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        <journal-title>Potsdam, Germany, September</journal-title>
      </journal-title-group>
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      <title-group>
        <article-title>Implementierung eines Aufnahmewerkzeugs f u¨r die semi-automatische Erstellung von Lernszenarien</article-title>
      </title-group>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Glenn Schu¨ tze</string-name>
          <email>glenn.schuetze@dfki.de</email>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Ines Averbeck</string-name>
          <email>iaverbeck@i</email>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Julia Finken</string-name>
          <email>nken@i</email>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Sebastian Freith</string-name>
          <email>freith@lps.rub.de</email>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>und Carsten Ullrich</string-name>
          <email>carsten.ullrich@dfki.de</email>
        </contrib>
      </contrib-group>
      <pub-date>
        <year>2016</year>
      </pub-date>
      <volume>11</volume>
      <issue>2016</issue>
      <fpage>195</fpage>
      <lpage>201</lpage>
      <abstract>
        <p>Die Komplexita¨t der Bedienung von Fertigungsmaschinen in der industriellen Produktion nimmt stetig zu. Dies geht einher mit sich vera¨ndernden Anforderungen hinsichtlich des erforderlichen Wissens, Fertigkeiten und Kompetenzen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Fu¨ r die Fo¨ rderung der Kompetenzen in der beruflichen Bildung sollen die betrieblichen Arbeitsta¨tigkeiten multimedial erhoben und anschließend semi-automatisch in adaptive, didaktisch aufbereitete Lernszenarien transformiert werden. Dieser Beitrag beleuchtet den aktuellen Stand der Entwicklung, der Evaluation und der organisationalen Integration des dafu¨ r entwickelten Aufnahmewerkzeugs.</p>
      </abstract>
      <kwd-group>
        <kwd>Digitale Medien</kwd>
        <kwd>Anwenderunterstu¨ tzung</kwd>
        <kwd>Ausbildung</kwd>
        <kwd>Mitarbeiterqualifikation</kwd>
        <kwd>Training-on-the-job</kwd>
        <kwd>Maschinenkomplexita¨t</kwd>
        <kwd>Fertigungsmaschinen</kwd>
      </kwd-group>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>-</title>
      <p>2</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Entwicklung eines Aufnahmewerkzeugs</title>
      <p>Ein Ziel des Projekts besteht darin, Arbeitsprozesswissen so zu erheben, dass aus
diesen Aufnahmen adaptive Lernszenarien generiert werden ko¨nnen [FK15]. Unter einem
Lernszenario verstehen wir eine multimediale Darstellung eines Arbeitsprozesses, unter
bewusstem Einsatz didaktisch fundierter Lehrmethoden.
2.1</p>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>Aufbau des Systems</title>
        <p>Das Aufnahmesystem besteht aus einem Server und einem Tablet, die u¨ber ein WLAN
miteinander verbunden sind. Fu¨r Ta¨tigkeiten, bei denen beide Ha¨nde beno¨tigt werden,
kann zusa¨tzlich eine Action-Cam verwendet werden. Die tragbaren Gera¨te haben den
Vorteil, dass die Arbeitsprozessaufnahme in den Betriebsablauf integriert werden kann. Der
Aufnahmeprozess wird von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter u¨ber das Tablet
gesteuert. Mit Tablet oder Action-Cam ko¨nnen Fotos oder Videos erstellt werden. Alle
Medien werden strukturiert auf einem Server gespeichert. In Abb. 1 wird das Setting zur
Arbeitsprozessaufnahme schematisch dargestellt.</p>
        <p>Abb. 1: Aufbau des Systems zur Aufnahme von Arbeitsprozessen
