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        <article-title>Informatik ist nicht nur Programmieren - aber ohne Programmieren ist nichts Informatik</article-title>
      </title-group>
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          <string-name>Oliver Radfelder</string-name>
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          <string-name>Karin Vosseberg</string-name>
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          <string-name>Ulrike Erb</string-name>
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          <string-name>Henrik Lipskoch</string-name>
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          <string-name>oradfelder</string-name>
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          <string-name>kvosseberg</string-name>
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      </contrib-group>
      <pub-date>
        <year>2019</year>
      </pub-date>
      <fpage>65</fpage>
      <lpage>74</lpage>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>Zusammenfassung</title>
      <p>The introduction phase of the bachelor programmes
Informatics and Business Informatics at Bremerhaven
University of Applied Sciences aims at familiarising
students with a faculty culture which understands
informatics not only as programming, but follows also
the idea that without programming nothing is
informatics. In small steps, students learn to handle their
basic tools. They are introduced to a simple
Linuxbased infrastructure for the automation of processes,
and experience collaborating in teams while working
on a first project. Through continuous small exercises
they get an understanding of basic topics of the first
semester modules and finally apply their knowledge in
the project context. This article presents the concept
of the introduction phase, describes the interlocking
of modules based on small examples, and shows an
example of a workshop unit of the introduction phase.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Einführung</title>
      <p>
        Die zunehmende Heterogenität der Studierenden im
ersten Semester erfordert ein Umdenken in der
Gestaltung der Studieneingangsphase. Nicht zuletzt
gefördert durch den Qualitätspakt Lehre wurden in den
letzen Jahren an vielen Hochschulen Projekte
initiiert, die Voraussetzungen an die Fachkompetenzen,
die Studierfähigkeit aber auch die soziale
Integration der Studienanfänger*innen in den Blick nehmen
        <xref ref-type="bibr" rid="ref3">(Key u. Hill, 2018)</xref>
        . Die verschiedenen Projekte setzen
auf sehr unterschiedlichen Ebenen an. Allen Projekten
gemeinsam ist aber eine enge Begleitung der
Studierenden in der Übergangsphase zum Studium.
      </p>
      <p>
        Mit der letzten Reakkreditierung wurde an der
Hochschule Bremerhaven in den
Bachelorstudiengängen Informatik und Wirtschaftsinformatik 2013 eine
fachspezifische Studieneingangsphase (STEP) im
Curriculum verankert. Ziel der Studieneingangsphase ist,
das Berufsbild der Informatik und
Wirtschaftsinformatik bei den Studierenden zu schärfen und das
Zusammenspiel der Grundlagenveranstaltungen als Basis
für die Informatik- und
Wirtschaftsinformatikausbildung zu verdeutlichen. Die Idee, das Studium mit
einem Projekt zu starten, gibt dabei den notwendigen
Kontext für die vielfältigen Aufgaben in der
Gestaltung und dem Einsatz von Softwaresystemen und lässt
genügend Raum für Diskussionen über den
vorhandenen Gestaltungsspielraum
        <xref ref-type="bibr" rid="ref12 ref13">(Vosseberg, 2015)</xref>
        . Mit
den Projekten können die Studierenden erste
Erfahrungen des eigenständigen, forschenden Lernens in
Teams sammeln in einem eng begleiteten
Lernkontext. Die Projekte fördern insbesondere die soziale
Integration und den Austausch der Studierenden mit
ihren vielfältigen Kompetenzen, die sie mit in ihr
Studium einbringen. Um an dem Erfahrungshintergrund
der Studierenden anzuknüpfen wurden in den
ersten STEP-Jahren Analyseprojekte initiiert, da nicht
davon ausgegangen werden kann, dass die
Studierenden bereits umfangreiche Programmiererfahrungen
mitbringen
        <xref ref-type="bibr" rid="ref12 ref13">(Vosseberg u. a., 2015)</xref>
        . Ähnliche
Ansätze mit Projekten zum Studienstart werden auch an
anderen Hochschulen verfolgt insbesondere mit dem
Fokus auf Studierbarkeit und das Fördern von
sozialen Kompetenzen (vgl.
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">(Dennert-Möller u. Garmann,
2016)</xref>
        ).
      </p>
      <p>
        Die Evaluation der ersten vier Durchläufe der
Studieneingangsphase haben ergeben, dass die
Startprojekte und die enge Begleitung der Projektteams durch
studentische Tutor*innen und einem Coaching von
Lehrenden die soziale Integration in beiden
Studiengängen sehr gefördert haben. Die Verzahnung zu den
Grundlagenfächern und die Angleichung von
grundlegenden Fachkompetenzen war bislang jedoch nur
bedingt gelungen. Gerade die Module Mathematik
und Programmierung wurden nach wie vor als
getrennt von der Studieneingangsphase wahrgenommen
und die kontinuierliche Arbeitsweise aus den
STEPProjekten nicht übertragen. Ähnliche Effekte wie sie
in der Auswertung der Umfrage zur
Programmierausbildung von Axel Schmolitzky
        <xref ref-type="bibr" rid="ref9">(Schmolitzky, 2017)</xref>
        beschrieben wurden, waren auch nach Einführung der
Studieneingangsphase weiter zu beobachten. Nach
wie vor sind die beiden Module Mathematik und
Programmierung angstbesetzt, und die Modulprüfungen
werden von einer überwiegenden Anzahl von
Studierenden in spätere Semester geschoben.
      </p>
      <p>Diese Erfahrungen haben uns dazu bewogen, das
Lernsetting der Studieneingangsphase mit dem
Wintersemester 2017/18 zu verändern. Gemäß dem
Motto ”Informatik ist nicht nur Programmierung aber
ohne Programmierung ist nichts Informatik” erarbeiten
sich die Studierenden in einer Workshop-ähnlichen
Lernumgebung erste Fertigkeiten in der
Automatisierung von Abläufen und schleifen diese mit kleinen
Übungen regelmäßig ein. Unterstützt werden die ca.
