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        <article-title>Untersuchung von Registrierstrategien für die Anwendung des Navigationssystems FIAGON an der lateralen Schädelbasis</article-title>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>J. Kristin</string-name>
          <email>Julia.Kristin@med.uni-duesseldorf.de</email>
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          <string-name>D. Mucha</string-name>
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          <string-name>J. Schipper</string-name>
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          <string-name>T. Klenzner</string-name>
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          <string-name>Schlüsselworte: Navigation, laterale Schädelbasis, Genauigkeitsanalysen</string-name>
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          <label>0</label>
          <institution>Universitätsklinikum Düsseldorf</institution>
          ,
          <addr-line>Hals-Nasen-Ohrenklinik, Düsseldorf</addr-line>
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          <country country="DE">Deutschland</country>
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      <pub-date>
        <year>2011</year>
      </pub-date>
      <fpage>119</fpage>
      <lpage>123</lpage>
      <abstract>
        <p>Ziel der Arbeit war die Evaluation von Registrierstrategien mit einem neuen Navigationssystems (Fiagon GmbH) im Bereich der lateralen Schädelbasis. Der bisherige klinische Einsatz beschränkte sich auf das Gebiet der Nasennebenhöhlen. Das Navigationssystem integriert sich in den Endoskopieturm, der Magnetfeldgenerator ist in die Kopfstütze des Operationstisches eingebaut. Der an der Instrumentenspitze navigierte FlexPointer wird endoskopisch oder mikroskopisch assistiert eingeführt und zeigt die aktuelle Position im CT-Datensatz. Im Fokus der Untersuchung ist die Bestimmung der Messunsicherheit und im zweiten Schritt ein Vergleich unterschiedlicher Registriermethoden, wobei zusätzlich der Einfluss von OP Sperrern beobachtet wurde. Wir führten die Registrierung und wiederholte Messungen an Schraubmarkern, die an spezifischen Lokalisationen an fünf anatomischen Felsenbeinpräparaten angebracht waren, durch. Aufbau und Bedienung des Navigationssystems zeigen sich am anatomischen Felsenbeinpräparat einfach und gut durchführbar. Eine praktische Anwendung im klinischen Alltag an der lateralen Schädelbasis ist gut vorstellbar. Es zeigte sich ein freies Hantieren im OP-Gebiet ohne Rücksichtnahme auf Sichtlinie. Bei einer Registrierstrategie mit 3 einseitig angebrachten Fiducial-Markern beträgt der Fehler auf der Mastoidoberfläche und im Bereich der aufgebohrten Mastoidhöhle einen Mittelwert von 0,8 mm. Die Messungen am Schraubmarker am inneren Gehörgang zeigte im Mittelwert eine im Vergleich größere Abweichung von 1,6 mm. Im Vergleich verschiedener verbesserter Registrieransätze zeigt sich die geringste Messunsicherheit bei einer Registrierung mit beidseitig angebrachten Titanschrauben gefolgt von der Oberflächenregistrierung im halben Gesicht und der Laterobasis gefolgt von der Registrierung im Bereich der Mastoidhöhle. Die gemessenen Werte entsprechen unserer klinischen Erwartung und sind grundsätzlich bei Kenntnis der vorhandenen Messunsicherheit verwendbar. Intraoperative Bildgebung kann eine Applikation von Schraubmarkern zur Navigation (Goldstandard) während der Operation innerhalb derselben Narkose ermöglichen, oder die Erfassung bereits manipulierter Gewebeoberflächen zur Registrierung bereitstellen. Hier wären dann entsprechende Möglichkeiten zur Erhöhung der Präzision gegeben.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
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  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>Problem</title>
      <p>10. CURAC-Jahrestagung, 15. - 16. September 2011, Magdeburg120
2</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Methoden</title>
      <p>Das Navigationssystem (FIAGON) besteht im Wesentlichen aus einem Hardwaremodul (Abb. 1), einer
Anwendungssoftware, dem Magnetfeldgenerator (Abb. 2) und applikationsspezifischen Sensoren (Abb. 3), wie einem
Kopflokalisator und einem flexiblen Pointer, der an der Spitze Sensorspulen trägt. Für die Registrierung wird eine
Berechnung der Transformation auf Basis von Punktepaaren (anatomische oder künstliche Landmarken im Model und
im Situs) sowie einem nachgelagerten Iterative Closest Point Algorithmus auf Basis von weiteren Oberflächenpunkten
durchgeführt.</p>
      <p>Abb. 1: Hardwaremodul</p>
      <p>Abb. 2: Magnetfeldgenerator</p>
      <p>Abb. 3: Kopflokalisator, flexibler Pointer
Es wurden Messungen zur Bestimmung der Zielpunktabweichungen mit dem Navigationssystem an fünf
Felsenbeinpräparaten durchgeführt. Die ausgewählten Zielstrukturen wurden durch je vier Schraubmarker pro
Felsenbein gekennzeichnet. Weitere drei Schraubmarker wurden zur Registrierung im Bereich des Mastoides
angebracht. Vier von fünf Felsenbeinen waren mastoidektomiert, alle Präparate waren weitgehend vom Weichteilmantel
befreit. Im Zuge der Vorbereitung des Experiments wurde von allen Felsenbeinpräparaten eine Computertomographie
mit der Schichtdicke von 1mm durchgeführt. Diese Navigationsdatensätze wurden dann durch das System eingelesen
und die Schraubmarker, die der Registrierung oder Evaluierung dienen, werden in den Bilddaten manuell markiert
(Abb. 4). Die Position im Bilddatenkoordinatensystem wird so ermittelt und diese Positionen als Referenzdaten
gespeichert. Nach der Registrierung auf drei Schraubmarkern wurden an den Schraubmarkern, die der Evaluierung
dienen sollen, je zehn Wiederholungsmessungen durchgeführt (Abb. 5). An jeder Schraubenposition werden die
gemessenen Daten gespeichert und daraus der mittlere Fehler sowie die Standardabweichung berechnet.</p>
      <p>Abb. 4: Festlegung der Registrier- und Evaluationspunkte im Bildkoordinatensystem (Felsenbein Nr. 3)</p>
      <p>Abb. 5: Experimentelle Messung der Positionsfehler (Felsenbein Nr. 2) mit angebrachtem Patientenlokalisator
und zugehöriger Visualisierung am Bildschirm.