2.2</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-2">
        <title>Modellierung von Arbeitsprozessen</title>
        <p>Die Erhebung von Arbeitsprozessen und die nachfolgende Erstellung von
Lernszenarien erfordert ein Arbeitsprozessmodell. In der industriellen Produktion sind fu¨r die
Analyse von Arbeitsprozessen Zeitstudien nach den Methoden Methods-Time Measurement
(MTM) [BL12] oder REFA [Bi05] u¨blich. Bei beiden Methoden liegt das Ziel nicht in der
Erstellung didaktisch fundierter Lernszenarien, sondern in der Erstellung eines Systems
vorbestimmter Zeiten zur Ermittlung von Plan- und Vorgabezeiten. MTM legt den Fokus
der Modellierung auf die Ru¨ckfu¨hrung jeglicher Bewegungen auf verschiedene
Grundbewegungen wie bspw. hinlangen, greifen usw. und wird besonders in der Planung von
Arbeitsprozessen verwendet. Mit REFA werden manuelle Ta¨tigkeiten beobachtet und die
jeweils beno¨tigte Zeit gestoppt. Fu¨r die Aufnahme von Arbeitsta¨tigkeiten im laufenden
Betrieb wa¨re die Aufnahme aller manuellen Handlungen, in der durch MTM und REFA
geforderten Granularita¨t, zu zeitintensiv.</p>
        <p>Aufnahmewerkzeug fu¨r die semi-automatische Erstellung von Lernszenarien 197
Im Projekt PLuTO8, in dem Arbeitsprozess- und Erfahrungswissen multimedial erhoben
wird, so dass es in eine Wissensplattform integriert werden kann, werden
Wartungsprozesse an Werkstattmaschinen erhoben und semi-automatisch verschlagwortet. Die
aufgenommenen Inhalte und Metadaten werden in einer Ontologie gespeichert [Bl15]. Hier
werden allerdings nicht gesamte Arbeitsprozesse betrachtet, sondern Einzelta¨tigkeiten im
Bereich der Wartung von Maschinen. Im Projekt APPsist9 werden intelligente
Wissensund Assistenzdienste entwickelt, die Bescha¨ftigte in Werkshallen adaptiv bei ihren
Arbeitsta¨tigkeiten unterstu¨tzen. Ziel ist die Ermo¨glichung einer breitgefa¨cherten
Weiterentwicklung der Bescha¨ftigten [Ul15]. Fu¨r die Erhebung und Modellierung von
Arbeitsprozessen wird bei APPsist BPMN10 als Prozessbeschreibungssprache verwendet, mit der
sich beliebige Arbeitsprozesse modular und wiederverwendbar mit beliebiger Granularita¨t
darstellen lassen. BPMN bietet allerdings keine einfache Mo¨glichkeit, Handlungen in
eine auslo¨sende und resultierende Situation einzubetten. Diese Einbettung hat jedoch bei
der Erstellung von Lernszenarien den Vorteil, dass den Lernenden Feedback angeboten
werden kann. So ko¨nnen sie die Ist- bzw. Soll-Situation ihrer Handlung mit der Ist- bzw.
Soll-Situation der dargestellten Handlung vergleichen.</p>
        <p>Abb. 2: Arbeitsprozessmodell in DigiLernPro
Als Grundlage zur Erstellung des Modells dienten unterschiedliche Arbeitsprozesse in den
Anwendungsbereichen der Projektpartner aus der industriellen Produktion. Dazu geho¨ren
bspw. Inbetriebnahmen, Sto¨rungsbeseitigungen und Umru¨stungen von Maschinen oder
das Messen mit Messinstrumenten. Wie in Abb. 2 dargestellt, besteht jeder dieser
Arbeitsprozesse aus einzelnen Arbeitsprozessschritten, die sequentiell nacheinander
ausgefu¨hrt werden. Ein Arbeitsprozessschritt besteht nicht nur aus einer Ta¨tigkeit, sondern
beinhaltet ebenso eine der Ta¨tigkeit vorangehende Ist-Situation (z. B. Auslo¨ser) und eine der
Ta¨tigkeit folgende Soll-Situation (z. B. Effekt). Die Beschreibung von Ist- bzw.
Soll-Situationen in Arbeitsprozesschritten bietet den Lernenden bei der spa¨teren Durchfu¨hrung des
Lernszenarios die Mo¨glichkeit, die Effekte ihrer durchgefu¨hrten Ta¨tigkeiten mit den
Vorgaben zu vergleichen.
