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        <article-title>Das PArADISE-Projekt</article-title>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>(Extended Abstract)</string-name>
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          <label>0</label>
          <institution>Andreas Heuer Lehrstuhl DBIS, Institut für Informatik Universität Rostock 18051 Rostock</institution>
          ,
          <country country="DE">Deutschland</country>
        </aff>
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          <label>1</label>
          <institution>Holger Meyer Lehrstuhl DBIS, Institut für Informatik Universität Rostock 18051 Rostock</institution>
          ,
          <country country="DE">Deutschland</country>
        </aff>
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      <pub-date>
        <year>2015</year>
      </pub-date>
      <fpage>102</fpage>
      <lpage>103</lpage>
      <abstract>
        <p>Bei der Erforschung und systematischen Entwicklung von Assistenzsystemen fallen eine große Menge von Sensordaten an, aus denen Situationen, Handlungen und Intentionen der vom Assistenzsystem unterstu¨tzten Personen abgescha¨tzt (modelliert) werden mu¨ssen. Neben Privatheitsaspekten, die bereits wa¨hrend der Phase der Modellbildung beru¨cksichtigt werden mu¨ssen, sind die Performance des Analysesystems sowie die Provenance (Ru¨ckverfolgbarkeit von Modellierungsentscheidungen) und die Preservation (die langfristige Aufbewahrung der Forschungsdaten) Ziele unserer Projekte in diesem Bereich. Speziell sollen im Projekt PArADISE die Privatheitsaspekte und die Performance des Systems beru¨cksichtigt werden. In einem studentischen Projekt wurde innerhalb einer neuen experimentellen Lehrveranstaltung im reformierten Bachelor- und MasterStudiengang Informatik an der Universita¨t Rostock eine Systemplattform fu¨r eigene Entwicklungen geschaffen, die auf Basis von klassischen zeilenorientierten Datenbanksystemen, aber auch spaltenorientierten und hauptspeicheroptimierten Systemen die Analyse der Sensordaten vornimmt und fu¨r eine effiziente, parallelisierte Verarbeitung vorbereitet. Ziel dieses Beitrages ist es, die Ergebnisse dieser studentischen Projektgruppe vorzustellen, insbesondere die Erfahrungen mit den gewa¨hlten Plattformen PostgreSQL, DB2 BLU, MonetDB sowie R (als Analysesystem) zu pra¨sentieren.</p>
      </abstract>
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    <sec id="sec-1">
      <title>ZUSAMMENFASSUNG</title>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>EINLEITUNG</title>
      <p>∗Eine Langfassung dieses Artikels ist erha¨ltlich als [HM15]
unter http://www.ls-dbis.de/digbib/dbis-tr-cs-04-15.pdf
2.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>ASSISTENZSYSTEM-ENTWICKLUNG</title>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>ALS BIG-DATA-PROBLEM</title>
      <p>Um seine Assistenzaufgaben zu erfu¨llen, besteht ein
Assistenzsystem u¨blicherweise aus fu¨nf Schichten [Heu15]. In
der untersten Schicht werden sta¨ndig viele Daten (etwa von
Sensoren) erzeugt, in der obersten Schicht wird aber nur im
Bedarfsfall (also eher selten) ein akustischer oder optischer
Hinweis, also eine geringe Datenmenge, ausgegeben.</p>
      <p>In der mittleren der fu¨nf Schichten mu¨ssen Sensordaten
gefiltert, erfasst, ausgewertet, verdichtet und teilweise
langfristig verwaltet werden. Aufgrund der extrem großen
Datenmenge (Big Data) muss die Verarbeitung verteilt
erfolgen: teilweise eine Filterung und Verdichtung schon im
Sensor, im na¨chsterreichbaren Prozessor (etwa im Fernseher
oder im Smart Meter in der Wohnung) und im Notfall u¨ber
das Internet in der Cloud. Neben Daten des
Assistenzsystems mu¨ssen auch fremde Daten etwa u¨ber das Internet
beru¨cksichtigt werden, beispielsweise Wartungspla¨ne beim
Auto oder die elektronische Patientenakte beim Patienten.
