<!DOCTYPE article PUBLIC "-//NLM//DTD JATS (Z39.96) Journal Archiving and Interchange DTD v1.0 20120330//EN" "JATS-archivearticle1.dtd">
<article xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink">
  <front>
    <journal-meta />
    <article-meta>
      <title-group>
        <article-title>Lernzieldefinitionen für Software Engineering - the Good, the Bad and the Ugly</article-title>
      </title-group>
      <contrib-group>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Axel Böttcher</string-name>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Veronika Thurner</string-name>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Hochschule München &lt;vorname&gt;.&lt;nachname&gt;@hm.edu</string-name>
        </contrib>
      </contrib-group>
      <pub-date>
        <year>2019</year>
      </pub-date>
      <fpage>112</fpage>
      <lpage>124</lpage>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>Zusammenfassung</title>
      <p>At least since the Bologna reform, we the lecturers are
expected to compose or refine module descriptions
which comprise the definition of competence oriented
learning objectives.</p>
      <p>To support the quality assurance of definitions of
learning objectives, our first intention was to develop
a software tool that automatically quality checks
definitions of learning objectives. However, we quickly
realized that prior to an automization, a host of still
open questions has to be clarified on a conceptual
level, with regard to criteria and indicators for the
quality of learning objectives. This work is intended
to initiate a discussion of our findings.</p>
      <p>Starting from the observation that our curricula are
viewed from the different perspectives of lecturers,
learners, accreditation organizations and employers,
we specify quality criteria for competence oriented
learning objectives as a first step.</p>
      <p>As a second step, we systematically analyzed the
descriptions of software related modules. Based on
these empirical results, we identify indicators for
positive (good) and less positive (ugly to bad) definitions
of learning objectives. Subsequently, we generalize
these into more abstract criteria, name the respective
underlying principle and appraise their relevance for
the quality of a definition of learning objectives.</p>
      <p>Well formulated definitions of learning objectives
describe the intended learning outcome in a
competence oriented way, i. e., as a combination of content
and action, which is expressed as an observable
behaviour and in a student centered way. As well, good
learning objectives are easy to understand,
unambiguous and to the point.</p>
      <p>A first empirical analysis of existing module
descriptions indicates that there is still lots of room for
improvements in this area.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Motivation</title>
      <p>Spätestens seit der Bologna-Reform steht fest, dass für
nahezu alle an europäischen Hochschulen
durchgeführten Lehrveranstaltungen als Grundlage eine
Modulbeschreibung zu erstellen ist. In dieser ist unter
anderem zu definieren, welche Lernergebnisse dieses
Modul anstrebt, d. h. in den Studierenden entwickeln
soll. Diese Lernergebnisse sind auf
kompetenzorientierte Weise zu beschreiben.</p>
      <p>Gemäß der Definition von Weinert (Weinert, 2001,
S. 27) verstehen wir unter Kompetenzen „die bei
Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren
kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte
Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen
motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften
und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in
variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll
nutzen zu können“. Kompetenzen drücken also ein
Handlungspotenzial eines Individuums in einer
bestimmten Situation aus, d. h. die Fähigkeit, bei Bedarf
etwas Bestimmtes zu tun. Sie umfassen immer sowohl
eine inhaltliche als auch eine prozessuale
Komponente (UZH, 2008). Der Inhalt bestimmt, um was es dabei
eigentlich geht, beschreibt somit den Gegenstand, auf
den sich die Kompetenz bezieht. Die
Handlungskomponente dagegen legt die Art der Tätigkeit fest, die auf
bzw. mit dem Inhalt durchzuführen ist, repräsentiert
also das Kompetenzniveau, d. h. den zu erreichenden
Grad an Handlungsbefähigung.</p>
      <p>Auch in der Vor-Bologna-Ära wurde an deutschen
Hochschulen das verfügbare Lehrangebot
dokumentiert, ehemals in Form von gedruckten
Vorlesungsverzeichnissen. Ähnlich wie die heutigen
Modulbeschreibungen sollten auch jene Urversionen eine
Vorstellung davon vermitteln, was die angehenden
Hörerinnen und Hörer in der Vorlesung, bzw. dem Modul,
erwartet. In der Regel fokussierten diese
Beschreibungen einen Fachbegriff-reichen Titel, der im Idealfall
noch konkretisiert wurde durch eine Liste von zu
behandelnden Inhalten, jedoch meist ohne ergänzende
Handlungskomponente.</p>
      <p>Um die Bologna-Vorgaben zu erfüllen mussten
diese rudimentären Inhaltsangaben der historischen
Modulbeschreibungen zu kompetenzorientierten
Lernzieldefinitionen ausgebaut werden. Dieser Prozess
war mit diversen Stolpersteinen unterschiedlicher Art
durchsetzt, rangierend von psychologischen („Wozu
soll DAS denn gut sein?“) bis hin zu handwerklichen
(„Kompetenz ist halt, wenn ich den Inhalt kann, das ist
doch klar!“). Die ersten Ergebnisse dieser
Bemühungen wirkten gelegentlich eher wie das Resultat einer
ungeliebten, aber verpflichtenden Fingerübung,
blieben dabei in ihrem Nutzen jedoch wenig erhellend.</p>
      <p>Mittlerweile hat sich die Erkenntnis etabliert, dass
in Zeiten der universellen Verfügbarkeit von
Faktenwissen über das Internet der Erwerb dieses
Faktenwissens für sich alleine als Lernziel einer akademischen
Ausbildung keinesfalls ausreichend ist. Vielmehr
fordern wir von unseren Studierenden, dass sie
Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln, die zwar auf
Faktenwissen basieren, aber in ihrer Handlungsdimension
weit über das reine Wiedergeben dieses
Faktenwissens hinaus gehen. Nur wenn die Studierenden die
faktischen Inhalte zielgerichtet und
problemlösungsorientiert einsetzen und dabei die Qualität der
verwendeten Vorgehensweise ebenso wie der erzielten
Ergebnisse treffend beurteilen können, sind sie auf die
Anforderungen des Arbeitsmarktes angemessen
vorbereitet. Entsprechend müssen kompetenzorientierte
Lernzieldefinitionen die geforderten Fähigkeiten und
Fertigkeiten auf handlungsorientierte Weise so
formulieren, dass die unterschiedlichen Expertise-Grade
darin erkennbar werden.</p>
      <p>Des Weiteren wurde mit dem Grundgedanken des
Constructive Alignment (Biggs u. Tang, 2011) die
Sinnhaftigkeit kompetenzorientierter
Lernzieldefinitionen untermauert, sowohl auf der psychologischen
als auch auf der handwerklichen Ebene. Eine klare
Zielvorstellung zu haben ist für uns als Lehrende die
Voraussetzung dafür, passende Lehr-Lern-Methoden
auszuwählen und einzusetzen, die möglichst
systematisch auf das Erreichen des gesetzten Lernzieles
hinwirken. Analog dazu ist die Prüfung so zu
gestalten, dass sie möglichst fokussiert das Erreichen der
Lernziele überprüft. Beides setzt ein klares
Verständnis der Lernziele voraus.</p>
      <p>Halten wir also fest, dass die
kompetenzorientierte Lernzieldefinition notwendiger und sinnvoller
Bestandteil einer jeden Modulbeschreibung ist, die
vielfältigen Nutzen stiftet. Trotz der immensen
Wichtigkeit kompetenzorientierter Lernzieldefinitionen sind
die real existierenden Modulbeschreibungen, die man
so findet, jedoch qualitativ sehr unterschiedlich – the
Good, the Bad and the Ugly.</p>
      <p>Hier besteht also weiterhin Handlungsbedarf, denn
nur qualitativ gute Lernzieldefinitionen führen auch
zu dem erhofften Nutzen.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>2 Stand der Praxis</title>
      <p>Ein Lernziel beschreibt das am Ende eines
Lernprozesses erwünschte Ergebnis derart, dass nachprüfbar
ist, ob dieses erwünschte Ergebnis auch tatsächlich
erreicht wurde (Terhart, 2005, S. 111f). Lernziele
beschreiben also möglichst exakt die angestrebten
Lernergebnisse (Arnold u. a., 1999, S. 79).</p>
      <p>Darüber, ob ein definiertes Lernziel ein Versprechen
darstellt oder nicht, herrscht in der Praxis eine
gewisse Uneinigkeit. Häufig sind Lernziele so formuliert, als
würde keinerlei Zweifel daran bestehen, dass sie auch
erreicht werden, wie beispielsweise „Sie als
Teilnehmende durchdringen das Prüfungsrecht aus Sicht des
Prüfers und der Studierenden. Sie wenden es in der
Prüfungssituation sicher an“ (DiZ, 2018).</p>
      <p>De facto machen jedoch die meisten Lehrenden
und auch viele Lernende früher oder später die
Erfahrung, dass eben nicht alle Teilnehmenden auch
die gewünschten Ziele in vollem Umfang erreichen.
Entsprechend sind in der Praxis die angestrebten
Lernziele also nicht zwangsweise deckungsgleich mit den
tatsächlich erreichten Lernergebnissen (Bischoff u. a.,
2017). In einer Handreichung der HRK zur
Formulierung von Lernzielen schlägt (Gröblinghoff, 2013)
daher vor, der Zielformulierung gedanklich das Präfix
„Bei Abschluss des Lernprozesses wird der erfolgreiche
Student in der Lage sein, ...“ voranzustellen.</p>
      <p>Lernziele beschreiben das Handlungspotenzial, das
Studierende durch die erfolgreiche Teilnahme an einer
Lehrveranstaltung entwickeln (sollen). Dieses
Handlungspotenzial wird durch Verben ausgedrückt (Biggs
u. Tang, 2011, Kap. 7), die unterschiedliche
Expertisegrade differenzieren. Üblicherweise orientieren
sich die Definitionen kompetenzorientierter
Lernziele dabei an etablierten Lernzieltaxonomien aus der
Literatur. Weit verbreitet ist die sechsstufige
Taxonomie von Bloom (Bloom u. a., 1956), die mittlerweile
häufig in der Überarbeitung von Anderson und
Krathwohl verwendet wird (Anderson u. a., 2001). Diese
unterscheidet die kognitiven Ebenen Erinnern,
Verstehen, Anwenden, Analysieren, Evaluieren und Kreieren.
