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        <journal-title>München, Germany, September</journal-title>
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      <title-group>
        <article-title>Konzeption und Verifikation eines Auswahlverfahrens für 3D-Scantechnologien</article-title>
      </title-group>
      <contrib-group>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Gregor Tallig</string-name>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Raphael Zender</string-name>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>und Ulrike Lucke</string-name>
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      </contrib-group>
      <pub-date>
        <year>2015</year>
      </pub-date>
      <volume>1</volume>
      <issue>2015</issue>
      <fpage>19</fpage>
      <lpage>27</lpage>
      <abstract>
        <p>Virtuelle Umgebungen sind am Arbeitsplatz und insbesondere für kritische Produktionsplätze wertvolle Lernorte. In ihnen können gefahrlos Abläufe trainiert und simuliert werden, bevor sie in die Realität übertragen werden. Aktuelle Entwicklungen um VR-Brillen und 3DDrucker erhöhen den Bedarf nach effizienten Mechanismen um Artefakte dreidimensional zu digitalisieren. Aufgrund der breiten Auswahl an 3D-Scannern und deren unterschiedlichen Verfahrensweisen müssen Entwickler und Anwender dieser Systeme viel Zeit in den Vergleich investieren, bevor sie eine fundierte Entscheidung für ein System treffen können. Dieser Beitrag bietet nicht nur einen Überblick über eine Vielzahl relevanter Kriterien in Bezug auf 3D-Scanner, sondern schlägt zudem ein Verfahren zur Auswahl eines geeigneten 3D-Scansystems anhand individueller Anwendungsszenarien vor. Ein erster Test zeigt die Anwendbarkeit des Selektionsverfahrens. Technologien für die Erstellung und den Konsum von Anwendungen der Virtuellen Realität (VR) werden zunehmend erschwinglich und in der Breite nutzbar. Dadurch gewinnen VR-Anwendungen in verschiedenen Kontexten an Bedeutung - z.B. für simulierte Lernumgebungen, insbesondere an Arbeitsplatz- und Produktionsequipment, dessen unsachgemäße Bedienung zu kostenintensiven Ausfällen führen würde. Dafür müssen reale Umgebungen und Objekte in virtuellen Welten möglichst realistisch nachgestellt werden. Dies ist nach wie vor ein aufwendiger Prozess. Vor allem drei Ansätze und deren Hybride werden derzeit verfolgt: 1 Universität Potsdam, Institut für Informatik und C.S., August-Bebel-Str. 89, 14482 Potsdam, vorname.nachname@uni-potsdam.de</p>
      </abstract>
      <kwd-group>
        <kwd>3D-Scanner</kwd>
        <kwd>3D-Modelle</kwd>
        <kwd>Selektionsprozess</kwd>
      </kwd-group>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>-</title>
      <p>(1)
(2)
(3)</p>
      <p>Virtuelle Räume und Modelle werden aufwendig manuell modelliert [Al14].
Reale Umgebungen werden von einer 360°-Kamera filmisch aufgenommen
[HZ08]. Der Konsument kann diese anschließend bei freier Wahl der
Blickrichtung beispielsweise mit einem Head Mounted Display (HMD) betrachten.
Reale Umgebungen und Artefakte werden mit einem 3D-Scanverfahren
abgetastet und automatisiert in ein virtuelles 3D-Objekt überführt [BM02].
2</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Technische Grundlagen</title>
      <p>Unter einem 3D-Scanner wird ein System bestehend aus Hard- und Software verstanden,
das mithilfe eines Mediums Abstandsinformationen zu realen Objekten gewinnt. Diese
Informationen werden zur Erstellung einer digitalen, dreidimensionalen Repräsentation
des physischen Originals genutzt. Dabei werden unterschiedliche Medien zur Erfassung
eingesetzt und demzufolge auch verschiedene Grade der Übereinstimmung von Original
und erfasster Kopie erreicht. Insbesondere optische Verfahren zeichnen sich durch eine
kostengünstige Umsetzung, unkompliziertes Setup und geringe Invasivität aus und
werden daher in diesem Beitrag fokussiert.
