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        <article-title>Interdisziplinäre Studie über eine geeignete Mensch-Maschine- Schnittstelle für NOTES</article-title>
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          <string-name>M. Kranzfelder</string-name>
          <email>michael.kranzfelder@tum.de</email>
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          <string-name>Schlüsselworte: mechatronische Plattform, NOTES, Mensch-Maschine-Schnittstelle, Viszeralmedizin</string-name>
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      <fpage>6</fpage>
      <lpage>8</lpage>
      <abstract>
        <p>Das narbenfreie Operieren über natürliche Körperöffnungen (NOTES) hat einen Wandel zu einer Reihe von klinischen Indikationen erfahren. Dennoch beschränkt sich die Mehrzahl der Anwendungen noch immer auf hybrid- assistierte laparoskopische Ansätze. Hauptgrund ist der Mangel an geeigneten Multitasking-Plattformen. Um die Erwartungen an ein geeignetes Interface- Design zu evaluieren, führten wir eine Umfrage zur MenschMaschine- Schnittstelle für NOTES unter NOTES Spezialisten (Chirurgen, Gastroenterologen, Ingenieuren) durch. Eine mechatronische Plattform wurde von 71% der Chirurgen, 83% der Gastroenterologen und 56% der Ingenieuren als wichtig erachtet. Intuitivität und einfache Bedienbarkeit waren Hauptanforderungen (33 - 51%). Haptisches Feedback wurde als wichtig erachtet (70%). 53% der Chirurgen, 50% der Gastroenterologen und 33% der Ingenieure hatten bereits Erfahrungen mit NOTES Plattformen oder andere Robotersystemen. Wünsche und Erwartungen an eine Mensch-Maschine-Schnittstelle für NOTES erscheinen generell ähnlich. Es besteht Konsens, dass diese intuitiv und einfach zu bedienen sein muss und über die derzeit verfügbaren Systeme hinausgehen soll.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>Problemstellung</title>
      <p>dung von Pearson Chi-Quadrat-Test und Fisher-Exact-Test für die Datenanalyse. Signifikanzniveaus bestand bei p
&lt;0,05.
3</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Ergebnisse</title>
      <p>Der Rücklauf von 120 verteilten Fragebögen lag bei 91%, 100 Fragebögen konnten ausgewertet werden (83%). 55
Chirurgen, 18 Gastroenterologen und 27 Ingenieure nahmen an der Umfrage teil. 84% der Teilnehmer waren männlich.
Eine mechatronische Plattform für N0TES wurde von 71% der Chirurgen, 83% der Gastroenterologen und 56% der
Ingenieuren als "wichtig" erachtet. "Intuitivität" und "einfache Bedienbarkeit" waren die Hauptanforderungen (33 - 51%).
Haptisches Feedback wurde von 70% der Teilnehmer in allen drei Gruppen als "wichtig" eingestuft. Systemsteuerung
durch eine einzige Person wurde von 73% der Chirurgen, 78% der Gastroenterologen und 59% der Ingenieuren als
"wichtig" beurteilt. Während das EndoSamurai ® als einer der vier derzeit verfügbaren Systeme am nächsten den
Erwartungen der Chirurgen (38%) kam, bevorzugten Gastroenterologen und Ingenieure das Omega7 ®-System (44% und
33%). 53% der Chirurgen, 50% der Gastroenterologen und 33% der Ingenieure hatten bereits Erfahrungen mit NOTES
Plattformen oder anderen chirurgischen Robotern, wie dem daVinci ® (Chirurgen: 38%; Ingenieure: 67%) und dem
Direct Drive- Endoskopie System DDES (Gastroenterologen: 33%, p = 0,008). Aktuelle Schnittstellen erfüllten die
Erwartungen von 59% der Chirurgen und 56% der Ingenieure. Während Chirurgen keine spezielle Arbeitshaltung einforderten
(sitzend: 29%, stehend: 31%), bevorzugten Gastroenterologen und Ingenieure eine sitzende Position (44% und 33%).
Als zusätzliche Eingabemodalität für eine Steuerung wurde die Verwendung eines "Fußpedals" in allen drei Gruppen
(55%) bevorzugt. 3D-Visualisierung wurde im Allgemeinen als "wünschenswert" (67-72%) bezeichnet und erreichte
Signifikanz zwischen der Chirurgen und Ingenieurs-Gruppe (p = 0,018).
4</p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Diskussion</title>
      <p>
        Nachdem NOTES Verfahren in den letzten Jahren zunehmenden Einzug in die klinische Anwendung finden [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref7">7</xref>
        ] wird
deutlich, dass noch eine Reihe von Unzulänglichkeiten aufgrund des Mangels an geeigneten Instrumenten und
Multitasking-Plattformen bestehen. In den letzten Jahren wurden hierzu verschiedene Lösungsansätze entwickelt [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
        ], wobei
bisher keine für die klinische Anwendung ausgereift ist.
