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        <article-title>Der Einfluss unterschiedlicher Mikroskope auf die Applikations- genauigkeit bei elektromagnetischer Navigation an der Schädelbasis</article-title>
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          <string-name>F. Kral</string-name>
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          <string-name>Z. Bardosi</string-name>
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          <string-name>A. Giotakis</string-name>
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          <string-name>H. Riechelmann</string-name>
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          <string-name>W. Freysinger</string-name>
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          <string-name>Schlüsselworte: Navigation, Schädelbasis, tracking</string-name>
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          <label>0</label>
          <institution>Universitätsklinik für Hals-, Nasenund Ohrenheilkunde, Medizinische Universität Innsbruck</institution>
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      <fpage>46</fpage>
      <lpage>49</lpage>
      <abstract>
        <p>Bei der intraoperativen Navigation finden hauptsächlich optische und elektromagnetische Ortungssysteme Anwendung. Besonders bei komplexen Eingriffen mit erheblichem Einsatz von Personal und Equipment bieten elektromagnetische Ortungssysteme Vorteile bei der Integration von Navigation in den klinischen Ablauf, da diese Systeme keinen direkten Sichtkontakt zwischen den Komponenten benötigen. Ferromagnetische Störsignale können die Anwendungsgenauigkeit beeinträchtigen. Wir haben in einem experimentellen OP Genauigkeitsmessungen bei elektromagnetischem tracking und Verwendung von verschiedenen Mikroskopmodellen durchgeführt und dabei signifikante Unterschiede bei dem total target error (TTE) festgestellt. Es wurde der TTE bei Titanschrauben an chirurgisch relevanten Strukturen der Frontobasis und Laterobasis gemessen. Die modernen „grossen“ Mikroskope führen zu schlechteren Ergebnissen. Für den Einsatz von elektromagnetischem Tracking bei mikroskopischen Schädelbasiseingriffen sind Verbesserung im Bereich Hard- als auch Software nötig.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
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    <sec id="sec-1">
      <title>Problemstellung</title>
      <p>onsdaten mit der dem Trackingsystem mitgelieferten Software (Aurora toolbox, Northern Digital Inc., Waterloo,
Ontario, Canada) dokumentiert. Diese Prozedur wurde für alle Titanschrauben ohne Mikroskop und danach für die
Targetschrauben mit jedem einzelnen Mikroskop hintereinander durchgeführt. Jede einzelne Targetschraube wurde
durch das Mikroskop bei einem Focus von 300 mm mit dem Pointer eingestellt und jeweils 20 Mal wiederholt
gemessen und die Positionsdaten dokumentiert. Nach den Messungen wurden auf einem Standard PC (Intel Core2Duo
CPUe6550; 2.3 GHz; 4 GB RAM; 150 HDD; Windows 7) in einer open-source radiologischen Software (3D Slicer,
www.slicer.org) die CT Daten via USB Stick eingelesen und die Koordinaten der Registrationsschrauben und
Targetschrauben im CT Datensatz definiert. In Matlab (Matlab 7.6, R2008a, Mathworks Inc., MA, USA) wurden eine
Registrierung mit den Koordinaten der Registrierungsschrauben durchgeführt (4) und die Koordinaten der
Targetschrauben berechnet. Diese Koordinaten wurden mit den gemessenen Koordinaten verglichen und der total target
error (TTE) berechnet. Zur Beschreibung der Werte wurden Mittelwert und Standardabweichung berechnet. Die
Abstandswerte wurden mit einem generalisiertem, gesättigtem Typ III Linearmodell analysiert und die verwendeten
Mikroskopmodelle als Faktoren (bzw. Messung ohne Mikroskop) verwendet. Für die Parameterschätzung wurde eine
Hybridmethode gewählt und maximum likelihood Schätzungen wurden für die Skalaparameter angewandt.
Abbildung 1: Übersicht der für die Messung verwendeten Mikroskope. Von links beginnend das Leica OL 5, Zeiss NC4, NC 31,
Opmi Vario3 700 und S21.
Abbildung 2: Setup. Verwendete Abkürzungen im Bild: FG Feldgenerator, DRF dynamic reference frame fixiert am Phantom und
Mikroskop.
3</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Ergebnisse</title>
      <p>Es wurden 200 Registrierungspunkte und 1200 Targetpunkte mit dem elektromagnetischen Trackingsystem gemessen.