2.1</p>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>Genauigkeit und Auflösung</title>
        <p>Übereinstimmung bezieht sich im 3D-Scanning-Kontext vor allem auf zwei
Messgrößen: Genauigkeit und Auflösung. Genauigkeit bezeichnet die Abweichung eines
physischen Punktes zum digitalen, gescannten Pendant. Zusätzlich zur Genauigkeit
entscheidet auch die Auflösung eines Scanners über die Übereinstimmung des digitalen Objektes
mit dem physischen. Auflösung beschreibt die räumliche Abtastungsdichte, mit der der
Sensor die Abstandsinformationen erhebt [Wa04].
2.2</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-2">
        <title>Verfahrensweisen</title>
        <p>Die Erfassung von geometrischen Formen durch die Messung von Abständen ist von
einer Vielfalt unterschiedlicher Vorgehensweisen geprägt, die sich im Laufe der
Entwicklung von 3D-Scannern herauskristallisiert haben.</p>
        <p>Konzeption und Verifikation eines Auswahlverfahrens für 3D-Scantechnologien 21
Die Menge der optischen Verfahren spaltet sich in aktiven und passiven Verfahren auf
[Ov15]. Je nachdem, ob ein System aktiv ein optisches Medium ausstrahlt – um davon
reflektierte, also zurück zum Sensor gesandte, Strahlen aufzunehmen – oder das bereits
in der Scanumgebung vorhandene lediglich passiv aufnimmt, zählt es zur einen oder
anderen Kategorie. Für einen Überblick empfehlen sich [OV15] und [Be88].
3</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Verfahren für die Auswahl eines 3D-Scanners</title>
      <p>Das entwickelte Auswahlverfahren fußt auf einem Vergleich von insgesamt 31
kontaktlosen, optischen 3D-Scannern. Dieser umfasst Geräte wie zum Beispiel DAVID- SLS-2,
Creaform HandySCAN 700, Kinect v2, Csiro Zebedee, Makerbot Digitizer oder auch
den Structure Sensor. Die Auswahl der 3D-Scansysteme orientiert sich an aktuell
verfügbaren und genutzten Systemen. Dabei werden Lösungen für Endkonsumenten aber
auch für industrielle Anwendungen betrachtet, wobei das Augenmerk auf Ersteren liegt.
Die Systeme wurden hauptsächlich auf Basis zweier Webseiten, die 3D-Scanner
Übersichten bieten, ausgewählt: 3druck.com und aniwaa.com. Durch die Angaben der
Hersteller und gezielte Nachfragen konnten die Kriterien erhoben werden. Die Webseiten
wurden aufgrund ihres angebotenen Umfangs und ihrer Detailiertheit ausgewählt. Zum
Vergleich der verschiedenen 3D-Scanner wurden vor allem Kriterien erarbeitet, die
möglichst solche Merkmale beschreiben, die für Anwendungsszenarien besonders von
Bedeutung sind und diese gut voneinander abgrenzbar machen.</p>
      <p>Die erhobenen Kriterien werden erläutert, um darauf aufbauend an einem Beispiel die
Anwendung des Auswahlverfahrens zu demonstrieren.
3.1</p>
      <sec id="sec-3-1">
        <title>Kriterienkatalog</title>
        <p>Nachfolgend werden alle Kriterien samt ihrer Werte, die sie in diesem Vergleich
annehmen können, kurz erläutert. Zur besseren Übersicht wurden sie in drei Gruppen
eingeteilt: Superkriterien, Basiskriterien und technische Kriterien. In Tab. 1 werden die
Superkriterien beschrieben. Anschließend folgen die Basiskriterien in Tab. 2. Die
technischen Kriterien umfassen Geschwindigkeit, Genauigkeit, Auflösung, minimale
sowie maximale Reichweite, vertikales und horizontales Sichtfeld eines 3D-Scanners.</p>
        <p>Gregor Tallig et al.
3.2</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-2">
        <title>Anwendung am Beispiel</title>
        <p>Das entwickelte Auswahlverfahren wurde mit einem exemplarischen
Anwendungsszenario einem ersten Test unterzogen. Hierbei sollte ein ca. 8,8m x 6,7m x 2,8m großes
Labor inkl. Einrichtung durch eine beliebige Person ohne Vorkenntnisse gescannt
werden. Aus dem Anwendungsszenario lassen sich Anforderungen in Form der Kriterien des
Vergleichs extrahieren.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-3">
        <title>Superkriterien</title>
        <sec id="sec-3-3-1">
          <title>Kriterium</title>
          <p>Oberklasse
Vorgehensart
Verarbeitungssynchronität
Multiperspektive
Reichweite
Simultaner
Scanbereich
Mobilität</p>
        </sec>
        <sec id="sec-3-3-2">
          <title>Beschreibung</title>
          <p>Da ausschließlich kontaktlose, optische Verfahren
betrachtet wurden, wird nur in „Aktiv“ und „Passiv“
unterschieden.</p>
          <p>Hier wird eine Unterteilung anhand von
Unterkategorien der aktiven und passiven Verfahren
vorgenommen.</p>
          <p>Können Daten in Echtzeit visualisiert werden?
