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      <title-group>
        <article-title>Kompetenzen erkennen, dokumentieren und bewahren für ein bedarfsgerechtes Wissensmanagement im demografischen Wandel</article-title>
      </title-group>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Nadine OGONEK</string-name>
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          <string-name>Michael RÄCKERS</string-name>
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          <string-name>Jörg BECKER</string-name>
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          <label>0</label>
          <institution>Westfälische Wilhelms-Universität Münster</institution>
        </aff>
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      <pub-date>
        <year>2017</year>
      </pub-date>
      <abstract>
        <p>Zusammenfassung. Gerade der öffentliche Sektor als einer der größten deutschen Arbeitgeber bekommt die Folgen des demografischen Wandels deutlich zu spüren: Einem sich ausbreitenden Fachkräftemangel gilt es, durch ein gewissenhaftes Personalmanagement Einhalt zu gebieten. Dabei spielt ein fokussiertes Wissensmanagement eine wichtige Rolle. Im Projekt EGovernment-Kompetenz (E-Kompetenz) wurden hierzu zwei Werkzeuge entwickelt: ein Rollensteckbrief und eine Kompetenzmatrix, die durch ihren strukturierten Aufbau und einer damit einhergehenden besseren Vergleichbarkeit sowie ihrer einfachen Anwendung die Identifikation, Dokumentation und Bewertung von Stellen im öffentlichen Sektor unterstützen können, um so das Wissen als wertvollste Ressource öffentlicher Verwaltungen besser bewahren zu können.</p>
      </abstract>
      <kwd-group>
        <kwd>E-Government</kwd>
        <kwd>Rollensteckbrief</kwd>
        <kwd>Kompetenzmatrix</kwd>
        <kwd>Kompetenzen</kwd>
        <kwd>Personalmanagement</kwd>
      </kwd-group>
    </article-meta>
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    <sec id="sec-1">
      <title>1 Korrespondierender Autor.</title>
      <p>1</p>
      <sec id="sec-1-1">
        <title>Einleitung</title>
        <p>Der demografische Wandel in Deutschland hat nicht nur Folgen für den deutschen
Arbeitsmarkt insgesamt, sondern stellt vor allem für den öffentlichen Sektor eine
große Herausforderung dar: mit etwa 4,6 Millionen Beschäftigten ist er einer der
größten Arbeitgeber Deutschlands, deren Durchschnittsalter bei 45,1 Jahren, auf
Bundesebene sogar bei 46,9 Jahren liegt und die höchste Beschäftigtenanzahl mit
148.615 Beschäftigten im Alter von 53 Jahren aufweist [1].</p>
        <p>Gleichzeitig befindet er sich in einem fortwährenden, durch die
Informationstechnologie (IT) getriebenen Wandel, der den gestiegenen Ansprüchen
an die öffentliche Verwaltung im Sinne einer Effizienz- und Effektivitätssteigerung
durch die Implementierung von Electronic Government (E-Government) Genüge tun
soll [2], [3] und damit geänderte Anforderungen an den Arbeitsalltag sowie neue
Kompetenzen [4] und natürlicherweise eine Komplexitätssteigerung hervorruft: „Die
deutsche Verwaltung ist heute essentiell auf das Funktionieren seiner technischen
Systeme angewiesen. Kompetenzen sollen in diesem Kontext verstanden werden als
die „[…] verfügbaren oder […] erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten,
um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen,
volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in
variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können [5, S.
27f].“</p>
        <p>
          „Mit dem technischen Fortschritt werden die Systeme immer komplexer und
schwerer zu steuern [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref3">6</xref>
          ].“ Erschwerend hinzu kommt, dass der öffentliche Sektor
immer wieder als nicht innovativ und damit nicht attraktiv genug wahrgenommen
wird, sodass sich der durch den demografischen Wandel erwartete Fachkräftemangel
noch gravierender ausprägen könnte. „Besonders die mangelnde Rekrutierung
jüngerer Menschen zeigt sich bereits heute an der Altersstruktur im öffentlichen
Dienst. Auf allen föderalen Ebenen ist der Anteil an Nachwuchskräften sehr gering
[7, S. 7].“
Vor diesem Hintergrund bedarf es zielgerichteter Maßnahmen, die einerseits helfen,
bestehendes Wissen zu dokumentieren und damit zu strukturieren, andererseits aber
auch, frühzeitig Wissensträger zu identifizieren und so für die Organisation wichtiges
Wissen in der Verwaltung zu bewahren, was gerade jetzt, in Zeiten enger öffentlicher
Haushaltskorsette ([8], [9], [10]) sehr wichtig ist. Auch eine Bewertung bereits
bestehender Rollen durch eine bessere Vergleichbarkeit einzelner Stellenprofile kann
hierdurch vorgenommen werden.