Allgemein ko¨nnen hier natu¨rlich auch die Daten sozialer
Netzwerke, Kalenderdaten der Nutzer oder
WettervorhersageDaten ausgewertet werden, falls sie fu¨r das Assistenzziel eine
Rolle spielen.</p>
      <p>Eine Kernaufgabe bei der Erforschung und Entwicklung
ist die datengetriebene Modellierung von Situationen,
Handlungen und Intentionen, die eine Fragestellung im
Forschungsgebiet Big Data Analytics sind. Big Data [Mar15] ist ein
derzeitiges Hype-Thema nicht nur in der Informatik, das in
seiner technischen Auspra¨gung auf vielfa¨ltige
Forschungsprobleme fu¨hrt. Technisch gesehen sind Big-Data-Probleme
mit den vier V (Volume, Velocity, Variety, Veracity)
charakterisiert. Big Data Analytics ist nun das Problem komplexer
Analysen auf diesen Daten. In Datenbankbegriffen sind diese
komplexen Analysen iterative Anfrageprozesse.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>DIE VIER P ZU DEN VIER V</title>
      <p>Die Forschungsschwerpunkte der Rostocker
Datenbankgruppe lassen sich in diesem Zusammenhang mit vier P
charakterisieren, die im Folgenden na¨her erla¨utert werden
sollen.</p>
      <p>Forschung und Entwicklung: In der Forschungs- und
Entwicklungsphase eines Assistenzsystems ist das
vorrangige Ziel, eine effiziente Modellbildung auf großen
Datenmengen zu unterstu¨tzen. Dabei sollte mo¨glichst automatisch eine
Selektion der Daten (Filterung wichtiger Sensordaten nach
einfachen Merkmalen) und eine Projektion der Daten (die
Beschra¨nkung der großen Sensormenge auf wenige,
besonders aussagekra¨ftige Sensoren) vorgenommen werden. Die
no¨tige Effizienz in dieser Phase fu¨hrt auf unser
Forschungsthema P3: Performance. Da wa¨hrend der Entwicklung bei
fehlerhafter Erkennung von Handlungen und Intentionen die
dafu¨r zusta¨ndigen Versuchsdaten ermittelt werden mu¨ssen,
fu¨hrt die Ru¨ckverfolgbarkeit der Analyseprozesse in der
Entwicklung auf unsere Forschungsthemen P2: Provenance
Management und P4: Preservation
(Langfristarchivierung von Forschungsdaten).</p>
      <p>Einsatz: In der Einsatzphase eines Assistenzsystems sind
dagegen Privatheitsanspru¨che vorherrschend, die im
Gesamtsystem durch stufenweise Datensparsamkeit erreicht werden
ko¨nnen (unser Forschungsthema P1: Privatheit). Eine
weitere Verdichtung (auch Reduktion und Aggregation) der live
ausgewerteten Daten unterstu¨tzen aber nicht nur die
Privatheit, sondern auch die Performance.</p>
      <p>Die vier P behandeln wir in drei langfristigen
Forschungsprojekten (METIS, PArADISE, HyDRA), in diesem Beitrag
konzentrieren wir uns auf den Aspekt P3 (Performance)
des PArADISE-Projektes.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-6">
      <title>DAS PARADISE-PROJEKT</title>
      <p>Im Projekt PArADISE (Privacy AwaRe Assistive
Distributed Information System Environment) arbeiten wir
derzeit an Techniken zur Auswertung von großen Mengen von
Sensordaten, die definierte Privatheitsanspru¨che der
spa¨teren Nutzer per Systemkonstruktion erfu¨llen.</p>
      <p>
        Ein erster Prototyp ist von einer studentischen
Arbeitsgruppe erstellt worden. Derzeit ko¨nnen Analysen zur
Modellbildung auf Sensordaten in SQL-9
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2">2, SQL:2003</xref>
        oder
iterativen Ansa¨tzen u¨ber SQL-Anweisungen realisiert und auf
die Basissysteme DB2 (zeilenorientiert oder
spaltenorientiert: DB2 BLU), PostgreSQL (zeilenorientiert) sowie
MonetDB (spaltenorientiert und hauptspeicheroptimiert)
abgebildet werden.
