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      <title-group>
        <article-title>Mobile ortsbasierte Messung von Wasserständen zur Verbesserung der Hochwasservorhersage in kleinen Einzugsgebieten</article-title>
      </title-group>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Simon Burkard</string-name>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Frank Fuchs-Kittowski</string-name>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>HTW Berlin</string-name>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Berlin</string-name>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Germany</string-name>
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      </contrib-group>
      <pub-date>
        <year>2017</year>
      </pub-date>
      <fpage>5</fpage>
      <lpage>20</lpage>
      <abstract>
        <p>Flood forecasting is particularly difficult and uncertain for small drainage basins. One reason for that is the absence of adequate temporal and spatial hydrological input variables for model-based flood predictions. Incorporating additional information collected by volunteers with the help of their smartphones can improve flood forecasting systems. Data collected in this way is often referred to VGI data (Volunteered Geographic Information data). This paper discusses how VGI data can be incorporated into a flood forecasting system to support flood management in small drainage basins on the basis of mobile VGI data. It therefore outlines the main functional components involved in such VGI-based flood forecasting platform while presenting the component for mobile data acquisition (mobile sensing) in more detail. In this context, relevant measurement variables are first introduced and then suitable methods for recording these data with mobile devices are described. The focus of the paper lies on discussing various methods for measuring the water level using inbuilt smartphone sensors. For this purpose, three different image-based methods for measuring the water level at the banks of small rivers using a mobile device and the inbuilt orientation and camera sensors are explained in detail. It is shown that performing the measurements with the user's help via appropriate user interaction and utilizing known structures at the measuring points results in a rather robust image-based measurement of the water level. A preliminary evaluation of the methods under ideal conditions found that the developed measurement techniques can achieve both an accuracy and precision of approximately 1cm.</p>
      </abstract>
      <kwd-group>
        <kwd>VGI</kwd>
        <kwd>Crowd sensing</kwd>
        <kwd>Crowd sourcing</kwd>
        <kwd>Mobile sensing</kwd>
        <kwd>Water level</kwd>
        <kwd>Flood forecasting</kwd>
      </kwd-group>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>-</title>
      <p>
        barkeit (Vulnerabilität) in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>
        ]. Es ist
anzunehmen, dass dieser Trend anhalten und die Intensität von Hochwasser weiter
zunehmen wird [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2">2</xref>
        ]. Im Rahmen des Hochwasserrisikomanagements sind daher verlässliche
und frühzeitige Vorhersage- und Frühwarnsysteme von großer Bedeutung, um
zielgerichtete Schutzmaßnahmen zu ermöglichen [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>
        ]. Als Entscheidungsgrundlage für
Maßnahmen des Katastrophenschutzes dienen dabei in der Regel hydrologische und
hydraulische Prognosemodelle. Darauf basierende Hochwasservorhersagen sind allerdings
meist unsicher und fehlerbehaftet. Gründe dafür sind Modellunschärfen, unsichere
Niederschlagsvorhersagen sowie zeitlich und räumlich ungenügend vorhandene
hydrologische Eingangsgrößen. Insbesondere für kleine Gewässer sind Vorhersagen schwierig,
da oftmals eine sehr schnelle Gebietsreaktion erfolgt und daher nur sehr geringe
Vorwarnzeiten verbleiben. Durch zusätzliche Informationen, z.B. zusätzliche
Wasserstandmessungen entlang des Flusses, können diese Datensätze erweitert und die
Prognosemodelle aktualisiert werden, um somit die Vorhersageunsicherheiten zu verringern [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
        ].
      </p>
      <p>
        Mobiles Crowdsourcing – die Erfassung von Daten durch Freiwillige mittels ihrer
eigenen, privaten mobilen Endgeräte (Smartphones, Tablets etc.) – erscheint als
geeignetes Mittel, um solche zusätzlichen Eingangsdaten zu sammeln [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
        ]. Oftmals werden
die ortsbezogenen Daten, die Bürger freiwillig mittels ihrer mobilen Endgeräten und
der darin eingebauten Sensoren sammeln und zur Nutzung bereitstellen, als VGI-Daten
(Volunteered Geographic Information) bezeichnet [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref6 ref7 ref8">6-8</xref>
        ]. Das Erfassen dieser Daten
durch Freiwillige wäre dabei nicht mit Zusatzkosten verbunden. Eine kostenintensive
Installation stationärer automatischer Messgeräte entfällt. Auf diese Weise kann eine
räumliche und zeitliche Verdichtung von Eingangsinformationen erreicht werden, mit
dem Potenzial, die Modellprognosen zu verbessern und den verantwortlichen Behörden
somit eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Hochwasserschutzmaßnahmen zu
liefern. Gleichzeitig werden durch die Einbeziehung der Bevölkerung in die
Datenerhebung die Bürger verstärkt für Hochwassergefahren sensibilisiert. Die Bürger können
somit aktiv dazu beitragen, die Hochwasservorhersage zu verbessern [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref9">9</xref>
        ].
