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        <article-title>Wissenserwerb als Teil der „Produktionsumgebung Wissensmanagement“ der ÖV</article-title>
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          <string-name>Horst Friedrich</string-name>
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          <string-name>Sabine Moebs</string-name>
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          <string-name>Jan Pawlowski</string-name>
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          <string-name>Eric Ras</string-name>
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          <string-name>Peter Schilling</string-name>
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          <string-name>Juliane Schmeling</string-name>
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          <string-name>Petra Steffens</string-name>
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          <string-name>Julia Stoffregen</string-name>
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          <string-name>Philippe Vallogia</string-name>
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          <label>0</label>
          <institution>DHBW</institution>
          ,
          <addr-line>Heidenheim</addr-line>
          ,
          <country country="DE">Deutschland</country>
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          <label>1</label>
          <institution>Fraunhofer Institut Fokus</institution>
          ,
          <addr-line>Berlin</addr-line>
          ,
          <country country="DE">Deutschland</country>
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          <label>2</label>
          <institution>Hochschule Ruhr West</institution>
          ,
          <addr-line>Bottrop</addr-line>
          ,
          <country country="DE">Deutschland</country>
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          <label>3</label>
          <institution>Luxembourg Institute of Science and Technology</institution>
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        <aff id="aff4">
          <label>4</label>
          <institution>Prof. i.R. Projektpartner FhI Fokus</institution>
          ,
          <addr-line>Backnang</addr-line>
          ,
          <country country="DE">Deutschland</country>
        </aff>
        <aff id="aff5">
          <label>5</label>
          <institution>Salzburg Research Forschungsgesellschaft</institution>
          ,
          <addr-line>Salzburg, Österreich</addr-line>
        </aff>
      </contrib-group>
      <pub-date>
        <year>2017</year>
      </pub-date>
      <abstract>
        <p>Wissensmanagement (WM) und IT-gestütztes Lernen sind gerade in kleinen Behörden der Öffentlichen Verwaltung (ÖV), wie z.B. in ländlichen Gemeinden, noch ausbaufähig. Am Beispiel des EU-Projekts EAGLE werden Projektergebnisse als Verbesserungsansätze für ein arbeitsprozessorientiertes, IT-gestütztes Lernen vorgestellt. Neuartige Plattform-Features und ihr ÖVspezifischer Nutzen werden erläutert. Die Ergebnisse der Plattformvalidierung werden vorgestellt. Ferner werden Vorschläge gemacht, wie die Ergebnisse aus EAGLE mit WM und weiteren Wissensquellen der ÖV, wie z.B. der Registratur, zu einem Gesamtkonzept mit bereits vorhandenen Fortbildungs- und WMAnsätzen verbunden werden können.</p>
      </abstract>
      <kwd-group>
        <kwd>Wissensmanagement</kwd>
        <kwd>E-Learning</kwd>
        <kwd>Fortbildung</kwd>
        <kwd>informelles Lernen</kwd>
        <kwd>situatives Lernen</kwd>
        <kwd>OER</kwd>
        <kwd>Projekt EAGLE</kwd>
      </kwd-group>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>-</title>
      <p>1.1</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Problemstellung</title>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>Wachsende Anforderungen an die Mitarbeiterfortbildung</title>
        <p>Die ÖV muss sich zahlreichen Herausforderungen stellen: Die Rechtslage
verändert sich durch neue Gesetze und Novellierungen immer rascher, zugleich nimmt die
Komplexität der Vorschriften zu; technische Neuerungen lösen einander in kurzen
Abständen ab; Mitarbeiterschulungen sind kostspielig, zeitaufwendig und mit der
Abwesenheit von schwer entbehrlichen Mitarbeitern verbunden. Arbeitshilfen in
umsetzbarer Form, z.B. als Leitfäden oder Checklisten, sind meist nur verzögert
verfügbar. Dennoch müssen die Gesetze und Verordnungen verstanden und in der Praxis
in Entscheidungen berücksichtigt werden. Auch erhöht E-Commerce-Erfahrung die
Service-Erwartungen der BürgerInnen1 an die Öffentliche Verwaltung (ÖV).</p>
        <p>Es besteht somit ein hoher Bedarf für kontinuierliches Lernen und
Erfahrungsaustausch zur Anwendung der Gesetze und Verordnungen und zur Sicherstellung eines
gleichbleibend hohen Qualitätsniveaus. Hinzukommt, dass der demographische
Wandel, von dem die ÖV betroffen ist, den Wissenstransfer von ausscheidenden und
erfahrenen MitarbeiterInnen an nachfolgende KollegInnen erschwert. Das früher
übliche „Einlernen“ des Nachfolgers durch den Stelleninhaber ist kaum noch möglich;
Gründe sind z.B. Wiederbesetzungssperren oder das Zusammenlegen von Stellen.</p>
        <p>Besonders betroffen sind kleine Gemeinden, in denen wenige MitarbeiterInnen
mehrere Funktionen erfüllen; entsprechend schwierig ist eine Freistellung für externe
Weiterbildung. Im ländlichen Raum ist Fortbildung außerdem meist mit weiteren
Zeit- und Kostenaufwänden durch Reisen verbunden. Die aktuellen
Rahmenbedingungen, speziell in den Kommunen, erhöhen den Bedarf an zeitnaher Fortbildung und
direktem Austausch.</p>
        <p>Dies ist die Ausgangslage, die die Zielsetzungen des Projekts EAGLE, die in
Abschnitt 2.1 dargestellt sind, motiviert.
1.2</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-2">
        <title>Heutige Trennung von Wissensmanagement (WM) und Wissenserwerb</title>
        <p>Das berufliche Wissen der MitarbeiterInnen der ÖV hat mehrere Quellen: Die
berufsvorbereitende Ausbildung, sowie die Kurse von Fortbildungseinrichtungen; beide
weisen eine Curriculum-Struktur auf (Formales Lernen). Hinzu kommen die Quellen,
auf die während eines Arbeitsprozesses zugegriffen wird. Sie sind meist informeller
Natur und können als situationsabhängiges Lernen im Arbeitsprozess betrachtet
werden. WM, soweit bereits als Konzept etabliert, enthält einen Teil dieser Quellen. WM
wird vielfach als eigenständiger Bereich betrachtet und deckt nur einen Ausschnitt aus
den zur Verfügung stehenden Informationen ab.</p>
        <p>Wie bereits in [SCH2017] dargestellt wurde, bieten sich als Lösung verschiedene
Formen von IT-gestütztem Wissenserwerb und -weitergabe an, so z.B. IT-gestützte
orts- und zeitunabhängige Kollaborationsformen für den Austausch von Inhalten.