100 Studierenden durch Lehrende, die als Coaches
zur Seite stehen, sowie durch studentische Tutorinnen
und Tutoren. Das Einüben der Fertigkeiten bereitet sie
auf die gestellte Projektaufgabe vor, die in dem
überarbeiteten Konzept der Studieneingangsphase einen
wesentlichen Anteil an Programmierung enthält. Im
Folgenden wird das Lernsetting der
Studieneingangsphase und insbesondere die Verzahnung mit den
Modulen Mathematik und Software Engineering (SWE I)
näher beschrieben.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Studieneingangsphase</title>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Rahmenbedingungen</title>
      <p>Die Studieneingangsphase ist an der Hochschule
Bremerhaven durch den Modul Einführung in die
Informatik bzw. Einführung in die Wirtschaftsinformatik
im Curriculum der beiden Bachelorstudiengänge
Informatik und Wirtschaftsinformatik verankert. Damit
sind sowohl auf studentischer Seite ein Workload von
5 CP vorgesehen, als auch auf Seiten der Lehrenden 8
SWS Lehrleistung eingeplant. Im Rahmen eines
Teamteachings betreuen 3-4 Lehrende die
Studieneingangsphase, um damit auch die Verzahnung zu anderen
Modulen im ersten Semester realisieren zu können.
Zusätzlich wird den Studierenden über die enge
Verzahnung mit den Aufgaben im Modul Software
Engineering I weitere Zeit für das Einüben der für die
STEP-Projekte notwendigen grundlegenden
Fertigkeiten eingeräumt.</p>
      <p>Die Projektorientierung ist nach wie vor eine
zentrale Eigenschaft der Studieneingangsphase. Am ersten
Studientag werden die Informatik- und
Wirtschaftsinformatikstudierenden in 12 gemischte Teams mit
jeweils 8- 10 Studierenden eingeteilt. Jedes Team wird
durch eine*n Tutor*in über das ganze erste Semester
begleitet und erhält einen Coach als erste
Ansprechperson an die Seite. Zur Zeit betreut jeder der drei
Coaches vier Teams, während die vier studentischen
Tutor*innen je drei Teams betreuen und für diese ein
STEP-Tutorium anbieten. Zusätzlich betreuen ältere
Studierende die technische Infrastruktur der
STEPTeams (siehe unten). Außerdem wird für jedes Team
zur Teamorganisation eine Gruppe im Rahmen des
Lernmanagementsystems Ilias eingerichtet.</p>
      <p>In den ersten Wochen werden neben
Einzelaufgaben auch Teamaufgaben gestellt, um sukzessiv auf die
Projektaufgabe aber auch auf das gesamte Studium
vorzubereiten. Um eine Workshop-ähnliche
Lernsituation zu erzeugen werden in einem großen
Veranstaltungsraum 12 Gruppentische aufgebaut, an denen
die Teams gemeinsam ihre Aufgaben bearbeiten und
sich gegenseitig in den Einzelaufgaben unterstützen
können. Der Ablauf der 3-4-stündigen Workshops ist
geprägt durch einem Wechsel zwischen Inputs der
Coaches, z.B. in Form einer kurzen Einführung in ein
Thema oder von kleinen Live-Coding-Einheiten, dem
selbständigen Üben von Fertigkeiten und der
gemeinsamen Bearbeitung der Projektaufgabe im Team. Die
Sitzungen sind geprägt durch eine sehr
arbeitsintensive Atmosphäre, in der alle Studierenden konzentriert
mitarbeiten. Daneben werden sie mit kleinen
Wochenaufgaben angehalten, während der Woche
regelmäßig - am besten täglich - sich mit der technischen
Infrastruktur auseinanderzusetzen, um die einfachen
Fertigkeiten in der Automatisierung einzuschleifen.</p>
      <p>Im Rahmen einer Portfolio-Prüfung für den Modul
Einführung in die Informatik bzw. Einführung in die
Wirtschaftsinformatik müssen die Studierenden die
gestellten Aufgaben bearbeiten und jede Woche einen
Eintrag in ihrem Reflektionsblog in das
Lernmanagementsystem einstellen. Am Ende des Semesters stellen
die Projektteams ihre Projektergebnisse am Tag der
Informatik mit einem Plakat vor. Über die regelmäßige
Bearbeitung der gestellten Einzel- und Teamaufgaben
insbesondere aber über die wöchentlichen
Blogeinträge erhalten die Coaches einen guten Einblick über
den Lernfortschritt der Studierenden und können bei
Problemen sofort gegensteuern. Nach anfänglichen
Schwierigkeiten werden die Blogeinträge regelmäßig
geführt und sind damit eine wertvolle
Informationsquelle für die Evaluation der Studieneingangsphase.</p>
      <p>Um eine organisatorische Verzahnung zwischen den
verschiedenen Modulen im ersten Semester zu
unterstützen, werden die Teams als Lerngruppen in allen
Modulen genutzt und in der Gruppenaufteilung im
Stundenplan berücksichtigt. Zusätzlich übernehmen
Lehrende aus dem ersten Semester eine Gruppe (3
Teams) im Rahmen des Programmierlabors, damit
die Verzahnung zum Programmierenlernen sichtbarer
wird. Die Programmierlabore werden mit zusätzlichen
Tutor*innen unterstützt. Somit haben wir eine sehr
enge Begleitung der Erstsemesterstudierenden und
sie lernen sehr frühzeitig viele Kolleg*innen aus dem
Informatikbereich mit ihrer eigenen Vielfalt kennen.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Inhalte der Studieneingangsphase</title>
      <p>Im Zentrum der Studieneingangsphase stehen die
Projekte, die einen Anwendungskontext bieten und zum
Erlernen von grundlegendem Handwerkzeug der
Informatik motivieren, das die Studierenden für die
Realisierung der Projekte benötigen. Dieses
Handwerkszeug wird sie auch durch ihr gesamtes Studium
begleiten. Um die Studieneingangsphase abzurunden und
einen praktischen Einblick in Berufsbilder der
Informatik und Wirtschaftsinformatik zu erhalten, besuchen
alle Teams an einem Tag jeweils ein Unternehmen aus
der Region.</p>
      <p>Für den Unternehmensbesuch werden 12 ganz
unterschiedliche Unternehmen ausgewählt, von
klassischen Softwareentwicklungshäusern, spezialisierten
Unternehmen beispielsweise aus der Logistik- oder
Lebensmittelbranche bis hin zu Beratungsunternehmen
oder IT-Abteilungen von Konzernen. Die Teams
müssen für den Unternehmensbesuch Fragen vorbereiten,
die insbesondere an ihren bisherigen Erfahrungen mit
der neu erlernten Infrastruktur und den Arbeitsweisen
anknüpfen. Nach dem Unternehmensbesuch werden
die Erfahrungen in Form eines World-Cafes mit
allen Studierenden geteilt. Damit wird die Vielfalt der