8 http://www.plutoprojekt.de/index.php/de/
9 http://www.appsist.de/
10 http://www.omg.org/spec/BPMN/</p>
        <p>Zu einer Ta¨tigkeit ko¨nnen Warnhinweise, typische Fehler und Zusatzinformationen
erhoben werden. Warnhinweise dienen zur Erhebung von Arbeitssicherheitsinformationen,
bspw. ein Hinweis auf die Notwendigkeit, eine Arbeitsschutzbrille zu tragen.
Mit der Aufnahme von Zusatzinformationen ko¨nnen Tipps und Tricks aufgenommen oder
ein allgemeiner Bezug des Arbeitsprozesses oder des Betriebsmittels zu seinem Kontext
hergestellt und dargestellt werden. Das Ziel besteht dabei in der Motivationsfo¨rderung in
Bezug auf den aktuellen Arbeitsprozess, der Sinnhaftigkeit von Qualita¨tsanspru¨chen und
der Relevanz der Ta¨tigkeit fu¨r das entstehende Produkt.
2.3</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-3">
        <title>Mediale Darstellung von Arbeitsprozessen</title>
        <p>Das Aufnahmewerkzeug fu¨hrt auf dem Tablet Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die
Aufnahme von Arbeitsprozessen. Das Ziel besteht dabei in einer mo¨glichst vollsta¨ndigen
und medial sinnvollen Erhebung anhand von Fotos und Videos bzw. auch textuellen
Beschreibungen und der Einbindung von externen Dokumenten.</p>
        <p>Ist-Situation, Ta¨tigkeit und Soll-Situation werden nacheinander und multimedial erhoben.
Fotos und Videos ko¨nnen mit einer Action-Cam oder direkt mit dem Tablet aufgezeichnet
werden. Textuelle Beschreibungen in Form von Kommentaren ko¨nnen mit Hilfe der im
Tablet integrierten Spracheingabe aufgezeichnet werden. Nach Aufnahme eines Fotos kann
die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter direkt in dem Foto fu¨r den Arbeitsschritt relevante
Positionen kennzeichnen und kommentieren.</p>
        <p>Aus den so erhobenen Daten werden im Nachgang automatisch Lernszenarien generiert,
die adaptiv am Vorwissen einer Lernerin oder eines Lerners anknu¨pfen. Mit diesem
Schrittfu¨r-Schritt-Konzept der Aufnahme von Arbeitsprozessen soll die Aufmerksamkeit der
aufnehmenden Person so gelenkt werden, dass mo¨glichst keine Schritte vergessen werden.
3</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Evaluation der Usability</title>
      <p>Die Entwicklung des Aufnahmewerkzeugs in DigiLernPro wird von einer formativen
Evaluation begleitet, mit deren Hilfe (Verbesserungs-)Vorschla¨ge zur Softwareentwicklung,
organisationalen Integration und Akzeptanz der Technologie formuliert werden. Die Basis
des Projekts bildete eine Bestandsaufnahme zur Analyse der Ausgangsbedingungen und
der Anforderungen der Praxispartner, um an diese bei der Entwicklung des
mediendidaktischen Konzepts, der technologischen Anwendung und der organisationalen Integration
anknu¨pfen zu ko¨nnen. Im Folgenden werden die ersten Schritte der Usability-Evaluation
zur Weiterentwicklung des Aufnahmewerkzeugs vorgestellt.
