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        <journal-title>Chemnitz, Germany, September</journal-title>
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      <title-group>
        <article-title>Applying Mixed Reality to Support Motor Learning</article-title>
      </title-group>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Maximilian Dürr</string-name>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Ulrike Pfeil</string-name>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Harald Reiterer</string-name>
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      <pub-date>
        <year>2017</year>
      </pub-date>
      <volume>5</volume>
      <issue>2017</issue>
      <abstract>
        <p>In this paper we introduce four possible applications of Mixed Reality (MR) for the support of motor learning. We participated in Kinaesthetics courses in the context of nursing care and conducted interviews with Kinaesthetics teachers and students. The gathered data was analysed with a focus on the learning procedure, as well as on existing problems. Based on the contextual analysis we identified requirements for technical systems which are supposed to support motor learning. In regard to the acquired requirements and existing literature, we introduce four possibilities to use MR for the support of motor learning.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>-</title>
      <p>Einsatzmöglichkeiten von Mixed Reality zur Unterstützung
von motorischem Lernen
1</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Einleitung</title>
      <p>Lernen wird im Bildungskontext in Relation zu unterschiedlichen Themengebieten
gefördert. In diesem Beitrag adressieren wir motorisches Lernen, welches im Kontext vieler
menschlicher Aktivitäten, z.B. Skifahren, Kampfsport, Physiotherapie und Kinaesthetics
von Relevanz ist. Exemplarisch konzentrieren wir uns auf das Erlernen von ergonomischen
Handlungen innerhalb der Pflege-Ausbildung (z.B. Patiententransfer).</p>
      <p>Mixed Reality (MR) Interfaces, welche die “Zusammenführung von realen und
virtuellen Welten” [MK94] ermöglichen, können zur Unterstützung von motorischem Lernen
eingesetzt werden. Interfaces diesen Typs bewegen sich im Spektrum zwischen Realität,
ohne die Anfügung digitaler Inhalte, und der vollständigen Immersion in einer virtuellen
Welt. Mark Billinghurst et al. [BKP01] präsentierten mit dem MagicBook ein Interface,
welches einen fließenden Wechsel zwischen unterschiedlichen Graden an virtuellem
Einlfuss erlaubt. Nutzer können das MagicBook wie ein gewöhnliches Buch ohne zusätzliche
digitale Informationen lesen (siehe Abb. 1a). Durch Augmented Reality (AR) können
virtuelle Inhalte als Erweiterung der Realität auf den Buchseiten dargestellt werden
(siehe Abb. 1b). Schlussendlich können Nutzer durch Virtual Reality (VR) vollständig in
(a) Realität.</p>
      <p>(b) Augmented Reality (AR).</p>
      <p>(c) Immersive Virtual Reality (VR).</p>
      <p>Abb. 1: Unterschiedliche Stufen innerhalb des Spektrums zwischen Realität und immersiver
Virtual Reality (VR) am Beispiel des MagicBook [BKP01].
eine virtuelle Welt eintauchen (siehe Abb. 1c). Aktuell verfügbare MR-Geräte treten in
unterschiedlichen Formfaktoren auf. Klassische 2D Displays werden eingesetzt um ein
in Echtzeit aufgenommenes Kamerabild mit virtuellen Inhalten zu überlagern. Neben
2D Bildschirmen finden ebenfalls Head-Mounted Displays (HMDs), bzw. Tablet- und
Smartphone-basierende Technologien wie Googles Projekt Tango [Go17] Verwendung.
Gegebene Forschung aus dem Bereich der HCI demonstriert, dass MR-Interfaces Potential
für die Unterstützung von motorischem Lernen haben. Mehrere ForscherInnen befassen sich
mit dem Einsatz von 2D MR-Interfaces um Anleitung oder Rückmeldung für motorisches
Lernen zu kommunizieren [An13, Ch11, Da12]. Andere AutorInnen verfolgen Ansätze auf
Basis von HMDs, welche Lernende durch die Augmentierung der realen Welt mit digitalen
3D Informationen [Ya15, Ha16, Ha17] oder der vollständigen Immersion in virtuelle 3D
’Lernwelten’ [Ch03, Wa15] unterstützen.</p>
      <p>Bestehende Arbeiten fokussieren sich häufig auf motorisches Lernen durch Anleitung
und Rückmeldung von einem virtuellen Trainer. In diesem Beitrag stellen wir weitere
Möglichkeiten für den Einsatz von MR zur Unterstützung von motorischem Lernen
vor. Unsere Vorschläge stehen in Bezug zu Daten, welche im Kontext der Lehre von
Kinaesthetics erhoben wurden. Wir haben Interviews und Hospitationen an Pflegeschulen und
Hochschulen durchgeführt. In diesen Einrichtungen werden ergonomische Handlungsabläufe
(z.B. Aufsetzen eines/r liegenden PatientIn) innerhalb so genannter Kinaesthetics-Kurse
gelehrt. Die Kurse bestehen in der Regel aus drei Ganztagesveranstaltungen. Auszubildende
werden durch theoretische Wissensvermittlung und das Üben von Handlungsabläufen in die
Materie eingeführt.</p>
      <p>Im Folgenden erläutern wir unser Vorgehen bei der Erhebung und Analyse der gesammelten
Daten. Anschließend präsentieren wir unsere Resultate als Anforderungen. In Bezug zu den
identifizierten Anforderungen und existierender Literatur stellen wir Möglichkeiten für die
Verwendung von MR zur Unterstützung von motorischem Lernen vor.