      </p>
      <p>In diesem Beitrag sollen insbesondere verschiedene Methoden zur Messung des
Wasserstandes unter Nutzung der in Smartphones integrierten Sensoren (Mobile
Sensing) vorgestellt werden. Dabei wird auch beschrieben, wie diese Informationen in eine
Hochwasserprognoseplattform eingebettet werden können, um das
Hochwassermanagements in kleinen Einzugsgebieten auf Basis mobiler VGI-Daten zu unterstützen.</p>
      <p>Der Beitrag ist wie folgt strukturiert: Nach einem kurzen Überblick über den
aktuellen Stand der Wissenschaft und Technik (Kapitel 2) wird die konzeptionelle
Architektur einer solchen VGI-basierten Hochwassermanagementplattform skizziert und die
beteiligten Funktionskomponenten kurz beschrieben (Kapitel 3). Die Komponente zur
mobilen Datenerfassung (Mobile Sensing) wird danach detaillierter präsentiert. Dazu
werden zunächst relevante hydrologische Messgrößen vorgestellt und geeignete mobile
Messmethoden beschrieben (Kapitel 4). Verschiedene Methoden zur Messung des
Wasserstandes unter Nutzung der in Smartphones integrierten Sensoren – insbesondere
drei verschiedene bildbasierte Messverfahren - werden anschließend im Detail erläutert
sowie evaluiert und bewertet (Kapitel 5). Eine abschließende Zusammenfassung bietet
einen Ausblick auf künftige Entwicklungen im Rahmen der vorgestellten Plattform
(Kapitel 6).</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Stand der Forschung und Technik</title>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>Mobiles Crowdsourcing und VGI im Katastrophenschutz</title>
        <p>
          Beim mobilen Crowdsourcing werden mobile Endgeräte für die Sammlung von Daten
sowie für die Koordination der an der Datensammlung freiwillig Beteiligten eingesetzt.
Die Kernidee beim mobilen Crowdsourcing ist, dass normale Bürger befähigt werden,
Daten über sich und die sie umgebende Umwelt mit ihren eigenen mobilen Endgeräten
zu sammeln und zu teilen. Die Beteiligten tragen die Daten freiwillig, zu ihrem eigenen
Nutzen oder zum Nutzer einer Gemeinschaft (Community) bei. Dabei wird keine
aufgabenspezifische Spezialhardware verwendet, sondern normale, für den Massenmarkt
verfügbare mobile Endgeräte, wie Smartphones und Tablets [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
          ]. Die Daten werden
meist erfasst mit Hilfe der Sensoren, die in den mobilen Endgeräten eingebaut sind
(Mobile Sensing). Freiwillige können für die Datenerfassung proaktiv beauftragt und
deren Aufgaben koordiniert werden (Mobile Tasking [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref10 ref11">10,11</xref>
          ]). Oft handelt es sich bei
den aufgenommenen Daten um orts- oder raumbezogene, häufig auch zeitbezogene
Messwerte oder Informationen. Diese können auch als Volunteered Geographic
Information (VGI) bezeichnet werden [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref6">6</xref>
          ].
        </p>
        <p>
          Eng verwandt mit den Begriffen des Mobilen Crowdsourcing und der Volunteered
Geographic Information sind Konzepte wie Public Participatory GIS (PPGI [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref12">12</xref>
          ]) und
Participatory Sensing (PS [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref13">13</xref>
          ]). Allen Konzepten gemeinsam ist der freiwillige und
gemeinschaftliche Charakter des Datenerfassungs- und Datenteilungsprozesses.
        </p>
        <p>
          Es sind bereits viele unterschiedliche mobile Crowdsourcing-Anwendungen
bekannt, insb. im Natur-, Umwelt- und Katastrophenschutz [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
          ]. Im Katastrophenschutz
kann mobiles Crowdsourcing effektiv unterstützend während und nach einer
Katastrophe eingesetzt werden [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref11 ref14">11, 14</xref>
          ]. Beispielsweise können während einer Katastrophe die
Bewohner sowie Rettungs- und Einsatzkräfte in einem Katastrophengebiet
Informationen über die aktuelle Lage sammeln, so dass Hilfs- und Rettungskräfte gezielter
eingesetzt werden können. Nach einer Natur-Katastrophe (wie Hochwasser, Sturm,
Starkregen) ist bspw. das Finden, Dokumentieren und Bewerten von Schäden (wie
umgeknickte Bäume, überflutete Wege oder umgeknickte Strommasten) eine wichtige
Aufgabe, um die begrenzten Ressourcen gezielter und schneller für die Reparatur und
Schadensbehebung einsetzen zu können, sowie die tatsächlich aufgetretenen Schäden
aktueller und umfassender auswerten zu können [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref15">15</xref>
          ].
        </p>
        <p>
          Mobile Crowdsourcing-Anwendungen wurden bereits mehrfach erfolgreich in
Katastrophensituationen eingesetzt, in denen allerdings die Genauigkeit und Qualität der
Informationen von untergeordneter Bedeutung war. VGI-Daten kamen so
beispielsweise bei Flutkatastrophen und Überschwemmungen zum Einsatz [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref16 ref17 ref18">16-18</xref>
          ], bei
Flächenbränden [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref19">19</xref>
          ], Erdbeben [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref20">20</xref>
          ], oder auch bei schweren Stürmen [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref21">21</xref>
          ]. In dem in Kapitel
3 präsentierten System sollen VGI-Daten unter anderem zur Aktualisierung und
Validierung von Prognosemodellen eingesetzt werden. Ein stärkerer Fokus liegt daher hier
auf der Genauigkeit und Qualität der erhobenen Daten mittels Methoden der mobilen
Datenerfassung.
        </p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-2">
        <title>Durchflussmessung und Mobile Sensing zur Hochwasservorhersage</title>
        <p>
          Zum Zweck der Hochwasservorhersage sind insbesondere hydrologische Daten von
Bedeutung, welche zur Messung des Durchflusses genutzt werden können.
