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        <article-title>Einfluss des Repositionsmanövers auf die Immunantwort bei Femurschaftfrakturen - quantitative Analyse mithilfe einer Roboter- gesteuerten Femurreposition im Rattenmodell</article-title>
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          <string-name>Schlüsselworte: Robotik, Femurfraktur, Reposition, Inflammation</string-name>
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      <lpage>87</lpage>
      <abstract>
        <p>Roboterassistierte Chirurgie erhält zunehmend Einzug in den chirurgischen Alltag. In der vorliegenden Studie konnte mit Hilfe einer Roboter-gesteuerten Femurreposition erstmals ein geeignetes Tiermodell etabliert und der Einfluss des Repositionsmanövers auf die Immunantwort und das entstandene Weichteiltrauma in vivo untersucht werden. Hierfür wurde männlichen CD-Ratten ein Fixateur externe implantiert, eine Femurosteotomie durchgeführt und zwei verschiedene Repositionsarten mittels Roboter simuliert: eine Gruppe erhielt einen Repositionsversuch durch den Roboter (optimale Reposition), eine weitere erhielt 10 Repositionsmanöver (prolongierte Reposition). Anschließend wurden zu den Zeitpunkten 6, 24 und 48 Stunden nach Reposition Zytokinmessungen mittels FACS (Durchflusszytometrie) und ELISA (Enzyme-linked Immunosorbent Assay) durchgeführt. Nach Beendigung der Versuche nach 48 Stunden wurden zusätzlich Muskelproben zur histologischen Analyse entnommen. Repetitive Repositionsmanöver führten zu einer erhöhten Entzündungsreaktion durch einen signifikanten Anstieg des proinflammatorischen Zytokins IL-6 bei gleichzeitiger Reduktion des antiinflammatorischen Zytokins IL-10. Darüber hinaus zeigte sich ein signifikant erhöhtes Weichteiltrauma nach prolongierten Repositionen im Vergleich zu einfach reponierten Tieren.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
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    <sec id="sec-1">
      <title>Problemstellung Material und Methoden</title>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Ergebnisse</title>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Diskussion</title>
      <p>Abbildung 1: a) Aufbau des OP-Roboters für die Reposition des Rattenfemurs, b) Befestigung zwischen Roboter und
distalem Fragment des Rattenfemurs sowie proximalem Fragment und OP Tisch
Die Zytokinauswertung zeigte 6 Stunden nach Reposition einen signifikanten Anstieg des proinflammatorischen
Zytokins IL-6 gegenüber der Kontrollgruppe (p&lt;0,05). Darüber hinaus waren die IL-6 Level bei prolongierter
Reposition signifikant gegenüber einfacher Reposition erhöht (p&lt;0,05). Nach 24 Stunden waren deutlich erhöhte IL-6 Level in
den mehrfach reponierten Tieren gegenüber den Kontrolltieren und den einfachen Repositionen detektierbar. Bei den
antiinflammatorischen Zytokinen zeigte IL-10 eine signifikante Reduktion der Serumkonzentrationen 6 und 48 Stunden
nach prolongierter Reposition gegenüber Tieren mit einfacher Reposition und der Kontrollgruppe (p&lt;0,05). Die Analyse
des Weichteiltraumas nach Femurreposition zeigte eine signifikante Erhöhung der Muskelschädigung sowie der
Gewebeeinblutung bei Tieren nach prolongierter Reposition gegenüber einfach reponierten Tieren (p&lt;0.05).
Durch die vorliegende Arbeit konnte erstmals der Einfluss des Repositionsmanövers am Femur auf die Immunreaktion
anhand eines standardisierten Roboter-gesteuerten Repositionsmodelles an der Ratte in vivo untersucht werden. Eine
prolongierte Reposition führte zu einer überschießenden Immunantwort, welche durch einem Anstieg des
proinflammatorischen Zytokins IL-6 bei gleichzeitiger Reduktion des antiinflammatorischen IL-10 gekennzeichnet war.
Darüber hinaus führen repetitive Repositionsmanöver zu einem signifikanten Anstieg des Muskel- und
Weichteiltraumas. Neben der Art des Osteosyntheseverfahrens scheint demnach auch die Art und Weise der Frakturreposition einen
signifikanten Einfluss auf die systemische Inflammation, den Weichteilschaden und somit auf die Heilung der Fraktur
zu haben. Die Präzision der Bewegungsabläufe eines Roboters mit einhergehender Reduzierung des Weichteiltraumas
versprechen deutliche Vorteile gegenüber einer manuellen Reposition durch einen Chirurgen
5</p>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Zusammenfassung</title>
      <p>Seit Einführung der medizinischen Robotik Anfang der 1980er Jahre hat sich die computer-gestützte Chirurgie stetig
weiterentwickelt. Höhere Genauigkeit von Bewegungsabläufen, kleinere Operationszugänge sowie Reduzierung des
Weichteiltraumas sind einige der Vorteile bei dem Einsatz von Robotern im OP Saal [1-4]. Ziel der zunehmenden
Technologisierung des OP Saales ist langfristig ein verbesserter Heilungsprozess und somit eine Optimierung des
Outcome für den Patienten [5-8]. Durch den Einsatz eines robotergesteuerten Repositionsverfahrens bei Femurfrakturen
im Rattenmodell können unterschiedliche Reponierpfade und -szenarien nachgestellt werden. Somit konnte erstmals
eine quantitative Untersuchung des Einflusses des intraoperativen Repositionsmanövers auf die systemische
inflammatorische Reaktion untersucht werden. Darüber hinaus konnte unter standardisierten Bedingungen der durch die
Reposition hervorgerufene Weichteilschaden analysiert werden. Prolongierte Repositionsmanöver verursachten in
unserer Studie eine erhöhte inflammatorische Reaktion sowie ein erhöhtes Weichteiltrauma im umliegenden
Muskelgewebe. Die Präzision der Positionierung und der Bewegungsabläufe eines Roboters versprechen somit Vorteile
beim Repositionsmanöver gegenüber einer manuellen Bewegung der Frakturfragmente durch einen Chirurgen und
könnte so zu einem besseren Outcome des Patienten beitragen.</p>
    </sec>
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