[OPI2017] Während solche Werkzeuge und ihre Integration mit vorhandenen Daten
und IT-Anwendungen in vielen Wirtschaftsbereichen Einzug halten, zeigt sich die ÖV
eher zurückhaltend bei IKT-unterstütztem Erwerb und Weitergabe von Wissen. Der
Wert solcher Systeme wird zwar anerkannt, aber die Umsetzung erfolgt, wie Studien
[GOE2013] zeigen, schleppend. Auch fehlen auf den Bedarf der ÖV zugeschnittene
Werkzeuge. Das o. g. Demographieproblem verstärkt die Notwendigkeit für
Verbesserungen s.a. [MUE2014].
1 Die Geschlechterneutralität wird in dieser Form oder durch Verwendung im Wechsel
berücksichtigt. Im Zweifelsfall bezieht sich jede Bezeichnung auf beide Geschlechter.</p>
        <p>WM-Systeme und -Konzepte gibt es bei großen Behörden häufiger, aber auch hier
erscheint die Verbindung zwischen Wissensnutzung und -erwerb durch Lernen
höchstens implizit. Generell wird Wissenserwerb im Sinne von Lernen in der Praxis
getrennt vom WM betrachtet. Eine Veröffentlichung zur eStrategie des
Bundesverwaltungsamtes (DE) [BMI2001] zeigt dies symptomatisch: die Begriffe „Lernen“ und
„Fortbildung“ tauchen in der ansonsten inhaltlich hochwertigen Broschüre zum
Wissensmanagement in der Behörde kein einziges Mal auf.
1.3</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-3">
        <title>Auflösung von typischen Zielkonflikten</title>
        <p>In IT-, Organisations- und Change-Projekten, wie sie hier notwendig sind, treten
typische Zielkonflikte auf. So fordern die Beschaffungsregeln, dass vor Projektbeginn
bereits detaillierte Angaben zu geplanten Maßnahmen gemacht werden, obwohl viele
Anforderungen erst im Projektverlauf mit den Betroffenen definiert werden können.
Auch ist zu unterscheiden zwischen expliziten Benutzerwünschen und impliziten
-bedürfnissen. Wünsche beziehen sich meist auf Verbesserungen bekannter
Funktionen, Bedürfnisse hingegen auf bisher nicht realisierte IT-Unterstützung.</p>
        <p>Es ist Aufgabe des Projektteams, Lösungen für solche Bedürfnisse, die als
konkrete Anforderungen von den Benutzern erfahrungsgemäß oft gar nicht erst formuliert
werden („geht ja doch nicht“), zu entwickeln. Die Benutzer können innovative
Lösungen aber erst dann realistisch beurteilen, wenn deren Funktionalität und ihr Nutzen
durch Mockups, Prototypen o. ä. für sie erkennbar werden. Agile Entwicklung bietet
hier Lösungsansätze.[GOT2015] Für die Themen Wissensmanagement, situatives
Lernen am Arbeitsplatz und Fortbildung bedeutet dies, dass in der ÖV anzutreffende
IT-Lösungen i. d. R. lediglich Segmente des WM-Spektrums realisieren.</p>
        <p>Während WM und Wissenserwerb in der Praxis zumeist noch als getrennte
Themen betrachtet werden, findet sich in der Wissenschaft meist schon eine
gesamtheitliche Sichtweise. Sie schlägt sich z.B. in den Definitionen und Darstellungen wie im
Gabler Wirtschaftslexikon nieder: „... Wissensmanagement ist weit mehr als
Informationsmanagement“.[FRO2016] Das Projekt EAGLE (EnhAnced Government
LEarning), das bis Januar 2017 im 7. EU-Rahmenprogramm durchgeführt wird, folgt dieser
Auffassung, indem es eine holistische Betrachtung von Wissenserwerb und WM in
den Fokus rückt.
2
2.1</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Fortschrittlicher Wissenserwerb am Beispiel EAGLE</title>
      <sec id="sec-3-1">
        <title>Ziele und Vorgehensweise</title>
        <p>Im Vorfeld von EAGLE wurde in fünf Ländern (Irland, Luxemburg, Deutschland,
Österreich und Montenegro) eine Vorstudie durchgeführt. Diese zeigte, dass in allen
betrachteten Ländern zwei zentrale Herausforderungen zu adressieren sind: das
Lernen ist nicht in den Arbeitsprozess integriert und Weiterbildungspläne fehlen, um
Lernbedarf gezielt zu unterstützen. Die Motivation, Arbeitszeit mit Lernen zu
verbringen ist oft gering. Die Mitarbeitenden empfinden dies als Fehlnutzung der
Arbeitszeit und die Akzeptanz der Vorgesetzten ist nicht immer gegeben. Hinzu
kommen fehlende digitale Kommunikations- und Kollaborationsfähigkeiten – und dies,
obwohl die Mehrheit regelmäßig Computer und Smartphone benutzt.</p>
        <p>Vor diesem Hintergrund hat das Projekt EAGLE zum Ziel, Angestellten der ÖV,
speziell in kleinen ländlichen Gemeinden, eine umfassende Lernlösung zu bieten, die
das Erlernen von Querschnittskompetenzen (z.B. IT-Anwendungswissen) erleichtert,
Recherche und kritischen Umgang mit Informationen unterstützt und professionelles
Herangehen an Veränderungsprozesse fördert.</p>
        <p>Kernelemente von EAGLE sind ein auf den Bedarf ländlicher Gemeinden
zugeschnittenes Change Management (s. Abs. 2.2), die offene EAGLE-Lern- und
Wissensplattform (EOLP), die ein an die Bedürfnisse der ÖV angepasstes pädagogisches
Konzept umsetzt, sowie eine Anleitung, wie bei unterschiedlichen Arbeitskulturen
über geographische und administrative Grenzen hinweg Zusammenarbeit möglich ist.</p>
        <p>Die EOLP unterstützt das in Abs. 0 beschriebene pädagogische Konzept unter
Einsatz von offenen Lernressourcen (OER). Die EOLP wurde weiterhin mit speziellen
Werkzeugen für den gesetzes- und verordnungsintensiven Verwaltungsbereich
angereichert, so um ein Argumentationswerkzeug und um eine Prozesslandkarte, die
nachstehend in Abs. 2.3 näher beschrieben werden.
