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        <journal-title>Potsdam, Germany, September</journal-title>
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      <title-group>
        <article-title>Der Einsatz digitaler Lern- und Assistenzsysteme im indust- riellen Wandel - Softwarelösungen erfolgreich implementie- ren</article-title>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Roman Senderek</string-name>
          <email>roman.senderek@fir.rwth-aachen.de</email>
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          <string-name>Katharina Heeg</string-name>
          <email>katharina.heeg@fir.rwth-aachen.de</email>
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      <pub-date>
        <year>2016</year>
      </pub-date>
      <volume>11</volume>
      <issue>2016</issue>
      <fpage>223</fpage>
      <lpage>229</lpage>
      <abstract>
        <p>Digitalisierung, Industrie 4.0, Smart Factories: Termini wie diese sind immer öfter in wissenschaftlichen Beiträgen und Medienberichten präsent. Sie verdeutlichen, dass die heutige Arbeitswelt unmittelbar mit digitalen Veränderungen verknüpft wird. Häufig wird betont, wie tiefgreifend Digitalisierungsprozesse in gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen eingreifen und dass umfangreiche Transformationen nötig seien, um mit der zunehmend technischen Durchdringung vieler Bereiche mithalten zu können. Mitunter wird gewarnt, zahlreiche Arbeitsplätzen seien gefährdet, weil immer mehr Tätigkeiten künftig von Maschinen oder Robotern ersetzt werden könnten. Dabei gerät aus dem Blickfeld, dass digitale Softwarelösungen in der Industrie nicht nur Arbeitsschritte ersetzen, sondern auch sinnvoll unterstützen können. Dadurch erhalten sie einen hohen Mehrwert und können Prozessabläufe ebenso wie Kompetenzen zuständiger Mitarbeiter langfristig verbessern, anstatt sie hinfällig zu machen. Der vorliegende Beitrag widmet sich deshalb der Implementierung digital gestützter Lern- und Assistenzsysteme, die im industriellen Bereich als maßgebliche Arbeitserleichterung integriert werden können und so die Effizienz und Produktivität steigern. „Werden Sie bald von einem Roboter ersetzt?“ [GHW16] fragt ein Beitrag der aktuellen Spezialausgabe der Zeit zum Thema Digitalisierung kritisch, und ein Forschungsbericht der INGDiba titelt: „Die Roboter kommen. Folgen der Automatisierung für den deutschen Arbeitsmarkt“ [BB15]. Diese Beispiele aktueller themenbezogener Publikationen zeigen, dass die voranschreitende Digitalisierung vieler Arbeits- und Produktionsprozesse nicht nur positiv besetzt ist, sondern auch in einem besorgten Kontext zur Sprache gebracht wird. Dabei geraten die Vorteile des Einsatzes von Softwarelösungen im Bereich der Industrie oft aus dem Fokus der Betrachtungen. Vielmehr wird befürchtet, das Fachwissen der Arbeitnehmer könne an Bedeutung verlieren und die Relevanz menschlicher Arbeitskräfte in den Hintergrund treten. Dies ist jedoch nur dann der Fall, wenn Digitalisierung gleichgesetzt wird mit der vollständigen Übertragung bestehender Arbeitsabläufe auf die digitale Ebene. Eine solche Transformation der Arbeit ist allerdings zunächst nicht zu erwarten und es gilt derzeit zu beantworten wie die Digitalisierung als Unterstützung für den Menschen in bestehende oder zukünftige Arbeitssysteme gestaltet werden kann. Lern- und</p>
      </abstract>
      <kwd-group>
        <kwd>Digitalisierung</kwd>
        <kwd>digitale Lern- und Assistenzsysteme</kwd>
        <kwd>industrieller Wandel</kwd>
        <kwd>Industrie 4</kwd>
        <kwd>0</kwd>
      </kwd-group>
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    <sec id="sec-1">
      <title>-</title>
      <p>Assistenzsysteme können im Sinne einfach zu realisierender Lösungen (in Form sog.
minimum viable solutions, MVS oder auch minimum viable product, MVP) einen wertvollen
Beitrag zu der zielgerichteten Bearbeitung immer komplexer werdender Aufgaben leisten
und dabei helfen, Mitarbeiter auf künftige Aufgabenberieche vorzubereiten. COOPER et al.