Durchflussmessungen sind in der Hydrometrie meist indirekt und basieren bei bekanntem
Flussquerschnittsprofil auf Messungen der Fließgeschwindigkeit und des Wasserstandes
[
          <xref ref-type="bibr" rid="ref22">22</xref>
          ]. Ansätze zur automatischen Messung von Durchflüssen anhand von
Bildaufnahmen existieren bereits. Diese basieren beispielsweise auf Fernerkundungsmethoden,
mit welchen mittels Luftaufnahmen der Wasserstand in einem Gewässer abgeschätzt
werden kann [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref23">23</xref>
          ]. Ein weiteres Beispiel ist die Nutzung von fest installierten Kameras
zur bildbasierten Messung des Wasserstandes anhand von Markern oder Lattenpegeln
[
          <xref ref-type="bibr" rid="ref24 ref25 ref26 ref27">24-27</xref>
          ]. Auch der Versuch, den aktuellen Wasserstand an analogen Lattenpegeln durch
Passanten manuell ablesen zu lassen, wurde erfolgreich getestet. Der Wasserstand wird
dabei per SMS [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref22">22</xref>
          ] oder über eine mobile App [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref9">9</xref>
          ] zur Auswertung an Datenserver
gesendet.
        </p>
        <p>
          Eine mobile Erfassung der Daten durch die Nutzer muss allerdings nicht
zwangsläufig über die manuelle Eingabe der Daten in das mobile Endgerät erfolgen, z.B. in ein
Formular, sondern ist auch automatisiert über in das Gerät bereits eingebaute Sensoren
möglich. Für die Erfassung und Erzeugung von Daten durch die Nutzer mit den in ihren
eigenen mobilen Geräten eingebauten oder verbundenen Sensoren hat sich der Begriff
„Mobiles Sensing“ etabliert [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
          ].
        </p>
        <p>
          Eine mobile Sensing-Anwendung speziell zur automatischen bildbasierten
Pegelüberwachung wurde von KISTERS entwickelt [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref29">29</xref>
          ]. Zur robusten Messung erfordert
diese allerdings spezielle Pegellatten sowie ideale sonstige Rahmenbedingungen wie
ausreichend Helligkeit und eine geringe Entfernung zwischen Kamera und Pegellatte.
        </p>
        <p>
          Die sensorbasierte Bestimmung von Wasserstandlinien mittels mobiler Geräte kann
durch die Kenntnis der genauen eigenen Position im 3D-Raum erleichtert werden.
Daher sind auch Forschungsbereiche der Mobile Augmented Reality und des mobilen 3D
Tracking zur Positionsbestimmung von Interesse. Diese Forschungszweige sind noch
relativ neu, allerdings existieren bereits mehrere Ansätze und Technologien zur
bildbasierten Schätzung der eigenen Position im 3D Raum, welche hinsichtlich Genauigkeit
die Lokalisierung mittels GPS-Signal übertreffen [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref30">30</xref>
          ]. Existierende Anwendungen, die
solche Technologien zur VGI-basierten Bestimmung hydrologischer Daten einsetzen,
sind jedoch aktuell nicht bekannt.
        </p>
        <p>
          Während es zahlreiche mobile Anwendungen für die Information über aktuelle
Wasserstände an Gewässern gibt (z.B. Pegel1, Pegelstand2, Pegel-Online3, Pegelstände4,
Meine Pegel5), existieren nur sehr wenige mobile Apps für die Erfassung der
Pegelstände durch seine Nutzer. Bspw. wurden im Forschungsprojekt MAGUN mobile
Anwendungen für die Erfassung aktueller Wasserstände und historischer
Hochwassermarken entwickelt [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref31">31</xref>
          ], welche aber nicht flächendeckend eingesetzt werden. Das Projekt
1 https://play.google.com/store/apps/details?id=de.posts.Pegel
2 https://play.google.com/store/apps/details?id=info.pegelstand.pegelstandnoebasic
3 https://play.google.com/store/apps/details?id=org.cirrus.mobi.pegel
4 https://play.google.com/store/apps/details?id=com.lifestream_creations.pegelmelder
5 https://play.google.com/store/apps/details?id=de.hochwasserzentralen.app&amp;hl=de
WeSenseIt hat sich zum Ziel gesetzt, eine vollständige Plattform zur bürgerbasierten
Dokumentation und Beobachtung von Wasserständen und Überschwemmungen zu
konzipieren und zu testen [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref32 ref33">32, 33</xref>
          ]. Smartphones sowie diverse sonstige kostengünstige
Sensoren sollen dabei zur Messung von Wasserstand und Fließgeschwindigkeit
hydrologischer Daten eingesetzt werden. Angaben zur Robustheit und Qualität der
gemessenen Daten sind nicht dokumentiert. In dieser Plattform sind die gemessenen Daten
zudem nicht zur unmittelbaren Einbettung in ein Prognosemodell bestimmt, d.h. eine
Integration der Daten oder Prozesse in konkrete Einsatzszenarien – wie
Hochwassermanagement – fehlt.
3
        </p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Konzeptionelle Architektur eines VGI-basierten</title>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Prognosesystems</title>
      <p>In diesem Abschnitt soll die konzeptionelle Architektur eines VGI-basierten
Hochwasserprognosesystems präsentiert werden. Neben einem angepassten, klassischen
Hochwasserprognosesystem und einer zentralen Hochwassermanagementsoftware zählen
insbesondere Komponenten zum Mobile Tasking und Mobile Sensing zu den
notwendigen funktionalen Komponenten einer solchen Plattform (Abbildung 1).
Abb. 1. Konzeptionelle Architektur einer VGI-basierten Hochwasserprognoseplattform.
