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        <journal-title>Potsdam, Germany, September</journal-title>
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        <article-title>Wozu Geschlechtersoziologie? Forschung im Videoformat</article-title>
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          <string-name>Lernen</string-name>
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          <string-name>Alexander Knoth</string-name>
          <email>alexander.knoth@uni-potsdam.de</email>
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          <string-name>Hannah Wolf</string-name>
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          <string-name>Theresa Adenstedt</string-name>
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          <string-name>René Wolf</string-name>
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          <string-name>und Leo Peters</string-name>
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      <pub-date>
        <year>2016</year>
      </pub-date>
      <volume>11</volume>
      <issue>2016</issue>
      <fpage>228</fpage>
      <lpage>238</lpage>
      <abstract>
        <p>Der Beitrag behandelt die studentische Lehr- und Lernvideoproduktion als didaktischmethodische Verbindung von forschendem Lernen mit digitalen Medien zur kollaborativen Erarbeitung fachwissenschaftlicher Inhalte. Am Beispiel des mentorierten, soziologischen Lehrprojekts „Wozu Geschlechtersoziologie? Ein studentisches Lehr- und Lernvideo“ werden der Einsatz unterschiedlicher Methoden und Medien zur Videoproduktion und deren Effekte auf die Kollaboration zwischen Lehrenden und Lernenden ebenso diskutiert wie das gemeinsame Erleben und Erlernen eines Forschungsprozesses im Videoformat. Anhand der Projektumsetzung wird deutlich, wie Studierende lernen den Kompetenzbedarf und auch den Aufwand bei der Realisierung eines mediengestützten Forschungsprozesses richtig einschätzen zu können. Kernpunkt des studentischen Forschungsprozesses im Format einer Lehr- und Lernvideoproduktion stellt die methodisch-didaktische Verbindung aus forschendem Lernen [Hu14; Wi09] mit digitalen Medien dar [Wo16; SP16; HRS14]. Hierbei werden beide Seiten betrachtet: Als Produzenten verfolgen die Studierenden eine eigenständig entwickelte Forschungsfrage, nämlich inwiefern Geschlecht in historischer Perspektive einen Deutungswandel erfährt. Dabei zeigen Sie auf, wie das Geschlecht im Alltag überhaupt soziale Relevanz erfährt. Durch die kollaborative Bearbeitung der Forschungsfrage mit, und der Ergebnisdarstellung durch digitale Medien werden nicht nur die methodisch-analytischen, sondern speziell die Medienkompetenzen der Projektteilnehmer*innen gefördert. Darüber hinaus wird auf der Konsumentenseite der studentischen Peers eine Lösung für ein zuvor selbst identifiziertes Lernproblem angeboten. Das Lehr-Lernvideo hilft Studierenden den Mehrwert eine geschlechtersoziologische Perspektive für die Untersuchung der Gesellschaft zu erkennen, indem die Geschlechterdifferenz als kontingentes Phänomen in der Relation von Gleichheit und Ungleichheit anschaulich erklärt wird. Insofern weisen die studentischen, fachwissenschaftlichen Forschungsergebnisse einen praktischen Anwendungsbezug auf, der sich im Lehr-Lernvideo als nachhaltiges Lernartefakt manifestiert [BG14].</p>
      </abstract>
      <kwd-group>
        <kwd>Studierendenprojekt</kwd>
        <kwd>Videoproduktion</kwd>
        <kwd>digitale Medien</kwd>
      </kwd-group>
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    <sec id="sec-1">
      <title>Einleitung</title>
      <p>2</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Wozu Geschlechtersoziologie? Hintergrund, Motivation &amp; Ziele des studentischen Projekts</title>
      <p>Initiationspunkte des studentischen Projekts stellten zwei Beobachtungen dar, eine
inhaltliche und eine methodische, die während des Proseminars „Einführung in die