      </p>
      <p>Wa¨hrend die grundlegenden Forschungsarbeiten zu
PArADISE durch zwei Stipendiaten des Graduiertenkollegs
MuSAMA (Hannes Grunert und Dennis Marten) in 2013 und
2014 starteten, wurden die ersten softwaretechnischen
Umsetzungen des Projektes durch eine studentische
Projektgruppe im Wintersemester 2014/2015 vorgenommen. Hier
wurden dann verschiedene SQL-Anfragen und R-Programme
zur Lo¨sung der grundlegenden Regressions- und
Korrelationsprobleme entwickelt, wobei als Vorgabe (zum Vergleich)
folgende fu¨nf Stufen realisiert werden sollten:</p>
    </sec>
    <sec id="sec-7">
      <title>DANKSAGUNGEN</title>
      <p>Wir danken der studentischen Projektgruppe PArADISE
im Wintersemester 2014/2015, die im Rahmen einer
experimentellen Projekt-Lehrveranstaltung die Basis fu¨r die
softwaretechnische Umsetzung des PArADISE-Projektes gelegt
hat: Pia Wilsdorf, Felix Ko¨ppl, Stefan Lu¨dtke, Steffen
Sachse, Jan Svacina, Dennis Weu.</p>
    </sec>
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        <mixed-citation>
          1.
          <article-title>Umsetzung von Regression und Korrelation in StandardSQL-92 (also per Hand, da keine Analysefunktionen außer den klassischen Aggregatfunktionen wie COUNT, SUM und AVG vorhanden)</article-title>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
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        <mixed-citation>2. Umsetzung in SQL:2003 mit den entsprechenden OLAPFunktionen.</mixed-citation>
      </ref>
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        <mixed-citation>
          3.
          <article-title>Umsetzung mit rekursivem oder iterativem SQL, sofern in den Systemen mo¨glich.</article-title>
        </mixed-citation>
      </ref>
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          4.
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            <given-names>Eine</given-names>
            <surname>Integration der SQL-Anfrage mit</surname>
          </string-name>
          R-Auswertungen.
        </mixed-citation>
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          5.
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            <surname>Eine</surname>
            <given-names>R-</given-names>
          </string-name>
          <article-title>Auswertung pur ohne Kopplung an SQL. Die in MuSAMA bisher verwendete Lo¨sung mit Plain R wies dabei die schlechteste Effizienz auf, auch wenn man den Prozess des initialen Ladens der Daten in den Hauptspeicher herausrechnet. Unter den Varianten mit einer Analyse in reinem SQL-92 (Regression per Hand mit Aggregatfunktionen umgesetzt) war die MonetDB-Lo¨sung etwas besser als die DB2-Variante, PostgreSQL fiel sta¨rker ab</article-title>
          .
          <source>Die SQL</source>
          :
          <fpage>2003</fpage>
          -
          <article-title>Lo¨sung konnte in MonetDB mangels vorhandener OLAPund Rekursions-Fa¨higkeiten nicht umgesetzt werden, DB2 war hier wiederum deutlich besser als PostgreSQL. Weiterhin bemerkt man im Vergleich von SQL-92 und SQL:2003, dass der Optimierer von DB2 als auch PostgreSQL die direkte Verwendung der OLAP-Funktionen belohnt. Die beste Performance aller Varianten erreichte jedoch MonetDB mit integrierten</article-title>
          R-Funktionen.
        </mixed-citation>
      </ref>
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        <mixed-citation>
          6. LITERATUR [Heu15]
          <string-name>
            <surname>Heuer</surname>
            ,
            <given-names>A.:</given-names>
          </string-name>
          <article-title>METIS in PArADISE: Provenance Management bei der Auswertung von Sensordatenmengen fu¨r die Entwicklung von Assistenzsystemen</article-title>
          .
          <source>In: Lecture Notes in Informatics, Band</source>
          <volume>242</volume>
          , BTW 2015 Workshop-Band,
          <fpage>131</fpage>
          -
          <lpage>135</lpage>
          ,
          <year>2015</year>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
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          [HM15]
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            <surname>Heuer</surname>
            ,
            <given-names>A</given-names>
          </string-name>
          .; Meyer, H.:
          <article-title>Das PArADISE-Projekt: Big-Data-Analysen fu¨r die Entwicklung von Assistenzsystemen</article-title>
          .
          <source>Technischer Bericht CS-04-15</source>
          , Institut fu¨r Informatik,
          <source>Universita¨t Rostock</source>
          ,
          <year>2015</year>
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          [Mar15]
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          :
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            <surname>Gesprengte Ketten - Smart Data</surname>
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          , deklarative Datenanalyse,
          <source>Apache Flink. Informatik Spektrum, Band</source>
          <volume>38</volume>
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            <surname>Nr</surname>
            . 1,
            <given-names>S.</given-names>
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          10-
          <fpage>15</fpage>
          ,
          <year>2015</year>
          .
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