3.1</p>
      <sec id="sec-4-1">
        <title>Mobile Tasking und Mobile Smartphone-Anwendung</title>
        <p>Freiwillige Helfer sollen die Möglichkeit haben, selbstständig zu entscheiden, ob und
in welcher Form sie Messdaten aufnehmen und bereitstellen wollen. Mit Hilfe von
Mitteilungen auf ihr Smartphone können sie zusätzlich benachrichtigt und beauftragt
werden, Messdaten an geeigneten Zeitpunkten aufzunehmen und zu übermitteln (Mobile
Tasking). Diese Benachrichtigungen können manuell erstellt und gesendet werden,
aber auch basierend auf einem Automatismus verschickt werden, welcher an ein
Vorwarnsystem gekoppelt ist. So können Helfer beispielsweise automatisch benachrichtigt
und zum Sammeln von Messdaten beauftragt werden, wenn Starkregen und
potenzielles Hochwasser vorhergesagt werden.</p>
        <p>Innerhalb des Einzugsgebiets werden schließlich mittels einer
Smartphone-Anwendung hydrologische Daten gemessen (Mobile Sensing). Über das mobile
Handydatennetz bzw. mittels WLAN können die gemessenen Daten anschließend an eine zentrale
Serverplattform zur weiteren Verarbeitung übermittelt werden.</p>
        <p>Zur Messung sollen idealerweise die im Gerät integrierten Sensoren genutzt werden.
Dazu zählen GPS-Sensoren zur groben Positionsbestimmung, aber auch
Neigungssensoren des Geräts (Kompass, Beschleunigungssensoren, Magnetometer) zur
Bestimmung der Blickrichtung des Geräts sowie die im Smartphone integrierte Kamera zur
Bildaufnahme. Der Einsatz dieser Sensoren, insbesondere zur Messung von
Wasserständen, wird im Kapitel 4 und Kapitel 5 genauer erläutert.</p>
        <p>Neben der Funktionalität zur Aufnahme und Übertragung von nutzergenerierten
Messdaten soll die mobile Anwendung den Nutzern auch relevante
Hochwasserinformationen zur Verfügung stellen. Mit Hilfe von Hochwassergefahrenkarten und der
Darstellung aktueller Wasserpegel im Gebiet können sich die Nutzer auf diese Weise über
Hochwassergefahren und die aktuelle Hochwasserlage informieren.
3.2</p>
      </sec>
      <sec id="sec-4-2">
        <title>Modelgestütztes Hochwasservorhersagesystem</title>
        <p>Eine Problematik von nutzergenerierten Daten besteht darin, dass die Qualität und die
Genauigkeit der aufgenommenen Daten stark schwanken können. Bevor die
gemessenen hydrologischen Daten letztlich als Eingangsgrößen dem Prognosesystem zur
Verfügung gestellt werden, ist daher eine automatische Qualitäts- und Plausibilitätsprüfung
der eingehenden Daten notwendig. Durch einen gegenseitigen räumlichen und
zeitlichen Abgleich der VGI-Datensätze können dabei fehlerhafte Eingangsdaten
identifiziert und eliminiert werden. Aufbauend auf einem klassischen modellgestützten
Vorhersagesystem kann das Prognosesystem anschließend mittels der verfügbaren
VGIDaten das zugrundeliegende Modell ergänzen bzw. validieren und optimieren sowie
schließlich eine verbesserte Hochwasservorhersage liefern.
3.3</p>
      </sec>
      <sec id="sec-4-3">
        <title>Situationsüberwachung</title>
        <p>Eine webbasierte Nutzeroberfläche (Dashboard) dient zur Situationsüberwachung.
Eingehenden Messdaten der freiwilligen Helfer und prognostizierten Hochwasserdaten
werden dort aufbereitet und in geeigneter Form visualisiert, um eine effektive
Beurteilung der Hochwassersituation zu ermöglichen. Neben der kartenbasierten Darstellung
und Auflistung aktueller und historischer VGI-Messdaten und Fotoaufnahmen werden
dort auch die Ganglinien der Hochwasserpegel sowie offizielle meteorologische Daten
wie Radarbilder zur Niederschlagsvorhersage dargestellt. Sobald das Prognosesystem,
beispielsweise aufgrund vorhergesagter Starkniederschläge im Einzugsgebiet, eine
mögliche Hochwassergefahr prognostiziert, werden entsprechende Warnhinweise auf
der Nutzeroberfläche auffällig platziert.</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Mobile Sensing – Relevante Messgrößen und Messmethoden</title>
      <p>Mit Hilfe der mobilen Smartphone-Anwendung können bestimmte Messparameter von
Freiwilligen gemessen und der Plattform zur Verfügung gestellt werden. Relevante
Messparameter sind in Abbildung 2 dargestellt. Die Auswahl der letztendlich
realisierbaren Messgrößen ergibt sich aus einer Abwägung zwischen den Parametern, die einen
Mehrgewinn für das hydrologische Prognosemodell bieten und der technischen
Realisierbarkeit von robusten mobilen Messmethode für diese Parameter.</p>
      <p>
        Der Wasserstand und die Fließgeschwindigkeit des Gewässers an definierten
Messstellen sind entscheidende Eingangsgrößen für das hydrologische Prognosesystem, da
beide Messgrößen für die unmittelbare Messung des Durchflusses relevant sind. Eine
aussagekräftige Messung der Fließgeschwindigkeit ist allerdings mittels einer rein
Smartphone-basierten Messung sehr schwierig. Eine grobe manuelle Schätzung der
Fließgeschwindigkeit des Gewässers durch den Nutzer ist zwar möglich (z.B. Angabe
„Fluss fließt sehr schnell“ oder „Fluss fließt nur sehr langsam“). Eine solche Angabe
der Geschwindigkeit ohne physikalische Maßeinheit (z.B. Meter pro Sekunde) ist
allerdings als Eingangsgröße für das Prognosesystem nicht sinnvoll. Auch eine
bildbasierte Schätzung mittels Smartphone-Kamera wäre denkbar [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref35">35</xref>
        ]. Ein derartiger Ansatz
ist jedoch recht aufwändig und erfordert eine im Vorfeld bekannte feste
Aufnahmeposition sowie ideale äußere Aufnahmebedingungen (z.B. ideale Lichtverhältnisse).