Neben diesen sechsstufigen Taxonomien sind auch
dreistufige Modelle in Gebrauch. Beispielsweise
differenzieren (Schneider, 2002; Hauer, 2011) die drei
Ebenen Reproduktion, Anwendung und Übertragung,
was (Metzger u. Nüesch, 2004; UZH, 2008) zu
Wiedergeben, Wissen und Anwenden sowie Probleme
bearbeiten ausgestalten. Um die Überprüfbarkeit des
Erreichens der Lernziele zu gewährleisten, wird empfohlen,
ausschließlich solche Verben zu verwenden, die eine
beobachtbare Handlung beschreiben (Kennedy, 2008;
Hollender, 2010).</p>
      <p>
        Viele Hochschulen stellen Leitfäden für die
Erstellung von Modulbeschreibungen bereit. Diese legen
in der Regel fest, welches Stufenmodell den
Lernzieldefinitionen zugrunde liegen soll und welche Verben
jeweils für die Formulierung von Lernzielen auf den
verschiedenen kognitiven Taxonomiestufen genutzt
werden sollen
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2 ref5 ref6">(FH Furtwangen, 2013; Uni Würzburg,
2013; Cursio u. Jahn, 2015; TUM, 2016; Bischoff u. a.,
2017)</xref>
        . Teilweise enthalten diese Leitfäden auch
detailliert begründete Negativbeispiele. Einige dieser
Leitfäden wirken ebenso fundiert wie pragmatisch
auf den Punkt gebracht, bieten also den
Modulverantwortlichen eine sehr gute Ausgangsbasis. Dennoch
ist die Existenz eines hervorragenden Leitfadens zur
Erstellung von kompetenzorientierten
Modulbeschreibungen an einer Institution kein Garant dafür, dass
die an dieser Institution existierenden
Modulbeschreibungen auch tatsächlich alle diese wohl durchdachten
Vorgaben erfüllen.
      </p>
      <p>Akkreditierungsagenturen verlangen in ihren
Richtlinien üblicherweise die Beschreibung von Inhalten
und Qualifikationszielen, ohne dabei jedoch nähere
Vorgaben zu deren Formulierung bzw. Detailgrad
festzulegen, siehe z. B. (ACQUIN, 2014). Ebenfalls
gefordert wird ein Nachweis für die kontinuierliche
Überprüfung und Weiterentwicklung der
Qualifikationsziele. Des Weiteren hinterfragen die
Akkreditierungsagenturen, inwieweit das jeweilige Curriculum dazu
geeignet erscheint, die definierten Qualifikationsziele
auch tatsächlich zu erreichen.</p>
      <p>Einzelne Fragmente in den Handreichungen der
Akkreditierungsagenturen weisen darauf hin, dass auch
hier nach wie vor eine gewisse Dozierenden-zentrierte
Sichtweise besteht, die impliziert, dass Kompetenzen
von den Lehrenden vermittelt werden können und
nicht von den Lernenden selbst entwickelt werden
müssen. Typische Negativbeispiele sind
Formulierungen wie „Welche Qualifikationsziele werden
vermittelt?“ (ACQUIN, 2014) bzw. „Die Studierenden
werden in die Lage versetzt...“ (AQAS, 2016), welche den
Eindruck erwecken, als könnten Studierende quasi
von außen befähigt werden.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>3 Ziel</title>
      <p>Wie bereits dargelegt betrachten wir
Modulbeschreibungen mit kompetenzorientierten
Lernzieldefinitionen als eine wesentliche Informationsquelle, die
insbesondere für Studierende und Lehrende, aber auch
für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie für
Akkreditierungsagenturen von zentraler Bedeutung sind.
Entsprechend sehen wir speziell die
Lernzieldefinitionen als zentrales Instrument für die Gestaltung unsere
Lehre sowie für die systematische Reflexion über
diese. Wir wollen also weg vom rein pflichterfüllenden,
schematischen Definieren und statt dessen hin zu
sinnvollem, Klarheit stiftenden Inhalt.</p>
      <p>Unser initiales Ansinnen war, ein Softwarewerkzeug
zur automatisierten Qualitätsprüfung von
Modulbeschreibungen zu realisieren, das bei der Erstellung
bzw. Weiterentwicklung von Modulbeschreibungen
deren Qualitätssicherung unterstützt, analog zu
einer Unit Test Stage. Nach ersten Experimenten mit
Systemen zur Sprachanalyse oder Ähnlichem wurde
schnell sichtbar, dass vor der automatisierten
Qualitätsprüfung zunächst eine Fülle noch offener Fragen
auf konzeptueller Ebene zu klären ist, um
Qualitätskriterien einerseits und typische Fehlermuster
andererseits zu konkretisieren.</p>
      <p>Dafür sind zunächst die Personengruppen zu
identifizieren, welche die Lernzieldefinitionen primär
nutzen, und deren spezifische Anforderungen an die
Lernzieldefinitionen zu klären. Aus diesen
Anforderungen ergeben sich Qualitätskriterien, die eine konkrete
Lernzieldefinition erfüllen muss, damit sie diesen
Anforderungen gerecht wird. Darauf aufbauend lassen
sich Indikatoren entwickeln, die darauf hinweisen, ob
und ggf. inwieweit diese Qualitätskriterien erfüllt oder
verletzt sind. D. h. es ist zu klären, was genau eine
Lernzieldefinition good, bad oder ugly macht.</p>
      <p>Die dabei gewonnenen Erkenntnisse zu
Qualitätskriterien und -indikatoren für kompetenzorientierte
Lernzieldefinitionen teilen wir in dieser Arbeit, um
sie für andere nutzbar zu machen – auch jenseits der
Automatisierung. Das Verständnis dieser Aspekte ist
die Grundlage für eine systematische
Qualitätssicherung von Modulbeschreibungen. Diese ist aufgrund
der hohen Stückzahl von Modulen in einem
Studiengang typischerweise ein sehr aufwändiges
Unterfangen – aber dennoch erforderlich, nicht nur kurz vor
der (Re-)Akkreditierung. Je klarer die Vorstellung
darüber ist, was eine gute Lernzieldefinition ausmacht,
umso schneller und treffsicherer geht die
Qualitätssicherung von der Hand. Mit dieser Arbeit leisten wir
somit einen Beitrag zur Verbesserung der Qualität von
kompetenzorientierten Lernzieldefinitionen.</p>
      <p>Fernziel wäre dann die darauf basierende
Entwicklung von Templates mit Best Practices und die
Ausarbeitung von Leitfäden zur Definition
kompetenzorientierter Lernziele, was jedoch den Rahmen dieser
Arbeit sprengen würde.
4</p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Anforderungen an</title>
      <p>kompetenzorientierte</p>
    </sec>
    <sec id="sec-6">
      <title>Lernzielbeschreibungen</title>
      <p>Die in den Modulbeschreibungen dokumentierten
Lernzieldefinitionen sind für verschiedene
Personengruppen von Bedeutung:</p>
      <p>Aus Sicht der Studierenden definiert die
Modulbeschreibung die Prüfungsanforderungen und
bietet damit eine wichtige Orientierungshilfe für die
Gestaltung der studentischen Selbstlernzeit. Im
Hinblick auf eine Mobilitätsentscheidung hilft sie
bei der Auswahl von äquivalenten und damit
anerkennungsfähigen Angeboten im Ausland. Und
nicht zuletzt vermittelt eine
handlungsorientierte Beschreibung der Lernziele einen Einblick in
das zu erwartende Tätigkeitsfeld des angestrebten
Berufsbildes und dient damit als
Entscheidungsgrundlage für eine fundierte Auswahl des
„richtigen“ Studiengangs.</p>
      <p>Für die Lehrenden ist die kompetenzorientierte
Lernzieldefinition elementares Handwerkszeug
bei der Ausgestaltung einer Veranstaltung,
inklusive des Leistungsnachweises, im Sinne des
Constructive Alignment. Darüber hinaus bietet
der Erstellungsprozess einer
kompetenzorientierten Lernzieldefinition umfassendes Potenzial zur
Selbstreflexion: Was lehre ich hier eigentlich? Und
warum? Wofür ist das später wichtig?
Auch Lehrenden, die neu in ein Modul
einsteigen, dient eine kompetenzorientierte
Lernzieldefinition als Orientierung bei der eigenen
Ausgestaltung der Veranstaltung und der zugehörigen
Prüfungen. Vorsitzende von
Prüfungskommissionen wiederum nutzen die Lernzieldefinition als
Entscheidungsgrundlage für die Anerkennung von
Vorerfahrungen bzw. andernorts erbrachten
Studienleistungen.
