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        <journal-title>München, Germany, September</journal-title>
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        <article-title>Erfolgreiche Lehr/Lernmethoden in zwei Online- Studiengängen der Universität Heidelberg</article-title>
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          <string-name>Marcel Schäfer</string-name>
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          <string-name>Simone Barthold-Beß</string-name>
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          <string-name>Jürgen Debus</string-name>
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          <string-name>Lena Gebauer-Hötzel</string-name>
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          <string-name>Ina Niedermaier</string-name>
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          <string-name>Oliver Jäkel</string-name>
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          <string-name>und Wolfgang Schlegel</string-name>
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      <pub-date>
        <year>2015</year>
      </pub-date>
      <volume>1</volume>
      <issue>2015</issue>
      <fpage>143</fpage>
      <lpage>150</lpage>
      <abstract>
        <p>Der Beitrag thematisiert erfolgreiche online Lehr/Lernmethoden, welche in zwei berufsbegleitenden und weiterbildenden Online-Studiengängen der Universität Heidelberg seit 2010 eingesetzt werden. Die einzelnen Lehr/Lernmethoden werden vorgestellt und der Meinung der Studierenden gegenübergestellt, basierend auf den regelmäßig stattfindenden Evaluationen und Feedback-Runden der Online-Studiengänge. Am Ende stehen Good-Practise-Beispiele mit ihren Vor-/Nachteilen für Studierende und Lehrende. An der Universität Heidelberg gibt es zwei berufsbegleitende und weiterbildende Masterstudiengänge im Bereich Medizin-Physik. Im Jahr 2010 startete der englischsprachige Studiengang Master Online “Advanced Physical Methods in Radiotherapy” (APMR; Web: www.apmr.uni-hd.de) als erster Online-Studiengang der Universität Heidelberg. Er richtet sich an berufstätige Studierende aus der ganzen Welt, welche bereits einen Bachelor- oder Master-Abschluss im Bereich Medizin-Physik oder Physik erworben haben, umfangreiche Grundkenntnisse in Medizin-Physik besitzen und sich auf dem Gebiet der neuesten Behandlungsmethoden der Strahlentherapie (wie Intensity Modulated Radiotherapy oder Image Guided Radiotherapy) weiterbilden möchten. Zusätzlich ist Berufserfahrung von mindestens einem Jahr erforderlich. Bei erfolgreichem Abschluss erhalten die Studierenden einen „Master of Science“ (120 ECTS) der Universität Hei1 Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Abt. Medizinische Physik in der Strahlentherapie, Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg, marcel.schaefer@dkfz-heidelberg.de 2 Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Abt. Medizinische Physik in der Strahlentherapie, Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg 3 Klinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie, Universitätsklinikum Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg 4 Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Abt. Medizinische Physik in der Strahlentherapie, Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg 5 Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Abt. Medizinische Physik in der Strahlentherapie, Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg 6 Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Abt. Medizinische Physik in der Strahlentherapie, Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg 7 Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Abt. Medizinische Physik in der Strahlentherapie, Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg</p>
      </abstract>
      <kwd-group>
        <kwd>Lehr/Lernmethoden</kwd>
        <kwd>Online-Studiengang</kwd>
        <kwd>Weiterbildung</kwd>
        <kwd>berufsbegleitend</kwd>
      </kwd-group>
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    <sec id="sec-1">
      <title>Einleitung</title>
      <p>delberg.</p>