        </p>
        <p>Im Weiteren wird zunächst kurz das Projekt E-Government-Kompetenz des
ITPlanungsrats skizziert sowie die zwei dort entwickelten Werkzeuge für ein
professionelles Wissensmanagement ausführlicher dargestellt, dies sind der
Rollensteckbrief und die Kompetenzmatrix. In Kapitel 3 erfolgt eine Reflexion der
Ergebnisse in Bezug auf ihren Nutzen im Sinne eines professionellen
Wissensmanagements. Der Beitrag schließt mit einem zusammenfassenden Ausblick.
2</p>
      </sec>
      <sec id="sec-1-2">
        <title>Das Projekt E-Kompetenz</title>
        <p>Ein Ziel des Projekts E-Kompetenz bestand darin, in der Verwaltung heute und
zukünftig benötigte IT-Kompetenzen zu identifizieren und diese nach unterschiedlichen
Beherrschungsgraden zu klassifizieren. Als Kompetenzen werden generell „[…] die
bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und
Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen
motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die
Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu
können“ [5, S. 27f] verstanden. Da es in diesem Projekt vor allem um Kompetenzen im
Zusammenhang mit IT ging, wurde die Definition von E-Kompetenzen nach [11, S.
386] zugrunde gelegt. Demnach können E-Kompetenzen „[…] als die Fähigkeit
verstanden werden, sich […] innerhalb von durch moderne Techniken erweiterten
Informationsräumen und mit technikunterstützten Methoden kreativ und
selbstorganisiert zurecht zu finden.“</p>
        <p>Zur einfachen Identifikation und Dokumentation all jener Kompetenzen wurden
zwei unterschiedliche Werkzeuge entwickelt. Zunächst wurden sogenannte
Rollensteckbriefe identifiziert, um das Wissen um die nötigen Kompetenzen und
Fähigkeiten strukturiert zusammen zu tragen. Insgesamt wurden 19 Referenzrollen – aufgeteilt
in vier Oberkategorien: Gestalter, IT- Koordinator,
IT-Fachaufgaben/ITDienstleistungen und Fachaufgabenträger – in der öffentlichen Verwaltung mit
heutiger und zukünftiger Bedeutung abgeleitet, deren detaillierte Beschreibung über je
einen Rollensteckbrief erfolgte. Daran anknüpfend wurden Kompetenzmatrizen
entwickelt, welche die einzelnen, einer Rolle zugeordneten Kompetenzen
ausspezifizieren. Dies vereinfacht die Erfassung der nötigen Wissenstiefe einzelner Kompetenzen
und unterstützt so das Personal- und Wissensmanagement in der öffentlichen
Verwaltung. Zur Wahrung der Anschlussfähigkeit wurden alle Ergebnisse in Workshops mit
Experten aus Verwaltungs- und Hochschulpraxis diskutiert und reflektiert.
2.1</p>
        <sec id="sec-1-2-1">
          <title>Der Rollensteckbrief</title>
          <p>Um eine möglichst vollständige Dokumentation der heute und in Zukunft in der
öffentlichen Verwaltung benötigten Fähigkeiten und Kompetenzen zu schaffen, wurden
innerhalb des Projekts zunächst mehr als 100 Stellenanzeigen aus dem öffentlichen
Sektor herangezogen und tiefergehend analysiert. Für eine strukturierte Darstellung
und damit bessere Vergleichbarkeit all jener Kompetenzen wurde eine bereits
bestehende Klassifizierung von E-Government-Wissen, Fähigkeiten und Kompetenzen
nach [12] aufgegriffen, die Kompetenzen in insgesamt fünf Kompetenzkategorien
unterteilt: Eine technische Kompetenzkategorie und vier fachliche Kategorien. Diese
wurden in Form eines Rollensteckbriefs zusammengefasst (vgl. hierzu Tabelle 1).