Ebenfalls hochrelevant sind kompetenzorientierte
Lernzieldefinitionen, um bei der Gestaltung
eines Curriculums die Stringenz des Aufbaus eines
Studienganges sicherzustellen. Dabei muss
insbesondere eine aus Sicht des iterativ-inkrementellen
Kompetenzerwerbs sinnhafte Reihenfolge der
Module gewährleistet sein, welche einen sukzessiven
Kompetenzzuwachs choreographiert und
gleichzeitig Lücken und Redundanzen vermeidet.</p>
      <sec id="sec-6-1">
        <title>Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber nutzen die kom</title>
        <p>petenzorientierten Lernzieldefinitionen
zunehmend, um diese mit dem von ihnen benötigten
Kompetenzprofil abzugleichen. Angesichts der
Fülle der heute verfügbaren Studienangebote
einerseits und der Diversität von Aufgabenstellungen
auf dem Arbeitsmarkt andererseits ist gerade in
der IT-Branche die Suche nach einem
„Informatiker (m/w/d)“ zunehmend unüblich. Statt
dessen geht der Trend dahin, Kompetenzprofile von
Studienverläufen mit Anforderungsprofilen von
Job-Beschreibungen abzugleichen und so den
Auswahlprozess explizit fähigkeitsorientiert zu
gestalten.</p>
        <p>Nicht zuletzt blicken die
Akkreditierungsagenturen im Rahmen der Qualitätssicherung von
Studiengängen ebenfalls auf die Lernzieldefinitionen.
Sie evaluieren auf dieser Basis sowohl die
Stringenz des Aufbaus des Studienganges als auch die
Bedarfsgerechtigkeit der damit zu erlangenden
Kompetenzen mit Blick auf die Erfordernisse von
Gesellschaft und Arbeitsmarkt.</p>
        <p>Gleichzeitig stellen sie sicher, dass die oben
genannten Bedürfnisse der jeweiligen
Interessengruppen durch die verfügbaren
Lernzieldefinitionen auf angemessene Weise erfüllt werden.</p>
        <p>Jede dieser Personengruppen blickt aus ihrer
individuellen Perspektive auf die Lernzieldefinitionen.
Daraus ergeben sich entsprechend unterschiedliche
Ausprägungen von Anforderungen.</p>
        <p>
          Gemäß der heute immer noch weit verbreitet
genutzten Definition von
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">(Mager, 1972, S. 19)</xref>
          ist ein
Lernziel „eine zweckmäßige Zielbeschreibung (. . . ),
mit der es gelingt, die Unterrichtsabsichten dem Leser
mitzuteilen. Eine gute Zielbeschreibung schließt
darüber hinaus eine möglichst große Anzahl möglicher
Missdeutungen aus“.
        </p>
        <p>Aus dieser Definition heraus ergeben sich
unmittelbare Hinweise auf Qualitätskriterien. Zunächst soll
die Zielbeschreibung „zweckmäßig“ sein, also
einerseits die benötigten Informationen bereit stellen,
ohne andererseits unnötigen Aufwand beim Erstellen
bzw. Verarbeiten zu generieren. Des Weiteren teilt die
Lernzieldefinition das Ziel bzw. die Unterrichtsabsicht
mit. Sie fokussiert also das zu erreichende Ergebnis
und nicht den Weg dahin, also nicht die Schritte des
Lernprozesses. Darüber hinaus schließt eine gute
Lernzieldefinition Missdeutungen aus. Sie ist also inhaltlich
eindeutig sowie verständlich formuliert.</p>
        <p>Daraus leiten wir die folgenden Qualitätskriterien
ab:</p>
        <sec id="sec-6-1-1">
          <title>Effizient / auf den Punkt Ergebnisorientiert (nicht prozessorientiert) Eindeutig Verständlich</title>
          <p>Dabei ist zu beachten, dass Verständlichkeit
individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen wird.
Insbesondere haben Studierende bzw.
Studieninteressierte, die noch über wenig bis gar kein Domänenwissen
verfügen, hier völlig andere Bedarfe und eine andere
Wahrnehmung als Personen, die in dieser Domäne als
Experten gelten.
5</p>
        </sec>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-7">
      <title>Vorgehensweise</title>
      <p>Basierend auf diesem Grundverständnis der
Anforderungen der verschiedenen Personengruppen an
Lernzieldefinitionen sowie der abgeleiteten
Qualitätskriterien sind im nächsten Schritt Indikatoren zu
identifizieren, die darauf hinweisen, ob eine konkrete
Lernzieldefinition im Sinne dieser Anforderungen und
Qualitätskriterien good, bad oder ugly ist.
5.1</p>
      <p>Prozess
Zentraler Bestandteil einer kompetenzorientierten
Lernzieldefinition ist neben der
Inhaltskomponente auch das intendierte Handlungspotenzial. Dieses
wird in der Regel ausgedrückt über Verben. In
unserem ersten Ansatz der Analyse von
Lernzieldefinitionen haben wir daher diese Verben automatisiert
aus den ersten von uns gesammelten
Lernzieldefinitionen extrahiert mit Hilfe des Stanford
Part-of-SpeechTagger (Toutanova u. a., 2003), welcher in der
Webseite wortarten.info für die Deutsche Sprache
integriert ist. Diese automatisierte Analyse hat zwar zu
ersten empirisch begründeten Erkenntnissen geführt,
aber schnell klar gemacht, dass ergänzend zu den
Verben noch weitere Indikatoren zu betrachten sind.</p>
      <p>Um diese Indikatoren zu identifizieren haben wir
eine Vielzahl von Modulbeschreibungen gesammelt,
deren Lernzieldefinitionen analysiert und diese dann
als good oder bad im Sinne der oben genannten
Qualitätskriterien klassifiziert. Dabei haben wir für
konkrete Beispiele herauspräpariert, was genau an diesen
Lernzieldefinitionen jeweils gut oder schlecht ist. Die
so auf der konkreten Ebene identifizierten Indikatoren
haben wir anschließend hochabstrahiert zu Kriterien
und das jeweils zugrunde liegende Prinzip benannt,
sowohl für positive als auch für negative Beispiele.</p>
      <p>Abschließend haben wir diese abstrahierten
Kriterien nach ihrer Relevanz gewichtet bzw. sortiert.
Insbesondere für die Negativ-Kriterien ergab sich daraus
eine Abstufung zwischen the Bad und the Ugly (siehe
Abbildung 1).</p>
      <p>Bei dieser Gewichtung der abstrahierten Kriterien
unterscheiden wir insbesondere, ob bei einem
Verstoß gegen ein Positiv-Kriterium die Lernzieldefinition
auf semantische oder auf syntaktische Weise hässlich
wird. Als semantisch hässlich betrachten wir die
Verletzung von Kriterien, welche die Eindeutigkeit (also
die Sicherheit vor Missdeutung) fokussieren bzw. die
Ergebnisorientierung der Lernzieldefinition
gewährleisten. Diese Kriterien sehen wir als besonders
relevant an. Wird in einer konkreten Lernzieldefinition
eines oder mehrere dieser Kriterien verletzt, fällt diese
Lernzieldefinition in die Äquivalenzklasse the Bad.</p>
      <p>Im Gegensatz dazu klassifizieren wir die Verletzung
von Kriterien, welche primär das Qualitätskriterium
Effizienz adressieren, als syntaktisch hässlich.
Syntaktisch hässliche Lernzieldefinitionen sind zwar in ihrer
inhaltlichen Aussage prinzipiell klar definiert, aber so
ungünstig in Sprache verpackt, dass diese inhaltliche
Aussagekraft nur mit entsprechender Mühe (und in
der Folge mit einer gewissen „Unfallgefahr“)
erkennbar ist. Derartige Lernzieldefinitionen sind
Repräsentanten von the Ugly.</p>
      <p>Am Übergang zwischen the Bad and the Ugly liegen
Lernzieldefinitionen, die gegen das
Qualitätskriterium Verständlichkeit verstoßen. Wenn eine bestimmte
Person eine Lernzieldefinition nicht versteht, ist das
aus Sicht dieser Person ähnlich schlimm, als wenn die
Lernzieldefinition semantisch uneindeutig ist – auch
wenn anderen Personen die Bedeutung dieser
Lernzieldefinition klar ist. Dieses Kriterium ist insbesondere
mit Blick auf die Personengruppe der Studierenden
bzw. Studieninteressierten von großer Bedeutung.
Diese sind in der Regel zu dem Zeitpunkt, zu dem sie
sich mit einer bestimmten Modulbeschreibung
auseinander setzen, mit den in diesem Modul
adressierten Inhalten noch nicht vertraut, da diese im Verlauf
des Moduls ja erst gelernt werden sollen. Um die
Verständlichkeit einer Lernzieldefinition
sicherzustellen müssen bei der Erstellung die unterschiedlichen
Expertise-Ebenen und fachlichen Hintergründe der
verschiedenen Zielgruppen entsprechend
berücksichtig werden.
5.2</p>
      <p>Datenbasis
Als Databasis für unsere Analysen haben wir von 39
deutschen Hochschulen für angewandte
Wissenschaften sowie von fünf deutschen Universitäten
Modulbeschreibungen gesammelt, aus dem fachlichen Umfeld
von Softwareentwicklung bzw. Software Engineering
in Informatik-nahen Studiengängen. Betrachtet
wurden dabei diejenigen Hochschulen für angewandte
Wissenschaften bzw. Universitäten, die in den
Ranglisten des Hochschulrankings der Wirtschaftswoche von
2018 sowie dem CHE-Ranking auf den oberen Plätzen
aufgelistet sind, denen also eine hohe Qualität in der
Lehre attestiert wurde. Ebenfalls betrachtet wurden
alle Hochschulen aus dem UAS7-Verbund, die sich
selbst als „dem höchsten Qualitätsstandard in [der]
Lehre [...] verpflichtet“ (www.uas7.de) sehen.
