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    <article-meta>
      <title-group>
        <article-title>Online Learning fur die Analyse von Finanzmarktdaten</article-title>
      </title-group>
      <contrib-group>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Alireza Moradpour</string-name>
          <email>moradpour@cs.uni-frankfurt.de</email>
          <xref ref-type="aff" rid="aff0">0</xref>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Mirjam Minor</string-name>
          <email>minor@cs.uni-frankfurt.de</email>
          <xref ref-type="aff" rid="aff0">0</xref>
        </contrib>
        <aff id="aff0">
          <label>0</label>
          <institution>Goethe University</institution>
          ,
          <addr-line>Business Information Systems, Robert-Mayer-Str. 10, 60629 Frankfurt</addr-line>
          ,
          <country country="DE">Germany</country>
        </aff>
      </contrib-group>
      <abstract>
        <p>Die Analyse von Finanzmarktdaten ist ein wertvolles Hilfsmittel beim Tre en von Kaufentscheidungen. Der vorliegende Beitrag stellt einen neuen Ansatz des Online Learnings vor, um die Richtung von Kurszeitreihen zu prognostizieren. Im Unterschied zu klassischen Methoden des Machine Learning benotigt dieser Ansatz keine Trainingsund Testphasen, sondern wird immer auf der Grundlage der aktuellesten Daten kontinuierlich aktualisiert. Wir beschreiben den Ansatz zur Richtungsprognose in Form eines stochastischen Prozesses, der aus lernfahigen Modulen besteht, die endliche Automaten und Zufallsgeneratoren miteinander kombinieren, um Datenausschnitte zu interpretieren und Prognosen zu tre en. In der Lernphase werden sowohl die endlichen Automaten als auch die Zufallsgeneratoren in wechselseitiger Interaktion angepasst. Die experimentelle Evaluierung mit historischen Finanzmarktdaten zeigt, dass unser Verfahren schnell Ergebnisse liefert und besser als der Munzwurf ist.</p>
      </abstract>
      <kwd-group>
        <kwd>Online learning</kwd>
        <kwd>Zeitreihenanalyse</kwd>
        <kwd>High frequency trading</kwd>
      </kwd-group>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>-</title>
      <p>
        Die Analyse von Zeitreihen hat in vielen Bereichen der Wissenschaft
(Medizin, Technik, Wirtschaft etc.) eine gro e Bedeutung. Beispielsweise ist es in den
Wirtschaftswissenschaften wichtig zu wissen, wie sich der Aktienmarkt
entwickelt. Dazu werden Methoden zur Beschreibung und Analyse von
Finanzmarktdaten eingesetzt [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref6">6</xref>
        ]. Gegenstand vieler Analysen sind Kurszeitreihen. Unter
einem Kurs versteht man den auf einem Finanzmarkt gebildeten Preis eines
Wertpapiers [6, S. 1].
      </p>
      <p>
        Die Richtung des Marktes spielt zum Beispiel im High Frequency Trading
(HFT) eine grosse Rolle, um automatisch eine Kaufentscheidung zu tre en [1,
S. 17]. Hau g analysieren die HFT-Algorithmen Sequenzen von Tick-Daten, die
die Preise einzelner Handels-Transaktionen wiedergeben. Tick-Daten sind nicht
frei zuganglich, jedoch werden an vielen Handelsplatzen ausgewahlte
Datenpunkte vero entlicht, zum Beispiel die Ero nungspreise zu Handelsbeginn, die
Endpreise bei Handelsschluss, die Tageshochstpreise (high-price) oder
Tagestiefpreise (low-price). Zeitreihen uber diese frei verfugbaren Daten weisen ahnliche
Eigenschaften wie Tick-Daten auf. Traditionelle Analysemethoden setzen
klassische Machine-Learningverfahren [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
        ] ein. Diese Verfahren erzeugen aus einer
Menge von Trainingsdaten ein probabilistisches Modell, das genutzt wird, um
Vorhersagen uber neue Daten zu tre en. Im Unterschied dazu gibt es die neue
Forschungsrichtung der Online Learning-Methoden [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2">2</xref>
        ], die eine Sequenz von
Trainingsbeispielen Schritt fur Schritt analysieren und daraus lernen.
