<!DOCTYPE article PUBLIC "-//NLM//DTD JATS (Z39.96) Journal Archiving and Interchange DTD v1.0 20120330//EN" "JATS-archivearticle1.dtd">
<article xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink">
  <front>
    <journal-meta>
      <journal-title-group>
        <journal-title>Potsdam, Germany, September</journal-title>
      </journal-title-group>
    </journal-meta>
    <article-meta>
      <title-group>
        <article-title>Vom Seminarraum zur wissenschaftlichen Konferenz - Interuniversitäres forschendes Lernen in virtuellen Teams</article-title>
      </title-group>
      <contrib-group>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Michael Herzog</string-name>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Elisabeth Katzlinger-Felhofer</string-name>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>und Martin Stabauer</string-name>
        </contrib>
      </contrib-group>
      <pub-date>
        <year>2016</year>
      </pub-date>
      <volume>11</volume>
      <issue>2016</issue>
      <fpage>90</fpage>
      <lpage>101</lpage>
      <abstract>
        <p>Dieser Beitrag entwickelt ein Szenario zum Forschenden Lernen, bei dem die Studierenden fächer-, hochschul- und länderübergreifend miteinander kooperieren. In virtuellen Lerngruppen wurde jeweils ein Forschungsvorhaben konzipiert und alle Phasen des Forschungsprozesses von der Formulierung der Forschungsfrage bis hin zur Konferenzpräsentation durchlaufen. Dafür wurde ein theoriegeleitetes Prozessmodell mit Feedbackschleifen einschließlich Peer Review entwickelt, getestet und evaluiert, das die Transfer-Dimensionen Analysieren, Bewerten, Kreieren und Realisieren der Bloomschen Taxonomie bedient. In der begleitenden Studie wurde neben der Machbarkeit des Lernszenarios auch die Rolle der Medien für die Zusammenarbeit und der Lernerfolg in virtuellen Lerngruppen untersucht. Als bevorzugte Medien für die Zusammenarbeit konnten neben Videotelefonie vor allem „Shared Spaces“ identifiziert werden. Interdisziplinäre Zusammenarbeit in virtuellen Teams ist Realität und Herausforderung zugleich für Unternehmen und Institutionen in der globalisierten Welt mit digitalisierten, disruptiven Geschäftsmodellen. Damit einhergehend steigt die Notwendigkeit der virtuellen Kommunikation. Virtuelles Lernen erhält damit einen besonderen Stellenwert. Vernetztes Entwickeln von virtuellen Inhalten ist genauso wie die verschiedenen Formen der medialen Kommunikation für das Management-Handeln unverzichtbar geworden und damit kommt der Vermittlung von virtueller Medienkompetenz gerade für Studierende der wirtschaftsnahen Studiengänge eine hohe Bedeutung zu. In Präsenz- und Blended Learning Kursen an einem Standort ist die virtuelle Mediennutzung häufig noch nicht essentiell notwendig, weil in den Präsenzphasen ein direkter Kontakt stattfindet. Diese Situation ändert sich aber für nicht-traditionell Lernende in berufsbegleitenden Studiengängen, wo die virtuelle Mediennutzung zunehmend von Bedeutung ist. Mit der virtuellen Zusammenarbeit ergibt sich, dass interkulturelle und auch interdisziplinäre Aspekte an Bedeutung gewinnen. Für die Lernenden ist es innerhalb von homogenen Voraussetzungen und Herangehensweisen 1 Hochschule Magdeburg-Stendal, Fachbereich Wirtschaft, Breitscheidstr. 2 H7-1.10, 39114 Magdeburg, michael.herzog@hs-magdeburg.de 2 Johannes Kepler Universität Linz, Institut für Datenverarbeitung in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Altenberger Str. 69, A-4040 Linz, {elisabeth.katzlinger | martin.stabauer}@jku.at</p>
      </abstract>
      <kwd-group>
        <kwd>Forschendes Lernen</kwd>
        <kwd>Interuniversitär</kwd>
        <kwd>Interdisziplinär</kwd>
        <kwd>Fachübergreifend</kwd>
        <kwd>International</kwd>
        <kwd>Wissenschaftliches Arbeiten</kwd>
        <kwd>E-Learning</kwd>
        <kwd>Virtuelle Zusammenarbeit</kwd>
      </kwd-group>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>Vom Seminarraum zur wissenschaftlichen Konferenz 91</title>
      <p>schwer erfahrbar, wie bereichernd interdisziplinäre Aspekte der Zusammenarbeit
innerhalb von unterschiedlichen Fächerkulturen sein können. Durch reale
Wettbewerbssituationen lassen sich Motivations-Aspekte, angelehnt an Settings der
Zusammenarbeit in der globalisierten Wirtschaft, verstärken.</p>
      <p>Unter diesen Prämissen wurde ein forschungsorientiertes Lernszenario an drei
universitären Einrichtungen in Deutschland und Österreich entwickelt, bei dem
interuniversitäre Lerngruppen ein gemeinsames Forschungsvorhaben entwickelten und
durchführten. Für das forschende Lernen werden hier wissenschaftliche Methoden und
Modelle in einem realen Erkenntnisgewinnungs- und Publikationsprojekt angewendet, so
dass ein Theorie-Praxis-Bezug im wissenschaftlichen Umfeld umzusetzen war. Die
Organisation der interuniversitären Gruppenarbeit und die Wahl der entsprechenden
Werkzeuge und Medien wurde in die Eigenverantwortung der einzelnen Lerngruppen
gegeben, da bei der Konzeption des Lernszenarios die Hebung der Medienkompetenz ein
erklärtes Lernziel darstellte.