2</p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Datenerhebung und kontextuelle Analyse</title>
      <p>Die Datenerhebung basiert auf vier Hospitationen in Kinaesthetics-Kursen und der
Durchführung von Interviews mit Auszubildenden und DozentInnen (siehe auch [Re17]).
Eine Hospitation beinhaltete die Beobachtung und Teilnahme am Unterricht an einem
Kinaesthetics-Kurstag. Im Rahmen der Interviews wurden fünf DozentInnen (drei weiblich,
zwei männlich) und 27 Auszubildende (21 weiblich, sechs männlich) zu der
KinaestheticsLehre innerhalb der Ausbildung sowie dem Einsatz der gelernten Konzepte in der Praxis
befragt. Ein Interview dauerte pro DozentIn ca. 90 min und pro Auszubildendem ca. 45
min. Die DozentInnen waren zwischen 33 und 63 Jahre alt (M = 51, SD = 11.9). Sie hatten
zwischen vier und 25 Jahre (M = 15.2, SD = 8.3) Arbeitserfahrung als DozentIn im Bereich
Kinaesthetics gesammelt. Drei der Auszubildenden machten keine Angaben zum Alter. Die
anderen 24 waren zwischen 18 und 47 Jahre alt (M = 25, SD = 7.6). Die Auszubildenden
setzten sich aus vier StudentInnen der Pflegepädagogik, 12 StudentInnen des Fachs Pflege
und 11 SchülerInnen der Gesundheits- und Krankenpflege zusammen. Zum Zeitpunkt der
Befragung befanden sich 13 Auszubildende im dritten, 11 im vierten und drei im siebten
Semester (M = 3.9, SD = 1.2).</p>
      <p>Die erhobenen Daten wurden hinsichtlich Anforderungen für technische Systeme zur
Unterstützung von motorischem Lernen kontextuell analysiert. Während der Durchführung
der Interviews wurden Audioaufzeichnungen angefertigt. Im Rahmen der Hospitationen
wurden Beobachtungen und Erfahrungen schriftlich und in Form von Videoaufnahmen
festgehalten. Nach Abschluss der Datenerhebung wurde durch Afinity Diagramming [ HP12]
die Analyse der gesammelten Informationen durchgeführt. Der Fokus der kontextuellen
Analyse lag darauf (1) essentielle Elemente des Lehrprozesses zu extrahieren und (2)
bestehende Probleme zu identifizieren.
3</p>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Resultate: Anforderungen</title>
      <p>Basierend auf unserer kontextuellen Analyse haben wir vier Anforderungen (A) an zukünftige,
technische Systeme, welche motorisches Lernen unterstützen sollen, identifiziert:</p>
      <sec id="sec-4-1">
        <title>A1: Steigerung des Realismus von Lernszenarien. A2: Unterstützung von kollaborativem Arbeiten und Gruppendiskussionen. A3: Unterstützung einer intensiven Betreuung von Lernern. A4: Unterstützung intensiver Reflexion inner- und außerhalb des Übungskontextes.</title>
        <p>Die Anforderungen werden im Folgenden kurz beschrieben.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-4-2">
        <title>A1: Steigerung des Realismus von Lernszenarien.</title>
        <p>Fehlende Praxisnähe und mangelnder Realismus in Übungsszenarien im Rahmen der
Kinaesthetics-Kurse wurden von Auszubildenden und DozentInnen als Themenpunkte
mit großem Verbesserungspotential angesehen. Während DozentInnen die Schwierigkeit
erwähnten realistische Lernszenarien in den Kurs einzubinden, gaben Auszubildende an
dass realitätsnähere Szenarien den Transfer des Gelernten in die Praxis besser unterstützen
würden. Sieben Auszubildende sagten, dass sie gerne verstärkt praxisnahe Situationen üben
würden. Sie gaben an sich dadurch besser mit den in Verbindung stehenden Problematiken
identifizieren und Bewegungsabläufe leichter in die Praxis transferieren zu können.