2.2</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-2">
        <title>Konzepte</title>
      </sec>
      <sec id="sec-3-3">
        <title>Pädagogisches Konzept</title>
        <p>Die pädagogische Konzeption der EAGLE-Lernlösung fokussiert auf vernetztes
Lernen im Arbeitsprozess. Sie stützt sich auf Elemente des Konnektivismus
[SIE2005]. Mit der Digitalisierung der gesamten Arbeitswelt („Industrie 4.0“) ändert
sich auch das Lernen radikal. Auch Lernen spielt sich hauptsächlich im Netz ab. Im
Arbeitsleben wird es immer wichtiger, zu wissen, wo man Wissen finden kann und
wie man es kompetent für Problemlösungen nutzen kann. Die Kompetenzentwicklung
geschieht dabei durch den Austausch von Erfahrungswissen und Problemlösungen in
Netzwerken.</p>
        <p>EAGLE wurde mit Funktionalitäten einer sozialen Lernplattform [KER2011],
[ERP2015] ausgestattet, die den Nutzern erlauben, sich zu vernetzen und eine
Lernbzw. Wissensgemeinschaft (Community) aufzubauen. EAGLE unterstützt bereits
vorhandene informelle Lernpraktiken. Bei dieser Art des Lernens gibt es keinen
vorgegebenen Lernpfad und kein Lehrpersonal, das den Lernprozess definiert und begleitet.
Lerner organisieren ihren Lernprozess selbst. Sie übernehmen selbst die
Verantwortung für ihre persönliche Weiterentwicklung. Dies erfordert ein hohes Maß an
Selbstorganisation und Selbstmotivation und eine permanente Anpassung der digitalen
Kompetenzen wie z.B.:</p>
        <p>Identifizierung, Auswahl, Bewertung und Beschreibung von für den
Lernprozess relevantem Wissen
Festhalten von Wissen und Erfahrungen in digitaler Form; Weitergabe und
Weiterentwicklung des Wissens mit anderen Lernpartnern
Bewertung der Beiträge von anderen sowie Bereitschaft, seine eigenen Beiträge
bewerten zu lassen</p>
        <p>Informelles Lernen wird von den Lernenden selbst meist gar nicht als Lernen
eingestuft, eben weil es in beruflichen Prozessen erfolgt. Ausgangspunkt ist meist ein
dringendes Problem, das mit vorhandenem Wissen und eigener Expertise nicht gelöst
werden kann. Dann werden KollegInnen befragt oder man sucht sich andere Quellen,
z.B. Bücher, Zeitschriften, Rechtsdokumente, Online-Foren, Datenbanken, Webseiten
oder digitale soziale Netzwerke, in denen Themen, ExpertInnen und relevante
Ressourcen zueinander finden oder auch informelle Lern-Communities. Die EOLP
erlaubt individuelle Tests zur eigenen Wissensprüfung (s. Abs. 2.3 „Fehler!
Verweisquelle konnte nicht gefunden werden.“).</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-4">
        <title>OER - für die ÖV ein neues Konzept</title>
        <p>Offene und freie Wissens-, Lern- und Bildungsressourcen, („Open Educational
Resources“ - OER) sind in Hochschulen und Schulen zu einer Alternative zu bisherigen
lizenzpflichtigen Lehrmaterialien geworden. Dies setzt voraus, dass die Erstellung
von OER unter Anwendung dafür geeigneter Lizenzen (z.B. Creative Commons2)
geschieht. Unter OER sind jegliche digitalen Ressourcen, die zu Lehr- und
Lernzwecken verwendet werden (z.B. Simulationen, Animationen, Lernspiele aber auch
Lehrpläne oder Erfahrungen), die eine Veränderung, Anpassung und sonstige Verwendung
erlaubt, zu verstehen [GES2007].</p>
        <p>Die Mehrzahl der Aktivitäten zur OER-Nutzung, wie sie etwa unter
OpenEducationEurope zu finden sind, konzentrieren sich auf Hochschulen und Schulen
[EBN2015]. In anderen Sektoren sind die Aktivitäten jedoch gering; so auch im der
ÖV, in der das Nutzungspotenzial von OER derzeit faktisch keine Rolle spielt und
noch auszuschöpfen sein wird.</p>
        <p>OER eröffnen ein geeignetes Medienformat, um den Verlust von Wissen durch den
demographischen Wandel zu stoppen indem eigenes Wissen und eigene Erfahrungen
fixiert und mit anderen geteilt werden. Ideen in diese Richtung sind z.B.
„AzubiWikis“, bei denen Auszubildende ausscheidenden MitarbeiterInnen Fragen stellen
und die Ergebnisse in ein internes Wiki einarbeiten.</p>
        <p>Es lassen sich neben den oben skizzierten Potentialen auch Barrieren benennen, die
eine Erschließung erschweren oder sogar verhindern. Im Folgenden werden
Ergebnisse von Experten-Workshops genannt, die die Herausforderungen und Barrieren zur
Erstellung und Teilung von OER thematisieren [STO2016a,2016b]:
1. Personal im Bereich Weiter-//Fortbildung hat derzeit keine oder wenige praktische</p>
        <p>Berührungspunkte mit OER.
2. Die Zuständigkeit für OER ist zwischen den Bereichen Weiter-/Fortbildung und</p>
        <p>Wissensmanagement ungeklärt.
3. Personal im Bereich Weiter- und Fortbildung hat zu OER keine strategischen
Ausbildungs-/ Ansprechpartner und es gibt dazu noch kein Netzwerk.
