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        <article-title>Voraussetzungen für die kamerabasierte, intracochleare Navigation</article-title>
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      <fpage>157</fpage>
      <lpage>161</lpage>
      <abstract>
        <p>Diese Arbeit hat das Ziel die Grundlagen einer kamerabasierten Insertionshilfe für die Elektrodenträger von Cochleaimplantaten zu legen. Zukünftige Cochleaimplante können an der Spitze des Elektrodenträgers mit einer Kamera ausgestattet werden und erlauben somit im Sinne einer bildbasierten Regelung eine tiefe und atraumatische Insertion. Im Rahmen dieser Arbeit werden Experimente mit den kleinsten, derzeit verfügbaren Kameras durchgeführt, die entwickelte Simulationsumgebung für die kamerabasierte Lagebestimmung vorgestellt sowie weitere benötigte Hard- und Softwareaspekte diskutiert. Zur Unterstützung des Chirurgen während der Cochleaimplantation wurden im vergangenen Jahrzehnt verschiedene Methoden der bildgestützten Chirurgie bzw. Computer- und Roboterassistenz entwickelt. Forschungsarbeiten hierzu basieren auf traditioneller medizinischer Navigation [1,2], Computertomographie und Fluoroskopie [3-5], sowie mechanischen und mechatronischen Systemen [6-12]. Einer der wichtigsten Aspekte der Cochleaimplantation ist das tiefe und atraumatische Einführen des Elektrodenträgers in die Cochlea, zumeist in die Scala tympani. Hierzu existieren beispielweise Insertionstools um Kräfte zu minimieren, die während der Implantation entstehen [12-14]. Üblicherweise ist der Chirurg aber bei der Insertion auf seine Erfahrung und sein Gefühl angewiesen. Er erhält kein direktes Feedback, ob die Insertion erfolgreich verläuft und führt diesen entscheidenen Schritt blind, ohne optische Kontrolle aus. Der Grundgedanke dieser Arbeit ist, unter Verwendung eines Sensors in der Cochlea eine kontrollierte Elektrodeninsertion zu ermöglichen. Das Ziel ist den Elektrodenträger möglichst tief, schonend (keine Verletzungen der Basilarmembran oder anderer intracochleare Strukturen) und reproduzierbar einzuführen. Konkret werden in diesem Beitrag auf Basis von Experimenten und Simulationen die Voraussetzungen diskutiert, die für eine kamerabasierte, intracochleare Navigation benötigt werden. Grundlage dieser Idee ist die optische Exploration im Sinne von endoskopischen Aufnahmen des Innenohrs [15,16]. In einer zukünftigen Generation von Cochleaimplantaten kann unter Berücksichtigung der hier diskutierten Voraussetzungen eine miniaturisierte Kamera an die Spitze des Elektrodenträgers integriert (vgl. Abb. 1) und in die Scala tympani eingeführt werden. Die aufgenommen Bildinformationen werden daraufhin verwendet um die Lage relativ zur Umgebung zu erfassen, Hindernisse zu erkennen, Verletzungen zu vermeiden und eine bildbasierte Lageregelung zu etablieren. Folgende Eigenschaften und Voraussetzungen werden analysiert bzw. diskutiert: • Kameragröße und -art, • Beleuchtung, • Integration, Abb. 1: Zielszenario; mit einem Kamerachip ausge- statteter Elektrodenträger eines Cochleaimplantats für eine intracochleare Navigation.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>Problem</title>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Analyse der Voraussetzungen und experimentelle Methoden</title>
      <p>
        Eine der wichtigsten Voraussetzungen um eine kamerabasierte, intracochleare Navigation zu realisieren ist die adäquate
Größe der Kamera (vgl. Abb. 1). Die Dimension der Skala tympani sind bekannt [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref17 ref18">17,18</xref>
        ] und Kameras werden
inzwischen mit einer Chipdiagonale kleiner als 0,85 mm gefertigt [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref19">19</xref>
        ]. Diese Diagonale entspricht ungefähr dem
durchschnittlichen Durchmesser der Scala tympani bei 540° (1,5 Windungen) [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref18">18</xref>
