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        <journal-title>Proceedings des Workshops "Lernen und Arbeiten im Wandel", Potsdam</journal-title>
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        <article-title>Was wir für den Arbeitsplatz der Zukunft aus Star Trek lernen können</article-title>
      </title-group>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Gerhard Leitner</string-name>
          <email>Gerhard.Leitner@aau.at</email>
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      <pub-date>
        <year>2018</year>
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      <volume>74</volume>
      <fpage>74</fpage>
      <lpage>81</lpage>
      <abstract>
        <p>One would not typically associate Star Trek with the topic of “workplace”, but locations shown in Star Trek such as the bridge, the engine room or the infirmary are a sort of workplaces. Though these are fictional, they have equivalents in the real world like navigation bridges on ships, cockpits in airplanes, operation rooms in hospitals or even conventional office workplaces (which also appear in Star Trek). What differentiates the workplaces shown in Star Trek from their realworld counterparts are the seemingly completely error-free, always available and correctly working ICT systems. While current ICT is such error-prone that it has - according to [FR06] brought the “age of interruptions” to us users, Star Trek ICT would allow for beaming from an exploding planet in the very last second. This article is focused on the question if and to what extent it could be realistic to find the concepts presented in Star Trek on future workplaces. From the perspective of Human Computer Interaction (HCI), a spotlight is put on ICT systems present in current workplaces and a link is build to those appearing in Star Trek. In this way, the degree of reality and feasibility are discussed and separated from pure fiction.</p>
      </abstract>
      <kwd-group>
        <kwd>Arbeitsplatz der Zukunft</kwd>
        <kwd>Science Fiction</kwd>
        <kwd>Calm Sicherheit</kwd>
        <kwd>Plattformunabhängigkeit</kwd>
      </kwd-group>
    </article-meta>
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  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>Einleitung</title>
      <p>Die Fangemeinde von Star Trek ist kaum überschaubar. Stellte man sich die Frage was
die Fans dazu motiviert Anhänger von Science Fiction im Allgemeinen und Star Trek im
Speziellen zu sein, würde die Beantwortung wohl den Umfang des Artikels sprengen
und vom Kernthema wegführen. Der Beitrag nähert sich dem Problem gleichsam
spiegelverkehrt und geht von der Frage aus, was vermutlich NICHT dazu motiviert Star
Trek Fan zu sein. Mit ziemlicher Sicherheit ist es nicht die Interaktion mit den zahl- und
variantenreich in Star Trek vorkommenden technischen Geräten, die man vereinfacht als
IKT-Systeme subsummieren könnte.</p>
      <p>Dies sind, zum Beispiel, der Beam-Transporter, die Bedienterminals auf der
Kommandobrücke, die mobilen Geräte zur Kommunikation und Stoff-Analyse oder der
Lebensmittel-Replikator, um nur einige zu nennen. Die Geräte an sich bzw. deren
Funktionen sind innovativ und visionär und üben sicher eine gewisse Faszination auf die
Fans aus, deren Bedienung ist im Rahmen der Episoden jedoch kein Thema. Sie erfolgt
selbstverständlich, nebenbei und nahtlos in die zentrale Handlung integriert. Einem
Musikvirtuosen gleich bedienen die Charaktere ihre Computer, Tricorder und
Kommunikatoren um das für die Handlung relevante Ziel zu erreichen. Interaktion ist in
der präsentierten Form ein Paradebeispiel für die von Mark Weiser [WE91] skizzierte
Vision, dergemäß sich Technik „sanft in das Gefüge des Lebens integrieren und davon
nicht mehr unterscheidbar sein soll“ und, so Weiser weiter, „Maschinen sich der
menschlichen Anforderungen und Fähigkeiten anpassen sollten anstatt Menschen dazu
zu zwingen in ihre Welt (jener der Maschinen) einzutauchen“ [WE91]. In diesem Punkt
scheinen sich die Science Fiction Autoren und die Wissenschaft einig zu sein.