beruflichen Möglichkeiten sichtbar. Außerdem wird
diskutiert, welche Grundlagen die Studierenden in
ihrem Studium brauchen, um in Zukunft solche oder
ähnliche Jobs bewältigen zu können.</p>
      <p>Projekte 2017/2018 und 2018/2019
Die Projektaufgabe der Studieneingangsphase
2017/2018 bestand darin, Modellboote, die jeweils
mit einem Raspberry Pi ausgestattet und steuerbar
sind, über einen Web-Browser per WLAN zu lenken
und zu beschleunigen bzw. zu verlangsamen. Zur
Vorbereitung dieser Projekte hatten ältere Studierende
die Modellboote nach einer Konstruktionszeichnung
des Deutschen Schifffahrtsmuseums Bremerhaven
(DSM) für den Druck per 3D-Drucker aufbereitet. Für
jedes der 12 STEP-Teams haben sie ein Boot gedruckt
und mit Motor, Steuerruder und Raspberry Pi
versehen (siehe Abbildung 1).</p>
      <p>Eine Besonderheit bei dieser Aufgabe bestand
darin, dass der Original-Schlepper, der als Vorlage für
die Modellboote diente, seinen Liegeplatz direkt vor</p>
      <sec id="sec-5-1">
        <title>Abbildung 1: Modellboot mit Raspberry Pi dem STEP-Veranstaltungsraum, dem ehemaligen Fährhaus, hat und von dort aus oft zu sehen war (siehe Abbildung 2).</title>
      </sec>
      <sec id="sec-5-2">
        <title>Abbildung 2: Der Schlepper Tide</title>
        <p>
          Als Hochschule am Meer haben wir auch in der
Studieneingangsphase 2018/2019 ein maritimes Thema
gewählt. Dieses Mal wurde ein Raspberry Pi mit
einem DVB-T-Empfänger verbunden und oben auf dem
Fährhaus stationiert. Über diesen Rechner werden
permanent AIS-Signale aller Schiffe in einem Umkreis
von bis zu 50 km empfangen, dekodiert und in
einem bestimmten Format als Datenstrom in unserer
Informatik-Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Das
AIS ist das Automatische
Schiffsidentifizierungssystem (engl. Automatic Identification System) und dient
dem Austausch von Navigations- und Schiffsdaten zur
Verbesserung der Sicherheit im Schiffsverkehr
          <xref ref-type="bibr" rid="ref14">(WSV,
2018)</xref>
          .
        </p>
        <p>Die Projektaufgabe besteht darin, aus diesem
Datenstrom Angaben zu ausgewählten Schiffen zu filtern
und auf einer Website per HTML und SVG zu
veranschaulichen. Zum Beispiel können die Positionen und
Bewegungen von Schiffen relativ zum Fährhaus und
auch auf einer Karte angezeigt werden. Dazu können
Informationen wie Schiffsname oder Zielort gegeben
werden. Die Entscheidung über die Darstellungsart
der Daten und die Anzeige zusätzlicher Informationen
bleibt den STEP-Teams überlassen. Daraus ergeben
sich Webseiten, bei denen eher Informationen über
die Schiffe im Vordergrund stehen, und solche, die die
Möglichkeiten dynamischer Webseiten in der
gegebenen Infrastruktur ausloten.</p>
        <p>Anhand der beschriebenen Aufgabenstellungen
werden grundlegende Kenntnisse von Bash-Shell-Skripten
und HTML eingeübt sowie ein Verständnis für
webbasierende Client-Server-Architekturen vermittelt.</p>
        <sec id="sec-5-2-1">
          <title>Handwerkszeug der Informatik und</title>
        </sec>
        <sec id="sec-5-2-2">
          <title>Wirtschaftsinformatik</title>
          <p>An der Hochschule Bremerhaven wurde innerhalb
der vergangenen zwei Jahre wieder eine klassische
Linux-basierte Infrastruktur aufgebaut, wie sie in den
80er und 90er Jahren an vielen Universitäten und
Hochschulen in der Informatik zum Standard gehörte.
Damit wird der aktuellen Entwicklung Rechnung
getragen, in der Webtechnolgien und insgesamt
Serverorientierte Anwendungen einen massiven Aufschwung
erleben.</p>
          <p>So besteht die gemeinhin als Cloud bezeichnete
technolgische Basis moderner Anwendungen letztlich
aus einer Menge an Servern mit Rechen- und
Speicherkapazität. Anwendungen bestehen dort aus
Programmen, die typischerweise unter Linux laufen. Selbst in
der Microsoft-eigenen Azure-Cloud laufen zunehmend
Anwendungen unter Linux:</p>
          <p>Today, Scott Guthrie, Microsoft’s executive vice
president of the cloud and enterprise group, said
in an interview, "it’s about half now, but it
varies on the day because a lot of these
workloads are elastic, but sometimes slightly over
half of Azure VMs are Linux."
(Steven J. Vaughan-Nichols)
Zudem ist das InternetOfThings und große Teile
dessen, was unter Industrie 4.0 verstanden wird, auf
unixoiden System – speziell Linux – aufgebaut.</p>
          <p>Folglich müssen heute Studierende wieder darauf
vorbereitet werden, sich in einer solchen Umgebung
sicher bewegen zu können.</p>
          <p>Unsere Umgebung besteht aus mittlerweile
mehreren Arbeitsservern, auf denen sich die Studierenden
innerhalb der Hochschule ebenso wie von außerhalb
per ssh einloggen können. Sie finden dort ein
HomeVerzeichnis für Ihre Arbeiten vor und lernen von
Beginn an, mit dem Editor vim Ihre Aufgaben zu
erledigen. Zudem haben sie dort ein Webverzeichnis, in
dem sie ihre persönliche Webseite mit HTML und CSS
gestalten können und sollen. Die Infrastruktur bietet
jedem Studierenden und jedem Lehrenden außerdem
Zugang zu einer eigenen Datenbank, zu PHP, Java
und einem Git-Server.</p>
          <p>
            Da wir neben Java und der Bash im ersten
Semester nicht noch eine weitere Programmiersprache mit
PHP einführen wollten, trotzdem aber mit dynamisch
erzeugen Webseiten bereits Automatisierung in das
Zentrum der Vorbereitung auf die kommenden
Semester stellen wollten, haben wir für das
Wintersemester 2018/2019 eine Docker-basierte Umgebung
aufgesetzt
            <xref ref-type="bibr" rid="ref5">(Merkel, 2014)</xref>
            . Darin erhält jeder und
jede Studierende einen eigenen gut ausgestatteten
Container mit ssh- und Webserver, auf dem sie sich
wiederum einloggen und mit cgi-Skripten dynamisch
Seiten erzeugen können. Java ist dort ebenfalls
installiert, so dass sie ihre beginnenden Java-Kenntnisse
frühzeitig anwenden können, ohne mit der
Komplexität von Enterprise-Java (Servlets etc.) oder
GUIProgrammierung (AWT/Swing) schon konfrontiert zu
werden.