      <p>In den ersten drei Semestern studieren die Teilnehmer/innen 5 Online-Module (M1-M5),
welche durch insgesamt drei verpflichtende Präsenzphasen (Dauer: 4-14 Tage) am Ende
des Semesters in Heidelberg ergänzt werden. Die letzte und längste Präsenzphase
beinhaltet zusätzlich das Praktikumsmodul (MI). Im vierten Semester fertigen die
Studierenden ihre Master-Arbeiten an (siehe Abbildung 1).</p>
      <p>Abb. 1: Übersicht Studienverlauf APMR
Seit 2012 wird der zweite Studiengang International Master „Clinical Medical Physics“
(CMP) an der Universität Heidelberg angeboten (Web:
http://www.uniheidelberg.de/studium/interesse/faecher/clin_med_physics.html). Dieser Studiengang ist
ein Double Degree Master-Studiengang der Universität Heidelberg und der Pontificia
Universidad Catolica de Chile (PUC) in Santiago de Chile. Im Gegensatz zu APMR
richtet sich CMP an Einsteiger/innen aus Lateinamerika mit einem Abschluss in Physik
oder Medizin-Physik, welche darüber hinaus über eine mind. einjährige berufliche Praxis
im Bereich Medizin-Physik verfügen und sich mithilfe des Studiengangs in den Bereich
der Strahlentherapie vertiefend einarbeiten möchten. Den Absolvent/innen wird der
„Master of Science“ (120 ECTS) von beiden Universitäten verliehen.</p>
      <p>Im ersten und zweiten Semester belegen die Studierenden Kurse vor Ort an der
Partneruniversität PUC in Chile (Unterrichtssprache Spanisch). Das dritte Semester wird
online von der Universität Heidelberg (UHD) angeboten in Kooperation mit APMR,
ergänzt um Präsenzphasen in Chile, welche von Heidelberger Dozent/innen durchgeführt
werden. Im vierten Semester kann die Masterarbeit in Santiago oder in Heidelberg
geschrieben werden (siehe Abbildung 2).</p>
      <p>Erfolgreiche Lehr/Lernmethoden in zwei Online-Studiengängen</p>
      <p>der Universität Heidelberg 145</p>
      <p>Abb. 2: Übersicht Studienverlauf CMP
Die Online-Module beider Studiengänge sind nach dem Konzept des “blended learning”
aufgebaut. Neben lehrerzentrierten Methoden kommen während den ca. 6-monatigen
Online-Phasen lernerzentrierte Ansätze zum Einsatz, die den Studierenden eine aktive
Mitwirkung ermöglichen. Die Präsenzphasen in Heidelberg (bei APMR) und Chile (bei
CMP) erlauben den Studierenden den Zugang zu klinischen Geräten, um dort unter
Anleitung praktische Workshops durchzuführen und Lernaufgaben zu bearbeiten.
Fokussieren die Online-Phasen die Erarbeitung der Theorie, so bieten die Präsenzphasen die
Möglichkeit, das Gelernte vor Ort praktisch anzuwenden.
2</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Material und Methode</title>
      <p>Die nun folgenden Abschnitte geben in einem ersten Schritt einen Überblick über die
Lehr/Lernmethoden und das Betreuungskonzept der Studiengänge. Darauf folgend wird
die Meinung der Studierenden über die Lehr/Lernmethoden und das Betreuungskonzept
wiedergegeben, basierend auf den Ergebnissen der regelmäßig durchgeführten
anonymen Evaluationen und den sogenannten Feedback-Runden, welche am Ende eines jeden
Semesters mit den Projektkoordinatoren stattfinden. Zusätzlich werden die Meinungen
der Lehrenden ausschnitthaft gegenübergestellt.
2.1</p>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>Lehrerzentrierte Methoden</title>
        <p>In beiden Studiengängen kommen Vortragsaufzeichnungen zum Einsatz. Neben der
Software „Camtasia“ wurden eine hochauflösende Webcam sowie ein Funkmikrophon
angeschafft. Darüber hinaus steht ein LCD-Monitor zur Verfügung, welcher mit einem
Laptop verbunden ist, um dessen Bildschirmanzeige zu duplizieren. Über die Tasten des
LCD-Monitors kann die Lehrkraft die eigene Power-Point-Präsentation bedienen und
mithilfe eines elektronischen Stifts handschriftliche Notizen oder Hervorhebungen
einfügen. Zusätzlich steht die eigene Power-Point-Präsentation als „Tele-Prompter“ zur
Verfügung (siehe Abbildung 3). Die Anzeige der eigenen Vortragsnotizen auf diesem
„Tele-Prompter“ ist ebenfalls nach Wunsch möglich.</p>
        <p>Abb. 3: Aufzeichnungssetting mit „Tele-Prompter“ im Hintergrund
Während der Aufnahme ist neben der Lehrkraft eine weitere Person im Raum, um das
Equipment vorzubereiten und die Lehrperson in das Aufzeichnungssetting einzuweisen.