      </p>
      <p>In diesem Paper wird ein Ansatz des Online-Learnings vorgestellt, der die
Abwarts- und Aufwartsbewegungen in Kurszeitreihen prognostizieren soll. Eine
einfache De nition der Bewegung eines Kurses ist die Vorhersage uber die
Richtung (ab- oder aufwarts) der Entwicklung einer numerischen Variablen y in</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Abhangigkeit von einem Zeitindex ts 2 f0; 1; 2; : : :g. Dies wird normalerweise</title>
      <p>durch eine Funktion y = f (t) bestimmt. Man spricht von einer Aufwartsbewegung,
falls f (ts) f (ts +1) &lt; 0 ist, und von einer Abwartsbewegung, falls f (ts) f (ts +
1) &gt; 0.</p>
      <p>Wir prasentieren einen neuen Algorithmus zur Zeitreihenanalyse, der
vorhersagt, ob es im Zeitindex ts eine Ab- oder Aufwartsbewegung bezuglich des
Zeitindex ts+1 gibt. Der Algorithmus arbeitet mit Zeitfenstern fester Lange n; n 2
N+ = f1; 2; : : :g. Fur jeden Zeitschritt ts nutzt der Algorithmus ein eigenes
Modul Mi; i = ts mod n zur Interpretation. Ein Modul Mi; i = 0; 1; : : : ; n 1
interpretiert in einer Folge nicht uberlappender Zeitfenster je einen Wert wts 2
R+ an der i-ten Stelle i = ts mod n des Zeitfensters. Damit werden also die
Rohdaten zu Kursen in n unterschiedliche Zeitreihen zerlegt, deren Datenpunkte
disjunkte Mengen bilden, die durch eine Auswahl der Rohdaten mit Schrittgro e
n entstehen. Fur jede dieser Zeitreihen ist ein eigenes Modul zustandig, das
diesen Teil der Rohdaten analysiert. Jedes Modul implementiert einen
onlineLearner, das hei t es tri t Vorhersagen bezuglich einer Sequenz von Rohdaten,
ohne vorher ein Modell trainieren zu mussen. Dabei nutzt ein Modul Mi
Informationen von seinem Nachfolgermodul Mi+1, es pro tiert also vom aktuellen
Kenntnisstand von Mi+1, um seinen eigenen Fehler durch Anpassung zu reduzieren.
Ein Modul besitzt eine Menge endlicher Automaten, die mit einer Menge von
Zufallsgeneratoren interagieren, um eine Schatzung uber die Bewegungsrichtung
der Daten abzugeben. Jedes Modul tri t also eine kumulative Entscheidung, die
aus den Entscheidungen der einzelnen Automaten aggregiert wird.</p>
      <p>Das Paper ist wie folgt organisiert: In Kapitel 2 werden grundlegende
Begri e de niert. Kapitel 3 stellt den Ansatz zur Richtungsprognose vor.
Kapitel 4 enthalt die algorithmische Beschreibung des Ansatzes. Die experimentelle
Evaluierung ist in Kapitel 5 beschrieben. Kapitel 6 beendet den Beitrag mit einer
Schlu folgerung.