Über die inhaltlichen Kompetenzen hinaus, wurden zum Zwecke der Vollständigkeit
auch soziale Kompetenzen und Persönlichkeitsmerkmale der Einordnung
hinzugefügt, die auch bei Stellenanzeigen immer wieder Verwendung finden. Dabei sind mit
sozialen Kompetenzen die Fähigkeiten gemeint, die im Umgang mit anderen
Menschen, zum Beispiel Angestellten oder Bürgern, benötigt werden. Beispiele hierfür
sind Führungs-, oder Konfliktmanagement-Kompetenzen. Im Gegensatz dazu stellen
Persönlichkeitsmerkmale stetige Charakteristika oder Verhaltensweisen einer Person
dar, die diese natürlicherweise in sich trägt und die schwer bis gar nicht erlernbar
sind. Hierunter fallen zum Beispiel Motivation oder Kreativität.</p>
          <p>Die technischen Kompetenzen werden hier dezidiert herausgehoben, da das Projekt
E-Kompetenz darauf abzielte, vor allem den Einfluss von Informations- und
Kommunikationstechnologien (IKT) auf Verwaltungen im Zuge der Digitalisierung zu
berücksichtigen, von dem alle Bediensteten früher oder später in irgendeiner Form
betroffen sein werden oder dies bereits sind. Geänderte Anforderungen sind die Folge
dieses vermehrten Einsatzes, dem es gilt, durch neue Kompetenzen zu begegnen und
frühzeitig Maßnahmen zu schaffen, die die Bediensteten durch passende Aus- und
Weiterbildungsformate auf diese geänderten Rahmenbedingungen vorbereiten.</p>
        </sec>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Tabelle 1: Aufbau des Rollensteckbriefs.</title>
      <p>Steckbriefnummer: Rollenname
Zuordnung der Rolle zu einer Kategorie
Beschreibung der Rolle
Aufgaben und Verantwortlichkeiten
Kompetenzen
1. Technische Kompetenzen
(z. B. Kenntnisse der IT oder Planung/Gestaltung von IT, u.a. allgemeine
EDV Kenntnisse, Programmierkenntnisse)
2. Fachliche Kompetenzen
a) Sozio-technische Kompetenzen</p>
      <p>(z. B. Kenntnisse der Auswirkungen/Akzeptanz von E-Government)
b) Die Organisation betreffende Kompetenzen</p>
      <p>(z. B. Prozessmanagement, Organisationsgestaltung)
c) Managementkompetenzen</p>
      <p>(z. B. Changemanagement)
d) Politisch-administrative Kompetenzen</p>
      <p>(z. B. rechtliche Rahmenbedingungen, administrative Abläufe)
3. Soziale Kompetenzen</p>
      <p>(z. B. Führungs- und Kommunikationskompetenz)
4. Persönlichkeitsmerkmale</p>
      <p>(z. B. Kreativität, Selbstmanagement)</p>
      <p>Bei all diesen Kompetenzen gibt es – unabhängig von der fachlichen/technischen
Kategorisierung – Kompetenzen, die eher allgemeine Fähigkeiten darstellen, die die
Personen, die die Rollen einnehmen, dazu befähigen, bestimmte Aufgaben
auszuführen bzw. die Grundlage hierzu bilden (zum Beispiel methodische Grundfähigkeiten
im Projektmanagement). Andere Kompetenzen sind spezifischerer Natur und stellen
Verfahren, Abläufe oder Richtlinien, dar, die die Personen befähigen, konkrete
Sachverhalte zu analysieren oder Probleme zu lösen (zum Beispiel das Wissen um
ITSicherheitsrichtlinien).