Es fiel den Auszubildenden, welche während der Hospitationen beobachtet wurden, meist
leicht ihre gesunden KommilitonInnen zu mobilisieren. In Kontrast dazu merkten
Auszubildende auf Nachfrage an, dass reale PatientInnen deutlich unbeweglicher sind bzw. sich
anders als Auszubildende beim Üben verhalten (n = 7). Zudem weisen sie individuelle
Körpereigenschaften, Krankheitsbilder und Kommunikationsmöglichkeiten auf (n = 10).
Hatte ein/e PatientIn z.B. eine Operation an der Schulter, muss dies bei einer Mobilisation
berücksichtigt werden. Dadurch bedingt ist der Transfer der gelernten Bewegungsabläufe
in den praktischen Arbeitsalltag oft stark erschwert. Dies ist vor allem der Fall, wenn
eine Pflegekraft selbst klein und leicht ist. Ein/e DozentIn hob hervor, dass sowohl die
Körpermerkmale der Pflegekraft, als auch die des/der PatientIn berücksichtigt werden
sollten. Weiterhin machten 15 Auszubildende die Angabe, dass im Kurs nicht abgebildete
Faktoren wie Zeitmangel, Zeitdruck und Stress ihr Handeln in der Praxis beeinflussen.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-4-3">
        <title>A2: Unterstützung von kollaborativem Arbeiten und Gruppendiskussionen.</title>
        <p>Sowohl von DozentInnen als auch von Auszubildenden wurden die Vorzüge von
kollaborativem Arbeiten und Gruppendiskussionen genannt. Diese Aspekte sollten daher in
zukünftigen technik-gestützten Lernszenarien mit aufgegrifen werden.</p>
        <p>Unter kollaborativem Arbeiten verstehen DozentInnen und Auszubildende hauptsächlich das
Üben der Handlungsabläufe in kleinen Gruppen mit meist zwei bis drei, in Ausnahmefällen
bis zu fünf Personen. Auszubildende nehmen dabei im Wechsel eine der drei Rollen (1)
PflegerIn, (2) PatientIn und (3) BeobachterIn ein. Dieses Gefüge aus den drei genannten
Rollen führt dazu, dass Auszubildende die Handlungsabläufe aus unterschiedlichen
Perspektiven wahrnehmen. Der/die PflegerIn spiegelt die Rolle von Auszubildenden aus ihrem
alltäglichen Berufsleben wider. Die Möglichkeit den/die PatientIn zu spielen bietet hingegen
Potential für eine, nach Meinung der Auszubildenden wichtige Selbsterfahrung (n = 5).
Auszubildende können Bewegungsabläufe aus einem anderen egozentrischen Blickwinkel
erfahren und dem Gruppenmitglied welches gerade den/die PflegerIn spielt, Rückmeldung
geben (n = 1). Die Rolle BeobachterIn, als dritte Perspektive erlaubt einen exozentrischen
Blick auf den Bewegungsablauf. Dies kann laut einem Auszubildenden den Vorteil haben,
’Fehler’ bei anderen zu beobachten um diese zukünftig zu vermeiden.
Im Rahmen der Hospitationen wurden Diskussionen und der Austausch von gemachten
Erfahrungen, innerhalb von Übungsgruppen und zwischen allen Kursteilnehmern am
Kursende beobachtet. Weiterhin ist aufgefallen, dass DozentInnnen teilweise Abfolgen,
welche sie bei einer Auszubildendengruppe observiert haben, exemplarisch vor dem ganzen
Kurs vormachen bzw. von Auszubildenden vormachen lassen, um sie in der ’großen Gruppe’
zu diskutieren.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-4-4">
        <title>A3: Unterstützung einer intensiven Betreuung von Lernern.</title>
        <p>DozentInnen und Auszubildende gaben an, dass sie sich sowohl innerhalb des Kurses, als
auch im Klinikalltag eine intensivere und engere Kommunikation bei der Vermittlung von
Handlungsabläufen wünschen würden.</p>
        <p>Im Rahmen des Kurses werden Handlungsabläufe oft durch Vormachen vermittelt.
Auszubildende stehen dabei meist um den/die vormachende/n DozentIn und erfahren die Übung aus
ihrer jeweiligen, festgesetzten Perspektive. Die Hospitationen zeigten, dass Auszubildende
manchmal in ihrer Sicht auf den/die DozentIn eingeschränkt waren. Nach dem Vormachen
haben Auszubildende die Möglichkeit, die Handlungsabläufe in kleinen Gruppen zu üben.
Dabei erhalten sie - je nach Verfügbarkeit des/der DozentIn - Anleitung und Rückmeldung
in unterschiedlichen Formen. Es ist schwer für DozentInnen auf einzelne Gruppen und
Personen individuell einzugehen. Da sie 10-20 Auszubildende parallel betreuen, bleibt
DozentInnen meist nur eine kurze Zeit bei einer Gruppe. Dieses Problem zeigte sich während
der Hospitationen und kann durch die Aussagen befragter Auszubildender bestätigt werden.
