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      <title-group>
        <article-title>Is the V-Model XT ready for IT-projects applying CRISP-DM?**</article-title>
      </title-group>
      <contrib-group>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Stefan Bregenzer</string-name>
          <email>stefan.bregenzer@milsystems.de</email>
          <xref ref-type="aff" rid="aff0">0</xref>
        </contrib>
        <aff id="aff0">
          <label>0</label>
          <institution>Bundesministerium der Finanzen</institution>
          ,
          <addr-line>10117 Berlin</addr-line>
          ,
          <country country="DE">Deutschland</country>
        </aff>
      </contrib-group>
      <abstract>
        <p>The V-Modell XT is widely used in IT projects of public administrations. Therefore, it is important to investigate the influence of software components with artificial intelligence on the project implementation. Besides the possibility of improvements through the use of artificial intelligence, however, the associated risks for the project implementation must be reduced by specific guidance. These specifications are derived from the result of a structured comparison of the current V-Modell XT with the CRISP-DM standard. With this knowledge the learning curve for the use of CRISP-DM can be reduced substantially by connecting points to known knowledge and project managers can be prepared in a structured way for the special features and challenges of large-scale projects with components containing artificial intelligence. Therefore, it makes sense to develop training courses tailored to the particularities of artificial intelligence and easily reproducible configurations of the V-Modell XT.</p>
      </abstract>
      <kwd-group>
        <kwd>V-Model XT</kwd>
        <kwd>CRISP-DM</kwd>
        <kwd>artificial intelligence</kwd>
      </kwd-group>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>-</title>
      <p>
        Seit November 2004 ist die Anwendung des V-Modell XT gemäß
Interministeriellem Koordinierungsausschuss für Bundesbehörden verpflichtend festgelegt.
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">(vgl. 4Soft
GmbH et al. 2013)</xref>
        Das V-Modell XT ist eine Weiterentwicklung des V-Modells, einem
Vorgehensmodell zur Entwicklung und Weiterentwicklung von IT-Systemen. „XT“
steht dabei für „extreme Tailoring“, d.h. das V-Modell XT kann an ein Projekt
individuell und maßgeschneidert angepasst werden. „Ein Projekt ist eine zeitlich befristete,
relativ innovative und risikobehaftete Aufgabe von erheblicher Komplexität, die
aufgrund ihrer Schwierigkeit und Bedeutung meist ein gesondertes Projektmanagement
erfordert.“
        <xref ref-type="bibr" rid="ref12 ref13">(Voigt und Schewe 2018)</xref>
        Eine Variante davon ist ein sog. KI-Projekt. Es
wird als Projekt definiert, dessen Projektziele ganz oder teilweise durch die
Entwicklung einer KI erreicht werden. IT-Projekte nach V-Modell XT werden in öffentlichen
Verwaltungen aufgrund der Anwendungsverpflichtung weiterhin eine hohe
Verbreitung haben, daher muss sich die Projektorganisation auf den durch den KI-Einsatz
hervorgerufenen Veränderungsbedarf in geeigneter Weise vorbereiten. Nur so kann
sichergestellt werden, dass trotz Veränderung weiterhin die geforderte Qualität der
Projektergebnisse erbracht und die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen in Deutschland
verbessert und erhöht wird. Gerade Neuentwicklungen werden häufig an
verwaltungsexterne IT-Dienstleister vergeben. Aus diesem Grund ist es nicht nur für Angehörige
des öffentlichen Dienstes, sondern auch für die freie IT-Wirtschaft wichtig, KI-Projekte
unter Anwendung des V-Modell XT erfolgreich durchführen zu können. Die
Untersuchung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen V-Modell XT und
CRoss-Industry Standard Process for Data Mining (CRISP-DM), welcher für
KIProjekte genutzt wird, haben daher auch für Wirtschaftsunternehmen eine Bedeutung.
Daneben sind die Erkenntnisse für verwaltungsintern entwickelte IT-Systeme im
Rahmen von sog. Auftraggeber/Auftragnehmer-Projekten nach dem V-Modell XT
relevant. Im V-Modell XT wird ein solcher Vergleich mit anderen Industriestandards als
Konventionsabbildungen bezeichnet. „Aufgabe der Konventionsabbildungen ist es ..
die Zusammenhänge zwischen dem V-Modell XT und anderen Standards …
darzustellen.“
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2">(Angermeier et al. 2006, S. 29)</xref>
        Ziel dieser Arbeit ist über eine neue
Konventionsabbildung von CRISP-DM auf das V-Modell XT zu untersuchen, ob und wie durch das
Wissen zum V-Modell XT die Einführung von CRISP-DM in IT-Projekten der
öffentlichen Verwaltung geeignet unterstützt werden kann.