2</p>
      <sec id="sec-1-1">
        <title>Forschendes Lernen</title>
        <p>Sowohl beim Forschen als auch beim Lernen stehen Erkenntnisprozesse im Mittelpunkt.
Die Bundesassistentenkonferenz hat 1970 mit dem Beitrag „Forschendes Lernen –
Wissenschaftliches Prüfen“ [Bu09] das forschende Lernen als ein maßgebliches
hochschuldidaktisches Prinzip für eine moderne, demokratische Hochschule neu
konzipiert und herausgestellt. Die konstante Präsenz des forschenden Lernens im
hochschuldidaktischen Diskurs der letzten Jahrzehnte wird in einer Reihe von Beiträgen
angeführt [Re11], [Fi13], [KH15].</p>
        <p>Forschendes Lernen nutzt eigene Forschungsprozesse als Kontext, Anlass, Inhalt und
Betreuungsrahmen von Lehr-Lern-Arrangements. Die zentrale Anforderung forschenden
Lernens ist es, Studierende aktiv in Forschungsprozesse und somit in die Lösung von
Forschungsproblemen einzubinden [Wo16]. Beim forschenden Lernen durchlaufen die
Studierenden den gesamten Prozess eines Forschungsvorhabens. Es werden alle Phasen
eines Forschungsprojektes von der Entwicklung der Fragestellung über die Wahl der
geeigneten Methoden bis zur Prüfung und Darstellung der Ergebnisse in selbständiger
Arbeit gestaltet und reflektiert [Hu09]. Die Gewinnung von Erkenntnissen für Dritte sind
essentieller Bestandteil des Forschungsvorhabens. Beim forschenden Lernen handelt es
sich um einen entdeckenden, intrinsisch motivierten und selbstgesteuerten Lernprozess.
Damit eng verbunden ist der konstruierende Lernbegriff. Zu dessen Arbeitsprozess gehört
auch die Reflexion und Dokumentation des eigenen Lernweges [Ru16]. Der Entwicklung
des Prozessmodels für das forschende Lernen wurde das erfahrungsorientierte Lernmodell
von Kolb [KOR95] zu Grunde gelegt. Sein Modell sieht Lernen als Zusammenspiel
mehrerer Teiltätigkeiten, wie etwa die konkrete und direkte Auseinandersetzung der
Lernenden mit einem authentischen Lerngegenstand, die Reflexion, der Ausbau des
persönlichen Wissensnetzes durch abstrakte Begriffsbildung und die Anwendung dieses
theoretischen Wissens bei der Planung weiterer, konkreter Auseinandersetzungen mit
demselben oder einem anderen Lerngegenstand. Diese vier Elemente sind Teil einer
Lernspirale (Learning Cycle) [Ko84]. Kolb versteht Lernen als fortlaufenden Prozess, der
auf Erfahrung beruht. Eine Dimension umfasst, wie neue Informationen aufgenommen
werden: durch sinnliche Wahrnehmung vs. Denken. Die andere Dimension umfasst, wie
Informationen verarbeitet werden: durch aktives Experimentieren vs. reflektierendes
Beobachten. Ausgangspunkt des Lernprozesses ist eine konkrete Erfahrung, die eine
Reflexion erzeugt, welche zu künftigen Konzepten führt, welche wiederum in Zukunft als
Richtlinie für die Entscheidung bei neuen Experimenten gelten.</p>
        <p>Abb. 1: Der Learning Cycle im Format des Forschungsprozesses nach [Wi09, S. 6]
Wildt [Wi09] projiziert die Lernspirale auf den Forschungszyklus und so werden analoge
Schritte sichtbar. Der Lern- und Forschungszyklus läuft synchron (Abb. 1). Die
Beobachtungen der Alltagswelt und das Eintauchen in die Praxis sind der Erfahrung
zuzuordnen, die daraus zu entwickelnden bzw. auszuhandelnden Fragestellungen
entsprechen der Reflexionsphase. Die Konstruktion von Hypothesen und Forschungsdesigns
mündet in die kognitive Rekonstruktion. Die Durchführung und Auswertung sowie
Interpretation lässt sich der Phase des Experimentierens und der Gewinnung neuer Erfahrungen
zuordnen, die in der Vermittlung und Anwendung wiederum in die Erfahrung einmünden,
aus der dann wieder synchrone Lern- und Forschungszyklen entstehen können. Schritte
im Forschungsprozess werden mit den Schritten im Lernprozess verknüpft, um eine Reihe
von forschungs- und praxisrelevanter Kompetenzen zu erwerben [Mu16].
3</p>
      </sec>
      <sec id="sec-1-2">
        <title>Forschungsfragen und Methodik</title>
        <p>Aus der Perspektive des forschenden Lernens sollte untersucht werden, inwieweit ein
inter-universitärer Ansatz, verknüpft mit einem interdisziplinären Ansatz, ergänzt durch
einen kursübergreifenden Ansatz überhaupt praktisch umgesetzt werden kann</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Vom Seminarraum zur wissenschaftlichen Konferenz 93</title>
      <p>
        (Forschungsfrage 1) und welche Mehrwerte im Vergleich zu anderen, weniger komplexen
Lernszenarien dabei entstehen (2). Auch Intensität und Qualität der Mediennutzung, die
erst eine Virtualisierung des forschenden Lernens ermöglichen, sollte ermittelt werden (3).