2.2</p>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>Die Kompetenzmatrix</title>
        <p>Neben dem Erkennen, Einordnen und der Dokumentation benötigter Kompetenzen
ist es gleichermaßen wichtig, die jeweilige Kompetenz- und Wissenstiefe der
betreffenden Fähigkeit zu identifizieren. Denn nicht jede Rolle benötigt dieselbe
Kompetenz in der gleichen Tiefe. So kann es sein, dass es bei einer bestimmten Rolle
ausreicht, allein theoretisches Wissen zu einem Sachverhalt zu besitzen. Als Beispiel
hierzu kann das Wissen darum angeführt werden, dass SAP als System für
Bestellungen benutzt wird. Hingegen kann es bei einer anderen Rolle zwingend notwendig
sein, dieses Wissen auch zur praktischen Anwendung zu bringen (z. B. Bestellungen
anlegen und verarbeiten) bzw. mit diesem Wissen Sachverhalte zu hinterfragen oder
weiterzuentwickeln.</p>
        <p>Sowohl der Rollensteckbrief als auch die Kompetenzen sollten so beschaffen sein,
dass sie möglichst genau auf die jeweiligen Aufgabenbereiche zugeschnitten werden
können, weshalb eine Matrix als geeignete Darstellungsform für die Einordnung
unterschiedlicher Kompetenzgrade identifiziert wurde, in der die Gesamtheit an
Kompetenzen zu unterschiedlichen Beherrschungsniveaus in Bezug gesetzt werden konnte.
Um eine passende Einteilung der jeweiligen Kompetenztiefe zu finden, wurde Blooms
Taxonomie [13] als geeignete Einordnung identifiziert. Diese stellt eine etablierte
Theorie zur Beschreibung von Lehr- und Lernprozessen dar. Das menschliche Lernen
wird dabei in sechs Grade, sich pyramidenförmig nach oben weiter entwickelnd,
eingeteilt. Diese sind: „Erinnern“, „Verstehen“, „Anwenden“, Analysieren“,
„Evaluieren“ und „Erschaffen“. Das Lernen beginnt am unteren Teil der Pyramide mit dem
einfachen „Erinnern“ und steigert sich entlang der Pyramide, je nach Erreichung
höherer Wissensgrade bis hin zum höchsten Grad „Erschaffen“.</p>
        <p>Abbildung 1: Blooms Taxonomie (links) und ihre Verwendung innerhalb des
Projekts E-Kompetenz (rechts).</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Erschaffen</title>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Evaluieren</title>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Analysieren</title>
    </sec>
    <sec id="sec-6">
      <title>Anwenden</title>
    </sec>
    <sec id="sec-7">
      <title>Verstehen</title>
    </sec>
    <sec id="sec-8">
      <title>Erinnern</title>
    </sec>
    <sec id="sec-9">
      <title>Gestalten</title>
    </sec>
    <sec id="sec-10">
      <title>Anwenden</title>
    </sec>
    <sec id="sec-11">
      <title>Wissen</title>
      <p>Zur einfacheren Handhabbarkeit der Matrix wurden die sechs Kompetenzstufen
nach Bloom zu drei Stufen zusammengefasst (vgl. hierzu Abbildung 1), was im
Folgenden weiter ausgeführt wird:
1. Wissen: Hier werden die Bloomschen Stufen „Erinnern“ und „Verstehen“
zusammengefasst. Kenntnisse werden passiv erworben und verstanden, eine
Anwendung oder gar ein Transfer auf andere Anwendungskontexte ist nicht
erforderlich.
2. Anwenden: Diese Kategorie entspricht der Stufe „Anwenden“ aus der Taxonomie
von Bloom. Neben dem rein theoretischen Wissen, muss dieses auch zur Anwendung
gebracht werden.
3. Gestalten: Diese Zusammenfassung setzt sich aus den Bloomschen Stufen
„Analysieren“, „Evaluieren“ und „Erschaffen“zusammen. Neben reinem Wissen und
der Anwendung dieses Wissens geht es zum einen darum, Probleme zu erkennen, als
auch darum, Lösungen zu herauszuarbeiten und umzusetzen.</p>
      <p>Tabelle 2: Aufbau und beispielhafte Befüllung der Kompetenzmatrix.
Wissen</p>
      <p>Anwenden
Persönlichkeitsmerkmale
Benötigt</p>
      <p>Der Aufbau der Matrix sowie eine beispielhafte Befüllung sind in Tabelle 2
skizziert. Die Matrix besteht aus dem Rollennamen sowie aller zuvor identifizierten
Kompetenzen, die der Darstellung in den Rollensteckbriefen folgt. Pro identifizierter
Rolle können die Zellen der Matrix jeweils durch eine farbliche Kennzeichnung
markiert werden. Grün ist dabei der Indikator für alle unbedingt benötigten Kompetenzen.
