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    <journal-meta />
    <article-meta>
      <title-group>
        <article-title>Einbindung von GNSS-Informationen zur Qualitätssicherung und Nachvollziehbarkeit Integration of GNSS Information for Quality Assurance and Traceability</article-title>
      </title-group>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Dr. Klaus Brand</string-name>
          <email>k.brand@gi-geoinformatik.de</email>
          <xref ref-type="aff" rid="aff0">0</xref>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Roland Körber</string-name>
          <xref ref-type="aff" rid="aff0">0</xref>
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        <aff id="aff0">
          <label>0</label>
          <institution>Viele Daten werden heute über eine GNSS-Position vor Ort erfasst. Je nach Genauigkeitsanforderungen kommen dementsprechend Empfänger zum Einsatz</institution>
          ,
          <addr-line>die 149</addr-line>
        </aff>
      </contrib-group>
      <pub-date>
        <year>2018</year>
      </pub-date>
      <fpage>149</fpage>
      <lpage>158</lpage>
      <abstract>
        <p>Short presentation of the guideline “Mobile GIS“ by Dr. Klaus Brand, editor in the name of the association “Runder Tisch GIS e.V.“. Explaining the objectives of the guideline and the issue of quality and traceability on using GNSS systems (global navigation satellite system) in mobile workflows. Today a lot of data is collected in the field via GNSS location. Depending on the accuracy requirements, different receivers are used which provide positions up to one-centimeter accuracy. When reviewing the collected data, however, the same questions keep coming up: How good was the GNSS position at the time of collection? Have the claimed accuracy requirements been met? This paper will discuss the possibilities of GNSS software for collecting data to ensure the required quality standards and traceability.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>-</title>
      <p>
        Positionen bis zu einer Zentimeter-Genauigkeiten liefern. Bei der Sichtung der erfassten Daten
ergeben sich jedoch immer wieder die gleichen Fragen: Wie gut war die GNSS-Position zum
Zeitpunkt der Erfassung? Wurden die geforderten Genauigkeitsanforderungen erfüllt? Und
spätestens bei Unstimmigkeiten möchte man gerne nachvollziehen können, welche
GNSSBedingungen bei der Erfassung vorherrschten, und ob eventuell die erfassten Daten
nachträglich in Ihrer Lage verändert wurden?
In diesem Beitrag wird darauf eingegangen, welche Möglichkeiten eine Software für die
Datenerfassung mittels GNSS bieten kann, um die geforderten Qualitätsansprüche und
Nachvollziehbarkeit sicherzustellen. Dabei wird auf nachfolgende Punkte eingegangen:
• GNSS-Datenformat NMEA vs. herstellerspezifische Formate
• GNSS-herstellerunabhängige Datenauswertung und -speicherung
• Integrierte Qualitätsanforderungen bei der Datenerfassung (visuell und funktional)
• Protokollierung der GNSS-Daten für jeden Punkt/Stützpunkt
• Nachvollziehbarkeit von Veränderungen
• Integration bei Fotoerfassung (Stichwort „Geotagging“)
• Bereitstellung von Schnittstellen für Datenexport
Die jeweiligen Punkte werden anhand von Produktbeispielen aus dem Bereich mobiles GIS
veranschaulicht.
1 Kurzvorstellung Leitfaden „Mobiles GIS“
Auf über 270 Seiten bietet der „Leitfaden – Mobile GIS“ in seiner neuen Auflage 3.0
einen umfassenden Überblick zu den aktuellen Entwicklungen mobiler
GNSSgestützter Datenerfassung bis hin zur Bereitstellung räumlicher Daten [Don
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2">bauer &amp;
Kolbe 2017</xref>
        ;
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">Brand 2017</xref>
        ]. Ziel dieses Leitfadens war es, durch strukturierte
Orientierungs- und Entscheidungshilfen einen strukturierten Einstieg in das Thema zu
geben. Durch vorgefertigte Formatvorlagen können Leistungsmerkmale des breiten
Angebotsspektrums von Hard- und Softwareprodukten schneller verglichen werden
und so Entscheidungen oder Beschaffungen unterstützt werden. Besonderer Wert
wurde auf das Zusammenwirken und die Abhängigkeiten der einzelnen Komponenten
in einer aufgabenbezogenen Gesamtlösung gelegt. Handlungsempfehlungen,
Checklisten, ein Glossar und Links zu Userforen und weiterführender Literatur sollen
dabei helfen.