          </p>
          <p>Auf den Arbeitsservern sowie in den Containern ist
eine durchaus typische Server- und Arbeitsumgebung
installiert. Aufgrund der Gegebenheit, von Beginn an
nur in der Kommandozeile zu arbeiten, um alle
Arbeitsschritte wiederholbar und automatisierbar
durchführen zu können, trotzdem aber die Studierenden
nicht auf die für sie zunächst unmodern und
unhandlich wirkende reine Textausgabe zu beschränken,
wurde ein spezifischer Arbeitsfluss etabliert: Wo immer
sie etwas mit einem selbst geschriebenen Programm
erzeugen, nutzen sie das Webverzeichnis, um sich
das Ergebnis im Browser anzeigen lassen zu können
und gegebenenfalls auch Freunden und Familie
frühzeitig zu zeigen, was sie im Studium tun. So lernen
sie früh das Werkzeug gnuplot kennen, um Graphen
visuell ansprechend als PDF oder SVG zu erzeugen
und sie lernen LATEX, um Dokumente so zu generieren,
dass sie zum einen heutigen ästhetischen Ansprüchen
genügen als auch die sorgfältige Trennung von
Struktur und Darstellung verdeutlichen. Da sie frühzeitig
HTML von Hand und ohne all zu mächtige Hilfsmittel
zu schreiben angehalten werden, können sie
systematisch Listen und Tabellen mit Skripten oder mit Java
erzeugen.</p>
          <p>Der grundsätzliche Arbeitsrhythmus ist also: Erstelle
ein Programm, das etwas produziert, das im Web
angezeigt werden kann - sei es ein HTML-Dokument, eine
PDF-Datei, ein Bild (PNG) oder eine Grafik (SVG/PDF).
Wie in dem Abschnitt zum Workshop Videoerstellung
dargestellt, gehen wir dabei soweit, dass aus einer
Menge von generierten Grafiken automatisiert eine
Menge von Bildern und daraus dann ebenfalls
automatisiert ein Video erstellt werden kann. Die Werkzeuge
dafür (inkscape und ffmpeg) gehören daher auch zu
unserer Standardumgebung.</p>
        </sec>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-6">
      <title>Verzahnung von Modulen</title>
      <p>Um Studierenden einen Zugang und ein
entsprechendes Verständnis für grundlegende Konzepte der
Informatik zu ermöglichen, verfolgen wir in der
Studieneingangsphase den Ansatz, verschiedene Fachmodule
derart miteinander zu verzahnen, dass spezifische
Themen aus jeweils einem der Module auch in anderen
Modulen aufgegriffen und behandelt werden. Eine
solche Verzahnung ermöglicht es, Themen aus
verschiedenen Perspektiven und anhand von verschiedenen
Beispielen zu betrachten. Die Hoffnung dabei ist, dass
mehr Studierende zeitnah beim Stoff der
Vorlesungen mitgenommen werden und verschiedene
Lerntypen die Chance haben, den Stoff zu erfassen. Für die
Verzahnung ist es wichtig, dass sich die beteiligten
Lehrenden der jeweiligen Module (mindestens der
Module STEP, Programmieren, Mathematik, Software
Engineering) abstimmen, in welchen Wochen
voraussichtlich welche Themen behandelt werden. Es geht
dann nicht darum, auf dem Vorwissen aus den jeweils
anderen Veranstaltungen aufzusetzen, sondern das
Thema mit dem Ansatz und aus der Perspektive der
jeweiligen Veranstaltung einzuführen und dabei ggf.
Beziehungen zu den anderen Veranstaltungen
herzustellen. Dieses Konzept trägt auch den pädagogischen
Erkenntnissen Rechnung, dass neues Wissen
nachhaltiger erworben werden kann, wenn es in einen breiten
Kontext vorhandenen Wissens eingeordnet werden
kann:
”As just explored, a wide range of converging
evidence stresses the fundamental importance
of the learning edge, the boundaries of existing
knowledge which form the context into which
newly learned concepts (information,
understanding and skills) must be integrated. This
fact is widely understood and accepted, and the
basis of many sound pedagogical practices.”
(Robins, 2010, S.66)</p>
      <p>Unser Curriculum sieht insgesamt drei Module für
Software Engineering (SWE) vor: Im ersten
Semester geht es um Modellierung im Allgemeinen und
UML im Besonderen. Im zweiten Semester wenden
die Studierenden die gelernten Methoden in einem
konkreten Kundenprojekt ihrer Wahl an, während im
dritten Semester anhand von Fallbeispielen ein
besonderer Fokus auf Software-Architekturen und
Qualitätssicherung gelegt wird. Die enge Verzahnung mit
Inhalten des STEP-Projektes bietet in SWE I die
Chance, Modellierungsbeispiele direkt auf die sehr
praxisbezogenen Aufgabenstellungen der STEP-Projekte
zu beziehen. Insbesondere die Erstellung von
UMLAktivitätsdiagrammen zu konkreten bash-Skripten aus
den STEP-Projekten führt einerseits zu einem
besseren Verständnis für den Sinn der Modellierung.