Geschlechtersoziologie“ gemacht werden konnten. Zum Einen waren das immer
wiederkehrende Diskussionen, welche sich um die Legitimation und
Begründungsnotwendigkeit der Geschlechtersoziologie sowie deren vermeintliche
Engführung auf „Frauenfragen“ drehten, und zum Anderen die fortlaufende
Schwierigkeit, theoretisch-methodische Kompetenzen zu erwerben, um soziologische
Analyseinstrumente zur Untersuchung von Gegenwartsgesellschaften selbstständig
anwenden zu können. Mit anderen Worten: Der Antrieb des Projekts bestand darin, eine
eigene, disziplinär verwurzelte Haltung als Forscher*in auszubilden.</p>
      <p>Um produktiv mit diesen Seminarerfahrungen umzugehen und einen eigenen,
positionsbeziehenden Beitrag zu entwickeln, wurden diese Punkte von einer
studentischen Gruppe3 auf die Formel „Wozu Geschlechtersoziologie?“ gebracht. Für
die Umsetzung der Idee wählte die Kommiliton*innengruppe das Format eines
selbstorganisierten (aber wiss. mentorierten), forschungsorientierten Seminars – ohne
dafür Leistungspunkte oder eine Zensur angerechnet zu bekommen. Als soziologischer
Mentor des Projekts konnte der Dozent des Proseminars, der zugleich die Funktion des
E-Learning Koordinators der Fakultät ausübt, gewonnen werden. Als Produkt des
programmatischen Vorhabens sollte ein Lehr-Lernvideo4 entstehen, in dem beide
Dimensionen eines Forschungsprozesses, d.h. sowohl der selbstständige Wissens- und
Kompetenzerwerb [FM90; KT99], als auch die Wissensvermittlung von Studierenden
für Studierende [HHM98] entscheidende Rollen spielen.</p>
      <p>Projektleitend ist die Forschungsfrage, mittels derer untersucht wird, wie es eigentlich
dazu kommt, dass die Geschlechterunterscheidung in modernen Gesellschaften derart
soziale Relevanz erfährt, obwohl aksriptive Merkmale an Bedeutung verlieren. Das
Video verfolgt dabei vier Zwecke: (1) Erstens soll das Interesse an der
wissenschaftlichen Beschäftigung mit Geschlechterverhältnissen als
theoretischempirischer Gegenstand der Soziologie geweckt werden [GH12], (2) zweitens soll zum
Verständnis von gesellschaftlichen Strukturen (z.B. Arbeitsteilung) und Prozessen (z.B.
Industrialisierung, Ausdifferenzierung gesellschaftlicher Teilbereiche) beigetragen
werden [Ha76]. (3) Drittens wird der historisch-gesellschaftliche Wandel anhand der
Geschlechterbeziehungen [WN07] exemplifiziert und schließlich (4) die akute Relevanz
der Geschlechtsklassifikation im Alltagshandeln [Ri01] durch das studentische Forschen
herausgearbeitet.</p>
      <p>Das Lehr- und Lernvideo richtet sich sowohl an Rezipient*innen ohne soziologisches
Fachwissen (z.B. Studieninteressierte oder Studienanfänger*innen), als auch an
3 Der Gruppe gehörten die Autor*innen des Beitrags sowie Philipp Eich und Frederick Dietrich an.
4 https://mediaup.uni-potsdam.de/Play/1130, Abruf: 03.06.16.</p>
      <p>Wozu Geschlechtersoziologie? 59
Studierende der Soziologie und verwandter Disziplinen, die bereits über Vorkenntnisse
verfügen. Im konkreten Fall dient das Video vor allem Studierenden des Bachelor
Soziologie Moduls „Geschlechtersoziologie“ als eine ideale Vorbereitung auf die
Klausur, was die mehr als 250 Views auf der Videoplattform5 eindrücklich belegen.
Darüber hinaus dient das Video als Marketinginstrument, indem es Besucher*innen der
Webpräsenz des Lehrstuhls für Geschlechtersoziologie einen schnellen Einstieg in die
Forschungsperspektive dieses Arbeitsbereichs bietet.
3</p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Didaktisches Konzept</title>
      <p>Innerhalb der didaktischen Konzeption des studentischen Projekts müssen zwei Ebenen
unterschieden werden. Einmal die Ebene des selbstgesteuerten und
forschungsorientierten Lernens, die als Grundlage der Erstellung des Lehr- und
Lernvideos dient, und zum anderen die Ebene der (medien-)didaktischen Funktionen, die
das Lehr- und Lernvideo als Forschungsprodukt erfüllen soll [HRS 14].
