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<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><p>Das bologna.lab der Humboldt-Universität zu Berlin experimentiert seit 2012 mit Q-Kollegs, d.h. Lehrveranstaltungen, die Freiräume für selbstbestimmtes, Forschendes Lernen in Verbindung mit internationalem Austausch schaffen sollen. Die meist zweisemestrigen Q-Kollegs bestehen aus jeweils etwa sechs Studierenden an einem Institut der HU und einer internationalen Partneruniversität. Zwischen zwei Kurzzeit-Mobilitäten (Begegnungsreise / abschließende studentische Konferenz an der HU) entfaltet sich eine intensive, transnationale Forschungszusammenarbeit, gestützt auf digitale Werkzeuge. Dieses Konzept von internationalem, forschendem Lernen soll zwei Lehrkonzepten gegenübergestellt werden, die entweder mit wöchentlichen forschungsorientierten transnationalen Workshops mehrerer Partnerinstitutionen oder mit einem gemeinsamen Abschlussworkshop nach parallelen internationalen Forschungsseminaren in Partneruniversitäten realisiert wurden. Die drei Konzeptionen fördern im unterschiedlichen Maße die forschende Interaktion der Studierenden, und nutzen tatsächliche und virtuelle Mobilität differenziert. Inwieweit sie Vorbilder für eine Internationalisierung auf der Ebene von Lehrveranstaltungen sein können, soll diskutiert werden.</p></div>
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<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><head n="1">Einleitung</head><p>Um neue und innovative Lehrformen im Bachelor und Master-Studium zu fördern, hat die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) ein breitgefächertes Programm aufgelegt: Das sogenannte 'Q-Programm' wird gefördert im "Qualitätspakt Lehre" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und seit 2012 vom zu diesem Zweck an der HU eingerichteten bologna.lab umgesetzt. Der Buchstabe Q im Titel des Programms spielt auf vier Kernziele für die Teilnehmer_innen an:</p><p>• to question -eigene Fragen zu entwickeln.   Der Computer und Medien Service (CMS) der HU setzt in der digital unterstützten Lehre auf Webkonferenzen (Adobe Connect), die von jedem Computer aus mit dem eigenen Login betrieben werden können, und Videokonferenzen (H.323 Standard) in speziell ausgestatteten Räumen, die vom CMS betreut werden. In den Q-Kollegs werden regelmäßige gemeinsame Videokonferenzen als Meilensteine der Zusammenarbeit organisiert, die das zeitliche Gerüst der Forschung in den studentischen Teams vorgeben. Webkonferenzen haben gegenüber den Videokonferenzen den Vorteil, wesentlich leichter und auch für Untergruppen sowie außerhalb der Servicezeiten des CMS aufgesetzt werden zu können. Letzteres ist teilweise durch die Zeitverschiebung zu Partneruniversitäten in Asien oder Amerika nötig. In der regelmäßigen ShanghAI Lecture werden die Vorträge sowohl zeitgleich gestreamt als auch online für den späteren Abruf zur Verfügung gestellt. Durch die Option der individualisierten Rezeption ist die Anzahl der Teilnehmer_innen deutlich größer als die Präsenz-Gruppe, aber die Gruppe ist damit auch weniger greifbar. In den internationalen Forschungsseminaren beschränkt sich die grenzübergreifende digitale Kooperation im Verlauf meist auf höchstens eine einleitende Videokonferenz, im Vordergrund der übergreifenden Zusammenarbeit steht die nicht-medienvermittelte Abschlusskonferenz an der HU.</p></div>
