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        <article-title>Anforderungsanalyse und Entwurf zur Integration von optischen Oberflächenscannern als neue Modalität im DICOM Standard</article-title>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>C. Dressler</string-name>
          <email>christian.dressler@iccas.de</email>
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          <string-name>M. Rockstroh</string-name>
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          <string-name>P. Liebmann</string-name>
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          <string-name>O. Burgert</string-name>
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          <label>0</label>
          <institution>Schlüsselworte: DICOM</institution>
          ,
          <addr-line>Oberflächenscanner, Laserscanner, 3D, Chirurgie, Interoperabilität</addr-line>
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        <aff id="aff1">
          <label>1</label>
          <institution>Universität Leipzig, ICCAS</institution>
          ,
          <addr-line>Leipzig</addr-line>
          ,
          <country country="DE">Germany</country>
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      <pub-date>
        <year>2011</year>
      </pub-date>
      <fpage>157</fpage>
      <lpage>160</lpage>
      <abstract>
        <p>Oberflächenscanner werden zunehmend in der Medizin genutzt. Im Gegensatz zu radiologischen Modalitäten wie CT, MRT oder Ultraschall ist aber die Anbindung an einen zentralen Datenspeicher und die Kombination der Geräte mit Produkten unterschiedlicher Hersteller noch nicht möglich. Dadurch werden die Arbeitsabläufe zur Langzeitarchivierung der Daten erschwert, sowie Interoperabilität zwischen Systemen behindert. Um dies zu ändern wurden Gespräche mit Herstellern, Ärzten und Forschungseinrichtungen geführt, um die klinischen Anwendungsfälle (use cases), in denen Oberflächenscannern aktuell und zukünftig eingesetzt werden, zu identifizieren. Die derzeit gebräuchlichen proprietären Datenstrukturen und Datenverarbeitugsmethodiken wurden für die einzelnen Anwendungsfälle analysiert und auf Gemeinsamkeiten überprüft. Aus den erarbeiteten Anwendungsfällen konnte eine DICOM-Datenstruktur abgeleitet werden, welche sich nahtlos in den DICOM Standard einfügt und alle Anwendungsfälle berücksichtigt. Nach Erteilung eines „Work Items“ durch das DICOM Standards Committee und erfolgreichem „First Read“ vor der DICOM Working Group „Base Standard“ stellt dieser Beitrag den derzeitigen Entwurf der DICOM Erweiterung vor. Das starke Interesse von Herstellern und Anwendern für die Erweiterung des DICOM-Standards um Oberflächenscanner-Daten lässt eine breite Implementierung nach Beendigung des Standardisierungsprozesses erwarten.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
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  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>1 Problem</title>
      <p>Um eine detaillierte Datenstruktur in DICOM erstellen zu können, ist die Kenntnis der Anwendungsfälle in der
klinischen Routine von großer Bedeutung. Ziel war es, alle erforderlichen Datenstrukturen in Abhängigkeit der
Anwendungsfälle zu beschreiben.</p>
      <p>Im Zuge dieser Arbeit wurde eine erste Version des DICOM-Supplements entwickelt, welches sowohl die
Anforderungen der Firmen und Anwender, als auch die Einschränkungen des DICOM-Standards berücksichtigt.
2</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Methoden</title>
      <p>Zunächst wurde eine umfangreiche Literaturreche der wissenschaftlichen Publikationen im Bereich der
computerassistierten Chirurgie der letzten fünf Jahre vorgenommen, um moderne Anwendungsfälle für optische Oberflächenscanner
zu identifizieren (siehe Abbildung 1). Parallel wurde eine internationale Marktrecherche durchgeführt, um Hersteller
von optischen Oberflächenscannern und darauf basierenden Systemlösungen zu identifizieren. Diese wurden daraufhin
angeschrieben und dazu eingeladen, sich an den Standardisierungsaktivitäten zu beteiligen. Es wurde die DICOM
Working Group 22 „Dentistry“ eingeladen, Anwendungsfälle aus der Dentalprothetik – einem der kommerziell
bedeutendsten Anwendungsgebiete für optische Oberflächenscanner in der Medizin – beizusteuern.</p>
      <p>Ein Treffen mit Chirurgen und Vertretern aus Wirtschaft und Forschung wurde organisiert und die Anwendungsfälle
angefangen vom dentalen Bereich bis hin zu Schönheitsoperationen an der Brust diskutiert. Basierend auf diesen
klinischen Anwendungsfällen wurden die verwendeten Datenstrukturen und Verarbeitungsmethodiken identifiziert. Ein
wesentlicher Aspekt war dabei die Klärung und Vereinheitlichung von Begrifflichkeiten. Des Weiteren wurde am ICCAS
ein mobiler Oberflächenscanner in 13 Fällen zur Dokumentation der Formänderung der Nase durch Septorhinoplastik
eingesetzt.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>3 Ergebnisse</title>
      <p>
        Die Ergebnisse der Literaturrecherche und der grobe Rahmen, wie eine DICOM-Erweiterung aussehen könnte, wurden
erstmalig detailliert in [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>
        ] vorgestellt. Es wurden Anwendungsfälle, wie in Abbildung 1 gezeigt, bestimmt.