      </p>
      <p>
        Bislang wurde jedoch noch nicht der Einfluss von CRISP-DM auf das zur
Projektdurchführung verwendete Vorgehensmodell V-Modell XT wissenschaftlich untersucht,
da insbes. in Kapitel H.1 des V-Modell XT keine derartige Konventionsabbildung
enthalten ist.
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2">(vgl. Angermeier et al. 2006, S. 375)</xref>
        Dies ist exakt die identifizierte
Forschungslücke. Die Hypothese besteht darin, dass eine schnelle Einführung von
CRISP-DM auf Basis der Kenntnisse zum V-Modell XT über Lerntransfer möglich
wird. Diese Arbeit liefert daher einen Beitrag:
• Ob Anpassungs- bzw. Harmonisierungsbedarf zwischen dem V-Modell XT und
      </p>
      <p>CRISP-DM identifiziert und wie dieser adressiert werden kann (Kapitel 4).
• Ob die Durchführung von KI-Projekten in der öffentlichen Verwaltung durch eine
spezifische Schulung der Projektmitglieder zu CRISP-DM ausgehend von
vorhandenem Wissen zum V-Modell XT sinnvoll unterstützt werden kann (Kapitel 5).
Das Thema wird über einen Vergleich des aktuellen V-Modell XT und des
CRISP-DM-Standards bearbeitet. Dabei wird ausgehend von den Empfehlungen zur
Durchführung von KI-Projekten in CRISP-DM eine mögliche praxisorientierte
Umsetzung von diesen in einem V-Modell XT Projekt im Rahmen einer
Konventionsabbildung entwickelt.
2</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Herausforderung</title>
      <p>
        Innerhalb der Bundesregierung befindet sich mit Ausnahme der weiteren Szenarien
beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, der
Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und der
deutschen Flugsicherung IT-Lösungen mit KI-Einsatz vielfach noch in der
Entwicklung und Pilotierung.
        <xref ref-type="bibr" rid="ref6">(vgl. Deutscher Bundestag 2018, S. 12–14)</xref>
        Daher verfügt
Verwaltungspersonal im Regelfall nicht über das Wissen zu KI. Es besteht jedoch häufig
ein vertieftes Wissen zum V-Modell XT, da Bildungseinrichtungen der öffentlichen
Verwaltungen hierzu seit einigen Jahren geeignet zugeschnittene Basis- und
Aufbauschulungen anbieten. Auch Unternehmen, die häufig für die öffentliche Hand
entwickeln, haben gerade im Projektmanagement Personal mit V-Modell XT Knowhow. Da
die Einhaltung des V-Modell XT im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung vom
zukünftigen Auftragnehmer in den Bundesbehörden gefordert wird, könnten diese
ansonsten keine öffentlichen Ausschreibungen für IT-Projekte gewinnen. Jedoch gehört
aufgrund ihrer Neuartigkeit auch in der freien Wirtschaft der Umgang mit KI in
Systementwicklungsprojekten nicht überall zum Standardvorgehen. Weiterhin ist das Thema
Change Management wichtig. Unter Change Management wird die „laufende
Anpassung von Unternehmensstrategien und -strukturen an veränderte Rahmenbedingungen“
verstanden.
        <xref ref-type="bibr" rid="ref12 ref13">(Schewe 2018)</xref>
        . Konkret liegt die Herausforderung im Change
Management innerhalb der Organisationseinheiten, die sich bei der Durchführung von
IT-Projekte an neue Entwicklungen zur KI anpassen müssen.
      </p>
      <p>
        Das Problem einer fehlenden oder nicht ausreichenden Schulung der
Projektmitglieder, insbes. des Projektleiters, in der Umsetzung von V-Modell XT Projekten mit
CRISP-DM stellt ein neues Risiko für den Projekterfolg dar. Ohne eine geeignete
Adressierung des Veränderungsbedarfs und folglich der Eintrittswahrscheinlichkeit des
Risikos entsteht ein Schadensereignis für ein derartiges Projekt.
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2">(vgl. Angermeier et al.