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><head n="3">Digitale Lehrwerkzeuge in den drei Lehrveranstaltungskonzepten</head><p>Für eine standortübergreifende studentische Forschungskooperation, wie sie bei den dargestellten Konzepten von den Q-Kollegs intensiv angestrebt wird, sind gemeinsam nutzbare Plattformen vor allem für das Teilen und gemeinsame Bearbeiten von Forschungsdaten wichtig. Mit dem Lernmanagementsystem Moodle, dem Medien-Repositorium (basiert auf ResourceSpace) und dem ePortfolio-System Mahara unterstützt der Computer und Medien Service (CMS) Lehrveranstaltungen. Während Moodle kursorientiert angelegt ist, sind die beiden anderen Systeme relativ offen und erlauben auch die einfache Gestaltung von Webseiten. Die drei Systeme ergänzen sich daher gut. Alle Lehrveranstal-ter_innen können diese Systeme der HU nutzen und sie sind auch extern zugänglich, so dass alle Partnerinstitutionen mit diesen Werkzeugen arbeiten könnten. Die Verschränkung dieser elektronischen Plattformen ist bislang in den bisherigen Q-Kollegs, abhängig vom Bedarf, umgesetzt worden. Das internationale Parallel-Seminar braucht die Dienste konzeptionell bedingt kaum, während die ShanghAI Lecture die Dienste des schweizerischen Partners nutzt. Bei internationaler Zusammenarbeit sind öfter Entscheidungen zwischen verschiedenen Systeme nötig, da in den unterschiedlichen Regionen verschiedene und oft nicht kompatible Systeme genutzt werden. Webseiten als gemeinsame Plattformen transnationaler Lehrveranstaltungen erscheinen dabei häufiger bevorzugt. Sie sind einfach und frei gestaltbar, und sie können durch unterschiedliche Universitätssysteme unterstützt werden. </p></div><figure xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="fig_0"><head>•</head><label></label><figDesc>to query -scheinbare Selbstverständlichkeiten anzuzweifeln • to quest -eigene Lösungen zu suchen • qualification -Wissen und Fähigkeiten und Kompetenzen zu erwerben Durch Forschendes Lernen sollen die Studierenden bereits ab dem Bachelorstudium an die Forschung der Universität und an eine forschende Denkweise herangeführt werden [RGD16]. Die Studierenden lernen, wissenschaftliche Fragen zu formulieren, ein entsprechendes Forschungsdesign zu entwickeln und dieses methodisch fundiert anzuwenden. Das Q-Programm besteht aus vier Kerninitiativen, die durch eine formative Evaluierung begleitet und auf Effekte bei den individuellen Lernenden analysiert werden. Forschendem Lernen wird in der Regel ein Strauß an positiven Effekten auf Studierende zugeschrieben [BJ12, SHL04], aber es gibt nur wenige empirische Studien in Bezug zu individuellen Effekten [DGR14]. Q-Kollegs bilden unter diesen Kerninitiativen diejenige Veranstaltungsform, die das Forschende Lernen mit Internationalisierung verbindet. Es handelt sich dementsprechend um internationale Forschungsgruppen aus Studierenden der HU und einer Partneruniversität im Ausland, die als forschungsorientierte Lehrveranstaltung innerhalb eines Themenrahmens selbstständig ein Projekt durchführen. Ein Q-Kolleg läuft über ein oder zwei Semester und besteht aus insgesamt jeweils etwa sechs Studierenden pro Institut (‚Fellows'), die sich bei persönlichen Besuchen und auf digitalem Weg wissenschaftlich austauschen. Am Ende der Kollegzeit steht eine studentische Konferenz an der HU oder eine andere Form der Präsentation oder Publikation. Q-Kollegs bieten den Studierenden die Möglichkeit, bereits zu einem frühen Zeitpunkt ihres Studiums eigene Forschungsideen zu entwerfen und umzusetzen. Gleichzeitig eröffnen sich durch die Zusammenarbeit mit der internationalen Partnereinrichtung erste interkulturelle Kontakte mit Studierenden in einem anderen Land und die Gelegenheit zur intellektuellen Auseinandersetzung mit einer anderen Fach-, Lern-und Diskussionskultur [DGR14, MRS16</figDesc></figure>