definieren MVP als ein (Software-)Produkt, das über genau die kleinste Menge
Funktionalität verfügt, die nötig ist, um ein Problem zu lösen bzw. eine Aufgabe zu erledigen
[CVR13]. Bei Betrachtung der Relation von Aufwand und Nutzen ist eine MVS/MVP
somit eine ideale Lösung, um Prozesse effektiv zu optimieren, ohne dafür einen sehr
hohen Arbeitsaufwand einkalkulieren zu müssen (bspw. ausführliche Nutzerschulungen,
Aufbau neuer IT-Strukturen o.Ä.). Durch einfach strukturierte, aber effektive und
assistierende Softwarelösungen dieser Art können Kompetenzen und Fähigkeiten von
Mitarbeitern gefördert werden, ohne die Mitarbeiter bei der Einführung unmittelbar zu
überfordern. Ebenso kann die Zusammenarbeit verschiedener interner und externer Bereiche
maßgeblich unterstützt werden. Weil es ein zentrales Merkmal digitaler Kommunikation
ist, bestehende raumzeitliche Differenzen überbrücken zu können, ist mit ihr Kooperation
dort möglich, wo Zusammenarbeit anderenfalls nur durch hohen organisatorischen
Aufwand existieren kann [Ha12].</p>
      <p>Der Mehrwert des Einsatzes digitaler Softwaresysteme in Unternehmen wurde in der
Vergangenheit in Studien empirisch überprüft: CHUI ET AL. wiesen 2012 bspw. eine
Produktivitätssteigerung in wissensintensiven Arbeitsbereichen von bis zu 25 % nach, wenn die
Zusammenarbeit der im Rahmen der Studie geprüften Mitarbeiter mithilfe von Social
Software erfolgte [Ch12]. Social Software soll hier bestimmt werden als Bezeichnung für
vorrangig sozio-technische IT-Lösungen, die der Interaktion, Kommunikation,
Kooperation und Koordination von Menschen mit- und untereinander dienen [Dö07]. Der Fokus
auf Informationsaustausch macht digitale Softwarelösungen so wertvoll für
Arbeitsprozesse: Könnten beispielsweise Fehlerquellen in Prozessketten durch digitale Systeme
frühzeitig identifiziert, kategorisiert und abgespeichert werden, so stünde Mitarbeitern
eine Informationsquelle zur Verfügung, die für die akute Fehlerbehebung ebenso wie für
die vorrausschauende Fehlervermeidung in zukünftig durchzuführenden Prozessen von
hoher Bedeutung sein kann. Ein solches Softwareprogramm dient dann als digitales
Assistenzsystem, das die Arbeitsabläufe überwacht, unterstützt und möglichweise sogar
Fehler aufdeckt, bevor es der menschliche Arbeiter kann. Ein System dieser Art ersetzt
aufgrund der unterstützende Funktion jedoch nicht den Arbeiter selbst, vielmehr steigert es
dessen Fähigkeiten und kann darüber hinaus eine Lehrfunktion erfüllen: Es kann helfen,
Mitarbeiter im Umgang mit Prozessen und Maschinen zu schulen und sie so noch besser
für Aufgaben und Tätigkeitsfelder zu befähigen – nicht nur für die bereits bekannten,
sondern auch für die neuartigen, die sich im Zuge der Digitalisierung künftig erst noch
ergeben werden [Ha15; KWH13]. In diesem Sinne kann ein so beschriebenes Assistenzsystem
auch als Weiterbildungs- bzw. Trainingsmöglichkeit fungieren und als Lernprogramm
angewandt werden, etwa indem zusätzlich zu den für einen Einsatz nötigen Informationen
auch konkrete Lehrinhalte bereitgestellt werden, wie weiterführende und erklärende
Textbausteine oder Illustrationen. Die MVS können so im Anwendungsfall speziell auf
bestimmte Prozessabläufe, Maschinen oder Produkte abgestimmte „Lehr- und
Lernarrangements realitätsnah, authentisch, und flexibel in das Bildungskonzept [einbringen]“ [He12].</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Digitale Lern- und Assistenzsysteme 225</title>
      <p>Der Mehrwert digitaler Softwareneuerungen wäre dann nicht nur kurzfristig bei jedem
Einsatz vorhanden, sondern vielmehr langfristig bemerkbar und trüge zur dauerhaften
Optimierung der Mitarbeiterkompetenzen bei. Diese individuelle Kompetenzentwicklung
sieht MEYER in einem direkten Zusammenhang mit dem Erfolg digitaler
Transformationen in Unternehmen [Me16], was das Gewicht von Weiterbildungsmaßnahmen dieser Art
noch unterstreicht. Anhand einer von RICHTER ET AL. 2013 durchgeführten Studie lassen