2006, S. 175)</xref>
        Neben dem Fachwissen ist gleichfalls wichtig, das Wollen: es gilt mithin
im Projektteam die Akzeptanz neuartiger Technologien in geeigneter Weise im
Rahmen des Change Managements zu fördern.
      </p>
      <p>
        Gerade bei Projekten mit neuartigen Technologien, somit auch KI-Projekten, besteht
zudem eine hohe Erwartungshaltung von Management und Belegschaft. Bisher als
unlösbar angesehene Problemstellungen sollen jetzt beherrschbar werden. Bei ersten
KI-Projekten sollten in den Projektzielen die Erwartungen an Einsparungen und andere
Verbesserungen jedoch nicht zu hoch angesetzt werden.
        <xref ref-type="bibr" rid="ref9">(vgl. Herrmann 2018)</xref>
        Neue
Technologien allgemein und KI im Speziellen bedeuten aber auch aufgrund des hohen
Innovationsgrades höhere Kosten für den Auftraggeber als eine konventionelle
Software-Programmierung. Der Auftragnehmer auf der anderen Seite sieht sich mit
empfindlichen Vertragsstrafen konfrontiert, sofern die fachlichen Anforderungen nicht
qualitativ hochwertig umgesetzt sind. Verläuft das KI-Projekt nicht erfolgreich, sind
teure und zeitaufwendige Nacharbeiten erforderlich bzw. im schlechtesten Fall sind die
Haushaltsmittel gänzlich verloren. In der Folge würden die öffentlichen Verwaltungen
KI-Projekte, bedingt durch die zu erwartenden negativen Prüffeststellungen des
zuständigen Rechnungshofes, womöglich künftig reduzieren bzw. ganz einstellen. Dies
würde im Ergebnis dazu führen, dass langfristig Potentiale und der Mehrwert von KI
bei der Digitalisierung von Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltungen nicht
gehoben werden könnten.
      </p>
      <p>Die zentrale Herausforderung ist folglich, die Projektakteure auf Basis der
bestehenden Kompetenzen schnell und zuverlässig in die Lage zu versetzen KI-Projekte unter
dem V-Modell XT durchzuführen, um Risiken für die öffentliche Hand zu reduzieren
und die Verbreitung von KI dort an sinnvollen Stellen zu fördern.
3</p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Methode</title>
      <p>Die im Rahmen des Change Managements erforderlichen Adaptionen im V-Modell XT
werden durch einen kriteriengestützten Diskurs zwischen V-Modell XT und
CRISP-DM über Konventionsabbildungen identifiziert. Eine Konventionsabbildung
beginnt mit der Kurzvorstellung des mit dem V-Modell XT verglichenen Standards und
danach folgt ausgehend von den zentralen Elementen des Standards eine Beschreibung
der Umsetzung im V-Modell XT. (vgl. Angermeier et al. 2006, S. 29)</p>
      <p>
        Diese zentralen Elemente stellen bei CRISP-DM vor allem dessen Phasen dar, da sie
sich als Grundstruktur durch die Kapitel II bis IV des CRISP-DM Standards ziehen.
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">(vgl. Chapman et al. 2000, S. 3–5)</xref>
        Sie werden ergänzt durch wichtige
Themenstellungen des Projektmanagements, wie die Anpassung auf das Einzelprojekt, das
Rollenmodell und der Umgang mit Unsicherheit bei der Projektdurchführung. Dadurch kann auch
analysiert werden, an welcher Stelle im V-Modell XT eine Ergänzung aufgrund von
speziellen Vorgaben von CRISP-DM erforderlich ist. Bei identifizierten Unterschieden
muss im nächsten Schritt mit diesen geeignet umgegangen werden.
      </p>
      <p>
        Diese Methode eignet sich besonders, da hierdurch auch die verschiedenen
Wissensgebiete von Projektmitgliedern ohne KI-Erfahrung mit denen von ausgebildeten Data
Scientists in Relation zueinander gesetzt werden können. So wird innerhalb der
durchgehenden Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer ein
gemeinsames Begriffsverständnis gefördert. Diese Methode wurde bereits bei der Abbildung der
Projektmanagementphasen nach DIN 69901 in Kapitel H.1.3 des V-Modell XT
erfolgreich eingesetzt.
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2">(vgl. Angermeier et al. 2006, S. 391)</xref>
        Die Projektmanagementphasen
der DIN-Norm besitzen dabei eine Ähnlichkeit zu den Phasen nach CRISP-DM.