Beschreibt, wie der 3D-Scanner im Raum bewegt
werden kann. Freie Systeme weisen den höchsten
Grad der Bewegungsfreiheit auf, zentriert und
statisch-offen unterscheidet sich nur
anwendungsspezifisch. Statisch-zentriert beschränkt die
Bewegungsfreiheit am stärksten.</p>
          <p>In welchen Abständen zum Objekt kann ein Scanner
betrieben werden.</p>
          <p>Welchen Bereich kann der Scanner mit einer
Messdatenerhebung gleichzeitig erfassen?
Gibt die Möglichkeit an, das System während der
Scanoperation zu bewegen.</p>
        </sec>
      </sec>
      <sec id="sec-3-4">
        <title>Basiskriterien</title>
        <sec id="sec-3-4-1">
          <title>Kriterium</title>
          <p>Kosten
Benutztes
Medium
Scanvolumen
Texturen
Zugänglichkeit</p>
        </sec>
        <sec id="sec-3-4-2">
          <title>Beschreibung</title>
          <p>Hier werden die Kosten in Euro angegeben.
Welches Medium verwendet das System um
Abstände zu realen Objekten zu messen? Hieraus lassen
sich erste Aussagen darüber treffen, welche
Oberflächen mit welcher Beschaffenheit nicht erkannt
werden.</p>
          <p>In welchem Bereich kann das System ohne
Nutzereingriff Messdaten erheben? Dies muss nicht das
Volumen sein, das der Scanner zeitgleich erfasst,
z.B. wenn der Sensor motorisiert ist.</p>
          <p>Erfasst der Scanner zusätzlich zur Objektgeometrie
auch dessen farbliches Aussehen? Somit liegt das
digitale Modell mit einer Textur vor.</p>
          <p>Die Zugänglichkeit des Systems für den Benutzer
gliedert sich in 4 Stufen:
4: programmierbar
3: Software (z.B. SDK) und Anschluss vorhanden
2: lediglich Hardware-Anschluss vorhanden
1: keine mitgelieferte Software und kein Anschluss</p>
        </sec>
        <sec id="sec-3-4-3">
          <title>Mögliche Werte</title>
          <p>Kosten in €
Licht / Infrarot
Scanvolumen [m³]
Somit kann der in Abb. 1 dargestellte Selektionsprozess exemplarisch durchgeführt
werden, wobei 3D-Scanner aufgrund unpassender Kriterienbelegungen schrittweise
aussortiert werden. Der beschrittene Pfad ist im Diagramm hervorgehoben. Die
Kriterienklassen finden hierbei in absteigender Mächtigkeit Anwendung auf die 31
verschiedenen 3D-Scanner. Tab. 3 zeigt drei von sechs der für dieses Szenario eingeschränkten
Kriterien und ihre zulässigen Werte sowie je eine kurze Begründung.</p>
          <p>Kriterium
Multiperspektive
Reichweite
Mobilität</p>
          <p>Zulässige Werte
Frei / Statisch-offen
Mittel / Weit /
Uneingeschränkt
Ja / Eingeschränkt</p>
          <p>Kurze Begründung
Drehung um eigene
Achse erforderlich
„Nah“ aufgrund von
Zeitaufwand
Zeitsparender
Scanprozess ohne
Umbaumaßnahmen gewünscht
Tab. 3: Einige für das Szenario eingeschränkte Kriterien, ihre zulässigen Werte und eine</p>
          <p>Begründung für die Einschränkung
Das Ziel, einen Raum einzuscannen, wurde mit dem gewählten Scanner (Kinect v2)
erreicht. Abb. 2 gibt einen Einblick in die Qualität des erzeugten Raummodells. Es
existiert eine Vielzahl von Löchern, an deren Stellen keine Scandaten erhoben wurden.