Andererseits erhalten die Studierenden dadurch einen
anderen, visuellen Blick auf den Quellcode, der vielen
einen weiteren Zugang zum Verstehen der Programme
und Programmierkonzepte ermöglicht.</p>
      <p>Im Folgenden skizzieren wir einige Beispiele zur
Verzahnung von Modulen aus der Studieneingangsphase
unserer Bachelorstudiengänge Informatik und
Wirtschaftsinformatik in den Wintersemestern 2017/2018
und 2018/2019.</p>
      <sec id="sec-6-1">
        <title>Modellbildung</title>
        <p>Die Aufgabenstellung des STEP-Projektes 2017/2018
eignete sich besonders gut zur Erläuterung einiger
Grundprinzipien der Modellierung im Allgemeinen,
die in SWE I vermittelt werden. Zum Original, dem
Schlepper Tide (siehe Abbildung 2), der seinen
Liegeplatz direkt vor dem Fährhaus hat, gibt es mehrere
Modelle: Zum einen diente die
Konstruktionszeichnung (siehe Abbildung 3) als präskriptives Modell
sowohl für den Original-Schlepper als auch für den
3D-Druck der Modellboote.</p>
        <p>Abbildung 3: Konstruktionszeichnung der Tide
(DigiPEER)</p>
        <p>
          Zum anderen ist das ausgedruckte STEP-Boot
(siehe Abbildung 1) ein Modell, das einige wenige
Merkmale des Originals abbildet. Abbildung, Verkürzung
und Pragmatismus, die von Stachowiak
          <xref ref-type="bibr" rid="ref10">(Stachowiak,
1973)</xref>
          benannten typischen Merkmale von Modellen,
werden an diesem Beispiel greifbar.
        </p>
        <p>Neben solchen allgemeinen Aspekten der
Modellierung erfahren die Studierenden ganz konkret den
Nutzen der Modellierung beim Software Engineering,
wenn sie in SWE I die Aufgabe erhalten, das Konzept
für die im STEP-Projekt zu entwickelnde Anwendung
zunächst mittels UML-Anwendungsfalldiagramm zu
entwerfen und später einzelne Abläufe per
UMLAktivitätsdiagramm zu konkretisieren. In den
STEPProjekten werden keine festen Vorgaben zur
erwarteten Funktionalität gemacht, sondern vor allem ein
Rahmen abgesteckt. Die Idee für das Endprodukt wird
von den Teams jeweils selbst entwickelt.
Anwendungsfalldiagramme sind dann eine gute Methode für die
Verständigung im Team über das zu entwickelnde
System.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-6-2">
        <title>Kontrollstrukturen, Aktivitätsdiagramm und mathematische Berechnungen</title>
        <p>In der STEP-Veranstaltung werden stets
auch Programmierprinzipien aus der
JavaProgrammierveranstaltung aufgegriffen und deren
Umsetzung in der Bash gezeigt. Auf diese Weise wird
die Programmiersprachen-übergreifende Bedeutung
von Konstrukten wie bedingten Anweisungen und
Schleifen unterstrichen. In SWE erhalten die
Studierenden durch die Modellierung dieser Konstrukte in
Aktivitätsdiagrammen auch einen visuellen Zugang.
Ein anschauliches Beispiel ist die Modellierung der
Erhöhung der Geschwindigkeit der STEP-Boote aus
dem STEP-Projekt 2017/2018. Die Boote konnten per
Browser durch den Aufruf entsprechender CGI-Skripte
gesteuert werden, die auf einem Webserver, dem
Raspberry Pi der Boote, ausgeführt wurden. Ein
Skript diente z.B. dazu, die Boote zu beschleunigen,
bis sie sich zu sehr in Schieflage neigten. In SWE I
sollte dies mittels UML-Aktivitätsdiagrammen mit
‘Schwimmbahnen‘ modelliert werden. Eine mögliche
Lösung dazu findet sich in Abbildung 4. Der zyklische
Verlauf einer Schleife kann im Aktivitätsdiagramm
gut veranschaulicht werden.</p>
        <p>Abbildung 4: Aktivitätsdiagramm Boot beschleunigen</p>
        <p>Die Nutzung von Schleifen wurde auch zum Beispiel
anhand der Dezimal-Binär-Umwandlung mit
ModuloBerechnung verdeutlicht. Mit diesem Beispiel wird
sowohl ein Bogen zur Mathematik-Veranstaltung
geschlagen, als auch das bash-scripting einer Schleife
gezeigt (siehe Abbildung 5). Zudem kommen dafür
in den Aktivitätsdiagrammen Notationselemente wie
Verzweigung und Zusammenführung zum Einsatz.
Fakultät in jeweils eigenen Veranstaltungseinheiten
eingeführt. Binärzahlen als Grundlage der digitalen
Computertechnik und das Dividieren mit Rest,
welches ein Beispiel für die Endlichkeit mathematischer
Berechnungen im Computer darstellt, erfahren durch
die Verzahnung mit STEP direkte praktische Übungen.
Diese Übungen wären sonst im Modul Mathematik
aufgrund der erforderlichen Themenbreite für Unix,
Shell-Skripte etc. nicht zu leisten.</p>
        <p>
          Insbesondere kann so das
RSA-Verschlüsselungsverfahren
          <xref ref-type="bibr" rid="ref7">(Rivest u. a., 1977)</xref>
          praktisch ausprobiert
werden: In der Mathematik lernen die Studierenden
den Algorithmus und die mathematische Grundlage.
Die Basis bilden zwei sehr große Primzahlen und dann
werden nacheinander mehrere Zahlen daraus
berechnet. Dabei wird auch das sogenannte Multiplikative
Inverse benötigt. Hierzu lernen die Studierenden
ebenfalls in der Mathematik den Euklidischen Algorithmus
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">(Knuth, 1998)</xref>
          kennen und anwenden. Für die
korrespondierende STEP-Aufgabe ist ein Programm,
welches den Euklidischen Algorithmus ausführt und die
einzelnen Schritte auf der Konsole darstellt, gegeben.