In einem zweiten Versuchsaufbau wurde ein Vergleich zwischen der Registrierung an Schraubmarkern und der
Registrierung an Hand der Oberfläche durchgeführt. Zur Erhöhung der Tiefeninformation wurden sechs
Schraubmarker (Abb. 6) an einem Kopfpräparat frontal, occipital und im Bereich des Jochbogens beidseits
angebracht und erneut ein CT - Felsenbein mit 1 mm Schichtdicke durchgeführt. Es wurden je fünf
Wiederholungen des Registriervorganges pro Seite durchgeführt, und es erfolgte erneut die Bestimmung der
Messunsicherheit an Schrauben im Bereich der Mastoidoberfläche, in der Mastoidhöhle und im inneren
Gehörgang.</p>
      <p>Bei der Oberflächenregistrierung wurde zuerst von
präaurikulär einschließlich der Stirn bis zur Laterobasis
registriert, im Anschluss nur im Bereich der aufgebohrten
Mastoidhöhle. Diese beiden Registrierungen wurden der
Registrierung an Schraubmarkern gegenübergestellt. Diese
Methoden wurden auf Grund der möglichen prä- bzw.
intraoperativen Situationen ausgewählt. Zusätzlich wurde
der Einfluss von OP-Sperrern beobachtet.</p>
      <p>Abb. 6: Schraubmarker frontal, Jochbein, occipital
3</p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Ergebnisse</title>
      <p>Der Aufbau und die Bedienung des Navigationssystems zeigen sich am anatomischen Felsenbeinpräparat einfach und
gut durchführbar. Der Registriervorgang war durch das Antasten von drei vorgegebenen Schraubmarkern zügig
durchführbar. Die Führung des Flexpointers in der eigenen Hand zeigte sich vertraut, da die Form einem üblichen
Sauger aus der Kopf-Hals Chirurgie sehr ähnelt. Bei der Überprüfung der Registrierung wurde kein Vorgang durch uns
oder das System auf Grund zu hoher Ungenauigkeit verworfen. Wir konnten ein freies Hantieren im OP-Gebiet ohne
Rücksichtnahme auf Sichtlinien, wie es unter Umständen bei der optischen Navigation der Fall ist
(Line-of-sightProblematik), feststellen. Verbesserungsfähig ist der noch vorhandene mögliche Störeinfluss durch metallische
Instrumente und Tische. Die während einer Operation an der lateralen Schädelbasis benötigten metallischen Spreizer
störten teilweise das elektromagnetische Feld. In der Ebene der Sperrer selbst d.h. auf der Mastoidoberfläche war keine
Anwendung des Systems möglich. Im Bereich der Mastoidhöhle und des inneren Gehörganges konnten Messungen
durchgeführt werden.</p>
      <p>Für die einseitige Fiducial-Registrierung sind die Abweichungen zwischen gemessener und berechneter Position in
Tabelle 1 zusammengefasst. Insgesamt beträgt der Fehler an den auf dem Mastoid und an den im Bereich der
aufgebohrten Mastoidhöhle (z.B. lateraler Bogengang) einen Mittelwert von 0,8 mm. Die Messungen am
Schraubmarker am inneren Gehörgang zeigte im Mittelwert eine im Vergleich größere Abweichung von 1,6 mm. Der
Schraubmarker im Bereich des inneren Gehörganges wurde an den anatomischen Präparaten nicht durch den operierten
Situs hindurch angetastet, sondern durch ein Drehen des Präparates, d.h aus der intrazerebralen Richtung.</p>
      <sec id="sec-3-1">
        <title>Landmarken</title>
      </sec>
      <sec id="sec-3-2">
        <title>Mastoidoberfläche und Mastoidhöhle</title>
      </sec>
      <sec id="sec-3-3">
        <title>Innerer Gehörgang</title>
      </sec>
      <sec id="sec-3-4">
        <title>Mittelwert (TRE) ±</title>
      </sec>
      <sec id="sec-3-5">
        <title>Standardabweichung</title>
      </sec>
      <sec id="sec-3-6">
        <title>Messungen n 0,8 mm± 0,4 140</title>
        <p>10. CURAC-Jahrestagung, 15. - 16. September 2011, Magdeburg122</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Diskussion</title>
      <p>
        Eine Messunsicherheit von 0,8 mm entspricht ca. den Werten, die von Stegmann et al. [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2">2</xref>
        ] mit diesem System im
Bereich der Nasennebenhöhle gemessen wurde, die Werte von 0,9 mm zeigten. Stegmann verwendete ausschließlich die