        ]. Experimentell wurde in verschiedene
Phantome der Scala tympani eine Kamera (Awaiba, NanEye, Chipdiagonale: 1,4 mm) eingeführt und die Instertionstiefe
analysiert. Vorteile dieser Technik sind, dass derartige Chipkameras für den Einmalgebrauch vorgesehen sind, zukünftig
nur wenige Euro kosten sollen sowie die Stromversorgung und Datenübertragung mittels vier Adern realisiert wurde
[
        <xref ref-type="bibr" rid="ref20">20</xref>
        ]. Dies ermöglicht den Verbleib in der Cochlea und verbessert die Integrationsmöglichkeit einer solchen Kamera in
den Elektrodenträger. Im humanen Felsenbeinpräparat wurde eine weitere Kamera dieser Größenklasse (Medigus,
IntroSpicio™ 120, Durchmesser: 1,2 mm, Öffnungswinkel: 100°) verwendet um intracochleare Aufnahmen zu erstellen
(vgl. auch [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref21">21</xref>
        ]). Die Beleuchtung wurde über einzelne Fasern eines Lichtleiters realisiert. Die Beleuchtung des sehr
kleinen Volumens der Scala tympani war hiermit ausreichend. Hochauflösende Fiberoptiken (zum Übertragen der
Bildinformation) mit mehreren Tausend oder Zehntausend resultierenden Bildelementen wären dagegen schwierig
anwendbar und integrierbar, weil diese durch den Lichtwellenleiterverbund erstens einen zu großen Anteil des Durchmesser des
Elektrodenträgers belegen, ihn zweitens nur unnötig rigide machen und drittens der Krümmungsradius innerhalb der
Cochlea kleiner ist als für solche Fiberoptiken vorgesehen. Im Gegensatz zu Lichtwellenleiterverbünden von
Fiberskopen ist es für einzelne Fasern (wie bei der oben erwähnten Beleuchtung) möglich, einen Krümmugsradius im
Zentimeterbereich einzunehmen, ohne dass diese einen Schaden erleiden.
      </p>
      <p>
        Parallel zur Analyse der Hardware-Aspekte wurden computer-generierte Visualisierungen erstellt, die Kameraaufnahmen
während der intracochlearen Navigation widerspiegeln. Aufbauend auf Daten des Visible Ear Datensatzes sowie
Modellen des Eaton-Peabody Laboratory (EPL) des Massachusetts Eye and Ear Infirmary wurden verschiedene
Visualisierungen getestet, um eine adäquate Representation der Innenansicht der Scala tympani zu erhalten. Konkret wurden
einerseits Vollfarb-Volumen-Renderings auf Basis der Kryodünnschliff-Schichten des Visible Ear Datensatzes [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref22">22</xref>
        ] erzeugt
und das innere Lumen der Skalen exploriert. Anderseits wurde eine Methode realisiert, die mittels
OberflächenRendering sowie dem Modell der Scala tympani und Basilarmembran von Histologiebildern eines 14-jährigen Jungen
[
        <xref ref-type="bibr" rid="ref23">23</xref>
        ] intracochleare Endoskopieaufnahmen simuliert. Die oben genannten intracochlearen Aufnahmen im
Felsenbeinpräparat und zusätzliche intraoperative Aufnahmen mit einem vergleichbar auflösenden Fiberskop mit Blick durch die
eröffnete Cochlea kamen als Vergleichsbildmaterial zum Einsatz.
      </p>
      <p>
        Auf Basis dieser Erkenntnisse wurde eine Simulationsumgebung für die virtuelle, intracochleare Exploration erstellt.
Dies ähnelt Arbeiten der virtuellen Koloskopie oder virtuellen Bronchoskopie [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref24">24,25</xref>
        ]. Es wurde sich für Methoden des
Oberflächen-Renderings entschieden, die in einer dedizierten C++-Applikation unter Verwendung des Visualization
Toolkits (VTK) realisert wurde. In den verwendeten Modellen von Wang et al. [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref23">23</xref>
        ] kann die virtuelle Kamera frei in der
Scala tympani bewegt werden und darauf aufbauend eine automatische Lageregelung in der Simulationsumgebung
erfolgen. Eigenschaften wie Öffnungswinkel und Beleuchtung wurden optimiert. Aus der Simulation werden virtuelle
Kamerabilder generiert und weiterverarbeitet. Weiterhin werden aus den Bildern Merkmale extrahiert, die sich für die
automatische Lagebestimmung und Kamerabewegung eignen.