Damit kann gewährleistet werden, dass die Dozent/innen sich auf ihre zu vermittelnden
Inhalte konzentrieren können und sich nicht mit technischen Problemen
auseinandersetzen müssen.</p>
        <p>Im Anschluss an die Vortragsaufzeichnung wird die Aufzeichnung mit der Software
„Camtasia“ nachbearbeitet und als HTML5 Video exportiert. Diese Videos werden über
die Plattform Moodle den Studierenden zur Verfügung gestellt und können jederzeit
angehört werden. Außerdem stehen den Studierenden die Power-Point-Folien im
PDFFormat zur Verfügung.</p>
        <p>Außerdem werden ca. alle 2-3 Wochen sogenannte „Online expert lectures“
durchgeführt mit nationalen und internationalen Dozent/innen bspw. aus den USA, den
Niederlanden oder der Schweiz. Hierbei nutzen wir die Software „Adobe Connect“, welche
durch das „Deutschen Forschungsnetz“ (DFN) zur Verfügung gestellt wird. Die
Studierenden und die Lehrenden sind während dieser Sitzungen mit Webcam und Headset
online. Die Lehrperson hält einen Power-Point-Vortrag und die Studierenden können
während oder nach der Vorlesung Fragen direkt an die Lehrperson stellen.</p>
        <p>Erfolgreiche Lehr/Lernmethoden in zwei Online-Studiengängen
der Universität Heidelberg 147
2.2</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-2">
        <title>Lernerzentrierte Methoden</title>
        <p>Der Fokussierung auf aktiv Lernende [Ke13] [No12] werden die sogenannten „Online
study sessions“ gerecht. Diese Sitzungen werden ebenfalls mit der Software Adobe
Connect durchgeführt. Die Rollenverteilung zwischen Dozierenden und Studierenden ist
hierbei jedoch umgekehrt, d.h. die Studierenden übernehmen die Rolle der
Vortragenden, die Lehrkräfte fungieren als Tutor/innen. Basierend auf dem „Case based learning“
Ansatz erhalten die Studierende kurze einführende Video- oder Tondokumente (ca. 5-20
Minuten), aufgezeichnet durch die jeweilige Lehrperson. Diese führt in die Thematik ein
und erläutert die zu bearbeitenden Fälle. Außerdem erläutert die Lehrkraft die von den
Studierenden zu leistenden Aufgaben, benennt gegebenenfalls erforderliche
Grundlagenliteratur und erläutert den vorgeschlagenen Bearbeitungsprozess (Einzel- oder
Gruppenarbeit). Die Studiengruppe hat daraufhin im Anschluss ca. 3-4 Wochen Zeit, die Fälle zu
bearbeiten und bspw. eine Power-Point-Datei mit ca. 5 Folien vorzubereiten. Mithilfe
dieser Präsentation erläutern die Studierenden ihre jeweiligen Ergebnisse während einer
„Online study session“, stellen diese der Gruppe zur Diskussion und benennen
Probleme, welche während des Selbststudiums auftraten. Die inhaltlich verantwortliche
Lehrperson kommentiert und korrigiert die Ergebnisse, falls dies erforderlich ist.
Außerdem werden schriftliche online Forendiskussionen durchgeführt [KM10]. Hierbei
erhalten die Studierenden inhaltlichen Input durch die Lehrperson und im Anschluss
offene Diskussionsfragen, welche die Studierenden gemeinsam mit der Lehrperson auf
der Plattform Moodle diskutieren.