Für den Aufbau und die Evaluation des Lernszenarios wurde eine Design Based Research
Methodik eingesetzt. Deren Anwendung beim forschenden Lernen geht zurück auf die
Beschreibung der Lösung von Problemen in der Bildungspraxis (nach Reinmann 2005
[Re05], S. 62), die eine “enge Verbindung zwischen Theorieentwicklung und Optimierung
von Gestaltungsprozessen” erlaubt.
„Design experiments are extended (iterative), interventionist (innovative and
designbased), and theory-oriented enterprises whose ,theories’ do real work in practical
educational contexts“
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">(Cobb et al, 2003, [Co03] S. 13)</xref>
        .
      </p>
      <p>Mit diesem Ansatz wurde ein Prozessmodell (Kapitel 4.2) entwickelt und detailliert,
welches sich theoriegeleitet an die Systematik von Wildt und Kolb anlehnt [Wi09],
[Ko95]. Dieses Modell wurde in drei Veranstaltungs-Durchläufen seit dem
Sommersemester 2014 in zwei Masterstudiengängen umgesetzt, evaluiert und iterativ
weiterentwickelt, um es schließlich in dem interdisziplinären Setting über drei
Hochschulen hinweg international anzuwenden und weiter zu beforschen.
Für die gestaltungsbegleitende Evaluation (Kapitel 5) wurde im Zuge des Abschlusses der
Lehrveranstaltungen eine qualitative Untersuchung der Lernprozesse und -ergebnisse
durchgeführt. Diese basiert auf 21 abgegebenen Protokollen und Reflexionen der
Studierenden und ist auf Ebene der zwölf Lerngruppen abstrahiert, da pro Gruppe
zumindest ein Dokument vorlag.</p>
      <p>Begleitend zu der qualitativen Untersuchung wurden die Studierenden mittels
OnlineFragebogen zur Mediennutzung und zu den Lernmethoden befragt. Die quantitative
Befragung ist Teil der „CrossTeaching Studie“, die im WS 2010 begonnen wurde und an
der seither 770 Studierende unterschiedlicher Kurse der beiden Standorte Magdeburg und
Linz teilgenommen haben. Hieraus liegen Vergleichsdaten aus anderen interregionalen
Lernszenarien vor, wie beispielsweise einer Fallstudienbearbeitung [KH14].
4
4.1</p>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>Lernszenario</title>
        <sec id="sec-2-1-1">
          <title>Rahmenbedingungen</title>
          <p>Wie oben eingeführt basiert das durchgeführte Lernszenario auf der Kooperation dreier
Lehrveranstaltungen von Studiengängen dreier Hochschulen. In diesem
forschungsorientierten Lernszenario auf Master-Niveau wird unter anderem Peer Review als eine
Variante von verschiedenen Feedbacks in einem iterativen, selbstgesteuerten Lernprozess
genutzt. Bei den involvierten Studiengängen handelt es sich zum einen um das
Masterstudium Digital Business Management (DBM), das von der Johannes Kepler</p>
          <p>Universität Linz und der Fachhochschule Oberösterreich, Standort Steyr, gemeinsam
durchgeführt wird, und zum anderen um den Masterstudiengang Cross Media (CM) an der
Hochschule Magdeburg-Stendal. Die interuniversitäre und interdisziplinäre
Zusammenarbeit ist ein Kennzeichen beider Studiengänge. DBM ist der erste gemeinsam
angebotene Master einer Universität und einer Fachhochschule in Österreich. Das
Curriculum ist so aufgebaut, dass je die Hälfte der Lehre von der Universität bzw. der
Fachhochschule angeboten wird, die Studierenden sind an beiden Einrichtungen
eingeschrieben und nutzen die jeweiligen Lernplattformen.</p>
          <p>Die auf diese Art teilweise gemeinsam abgehaltenen und in dem Forschungsprozess
verschränkten Lehrveranstaltungen sind:


</p>
          <p>Der Kurs Wissenschaftliches Arbeiten (DBM, Linz, 3 ECTS): Ziel ist die Vermittlung
quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden als Vorbereitung auf die eigene
Masterarbeit. Die Studierenden sollen in der Lage sein, Techniken des
wissenschaftlichen Arbeitens beurteilen und so eine adäquate Auswahl von
Werkzeugen treffen zu können.</p>
          <p>Der Kurs IT-Ethik und ausgewählte Fragen der Geschlechterforschung (DBM, Linz,
3 ECTS): Es werden Grundkenntnisse ethischer Begriffe und Theorien und ihre
Relevanz für die alltägliche Informationspraxis vermittelt. Die Studierenden sollen
für die Rolle, die Geschlecht in Forschung und Entwicklung von
Informationssystemen spielt, sensibilisiert werden und IT-Ethik hinsichtlich Werte, Produkte
und Prozesse verstehen.</p>
          <p>Das Modul Reflexion und Kommunikation (CM, Magdeburg, 5 ECTS): Ziele sind
die Reflexion eigener und fremder Argumentationsstrukturen sowie die Kenntnis über
Konventionen und Strukturen im Wissenschaftsbetrieb mit Schwerpunkt auf
Publikation und Konferenz. Weiterhin sollen die recherchierten und referierten
Themen eine Hilfestellung für die Themenfindung der Masterarbeit sein.