sich weitere positiv zu bewertenden Effekte des Einsatzes digitaler Assistenz- und
Lernsysteme festmachen: Die Umfrage des Forscherteams ergab, dass auch die
Zusammenarbeit von Arbeitnehmern in Teams durch Nutzung digitaler Systemlösungen erleichtert
werde und insgesamt produktiver sei. Zudem sei mit bedeutenden Zeit- und
Kosteneinsparungen zu rechnen, es sei eine Erhöhung der Anzahl innovativer Ideen zu erwarten und
eine erleichterte Mitarbeiterverfügbarkeit [Ri14]. Die Beobachtungen zeigen, dass digitale
Softwarelösungen in Unternehmen sowohl lang- als auch kurzfristig und gleichermaßen
auf Ebene der einzelnen Angestellten wie auch auf der der Mitarbeiterteams positiv
wirksam sein können.</p>
      <p>Wie eine assistierende und lernförderliche MVS gestaltet sein kann, veranschaulichen
unterschiedliche Softwarelösungen, die im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung
und Forschung geförderten Projektes Engineering und Mainstreaming lernförderlicher
industrieller Arbeitssysteme für die Industrie 4.0 (ELIAS) entwickelt wurden. Ziel des
Projektes ist es, moderne Arbeits- und Produktionssysteme bereits im Entstehungsprozess
lernförderlich zu gestalten bzw. bestehende Systeme entsprechend zu verändern. Hierzu
wurden zahlreiche Publikationen und konkrete Leitfäden über das arbeitsnahe Lernen, die
entsprechende Arbeitssystemgestaltung sowie die verfügbaren klassischen
arbeitsbezogenen Lernformen oder neuere technologiegestützte Lernformen entwickelt und ein
Planungstool zur Lernförderlichkeitsbilanzierung aufgesetzt. Darüber hinaus wurden bei den
beteiligten Unternehmenspartnern sowie in der Demonstrationsfabrik Aachen (DFA)
insgesamt sieben verschiedene technologiegestützte Lernformen als Demonstratoren
entwickelt. So wurde bei der Hella KGaA Hueck &amp; Co., ein führender Zulieferer der
Automobilindustrie in den Bereichen Licht und Elektronik, eine mobile Applikation entworfen,
die Produktionsmitarbeitern in der Fahrpedalgeberproduktion Informationen über den
Maschinenstatus und Art und Ort vorkommender Fehler zur Verfügung stellt und die
Möglichkeit beinhaltet, Hilfe des technischen Service anzufordern. Bei der FEV GmbH, einem
international tätigen Dienstleistungsunternehmen in der Konstruktion und Entwicklung
von Antrieben, wurde eine Softwarelösung für die Prozesse der Applikation elektronischer
Steuergeräte an automobilen Antriebssträngen so gestaltet, dass dem Nutzer z.B.
Systemund Prozessverständnis während der Datenanalyse vermittelt wird. Des Weiteren hat das
FIR an der RWTH Aachen zusammen mit dem ebenfalls dort ansässigen WZL
Werkzeugmaschinenlabor, dem MTM e. V. und weiteren Unternehmenspartnern drei verschiedene
exemplarische technologiegestützte Lernlösungen konzeptualisiert. So wird bspw. für die
Vermittlung der Montageschritte eines Elektro-Karts die Arbeitsunterweisung digital
gestützt, indem kurze ergonomisch optimierte Utility Filmsequenzen visuell anleiten. Für
die gesamte DFA wurde zudem ein auf einer Community basierendes System zum
Wissensmanagement implementiert (Community-Information-Portal (CIP)). Zielsetzung war
es dabei, die bisher im Unternehmen verstreuten Informationen und das aufgrund
asynchroner Anwesenheitszeiten fehlende Wissen zeit- und ortsunabhängig für alle
Angestellten verfügbar zu machen. Als weiterer Demonstrator wurde eine Tablet-Applikation zum
Zwecke der Fehlerregistration und -kommunikation innerhalb der Vorserienfertigung von
Elektrofahrzeugen entwickelt. Sie leitet den Nutzer während der Fehlerdokumentation an,
hilft, Bilder und Markierungen von Fehlerstellen anzufertigen, speichert sie und
ermöglicht so eine umfangreiche Prozessanalyse durch die Überführung der Daten in einen
langfristig einsehbaren und stetig wachsenden Fehlerkatalog. Die App kann passende bereits
bestehende Katalogeinträge beim Anlegen neuer Fehler vorschlagen und so
Mehrfachnennungen zu häufig vorkommenden Fehlertypen und Fehlerbereichen clustern.