4
      </p>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Anwendung der Methode</title>
      <p>
        Im Folgenden werden die Ergebnisse des kriteriengestützten Diskurses zwischen
V-Modell XT und CRISP-DM zum Beleg der Hypothese dargestellt. CRISP-DM ist
ein branchenunabhängiges Referenzmodell für Datamining Projekte, welches deren
Ablauf formalisiert und dazu konkrete Aktivitäten darin vorgibt.
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">(vgl. Chapman et al.
2000, S. 10)</xref>
        4.1
      </p>
      <sec id="sec-4-1">
        <title>Tailoringkonzept</title>
        <p>
          Vor dem Einsatz von CRISP-DM in einem Projekt findet eine Anpassung statt, indem
die Bestandteile des Standards genauer spezifiziert bzw. bei Nichtanwendbarkeit
entfernt und neue Elemente bei Bedarf hinzugefügt werden können.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">(vgl. Chapman et al.
2000, S. 8)</xref>
          Dieses Mapping erfolgt in CRISP-DM zwar nicht werkzeuggestützt wie
beim V-Modell XT Projektassistent, entspricht jedoch methodisch dem
Tailoringkonzept des V-Modell XT. Letzteres ermöglicht über die Projekttypen und das Tailoring
eine Anpassung an die jeweilige Projektkonstellation.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref10">(vgl. Kuhrmann 2006, S. 27–28)</xref>
          Die Toolunterstützung beim Tailoring erfolgt durch den sog. V-Modell XT
Projektassistenten. (vgl. Kuhrmann et al. 2011, S. 20–21) Mit diesem wird das Tailoring
teilautomatisiert durchgeführt. Es besteht somit eine Grundlage, auf der beide Standards gut
in einem gemeinsamen Projekt harmonieren können.
        </p>
        <p>Ggf. ist zukünftig durch die verstärkte Nutzung von CRISP-DM im
Verwaltungsumfeld eine Erweiterung des V-Modell XT Projektassistenten möglich. KI-Projekte
könnten hierbei als neues Projektmerkmal in diesen eingefügt werden, um die in
nachfolgenden Kapiteln identifizierten Änderungen über das Tailoring geeignet zu
berücksichtigen. Die Klassifizierung des Projektes über Projekttyp und Projekttypvariante
bleiben hiervon unberührt. Hierdurch könnte die einheitliche Anwendung von
CRISPDM in IT-Projekten auf Basis des V-Modell XT unterstützt werden. Das Konzept des
Tailorings gehört zu den Grundkonzepten des V-Modell XT und jeder Projektleiter
wendet dies beim Neuaufsetzen eines derartigen Projekts an. Die Projektmitglieder
können den sich aus CRISP-DM ergebenden Änderungsbedarf für das V-Modell XT
über das bekannte Tailoring berücksichtigten. Sofern auch CRISP-DM individuell auf
das KI-Projekt angepasst werden soll, kann die im V-Modell XT gelernte
Vorgehensweise angewendet werden.</p>
        <p>Im nächsten Schritt wird je Phase von CRISP-DM ein Abgleich mit den Aktivitäten
und Produkten des V-Modell XT durchgeführt. Wichtiger Orientierungspunkt ist
hierbei neben den sechs Phasen von CRISP-DM die Durchführung eines
V-Modell XT Projekts über die Auftraggeber-Auftragnehmer-Schnittstelle.
4.2</p>
      </sec>
      <sec id="sec-4-2">
        <title>Phase Business Understanding</title>
        <p>
          In der ersten Phase Business Understanding von CRISP-DM wird die fachliche
Problemstellung erfasst, in eine technische Problemstellung transformiert und im Anschluss
eine grobe Lösungsskizze entwickelt.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">(vgl. Chapman et al. 2000, S. 10)</xref>
          Das Lastenheft
enthält eine umfassende Beschreibung der funktionalen und nicht-funktionalen
Anforderungen zur Lösung der fachlichen Problemstellung und einen ersten Entwurf des
Gesamtsystems, damit der Auftragnehmer auf dessen Basis ein Pflichtenheft erstellen und
das System entwickeln kann.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2">(vgl. Angermeier et al. 2006, S. 121)</xref>
          Die Phase Business
Understanding weißt somit innerhalb des V-Modell XT in Teilen Ähnlichkeiten zum
Lastenheft auf, welches innerhalb des Produkts Ausschreibung an den Auftragnehmer
übersandt wird. Die Transformation in eine technische Problemstellung und die
Entwicklung einer Lösungsskizze erfolgt durch die Dekomposition des Gesamtsystems im
Pflichtenheft.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2">(vgl. Angermeier et al. 2006, S. 143)</xref>
          Produkte sind hierbei alle erzeugten
Artefakte im V-Modell XT.