Abbildung 1. Anwendungsfälle für Oberflächenscanner in der Medizin (nach [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>
        ]).
      </p>
      <p>
        Die in den Anwendungsfällen genutzten Datenstrukturen wurden analysiert und dem DICOM Standards Committee
vorgestellt. Das Komitee erteilte den Auftrag zur Entwicklung eines Supplements, der Zwischenstand wurde in [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2">2</xref>
        ]
präsentiert. Nach dem Treffen mit Herstellern und Anwendern wurden folgende Anforderungen festgelegt:
      </p>
      <p>
        Die Oberflächen werden durch das in der Surface Segmentation IOD bereits vorhandene Modul „Surface
Mesh“ [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>
        ] beschrieben, um kein zusätzliches Format zum Abbilden von Oberflächen in den Standard zu
bringen.
      </p>
      <p>
        Der aktuelle Entwurf der DICOM Erweiterung umfasst zudem beschreibende Attribute, mit welchen die Parameter der
Aufnahme festgelegt werden können. Die jeweils aktuelle Version der Erweiterung findet sich als „Supplement 154:
Support for Optical Surface Scanner Modalities Storage SOP Class“ unter [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
        ].
      </p>
      <p>Anhand von zwei Beispielen soll die Struktur der DICOM Erweiterung verdeutlicht werden.</p>
      <sec id="sec-3-1">
        <title>Abbildung 2. DICOM-Struktur einer rekonstruierten Punktmenge</title>
        <p>Wird beispielsweise bei einer Septorhinoplastik die Nase des Patienten vermessen, sind mehrere Aufnahmen aus
unterschiedlichen Blickwinkeln notwendig. Die einzelnen Aufnahmen können als Punktmenge in einer Serie gespeichert
werden (Abbildung 2). Werden die Punktmengen anschließend in Oberflächen umgewandelt und mit einer externen
Anwendung korrekt zu einem einzigen Objekt zusammengesetzt, wird das Ergebnis der Rekonstruktion in der selben
„Study“ als Oberfläche in einer eigenen Serie abgelegt. Ein ähnlicher Anwendungsfall ist der Scan eines
Gebissabdrucks mit Hilfe eines Drehtellers. Auch hier entstehen mehrere Scans eines einzelnen Objekts, welche erst nachträglich
zusammengefasst werden.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-2">
        <title>Abbildung 3. DICOM-Struktur einer texturierten Oberfläche</title>
        <p>In dem Beispiel von Abbildung 3 wird gezeigt, wie eine texturierte Oberfläche im DICOM-Format des in Entwicklung
befindlichen Supplements beschrieben werden kann. Ein Anwendungsfall ist die Dokumentation des Heilungsverlaufs
von kleineren Flächen bei Verbrennungen. Das Ablegen von Bildern ist im DICOM-Format bereits definiert, die
Oberfläche wird mit Hilfe des Moduls „Frame of Reference“ dem Bild zugewiesen. Dabei wird die Methode des
UVMappings unterstützt.</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>4 Diskussion</title>
      <p>Es ist gelungen, auf Grund der identifizierten Anforderungen eine Datenstruktur in DICOM zu entwickeln, mit welcher
die bekannten Anwendungsfälle für Oberflächenscanner in DICOM abgebildet werden können. Ein erfolgreicher „First
Read“ vor der DICOM Working Group „Base Standard“ hat die DICOM-Konformität des gewählten
Entwicklungsansatzes bestätigt. Durch die flexible Datenstruktur und die gewählte Aufteilung in Studien und Serien ist es möglich, für
jedes klinische Anwendungsgebiet Regeln zu definieren, wie mit den Daten der Oberflächenscanner umgegangen
werden soll. So ist es beispielsweise möglich, die Rohdaten nur kurzfristig vorzuhalten und zur Langzeitarchivierung einen
voll rekonstruierten Datensatz ohne Speicherung der Verarbeitungsschritte zuzulassen. Sollten für solche Fragen
allgemeingültige Regularien notwendig sein, wären diese außerhalb von DICOM, beispielsweise in Form eines IHE-Profils,
zu entwickeln.</p>
      <p>Die Erfahrungen bei der Erweiterung des DICOM-Standards zeigen, dass sowohl bei Herstellern von 3D-Software und
von Scanner-Geräten, als auch bei Klinikern ein gemeinsamer Standard auf großes Interesse stößt. Aus technischer
Sicht unterscheiden sich die Schnittstellen von Oberflächenscanner nur unwesentlich von denen der bereits durch
Klinikinformationssysteme unterstützten radiologischen Geräte.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Referenzen</title>
    </sec>
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          <article-title>Data generated by Optical Surface Scanners using DICOM - a Work Item Proposal</article-title>
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          <article-title>Meshes in Medical Applications-Steps towards a Specification of Geometric Models in DICOM</article-title>
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          ] URL: http://www.dclunie.com/dicom-status/status.html#SupplementsByNumber
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