Vier DozentInnen hielten es für wichtig, dass es TrainerInnen gibt welche als
PraxisanleiterInnen in die Kliniken kommen, um Kinaesthetics besser in den Arbeitsalltag zu
integrieren. Sieben Auszubildende und alle DozentInnen merkten an, dass Auszubildende im
Kurs erlernte Bewegungen häufig schnell wieder vergessen bzw. Probleme bei der praktischen
Anwendung zeigen. Laut fünf Auszubildenden fehlen zudem aktuell Möglichkeiten dafür die
gelernten Bewegungen aufzufrischen. Sieben Auszubildende gaben an, dass nach aktuellem
Stand in der Praxis entweder keine, oder nur schwer kontaktierbare TrainerInnen gegeben
sind. Ebenso gibt es, laut Auszubildenden, meist keine (n = 3) oder nur eingeschränkte
Möglichkeiten (n = 5) selbstständig zu üben. Die Auszubildenden bemängelten, dass sie sich
bei der praktischen Arbeit teilweise nicht sicher sind, ob sie die Konzepte von Kinaesthetics
richtig anwenden. Ohne eine Möglichkeit dafür während der Anwendung Anleitung und
Rückmeldung zu erhalten, können die gelernten Abläufe nur schwer selbstständig trainiert
werden (n = 5). In Relation zu den gegebenen Aussagen wünschten sich 15 Auszubildende
in Zukunft eine direktere Kontaktmöglichkeit zu einem/r TrainerIn.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-4-5">
        <title>A4: Unterstützung intensiver Reflexion inner- und außerhalb des Übungskontextes.</title>
        <p>Die Ergebnisse unserer Hospitationen und Interviews haben gezeigt, dass die Unterstützung
von Reflexion wichtig ist um gelernte Bewegungsabläufe zu verinnerlichen. Bereits John
Dewey [De98] sah Reflexion als "das Herz der intellektuellen Organisation und des
disziplinierten Geistes" welche dabei hilft die Grundbedeutung aus Getanem zu extrahieren.
DozentInnen setzen hauptsächlich die vier unterschiedlichen Methoden (1) schriftliche
Reflexion, (2) verbale Reflexion durch Aussprache des Getanem (3) Reflexion durch zum
Nachdenken anregende Fragen und (4) gemeinsame Reflexion in ’Groß-Gruppen’ ein. Neun
Auszubildende gaben an, dass sie ein Übungsheft oder -buch nutzten um das von ihnen
Durchgeführte nach dem Üben niederzuschreiben. Ein/e DozentIn beschrieb das Vorgehen
folgendermaßen: "Wenn ich es aufschreiben kann, kann ich es analysieren, wenn ich es
analysieren kann, kann ich es verändern". Auszubildende in der Rolle PflegerIn (siehe A2)
wurden während der hospitierten Übungen teilweise von den DozentInnen dazu angehalten
mit dem/der PatientIn zu kommunizieren. Sie sollten Ihm/Ihr die durchgeführten Schritte
im Vorfeld ankündigen. Der Sinn hinter diesem Vorgehen besteht nicht nur darin, dass
Auszubildende in der Rolle des/der PflegerIn über geplante Schritte vor der Durchführung
reflektieren, sondern auch darin PatientInnen zur aktiven Mithilfe zu animieren (sie zu
’aktivieren’). Drei DozentInnen gaben an, dass sie während der Übungsdurchführung
teilweise Rückmeldung in Form von zum Nachdenken anregenden Fragen geben (z.B.
"Wie hat sich das für dich angefühlt?"). Auszubildende sollen laut DozentInnen, durch das
Erspüren von Unterschieden lernen ob eine Aktivität gut für sie war (n = 3). Das geschilderte
Verhalten konnte durch die Hospitationen und Aussagen von Auszubildenden (n = 2) bestätigt
werden. Wie bereits in A2 erwähnt, wurden ebenfalls gemeinsame Reflexionsrunden welche
alle Mitglieder einer Übungsgruppe bzw. sämtliche Kursteilnehmer umfassen beobachtet.
Fünf Auszubildende erwähnten im Rahmen der Interviews, dass sie während des Kurses
gemeinsame Reflexionen durchgeführt haben. Laut [ EKMT10] erlauben gemeinsame
Reflexionen innerhalb von Übungsgruppen die "eigene Perspektive mit der Perspektive
anderer zu vergleichen und zu erweitern".</p>
        <p>Wie bereits in A3 erwähnt wurde auch in Bezug zur Unterstützung von Reflexion während
des Unterrichts die Problematik beobachtet, dass ein/e DozentIn sich parallel um eine hohe
Anzahl Auszubildender kümmern muss. Er/sie kann dadurch nur eingeschränkt für die
individuelle Anregung zur Reflexion von einzelnen Personen oder Gruppen verfügbar sein.