3.1</p>
      <sec id="sec-3-1">
        <title>Vorgehensweise</title>
        <p>Die in Abschnitt 3.2 beschriebenen Ergebnisse basieren auf zwei Evaluationen: Einem
Expertenreview [SB11] hinsichtlich Software-Ergonomie und Barrierefreiheit (basierend</p>
        <p>Aufnahmewerkzeug fu¨r die semi-automatische Erstellung von Lernszenarien 199
auf der DIN EN ISO 9241-110 [DI08] sowie der BITV 2.0 [BI11]), um
grundlegende Probleme zu identifizieren, sowie zwei Workshops einschließlich Nutzertests [SB11],
um die Sicht der realen Benutzerinnen und Benutzer zu erheben. Die im
Expertenreview festgestellten Probleme wurden kategorisiert, hinsichtlich ihres Schweregrades
bewertet und vor der Durchfu¨hrung der Nutzertests im Aufnahmewerkzeug behoben. In den
Nutzertests wurden den Testpersonen Arbeitsaufgaben gestellt, die sie an ihrem
Arbeitsplatz durchfu¨hrten. Sie planten die Erhebung von Arbeitsprozessen und nahmen diese
mit dem Aufnahmewerkzeug auf. Hierbei wurden sie von den Testleiterinnen und
Testleitern beobachtet, wobei zusa¨tzlich die Think-Aloud-Methode [SB11] verwendet wurde.
Zu Auswertungszwecken wurde die Interaktion mit dem Aufnahmewerkzeug mittels einer
Screenrecording-Software und einer Videokamera aufgenommen.
3.2</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-2">
        <title>Erste Evaluationsergebnisse</title>
        <p>Die Ergebnisse des Expertenreviews und der Nutzertests umfassen Aspekte der
Bedienbarkeit bzw. Usability des Aufnahmewerkzeugs, der didaktischen Konzeptionierung sowie
der organisationellen Einbettung. Bema¨ngelt wurden z. B. die fehlende
Abbruchmo¨glichkeit bestimmter Vorga¨nge, wie das Erstellen eines Kommentars, oder fehlende
Funktionen hinter Interaktionselementen. Zudem gab es Probleme bzgl. der Versta¨ndlichkeit und
Erwartungskonformita¨t der Bedienung. Texte konnten nach dem Speichern nicht editiert
werden. Teils war nicht ersichtlich, wozu Interaktionselemente genutzt werden ko¨nnen
(z. B. durch unklare Symbolik) oder dass sie generell vorhanden sind. So wurde z. B. der
Logout-Button nicht gesehen bzw. nicht als wichtig erachtet. Auch die Mo¨glichkeit der
Spracheingabe zum Hinzufu¨gen von Text war nicht sofort ersichtlich.</p>
        <p>Der Aufbau des Systems bedarf einer Anpassung an die Rahmenbedingungen der
Arbeitsumgebung, vor allem um mo¨gliche Unfallquellen (z. B. durch Kabelverbindungen
zwischen den einzelnen Elementen) und den Umgebungsla¨rm so weit wie mo¨glich zu
reduzieren. Letzterer hatte deutlichen Einfluss auf die Qualita¨t der aufgenommenen
Audioinhalte und die Spracherkennung. Insgesamt wurde die Notwendigkeit eines didaktischen
Konzepts deutlich. Ein solches Konzept wird im Projektkontext ebenfalls erarbeitet,
konnte aufgrund der parallelen Entwicklung der Software bislang jedoch noch nicht in diese
integriert werden. Es wurde ersichtlich, dass ein didaktisches Konzept auch Hinweise zur
angemessenen Visualisierung von Arbeitsschritten enthalten sollte. In einem Test wurden
ausschließlich Videos eingesetzt, da diese laut Testperson anschaulicher seien. Ein
Review zeigte, dass die Arbeitsschritte anhand dieser Videos nicht nachvollzogen werden
konnten. Der Einsatz der Kamera wurde von Scheu begleitet, insbesondere, wenn diese
idealerweise auf dem Kopf zu tragen war. Obwohl fu¨r die Visualisierung der
Arbeitsschritte beide Ha¨nde beno¨tigt wurden, wurden eher verwackelte Aufnahmen in Kauf
genommen, als die Kamera auf den Kopf zu setzen. Bei der Abgrenzung der Arbeitsschritte
in Ist-Situation, Ta¨tigkeit und Soll-Situation konnten Unsicherheiten beobachtet werden,
da nicht immer klar wurde, welche Informationen den einzelnen Phasen zuzuordnen
waren. Es ist zu u¨berlegen, wie die Prozessorientierung bei der Aufnahme sta¨rker fokussiert
und unterstu¨tzt werden kann.