        </p>
        <p>
          Daneben ist innerhalb des V-Modell XT noch die Bewertung der Ausschreibung,
welche innerhalb des Produkts Angebot in das Thema Leistungsbeschreibung mündet,
für die Phase Business Unterstanding relevant. Die Bewertung der Ausschreibung
erfolgt laut V-Modell XT nur auf Basis des Lastenhefts.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2">(vgl. Angermeier et al. 2006, S.
218)</xref>
          Daher kann keine Aussage getroffen werden, ob sich die dort angeführten
fachlichen Datenkataloge für die Lösung der fachlichen Anforderungen eignen und qualitativ
ausreichend hochwertig sind. Die Lösungsskizze ist daher zu diesem Zeitpunkt in
Teilen wenig belastbar und folglich ein Projektrisiko. Um diese Unsicherheit zu
reduzieren, muss innerhalb des Produkts Ausschreibung ein neues Thema "anonymisierte
Beispieldatensätze aus Datenkatalog" aufgenommen werden. Diese Datensätze müssen
repräsentativ für die Quellsysteme sein, d.h. die Datenqualität darf nicht unzutreffend
gegenüber dem Auftragnehmer dargestellt werden. Die Projektmitglieder können also
bei der Erstellung eines Lastenhefts und der Ausschreibung in einem KI-Projekt die
Wissensbasis aus dem V-Modell XT nutzen und durch geringe Adaption den
Projekterfolg positiv beeinflussen.
4.3
        </p>
      </sec>
      <sec id="sec-4-3">
        <title>Phase Data Understanding</title>
        <p>
          Wichtiges Ziel der nächsten Phase Data Understanding ist, eine Aussage bzgl. der
Umsetzbarkeit der Lösung aufgrund von ausreichend vorhandenen und geeigneten
Datensätzen zu treffen.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">(vgl. Chapman et al. 2000, S. 10)</xref>
          In der
Auftraggeber-Auftragnehmer-Schnittstelle des V-Modell XT ist keine regelmäßige Übergabe von Daten
zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer geregelt. Das Produkt Lieferung im V-Modell
XT geht nur vom Auftragnehmer in Richtung des Auftraggebers.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2">(vgl. Angermeier et
al. 2006, S. 221)</xref>
          Im Produkt Projekthandbuch ist jedoch im Kapitel Mitwirkung und
Beistellungen des Auftraggebers festgelegt, dass der Auftraggeber seine beabsichtigten
Beistellungen im Thema Vorgaben für das Projekthandbuch der Auftragnehmer
festlegt.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2">(vgl. Angermeier et al. 2006, S. 73)</xref>
          Die Datenlieferungen müssen daher in diesem
Produkt in Art, Umfang und Zeitpunkt möglichst genau spezifiziert und während der
Projektlaufzeit regelmäßig hinsichtlich des konkreten Bedarfs angepasst werden.
Weiterhin wird auch die Unterstützung durch das Auftraggeberprojekt benötigt, um die
Bedeutung der einzelnen Datenattribute für die zu lösende Problemstellung identifizieren
zu können. Es sollten regelmäßige Abstimmungen zwischen der Fachseite des
Auftraggebers und den Data Scientists des Auftragnehmers erfolgen, da das Wissen der
Fachexperten unverzichtbar für den Projekterfolg ist. Nur so können in der anschließenden
Phase Data Understanding die richtigen Features aus der Datenbasis extrahiert werden.
Daher können auch in dieser Phase die Projektmitglieder aufbauend auf dem V-Modell
XT die Konzepte von CRISP-DM im Projekt geeignet integrieren.
        </p>
        <p>
          Die Phase Data Understanding hat Gemeinsamkeiten mit der innerhalb des Produkts
Altsystemanalyse behandelten Themas Datenmodell, da auch hier eine Einschätzung
der Datenqualität erfolgt und die Datenstruktur analysiert wird.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2">(vgl. Angermeier et al.
2006, S. 136)</xref>
          Jedoch soll durch die KI nicht zwingend ein Altsystem abgelöst werden.