Ergänzend wurden die Hochschulen und Universitäten in</p>
      <p>Abbildung 1: Verletzung von Qualitätskriterien und deren Folgen
unserer unmittelbaren geographischen Nachbarschaft
mit betrachtet.</p>
      <p>Im nächsten Schritt wurden an den so
ausgewählten Institutionen die Informatik-nahen
Studiengänge im Bachelor-Bereich identifiziert, mit Fokus auf
„Informatik“, „Allgemeine Informatik“, „Angewandte
Informatik“ und „Praktische Informatik“. Innerhalb
dieser Studiengänge konzentrierten wir uns dann auf
all diejenigen Module, die „Softwareentwicklung“ und
„Software Engineering“ adressieren, also auch
„(Objektorientierte) Programmierung“, „Softwaretechnik“,
„Programmiermethodik“, „Techniken der
Programmentwicklung“ sowie Modulen zu konkreten
Programmiersprachen. Ebenfalls berücksichtigt wurden
Module wie „Projekt“ bzw. „Projektarbeit“, wenn diese
erkennbaren Bezug zu Softwareentwicklung bzw.
Software Engineering aufwiesen.</p>
      <p>Insgesamt wurden auf diese Weise rund 250
Modulbeschreibungen von Hochschulen für angewandte
Wissenschaften sowie rund 25 Modulbeschreibungen
von Universitäten ausgewählt. Für jedes dieser
Module wurden die folgenden Daten gesammelt:</p>
      <sec id="sec-7-1">
        <title>Organisatorische Rahmendaten</title>
        <p>Betrachtet wurden dabei grundlegende
Informationen zur organisatorischen Einbettung des
Moduls, wie beispielsweise Hochschule, Studiengang,
Lehrveranstaltung, Modul, Fakultät/Fachbereich,
URL, ECTS, SWS, Arbeitsaufwand und
Prüfungsform. Obwohl diese Daten selbst nicht direkt im
Mittelpunkt unserer Untersuchung standen waren
sie hilfreich, um eine grundlegende Vorstellung
der jeweiligen Module zu entwickeln und sie in
ihren fachlichen und organisatorischen Kontext
einzuordnen.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-7-2">
        <title>Akkreditierungsdaten</title>
        <p>Hier wurde erfasst, ob der Studiengang, in dem
das Modul verortet ist, bereits akkreditiert
wurde und falls ja, wann und von welcher
Akkreditierungsagentur die Akkreditierung erteilt
wurde. Diese Daten sind für unsere Untersuchung
insofern relevant, als Modulbeschreibungen in der
Regel im Rahmen von Akkreditierungsverfahren
qualitätsgesichert werden. Des Weiteren zeigt die
Selbsterfahrung, dass unterschiedliche
Akkreditierungsagenturen sich in ihren Vorgaben und
Präferenzen hinsichtlich kompetenzorientierter
Lernzieldefinitionen in Modulbeschreibungen
durchaus unterscheiden. Entsprechend vermuten wir
eine Korrelation zwischen der jeweiligen
Akkreditierungsagentur und der Form sowie ggf. Qualität
der Lernzieldefinitionen in den
Modulbeschreibungen.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-7-3">
        <title>Lernzieldefinitionen, Inhalte und Lehrformen</title>
        <p>Diese Daten lagen im eigentlichen Fokus unserer
Untersuchung. Um bei unserer Analyse eine
entsprechende Präzision zu gewährleisten und
Missdeutungen zu vermeiden wurde explizit
dokumentiert, wie die einzelnen Institutionen innerhalb
ihrer Modulbeschreibungen die jeweiligen Rubriken
für Lehr-Lernziele, Inhalte und Lehrform genau
bezeichnen und inwieweit diese Rubriken
syntaktisch voneinander abgegrenzt sind.</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-8">
      <title>6 The Good</title>
      <p>Abbildung 2 vermittelt eine sortierte Übersicht über
die Kriterien für gute bzw. schlechte
Lernzieldefinitionen, also für the Good, the Bad and the Ugly. Zunächst
betrachten wir die positiven Beispiele und damit
diejenigen Kriterien, deren Erfüllung eine
Lernzieldefinition als eine Instanz von the Good qualifizieren.</p>
      <p>Inhalt und Handlungskomponente
Jede gute Lernzieldefinition kombiniert einen Inhalt
mit einer Handlungskomponente. Diese beschreibt,
welche Art von Tätigkeit auf bzw. mit diesem Inhalt
durchzuführen ist. In der Regel wird diese
Handlungskomponente über ein Verb ausgedrückt.</p>
      <p>Ein Beispiel für eine Lernzieldefinition, die Inhalt
und Handlungskomponente kombiniert, wäre „Die
Studierenden (...) können einfache Funktionalitäten
in Klassen kapseln, Objekte erzeugen und Methoden
aufrufen. Darüber hinaus sind sie in der Lage,
korrekten, lesbaren und wartbaren Code zu erzeugen“ (HS
Fulda, 2018).</p>
      <p>Studierendenzentrierung
Lernziele beschreiben das Handlungspotenzial, das
Studierende durch die erfolgreiche Teilnahme an
einer Lehrveranstaltung entwickeln (sollen). Die mit
diesem Handlungspotenzial verbundenen
Kompetenzen werden dabei nicht von außen in die
Studierenden „eingefüllt“, sondern aktiv von den Studierenden
erworben. Die in der Lernzieldefinition verwendeten
Verben entsprechen dieser Sichtweise, beschreiben
also das von den Studierenden zu erlernende
VerInhalt und Handlungskomponente</p>
      <p>Studierendenzentrierung</p>
      <p>Beobachtbares Verhalten
Klare Zuordnung zu Kompetenzebenen</p>
      <p>Spezifikation der Klassifikatoren</p>
      <p>Zielgruppengerechte Sprache
Zielgerichtete Formulierung
good</p>
      <p>Abbildung 2: Kriterien für die Bewertung von Lernzieldefinitionen – von bad über ugly nach good
halten, wie im obigen Beispiel der HS Fulda. (Eine
Dozierenden-zentrierte Formulierung würde dagegen
beschreiben, was die Lehrperson „vermitteln“ will,
also das Lehrziel der Lehrperson und nicht das Lernziel
der Studierenden.)
Ergebnisorientierung
Ein Lernziel definiert, welche Fähigkeiten die
Studierenden im Laufe des Lernprozesses entwickelt haben
sollen, also die als Ergebnis gewünschten
Kompetenzen, wie im obigen Beispiel der HS Fulda. Sie
beschreiben dagegen nicht die einzelnen Schritte, die im
Zuge des Lernprozesses zu durchlaufen sind, um diese
Kompetenzen aufzubauen.</p>
      <p>Beobachtbares Verhalten
Gemäß der aktuell in Deutschland gängigen
LehrLernpraxis muss spätestens am Ende einer
ModulDurchführung überprüft werden, inwieweit die
einzelnen Studierenden die Lernziele erreicht haben. Damit
klar wird, wann ein Lernziel als erreicht gilt, ist die
Handlungskomponente in Form von beobachtbarem
Verhalten zu beschreiben.</p>
      <p>Die Lernzieldefinition „Nach erfolgreicher
Beendigung der Veranstaltung sind die Studierenden in der
Lage, verschiedene Vorgehensmodelle mit ihren
Stärken und Schwächen zu beschreiben“ (HS Kempten,
2018) der Hochschule Kempten definiert, welches
beobachtbare Verhalten die Studierenden zeigen müssen,
damit das Lernziel als erreicht gilt. Dadurch wird das
Erreichen des Lernziels überprüfbar.</p>
      <p>Klare Zuordnung zu Kompetenzebenen
Die Handlungskomponente eines Lernziels legt die Art
der Tätigkeit fest, die auf bzw. mit dem Inhalt
durchzuführen ist. Sie repräsentiert also das
Kompetenzniveau, d. h. den zu erreichenden Grad an
handlungsbefähigender Expertise. Guten Lernzieldefinitionen liegt
ein wohldefinierte Taxonomie von Kompetenzebenen
zugrunde, wie beispielsweise (Bloom u. a., 1956),
(Anderson u. a., 2001), (Schneider, 2002), (Metzger u.</p>
      <p>Nüesch, 2004) oder (Hauer, 2011).</p>
      <p>Einige Hochschulen legen in ihren Leitfäden zur
Formulierung von Modulbeschreibungen fest, welche
Taxonomie für Kompetenzebenen verwendet werden
soll. Teilweise werden auch die zu nutzenden Verben
vorgegeben. Zu beachten ist, dass die gleichen
Verben bei verschiedenen Taxonomien mit
unterschiedlichen Kompetenzebenen korrespondieren.
Beispielsweise liegt Beurteilen in der sechsstufigen
Taxonomie von (Bloom u. a., 1956) auf Ebene 6: Evaluieren,
während in der ebenfalls sechsstufigen Überarbeitung
von (Anderson u. a., 2001) Evaluieren auf Ebene 5
liegt. Im dreistufigen Modell von (Metzger u. Nüesch,
2004) wiederum korrespondiert Beurteilen mit der
dritten Ebene Probleme bearbeiten.</p>
      <p>Der erste Satz der nachfolgenden Lernzieldefinition
„Die Studierenden kennen weitergehende Konzepte
der nebenläufigen und verteilten Programmierung.</p>
      <p>
        Sie können beurteilen, wann und wie ein Algorithmus
sich erfolgreich parallelisieren lässt (...)“
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref2">(FH Münster,
2018)</xref>
        adressiert beispielsweise die Kompetenzebene
1: Erinnern nach der Lernzieltaxonomie von
(Anderson u. a., 2001), während der zweite Satz auf der
Kompetenzebene 5: Evaluieren angesiedelt ist.