4</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Fazit und Ausblick</title>
      <p>Die rein technisch orientierte Implementierung und die darauf aufbauende Evaluation sind
fu¨r die ganzheitliche Implementierung eines solchen Systems nicht allein
ausschlaggebend. Vielmehr muss dies mit einem Konzept zur organisationalen Integration
einhergehen. Die organisationale Integration bescha¨ftigt sich mit der Einfu¨hrung des entwickelten
Lernsystems in den Arbeitsalltag der beteiligten Industriepartner, um ein
arbeitsplatzintegriertes Lernen zu ermo¨glichen. Hierzu mu¨ssen unterschiedliche Rahmenbedingungen
analysiert und konzeptionalisiert werden.</p>
      <p>Es hat sich gezeigt, dass eine große Herausforderung fu¨r Produktionsbetriebe das Schaffen
von Freira¨umen fu¨r die Erstellung von Lerninhalten darstellt. Es sind geeignete
Konzepte zu entwickeln, die eine Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermo¨glichen.
Aber auch die Aspekte der Einbeziehung des Betriebsrats, die Beachtung der Interessen
der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Beru¨cksichtigung von
Arbeitssicherheitsaspekten sowie die Qualita¨tssicherung der aufgenommenen Lernszenarien sind einige der
fokussierten Themenbereiche.</p>
      <p>Gleichzeitig ist es neben der organisationalen Integration unabdingbar, das bestehende
System sta¨ndig weiter zu entwickeln und zu evaluieren. Die Evaluation ist somit noch
nicht abgeschlossen. Die bisherige Evaluation hat gezeigt, dass das Aufnahmewerkzeug
geeignet ist, um Arbeitsprozesse aufzuzeichnen, aber auch, dass die Entwicklung eines
intuitiv zu bedienenden Aufnahmewerkzeugs voraussetzungsreich ist und dass die
Nutzerinnen und Nutzer Unterstu¨tzung bei der Erhebung der einzelnen Schritte beno¨tigen.
Bei der Aufnahme von Arbeitsprozessen muss nicht nur auf Vollsta¨ndigkeit und
Granularita¨t der Darstellungen geachtet werden, die Aufnahme muss ebenso einem
didaktischen Konzept folgen, da mit DigiLernPro nicht das Ziel verfolgt wird, ein
Assistenzsystem, sondern ein Lernsystem zu entwickeln, das am Vorwissen der Anwenderin oder des
Anwenders anknu¨pft. Dieses didaktische Konzept stellt eine große Herausforderung fu¨r
das Projekt dar und wird in den na¨chsten Monaten stark fokussiert. Eng damit
verbunden ist die Entwicklung des Wiedergabewerkzeugs, mit dessen Hilfe die Lernenden die
aus den erhobenen Arbeitsprozessen generierten Lernszenarien nutzen ko¨nnen. Hier wird
zu u¨berpru¨fen sein, ob die aufgenommenen Arbeitsprozesse als Lernszenarien verwendet
werden ko¨nnen.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Literaturverzeichnis</title>
      <p>[Bi05] Binner, H. F.: Handbuch der prozessorientierten Arbeitsorganisation. Methoden und
Werkzeuge zur Umsetzung. Hanser Verlag, 2005.
[BI11] BITV 2.0. Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung, 2011.
[BL12] Bokranz, R.; Landau, K.: Handbuch Industrial Engineering. Produktivita¨tsmanagement mit</p>
      <p>MTM. Band 1: Konzept. Scha¨ffer Poeschel, 2012.
[Bl15] Blu¨mling, S; Reithinger, N.: PLuTO - Portable Lern- und Wissensplattform zum Transfer
episodischen Wissens in Organisationen. Proceedings of DeLFI Workshops 2015, S. 10–18,
2015.</p>
      <p>Aufnahmewerkzeug fu¨ r die semi-automatische Erstellung von Lernszenarien</p>
    </sec>
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    <ref-list>
      <ref id="ref1">
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          <source>[DI08] DIN EN ISO 9241-110. Ergonomie der Mensch-System-Interaktion - Teil 110: Grundsa¨tze der Dialoggestaltung</source>
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