Außerdem kann dadurch lediglich eine grobe Schätzung der Fließgeschwindigkeit an der
Oberfläche erfolgen, nicht aber für Strömungen unterhalb der Wasseroberfläche. Zur
mobilen Messung des Wasserstandes hingegen existieren mehrere Ansätze. Diese
Möglichkeiten der Wasserstandmessung werden im anschließenden Kapitel 5
ausführlich vorgestellt.
      </p>
      <sec id="sec-5-1">
        <title>Abb. 2. Relevante Messgröße und mögliche Messverfahren. 12 LBAS 2017</title>
        <p>
          Weitere relevante Eingangsgrößen für die modellgestützte Hochwasservorhersage sind
die aktuelle Niederschlagsintensität und die Schneehöhe. Für beide Parameter sind
automatische robuste Messmethoden mittels Smartphone schwierig umzusetzen. Zwar ist
eine bildbasierte Schätzung der aktuellen Regenintensität möglich [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref36">36</xref>
          ], allerdings wäre
das Ergebnis der Schätzung oft fehlerhaft. Stattdessen soll eine manuelle Schätzung der
Niederschlagsintensität durch die App-Nutzer erfolgen. Allein die grobe Schätzung der
Intensität („es regnet nicht“; „es regnet leicht“; „es regnet stark“), verbunden mit dem
per GPS-Signal ermittelten Standort des Nutzers ist hilfreich zur angestrebten
verbesserten Lokalisierung von Starkniederschlagszellen.
        </p>
        <p>Auch die Schneehöhe soll lediglich durch grobe Schätzung durch die Nutzer
ermittelt werden. Die grobe Kenntnis der Schneeverhältnisse mit hoher räumlicher
Auflösung ermöglicht somit eine Schätzung des Wasservorrats der Schneedecke im
Einzugsgebiet. Als Eingangsparameter für das Vorhersagemodell kann diese Schätzung von
großem Nutzen sein.</p>
        <p>Neben diesen quantitativ messbaren Größen können außerdem Foto- und kurze
Videoaufnahmen mittels der im Smartphone integrierten Kamera erfolgen. Diese
Aufnahmen können auf dem Hochwasser-Dashboard kartenbasiert dargestellt werden und
unterstützen die Einsatzkräfte bei der Beurteilung und Dokumentation der
Hochwassersituation vor Ort. Auf diese Weise können auch gemessene Wasserstände durch
zusätzliche Bilder erweitert werden. Außerdem kann diese Funktion zur Meldung und
Lokalisierung von Ausuferungen oder Hochwasserschäden eingesetzt werden. Nutzer
können somit zum Beispiel an neuralgischen Schlüsselstellen im Hochwasserfall
überprüfen, ob es zu einer Ausuferung kam, und mittels Bildaufnahme das Ausmaß der
Ausuferung übermitteln und dokumentieren.
5</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-6">
      <title>Methoden zur Messung des Wasserstandes</title>
      <sec id="sec-6-1">
        <title>Abb. 3. Ansätze zur Messung des Wasserstandes mittels mobilem Endgerät Ortsbezogene Anwendungen und Dienste 2017 13</title>
        <p>Das Hauptaugenmerk bei der Entwicklung der Mobile Sensing-Komponente liegt in
der Implementierung von geeigneten Methoden zur Smartphone-basierten Messung des
Wasserstandes. Die Messung von Wasserständen soll dabei nicht an beliebigen Stellen
entlang des Gewässers, sondern an bestimmten zuvor festgelegten Messstandorten
(z.B. Brücken) erfolgen. Hierfür sind verschiedenartige Messmethoden denkbar (siehe
Abbildung 3). Die Funktionsweise und die Eignung dieser Methoden soll im folgenden
Kapitel genauer vorgestellt werden. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der
Präsentation und Evaluation von Methoden zur halbautomatischen bildbasierten Messung.
5.1</p>
        <sec id="sec-6-1-1">
          <title>Manuelles Ablesen an Pegellatten</title>
          <p>Im einfachsten Fall kann die Messung des Wasserstandes erfolgen, indem der Nutzer
diesen an einer vorhandenen kalibrierten Pegellatte abliest und den Wert über ein
klassisches Interface (z.B. Texteingabefeld) in die Smartphone-Anwendung eingibt. Diese
Methode ist recht robust: Der Messung erfolgt unabhängig von der im Smartphone
integrierten Sensorik und wäre auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen und
Witterungsbedingungen möglich. Das Vorhandensein von entsprechenden sichtbaren und
zugänglichen Pegellatten, welche am Messstandort kalibriert und befestigt wurden, ist
allerdings hierfür Voraussetzung.