        </p>
        <p>In Abbildung 6 ist die Ausgabe der Berechnung
zu sehen. In der Zeile für i = 5 ist der Wert von r
gerade 1, was bedeutet, dass die Zahlen 310 und 617
keine gemeinsamen Teiler haben. Deswegen gibt es
das Multiplikative Inverse bezüglich modulo 617. Es
steht in der gleichen Zeile in der Alpha-Spalte. Da die
Zahl negativ ist, müssen die Studierenden zusätzlich
617 addieren:</p>
        <p>(310 ( 205 + 617)) mod 617 = 1
Diese Teilaufgabe ist nicht ohne die mathematischen
Kenntnisse zu lösen.</p>
        <p>Abbildung 5: Bash-Skript Dezimal-Binär-Umwandlung</p>
      </sec>
      <sec id="sec-6-3">
        <title>Verzahnung mit der Mathematik am Beispiel RSA</title>
        <p>Im Modul Mathematik werden die Begriffe
Binärzahlen, Dividieren mit Rest und Kombinatorik mit der
Abbildung 6: Erweiterter Euklidischer Algorithmus
berechnet für die Zahlen 310 und 617</p>
        <p>Die gesamte STEP-Aufgabe besteht daraus, dass die
Studierenden zwei große Primzahlen finden und die
verschiedenen weiteren benötigten Zahlen für RSA
vermittels einfacher mathematischer Formeln
(Multiplikationen) berechnen. Wie sie die Primzahlen
finden, ist ihnen überlassen. Durch Shell-Skript-Aufruf
bestimmen sie das Multiplikative Inverse, in dem das
gegebene Programm aufgerufen und aus der Ausgabe
der entsprechende Wert herausgefiltert wird.</p>
        <p>Danach besteht die Aufgabe daraus, mit den
hergestellten Zahlen, das RSA-Verfahren anzuwenden: Das
bedeutet wieder ein Skript zu schreiben, welches in
der Lage ist Potenzen und Modulo zu berechnen. Am
Schluss haben die Studierenden alle nötigen
Werkzeuge hergestellt, um sich gegenseitig verschlüsselte
Nachrichten zuzusenden und zu entschlüsseln. Die
vier Hauptaufgaben eines Verschlüsselungsverfahrens
finden Anwendung: Verschlüsselung, Entschlüsselung,
Signierung, Verifizierung.</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-7">
      <title>Workshop Videoerstellung</title>
      <p>Die Vermittlung der Kompetenz, selbst Visualierungen
zu generieren, ist ein weiteres Thema im Rahmen der
Step-Veranstaltung, auf das wir im Folgenden
eingehen.</p>
      <p>Videos werden von heutigen Studierenden gern und
viel zum Lernen genutzt. Jedoch sind
fremdgeschaffene Lernvideos zunächst einmal ein passives Medium
und bieten Ihrer Natur nach eben keine Möglichkeit,
den dargestellten Sachverhalt mit eigenen Parametern
zu variieren oder mit eigenen Ideen anzureichern.</p>
      <p>Das hier vorgestellte Instrument selbsterstellte Videos
zur Visualisierung komplexer Vorgänge knüpft an die
konstruktionistischen Ideen von Seymore Papert an:
Slowly I began to formulate what I still consider
the fundamental fact about learning: Anything
is easy if you can assimilate it to your
collection of models. If you can’t, anything can be
painfully difficult.</p>
      <p>(Papert, 1980, S. iiv)</p>
      <p>Große Teile der Ideen von Papert sind explizit auf
den Umgang von Schüler*innen mit Computern
ausgerichtet, um sowohl das Programmieren als solches zu
erlernen als auch die Lust am mentalen Modellieren
und Prüfen der Modelle zu fördern. Demzufolge sind
auch in dieser Tradition fortgeführte
Programmierumgebungen (von Logo bis Scratch) nicht auf generische
Programmiersprachen ausgerichtet und bisweilen für
Studierende zu verspielt.</p>
      <p>In unserem Ansatz verfolgen wir das Ziel, dass die
Studierenden eine Grundmenge an Elementen an die
Hand bekommen, mit der sie sich aus jeder
Programmiersprache heraus selbst Visualisierungen höherer
und abstrakterer Konzepte erstellen können.</p>
      <sec id="sec-7-1">
        <title>Scalable Vector Graphics</title>
        <p>Das Format SVG (Scalable Vector Graphics) hat sich
in den vergangenen Jahren zu einem Standardformat
für Vektorgrafiken entwickelt. Jeder einigermaßen
moderne Browser kann SVG-Grafiken nativ (also ohne
Plugins) darstellen. SVG ist ein reines, auf XML
basierendes Textformat - grafische Primitive wie Kreis,
Rechteck, Linienzug oder Text können direkt im Editor
eingegeben werden:
&lt;svg width=’400’ height=’200’
xmlns=’http://www.w3.org/2000/svg’&gt;
&lt;rect x=’0’ y=’0’
width=’400’ height=’200’
stroke-width=’1’
stroke=’black’ fill=’whitesmoke’/&gt;
&lt;circle cx=’100’ cy=’100’ r=’50’</p>
        <p>stroke=’black’ fill=’gray’ /&gt;
&lt;text x=’10’ y=’30’&gt;</p>
        <p>Ohne Programmieren ist nichts</p>
        <p>Informatik&lt;/text&gt;
&lt;/svg&gt;</p>
        <p>Ohne Programmieren ist nichts Informatik</p>
        <sec id="sec-7-1-1">
          <title>Abbildung 7: SVG Ausgabe</title>
          <p>Es genügt zum Erstellen einer Grafik hier also
zunächst die Fertigkeit zur Bedienung eines Editors und
die Beherrschung einiger weniger Unix-Kommandos
wie cp für das Kopieren der Datei in das
Webverzeichnis. Beim Editieren ist immer auch ein Browser
geöffnet, in dem das Ergebnis sehr schnell geprüft werden
kann. Da die Studierenden zu dem Zeitpunkt, da wir
SVG eingeführt haben, bereits HTML-Kenntnisse
besitzen, ist die Syntax von SVG nicht mehr all zu fremd
- die Tatsache, dass Baumstrukturen mit ineinander
geschachtelten Tags in der speziellen Notation mit
spitzen Klammern konstruiert werden, ist folglich keine
große Hürde mehr. Das schnell wechselnde Arbeiten
zwischen Editor und Browser ist ebenfalls eingeübt
und stellt keine Probleme mehr dar.</p>
        </sec>
      </sec>
      <sec id="sec-7-2">
        <title>Einheitskreis</title>
        <p>Als bedeutend größere Schwierigkeit stellt sich
heraus, dass die Studierenden zwar mit den Worten
Sinus, Cosinus, Pythagoras und Einheitskreis vertraut