      </p>
      <p>Spezifikation der Klassifikatoren
Insbesondere auf den höheren Kompetenzebenen im
Sinne der oben genannten Taxonomien finden sich
immer wieder Formulierungen wie „an einfachen
Aufgabenstellungen bzw. Beispielen“. Die Erfahrung zeigt,
dass es hochgradig von der bereits vorhandenen
Expertise abhängt, ob eine Person eine Aufgabenstellung
bzw. ein Beispiel als „einfach“ empfindet oder nicht.
Um die Lernzieldefinition eindeutig zu gestalten und
Missdeutungen möglichst auszuschließen ist die
Bedeutung derartiger Klassifikatoren klar zu
beschreiben.</p>
      <p>Ein Beispiel für eine Lernzieldefinition mit klar
spezifiziertem Klassifikator wäre: „Die Studierenden
entwickeln für ein einfaches Problem aus einer
gegebenen Anforderungsspezifikation heraus einen Entwurf,
der sowohl die Gesamtstruktur der Lösung als auch
die einzelnen Algorithmen vorgibt. (...) Ein „einfaches
Problem“ ist dabei eine Aufgabenstellung, die mit max.
10 Klassen objektorientiert zu lösen ist“ (HS München,
2018).</p>
      <p>Zielgruppengerechte Sprache
Damit die Zielgruppe eine Lernzieldefinition korrekt
interpretieren kann ist es wichtig, diese in eine
Sprache zu kleiden, die für die Zielgruppe auch
verständlich ist. Mit Blick auf die Studierenden ist hier
besonders wichtig, dass Fachbegriffe nur moderat
verwendet und deren Bedeutung ggf. knapp erläutert wird.</p>
      <p>Ebenfalls hilfreich ist es, Sätze kurz zu halten und
möglichst einfache Formulierungen zu verwenden.</p>
      <p>Zielgerichtete Formulierung
Eine Lernzieldefinition empfinden wir dann als
zielgerichtet, wenn die erforderlichen Informationen so
ausführlich wie nötig, aber so knapp wie möglich
dargestellt werden. Die erforderliche Information muss
also vollständig und angemessen detailliert sein, ohne
dabei unnötig breit getreten oder mit Phrasen
aufgebauscht zu werden. Zu beachten ist, dass das
Empfinden, welcher Umfang bzw. Detaillierungsgrad
angemessen ist, ein Stück weit Geschmackssache ist.
7</p>
    </sec>
    <sec id="sec-9">
      <title>What makes the Bad bad and the</title>
    </sec>
    <sec id="sec-10">
      <title>Ugly ugly?</title>
      <p>Nach diesen positiven Beispielen widmen wir uns im
Folgenden der Analyse von negativen Beispielen. Wir
untersuchen also, welche Kriterien dazu führen, dass
eine Lernzieldefinition semantisch oder syntaktisch
hässlich, also bad oder ugly ist, und an welchen
Indikatoren das schnell und klar erkennbar ist. Wir stellen
dabei eine Menge von Mustern (Anti-Patterns)
zusammen, die wir aus den Formulierungen der
untersuchten Modulbeschreibungen heraus abstrahiert haben
und die wir als ungünstig für die Definition
kompetenzorientierter Lernziele betrachten. Diese
Formulierungen müssen nicht per se immer negativ sein. Es lohnt
sich jedoch, in jedem Einzelfall nachzudenken, ob ihre
Verwendung für den Zweck der
kompetenzorientierten Lernzieldefinition zielführend ist – im Sinne des
Kapitels „Giftschrank der Wörter“ aus (Rechenberg,
2006).</p>
      <p>Anders als bei den positiven Beispielen aus
Abschnitt 6 geben wir zu den Negativbeispielen keine
Quellen an, denn wir wollen mit unserer Arbeit kein
Fingerpointing schüren, sondern zu Reflexion
anregen. Aus dem gleichen Grund haben wir darauf
geachtet, als Beispiele jeweils so kurze Fragmente aus
den zugrunde liegenden Lernzieldefinitionen
herauszuschneiden, dass diese nicht mehr eindeutig durch
eine einfache Internet-Suche zu identifizieren sind. In
seltenen Fällen haben wir den vorgefundenen
Wortlaut auch marginal abgewandelt, damit eine Suche
ins Leere läuft.</p>
      <p>Zu beachten ist ferner, dass die Zuordnung einer
Formulierung zu einem Kriterium nicht immer
eindeutig ist; d. h., manche Formulierungen qualifizieren
sich für mehrere Arten von Hässlichkeit. Ergänzend
zur sortierten Übersicht über die Kriterien für gute
bzw. schlechte Lernzieldefinitionen in Abbildung 2
stellt Tabelle 1 diese Kriterien einander gegenüber, als
jeweils korrespondierende Paare für die positive bzw.
negative Ausprägung des gleichen Anliegens.
7.1</p>
      <p>Semantisch hässlich – the Bad
Wir beginnen die Diskussion des
Verbesserungspotenzials für Lernzieldefinitionen mit denjenigen Kriterien,
die besonders gravierend sind, d. h. in besonderem
Maße dazu beitragen, dass eine Lernzieldefinition zu
the Bad zählt.
Vermischung von Inhalt und Lernzielen
Ein kompetenzorientiertes Lernziel kombiniert jeweils
einen Inhalt mit einer Handlungskomponente. Es
drückt also ein Handlungspotenzial aus, das die
lernende Person nach erfolgreichem Lernprozess auf bzw.
mit dem Inhalt durchführen können soll.</p>
      <p>Die Struktur der meisten untersuchten
Modulbeschreibungen weist definierte, voneinander getrennte
Rubriken für Inhalte und für Lernziele aus. Ideal wäre
es, wenn die Rubrik „Inhalt“ einen schnellen
Überblick über die im Modul adressierten Themengebiete
vermitteln würde, während die angestrebten
Kompetenzen (als Kombination von Inhalt und
Handlungskomponente) in der Rubrik „Lernziele“ angegeben
werden.</p>
      <p>Zu beobachten ist jedoch, dass diverse
Modulbeschreibungen diese Rubriken nicht trennscharf
nutzen, sondern vielmehr reine Inhalte in die Rubrik für
Lernziele bzw. Kompetenzen schreiben. Umgekehrt
werden gelegentlich auch die zu entwickelnden
Kompetenzen in der Rubrik für die Inhalte dokumentiert.</p>
      <p>Durch diese strukturelle Unsauberkeit werden die
Modulbeschreibungen vergleichsweise schlecht lesbar.
Insbesondere wird es für die Zielgruppen der
Modulbeschreibung ungleich schwieriger, zweifelsfrei die in
diesem Modul adressierten Kompetenzen zu
identifizieren – insbesondere dann, wenn die Lernziele nicht
in der Rubrik „Lernziele“ aufgelistet sind, sondern
versteckt unter einer anderen Überschrift. Aber auch die
Einbettung einzelner Lernziele zwischen
umfangreichen inhaltlichen Erläuterungen macht die Lernziele
schwer erkennbar, selbst wenn sie letztlich doch in
der passenden Rubrik aufgeführt sind. Des Weiteren
liegt der Verdacht nahe, dass die Urheber derartiger
Modulbeschreibungen nicht angemessen präzise für
sich selbst geklärt haben, wie nun eigentlich Inhalte
und Lernziele zueinander in Beziehung stehen und
welche Kompetenzen die Studierenden überhaupt in
diesem Modul entwickeln sollen.</p>
      <p>Beispiele für derartige, zwischen die Lernziele
eingestreute inhaltliche Erläuterungen sind:
„Softwareentwicklung wird als iterativer und
inkrementeller Prozess (...) verstanden“
„Die Entwicklung von Softwaresystemen (...) [ist]
in der Praxis immer fächerübergreifend“
„Software Engineering umfasst (...)“
Einige dieser ausschließlich inhaltlichen
Erläuterungen muten an wie eine motivatorische Begründung
der Relevanz der behandelten Inhalte. Diese ist ja
durchaus eine relevante Information, sollte aber an
einer dafür geeigneteren Stelle stehen, beispielsweise
in der Studiengangsbeschreibung oder eben in der
Rubrik mit den Inhalten.</p>
      <p>Des Weiteren finden sich nach wie vor diverse
Modulbeschreibungen, die zwar Inhalte auflisten, aber
keinerlei Lernziele definieren.
Fehlende Handlungskomponente
Jedes kompetenzorientierte Lernziel beinhaltet eine
Handlungskomponente. Diese wird über ein Verb
ausgedrückt, wie beispielsweise „beurteilen“ oder
„erstellen“ – oder zumindest die Nominalisierung von
Verben, wie beispielsweise „Kenntnis“ oder
„Anwendung“.</p>
      <p>Zu beobachten ist, dass einige Lernzieldefinitionen
keine kompetenzbeschreibende
Handlungskomponente beinhalten, weder als Verb noch als
Nominalisierung eines Verbs. Statt dessen werden entweder reine
Inhalte aufgelistet oder aber Hilfsverben verwendet,
die lediglich den Lernprozess an sich beschreiben,
jedoch nicht das angestrebte Handlungspotenzial
ausdrücken.</p>
      <p>Dadurch wird nicht deutlich, welche Form von
Handlungspotenzial auf und mit dem jeweiligen Inhalt
als Lernergebnis erwartet wird. Die zu erreichende
Kompetenz bleibt damit völlig unklar – sind lediglich
Definitionen wiederzugeben oder ist ein fachliches
Artefakt zu entwickeln, das den etablierten
Qualitätskriterien der Zunft genügt?</p>
      <p>Beispiele für Lernzieldefinitionen, in welchen die
angestrebte Handlungsebene komplett offen bleibt,
sind:
„(...) lernen die Studierenden weitergehende
Methoden ... [gefolgt von einer Auflistung von
Technologien]“
„Daneben erwerben sie Kompetenz in ... [gefolgt
von einer Aufzählung reiner Inhalte]“
„Steigerung der (...) Fähigkeiten in (...)“
Dozierendenzentrierung
Dozierendenzentrierte Formulierungen beschreiben,
was die Dozierenden zu lehren gedenken, häufig mit
einem starken Fokus auf reine Inhalte. Das
Handlungspotenzial und damit die Kompetenz, die die
Studierenden durch Teilnahme an der Lehr-Lernveranstaltung
entwickeln können, wird dagegen nicht definiert.