Auch wenn während des Kurses ein großes Augenmerk auf Reflexion gelegt wird, so sind
die Möglichkeiten zur Reflexion für Auszubildende außerhalb des Übungskontextes stark
eingeschränkt. Im Fall dass Auszubildende während des Kurses Notizen angefertigt haben
können sie diese später wieder einsehen. Jedoch reicht diese Informationsquelle häufig nicht
aus, um bei einem in der Praxis auftretenden Problem über einen durchgeführten Ablauf zu
reflektieren, bzw. diesen mit dem im Kurs Gelernten abzugleichen. Auszubildende gaben
an, dass weitere Materialien, z.B. Videos, Bilder, etc. zur späteren Behebung von unklaren
Situationen von Nutzen sein könnten (n = 8). Auch DozentInnen gaben an, dass sie Potential
für die Aufnahme von bewegten Inhalten innerhalb eines Kurses sehen (n = 3). Sie würden
Aufzeichnungen gerne im Anschluss gemeinsam mit den Auszubildenden durchsprechen.
4</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Einsatzmöglichkeiten</title>
      <p>In Bezug zu den identifizierten Anforderungen stellen wir vier unterschiedliche
Einsatzmöglichkeiten (E) für MR zur Unterstützung von motorischem Lernen vor:</p>
      <sec id="sec-5-1">
        <title>E1: Verbesserung des Theorie-Praxis Transfers durch Variation der Präsenz virtueller Inhalte.</title>
      </sec>
      <sec id="sec-5-2">
        <title>E2: Standortunabhängiges Kommunizieren und Teilen von Erfahrungen durch Fernkollaboration.</title>
      </sec>
      <sec id="sec-5-3">
        <title>E3: Individuelle Unterstützung von Reflexion innerhalb des Übungskontexts durch komplementäre Einbindung von MR und DozentInnen.</title>
      </sec>
      <sec id="sec-5-4">
        <title>E4: Unterstützung von Reflexion außerhalb des Übungskontexts durch Mitnehmen und Teilen von Erfahrung.</title>
        <p>Im Folgenden beschreiben wir die vorgeschlagenen Einsatzmöglichkeiten in Relation zu den
Anforderungen und bestehender Literatur, geben Beispiele und zeigen ofene Fragen auf.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-5-5">
        <title>E1: Verbesserung des Theorie-Praxis Transfers durch Variation der Präsenz virtueller</title>
      </sec>
      <sec id="sec-5-6">
        <title>Inhalte</title>
        <p>Ein identifiziertes Problem in Bezug zu motorischem Lernen ist der Transfer gelernter
Abläufe von einem Übungskontext in ein praktisches Anwendungsszenario (A1). Der
Einsatz von MR könnte es ermöglichen, das Übungsszenario näher an das praktische
Anwendungsszenario heranzuführen. Beispielsweise könnte die Vermittlung virtueller Inhalte
dynamisch angepasst werden um Lernende schrittweise von einem artifiziellen Szenario
an die Umstände im praktischen Arbeitsalltag überzuleiten. So könnten Anfangs einfache
Hinweise gegeben werden. Später könnte man z.B. Körpermerkmale, wie Körperumfang,
Größe bzw., im medizinischen Kontext, Krankheitsbildern virtuell simulieren (A1). Im
Endstadium könnten Lernende sich in einer möglichst ’perfekten Virtuellen Realität’ befinden.
Laut Dörner et al. [Dö14] sollte diese auch weitere Sinne des menschlichen Körpers abseits
der visuellen Wahrnehmung miteinbeziehen.</p>
        <p>Eine beispielhafte Umsetzung der beschriebenen Einsatzmöglichkeit im Kontext
Kinaesthetics könnte wie folgt aussehen: Auszubildende erhalten zu Beginn des Lernprozesses
nur ein geringes Maß an digitalen Hinweisen welche in den Übungskontext augmentiert
werden. Sie können sich voll auf das Lernen des Grundbewegungsablaufs konzentrieren.
Anschließend wird der Grad der Immersion in Abhängigkeit zum Lernfortschritt verstärkt.
Damit einhergehend wird der Realismus der ’Lernwelt’ erhöht. Das Lernszenario wird z.B.
mit unterschiedlichen, simulierten Patiententypen (Gewicht, Größe, Beweglichkeit, etc.)
durchgeführt. In der finalen Ausbaustufe der Immersion werden auch äußeren Faktoren wie
Zeitdruck und Stress miteinbezogen.</p>
        <p>Es wird angenommen, dass eine Variation der Präsenz virtueller Inhalte potentielle Vorteile
für motorisches Lernen mit sich bringen kann. Allerdings ist ohne wissenschaftliche
Untersuchung unklar, inwiefern eine Umsetzung der vorgeschlagenen Einsatzmöglichkeit zu einer
wirklichen Verbesserung des Theorie-Praxis Transfers führen würde. Beispielsweise wäre es
denkbar, unterschiedliche Arten der Beeinflussung des Realismusgrades zu betrachten (z.B.
automatische, schrittweise Anpassung der Immersion vs. manuelles, direktes Umschalten).