      </p>
      <p>
        Eine wesentliche Schwierigkeit für die zukünftige Entwicklung von NOTES ist der Mangel an einer intuitiven, einfach
zu bedienenden und ergonomischen Benutzeroberfläche [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref6">6</xref>
        ]. Um die Erwartungen an ein geeignetes Interface-Design zu
analysieren, führten wir eine Umfrage zur Mensch-Maschine-Schnittstellen für NOTES unter NOTES Spezialisten aus
der Chirurgie, Gastroenterologie und dem Ingenieurswesen durch. 100 Fragebögen wurden ausgewertet. Im Einklang
mit der aktuellen Literatur [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref8">8</xref>
        ] wurde eine mechatronische Plattform für Single-Port-Chirurgie und NOTES als "wichtig"
von der Mehrheit der Chirurgen, Gastroenterologen und Ingenieure eingeschätzt. "Intuitivität" und "einfache
Bedienbarkeit“ waren die wichtigsten Aspekte, die von Santos et al. [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref9">9</xref>
        ] als eine der schwierigsten Aufgaben bei der
NOTESPlattform-Entwicklung angesehen wird.
      </p>
      <p>
        Obwohl derzeit kein verbindlicher Konsens über die Bedeutung der haptischen Rückmeldung bei minimal-invasiven
Eingriffen [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref10">10</xref>
        ] und endoskopischen Verfahren [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref11">11</xref>
        ] besteht, sah die Mehrheit der Teilnehmer in unserer Umfrage eine
haptische Rückmeldung als "wichtig" für NOTES-Schnittstellen an. Von den derzeit verfügbaren endoskopischen,
haptischen und roboter-assistierten Plattformen, kamen EndoSamurai ® und Omega 7 ® am nächsten den Erwartungen von
Chirurgen und Gastroenterologen (23-44%); Ingenieure bevorzugten zudem das MASTER ®-System. Die meiste
Erfahrung in unserem Kollektiv besteht mit dem daVinci ®-System (Chirurgen: 38%, Ingenieure: 67%) und dem Direct
Drive- Endoskopie System DDES (Gastroenterologen: 33%). Allerdings erfüllen diese Schnittstellen nur teilweise die
Erwartungen (44-59%). Grund hierfür könnte sein, dass die meisten dieser Geräte immer noch umständlich zu bedienen
und nur experimentell getestet sind. Instrumentengröße, einfaches Einführung, Wendigkeit und fehlende taktile
Rückmeldung sind entscheidende Punkte, die kritisch vor der allgemeinen klinischen Anwendung [19] angegangen werden
müssen.
      </p>
      <p>
        Literatur Daten über die ideale Arbeitsposition für NOTES Verfahren fehlen. Im Allgemeinen sollten abnormale und
ungewöhnliche Körperhaltungen vermieden werden [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref12">12</xref>
        ]. Während 31% der Chirurgen bevorzugten zu stehen,
favorisierten 44% der Gastroenterologen sich hinzusetzen. Bemerkenswert ist, dass für 36 - 41% der Umfrageteilnehmer die
Arbeitsposition überhaupt keine Rolle spielt.
      </p>
      <p>
        Als zusätzliche Schnittstellen Steuerungsmethoden wurden Fußpedale (56%) bevorzugt, gefolgt von Sprach-Kontrolle
(19%) und Eye-Tracking (17%), obwohl in der roboterassistierten Chirurgie die Anwendung von Daten Handschuhen
derzeit die vielversprechendste Steuerungsmethode darstellt [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref6">6</xref>
        ]. 3D-Visualisierung wurde als "wünschenswert"
eingeschätzt. Unserer Meinung nach sollte 3D-Visualisierung daher in Zukunft NOTES Schnittstellen integriert werden.
      </p>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Danksagungen</title>
      <p>Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen an eine Mensch-Maschine-Schnittstelle für NOTES sind im Allgemeinen
ähnlich für Chirurgen, Gastroenterologen und Ingenieure. Allerdings bestehen individuelle Unterschiede, z. B.
Arbeitsposition zwischen den Gruppen. Generell besteht Konsens über die Bedeutung von mechatronischen Plattformen für
NOTES, die sowohl intuitiv als auch einfach zu bedienen sein sollen und über die derzeit verfügbaren Systeme
hinausgehen. Weiter intensivierte Forschung und Zusammenarbeit zwischen den Anwendern (Chirurgen und Gastroenterologen)
und Entwicklern (Ingenieuren) ist daher unabdingbar.</p>
      <p>Diese Umfrage wurde teilweise durch das DFG-Projekt "Single-Port-Technologie für Gastroenterologische und
endoskopische Interventionen viszeralchirurgische" (FOR 1321) unterstützt.
7</p>
    </sec>
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