Vielmehr werden die Datenquellen, die zur Lösung der spezifischen Problemstellung
erforderlich sind, recherchiert und inhaltlich analysiert. Auch das durch
Gesamtsystementwurf bzw. durch das Pflichtenheft erzeugte Produkt Systemarchitektur mit dem
beschriebenen Thema übergreifender Datenkatalog umfasst die Phase Data
Understanding nur zum Teil. Im übergreifenden Datenkatalog beschriebene Datenstrukturen
betreffen die an Schnittstellen zwischen Systemen und Systemelementen
ausgetauschten Daten.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2">(vgl. Angermeier et al. 2006, S. 150)</xref>
          Die Phase Data Understanding setzt
jedoch früher, d.h. bei der Analyse der in verschiedenen IT-Systemen gespeicherten
Daten, an, wobei diese nicht zwingend in einer Datenbank gespeichert werden müssen.
Zudem eignet sich nicht jedes IT-System aufgrund der enthaltenen Daten und ihrer
Qualität als Quellsystem, so dass es ggfs. nicht in den Datenkatalog aufgenommen
werden kann. Zudem ist es möglich, dass der fachliche Datenkatalog um zusätzliche
Datenfelder ergänzt werden muss, die aus vom Auftraggeber mangels Wissens noch nicht
betrachteten Quellsystemen stammen können. Darüber hinaus wird im Falle der
Entwicklung einer KI nicht immer eine klassische Schnittstelle genutzt, sondern es findet
häufig ein Datenexport aus dem Quellsystem in eine persistente Datei statt. Es wird
daher vorgeschlagen das Produkt Gesamtsystementwurf (Pflichtenheft) um das neue
Thema Datenanalyse in Quellsystemen-Kandidaten zu ergänzen. Daher kann auch
diese Phase von CRISP-DM geeignet im V-Modell XT umgesetzt und die identifizierte
Änderung im V-Modell XT in einer Deltaschulung vermittelt werden.
4.4
        </p>
      </sec>
      <sec id="sec-4-4">
        <title>Phase Data Preparation</title>
        <p>
          Die nächste Phase von CRISP-DM heißt Data Preparation. In dieser Phase werden die
Rohdaten so aufbereitet, dass sie direkt in der anschließenden Phase Modelling zum
Training eines Modells verwendet werden können. Wenn die geeigneten Quellen
identifiziert sind, müssen die Datenelemente für eine zuverlässige Durchführung der Phase
Data Preparation katalogisiert werden.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">(vgl. Chapman et al. 2000, S. 11)</xref>
          Nach
Erstellung des übergreifenden Datenkatalogs innerhalb des Produkts Systemarchitektur wird
durch den Auftragnehmer das Produkt Datenbankentwurf erzeugt. Unter dem Begriff
Datenbank wird gem. den Ausführungen zum Produkt Datenbankentwurf jedoch eine
klassische Datenbank mit Primär- und Fremdschlüsselbeziehungen verstanden.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2">(vgl.
Angermeier et al. 2006, S. 177)</xref>
          Dies ist bei einer exportierten CSV-Dateien mit
Datensätzen jedoch nicht der Fall, da die Daten nicht zwingend in einer normalisierten
Struktur, d.h. ohne redundante Speicherung der Informationen vorliegen. Es kann daher
höchstens von einem Datenkatalog gesprochen werden, in dem die technischen
Datenattribute mit ihren Feldformaten und Kardinalitäten den fachlichen Datenattributen
zugeordnet werden. Dieser Datenkatalog sollte daher im V-Modell XT als neues Produkt
ergänzt werden.
        </p>
        <p>
          Im V-Modell XT Produkt Migrationskonzept wird unter dem Thema
Datenmigration die Definition von Datentransformationen beim Transport vom Quell- zum
Zielsystem beschrieben. Migration meint in diesem Kontext jedoch die Ablösung eines
Altsystems durch ein neues System, wobei verschiedene Migrationsstrategien zum Einsatz
kommen.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2">(vgl. Angermeier et al. 2006, S. 178–180)</xref>
          Bei einer KI bestehen die
Quellsysteme hingegen mit Ausnahme einer Altsystemablösung weiter und dienen zum
dauerhaften Bezug von Trainings-, Validierungs- und Testdaten. Da innerhalb der
Systemarchitektur für jede Softwareeinheit eine Softwarearchitektur zu erstellen ist, muss
eine geeignete Beschreibung erfolgen. Dies ist für die spätere Nachvollziehbarkeit von
sehr hoher Bedeutung. Außerdem können auf diese Weise die spätere Implementierung
und der Komponententest arbeitsteilig und in hoher Qualität erfolgen. Es ist daher für
die Phase Data Preparation ein neues Thema mit dem Titel „Beschreibung der
Datenbereinigung, -anreicherung und -transformation“ im Produkt Systemarchitektur zu
ergänzen. Diese Phase findet zwischen den Entscheidungspunkten des V-Modell XT
Einheit(en) entworfen und Einheit(en) realisiert statt, da hier bereits die Implementierung
der Featureselection und Datentransformation erfolgt. Auch in der Phase Data
Preparation wird ersichtlich, dass das V-Modell XT durch geringe Änderungen CRISP-DM
unterstützen kann.
