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        <journal-title>München, Germany, September</journal-title>
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        <article-title>MobiMat - ein Framework zur Mobilisierung von Lehrmaterial</article-title>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Arno Wilhelm-Weidner</string-name>
          <email>arno.wilhelm-weidner@tu-berlin.de</email>
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          <label>0</label>
          <institution>Technische Universität Berlin, FG Modelle u. Theorie Verteilter Systeme</institution>
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      <pub-date>
        <year>2015</year>
      </pub-date>
      <volume>1</volume>
      <issue>2015</issue>
      <fpage>239</fpage>
      <lpage>243</lpage>
      <abstract>
        <p>Mobile Learning ist derzeit in aller Munde. Ein interessanter Aspekt ist, wie die jeweiligen mobilen Lerneinheiten entstehen. Es existieren Autorensysteme um entsprechende Lerneinheiten zu erstellen, Firmen, die darauf spezialisiert sind, für Unternehmen mobile Lerneinheiten zu kreieren, und zahlreiche Apps und Webseiten, die unterwegs via Smartphone oder Tablet zum Lernen benutzt werden können. Lehrenden fehlt es häufig an Zeit und nötigem Fachwissen, um eine spezielle App für ihr Material zu entwickeln oder mobile Lerneinheiten für den von ihnen behandelten Stoff zu konzipieren. In diesem Beitrag wird das Konzept des Frameworks zur Mobilisierung von Lehrmaterial vorgestellt, das dieses Problem adressiert und es werden kurz mögliche Anwendungen diskutiert.</p>
      </abstract>
      <kwd-group>
        <kwd>Mobile Learning</kwd>
        <kwd>Autorensysteme</kwd>
        <kwd>Wiederverwendbarkeit</kwd>
        <kwd>Demo</kwd>
      </kwd-group>
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    <sec id="sec-1">
      <title>-</title>
      <p>Heutzutage sind Smartphones und Tablets praktisch überall. Ob in der Bahn,
Vorlesungssälen oder Schulen - beinahe jedem in Deutschland steht ein solches Gerät zur
Verfügung [co15]. Mobile Learning (wie es beispielsweise in [Or10] definiert wird)
ermöglicht es, mit diesen Geräten unterwegs zu lernen, ohne separate Unterlagen oder
einen Laptop mit entsprechenden Dateien dabei zu haben. Steht Lehrmaterial z.B. als
PDF zur Verfügung, kann das zwar auf einem Smartphone betrachtet werden, das ist
aber in den meisten Fällen umständlich. Text muss herangezoomt werden, damit er groß
genug ist um gelesen zu werden, dafür muss der Bildausschnitt häufig verschoben
werden, da nicht das ganze PDF auf den Bildschirm passt. Auch das Navigieren zwischen
verschiedenen Dateien mit Lehrmaterial ist auf Smartphones aufwändig. Mehrere
Firmen, beispielsweise IMC2, sind darauf spezialisiert, für Wissen, das Firmen ihren
Mitarbeitern vermitteln wollen, mobilen Lerneinheiten zu konzipieren. Schulungs- und
Lehrmaterial im klassischen Sinne, sei es auf Papier, als Präsentation, PDF- oder
Textdokument, ist dabei vielerorts bereits vorhanden. An Schulen, Universitäten oder in
kleineren Firmen sind jedoch die finanziellen und zeitlichen Ressourcen oft begrenzt, so
dass weder eine Firma beauftragt, noch in vollem Umfang eine mobile Lösung selbst
erstellt werden kann.</p>
      <p>Neues Material für Mobile Learning kann zum einen mit kommerziellen
Autorensystemen wie AcademyMaker3 oder iPrendo4 erstellt werden. Diese sind kostenpflichtig und
somit nicht für jeden zugänglich. Nicht-kommerzielle Plattformen wie beispielsweise
StoryTec [Me12], womit eine spezielle Art von Lernspielen konzipiert und erstellt
werden kann. In diesen Spielen ist, wie in den Lerneinheiten, die mit MobiMat erstellt
werden können, ein nicht-linearer Verlauf möglich. Derartige Spiele müssen im Gegensatz
zu der in diesem Beitrag skizzierten Lösung zunächst neu entworfen werden. Ein von
StoryTec wie MobiMat gleichermaßen verfolgtes Ziel ist es, das benötigte Fachwissen
für die Erstellung von Spielen bzw. Lerneinheiten möglichst niedrig zu halten. In keiner
der bisher genannten Lösungen ist die Nutzung bestehenden klassischen Lehrmaterials
vorgesehen. Das Projekt INTUITEL [Sw14] [Sw13] ermöglicht nicht-lineare Verläufe
beim Lernen. Hier werden diese abhängig vom Verhalten des Nutzers vom System
vorgeschlagen, das eine Erweiterung bestehender Lernmanagement-Systeme ist, hierbei
kann bestehendes Material verknüpft werden. Der Fokus der Arbeit liegt auf den
Vorschlägen des Systems für die Lernpfade, die im bisherigen Konzept von MobiMat vom
Ersteller der Lerneinheit festgelegt werden. Die Umsetzung von MobiMat ist Teil einer
derzeit laufenden Dissertation, in der die Adaption von existierendem Lehrmaterial für
mobile Endgeräte untersucht wird und mithilfe von MobiMat verbessert werden soll.