5.2</p>
        </sec>
        <sec id="sec-6-1-2">
          <title>Vollautomatische bildbasierte Wasserstandmessung</title>
          <p>Als weitere Option der mobilen Wasserstandmessung ist eine vollautomatische
bildbasierte Messmethode denkbar. Die generelle Idee dabei ist, dass nach Aufnahme eines
Kamerabildes von variabler Messposition aus ein Bildanalysealgorithmus ohne weitere
Nutzerhilfe automatisch den Wasserstand auf Basis des aufgenommenen Bildes
bestimmt. Voraussetzung für die Umsetzung dieser Methode ist das Vorhandensein eines
entsprechenden Markers. Dies kann eine gut sichtbare Pegellatte oder ein zusätzlicher
künstlicher Marker sein. Mittels klassischen Bild- bzw. Texterkennungsalgorithmen
kann somit der Marker bzw. die noch sichtbare Fläche des Markers bestimmt werden,
um daraus die Lage der Wasserstandlinie zu erkennen und die Höhe des Wasserstandes
zu bestimmen. Da das Aussehen der montierten Pegellatten bzw. künstlichen Marker
im Vorfeld bekannt ist, können die Erkennungsalgorithmen für diesen speziellen
Anwendungsfall mit Hilfe von Testbildern speziell trainiert und angepasst werden.</p>
          <p>Ein derartiges vollautomatisches Verfahren kann unter idealen Voraussetzungen
hohe Messgenauigkeiten ermöglichen, ist allerdings nicht immer ausreichend robust
und oft sehr fehleranfällig. Insbesondere aufgrund der allgemeinen Lichtverhältnisse
(z.B. Schattenwurf oder Dunkelheit) und der baulichen Begebenheiten vor Ort (z.B.
Mauerbauwerke ohne markante Oberfläche) sind der Marker bzw. die Pegellatte oft
nicht ausreichend sichtbar oder die Kante der Wasserstandlinie nicht stark genug
ausgeprägt. Andere sichtbaren Texturen sind dann im aufgenommenen Kamerabild oft
markanter abgebildet und stören die visuelle Marker-Erkennung bzw. Erkennung der
Wasserstandlinie.</p>
        </sec>
        <sec id="sec-6-1-3">
          <title>Halbautomatische bildbasierte Messung</title>
          <p>Die genannten Schwierigkeiten der vollautomatischen bildbasierten Messung legen es
daher nahe, andere bildbasierte Messverfahren zu entwickeln, welche eine robustere
Wasserstandmessung ermöglichen.</p>
          <p>Abb. 4. Messverfahren zur halbautomatischen bildbasierten Messung des Wasserstandes.
So können durch Mithilfe des Nutzers bei der Messdurchführung mittels
entsprechender Nutzerinteraktion (z.B. durch das Einzeichnen von Punktreferenzen im
Kamerabild) und unter Ausnutzung der bekannten örtlichen Begebenheiten an den Messstellen
(z.B. vorhandenes Uferbauwerk) flexiblere und weniger fehleranfällige Messverfahren
realisiert werden. Da die Messungen an vorgegebenen Messstandorten erfolgen und das
Querschnittsprofil des Flusses an diesen Stellen ohnehin zur Durchflussberechnung
vorab bekannt sein muss, kann vorausgesetzt werden, dass Abmessungen von
vorhandenen Uferbauwerken an diesen Standorten (z.B. die Höhe und Breite eines
Brückengeländers oder die Höhe einer Flussbegrenzungsmauer in Bezug auf das Flussbett bzw.
Pegelnullpunkt) bekannt sind. Diese Kenntnis kann bei der Entwicklung von
entsprechenden Messmethoden genutzt werden.</p>
          <p>Im Folgenden werden drei unterschiedliche Methoden vorgestellt, welche unter den
genannten Voraussetzungen und mit Hilfe der Smartphone-Kamera bzw. der im
Smartphone verbauten Orientierungssensoren eine Messung des Wasserstandes ermöglichen.
Die präsentierten Messmethoden wurden dabei so konzipiert, dass sie jeweils an die
vor Ort an den Messstandorten vorherrschenden Rahmenbedingungen angepasst
werden können. Auch die Festlegung bzw. variable Berechnung der Messposition
(Nutzerpose), von welcher aus die Messung des Wasserstandes durchgeführt wird, spielt dabei
eine große Rolle. In Abbildung 4 sind die drei Varianten grob skizziert.
Variante A – Neigungswinkel. Die generelle Idee dieser Variante besteht darin, dass
mit Hilfe der im Smartphone integrierten Rotationssensoren (Accelerometer,
Gyroscope) die Neigung des mobilen Geräts bezüglich einer im Vorfeld definierten
Referenzlinie am gegenüberliegenden Flussufer und bezüglich des aktuellen Wasserstandes
gemessen wird. Erfolgt die Messung stets von einer bestimmten vorgegebenen
Messposition aus kann daraus mittels Methoden der Trigonometrie der aktuelle Wasserstand
ermittelt werden. Voraussetzung für diesen Messvorgang ist, dass die Referenzlinie
parallel zur horizontalen Wasserstandanschlagslinie liegt und mit dieser eine Ebene bildet
(Wasserstandmessebene). Üblicherweise sind hierfür Kaimauern bzw.