      </p>
      <p>Um den Wert des Leitfadens zu erhalten, erfolgen regelmäßig Aktualisierungen. Mit
insgesamt 20.000 Downloads der Vorgängerversionen und ca. 1.600 für die aktuelle
Version, gehört der Leitfaden zu den erfolgreichsten Publikationen des Runden Tisch
GIS e.V. und steht dort kostenfrei zur Verfügung.</p>
      <p>Wir wollen im Folgenden auf den Aspekt der „Qualität“ einer GNSS-basierten
Datenerfassung näher eingehen. Neben den Aspekten der Positionsgenauigkeit (vgl.
Kapitel 2.7 im Leitfaden), spielen dabei aber auch Themen wie Datensicherheit,
Integrität der erfassten Daten, sowie Authentifizierung, Rechteverwaltung und
Aufzeichnung der Messparameter und letztlich die Synchronisierung mit den zentralen
Datenbanken eine besondere Rolle (vgl. Kapitel 7).</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>2 GNSS-Basics</title>
      <p>Bevor auf die Qualität von GNSS-erfassten Daten und deren Nachvollziehbarkeit
eingegangen wird, erfolgt ein kurzer Einblick in die allgemeinen Basics der
GNSSPositionsbestimmung.</p>
      <p>Der Begriff GNSS steht für alle globalen Satellitennavigationssysteme. Dazu zählen
• das GPS (NAVSTAR, USA),
• GLONASS (Russland),
• Beidou (China),
• Galileo (EU).</p>
      <p>Die Satelliten dieser Systeme befinden ich auf festen Umlaufbahnen in ca. 25.000 km
Höhe um die Erde. Jedes System umfasst etwa 30 Satelliten, wovon ca. sechs davon
als Ersatz bei Ausfällen dienen.</p>
      <p>Für eine eindeutige Positionierung auf der Erdoberfläche werden vier Satelliten
benötigt. Je mehr Satelliten zur Verfügung stehen, desto besser, sprich genauer, ist
die Positionierung. Für eine gute Lagegenauigkeit ist maßgeblich auch die
Satellitenkonstellation ausschlaggebend. Je weiter die empfangbaren Satelliten am
Himmel „verstreut“ sind, desto besser ist die geometrische Konstellation und desto
151
besser ist die Positionsbestimmung. Diese Verteilung der Satelliten wird über den
DOP-Wert wiedergegeben, auf dem im späteren Verlauf noch eingegangen wird.
Ein weiterer wichtiger Faktor, wenn es um die hochgenaue Positionsbestimmung geht,
sind die Korrekturdaten. Die vom Satelliten ausgestrahlten Signale werden u.a. durch
atmosphärische Störungen beeinflusst. Um diese und andere Störungen zu
eliminieren, bzw. zu minimieren, können bei der Positionsbestimmung Korrekturdaten
mit einbezogen werden. Diese Korrekturdaten werden in Deutschland zum Beispiel
vom SAPOS-Dienst der Landesvermessungsämter, zur Verfügung gestellt.
Zu guter Letzt ist natürlich auch immer der verwendete GNSS-Empfänger
ausschlaggebend dafür, ob Korrekturdaten bei der Berechnung der Position
miteingebunden werden können, und wie gut die GNSS-Position letztendlich ist.
Auf weitere, beeinflussende Faktoren wie Mehrweg-Effekt oder Abschattung wird in
diesem Zusammenhang nicht näher eingegangen.</p>
      <p>
        Weiterführende Information zu Vermessung uns Ortung mit Satelitten sind [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2">Bauer
2017</xref>
        ] zu entnehmen.