2</p>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>Begri iche Grundlagen</title>
        <p>Der Online-Learning-Ansatz nutzt Zufallsgeneratoren. Die Module simulieren
darin einen erweiterten stochastischen Prozess, der auf folgenden begri ichen
Grundlagen der Wahrscheinlichkeitstheorie basiert.</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>In der Wahrscheinlichkeitstheorie wird eine Bernoulli-Verteilung B(p; 0; 1); p 2</title>
      <p>
        [0; 1] [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
        ] zur Beschreibung von zufalligen Ereignissen benutzt, bei denen es nur
zwei mogliche Versuchsausgange gibt. Einer der Versuchsausgange wird mit Eins
1 und Wahrscheinlichkeit p bezeichnet und der komplementare
Versuchsausgang mit Null 0 und Wahrscheinlichkeit 1 p. Ein Beispiel hier dafur ist der
Munzentwurf.
      </p>
      <p>Weiterhin ist in der Wahrscheinlichkeitstheorie ein Bernoulli-Prozess</p>
      <sec id="sec-3-1">
        <title>BP (n; p); n 2 N+; p 2 [0; 1] oder eine Bernoulli-Kette [4] ein zeitlich diskreter</title>
        <p>stochastischer Prozess, der aus n Folgen von unabhangigen Versuchen mit
Bernoulli-Verteilung besteht, die unter denselben Umstanden und mit demselben
Parameter p durchgefuhrt wurden. Ein Beispiel hierfur ist der n-malige
Munzwurf.</p>
        <p>In unserem Ansatz betrachten wir einen zweidimensionalen Raum R2, in dem
eine Dimension der Zeitverlauf t ist und in der anderen Dimension die Werte wts
liegen. Dabei ist von Interesse, wie sich der Wert w in Bezug auf den Zeitverlauf
t entwickelt.
3</p>
        <sec id="sec-3-1-1">
          <title>Richtungsprognose als stochastischer Prozess</title>
          <p>Fur unsere Richtungsprognose erweitern wir den Bernoulli-Prozess um zwei
weiteren Komponenten wts und ts. wts gibt den Wert eines Kurses zum Zeitpunkt
ts an.</p>
        </sec>
      </sec>
      <sec id="sec-3-2">
        <title>Wir erhalten den stochastischen Prozess S(n; Bts ; wts ; ts); n 2 N+. n ist die</title>
        <p>Lange des betrachteten Zeitfensters. Bts ist eine Bernoulli-Verteilung zum
Zeitpunkt ts.</p>
        <p>Wir de nieren ein Modul Mi; i = ts mod n, das die Aufgabe hat, eine
Richtung in einer Reihe von Werten zu erkennen. Dabei betrachtet Modul Mi den
Wert wts und Modul Mi+1 den Nachfolgewert. Ob die Richtung, die Mi
prognostiziert, richtig ist, kann erst im Nachhinein beurteilt werden, namlich sobald
der Eingabewert fur Mi+1 bekannt ist.</p>
        <p>Das Modul hat folgende Komponenten:
1. In jeder Zeit ts be ndet sich Modul Mi entweder im Zustand \Null\ (fur
Abwartsrichtung) oder \Eins\ (fur Aufwartsrichtung), und dieser Zustand
wird in Modul Mi in der Variablen zustand gespeichert. Sei M das
Universum aller Module.</p>
        <p>{ Der Zustand von Modul Mi zum Zeitpunkt ts wird durch die Funktion</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Z : M ! fN ull; Einsg wie folgt bestimmt:</title>
      <p>&gt;8N ull f alls Z(Mi 1) = N ull und wi wi 1
&gt;&lt;&gt;N ull f alls Z(Mi 1) = Eins und wi &lt; wi 1
Z(Mi) :=
&gt;&gt;Eins f alls Z(Mi 1) = Eins und wi wi 1
&gt;:Eins f alls Z(Mi 1) = N ull und wi &gt; wi 1</p>
      <p>Falls i gleich 0 ist, dann setzen wir i 1 gleich n 1.