<figure xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="fig_1"><head></head><label></label><figDesc>Durch die internationale Kooperation bekommt die digitale Kommunikation in allen drei Konzepten einen hohen Stellenwert, sie findet allerdings jeweils verschiedene Ausprägungen. Maßgeblich gestalten kann ein_e Dozent_in digitale Kommunikation nur, wenn sie im Seminar stattfindet, wie z.B. in Form von Adobe Connect basierten Web-konferenzen. Das entspricht der Situation eines traditionellen Seminars, denn Arbeitsgruppen von Studierenden in jeder Form, die außerhalb des Seminars stattfinden, entgingen schon immer der Ausgestaltung durch die Dozent_innen. Nur die Produkte in Form von Hausarbeiten oder Präsentationen u.a. sind im Seminar sichtbar. Lediglich bei den ShanghAI Lectures, in denen eine übergreifende Zusammenarbeit der Studierenden optional ist, ist eine engere Begleitung einer entsprechenden Übung durch Tutor_innen vorgesehen. Hier wird eine eigene Lernsoftware (Cyberbotics Webots) eingesetzt. Die ungefähren Abläufe und Rhythmen des Einsatzes digitaler Werkzeige veranschaulichen die Visualisierungen in Abb. 1, in denen die Zeiten und der Wechsels zwischen gemeinsamen Videokonferenzen, der Arbeit in Kleingruppen und der Bedeutung von In-Real-Life-Treffen der Beteiligten skizziert werden.</figDesc></figure>
<figure xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="fig_2"><head>Abb. 1 :</head><label>1</label><figDesc>Abb. 1: Visualisierung der drei Lehrveranstaltungskonzeptionen. Für das Q-Kolleg ist der aufgrund der Semesterzeiten etablierte Zeitplan zwischen British-deutschen Q-Kollegs angegeben, wo die Kurzzeit-Mobilitäten im Feb/März und September liegen. Die beiden anderen Lehrveranstaltungen finden in einem Semester statt, das aber je nach Partner zeitlich differiert.</figDesc><graphic coords="8,131.76,198.24,331.92,424.32" type="vector_box" /></figure>
<figure xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="table" xml:id="tab_0"><head>2 Didaktische Aspekte der Internationalisierung in den Lehrveran- staltungskonzepten</head><label></label><figDesc>Aus dem Netzwerk heraus kann es dann zu stand-ortübergreifende Teams, Forschungsaufenthalten, Laborrotation etc. kommen, dies ist aber nicht integriertes Ziel. Bei den internationalen Forschungsseminaren sind es die lokalen Studierendengruppen, die parallel ihre Projekte vorantreiben, während der Austausch auf den gemeinsamen Workshops am Ende fokussiert wird. Entsprechend liegt die Intensität des internationalen Austausches anders gelagert.3.Einblick in andere Institute: Wenn Internationalisierung der Wissenschaft sich auch auf die anlassbezogene Erfahrung unterschiedlicher Wissenschaftskulturen bezieht, dann erfolgt auch diese in den drei Konzepten auf je unterschiedliche Weise. Im Q-Kolleg vermittelt sich dieser Unterschied in der konkreten internationalen Zusammenarbeit der Studierenden. Bei den ShanghAI Lectures werden regelmäßig die beteiligten Institute den Partnern kurz vorgestellt, ein näherer Einblick kann sich in den begleitenden Übungen durch standortübergreifende Kooperationen ergeben. Bei den internationalen Forschungsseminaren ist der Einblick in andere Wissenschaftskulturen auf den informellen Austausch in den abschließenden Workshops in Berlin beschränkt.