Flussbegrenzungsmauern oder Geländer geeignet. Die vorgegebene Messposition sollte parallel
dazu auf der gegenüberliegenden Flussseite liegen. Mit Hilfe einer horizontalen Linie,
die das Kamerabild des Smartphones überlagert, visiert der Nutzer dann durch Drehung
des Smartphones zunächst die Referenzlinie an und bestätigt, sobald die angezeigte
Referenzlinie mit der Abbildung der tatsächlichen Referenzlinie im Kamerabild
übereinstimmt. Anschließend dreht der Nutzer das mobile Gerät und visiert die
Wasserstandanschlaglinie an. Ist die Höhe der Referenzlinie bezogen auf den Pegelnullpunkt am
Flussbett sowie die Distanz der Messposition orthogonal zur Referenzlinie bekannt,
kann die absolute Höhe des Wasserstandes berechnet werden.</p>
          <p>Variante B – Referenz-Overlay. Bei dieser Variante wird ebenfalls vorausgesetzt,
dass die Messung von einer festgelegten Messposition aus erfolgt. Außerdem muss –
analog zur Variante A – an der gegenüberliegenden Flussseite ein Referenzobjekt bzw.
mindestens zwei Referenzpunkte mit bekannter Position bezüglich der Messposition
vorhanden sein. Die Position (3D-Koordinaten) der Referenzpunkte werden dabei in
Bezug auf die im Vorfeld festgelegte Messposition der Smartphone-Kamera
(KameraKoordinatensystem) am vorgegebenen Messstandort definiert. Somit können diese
Punkte lediglich mit Hilfe der Kamera-Projektionsmatrix (intrinsische
Kamera-Parameter) auf das Kamerabild projiziert werden und dort angezeigt werden. Bei der
Projektion wird also keine Rotation berücksichtigt bzw. eine Identitätsmatrix als fixe
Orientierung definiert. Die Orientierungssensoren des Smartphones müssen bei dieser
Variante daher nicht eingesetzt werden. Der Nutzer rotiert dann im ersten Schritt das
Smartphone solange bis die projizierten Referenzpunkte anvisiert sind und mit der
Abbildung der tatsächlichen Referenzpunkte im Kamerabild übereinstimmen. Auf diese
Weise wird die festgelegte Identitätsmatrix als fixe Rotationsmatrix forciert. Von dieser
Kameralage aus nimmt der Nutzer anschließend ein Kamera-Standbild auf. Im zweiten
Schritt zeichnet der Nutzer im aufgenommenen Standbild die
Wasserstandanschlaglinie ein. Dies geschieht beispielsweise durch Verschieben von zwei Punkten, durch
welche die Wasserstandlinie definiert wird. Durch die Kenntnis der im Vorfeld definierten
Aufnahmeposition bezüglich der Referenzpunkte und die Kenntnis der Höhe der
Referenzpunkte bezogen auf den Pegelnullpunkt am Flussbett kann anschließend die
Wasserstandlinie im 3D Raum und somit auch die absolute Höhe des Wasserstandes
bezogen auf den Pegelnullpunkt bestimmt werden.</p>
          <p>Variante C – Korrespondenzpunkte. Diese Messvariante basiert auf der generellen
Idee, dass die Messposition durch den Nutzer bestimmt wird, indem dieser mindestens
vier Punkte auf einem aufgenommenen Kamera-Standbild einzeichnet, welche mit vier
bekannten Referenzpunkten (z.B. Eckpunkte eines Brückengeländers)
korrespondieren. Im Gegensatz zu den beiden erstgenannten Varianten wird also bei bei dieser
Methode keine fixe Messposition vorausgesetzt. Der Nutzer kann von variabler
Messposition aus ein Kamerabild aufnehmen, vorausgesetzt die definierten Referenzpunkte
befinden sich im Sichtfeld der Kamera. Außerdem wird vorausgesetzt, dass die vier
Referenzpunkte in einer Ebene liegen und, analog zu den übrigen Messvarianten, dass die
3D-Positionen der Referenzpunkte bezogen auf einen Pegelnullpunkt bekannt sind.
Nach manueller Bestimmung der korrespondierenden Bildpunkte im aufgenommenen
Kamerabild durch den Nutzer kann eine Homographie-Beziehung bestimmt werden
zwischen der Kamerabild-Ebene und der Ebene auf der gegenüberliegenden Flussseite,
in der die Referenzpunkte liegen. Aus dieser Homographie-Beziehung kann eine
eindeutige Pose (Rotation, Translation) rekonstruiert werden, von welcher aus das
Kamerabild aufgenommen wurde. Wird nun im zweiten Schritt durch den Nutzer zusätzlich
die Wasserstandlinie im aufgenommenen Bild eingezeichnet, kann – analog zur
Variante B - mit Hilfe der nun bekannten Messposition die Wasserstandlinie im 3D-Raum
und somit die Höhe des Wasserstandes bestimmt werden.