Aktuelle Alltagstechnik ist leider – um im Science Fiction Jargon zu bleiben – Lichtjahre
von Weisers Visionen und den in Star Trek gezeigten Fiktionen entfernt.
Schwierigkeiten bei der Bedienung, Inkompatibilitäten, Sicherheitsprobleme bis hin zu
gesellschaftlichen Auswirkungen sind an der Tagesordnung. Aktuelle IKT rückt – im
Gegensatz zu jener in Star Trek – in den Fokus und drängt die die Ziele des täglichen
Lebens vielfach in den Hintergrund. Exemplarisch sei hier das Phänomen der
„Smombies“ [Sp16]. genannt, also Personen die aufgrund der fokussierten Nutzung ihres
Smartphones die Welt um sich so weit vergessen, dass sie in Fahrzeuge laufen oder über
Treppen stürzen. Aktuelle IKT-Systeme haben in vielen Fällen ihre Rolle als Werkzeug
bzw. Mittel zum Zweck verloren und entwickeln sich immer mehr zum zeitraubenden
und nervenaufreibenden Selbstzweck.</p>
      <p>Glücklicher Weise sind nicht alle Entwicklungen auf dem IKT Sektor negativ. Es gibt
einige aktuelle Entwicklungen, die Parallelen zu den in Star Trek illustrierten Systemen
bzw. den Konzepten Mark Weisers aufweisen. Die Implementierung scheitert
anscheinend an fehlender Motivation der beteiligten Stakeholder. Der Hauptteil dieses
Beitrages stellt den Versuch dar, einige konkrete Beispiele dafür aufzuzeigen und
kontrovers zu diskutieren.
2
2.1</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Star Trek ante portas</title>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>Beispiel Calm Computing / Periphere Interaktion</title>
        <p>In vielen Episoden mit Captain Kirk &amp; Co. erfolgt die Interaktion mit IKT auf Kanälen,
die nicht die vollständige Aufmerksamkeit der Beteiligten erfordern. Das
dahinterstehende Konzept ist weniger Science Fiction als die Berücksichtigung der
Mechanismen zwischenmenschlicher Interaktion.</p>
        <p>So werden Teambesprechungen durch Informationen des „Computers“ unterstützt,
indem benötigte Zusatzinformationen auf Kanälen kommuniziert wird, die den Ablauf
nicht stören. Teamsituationen im gegenwärtigen Arbeitsalltag mit Beteiligung aktueller
IKT sind typischer Weise dadurch charakterisiert, dass die verwendeten Geräte ihren
jeweiligen Nutzer gleichsam „fesseln“ und somit die Interaktion im Team stören. Bilder
von Personen, die zwar an einem Tisch sitzen, aber jede für sich mit dem eigenen
Smartphone oder Laptop beschäftigen sind zur Realität geworden.</p>
        <p>Abhilfe könnten Systeme schaffen, die ein möglichst breites Spektrum der Sinneskanäle
und Fähigkeiten der Nutzer berücksichtigen. Als ein Beispiel sei hier das Konzept des
Calm Computing von Weiser und J.S. Brown [WB97] in Erinnerung gerufen. Weiser hat
die Notwendigkeit beschrieben, Computersysteme dahingehend zu designen, dass sie
nicht nur auf fokussierter Wahrnehmung und Aufmerksamkeit aufbauen, sondern auch
andere Sinneskanäle, zum Beispiel, peripheres Sehen, unterstützen. Auf Basis des
Konzepts haben JNA Brown et al. [BLHC14] Interaktionskonzepte für den Arbeitsplatz
entwickelt, beispielsweise durch die Manipulation der Position und Anzeigedauer von
Pop-Ups oder die Verwendung selbstgewählter Signaltöne für Benachrichtigungen. Ein
anderer in diesem Kontext interessanter Ansatz ist das Konzept der Informative Art. Es
handelt sich dabei um digitalisierte Objekte bildendender Kunst (hauptsächlich Malerei),
die durch Augmentierung mit Daten und Informationen versehen werden. Der Artikel
von Ferscha [Fe07] beschreibt zum Beispiel die Abbildung einer Obstschale, in der die
Anzahl und Art der Obststücke die An- und Abwesenheit von Personen symbolisiert.