2.3</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-3">
        <title>Betreuungskonzept</title>
        <p>Pro Modul steht den Studierenden und den Lehrenden ein/e Haupttutor/in zur
Verfügung, welche/r per E-Mail täglich bei Rückfragen und Problemen jedweder Art
kontaktiert werden kann. Zu den weiteren Aufgaben einer/s Haupttutors/in zählen die
Organisation und Bereitstellung der Lehr/Lernmaterialien auf der Plattform Moodle, die
Terminkoordination der Online-Meetings (Online expert lectures oder study sessions) in
Absprache mit den Lehrkräften sowie die Moderation dieser Online-Meetings. Um einen
technisch problemlosen Ablauf dieser Online-Meetings zu gewährleisten, sind die
Tutor/innen jeweils 30 Minuten vor Beginn online, um mit Studierenden und Lehrenden die
Technik individuell zu testen und um etwaige Probleme vor Beginn der eigentlichen
Veranstaltung zu lösen. Darüber hinaus moderieren die Tutor/innen die Online-
Meetings, damit die Lehrperson sich auf den inhaltlichen Ablauf konzentrieren kann. Die
Funktion der/s Haupttutors/in wird entweder von einer wissenschaftlichen Hilfskraft
oder von einem der zwei Projektkoordinator/innen übernommen.</p>
        <p>Außerdem durchlaufen alle Studierenden zu Beginn des Studiums einen
Einführungskurs, welcher sie auf alle technischen Werkzeuge und deren Verwendung vorbereitet und
wiederum von einer/m Tutor/in betreut wird. Dieser Einführungskurs beinhaltet
mindestens ein individuelles Online-Meeting über Adobe Connect mit einer/m Tutor/in, um die
individuellen Settings der Studierenden zu überprüfen und gegebenenfalls zu verändern.
Getestet werden hierbei die reibungslose Funktion der Software (Webbrowser), der
Hardware (Webcam, Headset &amp; Computer (Desktops oder mobile Endgeräte)) sowie der
Internetverbindung (Kabelverbindung oder WLAN).
2.4</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-4">
        <title>Evaluationen und Feedback-Runden</title>
        <p>Am Ende eines jeden Semesters werden formative anonyme Evaluationen [Re11] zu
jedem Modul durchgeführt. Hier wird gezielt nach den oben beschrieben Methoden und
der Betreuung gefragt. Zusätzlich finden sogenannte offene Feedback-Runden mit allen
Studiengruppen und den Projektkoordinator/innen statt, ohne Anwesenheit der
beteiligten Lehrkräfte. Diese Gesprächsrunden werden bewusst nicht dokumentiert und bieten
den Studierenden so die Möglichkeit, offen auch kritische Rückmeldung zu den
Modulen geben zu können.</p>
        <p>Grundlage für diesen Beitrag sind die im März 2015 durchgeführten Evaluationen und
Gespräche mit APMR Studierenden der Gruppe 4 (5 Studierende) und Gruppe 5 (9
Studierende). Gruppe 4 befand sich am Ende des 3. Semesters und wurde zu den Module 4
&amp; 5 befragt. Gruppe 5 hatte das erste Semester vollendet und dabei die Module 1 &amp; 2
besucht. Aufgrund der zu geringen Studierendenanzahl bei CMP im Jahr 2015 konnten
hier keine Evaluationen durchgeführt werden.
3</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Ergebnisse</title>
      <p>Die Ergebnisse der Evaluationen zeigen deutlich eine hohe Zufriedenheit der
Studierenden mit den Vortragsaufzeichnungen. Alle Studierenden stimmen der Aussage „The
video lectures of Module xxx were a valuable part of my learning experience.” „zu” oder
sogar „sehr zu”. Die Feedbackrunden unterstreichen dieses positive Bild zusätzlich. Bei
den Vortragsaufzeichnungen ist es deren zeitlich flexible Verwendung und dauerhafte
Verfügbarkeit, welches die Studierenden schätzen. Gleichzeitig wird im Gegenzug die
fehlende direkte Interaktion mit der Lehrperson akzeptiert und nicht als negativ
empfunden. Gerade diese fehlende Interaktion wird von den Lehrkräften selbst als störend oder
ungewohnt bei der Vortragsaufzeichnung beschrieben, da sie ihre Vorträge ohne
Publikum nur vor einer Person, die die Aufzeichnung verantwortet, vortragen.