{ Wir de nieren die Bewegungsstarke fur Modul Mi als:</p>
      <p>jwi wi+1j</p>
      <p>Zmov(Mi) := max(wi;wi+1)
6. Wir setzen die Qualitat von Modul Mi gleich:</p>
      <p>kGEins Zustand+kGNull Zustand
Q(Mi) := kGEins Zustand+fGEins Zustand+kGNull Zustand+fGNull Zustand
p00</p>
      <p>Null
p01</p>
      <p>Eins
p11
1. Ein Automat A in Modul M be ndet sich entweder im Zustand \Null\ oder
\Eins\. Dieser Zustand wird in der Variablen zustand gespeichert. Es gilt
immer A:zustand = M:zustand.
2. p00 bezeichnet die Wahrscheinlichkeit, dass Automat A, wenn er sich im
Zustand \Null\ be ndet, weiterhin im Zustand \Null\ bleibt.
p01 bezeichnet die Wahrscheinlichkeit, dass Automat A, wenn er sich im
Zustand \Null\ be ndet, in den Zustand \Eins\ wechselt.
p11 bezeichnet die Wahrscheinlichkeit, dass Automat A, wenn er sich im
Zustand \Eins\ be ndet, weiterhin in diesem Zustand bleibt.
p10 bezeichnet die Wahrscheinlichkeit, dass Automat A, wenn er sich im
Zustand \Eins\ be ndet, in den Zustand \Null\ wechselt.
b(R(A); z) :=
Es gelten immer die folgenden Beziehungen:
p01 = 1 p00
p10 = 1 p11
3. Wir de nieren die Funktion R(A) fur Automat A wie folgt:</p>
      <p>R(A) := (p00 f alls A:zustand = N ull</p>
      <p>p11 f alls A:zustand = Eins
Wir de nieren den binaren Wertebereich b fur R(A) und die Zufallszahl
z 2 (0; 1] wie folgt:
( 1
1
f alls z R(A)
f alls z &gt; R(A)
4. Wir de nieren die U bergangsfunktionen fur die Automaten mit Hilfe der
Zufallszahl z wie folgt:
Automat A be ndet sich im Zustand \Null\, dann de nieren wir A0:
A0(A; z) := (N ull f alls z p00</p>
      <p>Eins sonst
Automat A be ndet sich im Zustand \Eins\, dann de nieren wir A1:
A1(A; z) := (Eins f alls z p11</p>
      <p>N ull sonst
5. Um ein Schatzungsschritt des Automaten A zu bewerten, werden seine
Schatzergebnisse im Nachhinein betrachtet. Dazu de nieren wir die boolesche
Funktion B(A; z) bezuglich Automat A und Zufallszahl z 2 (0; 1] wie folgt:
8 (f alls A0(A; z) 6= Mi+1:zustand
&gt;&gt;&gt;F alsch
B(A; z) := &lt;&gt; f alls A1(A; z) 6= Mi+1:zustand</p>
      <p>(f alls A0(A; z) = Mi+1:zustand
&gt;&gt;&gt;Richtig
:&gt; f alls A1(A; z) = Mi+1:zustand
n0A bezeichnet die absolute Anzahl der Aufrufe, in denen Automat A im
Zustand \Null\ war.
n1A bezeichnet die absolute Anzahl der Aufrufe, in denen Automat A im
Zustand \Eins\ war.
kn1A ist die Anzahl der korrekt eingeschatzten \Eins\-Zustande durch
Automat A.
khn1A ist die Anzahl der korrekt hintereinander eingeschatzten \Eins\-Zustande
durch Automat A.
kn0A ist die Anzahl der korrekt eingeschatzten \ Null\ Zustande durch
Automat A.
khn0A ist die Anzahl der korrekt hintereinander eingeschatzten \Null\-Zustande
durch Automat A.
f n1A ist die Anzahl der falsch eingeschatzten \Eins\-Zustande durch
Automat A.
f hn1A ist die Anzahl der falsch hintereinander eingeschatzten \Eins\-Zustande
durch Automat A.
f n0A ist die Anzahl der falsch eingeschatzten \Null\-Zustande durch
Automat A.
