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        <article-title>Flexibles Halsphantom zur Evaluation eines Ultraschall-gestützten Navigationssystems Wissenschaftlicher Beitrag für die 10. CURAC Jahrestagung 2011</article-title>
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          <string-name>Frau J. Hirschfeld</string-name>
          <email>julia.hirschfeld@med.uni-duesseldorf.de</email>
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          <string-name>T. Brennecke</string-name>
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          <string-name>Frau L. Colter</string-name>
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          <string-name>J. Raczkowsky</string-name>
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          <string-name>J. Schipper</string-name>
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          <string-name>Schlüsselworte: Multimodales Halsphantom, Ultraschall-Navigation, Weichteilnavigation</string-name>
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          <institution>Institut für Prozessrechentechnik, Automation und Robotik, Karlsruher Institut für Technologie</institution>
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          <label>1</label>
          <institution>Klinik für Hals-</institution>
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          <addr-line>Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopfund Halschirurgie, Universitätsklinikum Düsseldorf</addr-line>
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      <pub-date>
        <year>2011</year>
      </pub-date>
      <fpage>129</fpage>
      <lpage>132</lpage>
      <abstract>
        <p>Für die Entwicklung und Etablierung der minimalinvasiven Halschirurgie ist ein Navigationssystem erforderlich, um eine gute Visualisierung des OP-Gebiets trotz eines minimal-invasiven Zugangs zu gewährleisten und hierdurch größtmögliche Sicherheit für den Patienten zu erreichen. Es soll ein Ultraschall-gestütztes Navigationssystem sein, welches den im Weichteilgewebe auftretenden „Gewebeshift“ darstellen kann. Zur Entwicklung und Evaluierung eines solchen Navigationssystems ist ein Halsphantom erforderlich, um das Verfahren erproben zu können. Anforderungen an das Phanotm sind, dass es sowohl die Anatomie als auch die Gewebe- und Bildgebungseigenschaften des menschlichen Halses widerspiegelt. Wir stellen hier die Konzeption und Erstellung eines ersten flexiblen, Sonographie-geeigneten Halsphantoms aus Polyvinylalkohol (PVA) sowie seine sonomorphologischen Eigenschaften vor.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
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  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>Problem</title>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Methoden</title>
      <p>10. CURAC-Jahrestagung, 15. - 16. September 2011, Magdeburg130</p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Ergebnisse</title>
      <p>
        Es konnten verschiedene homogene PVA-Hydrogele hergestellt werden. Das Gel war von einer guten Flexibilität und
Haltbarkeit, sofern es luftdicht im Kühlschrank bei ca. +8°C gelagert wurde. Je nach Zusatz (DMSO, Flohsamen,
Glycerol) konnten verschiedene Eigenschaften wie z. B. Anhebung der Echogenität oder Viskosität bzw. Elastizität
erzielt werden, wie in der Literatur beschrieben [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref3">1, 3</xref>
        ]. Bei der Untersuchung mit Ultraschall zeigten sich auch bei uns
morphologisch ähnliche Schall- bzw. Reflexionseigenschaften der Gele verglichen mit Weichteilgewebe, vgl. [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
        ], s.
Abb. 3.
      </p>
      <p>Kleinste mit bloßem Auge jedoch sichtbare eingeschlossene Luftblasen verursachten keine Artefakte, weswegen sie in
der Gelherstellung offensichtlich zu vernachlässigen sind. Nach Durchführung von Vorversuchen konnten erste
Halsphantome aus 10%-igem PVA unter Zusatz von Flohsamen mit Hilfe der angefertigten Gussform hergestellt
werden. Die Form aus thermoplastischem Kunststoff erwies sich als geeignet und konnte nach dem Tieffrieren
problemlos von dem Gelmodell getrennt werden (s. Abb. 4).</p>
      <p>M.SCM
SD</p>
      <p>ACC
VJI</p>
      <sec id="sec-3-1">
        <title>Abb. 3: Sonographisches Bild</title>
        <p>einer PVA Probe (links),
sonographisches Bild eines</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-2">
        <title>Probanden (rechts) auf Höhe</title>
        <p>der Schilddrüse (SD) mit</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-3">
        <title>Darstellung der Halsschlagader</title>
        <p>(ACC), der Drosslevene (VJI)
und des Kopfwendermuskels
(M.SCM). (Philips HD 11 XE,</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-4">
        <title>Schallkopf L12-3) Abb. 4:</title>
      </sec>
      <sec id="sec-3-5">
        <title>Erstes Halsphantom vor und nach Lösen aus der „Gussform“</title>
        <p>Die Materialien für die großen Blutgefäße erwiesen sich als brauchbar und konnten gut abgegrenzt werden, ohne eine
Schallauslöschung zu verursachen (s. Abb. 6). Die Verwendung eines Schaumstoffbands für den M.
sternocleidomastoideus musste verworfen werden, da trotz Tränkung in destilliertem Wasser zu viel Luft eingeschlossen
wurde, und es somit zu einer kompletten Schallauslöschung medial davon kam. Nach Optimierung der
Gelzusammensetzung wurde nun zunächst ein vereinfachtes Phantom, welches nur die drei erwähnten Halsgefäße
enthält, angefertigt. Eine Rotation des Modells war durch die elastischen Eigenschaften des PVA-Gel-Phantoms gut
möglich (s. Abb. 5). Mit diesem Phantom lassen sich Blutgefäße vom umliegenden „Gewebe“ gut differenzieren. Des
Weiteren ist auch der Verlauf der Gefäße bei Rotation des Halsphantoms gut mit dem Ultraschall nachvollziehbar (s.
Abb. 6)</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-6">
        <title>Abb. 5: Flexibles Halsphantom: Rotation und Flexion.</title>
        <p>Anhand des erarbeiteten und vorgestellten Halsphantoms kann mittels Ultraschall der Gefäßverlauf im Hals,
insbesondere auch bei Lageänderung wie der Rotation des Halses untersucht und nachvollzogen werden. Die
Schalleigenschaften des ausgewählten PVA-Gels sind geeignet, um als Modell zu dienen. In der Entwicklung eines
Ultraschall-gestützten Navigationssystems für den Hals ist zunächst die Testung und Evaluation eines solchen
Navigationssystems erforderlich, wozu das oben beschriebene Phantom herangezogen werden kann. Durch die aktuell
angewendete Gussform sind die Proportionen des Halses an sich bereits realistisch. Bezüglich der im Hals verlaufenden
Strukturen gibt es jedoch noch Verbesserungsbedarf. Zum einen sollten auch die Blutgefäße realistisch dargestellt
werden (in Proportion, aber auch Elastizität und Verformbarkeit), zum anderen wäre es wünschenswert, weitere
anatomische Strukturen in das Phantom zu integrieren. In ein fortgeschrittenes Halsphantom sollen anatomische Daten
einfließen, welche mittels segmentierter Hals-MRT’s erhoben wurden. Hieraus abgeleitete 3D-Rekonstruktionen (z.B.
der großen Halsgefäße) sollen als Vorlage dienen und könnten evtl. mittels Rapid Prototyping, so in das Modell
übertragen werden.
5</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Danksagung</title>
      <p>Die oben beschriebene Thematik ist Teil des DFG-geförderten Projektes „SACAS (Sonographic AidedComputer
Assisted Surgery) im Halsbereich“ (Geschäftszeichen SCHI 210/10-1). Die Autoren danken der Deutschen
Forschungsgemeinschaft für die Förderung.
6</p>
    </sec>
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