3.1</p>
      <sec id="sec-3-1">
        <title>Seminarkonzept</title>
        <p>Das Seminarkonzept fußt didaktisch auf Überlegungen zum selbstgesteuerten,
informellen und kollaborativen Lernen [Br09] denn „selbstgesteuertes Lernen zeichnet
sich durch ein dynamisches Zusammenwirken von Wollen, Wissen und Können aus; Es
impliziert, dass der Lernende über gut organisierte Wissensbest ände verf ügt und bereit
und fähig ist, sein Lernen eigenständig und eigenverantwortlich zu planen, zu
organisieren, umzusetzen, zu kontrollieren und zu bewerten, sei es in Lerngruppen, in
Lernpartnerschaften oder als Einzellerner.“ [St96: 78]
Diese Selbstständigkeit und der zugleich niedrige Formalisierungsgrad spiegeln sich in
der studentischen Projektgruppenorganisation, die sich an den Kernmerkmalen
forschenden Lernens nach Gabi Reinmann [Re09: 43] orientiert, besonders wider.
Individuelles und kollektives Arbeiten wechselten sich ab. Teilaufgaben wurden durch
den Mentor angeleitet und Forschungsprozesse durch das eigene Arbeiten
nachvollzogen.</p>
        <p>Konkret wurden themenbezogene Arbeitsgruppen gebildet und alle Phasen des fast
einjährigen Arbeitsprozesses eigenständig strukturiert. Innerhalb der AGs haben die
Mitglieder jeweils eigene Forschungsarbeiten übernommen. Das reichte von der
Bestimmung des Leitthemas und der Definition der Arbeitsagenda über die Integration
von Feedback- und Qualitätssicherungsmaßnahmen, bis hin zur Auswahl geeigneter,
kollaborativer E-Learning Werkzeuge und der letztendlichen Produktion des Videos.
5 Auf der Videoplattform können audio- und videobasierten Inhalte, wie Vorlesungen, Podcasts, Vorträge,
Präsentationen, Lehrfilme, Animationen, Dokumentationen etc. hochladen und öffentlich oder uniintern
zugänglich machen. Außerdem lassen sich Dateien ergänzend zu den Medienformaten bereit stellen.</p>
        <p>Die Gruppe entschied sich bspw. für den universitätseigenen, kollaborativen Texteditor
Pad.UP, um Ideen zu sammeln, gemeinschaftlich zu diskutieren und einen ersten
Arbeitsplan untereinander abzustimmen.</p>
        <p>Abb. 1: Screenshot von Pad.UP zur kollaborativen Erarbeitung des Storyboards
Als zentrale E-Learning Plattform wurde Moodle eingesetzt, um Materialien und
Ressourcen zu bündeln, sowie (Teil-)Ergebnisse der jeweiligen Arbeitsgruppen wie auch
den Prozessverlauf des Projekts zu dokumentieren, sodass andere, ähnlich gelagerte
Vorhaben später einmal darauf zurückgreifen können. Hierdurch soll eine modulare
Blaupause für die methodisch-didaktisch angeleitete Erstellung von dieserart Lehr- und
Lernmaterialen geschaffen werden [Ho11]. Dabei muss es sich nicht zwingend um die
Produktion eines kompletten Films handeln, sondern die einzelnen Bausteine lassen sich
ebenso separat im Rahmen von einzelnen Seminarsitzungen oder als Studienleistungen
in andere Lehrveranstaltungen integrieren, um bspw. nutzergenerierte Inhalte
herzustellen [Wo08].</p>
        <p>Die Operationalisierung der Forschungsfrage, Literaturrecherche, Materialbeschaffung,
Datenerhebung und Datenaufarbeitung sowie die Forschungsdokumentation im
Videoformat lehnen sich am forschungsorientierten Lernen [KLZ15; Tr00] an, weil der
durch intrinsisch motivierte Fragen angetriebene Lernprozess einem Forschungsprozess
gleicht und speziell durch das wissenschaftlich begleitende Mentoring reflexiv in den
Vordergrund gerückt wird [HJ03].</p>
        <p>Insgesamt zeichnete sich der Arbeitsprozess durch eine hohe Lernmotivation und
Selbstdisziplin der Studierenden aus, die eigenständig Strategien zur Bewältigung des
Projekts entwickelten und dabei in hohem Maße produktiv die Überwachungs- und
Regulationsfähigkeiten der Peers miteinbezogen.