24 Gregor Tallig et al.</p>
          <p>Abb. 1: Prozess zur Auswahl eines 3D-Scanners auf Basis der erhobenen Scanner (der im Beispiel
genommene Pfad wurde hervorgehoben)</p>
          <p>Abb. 2: Das erzeugte 3D-Modell des Labors mit Löchern
Die erforderliche Nachbearbeitung stellte eine anspruchsvolle Aufgabe dar und
verdeutlicht, dass im Gegensatz zur ursprünglichen Anforderung, doch Multimedia- Kenntnisse
vorhanden sein müssen, um einen 3D-Scan vollständig durchzuführen.</p>
          <p>Im Hinblick auf den Scanvorgang ergeben sich weitere Aspekte, die eingangs anders</p>
          <p>Konzeption und Verifikation eines Auswahlverfahrens für 3D-Scantechnologien 25
erwartet wurden. Beispielsweise wies der Vorgang eine geringe Intuitivität auf, da der
kabelgebundene 3D-Scanner wackelarm bewegt werden musste.</p>
          <p>Die gewählten Kriterien spiegelten in diesem Szenario Anforderungen hinsichtlich
großem Scanbereich und hoher Intuitivität wider. Andere Szenarien, wie zum Beispiel ein
automatisiertes Scannen kleiner Figuren, können hier den Fokus auf hohe Genauigkeit,
Texturerfassung und Programmierschnittstellen richten.
4</p>
        </sec>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Diskussion</title>
      <p>Im Folgenden wird das Auswahlverfahren reflektiert. Dabei wird darauf eingegangen,
inwieweit der in dieser Arbeit vorgestellte Vergleich die trotz des erfolgreichen Erfüllens
des exemplarischen Anwendungsszenarios aufgetretenen Probleme verhindern hätte
können und warum diese nicht bereits vor der Festlegung auf den ausgewählten Scanner
zu erkennen waren.</p>
      <p>Das Operieren des 3D-Scanners im durchgeführten Anwendungsszenario mit lediglich
einer Person war problembehaftet. Allerdings hätten diese Schwierigkeiten womöglich
durch die Eingrenzung der Mobilität auf ausschließlich „mobil‟ ausgeschlossen werden
können. Fraglicher sind hier die nötigen Kenntnisse zum Anfertigen eines Scans.
Denkbar wäre ein Maß für die Benutzerfreundlichkeit des Systems und insbesondere der
Software. Diesen Wert für alle 3D-Scanner zu erheben, ist jedoch schwierig und kaum
objektiv machbar, da ohne Herstellerangaben jedes System einzeln getestet werden
müsste.</p>
      <p>Ebenfalls hilfreich könnte ein Kriterium sein, das Aufschluss über die Fehlerrate der
Scandaten gibt, die z.B. falsch gesetzte oder auch ausgelassene Punkte einschließt. Aber
auch hierzu fehlen zumeist Informationen, weshalb zeit- und ressourcenlastige
Selbstversuche erforderlich sind. Alternativ könnten unabhängig erstellte Beispiel- Scandaten
zur Verfügung gestellt werden, anhand derer vor der finalen Auswahl ein subjektiver
Eindruck gewonnen werden könnte. Diese sind in einigen Fällen bei ausreichender
Recherche zu finden und wurden direkt von Nutzern angefertigt. Fragwürdig sind hier
Qualität und somit Aussagekraft der einzelnen Scandaten.</p>
      <p>Allgemeiner und unabhängig vom beschriebenen Anwendungsszenario bleibt
abzuwägen, ob die Genauigkeit eines Systems zu wenig Beachtung fand. Bisher findet sie als
technisches Kriterium als letzte Instanz Einzug in die Auswahl eines Systems und lässt
sich aufgrund der Gerätevielfalt nur eingeschränkt vergleichen. Eine Vielzahl von
Szenarien mag aber auf dieses Kriterium besonderes Augenmerk legen. Trotzdem kann
davon ausgegangen werden, dass zunächst die zulässigen Super- und
BasiskriterienWerte zutreffen müssen, da das System sonst generell nicht zum Szenario passt.