f hn0A ist die Anzahl der falsch hintereinander eingeschatzten \Null\-Zustande
durch Automat A.</p>
      <p>Wir setzen g0(A) und g1(A) gleich:
gg10((AA)) ::== kknn10AAkk++nn10AAffnn10AA
Wir setzen Qualitat Q von Automat A gleich:
Q(A) := g1(A)+g0(A)</p>
      <p>2</p>
      <p>Innerhalb jedes Moduls M gibt es 2r : r 2 N+ Zufallszahlsgeneratoren G. Die
generierten Zufallszahlen werden von den endlichen Automaten interpretiert, um
eine Schatzung fur den Zustand des Folgemoduls abzugeben. r Generatoren sind
\Null\-Zufallszahlsgeneratoren G0, deren Ergebnisse im \Null\-Zustand der
Automaten benutzt werden. Der Rest von G sind \Eins\-Zufallszahlsgeneratoren G1
fur den \Eins\-Zustand der Automaten. Jeder Automat eines Moduls nutzt fur
einen Schatzschritt die Menge an r Zufallsgeneratoren, die zu seinem derzeitigen
Zustand passen. Das hei t, das Modul benutzt in jedem Schritt r2 Schatzungen
kumulativ. Ein Zufallgenerator hat eine Menge von Intervallen, von denen das
mit der hochsten Qualitat als aktives Intervall ausgewahlt wird, um damit eine
Zufallszahl fur den Entscheidungsschritt der Automaten zu generieren. Alle
Intervalle werden im nachfolgenden Schritt uberpruft und G wird aktualisiert.
Jeder Zufallszahlsgenerator G besteht aus folgenden Komponenten:
1. nG0 bezeichnet die gesamte Anzahl der Aufrufe des Zufallszahlsgenerators
in der Vergangenheit, falls G ein \Null\-Zufallszahlsgenerator ist, d.h. falls
G 2 G0.</p>
      <p>nG1 bezeichnet analog die gesamte Anzahl der Aufrufe, falls G 2 G1.
2. 10k; k 2 N+ Intervalle I = (0; 1].</p>
      <p>B(I; A; Zmov(M )) :=</p>
      <p>f alse sonst</p>
      <sec id="sec-4-1">
        <title>3. Funktion T : fN ull; Einsg2 ! f 1; 1g</title>
        <p>( 1</p>
        <p>T (Mi:zustand; Mi+1:zustand) :=
Jedes Intervall I hat folgende Komponenten:</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>1. Reprasentant re, so dass re 2 (0; 1] ist.</title>
      <p>2. Eine Boolesche Funktion B(:), um das Intervall I innerhalb eines
Zufallszahlsgenerators G in Bezug auf seinen Reprasentanten re, einen Automat
A und eine Bewegungsstarke Zmov(M ) zu bewerten:
(true f alls b(R(A); re) = b(R(A); Zmov(M ))</p>
      <p>Mi:zustand = Mi+1:zustand
1
sonst</p>
      <p>C :=
4. Funktion C : B(:) ! f0; 1g
(1 f alls B(I; ; A; Zmov(M )) = true</p>
      <p>0 sonst
5. Variable ka de niert als:</p>
      <p>(0 f alls ts = 0
ka :=
ka + 1 f alls sign (Pr</p>
      <p>i=1 b(R(Ai); re)) = sign (T (Mi:zustand; Mi+1:zustand))
6. Vkrar=iaPbler kr; die in jedem Schritt wie folgt aktualisiert wird:</p>
      <p>i=1 C(B(I; Ai; Zmov(M )))
7. Wir de nieren die Gute g eines Intervalls I wie folgt:
g(I) := +3+ , wobei ; und wie folgt de niert sind:
: =
( ka
nG0
ka
nG1
f alls G 2 G0
sonst
Sei die Genauigkeit l1(ts) von I zum Zeitpunkt ts de niert als:
l1(ts) := 1 mjarxe(reZ;Zmmovo(vM( Mi)ij))</p>
      <p>ist de niert als Durchschnitt der l1(ts) uber alle Aufrufe des Intervalls I.