Entsprechend beschreiben derartige Formulierungen
Lehrziele und nicht Lernziele.</p>
      <p>Letztere bleiben dabei völlig unklar. Insbesondere
wird das von den Studierenden erwartete
Handlungspotenzial und damit die Kompetenzebene bei diesen
Formulierungen nicht deutlich. Des Weiteren weisen
dozierendenzentrierte Formulierungen den
Studierenden in ihrem Lernprozess eine passive Rolle zu, die
einer modernen Lehr-Lernsituation nicht angemessen
ist. Derartige Modulbeschreibungen lesen sich dann
eher wie Drohungen, nicht wie Versprechen.</p>
      <p>Beispielsweise behandeln die folgenden
Formulierungen die Studierenden wie passive Objekte des
Lehrprozesses:
„die Studierenden werden in die Lage
versetzt...“ (AQAS, 2016)
„die Studierenden werden befähigt zu ...“
„Weiterhin erfahren [die Studierenden] eine
Einführung in ...“
Prozessorientierung
Einige Modulbeschreibungen dokumentieren als
Lernziele weniger die gewünschten Lernergebnisse als den
Prozess bzw. die Lernsituation, der verfolgt bzw. die
aufgebaut wird, um diese Lernergebnisse zu erreichen.</p>
      <p>Derartige Formulierungen sind aus zweierlei
Gründen nicht ideal. Zum einen bleibt die zu erlernende
Handlungskomponente in der Regel weit gehend
unklar. Zum anderen ist es prinzipiell denkbar, dass es
verschiedene mögliche Wege zum gleichen Ziel gibt.
Eine prozessorientierte Modulbeschreibung schränkt
damit unnötig ein auf den einen vorgegebenen
Lernpfad.</p>
      <p>Typische Indikatoren für prozessorientierte
Formulierungen sind Wörter, die eine zeitliche
Reihenfolge einzelner Schritte bzw. eine Abfolge von Themen
implizieren, ohne dabei die Handlungskomponente
genauer auszuweisen, wie beispielsweise „ausgehend
von“.</p>
      <p>„Ausgehend von [Artefakt] steht dabei die Phase
... im Mittelpunkt.“
„Einsatz [bestimmter Verfahren] ausgehend vom
[Artefakt]“</p>
      <p>Ebenfalls häufig vertreten sind listenartige
Aufzählungen der durchzuführenden Arbeitsschritte (meist
als Nominalisierung) bzw. der zu verwendenden
Werkzeuge, sowie eine zwischen die Lernziele gemischte
Beschreibung der Lernsituation.</p>
      <p>„Nutzung von [Verfahren]“
„Einsatz von [Werkzeug]“
„... werden in Gruppen von [n] Studierenden
bearbeitet ...“
Nicht-beobachtbares Verhalten
Nach den Konventionen unseres aktuellen
Bildungssystemes ist im Verlaufe eines Bildungsprozesses
immer wieder auf geeignete Weise zu überprüfen,
inwieweit die Lernenden die gesetzten Lernziele auch
erreicht, also die geforderten Kompetenzen entwickelt
haben. Ob eine Person über bestimmte Fähigkeiten
und Fertigkeiten verfügt kann von außen betrachtet
ausschließlich am beobachtbaren Verhalten dieser
Person fest gemacht werden, oder an den beobachtbaren
Ergebnissen dieses Verhaltens. Geprüft wird also, ob
eine Person bei bestimmten Aufgaben ein den
Aufgaben angemessenes Verhalten zeigt.
Um die Erwartungshaltung an die Lernenden klar
zu definieren ist es daher sinnvoll, Lernziele so zu
formulieren, dass sie auf möglichst differenzierte Weise
ein von außen beobachtbares Verhalten bzw. Ergebnis
beschreiben. Von diesem aus kann dann auf die
Existenz der geforderten Kompetenz geschlossen werden.</p>
      <p>Nicht alle Verben beschreiben ein Verhalten, das
tatsächlich beobachtbar ist. Insbesondere trifft dies
auf die Bezeichner der kognitiven Ebenen der
Taxonomie von Anderson und Krathwohl (Anderson u. a.,
2001) zu: Erinnern, Verstehen, Anwenden, Analysieren,
Evaluieren und Kreieren sind für sich genommen keine
von außen wahrnehmbaren Verhaltensweisen.</p>
      <p>Um beispielsweise beobachten zu können, ob
Studierende einen Sachverhalt verstanden haben, ist
eine konkrete Aufgabenbeschreibung erforderlich, an
deren Bearbeitungsprozess bzw. erzieltem Ergebnis
sich der Grad des Verständnisses ablesen lässt.
Geeignete Formulierungen bzw. Verben für ein Verhalten,
an dem Verstehen beobachtet werden kann, sind
beispielsweise „... mit eigenen Worten beschreiben“ oder
„veranschaulichen“.</p>
      <p>Uneindeutige Kompetenzebene
Nicht alle Verben spezifizieren die angestrebte
Expertise-Ebene so genau, dass zweifelsfrei klar ist
was die Lernenden nach dem Lernprozess wirklich
leisten können sollen. Auch wenn Lernzieldefinitionen
basierend auf einer der bekannten
Lernzieltaxonomien formuliert werden, lassen sich nicht alle denkbaren
Verben eindeutig einer kognitiven Ebene zuordnen.</p>
      <p>Dies könnte mit ein Grund dafür sein, warum sehr
häufig die Ebenenbezeichner selbst verwendet
werden, um Lernziele zu beschreiben – denn diese
Ebenenbezeichner sind ja per Definitionem den Ebenen
eindeutig zugeordnet. Sie beschreiben jedoch, wie
oben dargestellt, kein beobachtbares Verhalten. Auf
diese Weise definierte Lernziele sind somit nicht
überprüfbar.</p>
      <p>Typische Formulierungen, bei denen die von einem
Lernziel adressierte Expertiseebene der
Handlungskomponente völlig offen bleibt, sind:
„Fähigkeit zur [Paradigma-Adjektiv]
Programmierung“
„beherrschen“
„sinnvoll einsetzen“
„lernen [Konzept oder Verfahren] kennen“
Semantisch falsche Verwendung von Verben
Einige der analysierten Modulbeschreibungen
beinhalten Lernzieldefinitionen, die Verben auf eine Weise
verwenden, dass diese Verben auf den ersten Blick
semantische Assoziationen wecken mit einer
bestimmten Kompetenzebene, jedoch eigentlich einer ganz
anderen Kompetenzebene zugehören.</p>
      <p>Dadurch wird die Lernzieldefinition schwer lesbar.
Es steigt das Risiko von Missdeutungen.</p>
      <p>Zu Formulierungen, die entsprechend risikobehaftet
sind, zählen beispielsweise
„verstehen [etwas] sinnvoll einzusetzen“
„erkennen ... die Anwendbarkeit [von Konzepten
für eine Problemstellung]“
Das erste Beispiel wirkt auf den ersten Blick so,
als würde Ebene 2, Verstehen, der Taxonomien von
Bloom (Bloom u. a., 1956) oder Anderson und
Krathwohl (Anderson u. a., 2001) adressiert. De facto
geht es bei genauerem Hinsehen jedoch darum,
etwas „einzusetzen“ und damit mindestens um Ebene
3, Anwenden. Im zweiten Beispiel fallen zunächst die
Begriffe „erkennen“ und „Anwendbarkeit“ ins Auge,
die auf die Ebenen 1, Erinnern oder 3, Anwenden
hinweisen. De facto geht es jedoch darum, zu
identifizieren, welches der gelernten Konzepte am besten
für die Lösung der Problemstellung geeignet ist, und
dieses dann auszuwählen. Diese Kompetenz
entspräche jedoch Evaluieren, also Ebene 5 der Taxonomie
von Anderson und Krathwohl, bzw. Ebene 6 in der
Taxonomie von Bloom.</p>
      <p>Unterspezifikation von Klassifikatoren für Inhalt
Einige Lernzieldefinitionen klassifizieren die
Inhaltskomponente, meist durch Verwendung von Adjektiven,
die den Inhalt genauer beschreiben. Diese
Klassifikatoren sind jedoch nur dann wirklich hilfreich, wenn ihre
Bedeutung ohne Interpretationsspielraum festgelegt
ist. Beispielsweise hängt es von der bereits
verfügbaren Expertise ab, ob eine Person einen Algorithmus
oder ein Problem als „einfach“ empfindet oder nicht.