Gelb werden alle darüberhinausgehenden, wünschenswerten Fähigkeiten gefärbt. Als
Grundlage für die Befüllung der Matrizen innerhalb des Projekts E-Kompetenz
dienten die vorher bereits erwähnten Stellenanzeigen aus dem öffentlichen Sektor.
Die farbliche Kennzeichnung wurde für die sozialen Kompetenzen und
Persönlichkeitsmerkmale nicht übernommen, da diese Art der Kompetenzen entweder
vorliegen (muss) oder eben nicht und nicht auf einzelne Beherrschungsgrade
eingegrenzt werden kann. Benötigt eine Rolle ein gewisses Maß an
Durchsetzungsvermögen, so hat die Person, die jene Rolle einnimmt, diese Fähigkeit
oder eben nicht, kann sie aber nicht bei gewissen Aufgaben „abstellen“. Daher ist es
in diesen Kompetenzkategorien nur möglich, diesen eine Einordnung als „Benötigt“
zuzuordnen.
3</p>
      <sec id="sec-11-1">
        <title>Nutzen im Sinne eines professionellen Wissensmanagements</title>
        <p>Die in Kapitel 2 dargestellten Werkzeuge können öffentlichen Verwaltungen bei
der übersichtlichen und strukturierten Einordnung und Zuweisung bestehender und
neuer Rollenprofile dienen. Sie ermöglichen gleichzeitig die Ermittlung
unterschiedlicher geforderter Kompetenz- und Wissenstiefen. Damit ermöglichen sie nicht nur eine
frühzeitige Identifikation potentieller Wissensträger. Sie zeigen außerdem etwaige
Lücken auf, die einen Bedarf an zusätzlichem Wissenserwerb eröffnen. Ihr
gleichförmiger Aufbau ermöglicht darüber hinaus den Vergleich, die Identifizierung von
Aktualisierungsbedarfen und einen Ansatz zur Bewertung von Stellen. Die beiden
Werkzeuge sprechen damit alle Bausteine des etablierten
Wissensmanagementmodells nach [14] an: Von der Wissensidentifikation über den Wissenserwerb, der
Wissensentwicklung und Wissens(ver)teilung, bis hin zur Wissensnutzung und der
Wissensbewahrung. Dieses Modell wurde in seiner ersten Version bereits im Jahr 1997
veröffentlicht und hat zum Ziel, „[…] Unternehmen eine Art Handlungsanleitung zur
besseren Beschreibung und einem besseren Verständnis von Wissensproblemen
innerhalb ihrer Organisation anzubieten [15].“ Hierbei werden die einzelnen Elemente
des Wissensmanagements in Aktivitäten bzw. sogenannte Kernprozesse unterteilt, um
es auf diese Weise intuitiver, greifbarer und einfacher für die Umsetzung auf
Unternehmensebene zu machen: Denn „[s]tatt organisationale Lernprozesse zu verstehen,
brauchen Führungskräfte Methoden, mit denen sie organisationale Wissensbestände
lenken und in ihrer Entwicklung beeinflussen können.“ [13, S. 29] Die folgende,
tabellarische Übersicht stellt die konkreten Nutzenpotenziale Wissensmanagement
heraus.</p>
        <p>Tabelle 3: Gegenüberstellung der Kernprozesse des Wissensmanagements nach [14]
mit den Nutzenpotenzialen der entwickelten Werkzeuge..</p>
        <sec id="sec-11-1-1">
          <title>Kernprozess nach [14]</title>
          <p>Wissensidentifikation</p>
        </sec>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-12">
      <title>Wissenserwerb</title>
    </sec>
    <sec id="sec-13">
      <title>Wissensentwicklung Wissens(ver)teilung</title>
      <sec id="sec-13-1">
        <title>Nutzenpotenzial</title>
        <p>Die strukturierte Darstellung und Dokumentation in
den Steckbriefen nach Kompetenzkategorie ermöglicht
einen schnellen und einfachen Überblick über
vorhandene bzw. fehlende Kompetenzen. Auf diese Weise
können Wissens- bzw. Kompetenzträger im
Unternehmen sehr schnell identifiziert werden, die dann u.a.
für die interne Weitergabe von Kompetenzen, Wissen
und Erfahrungen genutzt werden können.</p>
        <p>Auf einen Blick kann in den Steckbriefen festgestellt
werden, ob benötigtes Wissen im Unternehmen
vorhanden ist und demnach intern geschult werden kann.