4</p>
        <p>Wozu Geschlechtersoziologie? 61
3.2</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-2">
        <title>Lehr- und Lernziele des Videos</title>
        <p>Eine der größten Herausforderungen bei der Konzeptionierung dieser Lernressource
bestand in der Festlegung der zentralen Botschaft, die das Video transportieren sollte,
und der eigenen Lernziele, die bei der Umsetzung erreicht werden sollten. Debattiert
wurde, ob eher ein theoretisches Konzept anhand eines prägnanten Beispiels erklärt oder
eher die Vermittlung einer ganzen Forschungsperspektive (i.S. eines Paradigmas)
avisiert werden sollte. Ebenso leidenschaftlich wurde darum gerungen, wie normativ
aufgeladen ein solches Projekt eigentlich sein darf.</p>
        <p>Schließlich verständigte man sich darauf, die zu vermittelnde Grundfrage „Wozu
Geschlechtersoziologie?“ in vier Lernziele zu zergliedern. D.h. die Studierenden
verfolgten:</p>
        <p>Die vertiefende inhaltliche und methodische Auseinandersetzung mit dem Stoff
der Vorlesung und des Proseminars.</p>
        <p>Reflexionen darüber, wie Gesellschaften bezogen auf die
Geschlechterdifferenzierung funktionieren und über die eigene „Verstricktheit“
[Go01] mit der Gesellschaft, um zu einem tieferen Verständnis von reproduzierten
Mustern (z.B. Ungleichheit) zu gelangen.</p>
        <p>Das allgemeinverständliche „Herunterbrechen“ des Stoffes,
gesellschaftspolitischen Transfer soziologischen Wissens zu trainieren.
um
den
Jede Menge Spaß an der Sache! Denn Spaß und Freude werden in dem hier
vorgestellten Projekt als Kernvoraussetzungen eigenverantwortlichen und
selbstgesteuerten Lernens angesehen; das galt und gilt es nicht nur selbst zu
erleben, sondern ebenfalls Anderen ansatzweise zu vermitteln.</p>
        <p>Die selbstgesteckten Lernziele unterstreichen den hohen Anspruch, mit dem die
Studierenden ihr Projekt konzipiert und den Erstellungsprozess durchgeführt haben.</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Erstellungsprozess: Planung &amp; Durchführung</title>
      <p>Innerhalb der Projektgruppe haben sich anfangs zehn Studierende
zusammengeschlossen, um gemeinsam Lehr-Lernmaterialien zu entwickeln. Von diesen
zehn blieben bis zum Ende des Projekts sechs Studierende als Kerngruppe übrig, die das
Lehr- und Lernvideo zur Geschlechtersoziologie umsetzten. Deren Arbeitsprozess
gliederte sich in neun Schritte (eigene Darstellung in Anlehnung an [Be04]):
Ideenfindung und Recherchen
Erstellung des Storyboards (inkl. Lernzielen)</p>
      <p>Interviewführung &amp; Auswertung</p>
      <p>Anfertigung von Zeichnungen &amp; Digitalisierung als Animationen
Textarbeit am Skript der Sprecherin
Feedbackprozess durch Expert*innen und Peers
Tonaufnahmen/ Einsprechen
Postproduktion &amp; Schnitt</p>
      <p>Konzeptdokumentation/ Auswertung
Zu Beginn, während des Themenfindungsprozesses, wurden unterschiedliche Entwürfe
für die Videoproduktion erstellt, die innerhalb der Gruppe justiert wurden. Darauf
aufbauend wurden fünf thematische Untergruppen gebildet: (1) „Zeitreise –
Bilderchronologie“, um den gesellschaftlichen Wandel von Geschlechterbildern zu
visualisieren. (2) „Historischer Wandel des ‚ganzen Hauses‘“, um die funktionale
Differenzierung gesellschaftlicher Teilbereiche und das Herausbilden der (bürgerlichen)
Kleinfamilie als gesellschaftliche Kerneinheit zu verdeutlichen. (3) „Sozialisation“ als
ein Mechanismus, durch den die Gesellschaftsmitglieder die Geschlechtsrollen erlernen.