Sei l2(ts) de niert als:
l2(ts) := kr</p>
      <p>r
ist de niert als Durchschnitt der l2(ts) uber alle Aufrufe des Intervalls I.
(a) Wir de nieren das aktive Intervall eines Zufallsgenerators G als:
A(G) := arg maxI2G g(I)
A:p11 =</p>
      <p>A:p11
(khn1A</p>
      <p>U (0; 1)) f alls Mi+1:zustand = N ull</p>
      <p>(khn0A
f alls B(A; z) = Richtig f alls B(A; z) = Richtig
J1 := und J2 :=</p>
      <p>f hn1A sonst f hn0A sonst
Bei einem Zufallszahlsgenerator G ist dann die Lernphase wie folgt:
re = (re + [(Zmov(M ) re) U (0; 1)] f alls re Zmov(M )</p>
      <p>re [(re Zmov(M )) U (0; 1)] sonst</p>
      <p>Unser Verfahren braucht die Daten also nicht vorzuverarbeiten und hat nicht
wie klassische Dataminingverfahren eine Lernphase und eine Testphase. Wir
lernen in chronologischer Reihenfolge (inkrementell) und entscheiden auch online
(gleichzeitig).
4</p>
      <sec id="sec-5-1">
        <title>Algorithmus zur Richtungsprognose</title>
        <p>Hier beschreiben wir die kumulative Entscheidungsphase unseres Algorithmus:
do f</p>
        <p>S e t z e sum = 0 ;
r(Mi) ;
if (i + 1 == n)</p>
        <p>i = 0 ;
else</p>
        <p>i = i + 1 ;
g while(true) ;
g</p>
        <p>g</p>
      </sec>
      <sec id="sec-5-2">
        <title>Experimentelle Evaluation</title>
        <p>Wir evaluieren unser Verfahren mit empirischen Daten. Die Datengrundlage
bilden historische Finanzmarktdaten. Die erste Hypothese besagt, dass unser
Verfahren fur die Richtungsprognose bessere Ergebnisse liefert als ein Munzwurf.
Damit konnen wir zeigen, dass das Verfahren lernfahig ist. Wir haben fur unsere
Module die Qualitatsfunktion Q(:) de niert. Wir konnen anhand dieser Funktion
die Genauigkeit der Vorhersagen eines Moduls messen. Ergibt die Messung der
Vorhersagen eines Moduls eine durchschnittliche Qualitat von uber 50%, so gilt
das Modul als besser denn der Munzwurf. Ist die Mehrzahl der Module besser
als der Munzwurf, so gilt die Hypothese als erfullt.</p>
        <p>
          Um unser Verfahren zu evaluieren, benutzen wir die google- und
yahooFinanzmarktdaten [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref3 ref7">3, 7</xref>
          ]. Wir betrachten den Tageshochstpreis (high-price) und
das Tagestief (low-price). Wir bilden Zeitreihen uber jeden dieser Tageswerte
und beobachten sie fur Google vom 17-Aug-2005 bis 10-Jan-2006 und fur yahoo
von 10.04.1997 bis 02.09.1997. Wir de nieren 10 Module und beobachten das
Verhalten jedes Moduls. Zur formativen Evaluierung bilden wir zwei Varianten
von Modulen, namlich Module im Abhangigkeitsmodus und im
Unabhangigkeitsmodus. Die beiden Varianten unterscheiden sich nur bezuglich der
Reinitialisierung eines Moduls. Dafur de nieren wir fur jedes Modul eine Variable
Zeitschritt, so dass innerhalb dieser Zeitschritte die Qualitat des Moduls eine
vorgegebene konstante Zahl uberschreiten muss. Wir haben fur unsere
Untersuchung Zeitschritt gleich 10 und gleich 0.6 gesetzt. Die Module werden wie
folgt reinitialisiert:
{ Solange im Abhangigkeitsmodus ein Modul innerhalb einer vorgegebenen
Anzahl von Zeitschritten eine Qualitat hat, die hoher als oder gleich ist,
werden die anderen Module, die eine Qualitat kleiner als haben, nicht
erneut initialisiert.