Weiterhin könnte die Anwendung einer starken Immersion in Form von VR zu einer
umfänglichen Manipulation des menschlichen Empfindens führen. Es ist fraglich inwiefern
ein derartiges Vorgehen aus ethischer Sicht bedenklich ist [Dö14].</p>
      </sec>
      <sec id="sec-5-7">
        <title>E2: Standortunabhängiges Kommunizieren und Teilen von Erfahrungen durch Fernkollaboration</title>
        <p>Befinden sich Lernende außerhalb des Übungskontextes, so ist die individuelle Betreuung
oftmals nur eingeschränkt möglich bzw. entfällt vollständig (A3). Gegebene technische
Systeme versuchen diese Problematik durch virtuelle Trainer (z.B. in Form eines digitalen
Avatar [Ya15, Ha17]), welche ’immer’ verfügbar sind zu kompensieren. Es kann allerdings
zu Situationen kommen, in welchen virtuelle Lernsysteme an ihre Grenzen geraten und eine
entstandene Problemsituation durch eine/n menschliche/n DozentIn aufgelöst werden muss.
MR kann in Kombination mit Fernkollaboration dabei helfen eine standortunabhängige
Kommunikation zwischen einem/r menschliche/n DozentIn und Lernenden, im Kontext von
motorischem Lernen aufzubauen [Ya06, Al16]. Es sind unterschiedliche Szenarien denkbar.
So könnten Lernende problematische Abläufe z.B. in Form eines 3D Bewegungsmodels
aufzeichnen und anschließend mit einem/r DozentIn über Fernkollaboration durchsprechen.
Alternativ könnten Lernende dem/der DozentIn den problematischen Ablauf auch ’live’
vormachen. DozentInnen könnten auf unterschiedliche Arten Anleitung und Rückmeldung
geben. Sie könnten z.B. die Steuerung eines virtuellen Avatars übernehmen, selbst als
virtuelles Abbild in das Sichtfeld Lernender augmentiert werden, oder Lernende in Echtzeit
über digital eingeblendete egozentrische Hinweise, z.B. [Ha16, SBW12], direkt anleiten.
Weiterhin könnten DozentInnen Werkzeuge zur Verfügung stehen um Teile eines Ablaufs
hervorzuheben oder auszublenden und dadurch den Fokus von Lernenden zu lenken bzw.
gezielt bestehende Probleme zu adressieren. Durch MR geförderte Fernkollaboration könnte
ebenfalls dafür eingesetzt werden um Lerngruppen motorisches Lernen aus der Distanz zu
ermöglichen. Sie könnten Lernerfahrungen teilen und kollaborativ aus unterschiedlichen
Perspektiven in Echtzeit diskutieren (A2).</p>
        <p>Ein beispielhaftes Szenario im Kontext Kinaesthetics wäre wie folgt denkbar: Zwei
Auszubildende üben mit einem virtuellen Trainer der sie im Raum trackt, anleitet und Rückmeldung
gibt. Sie üben den Ablauf ’Mobilisation eines Patienten vom Bett in den Rollstuhl’. Die
Auszubildenden finden in einem Buch eine alternative, vom virtuellen Trainer nicht vollständig
unterstützte, Bewegungsabfolge für den Ablauf. Sie beschließen diese auszuprobieren. Nach
30 Minuten empfindet einer der Auszubildende Rückenschmerzen. Da sie die Schmerzen
nicht zuordnen können, senden die Auszubildenden aus dem Interface ihrer MR-HMDs, eine
Kommunikationsanfrage an einen Dozenten. Die Auszubildenden machen dem Dozenten
den geübten Ablauf ’live’ über Fernkollaboration vor. Der Dozent verwendet anschließend
die vom System im Hintergrund angefertigte 3D Aufzeichnung, um den Ablauf schrittweise
mit den Auszubildenden durchzusprechen. Er hebt die Teile des Ablaufs, welche mutmaßlich
für die Schmerzen verantwortlich sind, visuell hervor und zeigt den Auszubildenden wichtige
Schritte aus verschiedenen Perspektiven. Die Auszubildenden fühlen sich immer noch etwas
unsicher. Deshalb beschließt der Dozent sie jeweils einmal, während sie den Pfleger spielen,
aus der egozentrischen Perspektive durch den korrigierten Bewegungsablauf zu leiten.