Für fünf verschiedene Mikroskopmodelle von zwei Herstellern wurde der total target error (TTE) gemessen und es
zeigte sich bei vier von fünf Mikroskopmodellen eine signifikanter Unterschied zum TTE der Messungen ohne Mikroskop
(p=0). Der TTE lag zwischen 0.6 mm (1.12 bis 1.09) und 2.41 mm (1.93 bis 2.89, jeweils unteres und oberes
Konfidenzintervall). Lediglich beim Zeiss S21 zeigte sich kein signifikanter Unterschied (p=0.55). Die höchsten
Abweichungen zwischen den Messkoordinaten und den Bildkoordinaten wurden bei Verwendung des Leica OL 5
Mikroskops erzielt. Von den modernen, elektronischen Mikroskopen wurden die niedrigsten TTEs im Vergleich zu den
Messungen ohne Mikroskop mit dem Zeiss Opmi Vario 700 erzielt (2.16 mm, 1.68 bis 2.64).</p>
      <p>Unteres KI
0,33
1,93
1,75
1,76
1,68
1,12
Ohne Mikroskop
Leica OL 5
Zeiss NC4
Zeiss NC31
Zeiss Opmi Vario 700
Zeiss S21</p>
      <p>Mittelwert
0,81
2,41
2,23
2,24
2,16
0,6</p>
      <p>Oberes KI
1,29
2,89
2,71
2,72
2,64
1,09
p
0
0
0
0
0,55</p>
      <p>Tabelle 1: Synopse der Ergebnisse in mm, Konfidenzintervall (KI), Signifikanz (p).
4</p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Diskussion</title>
      <p>In dieser Untersuchung wurden fünf Mikroskopmodelle für elektromagnetisch navigierte Schädelbasiseingriffe
evaluiert. Es wurden Titanschrauben als Targets an chirurgisch relevanten Strukturen angebracht und anhand von anderen
ebenfalls implantierten Titanschrauben ein Kunststoffphantom zu einem angefertigten CT Datensatz registriert. Die
Messungen wurden in einem OP durchgeführt und es zeigten sich signifikante Unterschiede des TTE bei Verwendung
von Mikroskopen mit Ausnahme des Zeiss S21 Mikroskops.</p>
      <p>Der TTE wurde gemessen, da dieser die Applikationsgenauigkeit widerspiegelt (5). Um eine Anwenderungenauigkeit
möglichst zu minimieren wurden Titanschrauben für die Registrierung verwendet und die Messungen 20 Mal
wiederholt. Alle Targets wurden mit 300 mm Fokus durch das Mikroskop scharf eingestellt und dann mit dem Pointer berührt
um möglichst gut die intraoperative Situation zu simulieren. Die Absolutwerte sind bei Verwendung eines
Plastikphantoms nicht eins zu eins in eine klinische Anwendung übertragbar, jedoch sind die relativen Unterschiede zwischen der
Anwendung mit und ohne Mikroskop beziehungsweise zwischen den einzelnen Mikroskopmodellen durchaus
repräsentativ. Insgesamt zeigen die „größeren“, moderneren Mikroskope höhere Abweichungen bei gleichem Abstand zum
Target. Dies lässt sich einerseits auf den Umfang als auch Anzahl der technische Komponenten (Handgriffe,
Mitbeobachterokular, Kamerasystem, Autofocus etc.) zurückführen, die in das Operationsgebiet und damit auch in das
elektromagnetische Feld eingeschwenkt werden.</p>
      <p>Um eine ausreichende klinische Anwendungsgenauigkeit mit modernen OP-Mikroskopen bei Schädelbasiseingriffen zu
erzielen, ist einerseits das optische Tracking oder beim elektromagnetischen Tracking ein alternatives Setup zu wählen.
5</p>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Zusammenfassung</title>
      <p>Bei der intraoperativen Navigation finden hauptsächlich optische und elektromagnetische Ortungssysteme Anwendung.
Besonders bei komplexen Eingriffen mit erheblichem Einsatz von Personal und Equipment bieten elektromagnetische
Ortungssysteme Vorteile bei der Integration von Navigation in den klinischen Ablauf, da diese Systeme keinen direkten
Sichtkontakt zwischen den Komponenten benötigen. Ferromagnetische Störsignale können die Anwendungsgenauigkeit
beeinträchtigen. Wir haben in einem experimentellen OP Genauigkeitsmessungen bei Verwendung von
elektromagnetischem Tracking und verschiedenen Mikroskopmodellen durchgeführt und dabei signifikante Unterschiede bei dem total
target error (TTE) festgestellt. Es wurde der TTE bei Titanschrauben an chirurgisch relevanten Strukturen der
Frontobasis und Laterobasis gemessen. Die modernen „grossen“ Mikroskope führen zu schlechteren Ergebnissen. Für den
Einsatz von elektromagnetischem Tracking bei mikroskopischen Schädelbasiseingriffen sind Verbesserung im Bereich
Hard- als auch Software nötig.
6</p>
    </sec>
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