3
      </p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Ergebnisse</title>
      <p>
        In zwei unterschiedlichen Phantomen der Scala tympani konnte die Instertion eines momentan verfügbaren Kameratyps
(NanEye, AWAIBA) gezeigt werden. Die Analyse der Instertionstiefe ergab, dass zum momentanen Entwicklungsstand
ungefähr 270° erzielt werden können (siehe Abb. 2 sowie ergänzend [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref21">21</xref>
        ]). Fertigungstoleranzen bei der Größe
verschiedener Kameras des gleichen Typs führen zu unterschiedlichen Ergebnissen bezüglich der Insertionstiefe. Die
Möglichkeit tiefere Insertionen zu erzielen, sind – wie in Abschnitt 2 erwähnt – bei weiterer Reduzierung der Kantenlängen der
Kameras zu erwarten. Nicht nur die Chipdiagonale spielt dabei eine Rolle sondern ebenfalls die Länge der Kamera, die
sich aus der Mikrolinse, CMOS-Chip und Kontaktierbereich der Anschlussadern zusammensetzt.
Eine beispielhafte Aufnahme in einer humanen Scala tympani mit einer miniaturisierten Kamera ist in Abb. 3 dargestellt.
Strukturen wie die Basilarmembran oder das Spiralligament sind zu erkennen und eignen sich für intracochleare
Navigation – beispielweise zur Ausrichtung der Kamerablickrichtung (siehe unten). Des Weiteren erlaubt die Auflösung die
Visualisierung von Hindernissen wie Ossifikationen. Es kam teilweise durch einen zurückliegenden Flüssigkeitsspiegel zu
Reflexionen.
      </p>
      <p>Während das Volumen-Rendering eine sehr gute anatomische Orientierung im gesamten Felsenbein bietet und sich auch
Landmarken wie beispielsweise die Basilarmembran aus den intracochlearen Aufnahmen in dieser Darstellung
wiederfinden (siehe Abb. 4, oben), mussten wir dennoch feststellen, dass für unsere Simulation ein höher aufgelöster Datensatz
als das Visible Ear (50 µm Kantenlänge der Voxel) benötigt wird. Die daraufhin erarbeitete Simulationsumgebung auf
Basis eines Oberflächen-Renderings zur virtuellen, intracochlearen Exploration ist im unteren Bild der Abb. 4
dargestellt. Nach Optimierung der Beleuchtung und weiteren Parametern wurde eine hohe Ähnlichkeit mit realen Aufnahmen
aus der Scala tympani erzielt (vgl. Abb. 3). Bildmerkmale wie der dunkle Bereich, hervorgerufen durch die Windungen
bzw. Krümmung der Cochlea sowie die Distanz zur Lichtquelle, eignen sich gut für eine Schwellwertsegmentierung.
Iterativ wird die virtuelle Kamera automatisch auf Basis des segmentierten Bereichs ausgerichtet und vorgeschoben.
Abb. 2: Computertomographieaufnahmen der Phantome der Scala tym- pani von den Firmen Cochlear (links) und Advanced
Bionics (rechts). Ei- ne Kamera der Firma AWAIBA ist maximal möglich eingeführt.