Das bedeutet, dass die Linzer Studierenden in ihrem dritten Semester 6 ECTS für die
beiden Kurse absolvieren, jene aus Magdeburg hingegen 5. Da in beiden Linzer Kursen
jedoch noch weitere Arbeiten außerhalb der Kooperation gefordert sind, kann dieser
Unterschied durchaus gerechtfertigt werden. Dennoch wurde dieser Punkt von den
Studierenden teilweise bemängelt (siehe Kapitel 4), woraus Verbesserungspotenziale in
der Kommunikation resultieren. An den Kursen der JKU nahmen im ersten in dieser Art
durchgeführten Durchgang (WS 2015/16) 24 Personen (12 m, 12 w) teil, an jenem in
Magdeburg 10 Personen (4 m, 6 w). Beide Studiengänge richten sich im Wesentlichen an
Berufstätige, dies hat Implikationen auf die Zeiten von Präsenzveranstaltungen und auch
auf die Verfügbarkeit der Einzelnen für Gruppentreffen. Eine weitere Gemeinsamkeit der
Studierenden beider IKT-nahen Studiengänge ist deren verhältnismäßig stark ausgeprägte
Technikaffinität und eine hohe Medienkompetenz, die sich auch bei den unterschiedlichen
Arbeiten im Rahmen der Kurse zeigt. Beides wird bedingt durch ihre Erfahrungen im
Beruf: Viele der Studierenden sind als Führungskräfte in IKT-nahen Unternehmen tätig.
Dies hat großen Einfluss auf Medienauswahl und -nutzung. Dennoch zeigen sich große</p>
        </sec>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Vom Seminarraum zur wissenschaftlichen Konferenz 95</title>
      <p>Unterschiede hinsichtlich der Zielgruppen der beiden Studiengänge: Während Studierende
von DBM typischerweise eher wirtschaftlich orientiert und techniknah denken, vereint
CM Kreative aus Journalismus, Interaction Design und Management.</p>
      <p>Als spezieller Anreiz wurde den Studierenden bei entsprechender Qualität ihrer Beiträge
sowohl die Teilnahme und Präsentation in einem eigenen Track bei der
CrossMediaKonferenz „Think Cross – Change Media“ (#TCCM), als auch die Publikation der
Beiträge im Konferenzband in Aussicht gestellt. Die Chance, während des
Masterstudiums an einem „echten“ publizierten wissenschaftlichen Paper mitgearbeitet zu
haben, stellte sich als stark motivationserhöhend heraus.
4.2</p>
      <sec id="sec-3-1">
        <title>Prozessmodell</title>
        <p>Anwendung/
Vermittlung
Met hoden</p>
        <p>Anleitungen
Introduktion</p>
        <p>Input
Forschendes Lernen zielt in Bezug auf die Bloomsche Taxonomie der Lernziele [AKB01]
auf “höhere” Dimension der kognitiven Prozesse, was einen “höheren Wert” des
Lernfortschritts und Erkenntnisgewinns bei den Studierenden impliziert. Diese höheren
Transfer-Dimensionen Analysieren, Bewerten, Kreieren und Realisieren sind mit dem
folgenden Prozessmodell hauptsächlich adressiert (Abb. 2).</p>
        <p>Die Studierenden bildeten interuniversitäre Lerngruppen mit einer Person vom Master
„Cross Media“ und zwei Personen des Masters „Digital Business Management“. Die
Aufgabenstellung für die Lerngruppe lautete, ein Forschungsvorhaben zu konzipieren und
darüber einen wissenschaftlichen Artikel zum Rahmenthema „Ethische Fragen der
digitalen Kommunikation“ zu verfassen. Die Organisation der Gruppenarbeit, die Wahl
der Werkzeuge und der Kommunikationsmedien sowie die genauen Forschungsfragen
und deren methodische Bearbeitung lag in der Verantwortung der Gruppe,
dementsprechend vielfältig waren die verwendeten Forschungsmethoden.
Für die Ausgestaltung des Prozesses wurde der “Learning Cycle im Format des
Forschungsprozesses” [Wi09, S. 6] (Abb.1) auf die Veranstaltung angewendet. Der erste
Zyklus der Lehrveranstaltung (Abb. 2) zeigt sowohl das Mapping des Kolb’schen Modells
und des Wildt’schen Zyklus auf die konkreten Lernphasen, als auch die Nutzung der
Werkzeuge für den virtuellen Austausch. Aus der überwiegend offenen Vorgabe der
Werkzeuge resultierte, dass die diskursiven, kollaborativen Anteile einen hohen
Medienbzw. Tooleinsatz (und auch eine hohe Vielfalt) verzeichneten. Folgend dem Spiralansatz
bei Wildt wurden dem ersten Zyklus weitere hinzugefügt (Abb. 3). Befördert durch die
Verarbeitung der Erfahrungen und Feedbacks sollte durch Verfeinerung des ersten
Projektes mit weiteren Forschungsexperimenten ein Niveau erreicht werden, mit dem die
finalen Forschungsartikel auf einer wissenschaftlichen Tagung bestehen können.</p>
        <p>Introduktion</p>
        <p>Input
KickOff</p>
        <p>Test
Präsentation
(online)</p>
        <p>Met hoden
,Anleitungen</p>
        <p>Gruppen
Feedback
Bewertung
positive</p>
        <p>Art ikel
Reviews
Das hier gezeigte Prozessmodell wurde iterativ aus den Erfahrungen und Evaluierungen
aus insgesamt drei ähnlichen Lehrveranstaltungen entwickelt und auf die interuniversitäre
sowie interdisziplinäre Zusammenarbeit abgestimmt. Die Umsetzung der drei
angegebenen gemeinsamen Präsenzoptionen KickOff, Forschungswerkstatt und Konferenz
stellte wegen der Entfernung der Standorte eine organisatorische und finanzielle
Herausforderung dar. Während die Lehrenden-Präsenz durch Finanzierungsoptionen aus
dem ERASMUS+ Programm leichter umsetzbar war, mussten die Studierenden mangels
geeigneter Programme eigene Mittel einsetzen.</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Vom Seminarraum zur wissenschaftlichen Konferenz 97</title>
      <p>5</p>
      <sec id="sec-4-1">
        <title>Evaluation</title>
        <p>Im Zuge der Lehrveranstaltungsevaluierung waren die Studierenden aufgefordert, ein
Protokoll ihrer Erfahrungen zu verfassen und darin insbesondere folgende Punkte zu
behandeln: Ablauf der Gruppenarbeit, Kommunikationsmedien, unterschiedliche
Meinungen/Konfliktsituationen und deren Lösung, fördernde/hemmende Faktoren,
Voraussetzungen zum Gelingen, Paper als Lernmethode, Beurteilung von Paper, Peer
Review und Zusammenarbeit. Im Folgenden werden einige bemerkenswerte Erkenntnisse
der qualitativen Auswertung aus den Rückmeldungen der Studierenden diskutiert.