Anhand dieser exemplarischen, sehr unterschiedlichen technologiegestützten Lern- bzw.
Assistenzsysteme wird der vielfältige Einsatzbereich deutlich, in dem digitale
Softwarelösungen als MVS/MVP gewinnbringend eingesetzt werden können. Zugleich konnte
durch die Entwicklung der Demonstratoren zentrales Wissen über den
Implementierungsprozess dieser neuen Programme gewonnen werden. Auf diese Schritte der
Softwareeinführung fokussiert das nachfolgenden Kapitel. Weil mit der Qualität der Implementierung
auch der Erfolg der digitalen Programme einhergeht, ist die strategische Einführung der
MVS/MVP elementar: So zeigte die Einführung der angesprochenen Systeme, dass die
frühzeitige Einbindung der Nutzer eine elementare Voraussetzung für deren Akzeptanz
gegenüber der IT-Lösungen ist. Auch hat sich die iterative und agile Entwicklung von
minimum viable solutions im Vergleich zu komplexen Programmlösungen in den
genannten Fällen als vorteilhaft erwiesen. Weil die entwickelten Technologien an einzelnen,
kleinen zu optimierenden Prozessschritten ansetzen, konnten sie durch deutlich verkürzte
Feedbackschleifen immer wieder angepasst werden. So war es möglich, stets einen
optimalen Fit zu dem tatsächlich vorliegenden Problem zu gewährleisten. Zudem konnte den
Nutzern frühzeitig der Mehrwert der Lösungen aufgezeigt werden, da die MVS schnell
ersichtliche Ergebnisse begünstigen. Auch wurde bei den verschiedenen beschriebenen
Anwendungsfällen deutlich, dass einheitliche Lösungen für die unterschiedlichen
Anwendungskontexte ungeeignet sind: Die verschiedenen Use Cases haben gezeigt, dass
erfolgreiches technologiegestütztes Lernen sehr differente Formen annehmen kann und
Lösungen individuell auf den jeweiligen Arbeitskontext angepasst werden müssen.
2 Implementierung digitaler Assistenz- und Lernsysteme
Die erläuterten Beispiele veranschaulichen, wie digitale Lern- und Assistenzsysteme
Arbeitsprozesse idealer Weise erleichtern und bereichern. Bevor MVS/MVP dieser oder
ähnlicher Form jedoch erfolgreich in Unternehmen Anwendung finden können, bedarf es
einer strukturierten Planung und daran anschließend einer detaillierten Implementierung.