Auch Objekte können so als Informationsquelle dienen. Die Autoren beschreiben als
Beispiel eine Wassersäule im Büro, die je nach Auslastung eines Servers unterschiedlich
stark sprudelt und dem Systemadministrator somit dezent Informationen über den Status
des Servers übermittelt.</p>
        <p>Was die Verbesserung der Kooperation von Teams betrifft, so gibt es schon längere Zeit
Alternativkonzepte zur Computer/Beamer Kombination, zum Beispiel auf Basis von
Tabletop Bildschirmen oder Projektionen [Re02, So16]. Die Konzepte haben sich jedoch
bislang an Arbeitsplätzen nicht durchgesetzt.</p>
        <p>Denkt man an mobile Arbeitsplätze, so ist hier das Problempotential aktueller IKT noch
höher - siehe das weiter oben erwähnte Phänomen der „Smombies“. Aber auch hier gibt
es Alternativen zu den auf fokussiertem Sehen aufbauender Interaktion. Ein auf
peripherem Sehen aufgebautes System zeigen [GR18] das auf Basis von Smart Glasses
helfen soll, „Smobiismus“ zu verhindern.</p>
        <p>Interaktion auf Basis von akustischer Information bzw. Sprache stellt eine ebenso gute
wie in zwischenmenschlicher Interaktion obligatorische Alternative zu fokussierter
visueller Interaktion dar. Hier gibt es bereits entsprechende Entwicklungen,
beispielsweise in Gestalt der Sprachassistenten Siri, Google, Cortana oder Alexa. Die
genannten Systeme sind aber noch nicht dazu geeignet, komplexe Dialoge zu vollziehen.
In diesem Kontext ist aber das kürzlich vorgestellte Project Debater [So18] als
zukunftsweisend zu sehen, das aufzeigt, dass aktuelle Computertechnologie in der Lage
ist – ähnliche dem „Computer“ in Star Trek - echte Konversationen und Diskussionen zu
führen.</p>
        <p>Auch der taktile Sinneskanal eignet sich zur Übermittlung von Informationen, ohne dass
fokussierte Aufmerksamkeit erforderlich ist. Vibrationsfunktionen auf Smartphones
gehören zum Standard, allerdings mit dem Nachteil, dass zwar das Einlangen einer
Nachricht gemeldet wird, nicht jedoch deren Inhalt. Hier sind entsprechende
Weiterentwicklungen in Richtung Kombinierbarkeit von Endgeräten (Smart Watch,
Smart Glass) erforderlich, Voraussetzungen dafür sind aber die im nächsten Abschnitt
diskutierten Kriterien.
2.2</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-2">
        <title>Instant Compatibility / Interoperability / Multimodality</title>
        <p>Ein weiteres Charakteristikum der Interaktion mit IKT in Star Trek ist neben der nahezu
beiläufigen Verwendung der Geräte auch deren nahezu beliebige Kombinierbarkeit und
Anpassbarkeit an den jeweiligen Kontext. Das legendäre Kommando „auf den Schirm“
und die darauffolgende Darstellung des interessierenden Sachverhalts auf dem
überdimensionalen Display der Kommandobrücke ist nur ein Beispiel dafür.
Wesentliche Grundvoraussetzung für das Funktionieren des „Schirms“ und der anderen
Gerätschaften in Star Trek ist Multimodalität, Kompatibilität und Interoperabilität.
Der „Schirm“ kann von jedem beliebigen Platz auf der Brücke bzw. dem Schiff mit
Informationen beschickt werden (z.B. zur geologischer Beschaffenheit eines Planeten,
Geschichte, Einwohner, Atmosphäre). Davon können wir an gegenwärtigen
Arbeitsplätzen nur träumen. Selbst in der eigenen Firma ist es nicht selbstverständlich,
dass der firmeneigene Laptop etwas am firmeneigenen Beamer „auf den Schirm“
projiziert. Gar nicht zu reden von der Anforderung, Informationen in einer
teamorientierten Art und Weise auszutauschen bzw. automatisch durch Inputs des
„Computers“ ergänzen zu lassen.