Meist wird die Bedeutung derartiger Klassifikatoren
jedoch offen gelassen.</p>
      <p>Typische Beispiele sind:
„grundlegende Konzepte“
„kleinere Problemstellungen“
„eine einfache Anwendung“
7.2 Syntaktisch hässlich – the Ugly
Die bisher betrachteten Kriterien weisen auf
semantische Schwierigkeiten hin, insbesondere auf
Unklarheiten bzw. Unterspezifikation und damit auf hohen
Interpretationsspielraum. Sie bergen somit ein Risiko
auf Missdeutungen.</p>
      <p>Im Folgenden diskutieren wir syntaktische Kriterien,
die dazu führen, dass Lernzielformulierungen schwer
lesbar und damit ugly werden.</p>
      <p>Syntaktisch komplexe Formulierungen
Lernzieldefinitionen sollen insbesondere auch für
Studierende oder Studieninteressierte verständlich sein,
also eine Personengruppe, welche mit den in den
Lernzielen thematisierten Inhalten zunächst nicht oder nur
wenig vertraut ist. Entsprechend ist darauf zu achten,
eine möglichst einfache, klar verständliche Sprache
zu wählen. Diese wird nicht nur den Studierenden
besser gerecht, sondern ist ggf. auch für die anderen
Zielgruppen klarer und effizienter verständlich.</p>
      <p>Beispiele für typische Fallstricke in den
Formulierungen sind:</p>
      <p>Hoher Anteil an Fremdwörtern und Fachsprache,
wenn es „normalverständlich“ auch gehen würde
Stark verschachtelte Sätze</p>
      <sec id="sec-10-1">
        <title>Schlechte Strukturierung</title>
        <p>Vermischung von reinem Inhalt,
Lernzieldefinitionen und Beschreibung des Lernprozesses an sich
bis zur Unkenntlichkeit
Zu geringer oder zu großer Umfang (d. h.
unterspezifiziert vs. überdetailliert)
Sinnfreie Füllverben
Als sinnfreie Füllverben in Lernzieldefinitionen
bezeichnen wir Verben, die keine Handlungskomponente mit
Bezug zu Inhalt ausdrücken. Häufig treten diese
sinnfreien Füllverben in Kombination mit Nominalstil auf.
D. h. die eigentlich im Fokus stehende
Handlungskompetenz wird in ein substantiviertes Verb verpackt.
Beispiele sind:
„verfügen die Studierenden über ein
grundlegendes Verständnis“
„beherrschen Grundkenntnisse“
„erlernen [den] Tooleinsatz“
Nominalstil
Von Nominalstil sprechen wir, wenn die
Handlungskomponente nicht über ein Verb, sondern über dessen
Substantivierung ausgedrückt wird. Häufig tritt dieses
Phänomen in Kombination mit sinnfreien Füllverben
oder Phrasen auf. Übermäßig verwendeter
Nominalstil macht einen Text (und damit auch eine
Lernzieldefinition) meist schwerer verständlich.</p>
        <p>Typische Beispiele sind, ergänzend zu den bereits
bei Sinnfreie Füllverben genannten:
„Vermittlung von Grundkenntnissen“
„Umsetzung von Algorithmen“
„Strukturierung von Daten“
„Einsatz von Werkzeugen“
Phrasen
Ein identifiziertes Qualitätskriterium für
Lernzieldefinitionen ist die Effizienz, also ob eine
Lernzieldefinition die relevante Information auf den Punkt bringt.
Kontraproduktiv dafür sind Phrasen, also
wohltönende, aber inhaltlich nichtssagende Textfragmente, da
sie die Lernzieldefinitionen unnötig aufblähen.</p>
        <p>Typische Repräsentanten für Phrasen in
Lernzieldefinitionen sind:
„Die Studierenden werden befähigt ...“
„Die Studierenden sollen ... verstanden haben“
„Die Studierenden sind in der Lage ...“
„Weiterhin erwerben [die Studierenden]
Kenntnisse und Fertigkeiten im Bereich ...“
„... soll ... Gelegenheit bieten ...“</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-11">
      <title>8 Zusammenfassung und Ausblick</title>
      <p>Basierend auf der Analyse der Lernzieldefinitionen
aus rund 275 deutschsprachigen
Modulbeschreibungen aus dem fachlichen Umfeld von Programmierung
und Softwaretechnik haben wir Qualitätskriterien für
Lernzieldefinitionen definiert. Auf dieser Grundlage
haben wir sowohl Best Practices als auch Anti-Patterns
identifiziert. Letztere haben wir differenziert nach
semantischen und syntaktischen Hässlichkeiten. Diese
beeinträchtigen die Qualität von Lernzieldefinitionen
unterschiedlich stark. Entsprechend klassifizieren wir
je nach Erfüllung von Best Practices bzw. Anti-Patterns
einzelne Lernzieldefinitionen nach the Good, the Bad
and the Ugly.</p>
      <p>Im Rahmen der genaueren Analyse der
betrachteten Lernzieldefinitionen wurde erkennbar, dass mit
Blick auf verständliche, in ihrer Bedeutung eindeutige,
kompetenzorientierte Lernzieldefinitionen durchaus
noch Verbesserungspotenzial vorhanden ist.
Beispielsweise beinhalten rund 10% der Lernzieldefinitionen
noch Verben wie „vermittelt“ oder „befähigt“, die auf
eine dozierendenzentrierte Haltung hinweisen. Des
Weiteren weist ein großer Anteil der analysierten
Modulbeschreibungen in den Lernzieldefinitionen kein
beobachtbares Verhalten aus. Damit sind diese nicht
überprüfbar.</p>
      <p>Gerade wegen der weit reichenden Bedeutung von
Lernzieldefinitionen, sowohl für die Lehrenden als
Grundlage der Gestaltung der Lehre im Sinne des
Constructive Alignments, als auch für die
Studierenden zum Verständnis der Prüfungsanforderungen und
der inhaltlichen Ausrichtung eines Faches, ist der
Anspruch an die Qualität von Lernzieldefinitionen
zunehmend steigend. Entsprechend besteht hier an vielen
Stellen noch Handlungsbedarf – auch für unseren
eigenen Wirkungsbereich.</p>
      <p>Zum Schluss bleibt festzustellen, dass eine
automatisierte Qualitätssicherung von Lernzieldefinitionen
mit den derzeit verfügbaren technischen Mitteln noch
sehr schwierig ist. Entsprechend wird bis auf Weiteres
eine manuelle Qualitätssicherung unabdingbar sein.
Auch hier hilft ein klares Verständnis von Best
Practices ebenso wie von Anti-Patterns, kritische
Formulierungen schnell zu identifizieren und auf effiziente
Weise mögliche Verbesserungen anzugeben.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-12">
      <title>Dank</title>
      <p>Das Autorenteam wurde gefördert durch das BMBF
Förderkennzeichen 01PL16025 (Projekt "Für die
Zukunft gerüstet"), im Programm "Qualitätspakt Lehre".</p>
    </sec>
    <sec id="sec-13">
      <title>Literatur</title>
      <p>[ACQUIN 2014] Akkreditierungsagentur
AC</p>
      <sec id="sec-13-1">
        <title>QUIN e. V.: Leitfaden für Verfahren der</title>
      </sec>
      <sec id="sec-13-2">
        <title>Programmakkreditierung. https://www.</title>
        <p>acquin.org/wp-content/uploads/2014/06/
LeitfadenProgrammakkreditierung.pdf , 2014. –
zuletzt aufgerufen am 4.11.2018
[Anderson u. a. 2001] ANDERSON, Lorin W. ;
KRATHWOHL, David R. ; AIRASIAN, Peter W. ;
CRUIKSHANK, Kathleen A. ; MAYER, Richard E. ; PINTRICH,
Paul R. ; RATHS, James ; WITTROCK, Merlin C.: A</p>
      </sec>
      <sec id="sec-13-3">
        <title>Taxonomy for Learning, Teaching, and Assessing. A</title>
      </sec>
      <sec id="sec-13-4">
        <title>Revision of Bloom’s Taxonomy of Educational Objecti</title>
        <p>ves. 1. New York : Longman, 2001
[AQAS 2016] Agentur für Qualitätssicherung durch
Akkreditierung von Studiengängen (AQAS e.V.):</p>
      </sec>
      <sec id="sec-13-5">
        <title>Qualität Transparenz Vergleichbarkeit Informa</title>
        <p>tionen zur Programmakkreditierung. 9.
Auflage.
https://www.aqas.de/downloads/AQASBroschuere.pdf, 2016. – zuletzt aufgerufen am
4.11.2018
[Arnold u. a. 1999] ARNOLD, R. ; KRÄMER-STÜRZL,</p>
      </sec>
      <sec id="sec-13-6">
        <title>A. ; SIEBERT, H.: Dozentenleitfaden. Planung und</title>
      </sec>
      <sec id="sec-13-7">
        <title>Unterrichtsvorbereitung in Fortbildung und Erwach</title>
        <p>senenbildung. Berlin : Cornelsen, 1999
[Biggs u. Tang 2011] BIGGS, J. ; TANG, C.: Teaching</p>
      </sec>
      <sec id="sec-13-8">
        <title>For Quality Learning At University. McGraw-Hill</title>
        <p>Education, 2011 (SRHE and Open University Press
Imprint). – ISBN 9780335242757
[Bischoff u. a. 2017] BISCHOFF, M. ; BOENTERT, A. ;</p>
      </sec>
      <sec id="sec-13-9">
        <title>PERNHORST, C.: Module entwickeln und beschreiben.</title>
        <p>https://www.fh-muenster.de/hochschule/
qualitaetsentwicklung/downloads/170914_
Modulbeschreibung_Druckfassung.pdf , 2017. –
zuletzt aufgerufen am 4.11.2018
[Bloom u. a. 1956] BLOOM, B. S. ; ENGELHART, M. B.