2</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Konzeption</title>
      <p>Die Erstellung einer Lerneinheit beginnt, wie in Abbildung 1 illustriert, damit, dass das
zugrunde liegende Material in eine neue Lerneinheit geladen wird. Als
Ausgangsmaterial sollen verschiedenste Formate, auch Kombinationen möglich sein. Lerneinheiten
können in Abschnitte untergliedert werden. Ein Abhängigkeitsgraph, der während der
Erstellung immer wieder veränderbar ist, gibt mögliche Reihenfolgen dieser
Lerneinheiten an. Falls möglich wird der Text der Originaldatei automatisch extrahiert und zur
Lerneinheit hinzugefügt, damit der Text automatisch passend zur Größe des
BrowserMobiMat - ein Framework zur Mobilisierung von</p>
      <p>Lehrmaterial 241
fensters umgebrochen werden kann. Es kann von Hand nachgebessert werden, falls die
automatische Extraktion nicht oder nicht vollständig funktioniert und wenn Bilder oder
Formeln hinzugefügt werden müssen. Dafür können verschiedene Versionen eines
Abschnitts einander im Framework gegenüber gestellt werden. Es ist möglich, die
Lerneinheit um weiteren Text, Bilder oder andere Medien zu ergänzen und zwischen zwei
Abschnitten möglicherweise Aufga ben hinzuzufügen. Hierbei sind verschiedene
Aufgabentypen auswählbar. Zunächst sollen Single- und Multiple-Choice-Fragen, sowie
das Ausfüllen von Lückentexten möglich sein. Fragen mit Freitextantworten sind vorerst
nicht vorgesehen. Ziel ist, die Integration neuer Aufgabentypen einfach zu gestalten, um
auch fachlich oder kontextuell spezielle Aufgabentypen zu ermöglichen. Für den
gleichen Lernabschnitt können verschiedene Medien und verschiedene Versionen des
gleichen Mediums zur Verfügung stehen, so dass der Nutzer entscheiden kann, ob er z.B. die
mobile Version eines Textes, das PDF oder ein Video zu diesem Abschnitt betrachten
möchte. Dabei kann eine vom Ersteller empfohlene Variante angegeben werden.
Derartige Lernstilpräferenzen sind ebenfalls Teil des INTUITEL-Projekts [Sw13], wobei hier
die Empfehlung durch das System generiert wird.</p>
      <p>Abb. 1: Erstellen einer Lerneinheit mit MobiMat
Besonderheiten von MobiMat sind die iterative Erstellung der Lerneinheiten und die
Möglichkeit, auf bestehenden Materialien aufzubauen oder diese später zu integrieren.
Das Framework ist als Open Source - Lösung geplant, um unabhängig vom Budget des
Nutzers Zugriff darauf und Erweiterungen zu ermöglichen Es wird mit HTML5 erstellt
und nutzt das Bootstrap Framework, um auf verschiedenen Bildschirmgrößen gut
nutzbar zu sein. Lerneinheiten sind Webseiten, die jeder aktuelle Browser anzeigen kann.
Die Lerneinheit selbst ist eine Dateistruktur, die auch offline genutzt werden kann. Sind
Videos oder große Dateien enthalten, kann es sinnvoll sein, sie zum Download
anzubieten, da die Online-Nutzung bei Mobilgeräten durch die Übertragungsgeschwindigkeit
oder begrenzte Volumentarife eingeschränkt sein kann.
