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        <article-title>Technologiegestütztes Lernen im Arbeitsprozess am (digitalen) Arbeitsplatz</article-title>
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      <title>-</title>
      <p>Workshop im Rahmen der DeLFI 2016
11. September 2016 in Potsdam</p>
      <p>Raphael Zender (Hrsg.): Proceedings of DeLFI Workshops 2016
co-located with 14th e-Learning Conference of the German Computer Society (DeLFI 2016)
Potsdam, Germany, September 11, 2016 172
Technologiegestütztes Lernen im Arbeitsprozess am
(digitalen) Arbeitsplatz
Christoph Rensing1, Nils Malzahn2 , Thomas Prescher3 und Carsten Ullrich4
Die Arbeitswelt ändert sich durch bedeutsame Entwicklungen wie die zunehmende Digitalisierung
von Geschäfts- und Produktionsprozessen sowie die flexiblerer an den Kunden orientierte
Gestaltung von Dienstleistungsangeboten. Häufig wird dies unter dem Schlagwort Industrie 4.0
zusammengefasst. All diese Aspekte führen zu sich stetig ändernden Anforderungen an die
Erwerbstätigen. Praktische Fähigkeiten können durch die Digitalisierung der Arbeits- und
Produktionsprozesse in den Hintergrund treten, wohingegen Fähigkeiten zur Kontrolle und
schnellen und kompetenten Beurteilung von (kritischen) Situationen im Arbeitsprozess
bedeutsamer werden. Gleichzeitig bietet die Digitalisierung aber auch eine Unterstützung der
praktischen Tätigkeiten, in dem über kollaborative Elemente und Arbeitsorganisationstools der
Arbeitsprozess strukturiert und gesteuert werden kann. Das in komplexen beruflichen Situationen
notwendige Wissen kann in seiner Breite nicht mehr vorab erworben werden, sondern muss
vielmehr situationsbezogen zur Verfügung gestellt werden. Zugleich spielt Erfahrungswissen eine
größere Rolle.</p>
      <p>Ausgehend von diesen Entwicklungen besteht ein enormer Bedarf an neuen Formen der
Gestaltung von Lernen und Wissenserwerb. In diesem Bereich bietet der Einsatz von Technologien viele
Potenziale. Weiterbildung der Mitarbeiter/innen erfolgt schon heute zu großen Teilen in
informeller Form, d.h. über Erfahrungen, die im betrieblichen Kontext in Arbeitshandlung
gesammelt werden. Verschiedene Formen des informellen beruflichen Kenntniserwerbs sind weit
verbreitet. So berichtet der Weiterbildungsbericht z.B. von 35% der Beschäftigten, die mittels
berufsbezogener Fachliteratur lernen, und von 38%, die durch Beobachten und Ausprobieren am
Arbeitsplatz lernen. Die Nutzung von digitalen Lernangeboten fällt demgegenüber noch deutlich
geringer aus. Informelles Lernen ist u.a. dadurch gekennzeichnet, dass es ein wenig bewusster
Prozess ist. Lerntechnologien können Maßnahmen zur Unterstützung dieser Lernformen bieten,
beispielsweise indem die Aufmerksamkeit auf den Lernprozess gelenkt wird oder die
Reflexionsfähigkeit gestärkt wird.</p>
      <p>In der Tradition der Workshops zu „Web2.0 in der beruflichen Aus- und Weiterbildung“ (DeLFI
2011 - 2013) und Assistenz- und Lerndienste für den technischen Arbeitsplatz (DelFI 2015) hat
sich auch dieser Workshop erneut zum Ziel gesetzt den wissenschaftlichen Austausch in diesem
Themenfeld zu stimulieren.
In diesem Jahr haben wir 11 Einreichungen erhalten von denen acht eine Qualität hatten, die für
einen diskursiven Workshop angemessen sind. Die Beiträge sind allesamt inspirierend und regen
zur Diskussion an. Sie zeigen in eindrucksvoller Art und Weise, dass das Lernen am Arbeitsplatz
spezifische Anforderungen hat, die sich von der allgemeinen Bildung in (Hoch-)Schulen
unterscheidet. Die Schwerpunkte der Einreichungen entsprechen der Breite des zu bearbeitenden
Themenfelds und der damit verbundenen Vielfalt der Herausforderungen. Es sind sowohl Beiträge
dabei, die sich mit den Rahmenbedingungen in denen Lehr-/Lernsysteme zum Einsatz kommen
näher untersuchen als auch Beiträge, die sich mit dem Einführungsprozess neuer Lerntechnologien
am Arbeitsplatz beschäftigen. Selbstverständlich werden auch neue Assistenz- und
Lernumgebungen vorgestellt.</p>
      <p>Vor dem Hintergrund der vom BMBF geförderten Förderlinien zu Digitalen Medien in der
beruflichen Bildung und den Diskussionen, die in diesem Workshop nur begonnen werden
können, scheint die Fortsetzung dieser Workshop-Serie auch in den kommenden Jahren
lohnenswert und aussichtsreich.</p>
      <p>Programmkomitee
Nils Malzahn (RIAS e.V.)
Christoph Rensing (TU Darmstadt)
Ulrich Hoppe (Uni Duisburg-Essen)
Norbert Reithinger (DFKI GmbH)
Daniel Versick (Uni Rostock)</p>
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      <title>Thomas Prescher (TU Kaiserslautern)</title>
    </sec>
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      <title>Carsten Ullrich (DFKI GmbH)</title>
    </sec>
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      <title>Thomas Köhler (TU Dresden)</title>
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    <sec id="sec-5">
      <title>Djamshid Tavangarian (Uni Rostock)</title>
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      <title>Raphael Zender (Uni Potsdam)</title>
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