Bei den „Online expert guest lectures“ wird in den Feedback-Runden die direkte
Interaktion mit den Lehrenden positiv hervorgehoben. Trotz der verschiedenen Zeitzonen, in
welchen sich die Studierenden während des Studiums aufhalten (von Singapur über
Europa bis nach Süd-Amerika), und trotz der damit einhergehenden zeitlichen
Inflexibilität schätzen sie diese Sitzungen sehr. Die Evaluationen unterstreichen dieses positive
Bild zusätzlich, da mehrheitlich der Aussage „The online lectures of Module xxx were a
Erfolgreiche Lehr/Lernmethoden in zwei Online-Studiengängen
der Universität Heidelberg 149
valuable part of my learning experience.“ zugestimmt wird. Ein ähnliches Bild ergibt
sich aufseiten der Dozierenden. Auch sie schätzen den direkten Kontakt zu ihren
Studierenden und die Möglichkeit der direkten Interaktion untereinander während dieser
Online lectures.</p>
      <p>Ebenfalls positiv werden die „Online study sessions“ bewertet. Die Mehrheit der
Studierenden stimmt der Aussage „The online study sessions of Module xxx represent a
valuable part of my learning experience.“ „zu“ oder „sehr zu“. Besonders unterstrichen
wird in den Feedback-Runden die Möglichkeit der eigenen aktiven Mitwirkung und die
Möglichkeit, die eigenen beruflichen Erfahrungen während dieser „Online study
sessions“ miteinzubringen. Die Lehrkräfte selbst berichten ebenso positiv über diese
Sitzungen. Sie erhalten während der „Online study sessions“ einen detaillierten Einblick in die
beruflichen Erfahrungen der Studierenden und schätzen den Austausch mit ihnen sehr.
Anders sieht es bei den schriftlichen Forendiskussionen aus. Hier ist kein einheitlich
positives Bild aus den Evaluationen und den Rückmeldungen der Lehrpersonen
herauslesbar. Einige Studierenden sind sich „unsicher“, ob die Diskussionen hilfreich seien
zum tieferen Verständnis der behandelten Thematik, andere berichten genau gegenteilig.
Die verantwortlichen Lehrkräfte bewerten diese Diskussionen als tiefgehend und
interessant, andere hingegen beklagen einen fehlenden inhaltlichen Gehalt.</p>
      <p>Wiederum mehrheitlich positiv bewertet wird der Einführungskurs und die darin
enthaltene technische Vorbereitung und Unterstützung. Der Aussage „The online introduction
(introduction to the Moodle platform and Adobe Connect) before the formal start of the
program helped me to become confident in the use of relevant online technologies.”
stimmen die Studierenden „zu“ oder „sehr zu“. Außerdem zeigen die Evaluationen und
die Feedback-Runden, wie positiv die intensive Betreuung durch die Tutor/innen
bewertet wird. Der Aussage „The formal academic feedback I receive from the teaching team
and the program coordinating team supported me well in my learning.“ stimmt die
Mehrheit der Studierenden „zu“ oder „sehr zu“. Die Feedback- Runden machen
zusätzlich deutlich, dass diese intensive Betreuung es den berufstätigen Studierenden
ermöglicht, die Anforderungen zu erfüllen, gerade im Spannungsfeld von Beruf, Studium und
privaten Verpflichtungen.