Wie von Dieter Schmalstieg und Tobias Höllerer [SH17] angemerkt, kann es vorkommen
dass sich die physische Situation und die technischen Möglichkeiten von Nutzern einer
Fernkollaboration unterscheiden. Es wäre interessant zu untersuchen inwiefern es sinnvoll
ist, unterschiedliche MR-Geräte bei über Fernkollaboration kommunizierenden Partnern
einzusetzen, inwiefern sich dadurch Tradeofs ergeben und wie sich diese auf kollaboratives
Lernen auswirken. Eine Beispielkonfiguration könnte so aussehen, dass Lernende zum
aktiven Üben von Bewegungsabläufen mit MR-HMDs ausgestattet werden. DozentInnen
könnten zur schnellen Bereitstellung von Anleitung und Rückmeldung ein AR fähiges
Google Tango Tablet [Go17] nutzen. Weiterhin könnte man betrachten, welche Art von
MR-Visualisierungen und Tools sich besonders gut für Fernkollaboration im Kontext
von motorischem Lernen eignen. In Bezug zu Visualisierungsmöglichkeiten könnte
zwischen abstrakten [Al16], Avatar basierenden [Ya06] und realistischen Abbildungen des/der
DozentIn unterschieden werden.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-5-8">
        <title>E3: Individuelle Unterstützung von Reflexion innerhalb des Übungskontexts durch komplementäre Einbindung von MR und DozentInnen.</title>
        <p>Die Problematik, dass ein/e DozentIn jedem Lernenden nur ein limitiertes Maß an
Aufmerksamkeit schenken kann (A3), wurde auch in Bezug zur Reflexion von Bewegungsabläufen
im Kontext der Kinaesthetics-Kurse beobachtet (A4). Bereits 1986 sahen Allan Collins und
John S. Brown [CB86] Wiederholung, abstrakte Wiederholung und räumliche Reifikation als
Möglichkeiten, um Reflexion im Kontext von motorischem Lernen durch digitale Systeme
zu unterstützen. Der Einsatz von MR könnte dabei helfen das Potential der genannten
Optionen auszuschöpfen. Es wäre denkbar, DozentInnen beim Vormachen eines neuen
Bewegungsablaufes durch Tracking aufzuzeichnen. Lernende könnten bei späterem Üben
aufgezeichnete 3D Abläufe, z.B. durch Einsatz von HMDs, alleine oder kollaborativ in
Gruppen zur Reflexion nutzen. Sie könnten ihre eigenen Bewegungen in das Verhältnis zu
den aufgezeichneten Abläufen setzen. 3D Wiederholungen ihrer eigenen Bewegungen und
Bewegungen von DozentInnen könnten von ihnen aus verschiedenen Perspektiven (A2) und
in unterschiedlichen Abstraktionsgraden (z.B. Abstraktion mit Fokus auf Schrittstellung)
betrachtet werden. Es wäre möglich dass sie mit den Visualisierungen interagieren oder ihre
Bewegungen mit denen eines/r DozentIn überlagern. Um die Reflexion stärker zu fokussieren
könnte das MR-System automatisiert für die Lernenden interessante Ereignisse erkennen
und hervorheben. Weiterhin könnte eine visuelle Aufbereitung der 3D Daten, welche den
Faktor Zeit räumlich widerspiegelt, Lernende dabei stützen über zeitliche Zusammenhänge
zu reflektieren. Bei unklaren Situation könnten Lernende eine/n DozentIn hinzurufen und
diskutieren bzw. gemeinsam reflektieren. MR könnte ebenfalls während der Durchführung
von Bewegungsabläufen, zur Förderung von Reflexion eingesetzt werden. Lernende könnten
durch automatisierte, zum Nachdenken anregende Fragen oder das Anhalten zur lauten
Verbalisierung ihrer Bewegung zur Reflexion angeregt werden ( A4).
Eine zukünftige Umsetzung der beschriebenen Einsatzmöglichkeit könnte, im Kontext
Kinaesthetics, wie folgt aussehen: Im Rahmen eines Kurses macht eine Dozentin die Übung
’Aufsetzen des Patienten im Bett’ vor. Sie zeigt unterschiedliche Möglichkeiten für den
Ablauf und wird dabei getrackt und aufgezeichnet. Anschließend üben die Auszubildenden
in Gruppen von drei Personen. Sie tragen MR-HMDs und werden während der Übungen
durch einen virtuellen Trainer zur Reflexion angehalten. Die Mitglieder einer Gruppe
betrachten nach einer Übung gemeinsam eine virtuelle 3D Gegenüberstellung des von
der Dozentin gezeigten Ablaufs und ihrer eigenen Lösung. Der virtuelle Trainer hebt
Stellen, an welchen Potential für Verbesserungen gegeben ist, hervor. Die Auszubildenden
diskutieren, verinnerlichen die gewonnenen Erkenntnisse und üben weiter. Die Dozentin
kann zwischenzeitlich beobachten und sich gezielt bei Gruppen mit größeren Problemen
einbringen. Die Dozentin trägt ebenfalls ein MR-HMD und kann dadurch die digitalen
Möglichkeiten nutzen, um ihren Erläuterungen Nachdruck zu verleihen. Am Ende des
Kurses führt die Dozentin mit allen Auszubildenden eine Gruppenreflexion durch.