Ähnlich schwierig gestaltet sich der Austausch von Dokumenten. In Star Trek ist es
selbst mit fremden Kulturen möglich Daten und Informationen auszutauschen, zum
Beispiel, eine Telekonferenz mit Klingonen abzuhalten. Werkzeuge wie Skype und Co.
bieten ähnliche Funktionen, hinsichtlich Stabilität und Kompatibilität sind diese aber
noch weit von einem Star Trek-Status entfernt.
Auch so genannten Standard-Dokumente sind nicht selbstverständlich im Team
austauschbar, zum Beispiel wenn unterschiedliche Versionen des für die Dokumente
geeigneten Anwendungsprogramms verwendet werden, bzw. auf verschiedenen
Hardware- und Betriebssystemplattformen gearbeitet wird. Ein wichtiges Dokument der
Föderation oder gar eine Nachricht einer verfeindeten Kultur zu öffnen wäre in Star Trek
auf Basis dieser Technik wohl zum Scheitern verurteilt gewesen. Verbesserungen sind
aber in Sicht.</p>
        <p>Zumindest die Verwaltung von Dokumenten hat sich durch cloudbasierte Systeme in den
letzten Jahren stark vereinfacht, auch die gemeinsame Bearbeitung brachte mit
cloudbasierten Werkzeugen einen Fortschritt in dieser Hinsicht. Wo es aber im
Vergleich zu den Star Trek-Konzepten offenbar noch Potential gibt, ist die vollständige
und nahtlose Integration.</p>
        <p>Das von den Entwicklern aktueller IKT offenbar überhaupt nicht wahrgenommene
Problem ist die in Star Trek veranschaulichte Multimodalität und Formatunabhängigkeit.
Daten und Informationen sind hier offenbar format- und modalitätsunabhängig
gespeichert und auf Abruf sofort in entsprechender Qualität und Modalität verfügbar.
Unsere heutigen Arbeitsplätze kennzeichnet aber eher ein Formatkrieg. Noch schlimmer
als bei den erwähnten „Standard“-Dokumenten ist es mit dem Austausch von Video- und
Audiodateien. Auch was die Qualität der Übertragung betrifft gibt es noch Luft nach
oben. Videoübertragung auf dem Smartphone ist noch immer eine Herausforderung,
wenngleich es mit adaptiven Streaming Konzepten Entwicklungen gibt, die dies deutlich
verbessern [LMT12] und im Sinne von Star Trek die Effizienz und Nutzerzufriedenheit
der Interaktion deutlich steigern können.</p>
        <p>Die Überwindung von Modalitätsgrenzen scheint als Problem noch nicht erkannt worden
zu sein, wäre aber ein wesentlicher Schritt in Richtung einer Star Trek-gemäßen
Realisierung des Arbeitsplatzes der Zukunft. Dies soll anhand eines konkreten Beispiels
verdeutlicht werden. Nehmen wir an, ein Mitarbeiter befindet sich auf Dienstreise.
Leider hat er vergessen ein wichtiges Dokument (z.B. einen Geschäftsbericht)
auszudrucken, um es auf der Reise zu lesen. Gesetzt den Fall, dass Laptop oder
Smartphone zur Verfügung stehen, könnte man über die Cloud auf das Dokument
zugreifen. Lesen am Laptop ist gängige Praxis, sofern es die Situation zulässt (ein
entsprechender Sitzplatz zur Verfügung steht). Am Smartphone-Bildschirm funktioniert
das Lesen von längeren Texten nur bedingt. Denken wir aber an Star Trek, wo der
„Computer“ Daten und Informationen automatisch in einem für den Kontext geeigneten
Format zur Verfügung stellte, bei Außeneinsätzen vor allem akustisch. Die
Verfügbarkeit des Berichts als Audiodatei wäre auch für den Mitarbeiter von Vorteil, da
er ihn im Zug, am Bahnhof, im Flugzeug oder sogar im Auto „konsumieren“ könnte. Mit
aktueller Technik ist diese Konsumation aber mit (zu) hohem Aufwand verbunden. Der
Nutzer müsste das Dokument zunächst suchen und öffnen, es mit einem entsprechenden
Werkzeug in das passende Format konvertieren und auf das Endgerät laden. Die
technischen Möglichkeiten sind zwar vorhanden, allerdings alles andere als komfortabel.