(4) „Institutionelle Reflexivität“, die über die institutionelle Verankerung der
Zweigeschlechtlichkeit (z.B. in Form von geschlechtergetrennten, öffentlichen Toiletten)
Auskunft gibt und schließlich (5) die „(medien-)technische Umsetzung“ des
Videoprojekts.</p>
      <p>Allein die inhaltlichen Sequenzen des Moduls, die in das Format eines Lernvideos
überführt wurden, umfassen ca. 30% bis 40% des regulären Vorlesungsstoffes, der auf
diese Weise komprimiert, verarbeitet und schließlich ansprechend neu aufbereitet wurde.
Hierbei wurden von Kommiliton*innen des Seminars erstellte Lernmaterialien wie
bspw. Grafiken oder Visualisierungen von Zusammenhängen aufgegriffen und
weiterentwickelt.</p>
      <p>Abb. 2: Screenshot des Lehr-Lernvideos</p>
      <p>Wozu Geschlechtersoziologie? 63
Nach eingehender Literaturrecherche und Themeneingrenzung wurde das Storyboard
erstellt und nach ersten Zwischenergebnissen sowie fachlichem Feedback von der
KoAutorin des Lehrbuchs „Geschlechtersoziologie“, entsprechend angepasst. Parallel dazu
koordinierte ein Zeitplan die Arbeitsschritte der verschiedenen Untergruppen.
Regelmäßige Treffen und der Austausch über Moodle, Pad.UP und via Email sorgten
dafür, dass alle Mitglieder stets auf demselben Informationsstand waren und sich die
Arbeitsgruppen gegenseitig ergänzen konnten. Zusätzliche Unterstützung in Form von
Beratung und Geräten (Videokamera, Stabmikrofon) konnte durch die Mitarbeiter*innen
des Audiovisuellen Zentrums (AVZ) der Universität generiert werden. Weitere Software
und Hardware stellten die Studierenden selbst zur Verfügung.</p>
      <p>Als Aufhänger des Videos wurden Interviews mit Passant*innen in der Potsdamer
Innenstadt sowie Studierenden am Campus Griebnitzsee geführt und mit der
Videokamera aufgenommen. Die Befragten sollten sich dahingehend äußern, wann
ihnen persönlich auffällt, dass die Geschlechtsunterscheidung (Männer/Frauen) im
Alltag relevant wird. Um auf die Interviews bestmöglich vorbereitet zu sein, erstellte die
Projektgruppe einen theoriebasierten Interviewleitfaden.</p>
      <p>Die entstandenen O-Töne führen alltagsnah in das Thema und die Fragestellung des
Videos ein. Leitfadengestützte Interviews als qualitative Methode der empirischen
Sozialforschung werden hierdurch nicht nur einfach praktisch geübt, vielmehr erfahren
die Projektteilnehmer*innen selbst, wie soziologische Feldforschung aussehen kann.
Leider konnte nur eine geringe Auswahl an Interviewsequenzen tatsächlich in das Video
integriert werden. Das übrige Material wird aber zur weitergehenden Bearbeitung
sowohl in der Vorlesung „Geschlechtersoziologie“, als auch in den dazugehörigen
Proseminaren Verwendung finden – gerade hieran lassen sich die interaktive Herstellung
und das Relevantmachen von Geschlecht besonders gut demonstrieren.</p>
      <p>Die im Video verwendeten Bilder von Geschlechterverhältnissen der historischen
Zeitreise wurden alle bei Wikimedia recherchiert und unterliegen der Creative Commons
Lizenz. Dieser Arbeitsschritt diente nicht allein dem Zweck, eine historisch fundierte
‚Bilder-Geschichte’ zu erzählen, sondern sich bewusst mit Urheberrechtsbestimmungen
und Lizensierungen im Kontext universitärer (Aus-)Bildung auseinanderzusetzen.