{ Im Unabhangigkeitsmodus werden Module unabhangig voneinander erneut
initialisiert, falls sie nicht innerhalb einer vorgegebenen Anzahl von
Zeitschritten den festgelegten Qualitatswert (groer gleich ) uberschreiten.
        </p>
        <p>Wir stellen unsere Ergebnisse zuerst fur ein Datenbeispiel Hochstpreise fur
Yahoo-Wertpapiere im Abhangigkeitsmodus und dann im Unabhangigkeitsmodus
bildlich dar (siehe Abbildung 2 und 3). In beiden Varianten ist die Mehrzahl
der Module besser als der Munzwurf. Fur Tageshochstwerte von Yahoo sind
sieben von zehn Modulen im Abhangigkeitsmodus besser als der Munzwurf und
sogar alle zehn Module im Unabhangigkeitsmodus. Tabelle 1 zeigt die
Durchschnittswerte fur alle Module des gesamten Experiments. Nach dem optischen
Eindruck ist die Qualitat der Module im Abhangigkeitsmodus stabiler und halt
sich im ganzen Verlauf des Experiments. Die systematische Untersuchung der
Stabilitat der Module wird Gegenstand unserer zukunftigen Arbeit sein.
Insgesamt liefern die Experimente eine klare Bestatigung unserer Hypothese fur die
gewahlten Beispieldaten.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-5-3">
        <title>Schlu folgerung</title>
        <p>Im vorliegenden Paper haben wir einen neuen Online-Learning Ansatz zur
Analyse von Finanzmarktdaten vorgestellt, der die Richtung in Kurszeitreihen
prognostiziert und kein vorgegebenes Modell besitzt. In unserem Ansatz simulieren
zufallsbasiert generierte Zahlen z 2 (0; 1] zusammen mit (0,1)-Automaten die
zukunftige Kursbewegungsstarke. Hier bezieht sich der Begri Online auf die
sequentielle Verarbeitung der Eingabewerte, d.h. beim Aufruf jedes Moduls durch
einen Kurswert wird jeweils nacheinander in jedem Schritt P ! Q ! L durchgefuhrt,
wobei P; Q und L wie folgt de niert sind
P ist eine Schatzung, ob es im nachsten Zeitschritt eine Ab- oder Aufwartsrichtung
gibt.</p>
        <p>Q ist die Qualitatsevaluierung des Moduls und seiner Komponenten nach
Bekanntgabe der nachsten Kursbewegungsstarke.</p>
        <p>L ist die Anpassung der Interpretation (Verbesserung der Simulation) der
(0,1)Automaten zusammen mit den Zufallszahlen nach Bekanntgabe der nachsten
Kursbewegungsstarke.</p>
        <p>Da unser Verfahren als Eingabe lediglich Zeitreihen uber Numerische Werte
benotigt, konnen wir davon ausgehen, dass es fur eine Vielzahl weiterer
Anwendungsgebiete genutzt werden kann. Vielversprechende Anwendungsgebiete
sind zum Beispiel Richtungsprognosen fur medizinische Zeitreihendaten oder
Geschaftsdaten wie Umsatze und Provisionen.</p>
      </sec>
    </sec>
  </body>
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      <ref id="ref1">
        <mixed-citation>
          1.
          <string-name>
            <given-names>I.</given-names>
            <surname>Aldridge</surname>
          </string-name>
          .
          <article-title>High-frequency trading: a practical guide to algorithmic strategies and trading systems</article-title>
          . John Wiley and Sons,
          <year>2013</year>
          .
        </mixed-citation>
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