4</p>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Diskussion</title>
      <p>In der Gesamtschau werden die interaktiven „Online expert lectures“ und die „Online
study sessions“ von Studierenden positiv bewertet. Vergleichbares gilt auch für die
Lehrkräfte. Die Rolle als Vortragende/r während der „Online expert lectures“ knüpft an
die Vorerfahrung der Lehrenden an, weshalb es ihnen leicht fällt, sich hierauf
einzulassen. Die veränderte Rolle der Lehrpersonen als inhaltlich verantwortliche/r Tutor/in
während der „Online study sessions“ ist anfangs für viele Lehrkräfte ungewohnt, da der
Verlauf dieser Sitzungen nicht vorhersehbar oder planbar ist. Die Unterstützung im</p>
      <p>Bereich Technik und Didaktik durch die Projektmitarbeiter/innen bieten ihnen die
erforderliche Sicherheit, sich auf dieses andere Rollenverständnis einzulassen. Die positiven
Beurteilungen der Studierenden stellen eine weitere Motivation dar.</p>
      <p>Die Vortragsaufzeichnungen werden von den Studierenden sehr geschätzt, für die
Lehrpersonen stellen sie allerdings eine anfangs ungewöhnliche und fremde Situation dar
aufgrund der fehlenden Interaktion. Sie sind jedoch meist der erste Schritt, die
Dozent/innen mit ihrer bisherigen Lehrerfahrung in die Online-Studiengänge zu integrieren,
flankiert durch die intensive Betreuung durch die Projektmitarbeiter/innen. Die
Präsentationen können gut vorbereitet und auftretende Fehler bei der Aufzeichnung im Anschluss
überarbeitet und korrigiert werden.</p>
      <p>Vor allem die Feedback-Runden geben Klarheit darüber, weshalb die schriftlichen
Diskussionen sowohl positiv als auch negativ bewertet werden. Zum einen schätzen die
Studierenden wieder die zeitliche Flexibilität, die ihnen eine solche textbasierte
ForenDiskussion bietet. Zum anderen wird in den Gesprächen deutlich, dass bei manchen
Studierenden eine Unsicherheit darüber herrscht, die eigene Meinung ggf. auch in den
Kontrast zur Meinung der Lehrenden zu stellen und diese schriftlich festzuhalten.
5</p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Zusammenfassung</title>
      <p>Nach fünfjähriger Erfahrung im Bereich Online-Lehre für berufstätige Studierende aus
der ganzen Welt ist die Kombination aus flexiblen lernerzentrierten und lehrerzentrierten
Lehr/Lernmethoden der Schlüssel zum Erfolg. Dies zeigen die regelmäßig
durchgeführten Evaluationen deutlich. Hinzu kommt die von den Studierenden in den
FeedbackRunden positiv hervorgehobene intensive Betreuung, die einen weiteren Baustein für
einen erfolgreichen Studienverlauf darstellt. Gleichbedeutend ist hierbei die regelmäßige
Betreuung der Lehrkräfte, welche zusätzlich den Erfolg der Studiengänge und ihrer
Lehr/Lernmethoden sicherstellt.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-6">
      <title>Literaturverzeichnis</title>
      <p>[KM10]
[Ke13]
[No12]
[Re11]
Kerres, M.: Mediendidaktik. Konzeption und Entwicklung mediengestützter
Lernangebote. 4. Aufl. München, 2013.</p>
    </sec>
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        <mixed-citation>
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            <surname>Nolda</surname>
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            <given-names>S.:</given-names>
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          <article-title>Einführung in die Theorie der Erwachsenenbildung. 2</article-title>
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            <surname>Aufl</surname>
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          .
          <source>Darmstadt</source>
          <year>2012</year>
          .
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          :
          <article-title>Studientext Evaluation</article-title>
          .
          <source>München</source>
          <year>2011</year>
          . http://gabi-reinmann.de/wpcontent/uploads/2013/05/Studientext_2012_Evaluation.pdf,
          <source>Stand</source>
          <volume>09</volume>
          .
          <fpage>07</fpage>
          .2015
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