Da die Auswahl der verwendeten Werkzeuge weitestgehend freigestellt war, ist diese von
besonderem Interesse für die Forschungsfrage (3). Zusätzlich zu der für die Studierenden
unumgänglichen Lernplattform Moodle, die für die Gruppenfindungsphase und teilweise
zur Themenfindung bzw. für Fragen und Antworten von allgemeinem Interesse genutzt
wurde, sowie der Webkonferenz-Software Adobe Connect, wurden die
unterschiedlichsten Werkzeuge eingesetzt. Bemerkenswert ist, dass abgesehen von einer Gruppe (es
handelt sich um eine Zweiergruppe ohne Beteiligung der anderen Hochschule) alle
Gruppen Skype verwendeten. Dabei wurden unterschiedliche Ziele verfolgt, das am häufigsten
genannte war der Einsatz von Videotelefonie, um den Kooperationspartnern ein Gesicht
zu geben. Seltener kam die Datei- und Bildschirmübertragung zum Einsatz. Nur vereinzelt
kam es zu technischen Problemen, wie das folgende Zitat aus einem Protokoll der
Studierenden zeigt: „Eine Grundvoraussetzung für die virtuelle Zusammenarbeit ist
zunächst eine geeignete und stabile Funktionalität der ausgewählten Medien. Aus bisheriger
Erfahrung gelang es beispielsweise bei Skype oftmals nicht, eine stabile Verbindung für
einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten.“
Dies mag ein Grund sein, warum ebenso häufig, nämlich bei 10 von 12 Gruppen, die
klassische E-Mail zur Kooperation eingesetzt wurde; insbesondere die ersten
Kontaktaufnahmen sowie Terminfindungen wurde auf diesem Weg durchgeführt. Die
eigentliche Schreibarbeit fand häufig über Google Docs (7 Gruppen) und etwas seltener
über Microsoft OneDrive (2 Gruppen) statt. Zur Kommunikation wurden Facebook
Messenger (5 Gruppen), WhatsApp (3 Gruppen) eingesetzt. Seltener kamen speziellere
Tools wie Trello oder Google Hangout zum Einsatz. Insgesamt schwankt die Anzahl der
unterschiedlichen eingesetzten Werkzeuge zwischen zwei und sechs.</p>
        <p>Mit ihrem eigenen Paper zufrieden war etwas mehr als die Hälfte der Gruppen, wobei aber
alle 12 Gruppen den Peer Review-Prozess für sehr hilfreich hielten und mit den
Kommentaren der Reviewer gut weiterarbeiten konnten. Auch die aktive Beschäftigung
mit Papers anderer Gruppen wurde durchwegs positiv gesehen. Folgende Zitate zeigen die
Grundstimmung: „Auch das Peer Review war eine besondere Erfahrung, da das Feedback
der Kommilitonen sehr ehrlich, umfangreich und absolut befruchtend war.“; „Weiters ist
das Verfassen des Peer Reviews und die damit einhergehende intensive Beschäftigung mit
einem Thema einer anderen Gruppe auch sehr interessant und bereichernd.“</p>
        <p>Hinsichtlich der Mehrwerte des interregionalen, interdisziplinären Ansatzes
(Forschungsfrage 2) ergab die qualitative Erhebung mehrere wertvolle Ergebnisse. Die
unterschiedlichen Zugänge, Perspektiven und Herangehensweisen der Gruppenmitglieder
aus den verschiedenen beteiligten Studienrichtungen waren zwar einerseits eine
Herausforderung für die Lerngruppen, andererseits aber für das Endergebnis durchwegs
förderlich. Dass die Zusammenarbeit von zum Teil hochgradig divergenten
Persönlichkeiten nicht immer völlig konfliktfrei verlaufen kann, scheint logisch; ernsthafte Probleme
gab es jedoch nur in zwei Gruppen. Interessanterweise schnitt deren Endergebnis dennoch
überdurchschnittlich gut ab. „Fördernd waren auf alle Fälle die unterschiedlichen
Zugänge und Vorbildungen der einzelnen Personen. So hatten wir einen guten Mix an Ideen,
Herangehensweisen und Stärken, die wir aufeinander abstimmen und die Aufgaben
dahingehend aufteilen konnten.“; „Auch im Berufsleben kann man sich nicht immer
aussuchen, mit wem man zusammenarbeitet, und wird vielleicht auf schwierige Charakter
oder Menschen, mit denen man nicht so gut klar kommt, treffen.“
Hinderlich wurde die Berufstätigkeit fast aller Studierender wahrgenommen, insbesondere
wurde durch unterschiedliche Arbeitszeiten und -belastungen die Zeitplanung erschwert.