Oberflächenregistrierung auf dem Gesicht. Im Vergleich hierzu zeigen sich unsere Messunsicherheiten bei einer
CTSchichtdicke von 1,00 mm mit einseitiger Registrierung auf Fiducials an der Mastoidoberfläche und in der
Mastoidhöhle ähnlich, am inneren Gehörganges (1,6mm) etwas höher. Die Schichtdicke stellt bei den Messungen
immer einen limitierenden Faktor dar, da die Genauigkeit der Positionsdarstellung maximal im Rahmen der
Schichtdicke liegen kann. Eine geringe Schichtdicke kann dadurch zu besseren Ergebnissen führen. Bis hin zu einer
Schichtdicke von ca. 0,5 mm. Die zu erwartende Genauigkeit wird im Bereich Schichtdicke +20% liegen. Eine weitere
Beeinflussung der Ergebnisse erfolgt durch die Genauigkeit beim Antasten der Fiducials intraoperativ, welche bei ca.
0,2 mm liegt. Die Genauigkeit der Markierung der Fiducials im Bilddatensatz ist schwer zu quantifizieren. Rein
theoretisch ist hier ebenfalls mit einer Genauigkeit über der Schichtdicke zu rechen. Der Ausführende kann jedoch,
quasi wissens-basiert die fehlende Information hinzufügen und somit das Ergebnis stark verbessern. Beispiel: Im
Datensatz ist die Kerbe in der Schraube nicht sichtbar. Aufgrund des Wissens dass diese in der Mitte der Schraube liegt
(in Verlängerung des Gewindes), kann die Marke hier positioniert werden. Abschätzung 0,5 mm.
Berry et al. [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>
        ] untersuchten mit dem Stryker-Leibinger Navigationssystem (Freiburg, Deutschland) am Plastikmodell
den Effekt der Verteilung von Patientenmarkern (Fiducials) auf die Messunsicherheit. Sie fanden, wie auch unsere
Messung im Bereich des inneren Gehörganges zeigt, eine zunehmende Messunsicherheit, umso weiter der Zielpunkt
außerhalb der Registrierungszone liegt. Ähnliche Ergebnisse zeigten auch Schipper et al. [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
        ] bei einer navigierten
Cochlearimplantation am Felsenbeinpräparat mit dem Styker-Leibinger Navigationssytem. Es wurden hier ebenfalls
Titanschraubmarker zur Referenzierung benutzt. Es zeigte sich eine Zunahme der Messungenauigkeit mit Zunahme der
Operationszeit und der Eindringtiefe in den Knochen entlang dem Operationskorridor. Zu Beginn zeigte sich eine
Messunsicherheit von 1,2 mm, die sich bis auf 1,6 mm bei Insertion der CI-Elektrode erhöhte. Es zeigt sich auf Grund
der mangelnden Tiefeninformation bei einem Registriervorgang am Schädelknochen vor Beginn der Bohrung eine
Limitierung der zuverlässigen Navigation an der lateralen Schädelbasis. Wie auch von Ecke et al. [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
        ] beschrieben, stellt
sich uns die Frage nach der Vermeidung von Fehlern bei der Patientenregistrierung und Bilddatenreferenzierung.
Die am Felsenbeinpräparat verwendeten, vor der durchgeführten CT-Bildgebung eingebrachten Schraubmarker
(Goldstandard), sind unverändert eher ungeeignet für eine klinische Anwendung, wenn dies zweizeitig präoperativ
erfolgen muss. Im Operationssaal hat sich eine Oberflächenregistrierung oder eine Registrierung an anatomischen
Landmarken in der Routine etabliert. [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
        ]. Da sich jedoch im direkten Vergleich der verschiedenen Registriermethoden
die besten Ergebnisse bei einer Registrierung an Titanschrauben zeigt, könnte eine intraoperative Bildgebung eine
Applikation von Fiducials während der Operation innerhalb derselben Narkose ermöglichen, oder die Erfassung bereits
manipulierter Gewebeoberflächen zur Registrierung bereitstellen. Hier wären dann entsprechende Möglichkeiten zur
Erhöhung der Präzision gegeben.
5
      </p>
    </sec>
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          <article-title>Ein fehlerkompensierendes, elektromagnetisches Navigationssytem für die Kopf-Chirurgie.</article-title>
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