waren, jedoch die Zusammenhänge mit
Koordinatensystemen ihnen zu einem erheblichen Teil so fremd
waren, dass sie nicht - oft auch kaum nach
ausführlicher Hilfe in Tutorien - in der Lage waren, einen Kreis
aus 18 Kreisen zu konstruieren. Der Stoff aus dem
Mathematikunterricht spätestens der 10. Klasse war
nicht präsent - geschweige denn zu einem Teil der
inneren Modellbildung geworden. Für einen
Studiengang, der heutzutage so stark auf Visualisierungen
und Grafik im Allgemeinen aufbaut, stellt das eine
ernstzunehmende Problematik dar, der zu begegnen
ist; zumal nicht wenige der Studierenden selbst sehr
visuell geprägt sind und das Programmieren von
Computerspielen recht weit oben auf der Wunschliste der
eigenen Befähigungen steht. In Zeiten, in denen
3DVisualisierungen und -Animationen für jeden
programmierwilligen Menschen erschwinglich und machbar
ohne Spezialausrüstung sind, wird man die
Studierenden gerade zu diesem so zukunftsträchtigen und
spannenden Feld so nicht hinführen können: Kein API
oder Framework nimmt einem die Notwendigkeit ab,
mit drei ausgestreckten Fingern vor sich Rotationen
im dreidimensionalen Raum in Cosinus und Sinus
denken zu müssen.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-7-3">
        <title>Grundannahme</title>
        <p>Wer
bereits einfache Skripte schreiben kann, die Texte
ausgeben,
Ausgaben auf der Kommandozeile ganz
problemlos in eine Textdatei umleiten kann,
Schleifen und Bedingungen ausdrücken kann,
versteht, dass Programmaufrufe unter Unix
immer sowohl in der Shell ausführbar sind als auch
genau so in einem Skript mit Kontrollstrukturen
zur Automatisierung stehen können,
ein Kommandozeilenprogramm zur Verfügung
hat, das SVG-Grafiken in PNG-Bilder
konvertieren kann (inkscape) und
ein Kommandozeilenprogramm zur Verfügung
hat, das eine Menge von PNG-Bildern in ein
digitales Video konvertiert (ffmpeg),
kann sich mit wenig Aufwand ein eigenes Video
programmieren, in dem der Zusammenhang von Sinus,
Cosinus und Einheitskreis dargestellt wird.</p>
        <p>Im folgenden Abschnitt zeigen wir die konkrete
Lerneinheit, die in Form eines Workshops an einem
Vormittag den Studierenden etwa in der Mitte des
Semesters gegeben wurde, nachdem in der Vorwoche
klar wurde, dass Trigonometrie noch einmal vertieft
werden könnte.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-7-4">
        <title>Ein Workshop zum Einheitskreis</title>
        <p>1. Schreiben Sie ein Skript, das eine SVG-Datei der
Breite 700 Einheiten und der Höhe 300 Einheiten
ausgibt, in dem ein Rechteck derselben Größe an
dem Punkt (0,0) positioniert wird.
2. Fügen Sie einen Kreis mit dem Radius 100 Einheiten
an der Position (150,150) ein und zeichnen Sie ein
Koordinatenkreuz ein, das durch eben diesen
Mittelpunkt des Kreises geht. Für die folgenden
Überlegungen gilt dieser Punkt als Nullpunkt in dem
kartesischen Koordinatensystem und 100
graphische Einheiten entsprechen einer Einheit in diesem
System.
Abbildung 8: SVG Ausgabe für die Längen im
Einheitskreis bei 30 Grad
3. Variieren Sie Ihr Skript so, dass es als Argument
eine Zahl in Graden von 0 bis 360 entgegennimmt
und zeichnen Sie eine Linie von dem Mittelpunkt des
Kreises bis zum Rand des Kreises bei der
übergebenen Gradzahl. Fügen Sie dort noch einen Kreis mit
dem Radius 8 ein. Berechnen Sie die Koordinaten
mit bc.
rad = degrees</p>
        <p>180
x = cx + cos(rad) r
y = height (cy + sin(rad) r)
rad=$(echo ”($deg * 4*a(1))/180”|bc -l)
x=$(echo ”$cx + s($rad)*$r”|bc -l)
y=$(echo ”$h-($cy + c($rad)*$r)”|bc -l)
4. Rufen Sie in einer Schleife mit i von 0 bis 360 Ihr
Skript mit i als Argument auf und erzeugen Sie
dadurch 361 SVG-Dateien der Form kreis$num.svg,
wobei sich $num aus $i + 1000 berechnet. Erzeugen
Sie aus den SVG-Dateien ebenfalls in der Schleife
jeweils eine PNG-Datei:
inkscape -z --export-png=kreis$num.png \
kreis$num.svg
5. Benutzen Sie ffmpeg nun, um aus den 361 Dateien
eine Videodatei zu erzeugen:
ffmpeg -y -i kreis1%03d.png \
-pix_fmt yuv420p kreis.mp4</p>
        <p>Betrachten Sie das Video in Ihrem Browser.
6. Verändern Sie nun Ihr Skript so, dass zusätzlich zu
der Linie, die vom Mittelpunkt zum Kreisrand
gezogen wird, noch die Linie vom Kreismittelpunkt zu
der berechneten X-Koordinate aber auf der gleichen
Höhe wie der Kreismittelpunkt in blau eingezeichnet
wird. Nun zeichnen Sie noch eine Linie von diesem
Punkt zu dem berechneten Punkt auf dem Kreisrand
in rot. Erzeugen Sie nun wieder ein Video und
betrachten Sie den Verlauf des rechtwinkligen Dreiecks.
7. Verändern Sie in einem vorerst letzten Schritt noch
einmal Ihr Skript so, dass – wieder in einer Schleife
– alle Werte von 0 bis zur aktuellen Gradzahl für
Cosinus (x-Achse) und Sinus (y-Achse) berechnet
und neben dem Kreis als einzelne kleine Kreise mit
einem Radius von 5 Einheiten aufgetragen werden.
Abbildung 9: SVG Ausgabe für die Längen im
Einheitskreis zur Veranschaulichung von Sinus und Cosinus
bei 30 Grad
Abbildung 10: SVG Ausgabe für die Längen im
Einheitskreis zur Veranschaulichung von Sinus und
Cosinus bei 330 Grad mit Sinus- und Cosinus-Kurve
8. Betten Sie die das Video in Ihre HTML-Datei nun
so ein, dass es in einer Endlosschleife abläuft und
betrachten Sie Ihr Werk einige Minuten. Versuchen
Sie so das Verhältnis von Sinus und Cosinus im
Einheitskreis als Längen in einem Koordinatensystem
zu begreifen.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-7-5">
        <title>Kontextualisierung</title>
        <p>SVG als Visualisierungswerkzeug schult die
Studierenden von Beginn an darin, in Schnittstellen zu denken.