Denn der Nutzen eines digitalen Systems kann sich nur dann entfalten, wenn der
angestrebte Zweck für Entwickler und Anwender gleichermaßen klar definiert ist und die
bereits bestehenden personellen, technischen und unternehmens-organisatorischen
Strukturen berücksichtigt werden. Damit die Implementierung einer digitalen Assistenz- bzw.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Digitale Lern- und Assistenzsysteme 227</title>
      <p>Lerninnovation erfolgreich organisiert werden kann, ist daher ein umfassendes
Implementierungsmodell nötig. SENDEREK schlägt hierfür basierend auf dem Ansatz der
MenschTechnik-Organisations-Analyse (MTO) nach STROHM U. ULICH [Ul13] ein umfangreiches
Planungs-Tool vor (s. Abb. 1), das die drei gleichermaßen von Digitalisierung betroffenen
Ebenen Mensch, Technologie und Unternehmensorganisation mit in die
Programmeinführung einbezieht [Se16]. Für jeden der Bereiche sieht das Modell konkrete zu bewältigende
Aufgaben als Implementierungsschritte vor und veranschaulicht somit, dass ein
Digitalisierungsbestreben stets alle Bereiche eines Unternehmens berührt – nicht nur jene, in der
das einzuführende Assistenz- bzw. Lernkonzept letztendlich auch Anwendung finden soll.</p>
      <p>Analyse des Status Quo
Definition angestrebter
Ziele &amp; notwendiger</p>
      <p>Voraussetzungen
Design des Lernkonzeptes</p>
      <p>Implementierung des</p>
      <p>Lernkonzeptes
Erfolgskontrolle</p>
      <p>Mensch
Analyse der bestehenden
Kompetenzen im Team
Zielgruppenbestimmung &amp;</p>
      <p>Definition der</p>
      <p>Handlungsräume
Definition des didaktischen</p>
      <p>Lernkonzeptes &amp; der</p>
      <p>Lerninhalte</p>
      <p>Technik</p>
      <p>Analyse der bereits
bestehenden Lern- und</p>
      <p>Assistenzsysteme
Auswahl verfügbarer &amp;
passender lernfördernder</p>
      <p>Technologien
Adaption und Integration der</p>
      <p>Lern- bzw. Assistenzsysteme
interne Einführung der
Software (Schulung/Kick-off), Integration der lernfördernden
ggf. Einholung von Feedback beTsetcehhneonldoegieITn-Sinysdtaesm
Evaluierung der eingeführten</p>
      <p>Software
(Mitarbeiterfeedback)</p>
      <p>Evaluierung der
technologischen Struktur,
kontinuierliches Monitoring</p>
      <p>Organisation</p>
      <p>Analyse der
Arbeitsorganisation, Lernkultur und</p>
      <p>Unternehmensstruktur
Definition des Zeitplanes, der
Zielsetzungen &amp; dem Ausmaß
des Entwicklungspotentiales
Erstellung
TransformationsRoadmap, Benennung von</p>
      <p>Verantwortlichen</p>
      <p>
        Implementierung der
Transformationsschritte &amp;
organisatorische Anpassung
kontinuierliche
Feedbackschleife
Abb.: 1: Implementierungsprozess für Lern- und Assistenzsysteme in Unternehmen
        <xref ref-type="bibr" rid="ref11">(eigene
Darstellung i. A. a. SENDEREK 2016 [Se16])</xref>
        Zu Beginn des Implementierungsprozesses steht einer der grundlegendsten Schritte, die
Analyse des Status Quo. Die Bestimmung der bereits abrufbaren Wissens- und
Organisationsstrukturen auf allen Ebenen ist essentiell, um die weiteren notwendigen Schritte der
Softwaregestaltung und ihrer Einführung zu planen. Werden hier Fehler gemacht, ist ein
tatsächlicher Erfolg der Softwarelösung fraglich, da es sein kann, dass diese dann für die
Kompetenzen der Mitarbeiter, die verfügbaren IT-Strukturen oder die
Organisationsgrundlagen inadäquat ist. Anknüpfend an diesen Schritt folgt die Definition der anvisierten
Ziele, die ebenso grundlegend wie die Status-Quo-Analyse ist, denn beide
Prozessabschnitte sind unmittelbar voneinander abhängig: Nur aufbauend auf dem detaillierten
Wissen über Bestehendes kann künftig zu Erreichendes geplant werden. Oft fokussiert diese
Zielbestimmung auf einen der drei Bereiche Mensch, IT und Organisation, allerdings gilt
es, im Idealfall gleichermaßen genaue Vorstellungen über den Sinn und Zweck des
Digitalisierungsvorhabens für die verschiedenen Ebenen zu formulieren und zu verfolgen.
Auch die Partizipation der Mitarbeiter muss an diesem Punkt der Implementierungskette
sichergestellt werden. Deswegen gilt es zu definieren, was von den Angestellten konkret
erwartet wird und wie und wofür sie die neuen Programme nutzen sollen. Entsprechend
transparent müssen die auf organisatorischer Ebene diskutierten Zielsetzungen dann
kommuniziert werden. Im Anschluss hieran erfolgt die Erstellung des Assistenz- bzw.