Auch wenn MR Möglichkeiten bietet, Reflexion im Kontext von motorischem Lernen
zu unterstützen, ist es fraglich inwiefern derartige Konzepte im Verhältnis zu den in A4
beschriebenen Möglichkeiten Lernende zur Reflexion anregen bzw. einen positiven Einfluss
auf den Lernerfolg haben. Es stellt sich die Frage wie man sinnvoll evaluieren kann inwiefern
Lernende reflektiert haben. Eric P.S. Baumer [ Ba15] diskutiert drei potentielle Ansätze zur
Evaluation. Gleichzeitig stellt er fest, dass möglicherweise neuartige Evaluationsmethoden
nötig sind um sich mit den "breiteren kontextuellen Auswirkungen von Reflexion
auseinanderzusetzen". Weiterhin haben aktuelle Technologien nicht nur Potential Reflexion zu
unterstützen, sondern können den Lernablauf unter Umständen auch störend beeinflussen.
Es ist nötig festzustellen wie eine sinnvolle Balance erreicht werden kann.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-5-9">
        <title>E4: Unterstützung von Reflexion außerhalb des Übungskontexts durch Mitnehmen und Teilen von Erfahrung</title>
        <p>Reflexion außerhalb des Übungskontextes wird aktuell teilweise nur sehr eingeschränkt
unterstützt (A4). Die Mitnahme von 3D Bewegungsabfolgen, welche von einem/r DozentIn
im Rahmen eines Kurses vorgemacht oder selbst bei Übungen durchgeführt wurden, könnten
hilfreich sein um spätere Reflexionen außerhalb des Übungskontextes durchzuführen. Wie
bereits in E3 beschrieben könnten Lernenden unterschiedliche Möglichkeiten zur durch MR
gestützten Reflexion in Bezug zu motorischem Lernen angeboten werden. Fernkollaboration
könnte ebenfalls die Reflexion außerhalb des Übungskontextes unterstützen (siehe E2).
In Bezug zu Kinaesthetics könnte ein beispielhaftes Szenario wie folgt aussehen: Zwei
Monate nach Besuch eines Kinaesthetics-Kurses möchte ein Auszubildender im Klinikum
einen Patienten im Bett aufsetzen. Er versucht den Vorgang so wie im Kurs gelernt
durchzuführen. Nach der Durchführung hat er das Gefühl, dass seine Armbewegung nicht
vollständig korrekt war. Er öfnet eine Smartphone App, welche es ihm erlaubt den 3D
Bewegungsablauf, welchen die Dozentin im Kurs für die Abfolge ’Patient im Bett aufsetzen’
vorgemacht hat, im Raum zu platzieren. Anschließend spielt er den Ablauf ab und bewegt
sich mit seinem Smartphone um das in der Luft schwebende 3D Modell bis er die Arme der
Dozentin gut im Blick hat. Er verfolgt gezielt die Bewegung der Arme und erkennt, dass er
tatsächlich einen Teil des Ablaufs nicht ergonomisch korrekt ausgeführt hat. Gedanklich
korrigiert der Auszubildende sich und versucht nochmals die Umsetzung des Ablaufs.
Wie in E3 stellen sich die Fragen, wie der Einsatz von Reflexion durch Lernende evaluiert
werden kann und welche Technologien sich zur Unterstützung von Reflexion eignen.
5</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-6">
      <title>Schlussfolgerung</title>
      <p>In diesem Beitrag haben wir vier Einsatzmöglichkeiten von MR zur Unterstützung von
motorischem Lernen vorgestellt. Wir haben Daten in Form von Interviews und
Hospitationen erhoben, analysiert und Anforderungen für technische Systeme im Kontext des
motorischen Lernens abgeleitet. Sowohl die gefundenen Anforderungen als auch bestehende
Literatur wurden in Bezug zu den vorgeschlagenen Einsatzmöglichkeiten gesetzt. Für jede
Einsatzmöglichkeit wurde ein Beispiel gegeben und ofene Fragen adressiert.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-7">
      <title>Danksagung</title>
    </sec>
    <sec id="sec-8">
      <title>Literaturverzeichnis</title>
      <p>Wir danken dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für die finanzielle
Unterstützung unter dem Förderkennzeichen 16SV7591 im Rahmen des Projektes ERTRAG.
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