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        <journal-title>Potsdam, Germany, September</journal-title>
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        <article-title>E-Learning-Einführung für Studierende des ersten Semes- ters in Form eines Online-Seminars</article-title>
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          <string-name>Thomas Schöftner</string-name>
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          <string-name>Petra Traxler</string-name>
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          <string-name>Wolfgang Prieschl</string-name>
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          <string-name>und Michael Atzwanger</string-name>
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          <string-name>Ziele</string-name>
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          <label>0</label>
          <institution>Organisation</institution>
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        <year>2016</year>
      </pub-date>
      <volume>11</volume>
      <issue>2016</issue>
      <fpage>125</fpage>
      <lpage>129</lpage>
      <abstract>
        <p>An der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz war im Studienjahr 2012/13 erstmalig ein Online-Kurs zur E-Learning-Einführung Teil der sogenannten Studieneingangsphase für Studierende des ersten Semesters. Der vorliegende Artikel beschreibt die Inhalte dieses (Moodle)Kurses sowie die während der Online-Phase gemachten Erfahrungen. E-Learning ist ein integraler Teilbereich der Studieneingangsphase für Studierende des ersten Semesters aller Ausbildungszweige (Volksschullehrer/-innen, Lehrer/-innen für Hauptschule/Neue Mittelschule, Sonderschullehrer/-innen und Religionslehrer/-innen) an der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz [PHDL]. Im Wintersemester 2012/2013 wurde die E-Learning-Einführung nach einer einleitenden Präsenzveranstaltung erstmals zur Gänze als Online-Seminar abgewickelt. Zielsetzung war, die Studierenden mit den für E-Learning erforderlichen Werkzeugen, die sie während ihres Studiums an der PHDL immer wieder einsetzen werden, vertraut zu machen. Das Kennenlernen bzw. ein Heranführen an die wichtigsten Funktionen der Lernplattform (Moodle) und der Umgang damit waren daher wesentliche Aspekte. Primäres Ziel war demnach eine elementare Schulung der Nutzungskompetenzen der Handhabe der nötigen digitalen Werkzeuge. Basis für die Durchführung des Online-Seminars war die hochschuleigene Moodle-Instanz. Die rund 280 Studierenden wurden in Gruppen zu etwa 30 Teilnehmer/-innen eingeteilt. Jeweils ein Tutor bzw. eine Tutorin betreute einen der 10 parallel laufenden Kurse. Eingeleitet wurde das Online-Seminar mit einem "Medientag" als Präsenzveranstaltung, dessen Schwerpunkt, neben organisatorischen Informationen, zwei Vorträge mit medien-</p>
      </abstract>
      <kwd-group>
        <kwd>Lernplattform</kwd>
        <kwd>Moodle</kwd>
        <kwd>E-Learning</kwd>
        <kwd>Online-Lernen</kwd>
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    <sec id="sec-1">
      <title>-</title>
      <p>3</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Inhalte</title>
      <p>Inhaltlich umfasste der Online-Kurs unterschiedliche Bereiche (Foren, kollaboratives
Arbeiten in der Cloud etc.), die das Arbeiten mit den für die Studierenden wesentlichen
Moodle-Funktionen abdeckten. Zusätzlich wurden noch Aufgaben zur Nutzung der
hochschuleigenen Studienbibliothek integriert.
3.1</p>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>Einstieg in die Lernplattform</title>
        <p>Die Studierenden erhielten eine Begrüßungsmail, in der sie aufgefordert wurden, ihr
Nutzerprofil zu überprüfen und nötigenfalls zu korrigieren oder zu ergänzen. Außerdem sollte
ein Benutzerbild hochgeladen werden.</p>
        <p>Abbildung 1: Titelbereich des Moodle-Kurses
3.2</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-2">
        <title>Das Forum als Werkzeug zu Kommunikation in Online-Kursen</title>
        <p>Die Studierenden hatten die Aufgabe, in einem Forum zu den Inhalten der beiden Vorträge
im Rahmen des Medientages zu diskutieren. Dabei mussten die Teilnehmer/-innen im
Forum ein neues Thema anlegen und auf Forumsbeiträge ihrer Kollegen/-innen antworten.</p>
        <p>E-Learning-Einführung für Studierende in Form eines Online-Seminars 127</p>
        <p>Abbildung 2: Themenbereich zum Forum
3.3
Die Aufgaben in diesem Abschnitt machten die Studierenden mit der Nutzung der
Bibliothek / Mediathek der Hochschule vertraut. Es mussten mit Hilfe der Online-Suche
Informationen zu einem vorgegebenen Buch ermittelt und eine Buchseite eingescannt werden.
