparenz durch die Integration von
Prozesswissen in Form von Ursache-Wirkungsbeziehungen. Durch die exakte Beschreibung
der Prozessstrukturen entsteht die Grundlage für eine semantisch korrekte Integration von
relevanten Daten innerhalb der Datenaufbereitungsphase. Anhand dieser Aspekte wird
sichtbar, dass durch das Prozessmodell eine Transformation des realen Prozesses in einen
für Analysen aufbereiteten Untersuchungsbereich durchgeführt werden kann und somit
die Überführung zwischen interdisziplinären Welten modellgestützt erfolgt.</p>
        </sec>
        <sec id="sec-4-2-2">
          <title>Modelltransformation und Modellnutzung (Research in Progress)</title>
          <p>
            Neben der Beschreibung der Modellierungsmethode zur Erstellung eines Prozessmodells
geben modellgestützte Methoden konkrete Hinweise zur Transformation und Nutzung der
erstellten Modelle. Durch eine Modelltransformation kann eine entsprechende Lösung
zunächst wiederum als Modell dargestellt werden. Dazu wird das erzeugte Prozessmodell
als Repräsentant der Domäne derart modifiziert bis eine Lösung des beschriebenen
Problems auf Modellebene gefunden ist
            <xref ref-type="bibr" rid="ref14 ref15">(Weller, 2010, S. 40)</xref>
            . Sind sich alle Beteiligten einig
eine Problemlösung im Modellraum gefunden zu haben, muss diese Lösung auf das
fachliche Problem der Realität (Nicht-Modellraum) übertragen werden. Dies erfolgt mit einer
Beschreibung der Modellnutzung.
          </p>
          <p>Abbildung 4: Research in Progress - Zerlegung des Modellierungsproblems
Bezogen auf die vorgestellte modellgestützte Methode soll das erzeugte Prozessmodell in
ein Zieldatenmodell – in ERM-Sprachbeschreibung – überführt werden, um anschließend
zur Generierung einer Tabellenstruktur für die konkreten Prozessdaten genutzt zu werden
(siehe Abbildung 4). Diesbezüglich müssen Regelwerke definiert werden, welche den
Übergang von einem Modell in das andere semiformal beschreiben. Die konkrete
Nutzung des Zieldatenmodells erfolgt anhand eines generierten SQL-Skriptes, welches die
relationale Tabellenstruktur anlegt und somit das Ziel für einen spezifischen
Datenladeprozess aus den operativen Datenquellsystemen definiert. Weiterhin werden auf Basis
der erfassten Prozessmetadaten (z.B. Sollwerte, Ursache-Wirkungsbeziehungen) Regeln
generiert, welche zur Prüfung der Datenqualität auf die geladenen Prozessdaten
angewendet werden.</p>
          <p>Ausgehend von den modellierten Data-Mining-Zielen im Prozessmodell, werden alle
vorgelagerten Objekttypen und deren Merkmale anhand eines identifizierenden Merkmals
in einem analysegerechten Falldatenmodell – in ERM-Sprachbeschreibung – organisiert.
Die konkrete Modellnutzung erfolgt über SQL-Skripte, welche je Data-Mining-Ziel eine
View (Falldatensatz) auf die qualitätsgeprüfte Zieldatenstruktur definiert. Die erzeugten
Falldatensätze werden anschließend als Ergebnis an die jeweiligen
Data-MiningVerfahren zur Analyse übergeben.
5</p>
        </sec>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Evaluation und Ausblick</title>
      <p>
        Die Systematisierung von Evaluationsmethoden innerhalb der Wirtschaftsinformatik
        <xref ref-type="bibr" rid="ref11 ref12">(siehe Riege, Saat &amp; Bucher, 2009, S. 75)</xref>
        bietet unterschiedliche Ansatzpunkte zur
Evaluierung von entwickelten Artefakten. Im Beitrag wurde eine modellgestützte Methode als
Lösungskandidat zur spezifischen Analysevorbereitung von Data-Mining-Projekten im
Kontext von diskreten Produktionsprozessen vorgestellt. Anhand von abgeleiteten
Konkretisierungsbedarfen und Anforderungen konnten die Sprachbeschreibung sowie die
Prozessbeschreibung zur Modellerstellung fertig konstruiert und damit Teilaspekte der
zweiten Forschungsfrage beantwortet werden. Die Prozessbeschreibung für die
Modelltransformation und Modellnutzung wurden konzeptuell beschrieben und als Research in
Progress gekennzeichnet. Für eine weiterführende Entwicklung ist es jedoch notwendig,
die finalisierten Artefakte hinsichtlich ihrer korrekten Konstruktion auf Basis
feststehender Anforderungen zu überprüfen (merkmalsbasierte Evaluation)
        <xref ref-type="bibr" rid="ref11 ref12">(Riege, Saat &amp; Bucher,
2009, S. 75)</xref>
        . Die nachfolgende Übersicht macht die Ergebnisse der Evaluation ersichtlich
und zeigt zugleich die konsolidierten Anforderungen zur Beantwortung der ersten
Forschungsfrage auf.