4.5
        </p>
      </sec>
      <sec id="sec-4-5">
        <title>Phase Modelling</title>
        <p>
          In der Phase Modelling wird das Modell der KI erstellt und seine Hyperparameter
optimiert.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">(vgl. Chapman et al. 2000, S. 11)</xref>
          Nach Ende des Trainings liegen Artefakte mit
Modellinformationen vor. Diese enthalten in Abhängigkeit von der verwendeten
Technologie möglichweise keine Programmlogik, sondern können nur nach
vorangegangenem Einlesen verwendet werden. In Abgrenzung von den Quellcode enthaltenden sind
letztgenannte Artefakte als Konfigurationsdateien zu bewerten. Konfigurationsdateien
gehören zu einem konkreten Element des Systems und werden gem. V-Modell XT als
Softwaremodule klassifiziert.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2">(vgl. Angermeier et al. 2006, S. 43)</xref>
          Somit sind alle für
Softwaremodule anwendbare Konzepte des V-Modell XT auch bei KI-Projekten auf
Artefakte der Modellierung der KI einsetzbar. Die Artefakte werden also laut V-Modell
XT im Zusammenhang mit der Prüfung der dazugehörigen Komponente durch
Anwendung der Prüfspezifikation Systemelement getestet.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2">(vgl. Angermeier et al. 2006, S.
42–43)</xref>
          Die Phase Modelling findet auch noch vor dem Entscheidungspunkt Einheit(en)
realisiert statt. Damit müssen die Projektmitglieder für die Phase Modelling keine
Adaptionen im V-Modell XT erlernen.
4.6
        </p>
      </sec>
      <sec id="sec-4-6">
        <title>Phase Evaluation</title>
        <p>
          Die Evaluation ist der letzte Schritt vor Produktivsetzung des Modells der KI. Daher
erfolgt eine gründliche Prüfung, die auch dessen Entstehungsprozess einbezieht und
das Ziel hat, etwaige bisher unentdeckte Schwachstellen aufzudecken. Nur bei einem
positiven Prüfungsergebnis, wird das Modell in das Deployment überführt.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">(vgl.
Chapman et al. 2000, S. 11)</xref>
          In CRISP-DM entscheidet das Projektteam über das Projektende
und die Durchführung des Deployments.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">(vgl. Chapman et al. 2000, S. 27)</xref>
          Im
V-Modell XT wird hingegen im Anschluss an das Produkt Lieferung (von
Auftragnehmer) einzig vom Auftraggeber in Person des Projektmanagers eine Abnahmeerklärung,
die sich auf das im Abnahmeprotokoll dokumentierte Prüfungsergebnis des
Abnahmetests stützt, abgegeben.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2">(vgl. Angermeier et al. 2006, S. 222–223)</xref>
          Dies bedeutet, dass
der Projektabschluss im V-Modell XT im Gegensatz zu CRISP-DM die Entscheidung
einer einzelnen Person ist. Gemeinsam ist beiden Vorgehensmodellen, dass das Modell
mit Prüfspezifikationen getestet wird. Wichtig ist, dass bei der Lieferung an den
Auftraggeber neben Quellcode enthaltenden Artefakten auch ein Modell, das mit zuvor
festgelegten Daten trainiert wurde, ausgeliefert wird. Daher muss darauf geachtet
werden, dass dieses für repräsentative Ergebnisse bei der Evaluation auch nur mit
Datensätzen aus der festgelegten Datenbasis getestet wird.