Sowohl bei der Speicherung der Dateien als auch bei der Verwaltung von Formaten
müsste es innovativere Lösungen geben, die solche Aufgaben automatisch abwickeln
können. Die diesbezüglichen Nebenbedingungen wären überschaubar, es besteht
berechtigte Hoffnung, dass die Artificial Intelligence bzw. Deep Learning entsprechende
Verbesserungen bringen [Tu14]. Konkret könnten einfache Regeln, z.B. auf Basis von
GPS Daten, festgestellt werden ob jemand unterwegs ist und die Daten aus einer
individuellen Cloud in einem dem Endgerät entsprechendem Format zur Verfügung
gestellt werden.
2.3</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-3">
        <title>Sicherheit / Zutritt</title>
        <p>Der nächste zu diskutierende Aspekt, der in Star Trek immer wieder implizit thematisiert
wird, ist jener der Sicherheit. Bestimmte Befehle akzeptiert der „Computer“ nur von
berechtigen Mitglieder der Crew. Die Berechtigung wird sowohl durch Identifikation der
Stimme oder anderer biometrischer Daten als auch durch entsprechende Zugangscodes
geprüft. Ähnliche Mechanismen gelten für Zutrittssysteme. Der aktuelle Arbeitsalltag ist
hauptsächlich durch einzutippende Nutzernamen und Passwörter gekennzeichnet.
Angesichts der Tatsache, dass die am häufigsten verwendeten Passwörter sowie deren
Verwahrung (Post-it am Bildschirm) alles andere als sicher sind, könnten alternative
Methoden eine deutliche Verbesserung bringen. Neben Sicherheitsbedenken sollte man
aber auch über die Effizienz der Methoden nachdenken. Schätzungen zufolge verbraucht
nur die Notwendigkeit des Ein- und Ausloggens in bzw. aus den diversen Systemen über
ein Jahr gerechnet bis zu 2 Wochen Arbeitszeit.</p>
        <p>Wie in Star Trek vorgeführt, kann Sicherheit auch auf Basis von biometrischen
Parametern, wie der Stimme, gewährleistet werden. Methoden wie Fingerabdruck und
Iris-Scans, aber auch Stimmanalyse werden in heutigen Systemen bereits eingesetzt
[Ko16]. Vor allem hinsichtlich der Effizienz könnten solche Systeme den
konventionellen deutlich überlegen sein.
2.4</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-4">
        <title>Der Computer als holistisches Gesamtsystem</title>
        <p>Um die Sinnhaftigkeit der in den vorigen Abschnitten skizzierten Beispiele zu erhöhen,
bedürfte es einer revolutionären Änderung des Interaktions-Paradigmas aktueller IKT,
analog zu jenem in Star Trek. Gemeint ist damit, sämtliche Gerätschaften als Teile des
Gesamtsystems „Computer“ zu verstehen. Aktuelle Endgeräte wie Laptop, Tablet oder
Smartphone sind mehr oder weniger unabhängige und auf unterschiedlichsten
Interaktionskonzepten aufbauende Einzelteile. Die Alternative wäre, sie als Teile des
Gesamtsystems „Computer“ zu interpretieren, welches sich dem Benutzer als in sich
geschlossenes, holistisches System erschließt. Das wäre weniger aus technischer als aus
psychologischer Sicht ein Mehrwert – sich nicht mehr Gedanken darüber machen zu
müssen, welches Teilsystem bzw. Gerät gerade zuständig bzw. geeignet ist, sondern es
dem System zu überlassen sich darum zu kümmern wie die gewünschten Inhalte und
Funktionen auf jenes Endgerät kommen, das man in Händen hält. Ein noch viel
wesentlicherer Aspekt bzw. eine Aufgabe die das System selbst übernehmen sollte ist
die Instandhaltung und Wartung der angeschlossenen Komponenten. Aktuelle Systeme
haben individuelle Update-Zyklen, die meist unkoordiniert (und zu ungünstigen
Zeitpunkten) starten. Welcher Star Trek Fan hätte es akzeptiert, dass Captain Kirk Mr.