4. Es gibt kein Angebot für die MitarbeiterInnen der ÖV zum Aufbau der
Kompetenzen, die für die Einführung von OER erforderlich sind
(Social-Media</p>
        <sec id="sec-3-4-1">
          <title>2 Creative Commens, https://creativecommons.org</title>
          <p>Komponenten von OER: Umgang mit Kommentaren, Reaktionen zu Tippfehlern,
kritischen Anmerkungen, etc.).</p>
        </sec>
      </sec>
      <sec id="sec-3-5">
        <title>Community als Wissensquelle</title>
        <p>Die EAGLE-Plattform bietet umfangreiche Möglichkeiten für die Bildung von
fachlichen Communities und für die Einbindung von Beiträgen der Nutzer. So können
die individuellen Erfahrungen und Lernprozesse aus der Praxis einer großen Zahl von
Teilnehmern zugänglich gemacht werden.</p>
        <p>EAGLE fördert den Aufbau von digitalen Communities und unterstützt das
informelle Lernen, wie u.a. bei Cross [CRO2006] beschrieben. Auch wurden Materialien
entwickelt, die zur gemeinsamen OER-Erstellung anleiten3. Lernen findet statt, indem
Individuen Vernetzungen herstellen und dadurch eine Gemeinschaft entsteht, in der
ein Wissensaustausch stattfindet. Gemeinsame Dialog- und Reflexionsprozesse
verschiedenster Art sind Kernelemente jedes Lernens.</p>
        <p>Obwohl den MitarbeiterInnen der Verwaltung inzwischen die „passive“
Wiki-Nutzung meist vertraut ist, stellt die Nutzung gemeinsam erstellter Wissensbausteine für
die ÖV Neuland dar. Insbesondere die Bewertung und Kennzeichnung der
Korrektheit in (rechtlich-)formalem Sinne, ist eine offene Frage. Obwohl der informelle
Austausch in der ÖV durchaus üblich ist, stößt die IT-unterstützte Form derzeit auf
Vorbehalte; dies gilt gerade für Rechtsfragen. Hier ist ein Kulturwandel notwendig, der
durch eine Art „Qualitätsprüfung“ flankiert wird. Wenn dies gelingt, können die
durch Community-Bildung entstehenden Beiträge einen beachtlichen Wissensbestand
aufbauen. Dieses kooperative Vorgehen bekämpft den drohenden Erfahrungsverlust
durch das Ausscheiden der einstellungsstarken Jahrgänge.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-6">
        <title>Change Management</title>
        <p>Technische Ansätze unterstützen die Entwicklung von verbesserten, in den
Arbeitsprozess integrierten Lernprozessen. Die Einführung der Neuerungen erfordert
jedoch, dass die damit einhergehenden Veränderungen von den MitarbeiterInnen im
Arbeitsprozess bewältigt werden. Change Management ist deshalb die Voraussetzung
für die erfolgreiche Einführung IT-unterstützter Lerntechniken und somit auch eine
Vorbedingung für verbesserte Lernprozesse. Aus diesem Grund wurde im
EAGLEProjekt ein methodischer Rahmen für Change Management entwickelt.</p>
        <p>Die in EAGLE konzipierte Change-Management-Methode für Kommunen
verbindet Prinzipien und Praktiken, die im Projekt-Management und im
StakeholderManagement verwendet werden: Projektmanagement-Methoden ermöglichen eine
Strukturierung des Change-Prozesses, während Stakeholder-Management dabei hilft,
die notwendige Unterstützung der Stakeholder zu erhalten. Dies ist besonders
erfolgskritisch für die MitarbeiterInnen, da die Entwicklung des Change-Prozesses erfordert,
dass die Stakeholder sich wirklich beteiligen. Vor der Identifizierung der Stakeholder
und der Konzipierung des Projekts ist es notwendig, den Ist-Zustand festzustellen, um
3 H5P, https://h5p.org/node/29321
so den organisatorischen Aufwand abzuschätzen. Die entwickelte
ChangeManagement-Methode stellt daher ein Tool zur „Reifebeurteilung“ zur Verfügung,
das die organisatorischen Aspekte identifiziert (Kultur, Strategie, Prozesse,
Menschen, IT, Infrastruktur), die weiterentwickelt werden müssen, um ein von Lernen
geprägtes Arbeitsumfeld zu erreichen.</p>
        <p>Die Change-Management-Methode für Kommunen wurde in Lernmodule
aufgeteilt, die auf der Eagle-Plattform als OER verfügbar sind. Durch die Verwendung von
Wiki-Seiten war es möglich, dass die Benutzer die OER sowohl verändern als auch
weitere Seiten anfügen konnten. Die Change-Management-Methode kann von den
Kommunen ergänzt und weiterentwickelt werden.
2.3</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-7">
        <title>Die EAGLE-Plattform - Entwicklungsergebnisse</title>
        <p>Entsprechend den Ausführungen in den Abs. 1.1, 1.3 und 2.1 wurden bei der
Definition des EAGLE-Projekts Bedürfnisse adressiert, die sowohl aus der Vorstudie als
auch aus Erfahrungen früherer E-Learning Projekten resultierten. Zudem wurden
Lösungsansätze entwickelt, die nicht unmittelbar mit den von den Benutzern
artikulierten Anforderungen korrespondieren. Sie stellen vielmehr einen Innovationssprung
dar, der in dieser Form von potenziellen Nutzern nicht beschrieben werden konnte, da
den Nutzern Lösungsmöglichkeiten mit neuartigem Ansatz nicht bekannt sind. Diese
Ansätze wurden im Zuge des EAGLE-Projekts in Evaluierungsrunden mit
potenziellen Nutzern überprüft. Sie sind nachfolgend im Einzelnen kurz dargestellt.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-8">
        <title>Prozesslandkarte</title>
        <p>Um zielgerichtet nach OER suchen zu können, bietet die EAGLE-Plattform neben
der Semantischen Suchmaschine eine Prozesslandkarte. Grundlage war der
Leistungskatalog LEIKA4. Dieser wurde verwendet, um sicherzustellen, dass alle
Themengebiete der ÖV vollständig abgedeckt werden. Die Prozesslandkarte hilft den
Mitarbeitern, sich mit ihrer aktuellen Aufgabe im Aufgabenfeld einer Verwaltung zu
verorten und die dafür relevanten Lern- und Wissensinhalte aufzufinden.</p>
        <p>Bei der Suche nach OER, bei der Erschließung neuer Themengebiete, auch bei
speziellen Fachfragen, kann die Navigation durch die Prozesslandkarten hilfreich
sein. Auch ermöglicht sie es, sich einen Überblick über alle OER zu einem
bestimmten Thema zu verschaffen.</p>
        <p>Bei der Erstellung neuer OER werden diese in die Prozesslandkarte integriert.
Aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung wissen die Angestellten, wie sie die
Wissensbausteine nach Themen und Unterthemen oder Prozessen und Unterprozessen
klassifizieren können.</p>
        <p>Beim Durchwandern der Prozesslandkarte wird für jeden Begriff die Anzahl der
OER genannt, die unter diesem Begriff bzw. dessen Unterbegriffen zu finden sind.
Sind einem Begriff OER zugeordnet, so werden diese in einer Tabelle angezeigt.</p>
        <sec id="sec-3-8-1">
          <title>4 Leistungskatalog deutscher Verwaltungsleistungen, http://www.gk-leika.de/</title>
          <p>Durch Anklicken eines Tabellenelements erhält man einen kurzen Überblick (Autor,
Erstellungsdatum, Kurzbeschreibung) und einen Link, der zur OER führt.</p>
        </sec>
      </sec>
      <sec id="sec-3-9">
        <title>Ontologie und Suche</title>
        <p>Abb. 1. Ontologische Klassenhierarchie in EAGLE</p>
        <p>Die EAGLE-Plattform speichert Meta-Informationen zu den verwalteten Inhalten
(Personen, Organisationen, Dokumente, usw.) in einer semantischen Datenbank.
Diese DB bedient sich eines sehr flexiblen Datenmodells, bei dem alle Informationen in
sogenannten RDF5-Triples (Subjekt, Prädikat, Objekt) gespeichert werden, wobei ein
Subjekt eine Informations-Einheit, z.B. eine Person, Organisation oder ein
Dokument/OER repräsentiert, das Prädikat dessen jeweilige Eigenschaft benennt und das
Objekt schließlich den Wert der Eigenschaft repräsentiert. Das „Resource Description
Framework“ (RDF) ist ein wesentlicher Baustein der Semantic-Web-Architektur, wie
sie 2001 von [TBL2001] vorgestellt wurde. Mit Hilfe von RDF wird den
gespeicherten Informationen eine Bedeutung zugewiesen. Zudem hat sich mit Linked Data
[Bizer2009] eine Technologie etabliert, mit der die in RDF vorliegenden Informationen
mit weiteren Systemen vernetzt werden können. Die EOLP nutzt diese Technologien,
um alle Informationen universell zu verarbeiten bzw. mit anderen Systemen
auszutauschen [Dam2014]. Wie in Abb. 1 dargestellt, integriert die im Rahmen des Projekts
entwickelte Ontologie existierende Schemata (Dublin Core6, SKOS7, u.a.) und
ergänzt diese mit spezifischen RDF-Klassen und Attributen, um einerseits die Vielfalt
der einzelnen Datenobjekte innerhalb der EOLP abbilden und gleichzeitig diese
Datenobjekte weiteren Semantic-Web-Applikationen anbieten zu können. Mit Linked Data
können bestehende Datenquellen, wie z.B. EUROVOC8 oder der IPTC9 Thesaurus,
um die in der EOLP verwalteten Objekte semantisch angereichert und die in den
externen Vokabularen verwendeten Begrifflichkeiten für die Suche nach OER’s
verfügbar gemacht werden.</p>
        <p>Die Suche ist eine spezialisierte Anwendung innerhalb der EOLP, mit der die
gespeicherten Informationen gemäß der definierten Ontologie identifiziert und für eine
semantisch angereicherte Suche indiziert werden. Die Aufbereitung der
suchrelevan</p>
        <sec id="sec-3-9-1">
          <title>5 W2C Sematnic Web Stichwort RDF, https://www.w3.org/RDF/</title>
          <p>6 Dublin Core Metadata Initiative, http://www.dublincore.org
7 W2C Sematnic Web, https://www.w3.org/TR/skos-primer/
8 EuroVoc, mehrsprachiger Thesaurus der Europäischen Union, http://eurovoc.europa.eu/
9 IPTC, https://iptc.org/standards/newsml-g2/
ten Informationen geht hierbei über den EAGLE-Wissensraum hinaus, indem externe
Datenquellen eingebunden werden, sofern in den Metadaten verlinkt. Die so
ermittelten Daten bilden die Grundlage für eine Volltext-Suche bzw. eine facettierte Suche.</p>
        </sec>
      </sec>
      <sec id="sec-3-10">
        <title>Argumentations-Werkzeug</title>
        <p>Das in die EOLP eingebettete Argumentations-Werkzeug bietet Mitarbeitern die
Möglichkeit, ihre Gründe und Argumente für eine Fallentscheidung mit anderen zu
teilen und nach ähnlichen Fallentscheidungen zu suchen [GO2016A], [GO2016B],
[GO2006]. Bei der Entscheidungsfindung für einen Sachverhalt haben die
Angestellten der ÖV oft Entscheidungs- und Ermessensspielräume, dies insbesondere dann,
wenn es keine eindeutigen Regeln für die Anwendung der Gesetze gibt. So sieht z.B.