Gravierender ist der Umstand, dass beispielsweise das System Zebedee von Csiro nicht
beim Auswahlverfahren für das exemplarische Anwendungsszenario hervortrat. Das
System wurde unter anderem zum 3D-Abbilden von Höhlen konzipiert. Es mangelte ihm
an der Verarbeitungssynchronität sowie am linien- bzw. flächenweisen simultanen
Scanbereich. Das Ausscheiden aufgrund dieser zwar zutreffenden Tatsachen ist korrekt,
jedoch würde sich dieser Scanner vermutlich ebenso zum Scannen eines Raumes eignen
wie die ausgewählte Kinect. Hier hätte auf das synchrone Verarbeiten verzichtet werden
können, da der Scanner weitgehend automatisiert die Umgebung abtastet. Daher würde
die punktweise Erhebung von Abstandsdaten nach derzeitigem Erkenntnisstand keine
Beeinträchtigung hinsichtlich Intuitivität und Schnelligkeit des eigentlichen Vorhabens
darstellen. Vor dem Aussortieren anhand der Kosten, hätte dieses System zur Auswahl
stehen müssen. Dies stellt durchaus eine Schwachstelle des Vergleichs und des
Auswahlverfahrens dar und könnte sich durch ein weiteres Kriterium mit Aussage über die
Automatisierung eines 3D-Scanners und ein entsprechend angepasstes Vorgehen bei der
Auswahl beheben lassen. Auch eine Verkettung von vorhandenen Kriterien zur
Abbildung derartiger, neuer Kriterien ist denkbar. Andererseits ist dieses spezielle Kriterium
bereits implizit im Scanvolumen enthalten. Hierdurch könnte daher eine Anpassung des
Auswahlverfahrens genügen.</p>
      <p>Trotz der diskutierten Herausforderungen und der Notwendigkeit die Kriterien
hinsichtlich des Anwendungsszenarios einzuschätzen, bietet das vorgestellte Verfahren durch
den vorgegebenen Selektionsprozess und die erarbeitete Datenbasis von 31 in die
verschiedenen Kriterien eingeordneten 3D-Scannern bereits jetzt einen Mehrwert.
5</p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Zusammenfassung und Ausblick</title>
      <p>Durch das Abtasten realweltlicher Objekte können VR-Erfahrungen mit physischen
3DArtefakten und Orten verbunden werden. Aufgrund der aktuellen technologischen
Vielfalt im Bereich der 3D-Scanner ist es jedoch für Entwickler und Anwender eine
Herausforderung für einen konkreten Fall eine geeignete 3D-Scantechnologie zu wählen. In
diesem Beitrag wurde ein Selektionsverfahren auf Grundlage eines aktuellen
Kriterienkatalogs sowie den Anforderungen aus den jeweiligen Szenarien vorgeschlagen. Die
Anwendbarkeit des Verfahrens wurde in einer Fallstudie für den Scan eines Laborraums
nachgewiesen und offene Herausforderungen und Probleme diskutiert. Weitere
Anwendungen des Verfahrens sind erforderlich um die Güte der Lösung zu erheben und die
Anwendbarkeit des Verfahrens fundiert zu verifizieren. Beispielsweise hat sich während
der Fallstudie herausgestellt, dass weitere Kriterien sinnvoll sind, auch wenn diese oft
nicht ohne konkreten Test einer Technologie bestimmt werden können (z.B. Fehlerrate).
Ein wesentlicher Ansatz für weitere Arbeiten auf diesem Gebiet ist, dass die einzelnen
Kriterien/Systeme aufgrund des schnellen technologischen Fortschritts schnell veraltet
sind – auch wenn die grundsätzlichen Ansätze bisher beibehalten wurden. Kriterien und
Scanner-Systeme müssten daher regelmäßig gepflegt und aktualisiert werden, um auch
längerfristig eine Hilfestellung geben zu können. Dies ist beispielsweise über eine
Online-Community zum Thema möglich. Diese könnte durch eine Art
Crowd-SourcingAnsatz auch dabei helfen Eigenschaften einzelner Systeme durch Nutzertests zu
untermauern und somit die Zuverlässigkeit der Auswahl zu steigern.</p>
      <p>Literaturverzeichnis
[Al14]
[Be88]
[BM02]
[HZ08]
[Ov15]
[Wa04]</p>
      <p>Ali, N. et al.: The Effect of Multimodal Virtual Chemistry Laboratory on Students’
Learning Improvement. In: Augmented and Virtual Reality, LNCS 8853, Springer, S.
65-76, 2014.</p>
    </sec>
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