Hinzu kam der verhältnismäßig hohe wahrgenommene Aufwand für die
Lehrveranstaltungen. Allerdings wurde dieser Aufwand durch das Erreichen eines attraktiven
Ziels wieder etwas relativiert: „Die Konferenz hat dem gesamten Paper einen
ansprechenden Rahmen gegeben bzw. die Mühen auch belohnt und somit dem Paper einen
tieferen Sinn gegeben.“; „Obwohl ich anfangs großen Respekt vor der Aufgabenstellung
hatte, da mir der große Arbeitsaufwand für ein ordentliches Paper bewusst war, bin ich
im Nachhinein stolz, während des Studiums ein Paper mitverfasst zu haben, das in einer
wissenschaftlichen Konferenz präsentiert wird.“
Alle Gruppen halten die angewandte Lernmethode für gut oder sehr gut und plädieren für
eine Weiterführung. Dies zeigt, dass die Ausrichtung der Lehre in der angesprochenen
Form auf einem guten Weg ist. „Ich würde diese Lernmethode jederzeit anderen
Methoden wie Klausuren oder Kurztests vorziehen, da das erarbeitete Wissen längeren
Bestand hat und meiner Meinung nach sinnvoller erscheint. Auch die Erfahrung, dies in
Zusammenarbeit mit einer anderen Hochschule zu absolvieren, war sehr reizvoll und
lehrreich, vor allem im Hinblick auf das Erlernen neuer Ansätze und Perspektiven.“; „Es
handelt sich dabei wohl um die beste Lernmethode, die es gibt, da man sich mit der
Thematik intensiv beschäftigen muss.“
Vergleicht man in der quantitativen Erhebung (N=16 von 34) die Bewertung der
Mediennutzung für die interuniversitäre Zusammenarbeit (Tab. 1, WS 2015), so zeigt sich,
dass der Direktkontakt über den Zeitverlauf3 stabil als nützlich bzw. sehr nützlich
eingeschätzt wird. Chat und Forum verlieren an Bedeutung, dafür gewinnen Social Media
und Videokonferenz. E-Mail wird zunehmend auch als weniger nützlich für die
Zusammenarbeit eingeschätzt. Für die Ausarbeitung der wissenschaftlichen Artikel
3 Die vergleichenden Ergebnisse beziehen sich auf die Gesamtstudie [KH14], bei der interuniversitäre
Lernszenarien (gemeinsame Bearbeitung einer Fallstudie, Präsentation der Ergebnisse am jeweiligen
Standort) seit WS 2010 erprobt und untersucht werden, N=325
wurden die Shared Spaces wie Google Docs oder Dropbox als besonders nützlich
eingeschätzt (ø 3,9 von 4).</p>
        <p>WS 2010</p>
        <p>SS 2012</p>
        <p>SS 2013</p>
        <p>SS 2014</p>
        <p>WS 2015
Medien
Direktkontakt
Audiokommunikation
(auch Telefonie)
Social Media
Videokonferenz
E-Mail
Chat
Forum
3,5
3,2
2,6
Für die Studierenden waren die ersten Phasen der Gruppenbildung besonders entscheidend
für den Erfolg in der Lerngruppe, dies spiegelt sich sowohl in der quantitativen als auch
in der qualitativen Untersuchung wieder. 40% gaben an, für das Kennenlernen keine Zeit
aufgewendet zu haben, in den Reflexionsberichten wurde dies aber bemängelt. Die zeitlich
intensivsten Phasen waren Themenfindung (60 % benötigten mehr als 7 Tage) bzw. die
individuelle Ausarbeitung des Textes (die Hälfte der befragten benötigte mehr als 15
Tage), die gemeinsame Bearbeitung des Textes viel merklich kürzer aus (40% gaben
weniger als einen Tag bzw. fand nicht statt an).</p>
        <p>Gruppenphase
Kennenlernen
Themenfindung
Gliederung
Arbeitsteilung, Planung
Individuelle Ausarbeitung von Textabschnitten
Gemeinsame Bearbeitung des Textes
Erstellung der Präsentationsmaterialien
Ergebnis dieser Arbeit ist vor Allem das getestete, evaluierte und weiterentwickelte
Prozessmodell für die Umsetzung einer interuniversitären, interdisziplinären und
länderübergreifenden Lehrveranstaltung. Der Ablauf basiert auf den Modellen von Kolb
bzw. Wildt und wurde für die Bedürfnisse dieses Lehrveranstaltungstypus zum</p>
        <p>Forschenden Lernen weiterentwickelt und adressiert die “höhere” Dimension der
kognitiven Prozesse in der Bloomschen Taxonomie.</p>
        <p>Die Studierenden hatten für die Zusammenarbeit die freie Auswahl an technischen
Hilfsmitteln und Werkzeugen. Diese Freiheit war im beschriebenen Setting durchaus
zielführend, da eine hohe Medienkompetenz und Technikaffinität gegeben war.
Durchschnittlich wurden vier verschiedene Werkzeuge zusätzlich zu Moodle und Adobe
Connect eingesetzt, weit verbreitet waren neben E-Mail und Skype auch Google Docs
oder Microsoft oneDrive. Es konnte kein signifikanter Zusammenhang zwischen der
Anzahl der Werkzeuge und der Qualität des Endergebnisses gefunden werden.