das deutsche Unterhaltsrecht für Familienmitglieder vor, dass diese bedürftige direkte
Verwandte unterstützen, wenn dies nicht zu einer „unbilligen Härte" führt. Das
Konzept der „unbilligen Härte" ist in der Gesetzgebung aber nicht klar definiert. Dennoch
sind die Angestellten verpflichtet, gleiche Fälle gleich zu entscheiden und ihre
Entscheidungen zu begründen.</p>
        <p>Das Argumentations-Werkzeug unterstützt somit, „Fälle gleich entscheiden". Dies
wird durch die gemeinsame Nutzung einer Fall-Datenbank für jede Fragestellung, die
„Fallbasis", ermöglicht, in der für jeden Fall, die Entscheidung und ihre Gründe und
Argumente beschrieben sind. Die Argumente werden in einem Netzwerkdiagramm,
einer sogenannten „Argumentationskarte“, dargestellt und visualisiert.</p>
        <p>Um für die Angestellten die Eingabe oder das Finden von Argumenten zu einer
bestimmten Fragestellung zu vereinfachen, wird zuerst ein Domänenmodell erstellt und
als einfache Klartextdatei auf die EOLP als OER hochgeladen. Formulare für die
Eingabe und Suche nach Fällen, die für jede Fragestellung spezifisch sind, werden
automatisch aus diesen Domänenmodellen generiert. Als Ergebnis werden alle
„ähnlichen Fälle“ geordnet aufgelistet. Durch Sichtung der „ähnlichen Fälle“ kann der
Angestellte sicherstellen, dass der jeweils vorliegende Fall gerecht entschieden wird.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-11">
        <title>Test Item Generator</title>
        <p>Ein weiterer OER-Typ sind automatisch generierte Tests. Sie dienen der
begleitenden Kompetenzbewertung und werden z.Z. exemplarisch im Bereich der
Informationskompetenz eingesetzt. Die Tests können genauso wie andere OER ausgetauscht
und verändert werden. Die Bestandteile eines Tests können unterschiedliche Items
bzw. Interaktionen enthalten; z.B. multiple choice, match (Zuordnung), cloze
(Lückentext), usw. Entsprechend dem Ansatz von Vygotsky [VYG1978] werden für die
benötige hohe Anzahl von Einzelaufgaben Werkzeuge entwickelt, um diese in der
EOLP automatisch zu generieren.</p>
        <p>Diese modellgestützte Test-Generierung ist weniger aufwändig als die manuelle
Erstellung und für die große Aufgabenmenge besser skalierbar. Außerdem ist die
Testerstellung eine Aufgabe, die Mitarbeiter der ÖV i. d. R. mangels Zeit und
Kenntnisse nicht manuell erfüllen könnten.</p>
        <p>Die Item-Generierung in EAGLE basiert auf dem Top-down-Ansatz von Luecht
[LUE2013]. Im Bottom-up-Ansatz werden Items aus einer Informationsquelle (z.B.
Domänenmodell oder Text) generiert. In EAGLE wurde eine hybride Lösung
entwickelt, die die Vorteile beider Ansätze integriert.</p>
        <p>Abb. 2. Modelle zur Generierung von Testaufgaben</p>
        <p>Ein Konstruktmodell für Informationskompetenz beschreibt, welche Fähigkeiten
und Wissensbausteine vermittelt werden sollen. Ein Taskmodell beschreibt auf einer
feiner granularen Ebene die Aufgaben, die ein Mitarbeiter der ÖV bei der Arbeit mit
Informationen bewerkstelligt. Ein Taskmodell wird durch Taskmodellausdrücke
spezifiziert; diese beschreiben die kognitiven Prozesse und die zugehörigen
Wissensbausteine. Schlussendlich definieren Vorlagen in XML die Item-Inhalte, die aus der
Vorlage generiert werden (siehe Abb. 2).</p>
        <p>Ein ÖV-Mitarbeiter kann nun eine OER auswählen und dazu einen Test generieren
und mittels der TAO e-Assessment Plattform10 bereitstellen. Eine Beschreibung der
gesamten Generierung und ein Beispiel findet man in Ras et al. [RAS2016].
2.4</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-12">
        <title>EAGLE Use Cases zur Veranschaulichung</title>
      </sec>
      <sec id="sec-3-13">
        <title>Use Case „Arbeitsprozess“</title>
        <p>Neue MitarbeiterInnen erhalten im Bürgeramt zu Beginn ihrer Tätigkeit
Informationen zu den wesentlichen Abläufen. Dazu hat das Bürgeramt ein Wiki auf der EOLP
angelegt, das die wesentlichen Rechtsvorschriften, Prozesse und Routinen beschreibt.
Es dient als Nachschlagewerk, das durch die laufende Pflege immer dem neusten
Stand ist. So kann es nicht passieren, dass eine veraltete Fassung verwendet wird.
Insbesondere für neue MitarbeiterInnen gibt es zudem ein Lern-Modul mit einem
zugehörigen Test, um z.B. die wesentlichen Freigabe- und Zeichnungsmechanismen
zu erlernen und sich schnell im neuen Arbeitsumfeld zurechtzufinden.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-14">
        <title>Use Case „Lern-Modul für Autoren“</title>
        <p>Eine Referatsleiterin im Jugendamt geht in zwei Jahren in Rente. Sie hatte u.a. die
Gesamtprojektleitung für die Einführung einer Fachsoftware für „Wirtschaftliche
Jugendhilfe“. Sie hat diesen Prozess von Beginn an begleitet und eine Vision
entwickelt, wie die Jugendhilfearbeit zukünftig weiterentwickelt und gestaltet werden
sollte. Zudem hat sie sich spezialisiertes Wissen im Rahmen ihrer Referatsaufgaben
angeeignet und kennt die Probleme und Fallstricke, die während des
Veränderungsprozesses im Zuge der Verfahrenseinführung aufgetreten sind. Damit ihre Erfahrungen
nicht verloren gehen, will sie sich als Autorin auf der EOLP einbringen. Für die
Autoren hat die Kommune ein Lern-Modul (OER) und ein Forum zum Thema „Erstellung
von Beiträgen“ auf der Plattform bereitgestellt. Anhand der OER lernt die
Referatslei10 TAO, https://www.taotesting.com/
terin, wie sie Inhalte erstellen kann und im Forum tauscht sie sich mit anderen
Autoren aus. Sie erarbeitet mehrere OER-Beiträge zu Strategiebildung,
Ausschreibungsvorbereitung, Prozessanalyse, Projektmanagement und Zukunftsthemen der
Jugendhilfearbeit. Ihre Beiträge werden auch nach ihrem Ausscheiden im
Gesamtstrategieprozess genutzt und können referenziert werden.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-15">
        <title>Use Case „Interkommunale Zusammenarbeit“</title>
        <p>In einem interkommunalen Arbeitskreis „Digitalisierung der Antragsformulare“
werden alle Formulare auf ihre Formerfordernisse geprüft. Auch zwischen den
Arbeitstreffen müssen die Mitglieder der Gruppe Detailfragen diskutieren. Dazu nutzt
die Arbeitsgruppe die Forum-Funktion. Durch die Möglichkeit auch auf die
Kommentare der anderen Nutzer reagieren zu können, entstehen zu einem Thema häufig
verschiedene Diskussionsstränge, die zu Problemlösungen beitragen. Um jene Fälle
zu diskutieren, für die die Formerfordernisse nicht eindeutig geregelt sind, wird das
Argumentations-Werkzeug genutzt. Es ermöglicht, Entscheidungen für ähnliche Fälle
anhand eines festgelegten Entscheidungsmodells zu bewerten und miteinander zu
vergleichen. Im Ergebnis wird anhand von festgelegten Kriterien entschieden,
welches Formerfordernis jeweils angemessen ist.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-16">
        <title>Use Case „Ausbildung“</title>
        <p>Im Rahmen der Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten bereitet sich Marie
im Fach „Bürgerorientiertes Handeln“ in einer Lerngruppe auf die Klausur vor.