      </p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>3 GNSS-Datenformate und -speicherung</title>
      <p>Bei den GNSS-Datenformaten kann im Allgemeinen zwischen herstellerspezifischen,
meist proprietären Formaten und den offenen, herstellerunabhängigen Formaten
unterschieden werden.</p>
      <p>Jeder Empfänger-Hersteller verwendet bei der Auswertung der Satellitendaten seine
eigenen Datenformate. Die Berechnungen finden in der Regel im Empfänger oder dem
GNSS-System statt.</p>
      <p>Hochwertige Empfänger zeichnen die GNSS-Rohdaten (Beobachtungsdaten) auf, und
ermöglichen so eine nachträgliche Neuauswertung. Diese Daten werden je nach
verwendeten Empfänger in herstellerspezifischen Dateiformaten oder im
RINEXFormat gespeichert. Bei dem RINEX-Format (Receiver Independent Exchange
Format) handelt es sich um ein empfängerunabhängiges Daten-Speicher- und
Austauschformat. Für die nachträgliche Neuauswertung dieser Daten bedarf es eine
entsprechende Spezialsoftware und erfordert allgemein einen hohen Kenntnisstand
der Materie. Für Anwender, die in diese Thematik nicht zu Hause sind, ist dieses
Vorgehen jedoch nicht praktikabel.</p>
      <p>Um die GNSS-Daten auch für Drittsoftware zugänglich zu machen, bieten die meisten
Hersteller eine „Schnittstellen-Software“ an. Diese kann als alleinstehendes Programm
oder als SDK in eine Erfassungssoftware eingebunden werden. Über diese
Schnittstellensoftware kann der Empfänger konfiguriert und die Anbindung von
Korrekturdaten vorgenommen werden. Einige Produkte ermöglichen auch die
Einbindung von eigenen Transformations-Modellen, um so bereits bei der Erfassung
die Positionen im gewünschten Koordinatenreferenzsystem zu erhalten.
Die fertig berechneten Koordinaten werden dann im standardisierten NMEA 0183
Format an die Drittsoftware übergeben. Bei dem NMEA (National Marine Electronics
Association) Format handelt es sich um einen ASCII-basierten Datensatz.
Je nach Hersteller und Empfängertyp umfasst die NMEA-Ausgabe verschiedene
Informationen zur Position:
Die Ausgabe dieser Informationen erfolgt, je nach Einstellung des Empfängers,
sekündlich.</p>
      <p>Diese Informationen gilt es bei der Erfassung von Objekten zu speichern, denn Sie
können bei nachträglicher Betrachtung und Analyse Rückschlüsse geben, welche
Bedingungen vorgeherrscht haben. Für die Auswertung dieser Informationen bedarf
es keine tiefgehenden Kenntnisse und stellt somit eine deutlich praktikablere Lösung
dar.
Die Speicherung dieser Informationen sollte nach Möglichkeit zu jeder erfassten
Position erfolgen und eine entsprechende Verknüpfung zu den erfassten Objekten
(Punkt, Linie, Fläche) aufweisen. Im besten Falle sollte dies in einem offenen
Datenformat erfolgen.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>4 Integrierte Qualitätsanforderung bei der Datenerfassung (funktional und visuell)</title>
      <p>Für die GNSS-basierte Erfassung können nachfolgende Qualitätsindikatoren
herangezogen werden:
• Berechnete Genauigkeit (horizontal/vertikal): hierbei handelt es sich um eine
statistisch berechnete Genauigkeit, in der der gemessene Punkt liegt.
• DOP (Delution of Precision): Dieser Wert gibt in Abhängigkeit von der
geometrischen Konstellation der Satelliten ein Maß für die Streubreite der
Messwerte an. Je geringer ein Wert ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit,
dass der Messwert eine hohe Lagegenauigkeit aufweist. In den meisten Fällen
wird hier zwischen VDOP (vertikal), HDOP (horizontal) und PDOP (3D-Position)
unterschieden.
• Verwendetes Korrektursignal: Bei den Korrektursignalen wird zwischen
“Autonom” (ohne Korrektursignal), DGNSS (differenzielle GNSS) und RTK
(Real Time Kinematic) unterschieden.
• Korrekturalter
• Anzahl der verwendeten Satelliten
Mit Hilfe der oben aufgelisteten Qualitätsindikatoren können Mindestanforderungen
und Schwellenwerte definiert werden. Diese legen fest, ob eine Position erfasst
werden darf, oder unterbunden werden soll. Einige Software-Produkte differenzieren
hier noch weiter und schränken beispielsweise bei nicht optimalen Bedingungen
Funktionen teilweise ein. Durch die Berücksichtigung von mehreren Indikatoren sind
sehr individuelle Konfigurationen möglich.</p>
      <p>Bei der visuellen Darstellung von Qualitätsindikatoren bietet sich das Ampelsystem an.
Dies könnte sich wie folgt darstellen (Abbildung 1):
• Bei Rot sind die Anforderungen nicht erfüllt, eine Erfassung ist nicht möglich.
• Bei Gelb sind die Anforderungen nur teilweise bzw. minimalst erfüllt. Eine</p>
      <p>Erfassung ist nur nach erneuter Bestätigung durch den Anwender möglich.