Schließlich war es das Ziel solch ein Produkt bedenkenlos in der Weböffentlichkeit
verbreiten zu können.</p>
      <p>Die Animationen konnten, nachdem Vektorgrafiken u.a. Optionen abgewogen wurden,
mit den Bildbearbeitungsprogrammen GIMP und der Präsentationssoftware Powerpoint
umgesetzt werden. Hierfür wurden zunächst alle Animationsbestandteile von Hand
gezeichnet (sic!), gescannt und schließlich animiert. Die so entstandene, animierte
Präsentation wurde mit einer Testversion von Camtasia als Bildschirmaufzeichnung ins
Videoformat transformiert.</p>
      <p>Das Skript wurde mehrfach zunächst mit der Audiorekordfunktion eines Smartphones
eingesprochen, überarbeitet und schließlich mit einem vom Mikrofon und dem</p>
      <p>Programm QuickTime direkt am Laptop erfasst. Die weitere Tonbearbeitung erfolgte mit
Audacity (als frei verfügbares Programm) und Adobe Audition (in der Testversion).
Das soziologische Mentoring als Teil der studentischen Projektgruppenarbeit führte zu
wechselseitiger Ergänzung und zur Stabilisierung des Arbeitsprozesses. Dadurch, dass
speziell in geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern die Forschungsperspektive
maßgeblich von den individuellen Stilen, d.h. der Art und Weise der Vermittlung durch
die Dozierenden abhängt, konnte die Aufarbeitung der Seminarinhalte in enger
Abstimmung von Dozierendem und Studierenden erfolgen, ohne größere
kommunikative Übersetzungsverluste beklagen zu müssen. Hierarchien ließen sich
durch das gemeinsame Arbeiten, durch die Freiwilligkeit des Projekts und die
Initiativstärke der Studierenden weitestgehend abbauen, jedoch ohne Verminderung des
wechselseitigen Verbindlichkeitsgrades.</p>
      <p>Die Rolle des Dozenten konzentrierte sich auf die eines Lernprozessbegleiters [Li15],
der Hilfestellungen zur Findung des eigenen Lernpfades gibt, sich aber ansonsten eher
zurückhält. Die Hauptaufgabe besteht darin, die Studierenden bei der Umsetzung ihres
Projekts bestmöglich zu unterstützen und den Erwerb von soziologischen wie auch
medientechnischen Kompetenzen zu fördern [RHF14]. Selbstverständlich zeichnet aber
auch der Dozierende für die Qualität des kooperativ erstellten Lehr- und Lernvideos mit
verantwortlich.</p>
      <p>Im Zuge der Qualitätssicherung durchliefen die einzelnen Abschnitte des Videos
verschiedene Feedbackschleifen, die denen der wissenschaftlichen Fachgemeinschaft
nachempfunden wurden: Teilergebnisse wurden intern überprüft, fachlicher Rat wurde
von Dozierenden der Geschlechtersoziologie und auch der Lehrstuhlinhaberin eingeholt.
Schließlich prüften andere Kommiliton*innen das Video auf Verständlichkeit und
Konsistenz. Besonders das Feedback eines blinden Kommilitonen unterstützte das
Vorhaben das Video möglichst barrierefrei zu gestalten. Für Personen mit
Hörbeeinträchtigungen wird es zukünftig Untertitel geben. Somit kann gewährleistet
werden, dass die unterschiedlichsten Rezipient*innengruppen inkludiert werden.
Tabelle 1 listet die Arbeitsschritte und deren jeweiligen Zeitaufwand für die gesamte
Projektlaufzeit auf:
Insgesamt summieren sich die erbrachten Arbeitsstunden auf etwa 180. Gemäß des
europäischen Referenzrahmens zur Abbildung des Arbeitsaufwands entspricht das sechs
Leistungspunkten (ECTS), also dem Umfang eines regulären Vertiefungsseminars.