Zunächst durchsucht Marie die EAGLE-Plattform über die Themenkarten
(Prozesslandkarte). Im Bereich Verwaltung, Organisation und Politik gibt es die Kategorie
Bürgerbeteiligung, wo sie gelungene Beispiele findet. Marie erstellt eine eigene
Lernressource (OER) mit dem Stichwort Bürgerorientierung und teilt den Inhalt mit ihrer
Lerngruppe. Louisa ergänzt einen Abschnitt zum Thema Service-Orientierung.
Danach erstellen sie einen Test, um die Inhalte üben zu können. Der darauffolgende
Jahrgang bekommt von der Lehrerin den Hinweis auf die erarbeitete OER. Die neue
Lerngruppe sucht nach entsprechenden Stichworten und findet, neben der von Marie
erstellten OER, weitere Inhalte aus anderen Städten. Sie bewerten die Inhalte.
Dadurch wird es für die nächsten Jahrgänge leichter, Experten und Fachkompetenz
auf dem Gebiet zu finden. Die neue Lerngruppe ergänzt Maries OER um die im
Unterricht neu hinzugekommenen Aspekte.
2.5</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-17">
        <title>Evaluierungsergebnisse</title>
        <p>Mit einer nutzerzentrierten Herangehensweise wurden die initialen Anforderungen
an die EOLP erhoben und deren Umsetzung im Projektverlauf anhand zweier
Prototypen durch Praktiker aus Kommunal- und Kreisverwaltungen im Pilottest validiert.
In der Anforderungsanalyse wurde der Bedarf deutlich, die verwaltungs- und
bereichsübergreifende Zusammenarbeit zu verbessern, geeignete Gesprächspartner
leichter finden zu können und die Recherche nach Informationen zu vereinfachen.</p>
        <p>Als positiv wurden im Rahmen der Prototypenvalidierung in Deutschland die
Möglichkeit zum Auffinden von Experten und zum persönlichen Austausch von
Informationen und Erfahrungen bewertet. Als erste Anwendungsfelder wurden
insbesondere der IT-Bereich (z.B. Anwenderaustausch bei der Einführung neuer
Fachverfahren) und die interkommunale Projektarbeit genannt. Die von der EOLP generierten
Tests zur Überprüfung des OER-Verständnisses wurden ebenso als sinnvoll bewertet.</p>
        <p>Generell kritisch wurde die Frage nach der Qualität und Rechtssicherheit von
Inhalten gesehen. Einem Qualitäts-Ranking durch die Anwender, ähnlich dem in
sozialen Medien, standen die Teilnehmer eher skeptisch gegenüber („Gesichertes Wissen
entsteht nicht, indem es als gut „empfunden“ wird, sondern indem eine qualifizierte
Person dieses Wissen freigibt“). Die Einbindung professioneller
Content-Produzenten, wie z.B. von Verlagen, wurde hingegen als Möglichkeit gesehen,
qualitätsgesicherte Inhalte bereitzustellen. Prinzipiell wurde die Möglichkeit, die Sichtbarkeit
von Inhalten auch auf kleinere Gruppen zu begrenzen, als wichtig erachtet. Vereinzelt
wurde auch gefordert, sicherzustellen, dass alle Nutzer aus der ÖV stammen und kein
offener Zugang zur EOLP für BürgerInnen und Unternehmen existiert.</p>
        <p>Grundsätzlich zeigte sich, dass EAGLE mit den derzeit eingesetzten
Informationsquellen zu integrieren ist. So sollten Schriftstücke nicht redundant an mehreren
Orten abgelegt werden; auch sollte es keine redundanten
Kommunikationsfunktionalitäten geben (eine Chat-Funktionalität und ein Wiki werden als ausreichend erachtet).
Um die Interoperabilität zwischen der EAGLE-Plattform, den eingesetzten
Dokumentenmanagementsystemen (z.B. eAkte), dem Intranet, ggf. eingesetzten
SharePointSystemen, den Fachverfahren sowie anderen Wissensquellen herzustellen, wurde von
den Pilotteilnehmern ein IT-Strategieprozess und die Definition einer geeigneten
Zielarchitektur als dringend notwendig erachtet. Zudem wurde der Bedarf gesehen,
Kompetenzen für den Umgang mit OER zu vermitteln und Regeln für den praktischen
Umgang mit der EAGLE-Plattform festzulegen.
3</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Vision: Ganzheitliche Umgebung zur Wissensverarbeitung</title>
      <p>Das Projekt EAGLE ist ein Innovationsbeispiel für ein IT-gestütztes Vorgehen zu
Wissenserwerb und -weitergabe. Gleichwohl hat EAGLE Grenzen. Um EAGLE
mittelfristig zu einer umfassenden Wissensumgebung auszubauen, ist die Integration
aller relevanten Wissensquellen erforderlich [SCH2017]. Die folgenden
Ausführungen beschreiben, welche funktionalen Bausteine ein solches ganzheitliche
WMSystem umfasst.</p>
      <p>Wie an anderer Stelle ausgeführt [SCH2013], kann man die gesamte Tätigkeit der
ÖV als Informations- und Wissensverarbeitung betrachten. Effektivität und Qualität
der Arbeitsergebnisse hängen damit von Umfang und Qualität des aktuell verfügbaren
Wissens ab. Soweit bei einer Fallbearbeitung neues Verständnis neue Informationen
den Wissensbestand erweitert wird, gehen alltägliche Arbeit und Wissenserwerb
Hand in Hand.