      </p>
      <p>Tabelle 3: Merkmalsbasierte Evaluation</p>
      <p>Abk.</p>
      <p>B1</p>
      <sec id="sec-5-1">
        <title>Anforderungen Bewertung</title>
      </sec>
      <sec id="sec-5-2">
        <title>Begründungen für eine Konkretisierung von CRISP-DM</title>
        <p>Eine situationsbezogene Konkretisierung ist me- Erfüllt – Input-Output-System
thodisch nicht gewährleistet. ganzheitlich abgebildet</p>
        <p>B2
B3
B4
B5
B6
P1
P2
P3
P4
P5
P6
DM1
DM2
DM3
DM4
DM5
DM6
Die Ermittlung der relevanten Datenquellen für Erfüllt – Objekttypen und
deeine Analyse bleibt sehr vage und isoliert vom ren Merkmalszuordnung
beeigentlichen Analyseobjekt. schreiben die exakte
Zieldatenstruktur
Die Integration von Rollen (z. B. Domänen- u. Teilweise – Domänen-Experte
Data-Mining-Experte) in das Vorgehen wird nicht ist integriert,
Data-Mininggeregelt. Experte nach
Modelltransformation
Teilweise – Prozessmodell als
zentraler Ergebnis-speicher
Eindeutige Zusammenhänge und Abhängigkeiten
zwischen den jeweiligen Ergebnissen der
einzelnen Phasen werden außer Acht gelassen.</p>
        <p>Ergebnisse werden in ihrer Form nicht spezifiziert Teilweise – in
Sprachbeschreiund sind damit nur schwer wiederverwendbar. bung definiert
Die Wiederverwendbarkeit von vorbereitenden Teilweise – wird nach
ModellTeilergebnissen bei unterschiedlichen Analysever- transformation vollständig
fahren ist nicht gegeben. erfüllt</p>
      </sec>
      <sec id="sec-5-3">
        <title>Anforderungen diskreter Produktionsprozesse</title>
        <p>Beschreibung des Prozesses als Input-Output- Erfüllt – Sprach- und
ProzessSystem beschreibung
Definiertheit der finalen Produkteigenschaften Erfüllt - Sprachbeschreibung
Durchgängigkeit der gesamten Prozesskette Erfüllt - Sprachbeschreibung
Beherrschtheit der einzelnen Prozessschritte Erfüllt - Sprachbeschreibung
Analysierbarkeit aller Prozessschritte Erfüllt - Sprachbeschreibung
Steuerbarkeit aller elementaren Zustands- Erfüllt - Sprachbeschreibung
änderungen</p>
      </sec>
      <sec id="sec-5-4">
        <title>Anforderungen der Datenvorverarbeitung</title>
        <p>Umgang mit fehlenden Werten und deren Bedeu- Erfüllt – Sprachbeschreibung
tung (Missing Values) klären
Skalenart ermitteln Erfüllt - Sprachbeschreibung
identische Formate/Schreibweisen pro Merkmal Erfüllt - Sprachbeschreibung
sicherstellen
Wertebereiche von Merkmalen definieren Erfüllt - Sprachbeschreibung
Merkmalskorrelationen / Unabhängigkeiten ent- Erfüllt - Sprachbeschreibung
decken
statistische Lagewerte und Streuungsmaße zur Erfüllt - Sprachbeschreibung
Erkennung v. Datenrauschen/Ausreißern erheben
Merkmalsbedeutungen / Relevanz ermitteln Erfüllt - Sprachbeschreibung
Balancierung der Daten untersuchen Erfüllt - Sprachbeschreibung
DM9
DM10</p>
        <p>Schlüsselattribute/Schlüsselbeziehungen erkennen
bekannte Ursachen und Wirkungen zwischen
Merkmalen aufzeigen
Erfüllt - Sprachbeschreibung
Erfüllt - Sprachbeschreibung
Zusammenfassend kann die Konstruktion der existenten Ergebnisse positiv evaluiert
werden. Die Anforderungspunkte B3 bis B6 sind aufgrund der noch umzusetzenden
Modelltransformation und -nutzung nur teilweise erfüllt.</p>
        <p>Die modellgestützte Methode ermöglicht bereits mit der Modellerstellung eine gezielte
Zusammenführung der Fach- und Data-Mining-Domäne und schafft damit ein
Kommunikationsmittel für eine aufgabenteilige, interdisziplinäre Bearbeitung von analytischen
Fragestellungen in diskreten Produktionsprozessen. Durch die integrierte, modellgestützte
Beschreibung des betrachteten Produktionsprozesses entsteht eine einheitliche
Wissensbasis über semantische Ablaufbeziehungen sowie über die zugrundliegende Datenstruktur
und deren Besonderheiten. Mittels Zuführung von Metadaten erhält der Analyst
notwendige Informationen über die Prozessdatenstruktur zur effizienten Konfiguration von
DataMining-Verfahren.</p>
        <p>Bezogen auf weitere Forschungstätigkeiten dient das Prozessmodell zur Generierung
eines analysespezifischen Zieldatenmodells und spezifischer Falldatenmodelle für die
vorhandenen Exemplardaten des jeweiligen Prozessschrittes sowie als Grundlage für eine
strukturelle Überprüfung der Datenqualität und Verfahrensvoraussetzungen für die
nachgelagerten Analysephasen. Die Konstruktion einer Prozessbeschreibung für die
Modelltransformation und Modellnutzung sowie die Implementierung eines „Regelinspektors“
zur Realisierung der strukturellen Prüfungen auf Basis der integrierten Metadaten auf
Merkmalsebene repräsentiert dazu den nächsten Forschungsschritt.
6</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-6">
      <title>Literaturverzeichnis</title>
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