Spok nach den Daten zu einem feindlichen Schiff befragt und der geantwortet hätte:
„Captain, der Computer spielt gerade ein Sicherheitsupdate ein und ist für die nächsten 2
Stunden nicht verfügbar.“ Meldungen wie „This system is down for maintenance“ wird
man in den Star Trek Episoden wohl ebenso vergeblich suchen. Das muss nicht heißen,
dass es diese nicht geben darf. Ein alle Komponenten überblickendes System sollte aber
auf Basis von AI in der Lage sein, Updates aufzuspielen und Wartungen durchzuführen,
wenn ein Endgerät gerade nicht in Verwendung ist.
3</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Fazit / Ausblick</title>
      <p>Der vorliegende Beitrag stellt den auf den ersten Blick absurd anmutenden Versuch an,
IKT Systeme aus Star Trek hinsichtlich ihres Einsatzpotentials an aktuellen
Arbeitsplätzen zu analysieren. Die Analyse zeigt, dass es einige Ansätze gibt, die eine –
um es neutral zu formulieren – Veränderung heutiger Arbeitsplätze in Richtung
Arbeitsplätze der Zukunft herbeizuführen könnten. Es scheitert dabei weniger an den
technischen Möglichkeiten als an fehlender Kreativität bzw. an dem Willen diverser
Anbieter, sich auf Schnittstellen bzw. Standards zu einigen. Woran aktuelle Technik
außerdem noch scheitert ist die Selbstorganisation und nahtlose Integration heterogener
technischer Systeme, deren Kombination noch immer Aufgabe des Endbenutzers ist.
Wie in vielen Bereichen, gibt es auch hier positive Ausnahmen.</p>
      <p>Die vorgestellten Beispiele bzw. Lösungsansätze sind weitgehend banal, speziell wenn
man die Star Trek Systeme wie Beam-Transporter oder Lebensmittel-Replikator
betrachtet. Für den Arbeitsplatz der Zukunft wäre es eine enorme Erleichterung, könnten
Mitarbeiter an andere Standorte gebeamt werden anstatt stunden- und tagelange Reisen
auf sich zu nehmen. Teleportation ist im Atombereich bereits gelungen [Ma12], der
Transport von Menschen wird – sofern überhaupt möglich – wohl noch einige Zeit auf
sich warten lassen.</p>
      <p>Was den Lebensmittel-Replikator betrifft, so könnten die Entwicklungen im 3D Druck
im weitesten Sinne ein erster Schritt zu dessen Realisierung gesehen werden [Su15].</p>
      <sec id="sec-3-1">
        <title>Literaturverzeichnis</title>
        <p>[Fr06]</p>
        <p>Friedman, T.L.: The age of interruption. In: The New York Times, 2006.
[We91] Weiser, M. The Computer for the 21 st Century. Scientific American, 265(3), 94-105.</p>
        <p>1991
[SP16] Spitzer, M. Smart Sheriff gegen Smombies. Nervenheilkunde, 35(03), 95-102. 2016
[SO16] Sony Tabletop https://www.youtube.com/watch?v=k-gTqrR9rKI
[So18]</p>
        <p>Solon O. The Guardian, Man 1, machine 1: landmark debate between AI and humans
ends in
drawhttps://www.theguardian.com/technology/2018/jun/18/artificialintelligence-ibm-debate-project-debater</p>
      </sec>
    </sec>
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  <back>
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