Die dem studentischen Arbeitsprozess zugrunde liegende Kernidee beruht nicht darauf,
möglichst elaborierte, technische Videokompetenzen zu demonstrieren, sondern
vielmehr ein Lehr- und Lernvideo mit Hard- und Software zu erstellen, die entweder
sehr leicht zu erlangen oder bei Studierenden in der Regel bereits vorhanden ist. Das
erhöht nicht nur die Praktikabilität und Chancen der lehrbezogenen Nachahmung,
sondern erlaubt allen Beteiligten vorhandene Medienkompetenzen auszubauen oder neue
zu erwerben.</p>
      <p>Wozu Geschlechtersoziologie? 65</p>
      <p>Nichtsdestotrotz sind die Gruppendynamiken und die Ausdauer, die der (Zeit-)Aufwand
des Projekts den Teilnehmer*innen abverlangt, nicht zu unterschätzen.
5</p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Fazit</title>
      <p>Die Erstellung des Videos hat die studentische Arbeitsgruppe vor mehrere
Herausforderungen gestellt: Das Wissen, das sich die Gruppe im Modul „Einführung in
die Geschlechtersoziologie“ selbst erst jüngst angeeignet hatte, musste durch die
Forschungsbrille betrachtet, strukturiert aufgearbeitet, und in eine neue Form wie auch in
ein neues Medium gegossen werden. Dieser Transformationsprozess war zugleich ein
Bildungsprozess für jede*n der Teilnehmenden. Die Auseinandersetzung mit den
Inhalten des Moduls ging weit über die Lektüre von Texten, das Präsentieren von
Referaten und das Absolvieren von Prüfungsleitungen hinaus und konzentrierte sich auf
die Vermittlung einer Forschungshaltung. Die gemeinsame Projektarbeit hat eine
intensive, kritische Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Inhalten ermöglicht und
diese in der Form des Videobeitrags für andere erlebbar gemacht. Ferner sahen sich alle
Beteiligten in unterschiedlicher Weise mit verschiedenen Medien konfrontiert und
vertieften dadurch aufgabenbezogen ihre Fähigkeiten. Allein die erworbenen Kenntnisse
der Funktionsweisen der Präsentationssoftware Powerpoint übersteigen die eines
durchschnittlichen Studierenden um ein Vielfaches.</p>
      <p>Innerhalb des Arbeitsprozesses konnte immer wieder das Selektieren von
aussagekräftigen Inhalten und geeigneten Darstellungsformen bzw. die fortlaufende
Auseinandersetzung mit dem Spannungsverhältnis von Einfachheit und Komplexität
geübt werden – ein Prinzip, welches sich auf jedwede Art wissenschaftlichen Arbeitens
übertragen lässt. Hierzu zählt auch das realistische Einschätzen von Arbeitsaufwänden,
denn zu oft setzte die Arbeitsgruppe diese zu niedrig an. Des Weiteren zeigte sich die
Schwierigkeit, die Arbeitsschritte der Videoproduktion mit den Anforderungen der
jeweiligen Studien- und Lebensführung der Teilnehmer*innen zu vereinbaren; ein
Aspekt, der ebenfalls die Zeitmanagementkompetenzen der Beteiligten betraf.</p>
      <p>Das kollaborative Arbeiten an und in einem solchen Projekt stellt ebenfalls eine
Fähigkeit dar, die ebenso in anderen wissenschaftlichen Settings bzw. ganz allgemein in
den Hochschulen gefordert wird. Dabei entstehen ganz unterschiedliche Dynamiken
zwischen den Peers, wie auch im Verhältnis von studentischer Gruppe und fachlichem
Mentor. Zwar ist es auf der einen Seite zu bedauern, dass einige Teilnehmer*innen
während des Arbeitsprozesses das Projekt verlassen haben, auf der anderen Seite lernten
dadurch die verbliebenen Studierenden, wie fragil ein selbstgesteuertes Projekt ist und
wie viel Durchhaltevermögen bis zur Realisierung erfordert wird. Die
Wahrscheinlichkeit des Scheiterns des Projekts wurde jederzeit offen kommuniziert und
war vor allem zum Ende hin sehr hoch, als noch einmal Energie für das
Zusammenführen der einzelnen Teile aufgebracht werden musste. Letzten Endes
genügten drei Nachtschichten, um das fertige Lehr- und Lernvideo den
Kommiliton*innen zur Vorbereitung auf die Klausur der Geschlechtersoziologie zur
Verfügung zu stellen. In einer Umfrage mit einer Rücklaufquote von rund zehn Prozent
im Moodle-Kurs der Vorlesung bewerteten die Studierenden das Lehr-Lernvideo
rückblickend ausnahmslos als sehr hilfreich für die eigene Klausurvorbereitung, was ein
Feedback eines/einer Studierenden folgendermaßen verdeutlicht: „Das Video war klasse
zum Lernen! Insbesondere die größeren historischen Zusammenhänge zum
(Bedeutungs)Wandel des Geschlechts (sic!) wurden super erklärt und veranschaulicht“.