Aus der Evaluation der Lehrveranstaltung mittels qualitativer Befragung in Form eines
Lernprotokolls sowie der quantitativen Untersuchung in Form des Online-Fragebogens
kann zusammenfassend ein durchweg positives Resümee gezogen werden, was die
Machbarkeit des Lernszenarios betrifft (vgl. Forschungsfrage 1). Alle Schritte des
diskutierten Prozessmodells wurden von den Studierenden überwiegend gut oder sehr gut
beurteilt, wenngleich der Gesamtaufwand als eher hoch eingestuft wurde. Insbesondere
die durchgeführte Forschungswerkstatt und das Peer Review trugen deutlich zum
erfolgreichen Abschluss der Lehrveranstaltung mit veröffentlichungsfähigen Artikeln bei.
“Auch wenn die Ausarbeitung dieses Papers so anstrengend wie sonst keine während
meines Studiums war, würde ich diese Kooperation mit der Hochschule Magdeburg auch
für die kommenden Jahre empfehlen. Nicht nur, dass wir um eine Erfahrung reicher sind,
es ist auch interessant zu sehen, dass Studenten von einer anderen Universität teilweise
ganz andere Ansätze haben. Die Chance, das Paper auf der Cross Media Konferenz
präsentieren zu können, ist toll und wird sich für mich so schnell nicht wieder bieten. Auch
die Arbeit mit virtuellen Teams stellt, auch wenn nicht immer ganz einfach, eine
Bereicherung für uns alle dar – eine Erfahrung, die auch im Arbeitsalltag in der heutigen
Zeit hilfreich sein kann.”
Nicht unterschlagen werden soll, dass das Lernszenario von den Lehrenden eine intensive
Betreuung und einen hohen Koordinationsaufwand verlangt (vgl. dazu [HK16], S. 326).
Das Lernergebnis mit 6 von 12 angenommenen Publikationen der Studierenden zeigt, dass
dieser Aufwand lohnt. Das vorgestellte Prozessmodell soll in einem entsprechenden
Setting im WS 2016/17 erneut zum Einsatz kommen und vergleichend evaluiert werden.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-4-2">
        <title>Literaturverzeichnis</title>
        <p>[AKB01] Anderson, L. W.; Krathwohl, D. R.; Bloom, B. S.: A taxonomy for learning, teaching, and
assessing: A revision of Bloom's taxonomy of educational objectives. Allyn &amp; Bacon,
2001.
[Bu09] Bundesassistentenkonferenz, H. A.: Forschendes Lernen - wissenschaftliches Prüfen:
Ergebnisse der Arbeit des Ausschusses für Hochschuldidaktik. UVW, Webler. 2009.</p>
      </sec>
    </sec>
  </body>
  <back>
    <ref-list>
      <ref id="ref1">
        <mixed-citation>
          <string-name>
            <surname>Cobb</surname>
            ,
            <given-names>P.</given-names>
          </string-name>
          ;
          <string-name>
            <surname>Confrey</surname>
            ,
            <given-names>J.</given-names>
          </string-name>
          ; Lehrer,
          <string-name>
            <surname>R.</surname>
          </string-name>
          ; Schauble,
          <string-name>
            <surname>L.</surname>
          </string-name>
          :
          <article-title>Design experiments in educational research</article-title>
          .
          <source>Educational researcher</source>
          ,
          <volume>32</volume>
          (
          <issue>1</issue>
          ),
          <fpage>9</fpage>
          -
          <lpage>13</lpage>
          .
          <year>2003</year>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref2">
        <mixed-citation>
          [HK16]
          <string-name>
            <surname>Herzog</surname>
            ,
            <given-names>M.A.</given-names>
          </string-name>
          ;
          <string-name>
            <surname>Katzlinger</surname>
            ,
            <given-names>E.</given-names>
          </string-name>
          :
          <article-title>Peer Review from Teachers' Perspective. Comparing Five E-Business Learning Scenarios in Higher Education</article-title>
          . In:
          <article-title>State-of-the-Art and Future Directions of Smart Learning</article-title>
          . Springer Singapore.
          <volume>319</volume>
          -
          <fpage>331</fpage>
          .
          <year>2016</year>
          [Hu09] [Fi13]
          <string-name>
            <surname>Huber</surname>
            ,
            <given-names>L.</given-names>
          </string-name>
          :
          <article-title>Warum Forschendes Lernen nötig und möglich ist, Forschendes Lernen im Studium</article-title>
          .
          <source>Aktuelle Konzepte und Erfahrungen</source>
          ,
          <fpage>9</fpage>
          -
          <lpage>35</lpage>
          .
          <year>2009</year>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref3">
        <mixed-citation>
          <string-name>
            <surname>Fichten</surname>
            ,
            <given-names>W.</given-names>
          </string-name>
          :
          <article-title>Über die Umsetzung und Gestaltung Forschenden Lernens im Lehramtsstudium. Verschriftlichung eines Vortrags auf der Veranstaltung „Modelle Forschenden Lernens“ in der Bielefeld School of Education 2012</article-title>
          , Schriftenreihe Lehrerbildung in Wissenschaft,
          <source>Ausbildung und Praxis</source>
          .
          <year>2013</year>
          . https://www.unioldenburg.de/fileadmin/user_upload/diz/download/Publikationen/Lehrerbildung_Online/ Fichten_01_2013_Forschendes_Lernen.pdf.
          <source>Stand: 30.7</source>
          .
          <year>2016</year>
          [KH14]
          <string-name>
            <surname>Katzlinger</surname>
            ,
            <given-names>E.</given-names>
          </string-name>
          ;
          <string-name>
            <surname>Herzog</surname>
            ,
            <given-names>M. A.</given-names>
          </string-name>
          :
          <article-title>Intercultural Collaborative Learning Scenarios in EBusiness Education: Media Competencies for Virtual Workplaces</article-title>
          . In (Issa,
          <string-name>
            <given-names>T.</given-names>
            ;
            <surname>Isaias</surname>
          </string-name>
          ,
          <string-name>
            <surname>P.</surname>
          </string-name>
          ; Kommers, P.; eds.):
          <article-title>Multicultural Awareness and Technology in Higher Education: Global Perspectives</article-title>
          .