4</p>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Diskussion</title>
      <p>
        Die bisher erarbeiteten Aspekte bzgl. einer kamerabasierten, intracoch- learen Navigation sind vielversprechend. Die
Kleinheit der bereits verfüg- baren Kameras lässt die benötigten Hardwareinnovationen als realisierbar bewerten. Eine
Kamera mit ca. 10.000 Pixel und 2 µm Pixelspacing hätte eine Chipdiagonale (Durchmesser) von 0,57 mm, das der
Dimension der Scala tympani bei 720° entspricht und durchschnittlich noch 50 µm für ei- ne Ummantelung ermöglicht
[
        <xref ref-type="bibr" rid="ref18">18</xref>
        ]. Wir sehen somit einen weiteren Miniatu- risierungsbedarf von Kameras. Zusätzlich müssen weitere
Herausforderungen der optischen Integration optimiert werden (beispielsweise Verzeichnung durch den Kunststoffüberzug an
der Spitze des Elektoden- trägers, Arbeitsabstand, Blickwinkeladaption ggfs. durch ein Prisma, Flüs- sigkeit in der Scala
tympani, Beleuchtung, z. B. auch durch eine miniaturi- sierte Leuchtdiode hinter der Kamera oder Verwendung des
Mantels des Elektrodenträgers für den Lichttransport). Darüberhinaus ist die Aktuie- rung der Cochleaimplantate zu
lösen, wobei hierfür erste Forschungser- gebnisse vorliegen [26-28]. Der vielversprechenste Ansatz beinhaltet die
magnetische Aktuierung des Elektrondenträgers [27] und würde sich mit der hier vorgestellten bildbasierten
Lageregelungung als Sensorik gegen- seitig ergänzen. Ungeklärt ist in diesem Zusammenhang, ob die hohe mag- netische
Feldstärke Einfluss auf die Kameraelektronik hat.
      </p>
      <p>Ebenfalls können Histologiedaten mit höherer Auflösung [29] und bereits verfügbare patienten-individuelle Modelle der
Skala tympani [30] zukünf- tig hilfreich sein die Simulationsumgebung zu optimieren bzw. patienten- individuell
anzupassen. Regionenbasierte oder modellbasierte Segmen- tierungsverfahren sollen die Erkennung des zentralen
dunklen Bereich op- timieren. Mit Hilfe weiterer Bildverarbeitungsmethoden werden die Merkmale wie
Basilarmembran und Spiralligament ausgenutzt, um die Ausrichtung der Kamera (Roll bzw. View-up-Vektor)
sicherzustellen. So- bald weitere Kamera- bzw. Endoskopiebilder aus den engeren Bereichen der Scala tympani
vorliegen, sollen die vorhandenen Bildverarbeitungs- methoden sowie die Simulationsumgebung darauf adaptiert werden.
Abb. 3: Aufnahme in einer humanen Scala tympani mit einer Kamera der Firma Medi- gus.</p>
      <p>Abb. 4: Simulation intracochlearer Explo- ration – Vergleich von Vollfarb-Volumen- (oben) und Oberflächen-Rendering (unten).
Für eine intracochleare Exploration und Navigation auf Basis miniaturisierter Kameras wurden in dieser Arbeit
Experimente durchgeführt, Methoden entwickelt und weitere Voraussetzungen diskutiert. Eine (Teil-)Automatisierung von
krischen Aufgaben während der Cochleaimplantation ist vielfach von chirurgischer Seite gewünscht und erscheint in der
Zukunft – z.B. durch die hier vorgeschlagene bildbasierte Unterstützung – möglich zu werden.</p>
      <p>Diese Untersuchungen wurden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unter dem Geschäftszeichen KA 2975/2-1
gefördert. Wir danken T. R. McRackan für seine Unterstützung während Experimenten.</p>
      <p>160</p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Danksagung</title>
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[27] J. R. Clark et al., “Investigation of magnetic guidance of cochlear implants,” 2011 IEEE/RSJ International
Conference on Intelligent Robots and Systems, S. 1321-1326, 2011.
[28] B. K. Chen, H. N. Kha und G. M. Clark, “Development of a steerable cochlear implant electrode array,” 3rd Kuala
Lumpur International Conference on Biomedical Engineering, S. 607-610, 2006.
[29] F. Eckardt et al., “Verfahren der punktbasierten Fusionierung hochaufgelöster Detailbilder mit histologischen
Schichtda- tensätzen zur Darstellung der Weichgewebsanatomie des humanen Innenohres,” CURAC, 2011.
[30] J. H. Noble et al., “Automatic segmentation of intracochlear anatomy in conventional CT,” IEEE Transactions on
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    </sec>
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