</figDesc><table><row><cell cols="3">Gruppe von Universitäten u.a. in Finnland, Griechenland, Türkei, Italien, Spanien, hängig von ihrer Motivation, zum Teil in gemeinsamen Publikationen, die zumin-</cell></row><row><cell cols="3">Schweiz mit einem Thema (Krise oder Migration) und mit einer an allen Universitäten dest über die eDOC-Server der beteiligten Institutionen verbreitet werden. Q-Kolleg ShanghAI Lecture Internat. parallele einheitlichen Forschungsrichtschnur für die studentischen Projektteams vor Ort durchge-führt (http://teachingthecrisis.net, http://www.expandingthemargins.net). Diese Seminare Forschungsseminare</cell></row><row><cell cols="3">mündeten jeweils in einem Workshop in Berlin (1-2 Wochen), bei dem die meisten Do-zierenden und ausgewählte studentische Teilnehmer_innen mit ihren Präsentationen aus den studentischen Projekten zum Austausch zusammenkamen. Die Studierenden bekamen Zeit, die Kritik an den Beiträgen auf diesem Workshop einzuarbeiten, und am Ende stand jeweils eine Publikation der Projektwerke auf den Webseiten. Alle Lehrveranstaltungskonzepte richten sich an das gleiche Klientel fortgeschrittener Studierender, und alle wollen forschungsorientiert Lehre in einem internationalen Kon-text gestalten. Sie koppeln die Intention des forschungsorientierten Lernens mit einer In-ternationalisierungserfahrung konzeptuell sehr unterschiedlich. Dies lässt sich an sechs Aspekten zeigen, die die jeweiligen didaktischen Konzepte der Veranstaltungen auszeich-nen (vgl. Tab. 1): 1. Forschungsvermittlung: Die gewählte Form der Vermittlung eines Forschungspro-zesses ähnelt sich bei den Q-Kollegs und den internationalen Forschungsseminaren. In beiden werden die Studierenden zur Durchführung eines eigenen kleinen For-schungsprojektes angeregt; es handelt sich also um forschendes Lernen im engeren Sinn. Eine frontale, eher klassische Vermittlung von Inhalten bezieht sich eher auf die Forschungsmethodik und liegt in beiden Veranstaltungen am Anfang, die we-sentliche Vermittlung erfolgt durch eine Reflexion der eigenen Forschungserfah-Q-Kolleg ShanghAI Lecture Internat. Nutzung digitaler Werkzeuge parallele Videokon-Als Meilenstein-Konfe-Als Workshop-Konferen--Forschungsseminare ferenzen renzen, um den For-zen kombiniert mit Web-Grundidee Konzept International gemeinsa-mes Forschendes Lernen an zwei Universitäten über ca. 1 Jahr Wöchentliche Workshops mit ca. je 4 Vorträgen und anschließender Diskus-sion. In begleitende Übungen ar-beiten Studierende zusam-men an Problemen. schungsfortschritt zu be-konferenzen und Internationale parallele sprechen Streaming studentische Forschung Web-Kon-Zur Zwischenabsprache Parallel zu Videokonferen-Nur sporadisch für Do-an mehreren Universitä-ferenzen und um die Gruppenar-zen, um den besten Aus-zierende ten, die in einem gemein-beit zu fördern tausch zu gewährleisten samen Workshop mit ei-CMS (HU) Moodle, Medien-Reposi-Ersetzt durch Webseite und Nur Moodle für das Pa-ner Auswahl der Studie-torium, und Mahara je Dienste der Partnerinstitu-rallel-Seminar an der HU renden mündet. nach Bedarf genutzt. tion (Repositorium) verwendet Didaktische Aspekte Vermittlung Einführungen ins Thema und Methodik, danach selbstständiges Forschen Überwiegend Vorträge, aber variabel mit dem Stil der unterschiedlichen Vor-tragenden, problem-ba-Stud. Ko-Studentische internatio-In der begl. Übung Nut-Nur lokale, evtl. auch Anfängliche Einführun-operation nale Vernetzung per zung der Simulationssoft-medienvermittelte Ko-gen ins Thema und