Statt spezieller APIs oder sogar Programmiersprachen
wird in guter Unix-Tradition als Interface reiner Text
genutzt, der über Pipes und Ausgabeumlenkung in
Dateien gelenkt wird. Zusammen mit der Möglichkeit,
in Schleifen viele, systematisch benannte Dateien zu
erzeugen und mit einem einzigen Programmaufruf in
ein Video zu konvertieren, lassen sich selbständig
komplexe Sachverhalte durchdenken. Das oben
beschriebene Konzept führen wir bei uns in der
Studieneingangsphase etwa in der Mitte des Semesters ein. Das
Dateisystem, Schleifen, Bedingungen und einfache
Skripte sind den Studierenden bis dahin ebenso wie
HTML und SVG hinreichend nahe gebracht worden.
Dass das Beispiel Sinus und Cosinus am Einheitskreis
behandelt wird, ist lediglich der konkreten Situation
geschuldet, dass klar wurde, dass zumindest in
dieser Kohorte diesbezüblich Nachholbedarf bestand. Es
könnte sich ebenso gut um einfache
Sortieralgorithmen, das Durchlaufen von Arrays oder Algorithmen
auf Graphen handeln.</p>
        <p>Ebenfalls lässt sich das Konzept auf die
Programmierung mit Java anwenden - allerdings nur in
Verbindung mit der Shell. Das Öffnen und Schließen
und Beschreiben von Dateien in Java erfordert ein
komplexes Geflecht aus Objekten und Klassen, die
zu Beginn des Programmierenlernens noch zu fremd
sind. Mit System.out.println lässt sich jedoch für jeden
Programmaufruf ein Datenstrom beschreiben - und so
wird in einer Shell-Schleife jeweils ein Java-Programm
aufgerufen, das wiederum SVG hinausschreibt.</p>
        <p>Nach dem Workshop haben wir den Studierenden
als Wochenaufgabe gestellt, mit den gleichen
Konzepten (SVG, Bash und ffmpeg) irgendeine Animation zu
erstellen - möglicherweise eine, die etwas aus dem
bisherigen Studium veranschaulicht. Dabei sind sehr
beeindruckende Ergebnisse entstanden: mehrfach wurde
ein Sortieralgorithmus visualisert und die Türme von
Hanoi, die in der Programmiervorlesung behandelt
worden waren, fanden sich ebenfalls mehrfach wieder.
Dass in fast allen anderen in irgendeiner Form mit
den Kreisfunktionen experimentiert wurde (von
Analoguhren bis zu Lissajous-Figuren) war angesichts der
oben beschriebenen Ausgangssituation ein besonders
erfreuliches Ergebnis.</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-8">
      <title>Fazit</title>
      <p>Die mittlerweile sechsjährigen Erfahrungen mit der
Studieneingangsphase an der Hochschule
Bremerhaven haben gezeigt, dass ein begleiteter,
projektorientierter Studienstart die soziale Integration der
Studierenden fördert und in den meisten Teams die
Zusammenarbeit auch nach anfänglichen Schwierigkeiten
sehr gut funktioniert. Die Teams kommen zu guten
bis sehr guten Projektergebnissen und die Einzelnen
zeigen deutliche Fortschritte in ihrer Lernentwicklung.
Mit der Neuausrichtung der Projekte von reinen
Analyseaufgaben zu Programmieraufgaben kann eine
bessere Verzahnung der Grundlagenfächer hergestellt
werden. Somit werden die Zusammenhänge für die
Studierenden erfahrbarer.</p>
      <p>Ob alle angestrebten Ziele auch tatsächlich
erreicht werden, bedarf noch entsprechender
Evaluationen. Bisher gründen unsere Aussagen dazu auf
eigenen Eindrücken sowie auf den STEP-Blogs der
Studierenden. Wie erwähnt wird von den
Studierenden erwartet, dass sie in ihrem Teamordner auf der
ILIAS-Lernplattform einen wöchentlichen,
persönlichen Blogeintrag schreiben, in dem kurz
zusammengefasst wird, was in allen Lehrveranstaltungen des
ersten Semesters gelernt wurde, welche
Schwierigkeiten im Wege standen und was in der kommenden
Woche angestrebt wird. In Abbildung 11 ist das
vorläufige Ergebnis zu sehen. Von etwa 90 Studierenden, die
wir als aktiv studierend betrachten können, schreiben
im Schnitt mehr als 70 pünktlich ihren Blogeintrag.</p>
      <p>Diese Blogeinträge sind für uns ein wertvolles
Evaluationsinstrument, bei dem wir wöchentliches
Feedback darüber erhalten, was in den verschiedenen
Fächern bei den Studierenden ”hängengeblieben” ist,
wo zusätzlicher Erklärungsbedarf besteht oder ob die
Abbildung 11: Blog-Einträge pro Semesterwoche
100
80
60
40
20
0
Arbeitsbelastung zu hoch ist. Ein Wochenblogeintrag
wie: ”In Programmieren und SWE haben wir
Klassen und Objekte kennengelernt” zeigt zum Beispiel
auch, wie gut die Verzahnung der Module funktioniert.
Durch die Einträge wird den Studierenden selbst klar,
was sie in der vergangenen Woche gelernt haben:
"Diese Woche haben wir uns in STEP mit der
Erstellung eines Einheitskreises beschäftigt. Mit
Hilfe des Programms ffmpeg, haben wir
außerdem mehrere Bilder, mit verschiedenen
Varianten des Kreises, zu einem Video zusammenfügen
können.</p>
      <p>Die Wochenaufgabe in STEP empfand ich diese
Woche wesentlich leichter, als in der
vergangenen Woche und konnte sie auch schnell
umsetzen. In Programmieren haben wir das Thema
Rekursion wiederholt, hinzu kam das Thema
Objektorientierte Programmierung in Java,
sowie die Verknüpfung von mehreren Klassen.</p>
      <p>Weiterhin schwer fällt mir Mathe, aber da muss
man halt durch. Zum Glück hilft ja bekanntlich
das Internet bei Verständnisproblemen. Ich freue
mich jedenfalls auf den Unternehmensbesuch in
der nächsten Woche."</p>
      <p>Als ein erfreuliches Ergebnis der
Studieneingangsphase kann zudem festgehalten werden, dass die
Workshop-ähnliche Lernumgebung über das ganze
Semester hinweg eine Wissensvermittlung in einer
sehr intensiven Lernatmosphäre ermöglicht hat.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-9">
      <title>Literatur</title>
    </sec>
  </body>
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