Ungeachtet der skizzierten Hürden, die während des Arbeitsprozesses überwunden
werden mussten, stellt das Produzieren von Lern- und Lehrvideos ein Beispiel
innovativer und nachhaltiger Lehre dar. In dieser Erstellung nutzergenerierter Inhalte
gehen forschungsorientiertes Lernen und E-Learning eine äußerst fruchtbare Verbindung
ein. Denn alle können gleichermaßen davon profitieren, nicht nur Produzent*innen und
Rezipient*innen, sondern ebenfalls Lehrende, da durch den didaktischen Einsatz solcher
‚Formate’ die Lehre eine projektbezogene, forschungspraktische Wende erfahren kann.
In diesem speziellen Fall wurde mit der Formulierung einer Forschungsfrage zusätzlich
ein verbreitetes studentisches Lernproblem von den eigenen Peers erkannt und darauf
reagiert. Im Ergebnis wurde mit dem Lehrvideo ein Arbeits- und Lernartefakt
geschaffen, das eine wichtige Rolle bei der Vermittlung der analytischen Perspektive
sowie von zentralen Inhalten des Einführungsmoduls einnimmt. Das Video löst so
gewissermaßen die Sinnfrage nach der Relevanz von Geschlechtersoziologie, indem es
andere dazu einlädt, am Erkenntnisprozess der Projektgruppe teilzuhaben. Gleichzeitig
werden Studierende auf niedrigschwellige Art und Weise dazu befähigt, Gesellschaft
durch die Brille der Geschlechterbeziehungen zu betrachten und außerdem dazu
ermuntert, sich mit sozialen Strukturen auseinanderzusetzen.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-6">
      <title>Literaturverzeichnis</title>
      <p>[BG14]</p>
      <p>Baumgartner, P.; Ghoneim, A.: Medienproduktion – Lernartefakte erarbeiten und
Kompetenzen entwickeln. Medienproduktion: Online-Zeitschrift für Wissenschaft und
Praxis 6, S. 30-33, 2014.
[Be04]
[Br09]
[FM90]
[GH12]
[Go01]
[Ha76]
[HJ03]
Wozu Geschlechtersoziologie?
[Ho11]
[Hu14]
[KLZ15]
[KT99]</p>
      <p>Huber, Ludwig: Forschungsbasiertes, Forschungsorientiertes, Forschendes Lernen:
Alles dasselbe? Ein Plädoyer für eine Verständigung über Begriffe und
Unterscheidungen im Feld forschungsnahen Lehrens und Lernens. Das
Hochschulwesen 1+2/2014, S. 22-29, 2014.
[SP16]
[St96]
[Tr00]
[Wi09]
[WN07]
[Wo16]
[Wo08]</p>
    </sec>
  </body>
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      <ref id="ref1">
        <mixed-citation>
          <string-name>
            <surname>Bernard</surname>
            ,
            <given-names>S. C.</given-names>
          </string-name>
          :
          <article-title>Documentary storytelling for video and filmmakers</article-title>
          .
          <source>Elsevier</source>
          , Oxford,
          <year>2004</year>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
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