Me-Mail, chat, facebook etc. ware Cyberbotics Webots, operation der Studieren-thodik, danach selbst-dort optionale internatio-den. ständiges Forschen nale Kooperation. sierte Übungen Stud. Kom-munikation Intensiv und stetig zwi-schen int. Studierenden Organisatorische Aspekte Bedingt in den Übungen Fokussiert auf den Ab-Teilneh-Max. 2 Institutionen Max. 17 Institutionen ca. 10 Institutionen schluss-Workshop Einblick in andere Institute Informell bei den Kurz-zeitvisiten Regelmäßig Kurzpräsenta-tionen der beteiligten Insti-mer_innen Anzahl ca. 12 Anzahl (gesamt inkl. Anzahl (gesamt) &gt;200 Informell beim Ab-Streaming) &gt;300 Workshop ca. 20-30 schluss-Workshop Größe Nicht skalierbar Skalierbar Bedingt skalierbar tutionen Co-teaching Zwei Lehrveranstal-ter_innen &gt;10 Lehrveranstalter_in-nen plus ca. 10 Gastvortra-Semester-Zeitabgleich nötig, aber Zeitabgleich nötig Zeitabgleich entfällt &gt;10 Lehrveranstalter_in-abgleich wegen offener Struktur nen einfach gende Int. Real-Life-Begeg-nung Als kurzzeitige Begeg-nungsreise zum Partner und als studentische Ab-schluss-Konferenz mit aller Teilnehmer_innen -Kosten Mittel für Kurzzeitmobi-Keine für Mobilität Mittel für Kurzzeitmobi-Als Abschlusskonferenz lität aller Teilnehmer_in-lität von Dozent_innen mitausgewählten Teil-nen und ausgewählter Teil-nehmer_innen, auf der nehmer_innen. studentische Papiere prä-Tab.1 (Fortsetzung): Gegenüberstellung der wesentlichen organisatorischen und didaktischen sentiert werden. Publikation Als eDOC-Publikation der Papiere von der Ab--Elemente in den drei forschungs-orientierten Lehrkonzeptionen Q-Kolleg, ShanghAI Lecture und Als Webseiten-Beiträge der Papiere von der Ab-Internationale parallele Forschungsseminare.</cell></row><row><cell></cell><cell>schluss-Konferenz (er-</cell><cell>schluss-Konferenz.</cell></row><row><cell></cell><cell>wünscht)</cell></row><row><cell cols="3">Tab.1: Gegenüberstellung der wesentlichen organisatorischen und didaktischen Elemente in den drei</cell></row><row><cell cols="3">forschungs-orientierten Lehrkonzeptionen Q-Kolleg, ShanghAI Lecture und Internationale parallele</cell></row><row><cell cols="2">Forschungsseminare.</cell></row><row><cell>6.</cell><cell cols="2">Publikation: Gemeinsame, d.h. internationale Publikationen machen einen wichti-</cell></row><row><cell cols="3">gen Aspekt der Internationalisierung aus. In den ShanghAI Lectures sind nicht Pub-Lehrexperiment, likationen sondern problem-orientierter gemeinsamer Programmiercode konzeptu-das durch mehrere Evaluationen und Studierendenbefragungen wissenschaftlich begleitet elles Ziel der Veranstaltung. Die Forschungsseminare dokumentieren die studenti-wurde [LHZ12, HF12, RH10]. schen Forschungsergebnisse bisher auf entsprechenden eigenen Webseiten. In den</cell></row><row><cell cols="3">Die beiden internationalen Parallel-Seminare Teaching the crisis und Expanding the mar-Q-Kollegs resultiert die gemeinsame Forschungskooperation der Studierenden, ab-</cell></row><row><cell cols="3">gins: Migration, Mobilities, Borders wurden in Form von parallelen Seminaren an einer</cell></row></table><note>]. Konkret zu nennen ist z.B. das Q-Kolleg zu bildwissenschaftlichen Methoden in der Klassischen Archäologie, das seit 2012 wiederkehrend zwischen der HU und der Universität Nottingham veranstaltet wird.Die meisten der genannten Aspekte kann man auch bei den Lehrkonzepten der Veranstaltungen ‚ShanghAI Lecture' und ‚Teaching the Crisis' finden, aber sie weisen ein unterschiedliches Maß an forschender Interaktion