          <source>IGI Global</source>
          ,
          <string-name>
            <surname>Hershey</surname>
            <given-names>PA</given-names>
          </string-name>
          ,
          <fpage>24</fpage>
          -
          <lpage>46</lpage>
          .
          <year>2014</year>
          [Ko84]
          <string-name>
            <surname>Kolb</surname>
            ,
            <given-names>D. A.</given-names>
          </string-name>
          :
          <article-title>Experiential Learning: Experience as the Source of Learning and Development</article-title>
          , Prentice-Hall, Inc.,
          <string-name>
            <surname>Englewood Cliffs</surname>
            ,
            <given-names>N.J.</given-names>
          </string-name>
          <year>1984</year>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref4">
        <mixed-citation>
          [KOR95]
          <string-name>
            <surname>Kolb</surname>
            ,
            <given-names>D. A.</given-names>
          </string-name>
          ;
          <string-name>
            <surname>Oslond</surname>
            ,
            <given-names>J.</given-names>
          </string-name>
          ;
          <string-name>
            <surname>Rubin</surname>
            ,
            <given-names>I.: Organizational</given-names>
          </string-name>
          <string-name>
            <surname>Behavior</surname>
          </string-name>
          .
          <article-title>An experimental approach</article-title>
          . Englewood Cliffs: Prentice Hall.
          <year>1995</year>
          [KH15]
          <string-name>
            <surname>Kergel</surname>
            ,
            <given-names>D.</given-names>
          </string-name>
          ;
          <string-name>
            <surname>Heidkamp</surname>
            ,
            <given-names>B.</given-names>
          </string-name>
          :
          <article-title>Forschendes Lernen mit digitalen Medien</article-title>
          . Ein Lehrbuch:# theorie# praxis# evaluation, Waxmann Verlag.
          <year>2015</year>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref5">
        <mixed-citation>
          [Mu16]
          <string-name>
            <surname>Muckel</surname>
            ,
            <given-names>P.</given-names>
          </string-name>
          :
          <article-title>Lernen zu forschen: Ideen der Grounded Theory-Methodologie für eine Konzeption des Forschungsprozesses im forschungsbasierten Lernen</article-title>
          ,
          <source>Forschendes Lernen 2.0</source>
          . Springer.
          <year>2016</year>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref6">
        <mixed-citation>
          [Re05] [Re11] [Ru16] [Wi09]
          <string-name>
            <surname>Reinmann</surname>
            ,
            <given-names>G.</given-names>
          </string-name>
          :
          <article-title>Innovation ohne Forschung? Ein Plädoyer für den Design-Based ResearchAnsatz in der Lehr-Lernforschung</article-title>
          . Unterrichtswiss.,
          <volume>33</volume>
          (
          <issue>1</issue>
          ),
          <fpage>52</fpage>
          -
          <lpage>69</lpage>
          .
          <year>2005</year>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref7">
        <mixed-citation>
          Hrsg.): Medien &amp;
          <article-title>Bildung: Institutionelle Kontexte und kultureller Wandel</article-title>
          . Wiesbaden, VS Verlag für Sozialwissenschaften.
          <year>2011</year>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref8">
        <mixed-citation>
          <string-name>
            <surname>Rumpf</surname>
            ,
            <given-names>D.</given-names>
          </string-name>
          :
          <article-title>Forschendes Lernen und Forschen lernen in Hochschullernwerkstätten, In (Schude, S.;</article-title>
          <string-name>
            <surname>Bosse</surname>
            ,
            <given-names>D.</given-names>
          </string-name>
          ;
          <string-name>
            <surname>Klusmeyer</surname>
            ,
            <given-names>J.</given-names>
          </string-name>
          , Hrsg.):
          <article-title>Studienwerkstätten in der Lehrerbildung: Theoriebasierte Praxislernorte an der Hochschule</article-title>
          . Wiesbaden, Springer Fachmedien Wiesbaden.
          <year>2016</year>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref9">
        <mixed-citation>
          <string-name>
            <surname>Wildt</surname>
            ,
            <given-names>J.</given-names>
          </string-name>
          : Forschendes Lernen:
          <article-title>Lernen im „Format“ der Forschung</article-title>
          .
          <source>journal hochschuldidaktik</source>
          ,
          <volume>20</volume>
          (
          <issue>2</issue>
          ),
          <fpage>4</fpage>
          -
          <lpage>7</lpage>
          .
          <year>2009</year>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref10">
        <mixed-citation>
          [Wo16]
          <string-name>
            <surname>Wolf</surname>
            ,
            <given-names>D. K.</given-names>
          </string-name>
          :
          <article-title>Forschendes Lehren mit digitalen Medien: wie forschendes Lernen durch Teilhabe und mediale Unterstützung gelingen kann</article-title>
          , In (Kergel,
          <string-name>
            <given-names>D.</given-names>
            ;
            <surname>Heidkamp</surname>
          </string-name>
          ,
          <string-name>
            <given-names>B.</given-names>
            ,
            <surname>Hrsg</surname>
          </string-name>
          .):
          <article-title>Forschendes Lernen 2.0: Partizipatives Lernen zwischen Globalisierung und medialem Wandel</article-title>
          . Wiesbaden, Springer Fachmedien Wiesbaden.
          <year>2016</year>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
    </ref-list>
  </back>
</article>