5.4</p>
        </sec>
        <sec id="sec-6-1-4">
          <title>Evaluation</title>
          <p>Die drei genannten Varianten zur Messung des Wasserstandes wurden prototypisch in
einer Demo-Anwendung für die Plattform Android implementiert. Mit Hilfe dieser
Prototyp-Anwendung konnte getestet werden, welche Messgenauigkeiten unter idealen
Messbedingungen mit den Messmethoden jeweils erzielt werden können.</p>
          <p>Zur Durchführung der Messungen wurden an einer senkrechten Wand
Referenzlinien bzw. ein Referenzobjekt (Abmessungen: 150x55 cm) sowie ein fiktiver
Wasserstand definiert, um einen idealen Messstandort an einem kleinen Gewässer zu
simulieren. Der gedachte Wasserstand wurde auf einer Höhe von 80 cm über dem Boden
(Pegelnullpunkt) festgelegt. Der Wasserstand wurde schließlich mit jeder der drei
Messmethoden mit Hilfe eines LG Nexus 5X Smartphones als Testgerät gemessen. Für jede
90
88
86
]m84
c
 [d82
n
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r
se78
s
a76
W
74
72
70
Variante A
Variante B
Variante C
Tatsächlicher
Wasserstand
Messmethode wurde die Messung 20 Mal wiederholt. Bei Variante A und Variante B,
welche beide eine vorgegebene Messposition voraussetzen, wurden die Messungen in
einem Abstand von 300 cm zum Referenzobjekt durchgeführt. Für Variante B wurde
außerdem eine Messhöhe (Kamerahöhe) von etwa 150 cm festgelegt. Bei den
Messungen mit Variante C variierte die Messposition mit einem Abstand von etwa 150 cm bis
600 cm und einem Betrachtungswinkel von bis zu +- 45 Grad zum Referenzobjekt. Die
gemessenen Wasserstände sind in Abbildung 5 abgebildet. Tabelle 1 stellt zudem die
durchschnittlich gemessene Wasserhöhe sowie die Standardabweichung je
Messmethode dar.</p>
          <p>1
3
5
7</p>
          <p>9 11
Messungen
13
15
17
19
Abb. 5. Messergebnisse der drei verschiedenen halbautomatischen Messmethoden
Es zeigt sich, dass unter den genannten Testbedingungen der Wasserstand mit allen
Messvarianten recht genau bestimmt werden kann. Die Abweichungen betragen im
Mittel lediglich etwa 2cm, was einer relativen Messungenauigkeit von etwa 2-3%
entspricht. Es ist erkennbar, dass Variante A zwar ebenfalls noch recht genau ist, im
Vergleich zu den übrigen Messverfahren aber die größten Messabweichungen erzeugt. Mit
Variante C sind tendenziell die höchsten Genauigkeiten erzielbar. Die
Standardabweichung der Messungen liegt hier nur bei etwa 1cm. Diese Variante erlaubt dabei auch
die größte Flexibilität, da die Messposition variabel ist. Allerdings ist bei dieser
Methode auch der Zeitaufwand für die Durchführung der Messung etwas höher, da
zunächst alle vier Korrespondenzpunkte durch den Nutzer manuell festgelegt werden
müssen. Varianten A und B können daher präferiert werden, wenn eine schnelle
Messdurchführung wichtig ist.</p>
          <p>Es ist abschließend anzumerken, dass die genannten Messergebnisse in einer idealen
Messumgebung entstanden sind. Unter realen Bedingungen sind geeignete
Referenzobjekte möglicherweise nur mit Einschränkungen verfügbar (z.B. Referenzobjekte sind
kleiner oder nicht ganz korrekt vermessen), so dass dort unter Umständen größere
Messungenauigkeiten auftreten könnten.</p>
          <p>Tabelle 1. Messergebnisse der drei verschiedenen halbautomatischen Messmethoden.</p>
        </sec>
        <sec id="sec-6-1-5">
          <title>Variante</title>
        </sec>
        <sec id="sec-6-1-6">
          <title>Durchschnittswert [cm]</title>
        </sec>
      </sec>
      <sec id="sec-6-2">
        <title>Variante A</title>
        <p>In diesem Beitrag wurden Methoden zur Messung des Wasserstandes unter Nutzung
der in Smartphones integrierten Sensoren (Mobile Sensing) vorgestellt. Dabei wurde
beschrieben, wie diese in ein Hochwasserprognosesystem zur Unterstützung des
Hochwassermanagements in kleinen Einzugsgebieten auf Basis mobiler VGI-Daten
eingebettet werden können. Der Einsatz derartiger mobiler Messverfahren zur Messung von
Wasserständen oder zur Übermittlung von Schneehöhen und Niederschlagsintensitäten
erhöht dabei die Dichte an verfügbaren hydrologischen und meteorologischen
Informationen und kann somit die Hochwasserprognose verbessern.</p>
        <p>Es wurde gezeigt, dass mit Hilfe der Orientierungs- und Kamerasensoren von
Smartphones geeignete bildbasierte Messmethoden entwickelt werden können, um den
Wasserstand auf wenige Zentimeter genau zu ermitteln. Die präsentierten Ergebnisse der
Evaluation zeigen, dass diese hohen Genauigkeiten zumindest unter idealen
Messbedingungen möglich sind. Eine schwierige Aufgabe wird nun darin bestehen, ähnlich
zufriedenstellende Ergebnisse unter realen Messbedingungen an tatsächlichen
Messstandorten entlang von Gewässern zu erreichen. Unter realen Einsatzbedingungen
müssen weitere wichtige Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Eine große
Herausforderung wird dabei das Auffinden und Vermessen geeigneter Messstandorte sein,
welche die notwendigen Rahmenbedingungen erfüllen (z.B. Vorhandensein geeigneter
Referenzobjekte, zugängliche Messpositionen, definierbare Fließquerschnittsprofile
etc.). Insbesondere die geeignete Markierung und Sichtbarmachung der
Referenzpunkte und Messpositionen sowie die Usability und Nutzerfreundlichkeit der
implementierten Messmethoden in der mobilen Anwendung wird eine entscheidende Rolle
spielen für einen erfolgreichen Einsatz der Messmethoden in der Praxis. Nur wenn die
exakte Vorgehensweise bei der Durchführung der Messungen mittels entsprechender
Anleitungen allen Nutzergruppen klar und verständlich kommuniziert wird, können die
Messungen problemlos durchgeführt werden.</p>
        <p>In den nächsten Schritten sollen daher die entworfenen Messmethoden unter realen
Bedingungen an ausgesuchten Messstandorten entlang kleiner Gewässer intensiv auf
ihre Praxistauglichkeit hin geprüft werden. In einer anschließenden Pilotphase soll
schließlich eine größere Anzahl an potenziellen Nutzern einbezogen werden, so dass
die entworfene Hochwasserprognoseplattform und die generelle Praktikabilität und
Effizienz des VGI-Ansatzes im Rahmen des Hochwassermanagements abschließend
evaluiert und beurteilt werden kann.
Literatur</p>
      </sec>
    </sec>
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