Ist dies nicht der Fall, kann außerhalb der eigenen
Behörde nach geeigneten Schulungen externer
Anbieter gesucht werden.</p>
        <p>Ergänzend zum Wissenserwerb können durch den
Steckbrief und die Matrix bisher unbeachtete oder
nicht vorhandene Kompetenzen, die aber zentral für
die Zielerreichung des Unternehmens sein können,
einfacher in den Blick genommen, analysiert und ggf.
relevante Angebote durch die Personalabteilung
geschaffen werden. Dies gilt sowohl für neues Wissen als
auch für die Weiterentwicklung gewisser
Kompetenztiefen, die in den jeweiligen Matrizen festgehalten
sind.</p>
        <p>Die Steckbriefe und Matrizen ermöglichen nicht nur
einen Überblick über vorhandene bzw. fehlende
Kompetenzen, sondern geben auch Aufschluss darüber, zu
welchem Grad bestimmte Fähigkeiten, Wissen oder
Erfahrungen vorhanden sind. Der Prozess der
Wissensverteilung kann so durch interne Schulungen
vereinfacht werden.</p>
        <p>Auch wenn es darum geht, bestehendes Wissen zu
vertiefen, können anhand der Kompetenzmatrix
leichter Wissensträger mit gestalterischen Fähigkeiten mit
solchen, die über rein theoretisches Wissen verfügen,
zusammengebracht werden, um einen
Kompetenztiefentransfer zu ermöglichen.</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-14">
      <title>Wissensnutzung</title>
    </sec>
    <sec id="sec-15">
      <title>Wissensbewahrung</title>
    </sec>
    <sec id="sec-16">
      <title>Eine effiziente und effektive Wissensvermittlung kann</title>
      <p>durch die konsequente Dokumentation mittels
Rollensteckbriefs ermöglicht werden, da es für eine
frühzeitige Identifikation von Wissen und Wissensträgern im
Unternehmen sorgt und damit auch die
Wissens(ver)teilung vereinfacht.</p>
      <p>Gerade in Zeiten des demografischen Wandels besteht
die Gefahr, dass bestehendes bzw. gerade erworbenes
Wissen wieder verloren wird und damit nicht
automatisch für alle Zeiten für das Unternehmen gesichert ist.</p>
      <p>Auch hier bietet die strukturierte Dokumentation in
Form von Rollensteckbriefen und Kompetenzmatrizen
die Möglichkeit, einfach und schnell Wissensträger zu
identifizieren, die das Unternehmen in absehbarer Zeit
verlassen und so entsprechende Maßnahmen zur
Wissens(ver)teilung im Unternehmen einzuleiten.</p>
      <p>Die Konkretisierung der Gegenüberstellung des Wissensmanagementzyklus und
der im Projekt E-Kompetenz entwickelten Werkzeuge macht deutlich, dass der
komplette Lebenszyklus des Wissensmanagements in einem ganzheitlichen Sinne
unterstützt werden kann. Die Werkzeuge greifen hierbei ineinander und helfen so, das
relevante Wissen im Wortsinne zu managen. Gerade der modularisierte und damit
einfach anpassbare und integrierbare Aufbau der beiden Werkzeuge ermöglicht eine
flexible Einbindung in bestehende Strukturen des Personalmanagements öffentlicher
Einrichtungen.
4</p>
      <sec id="sec-16-1">
        <title>Zusammenfassung</title>
        <p>Im Projekt E-Kompetenz wurden zwei unterschiedliche Werkzeuge für die
Unterstützung des Personal- und somit Wissensmanagements in öffentlichen Verwaltungen
entwickelt. Die in diesem Beitrag vorgestellten Rollensteckbriefe und
Kompetenzmatrizen strukturieren im Zusammenspiel die nötigen Personalbedarfe und das Wissen in
Form von Kompetenzen, welche die Mitarbeiter in der öffentlichen Verwaltung
derzeit und in Zukunft benötigen. Die sich stetig wandelnden Anforderungen,
insbesondere vor dem Hintergrund der immer massiver fortschreitenden Digitalisierung sowie
des demografischen Wandels, können so zielführend moderiert werden. Die nötigen
Personalbedarfe können transparent gemacht werden, Fortbildungs- und
Wissensbedarfe können zielgerichtet beschrieben werden und geeignete Maßnahmen zur
Schließung von Wissenslücken können definiert und angegangen werden.</p>
        <p>Die gewonnenen Ergebnisse erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Sie
wurden innerhalb des Projektzeitraums anhand des damaligen Stands der Forschung,
der vorliegenden Dokumente sowie der Experteneinschätzungen vorgenommen.