; FURST, E. J. ; HILL, W. H. ; KRATHWOHL, D. R.:</p>
      </sec>
      <sec id="sec-13-10">
        <title>Taxonomy of educational objectives: The classification of educational goals. New York : David McKay</title>
        <p>Company, 1956
[Cursio u. Jahn 2015] CURSIO, M. ; JAHN, D.:
Formulierung kompetenzorientierter Lernziele auf
Modulebene. https://www.nat.fau.de/files/2015/12/
03-Leitfaden-Leitfaden-zur-Formulierungkompetenzorientierter-Lernziele-aufModulebene-NatFak-und-FBZHL.pdf , 2015. –
zuletzt aufgerufen am 9.11.2018
[DiZ 2018] DIZ: Lernzieldefinition des Kurses
„Rechtsgrundlagen für die Lehre an Hochschulen“.
https://diz-bayern.de/programm/termineund-buchung/details/4-diz-termin?xref=
161503:rechtsgrundlagen-fuer-die-lehre-anhochschulen, 2018
[FH Furtwangen 2013] Hochschule Furtwangen
University, Prorektor für Lehre und Studium/
Stabsstelle Qualitätsmanagement:
Modulbeschreibung und Formulierung von Lernergebnissen.
http://findo.hs-furtwangen.de/pub/QM_
Board/HFU_Leitfaden_Modulbeschreibung.pdf ,
2013. – zuletzt aufgerufen am 4.11.2018
[Toutanova u. a. 2003] TOUTANOVA, Kristina ; KLEIN,
Dan ; MANNING, Christopher D. ; SINGER, Yoram:
Feature-rich Part-of-speech Tagging with a Cyclic
Dependency Network. In: Proceedings of the 2003</p>
      </sec>
      <sec id="sec-13-11">
        <title>Conference of the North American Chapter of the</title>
      </sec>
      <sec id="sec-13-12">
        <title>Association for Computational Linguistics on Human</title>
      </sec>
      <sec id="sec-13-13">
        <title>Language Technology - Volume 1, 2003 (NAACL ’03),</title>
        <p>S. 173–180</p>
      </sec>
    </sec>
  </body>
  <back>
    <ref-list>
      <ref id="ref1">
        <mixed-citation>
          <source>[FH Münster</source>
          <year>2018</year>
          ]
          <article-title>FH Münster: Modulbeschreibung „Höhere Programmierkonzepte“</article-title>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref2">
        <mixed-citation>
          https://www.fh-muenster.de/eti/downloads/ module/Modulhandbuch_Informatik_
          <fpage>2012</fpage>
          -06- 20_Ueberarbeitet_
          <year>2017</year>
          .pdf ,
          <source>abgerufen am 27.11</source>
          .
          <year>2018</year>
          ,
          <year>2018</year>
          [Gröblinghoff 2013] GRÖBLINGHOFF,
          <string-name>
            <surname>F.</surname>
          </string-name>
          <article-title>: nexus impulse für die Praxis Nr. 2: Lernergebnisse praktisch formulieren. 1</article-title>
          . Auflage. https://www.hrk-nexus.de/fileadmin/ redaktion/hrk-nexus/
          <fpage>07</fpage>
          -Downloads/
          <fpage>07</fpage>
          -02- Publikationen/Lernergebnisse_praktisch_ formulieren_01.pdf ,
          <year>2013</year>
          . - zuletzt
          <source>aufgerufen am 4</source>
          .
          <fpage>11</fpage>
          .
          <year>2018</year>
          [
          <article-title>Hauer 2011] HAUER</article-title>
          ,
          <string-name>
            <surname>E.</surname>
          </string-name>
          :
          <article-title>Wird dumm geprüft, wird dumm gelernt - Plädoyer für den Einsatz anwendungsorientierter Prüfungsaufgaben im Hochschulbereich</article-title>
          . In: Magazin erwachsenenbildung.at (
          <year>2011</year>
          ), Nr. 12,
          <string-name>
            <surname>S.</surname>
          </string-name>
          <year>10</year>
          .
          <fpage>1</fpage>
          -
          <lpage>10</lpage>
          .10 [Hollender 2010] HOLLENDER,
          <string-name>
            <surname>D.</surname>
          </string-name>
          :
          <article-title>Formulierungshilfen für Modulhandbücher - Handreichung zur Verstärkung der Kompetenzorientierung</article-title>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref3">
        <mixed-citation>
          https://www.intern.tu-darmstadt.de/media/ dezernat_ii/ordnungen/Handreichung.pdf ,
          <year>2010</year>
          . - zuletzt
          <source>aufgerufen am 13.11.2018 [HS Fulda 2018] HS Fulda: Modulbeschreibung „Programmierung</source>
          <volume>1</volume>
          “. https://www.hs-fulda.de/ fileadmin/user_upload/Unsere_Hochschule/ Hochschulrecht/Pruefungsordnungen_der_ Fachbereiche/Angewandte_Informatik/AI_BSc_ AI_
          <fpage>2017</fpage>
          -06-21.pdf ,
          <source>abgerufen am 27.11</source>
          .
          <year>2018</year>
          ,
          <year>2018</year>
          [HS Kempten 2018]
          <article-title>HS Kempten: Modulbeschreibung „Softwaretechnik 1“</article-title>
          . https://www.hskempten.de/fileadmin/fh-kempten/E_I/ inf_bsc/pdf/20180727_Modulhandbuch_IF_- _
          <string-name>
            <surname>Beschlussvorlage</surname>
          </string-name>
          .pdf ,
          <source>abgerufen am 27.11</source>
          .
          <year>2018</year>
          ,
          <year>2018</year>
          [HS München 2018]
          <article-title>HS München: Modulbeschreibung „Softwareentwicklung 1 (IB)“</article-title>
          . https://w3- o.cs.hm.edu:8000/public/module/226/ ,
          <source>abgerufen am 27.11</source>
          .
          <year>2018</year>
          ,
          <year>2018</year>
          [Kennedy 2008] KENNEDY,
          <string-name>
            <given-names>D.</given-names>
            :
            <surname>Lernergebnisse</surname>
          </string-name>
          (Learning Outcomes) in der Praxis - Ein Leitfaden; Deutsche Version: T. Mitchell,
          <string-name>
            <given-names>V.</given-names>
            <surname>Gehmlich</surname>
          </string-name>
          ,
          <string-name>
            <given-names>M.</given-names>
            <surname>Steimann</surname>
          </string-name>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref4">
        <mixed-citation>
          2008 [
          <article-title>Mager 1972] MAGER</article-title>
          ,
          <string-name>
            <surname>R.</surname>
          </string-name>
          :
          <source>Lernziele und programmierter Unterricht</source>
          .
          <volume>35</volume>
          . Weinheim : Beltz,
          <year>1972</year>
          [Metzger u.
          <source>Nüesch</source>
          <year>2004</year>
          ] METZGER,
          <string-name>
            <given-names>C.</given-names>
            ;
            <surname>NÜESCH</surname>
          </string-name>
          ,
          <string-name>
            <surname>C.</surname>
          </string-name>
          : Fair prüfen:
          <source>Ein Qualitätsleitfaden für Prüfende an Hochschulen</source>
          .
          <source>2004 [Rechenberg</source>
          <year>2006</year>
          ] RECHENBERG,
          <string-name>
            <surname>P.</surname>
          </string-name>
          : Technisches Schreiben:
          <article-title>(nicht nur) für Informatiker</article-title>
          . Hanser,
          <year>2006</year>
          . - ISBN 9783446406957 [
          <article-title>Schneider 2002] SCHNEIDER</article-title>
          ,
          <string-name>
            <surname>W.</surname>
          </string-name>
          :
          <article-title>Foliensatz “Einführung in die Wirtschaftspädagogik”</article-title>
          .
          <source>Wien</source>
          ,
          <year>2002</year>
          [Terhart 2005] TERHART,
          <string-name>
            <given-names>E.</given-names>
            :
            <surname>Lehr-Lern-Methoden</surname>
          </string-name>
          .
          <volume>4</volume>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref5">
        <mixed-citation>
          <string-name>
            <surname>Weinheim : Juventa</surname>
          </string-name>
          ,
          <year>2005</year>
          [TUM 2016]
          <article-title>Technische Universität München: Wegweiser zur Erstellung von Modulbeschreibungen, Version 3</article-title>
          . https://www.lehren.
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref6">
        <mixed-citation>
          tum.de/fileadmin/w00bmo/www/QM_Handbuch/ Dokumente/Wegweiser_Modulbeschreibungen_ Version3_Stand_Maerz_16.pdf ,
          <year>2016</year>
          . - zuletzt
          <source>aufgerufen am 4</source>
          .
          <fpage>11</fpage>
          .
          <year>2018</year>
          [Uni Würzburg 2013]
          <article-title>Julius-Maximiliansuniversität Würzburg: Output-Orientierung und Kompetenzformulierung im Bologna-Prozess</article-title>
          . https: //www.uni-wuerzburg.de/fileadmin/39030000/ ZiLS/Material/Kompetenzorientierung/ Kompetenzformulierung_
          <fpage>15</fpage>
          .
          <fpage>10</fpage>
          .
          <year>2013</year>
          .pdf ,
          <year>2013</year>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref7">
        <mixed-citation>
          <source>- zuletzt aufgerufen am 4</source>
          .
          <fpage>11</fpage>
          .
          <year>2018</year>
          [UZH 2008]
          <article-title>Dossier Unididaktik - Lernziele formulieren in Bachelor- und Masterstudiengängen</article-title>
          . https://www.hrk-nexus.de/fileadmin/ redaktion/hrk-nexus/
          <fpage>07</fpage>
          -Downloads/
          <fpage>07</fpage>
          -03- Material/DU_Lernziele_
          <volume>11</volume>
          _
          <fpage>08</fpage>
          .pdf ,
          <source>2008 [Weinert</source>
          <year>2001</year>
          ] WEINERT,
          <string-name>
            <surname>F.E.</surname>
          </string-name>
          (.: Leistungsmessung in Schulen.
          <source>Weinheim : Beltz</source>
          ,
          <year>2001</year>
        </mixed-citation>
      </ref>
    </ref-list>
  </back>
</article>