Lernsystems und einer dazugehörigen Transformations-Roadmap. Ist das Softwaresystem
konzipiert, wird es implementiert und in einem weiteren, fünften Schritt auf die korrekte
Funktionsweise sowie die Passgenauigkeit mit den zuvor definierten Zielsetzungen
abgeglichen. Diese Erfolgskontrolle stellt jedoch nicht das Ende des Implementierungsprozesses
dar, sondern ist als Ausgangspunkt für die Wiederholung der vorherigen Schritte zu
verstehen: Auf Grundlage einer umfassenden Erfolgskontrolle kann eine erneute
Status-QuoAnalyse, eine abermalige Definition weiterer Ziele und ein wiederholtes Anpassen der
Softwarestrukturen etc. erfolgen.
      </p>
      <sec id="sec-3-1">
        <title>3 Resümee und Ausblick</title>
        <p>Der vorliegende Beitrag zeigt, dass die oft anzutreffenden Befürchtungen in Bezug auf die
voranschreitende Digitalisierung nicht grundlegend gerechtfertigt sind. Die Angst vor
kritischen Auswirkungen der digitalen Innovationen lässt sich, so die Vermutung, v.a. auf
die noch fehlenden konkreten Praxiserfahrungen zurückführen. Es konnte aufgezeigt
werden, dass minimale und auf kleine Prozessschritte abgestimmte Softwarelösungen in Form
von minimum viable solutions eine Erleichterung für Arbeitsabläufe sein können und
darüber hinaus zur langfristigen Qualifizierung der Mitarbeiter beitragen können. Um diese
Wirkung zu erreichen, müssen digitale Lern- bzw. Assistenzsysteme jedoch strukturiert in
bestehende Unternehmstrukturen eingeführt werden, zum Beispiel anhand des erläuterten
Implementierungsmodelles. Dessen schrittweise Einführung der Software bedeutet, dass
die Integration digitaler Lern- bzw. Assistenzsysteme kein abgeschlossener Vorgang ist,
sondern vielmehr ein Kreislauf, der einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess dient.
Weil schrittweise implementierte MVS nur kleine Teilaufgaben übernehmen bzw.
optimieren, ist ein schnell für alle Beteiligten sichtbarer Anfangserfolg der implementierten
Software wahrscheinlicher als im Falle umfangreicher Digitalisierungstransformationen:
Der positive Effekt ganzheitlicher Digitalisierungsbemühen kann sich oft erst verzögert
zeigen. Deshalb ist zu vermuten, dass die Motivation der Mitarbeiter, MVS als
Änderungen in bereits bestehenden Prozessketten zu akzeptieren und anzuwenden, aufgrund dieser
schnell ersichtlichen frühen Erfolge hoch ist, was erneut für den Einsatz zielgerichteter
minimaler Digitallösungen in Unternehmen spricht. Die aktive Partizipation aller
Betroffenen wird in dem vorliegenden Bericht als elementar für den Erfolg des
technologiegestützten Lernens betrachtet. Sie kann zusammen mit der hier vorgeschlagenen
strategischen Planung und Einführung von MVS für assistierende und lehrende Funktionen
künftig dazu beitragen, Unternehmen auf dem Weg in die digitalisierte Arbeitswelt zu
unterstützen. Somit kann ein inkrementeller Wandel, der gleichzeitig mit dem notwendigen
Kompetenzaufbau auf Seiten der Mitarbeiter einhergeht, erreicht werden, der auch
frühzeitig für Unternehmen und Mitarbeiter einen Mehrwert generiert und so den Weg hin
zum digitalisierten Unternehmen ebnet.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-2">
        <title>Literaturverzeichnis</title>
        <p>Brzeski, C. u. Burk, I.: Die Roboter kommen - Folgen der Automatisierung für den
deutschen Arbeitsmarkt. Economic Research.
https://www.ptext.de/sites/default/files/1505/Zunehmende_Automatisierung_
gefaehrdet_mehr_als_18_Mio._Arbeitsplaetze_in_Deutschland-479439.pdf,
2015. Abrufdatum: 19.05.2016.
[BB15]
[Ch12]
[Dö07]
[Ha12]
[Ha15]
[He12]
[Me16]
[Ri14]
[Se16]
[Ul13]</p>
      </sec>
    </sec>
  </body>
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          <article-title>The Lean Entrepreneur: How Visionaries Create Products, Innovate with New Ventures, and</article-title>
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