Trotzdem ermöglicht die Darstellung in der Kompetenzmatrix einen strukturierten
Ein- und Überblick aller benötigten Kompetenzen. Zusätzlich zum Steckbrief kann sie
vor allem als Hilfsmittel für die Ausschreibung neuer Stellen eingesetzt werden, da
die Matrix - mehr als der Rollensteckbrief - auf die jeweilig benötigte Kompetenztiefe
eingeht und zusätzliche, für die Stelle wünschenswerte Kompetenzen aufzeigt.
Außerdem kann sie Orientierungshilfe für Stellenbewertungen sein, da sowohl fachliche
Aufgaben als auch soziale Kompetenzen und Persönlichkeitsmerkmale in ihrer
Gesamtheit berücksichtigt werden. Durch ihren modularisierten Aufbau können beide
Werkzeuge zudem einfach und ohne großen Mehraufwand in bestehende Strukturen
des Personalmanagements integriert und nach Bedarf angepasst werden.</p>
        <p>Im Folgenden sollen die Potenziale der Werkzeuge kurz beschrieben und den
Kernprozessen des Wissensmanagements zugeordnet werden.</p>
        <p>Eindeutige Abgrenzung und Vergleichbarkeit: Durch ihren gleichförmigen
Aufbau (in Form von einzelnen Kompetenzmodulen) können Stellen untereinander
eindeutig abgegrenzt und so miteinander verglichen werden (Wissensidentifikation).
Außerdem ermöglichen sie erste Hinweise auf Stellenbewertungen. Er kann von
Führungskräften dazu genutzt werden, um Stellen strukturiert festzuhalten
(Wissensidentifikation und Wissensbewahrung) und gleichzeitig zu überprüfen, welche
Kompetenzen in ihrem Bereich vorhanden sind bzw. vorhanden sein sollten (Wissensnutzung
und –Entwicklung). Des Weiteren kann auf Basis des ausfüllten Rollensteckbriefs und
eines vollständigen Kompetenzprofils einfacher bewertet werden, welche
Kompetenzen zusätzlich benötigt werden (Wissens(ver)teilung). Anhand dieser Information
können ggf. fehlende Kompetenzen identifiziert und durch Fort- und Weiterbildung
erworben werden (Wissenserwerb).</p>
        <p>Standardisierung: Der einheitliche Ansatz einer immer gleichen Struktur unter
Verwendung derselben Kategorien und Kompetenzen hilft dabei, den Koordinations-,
Abstimmungs- und Kommunikationsaufwand bei der Stellenbeschreibung und
letztlich auch der Stellenbewertung zu reduzieren (Wissensnutzung und -(ver)teilung).</p>
        <p>Grundlage für Schulungen/Qualifizierung: Durch den modulbasierten Aufbau
kann der Schulungsbedarf einfacher ermittelt und so passende Fort- und
Weiterbildungen schneller eruiert werden bzw. bei dringendem Bedarf Wissen extern
eingekauft werden (Wissenserwerb und Wissensentwicklung). Die im Projekt verwendeten
Begriffe für Kompetenzen stammen größtenteils aus der Fachliteratur, sodass eine
Anschlussfähigkeit gewährleistet ist.</p>
        <p>
          Abschließend kann festgehalten werden, dass die beiden Werkzeuge viele Vorteile
für das Personalmanagement im öffentlichen Sektor bieten, da sie die Identifikation
von Wissen erleichtern und eine Wissensbewahrung durch die strukturierte
Dokumentation sicherstellen können, wenn sie konsequent und durchgehend angewendet
werden. Gerade Letzteres kann den öffentlichen Sektor vor einem Wegbrechen der
wichtigsten Ressource Wissen im demografischen Wandel bewahren.
Literaturverzeichnis
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      </sec>
    </sec>
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