3</p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Zusammenfassung und Ausblick</title>
      <p>Geplant ist die Umsetzung des Kapitels zur Fixpunkttheorie des Buches [Ac07] und
Studie, die darauf aufbauend die Lernmotivation der mobilen mit der ursprünglichen
Variante des Stoffs vergleicht. Interessant ist hierbei vor allem die große Menge an
Formeln, die dargestellt werden müssen, und die stark durch Beispiele gestützte Art des
Erklärens des Buches. Beides war zentral für die Wahl des Inhaltes der Studie, da die
Adaption von Formeln auf Mobilgeräten interessante Herausforderungen bietet und die
Beispiele viel Raum für Erweiterung des Lehrinhalts um Grafiken und Videos lassen.
MobiMat soll zusätzlich immer wieder auf seine Usability hin untersucht werden, um
sicherzustellen, dass eine gute Bedienbarkeit eine Anwendung durch unterschiedliche
Nutzergruppen ermöglicht.</p>
      <p>Für MobiMat sind zahlreiche Erweiterungen denkbar, zum Beispiel die statistische
Auswertung von Quizergebnissen, eine Erweiterung um zusätzliche Eingabeformate.
Auch das exportieren von Lerneinheiten im passend reduzierten Format für SCORM
(Sharable Content Object Reference Model) oder ePub oder das gegenseitige korrigieren
oder bewerten von Lösungen durch Nutzer sind möglich. Eine denkbare Option ist auch,
die Implementierung offener Aufgabentypen im Hinblick auf die Prinzipien, die Paul
Gee in [Ge05] beschreibt. Dies kann mit Studien verbunden werden, wie unterschiedlich
derartige Aufgabentypen mobil oder am PC bearbeitet werden.</p>
      <p>In diesem Beitrag wurde das grobe Konzept für das Framework MobiMat vorgestellt.
Ausgehend von bestehenden Lehrmaterialien sollen damit mit einfacher Bedienung
schrittweise mobile Lerneinheiten erstellbar sein. Solche bestehenden Lehrmaterialien
können Vorlesungsskripte, Formelsammlungen oder auch Handouts für Referate sein.
MobiMat adressiert das Problem der fehlenden Zeit für die Entwicklung mobiler
Lösungen, indem die Erstellung iterativ erfolgen kann und dabei die Ergebnisse stets nutzbar
bleiben. So kann die mobile Lösung immer wieder erweitert, umgearbeitet und
weitergenutzt werden, es muss nicht einen festen Erstellungszeitraum geben. Durch den
zusätzlichen Fokus auf Usability soll sichergestellt werden, dass kaum Fachwissen über die
Entwicklung mobiler Lösungen notwendig ist. Das Framework befindet sich noch im
Anfangsstadium und wird im Rahmen einer formativen Evaluation entwickelt.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Literaturverzeichnis</title>
      <p>[co15]
[Ge05]
[Me12]
[Or10]
[Sw13]
[Sw14]
comScore: , Anzahl der Smartphone-Nutzer in Deutschland in den Jahren 2009 bis
2015 (in Millionen), 2015. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/198959/.
Gee, James Paul: Learning by design: Good video games as learning machines.
ELearning and Digital Media, 2(1):5–16, 2005.</p>
      <p>Mehm, Florian et al.: Authoring of serious adventure games in storytec. In: E-Learning
and Games for Training, Education, Health and Sports, S. 144–154. Springer, 2012.
Orr, G.: A Review of Literature in Mobile Learning: Affordances and Constraints. In:
WMUTE, 2010 6th IEEE International Conference on. S. 107–111, April 2010.
Swertz, Christian et al.: Lernpfadmodellierung mit der Webdidaktik für die adaptive
Erweiterung von Lernmanagementsystemen. 2013.</p>
      <p>Swertz, Christian et al.: Der didaktische Raum von INTUITEL. In: Ein pädagogisches
Konzept für ein ontologiebasiertes adaptives intelligentes tutorielles LMS-Plugin.
Paper accepted at the GMW 2014 Conference. 2014.</p>
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          <string-name>
            <surname>Aceto</surname>
          </string-name>
          , Luca et al.:
          <source>Reactive Systems: Modelling, Specification and Verification.</source>
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