3.1</p>
      <sec id="sec-4-1">
        <title>Folgeaktivitäten bei EAGLE</title>
        <p>Die Erfahrung und der Austausch mit der ÖV im Rahmen des Projektes hat bei
vielen Projekteilnehmern Interesse geweckt, die eigene Informations- und
Wissensverarbeitung zu optimieren. Für eine nachhaltige Umsetzung müssen zunächst Sensibilität
und Kompetenzen für die Nutzung von OER vermittelt und auch eine Strategie
entwickelt werden, die die eingangs beschriebene Perspektive der Verbindung neuer und
bestehender Quellen verbindet.</p>
        <p>Sensibilisierung, Kompetenz- und holistische Strategieentwicklung stehen im
Mittelpunkt des neuen Projekts ÖWR (offene Wissensressourcen für die öffentliche
Verwaltung). Zu selbst ausgewählten Themen erhalten Teilnehmer Schulungen, gestalten
einen Kompetenzrahmen und entwickeln im interkommunalen Austausch eine
OERStrategie für die ÖV. Die Verstetigung der Aktivitäten hat eine hohe Priorität; so wird
beim ersten Workshop dieser Art ein Rahmenkonzept zum Thema „Wissenstransfer
ausscheidender MitarbeiterInnen mit offenen Wissensressourcen gestalten“ erarbeitet.
Ergebnisse hinsichtlich der Nutzungsevaluation und Sensibilisierung gegenüber
integriertem WM werden ab Mitte 2017 veröffentlicht.
3.2</p>
      </sec>
      <sec id="sec-4-2">
        <title>Zukünftiges Ziel: Integriertes Wissensmanagement</title>
        <p>Wie in Abs. 1.2 ausgeführt, wird WM derzeit meist als isolierter Bereich
betrachtet, der nur einen Teil des im Arbeitsprozess benötigten Wissens abdeckt. Ziel der
zukünftigen Entwicklung sollte sein, diese Trennung aufzuheben und ein
ganzheitliches WM zu etablieren, das alle Wissensquellen umfasst und Wissenserwerb mit
ITUnterstützung erleichtert. Nachstehend sind einige wichtige Komponenten genannt:
Austausch und Dokumentation in einer Community:</p>
        <p>Die Community-Bildung und die Kommunikation zwischen Teilnehmern werden
in Abs. 2.2 dargestellt. Diese Art von Wissenserwerb und Austausch ist besonders in
der ÖV neu und setzt einen Kulturwandel voraus.</p>
        <p>Formale Fortbildung – modular gegliedert</p>
        <p>In die EOLP können Lernmodule integriert werden, u.a. auch solche aus etablierten
Curricula (was gerade dann nützlich ist, wenn die Ausbildung des Nutzers länger
zurückliegt). Sie ergänzen die OER-Angebote. Zum formalen Lernen bestehen daher
Querbezüge. Neu ist, dass der Benutzer mithilfe der semantischen Suche Module ad
hoc nach Bedarf zusammenstellen kann. Sie ermöglicht es dem Nutzer, seinen Bedarf
an Inhalten der EOLP, von Seminaren und Blended Learning zielgenau zu definieren.</p>
        <p>Fallbezogene Recherche „Aktenwissen“</p>
        <p>Die eigentliche Informationsbasis einer Behörde ist ihr Schriftgut. Mit seiner
Erschließung werden auch Erfahrungen der Amtsvorgänger zugänglich. Der Zugang
kann nur durch gute Suchmöglichkeiten realisiert werden. Für die Suche ist der
Datenschutz zu beachten: Suchergebnisse müssen anonymisiert werden. Dazu werden in
[SCH2017] pragmatische Möglichkeiten vorgeschlagen, deren sichere Realisierung
allerdings ggf. noch Entwicklungsarbeit erfordert.</p>
        <p>Als Aktenwissen einzuordnen, sind auch seit jeher verwendete Informationen wie
Rundschreiben, Loseblattsammlungen u.v.m, aber auch interne IT-Lösungen wie
Ratsinformationssysteme. Argumentationskarten, Prozesslandkarten und
übergreifende semantische Suchfunktion (s. Abs. 2.3) ergänzen diesen Bereich.
3.3</p>
      </sec>
      <sec id="sec-4-3">
        <title>Zusammenfassung und Ausblick</title>
        <p>Das Projekt EAGLE kann als aktuelles innovatives Beispiel für ein holistisches,
ITgestütztes Vorgehen für Wissenserwerb und -weitergabe gesehen werden.</p>
        <p>Wenngleich das Projekt damit über den State-of-the-Art hinausgeht, wurden in den
Validierungen aber auch Aspekte deutlich, die für die Akzeptanz des
EAGLEAnsatzes als kritisch zu bewerten sind. Diese betreffen primär drei Themen: a) die
Integration von Community-generierten Informationen mit formalen
Fortbildungseinheiten und Aktenwissen (z.T. in eAkte-Systemen und Fachanwendungen), b) die
verlässliche und akzeptierte Charakterisierung von Inhalten in Bezug auf Qualität und
Rechtssicherheit und c) den Umgang mit offenen Lerninhalten und offenen Lern- und
Wissensplattformen. Die in der ÖV häufig anzutreffende Zurückhaltung ggü.
digitalen Innovationen und die Frage nach der Qualitätssicherung von
Communitygenerierten Inhalten wird durch das Nachwachsen der Digital Natives in der
ÖVHierarchie mit großer Wahrscheinlichkeit überwunden bzw. gelöst werden. Der
derzeitige Generationswechsel bei der gleichzeitigen Einsparung von Stellen macht es
aber dringend notwendig, diesen Kulturwandel in der ÖV zu beschleunigen.
Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Erfahrungsschatz der jetzt ausscheidenden
einstellungsstarken Jahrgänge weitgehend verloren geht.</p>
        <p>Der Beitrag zeigt, wie bisherige Ansätze von WM mit bekannten und neuen
Komponenten zu einem integrierten WM als Produktionsumgebung für die ÖV
zusammengeführt werden können. Erforderlich für das skizzierte Ziel sind u.a.
Architekturkonzepte für die Integration von ÖV-relevanten Wissensquellen, Policies für den
Community-basierten Wissenserwerb und Anstrengungen bei der Weiterentwicklung
ontologiebasierter, benutzerfreundlicher Suchmechanismen mit hoher Trefferqualität,
die unter einer einheitlichen Rechercheoberfläche auch auf geeignete externe Quellen
zugreifen.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-4-4">
        <title>Danksagung</title>
        <p>Das Projekt EAGLE wurde durch das 7. Rahmenprogramm für Forschung,
technologische Entwicklung und Demonstration der Europäischen Union unter der
Vereinbarung Nr. 619347 finanziell gefördert.
4</p>
        <p>Literaturliste
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    </sec>
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  <back>
    <ref-list />
  </back>
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