• Bei Grün sind alle Anforderung erfüllt, Erfassung ohne Rückmeldung möglich.</p>
      <p>Abbildung 1: Softwarebeispiel - Ampelsystem in GI Mobil RT
Durch die Integration solcher Qualitätsanforderungen kann die Datenqualität
gewährleistet werden. Gerade in Bereichen, in denen ein hohes Maß gefordert wird,
scheint ein solches Vorgehen unerlässlich zu sein. Zusätzlich werden durch den
Einsatz eines Ampelsystems gerade auch unerfahrene Anwender geführt und bei der
korrekten Erfassung von Daten unterstützt.</p>
      <p>Bei der Festlegung von Qualitätsanforderungen sollte jedoch nie außer Acht gelassen
werden, ob diese auch in der Realität umsetzbar sind. Sind die Anforderungen zu hoch
definiert, könnte ggf. eine Erfassung komplett unterbunden werden.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>5 Protokollierung von GNSS-Daten für jeden Punkt/Stützpunkt</title>
      <p>Anhand der Software GI Mobil RT wird im nachfolgenden Abschnitt erläutert, wie eine
solche Protokollierung von GNSS-Daten aussehen kann.</p>
      <p>Die position100 Technologie wurde für die Protokollierung von Metadaten bei der
GNSS-gestützten Positionserfassung von Punkten oder Stützpunkten (bei Linien oder
Flächen) von der GI Geoinformatik GmbH entwickelt.</p>
      <p>Die dabei verwendeten GNSS-Informationen (Anzahl der zur Verfügung stehenden
Satelliten, Anzahl der verwendeten Satelliten, PDOP-Wert, Korrekturdatentyp,
Genauigkeitsangaben, etc.) stammen aus den übertragenen Informationen des
GNSS-Empfängers. Zusätzlich werden weitere relevante Informationen zum Prüfer
(Windows Authentifikation), das Prüfdatum mit Uhrzeit und das Bearbeitungsdatum mit
Uhrzeit erfasst.
Für die Protokollierung wird grundsätzlich unterschieden, ob ein Punkt oder Stützpunkt
manuell oder aus einer GNSS-Messung erzeugt wird. Dabei wird auch protokolliert, ob
es sich bei der GNSS-Erfassung um eine Einzelmessung oder um eine Erfassung per
Mittelwertbildung handelt.</p>
      <p>Wird ein mittels GNSS erfasster Punkt/Stützpunkt nachträglich (manuell) bearbeitet,
so wird dies mit der position100 Technologie dokumentiert. Wird auf vorhandene
Punkte/Stützpunkte gefangen oder werden Geometrien durch Geo-Operationen (z.B.
Verschneidung von Flächen) verändert, werden vorhandene GNSS-Metadaten auch
auf die „neuen“ Objekte vererbt.</p>
      <p>Dadurch ist eine Protokollierung der Rahmenbedingungen und Qualitätskontrolle
bereits während der Erfassung möglich. Dies ist bei vielen Aufgabenstellungen im
Gelände erforderlich oder vorgeschrieben, um die auf diesen Daten aufgesetzten
Prozesse sicher durchführen zu können.</p>
      <p>Entsprechend der Erfassungsmethode werden im Info-Center von GI Mobil RT die
jeweiligen Informationen angezeigt (Abbildung 2).</p>
      <p>Abbildung 2: Beispiel Info-Center in GI Mobil RT (link für GNSS-Einzelmessung, rechts für
GNSS</p>
      <p>Mittelwertbildung)
Dabei können durch einen einfachen Klick die geloggten Positionen einer
Mittelwertbildung für eine Sichtkontrolle visualisiert werden. Alle
Protokoll156
Informationen werden in einer File-Geodatabase dauerhaft gespeichert und sind über
interne IDs den jeweiligen Messungen zuordenbar.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-6">
      <title>6 Integration bei Fotoerfassung</title>
      <p>In vielen Anwendungsfällen ist es erforderlich oder zumindest hilfreich, die erfassten
Daten mit einem oder mehreren Fotos zu dokumentieren. Welche Möglichkeiten es bei
der Erfassung von Fotos hinsichtlich der Qualitätsanforderungen und
Nachvollziehbarkeit hinsichtlich der GNSS-Position gibt, wird nachfolgend erläutert.
Bei der Verortung von Fotos wird im Allgemeinen oftmals von Geotagging gesprochen.