Zusätzlich war auch noch eine Aufgabe zum korrekten Zitieren zu erledigen. Sämtliche
Informationen wurden in einem Textdokument zusammengefasst und in einer
MoodleAufgabe hochgeladen.</p>
        <p>Abbildung 3: Themenbereich zu den Bibliotheksaufgaben
3.4</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-3">
        <title>Selbsteinschätzung der digitalen Kompetenzen</title>
        <p>Eine weitere Aufgabe war die Beantwortung eines Online-Fragebogens zu den eigenen
Erfahrungen und Gewohnheiten im Umgang mit den neuen Medien.</p>
        <p>Abbildung 4: Themenbereich zur Selbsteinschätzung, Digicheck
4</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Befragungen | Umfrageergebnisse</title>
      <p>Zu Beginn des Online-Seminars wurden die Studierenden mithilfe eines Fragebogens zu
ihren bisherigen Erfahrungen im Umgang mit neuen Medien befragt. Die Ergebnisse
dieser Befragung stellen sich wie folgt dar:








99.6 % der Teilnehmer/-innen gaben an, dass ihnen auch außerhalb der PHDL ein
Computer zur Verfügung steht.</p>
      <p>Bevorzugtes Gerät ist dabei der Laptop-Computer mit 95.7 %.</p>
      <p>Etwa ¾ der befragten Personen nutzen ein Smartphone, rund 10 % einen Tablet-PC.
Bevorzugter Dienst ist mit 97.8 % der Mailverkehr, gefolgt von Suchmaschinen
(91.8 %) und sozialen Netzwerken mit 88.6 %.</p>
      <p>Lernplattformen werden regelmäßig von 88.6 % genutzt.</p>
      <p>In ihrer bisherigen (Schul-)Laufbahn hat rund die Hälfte digitale Medien häufig
verwendet, 13.5 % selten oder nie.</p>
      <p>Nach Abschluss des Online-Seminars wurden die Studierenden in einer anonymen
Befragung gebeten, ihre Erfahrungen, Eindrücke und Meinungen zur Online-Phase mitzuteilen.
Die Auswertung ergab folgende erwähnenswerte Ergebnisse:</p>
      <p>Für 51 % war das Seminar der erste Kontakt mit E-Learning. 6.7 % gaben an,
Online-Lernen bereits oft praktiziert zu haben.</p>
      <p>Als wesentlicher Vorteil wurde die Orts- (91.1 %) bzw. Zeitunabhängigkeit
(85.6 %) gesehen, wobei 15.5 % Schwierigkeiten mit dem Zeitmanagement hatten.





5
Die Hälfte der Befragten gab an, dass die Eigenmotivation in Online-Seminaren
sehr hoch sein muss.
Für 65 % war das Seminar eine sehr gute bzw. bereichernde Erfahrung, 4.6 %
bezeichneten diese als abschreckend.</p>
      <p>Mehr als ein Drittel (37 %) wünschen sich weitere Online-Phasen im Laufe ihrer
weiteren Ausbildung bzw. ihres weiteren Studiums, sofern die Inhalte dafür
geeignet sind.
16 % bevorzugen ausschließlich Präsenzunterricht.</p>
      <p>Die Teilnehmer/-innen hatten darüber hinaus die Möglichkeit, im Fragebogen
Kommentare zu hinterlassen. Studierende mit wenig oder keiner IT-Vorerfahrung
bezeichneten hier die Aufgaben als teilweise sehr anspruchsvoll und zeitaufwändig.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Erfahrungen und Rückmeldungen der Tutor/-innen</title>
      <p>Die betreuenden Tutor/-innen bezeichneten das Online-Seminar als gut vorbereitet, sodass
während der Online-Phase nur wenige Korrekturen erforderlich waren. Die
Präsenzveranstaltung vor Beginn der Online-Phase erachteten alle Tutor/-innen als unabdingbar.
6</p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Ausblick</title>
      <p>Das Online-Seminar wurde auch in den kommenden Studienjahren durchgeführt.
Bezüglich der Inhalte und Aufgabenstellungen wurden aufgrund der gemachten Erfahrungen und
des Feedbacks der Teilnehmer/-innen geringfügige Modifizierungen bzw. Adaptionen
gemacht. Das Grundkonzept des Kurses blieb aber erhalten.</p>
      <p>Besonders an den Kritikpunkten seitens der Studierenden ohne oder mit geringer
ITErfahrung wird zu arbeiten sein, um die Akzeptanz von Online-Phasen in der Ausbildung
zu erhöhen und Online-Seminare in geeigneten Bereichen als brauchbare Alternative zu
Präsenzveranstaltungen künftig (noch weiter) etablieren zu können.</p>
    </sec>
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          <article-title>6 % empfanden die Erklärungen umständlicher verglichen mit Präsenzphasen</article-title>
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