und Begegnung der Studierenden auf. Die ShanghAI Lecture (http://shanghailectures.org) findet seit vielen Jahren als wöchentlicher virtueller Workshop von über zehn Partnerinstituten statt. Eine Videokonferenz wird mit Adobe Connect gekoppelt, um Präsentationen zu teilen und einen guten Ton gewährleisten zu können, sowie im Hintergrund die Veranstaltung verwalten zu können. Der Workshop wird gleichzeitig live auch gesendet (Streaming). Aufzeichnungen sind nach wenigen Tagen auf der offenen Webseite eingestellt, die auch über ein zusätzliches Repositorium für umfangreiche Dateien verfügt. Die ShanghAI Lecture ist ein rungen. Die ShanghAI Lectures dagegen vermitteln durch Präsentationen aus laufenden Forschungsprojekten den Beteiligten einen Eindruck von der Forschung bei den internationalen Partnern. Dadurch, dass die Teilnehmer_innen gewöhnlich vor Ort selbst in Forschungsprojekte involviert sind, ist es trotzdem ein Austausch unter Forschenden, der als motivierend und inspirierend empfunden wird. 2. Studentische Kommunikation: Die internationale Kooperation der Studierenden ist bei den Q-Kollegs am intensivsten, bzw. zeitlich am längsten ausgeprägt, weil für gewöhnlich standortübergreifende Forschungsteams zusammengestellt werden. Dagegen bleibt in den beiden anderen Formaten die Kooperation auf den Standort beschränkt: in den ShanghAI Lectures sind es wie dargestellt laufende größere Forschungsprojekte, von denen nur kleiner Teilprobleme in den Übungen aufgegriffen werden können. 4. Co-Teaching: Die Zusammenarbeit der Dozent_innen gestaltet sich in der Folge der Strukturunterschiede ebenfalls spezifisch, sind aber für alle Dozierenden eine Internationalisierungserfahrung, da sie alle Co-Teaching von Dozierenden aus zwei bzw. mehreren akademischen Kulturen bedeuten und in jedem Fall eine bewusste Auseinandersetzung mit Studierenden aus anderen Kulturen bedingen [CW12, Ho13, Sm014]. Zunächst ist der Größenunterschied auffällig: in den Q-Kollegs geht es grundsätzlich basierend auf For-schungskontakten um zwei involvierte Lehrende bzw. Standorte. Die internationalen Forschungsseminare bauen auf einem entsprechenden (europaweiten) thematisch breiten Netzwerk auf, während sich die Shang-hAI Lectures auf einen eher eng abgrenzbares thematisches Feld beziehen, in dem sich die Akteure weltweit überwiegend kennen. In der Folge kann der Austausch über didaktische Aspekte bei den Q-Kollegs leichter adressiert werden, aber in den größeren Dozieren-den-Gruppen ist die Vielfalt zu betonen. Schon die Paarung zweier Dozent_innen für das Co-Teaching in einer Lehrveranstaltung, die beide aus unterschiedlichen Lernkulturen kommen, kann allerdings erhellend wirken [LP09]. 5. Internationale Real-Life-Begegnung: Eine solche ist in der ShanghAI Lecture in der Veranstaltung nicht vorgesehen, das Konzept ist also völlig auf die digitale Ebene angewiesen, soweit Internationalisierungsziele betroffen sind. Die internationale Begegnung steht bei den beiden anderen Lehrformen mehr im Vordergrund, ist aber in den Q-Kollegs durch meist zwei Begegnungen (am Anfang beim Partner, am Ende an der HU) als intensiver wahrgenommen, da die real-life Teambildung die digitale Kommunkation im Nachgang erleichtert.</note></figure>
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		<title level="m">Media-supported, research-based learning in international context: Idea and practice of &quot;Q-Kollegs&quot; at Humboldt-Universität zu Berlin</title>
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