Das Geotagging kann auf verschiedene Arten erfolgen. Häufig erfolgt die Verortung
über das eingebaute GNSS-Modul bei Smartphones und Tablet. Auch verfügen einige
Kameras über ein integrierte GNSS-Modul bzw. haben eine Schnittstelle für externe
GNSS-Empfänger. Die Genauigkeit dieser Empfänger liegt meist bei 5 – 15 Meter. Die
Geoinformationen werden dabei in der Regel direkt bei der Aufnahme in die Exif-Daten
geschrieben.</p>
      <p>Eine andere Möglichkeit ist das nachträgliche Verorten von Aufnahmen. Dies erfolgt
dann meist über eine Software am PC. Dabei wird in einem Kartenfenster der
Aufnahmestandort manuell festgelegt.</p>
      <p>Sind allerdings für den Standort der Erfassung höhere Genauigkeitsanforderungen
definiert, empfiehlt es sich, auf eine andere Vorgehensweise zurückzugreifen. Einige
Software-Produkte zur Erfassung von Daten bieten auch eine Fotofunktion mit an.
Dabei wird das Foto an einen mittels GNSS-erfasstes Objekt (z.B. Punkt) verknüpft.
Wird bei der Fotoerfassung gleichzeitig eine GNSS-Position erfasst, können die oben
beschriebenen Qualitätsindikatoren integriert werden und somit eine Qualitätskontrolle
sicherstellen. Die unter Punkt 4 vorgestellte position100 Technologie wird
beispielsweise auch bei der Erfassung von Fotos in GI Mobil RT angewendet. Durch
die Speicherung dieser Metadaten (z.B. exakter Standort der Aufnahme, Blickrichtung,
Zeitpunkt der Aufnahme, etc.) ist eine bessere Auswertbarkeit, je nach
Aufgabenstellung und Arbeitsablauf, möglich.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-7">
      <title>7 Bereitstellung der erfassten Daten für weiterführende Systeme</title>
      <p>Abhängig von der eingesetzten Software und zentralen Datenhaltung kann die
Datenweitergabe offline oder online via Cloud-Dienst erfolgen. Oftmals sind hier
interne IT-Sicherheitsvorgaben ausschlaggebend.</p>
      <p>Erfolgt die Datenhaltung mit einer einheitlichen Basis-Technologie, fallen in der Regel
Konvertierungen weg. Werden Technologien von unterschiedlichen Anbietern
verwendet, empfiehlt es sich auf gängige Standard-Formate zu setzten.
Nachfolgend eine Auswahl der gängigsten Formate:
• GPX (GPS Exchange Format)
• GML (Geography MarkUp Language)
• KML (Keyhole Markup Language)
• SHP (Shapefile, Quasi-Standard)
• File-GDB (Geodatabase, Esri-Format)
• SpatialLite
• GeoJSON
• GPKG (Geopackage)
Jedes Format hat hier seine eigenen Vor- bzw. Nachteile, so dass die Auswahl des zu
verwendeten Austausch-Formates neben der eingesetzten Software, letztendlich auch
von den jeweiligen Anforderungen abhängig ist.</p>
    </sec>
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        <mixed-citation>8 Literaturverzeichnis</mixed-citation>
      </ref>
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          <string-name>
            <surname>Bauer</surname>
            ,
            <given-names>M.</given-names>
          </string-name>
          (
          <year>2017</year>
          ):
          <article-title>Vermessung und Ortung mit Satelliten. 7</article-title>
          .
          <string-name>
            <surname>Auflage</surname>
          </string-name>
          . Berlin: Wichmann Verlag.
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref3">
        <mixed-citation>
          <string-name>
            <surname>Donbauer</surname>
            ,
            <given-names>A.</given-names>
          </string-name>
          und Kolbe,
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            <surname>T.</surname>
          </string-name>
          (
          <year>2016</year>
          )
          <article-title>: Leitfaden Bezugssystemwechsel auf ETRS89/UTM</article-title>
          . München, Runder Tisch GIS e.V.
        </mixed-citation>
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            <surname>Brand</surname>
            ,
            <given-names>K.</given-names>
          </string-name>
          et al (
          <year>2017</year>
          )
          <article-title>: Leitfaden Mobiles GIS</article-title>
          . München, Runder Tisch GIS e.V. http://www.gpsinformation.org/dale/nmea.
          <source>htm (aufgerufen am 30.05</source>
          .
          <year>2018</year>
          ).
        </mixed-citation>
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