        </p>
        <p>Für die Phase Evaluation müssen also Besonderheiten erlernt werden, die jedoch auf
dem Konzept des Abnahmetests im V-Modell XT aufbauen. Der Unterschied bei der
Abnahmeerklärung des Gesamtsystems sollte dadurch adressiert werden, dass die KI
in eigenen Iterationen durch Data Scientists optimiert wird und durch unabhängige
Tester mit Metriken abgeprüft wird. Der Test einer KI mit vielen Datensätzen und die
Berechnung von Metriken auf Basis der Testergebnisse ist dem automatisierten
Testen zuzuordnen. Deren Empfehlung für das Deployment wird an den Testmanager
gegeben. Dieser lässt die Information neben eigenen fachlichen Testergebnissen zum
Gesamtsystem mit dem KI-Softwaremodul in das Abnahmeprotokoll einfließen. Die
Abnahmeerklärung des Gesamtsystems erfolgt auch hier gem. V-Modell XT durch den
Projektmanager des Auftraggebers. Die zu erlernende Adaption des V-Modell XT ist
daher gering und leicht durch Lerntransfer vermittelbar.
4.7</p>
      </sec>
      <sec id="sec-4-7">
        <title>Phase Deployment</title>
        <p>
          Beim Deployment werden alle Vorkehrungen getroffen, um das Modell in den
Echtbetriebseinsatz zu überführen.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">(vgl. Chapman et al. 2000, S. 11)</xref>
          Die übergebenen
Artefakte reichen hierbei je nach Anforderungen vom Kern-Modell bis hin zu einem
lauffähigen Service. Im V-Modell XT ist die Übergabe des IT-Systems in den Echtbetrieb
erst nach der Abnahmeerklärung des Auftraggebers möglich. Das tatsächliche
Deployment der IT-Lösung im Echtbetrieb ist hingegen vom V-Modell XT nicht mehr umfasst.
Im Anschluss zur Lieferung durch den Auftragnehmer übergibt der Auftragnehmer
nach der Abnahmeerklärung durch den Auftraggeber lediglich noch den
Projektabschlussbericht mit allen Projektergebnissen an den AG.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2">(vgl. Angermeier et al. 2006,
S. 111)</xref>
          Diese Übergabe stimmt mit CRISP-DM überein, somit ist der Endpunkt beider
Vorgehensmodelle gleich.
        </p>
        <p>
          In CRISP-DM wird das Deployment inkl. Monitoring und späteren Wartungen
detailliert geplant, wobei am Ende jedoch auch nur ein Abschlussbericht und eine
Präsentation der Ergebnisse und nicht die technische Umsetzung steht.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">(vgl. Chapman et al.
2000, S. 54–56)</xref>
          Wichtiger Unterschied zum V-Modell XT ist jedoch das Ergebnis.
Output ist bei CRISP-DM neben zusätzlichen Erkenntnissen nur das fertige Modell und
nicht eine fertige IT-Lösung.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">(vgl. Chapman et al. 2000, S. 53)</xref>
          Zum Umfang einer
Lieferung nach dem V-Modell XT können neben dem Gesamtsystem und dessen Teilen
auch Dokumente gehören.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2">(vgl. Angermeier et al. 2006, S. 124)</xref>
          Hier umfasst das
V-Modell XT folglich einen weitergehenden Ansatz, der die KI-Artefakte in ein
IT-System mit konventionell entwickelten Komponenten einbettet. Daher ist es nur
sinnvoll CRISP-DM in das V-Modell XT zu integrieren und nicht anders herum.
        </p>
      </sec>
      <sec id="sec-4-8">
        <title>Weitere Anpassungen im V-Modell XT</title>
        <p>In KI-Projekten wird u.a. das Fähigkeitsprofil eines Data Scientist benötigt. Daher sind
KI-spezifische Rollen neben den V-Modell XT-Rollen SW-Entwickler, SW-Architekt
und Systemarchitekt mindestens in das Rollenmodell des projektspezifischen
V-Modells XT aufzunehmen. Möglicherweise eignet sich auch eine Anpassung des
offiziellen V-Modells XT.</p>
        <p>Bei der praktischen Durchführung des Projekts wird auch das Problem identifiziert,
dass eine Unsicherheit darin besteht, ob die aktuellen technischen Entwicklungen im
Bereich KI die gewünschten fachlichen Funktionalitäten ermöglichen. Es ist daher in
einem separaten Projekt eine Machbarkeitsstudie vor der Ausschreibung durch
KI-Experten bzw. zunächst die Erstellung eines Prototyps empfehlenswert. Dieses
Vorgehen wird durch das Produkt Projektvorstudie im V-Modell XT bzw. eine
prototypische Entwicklung ermöglicht. Es ist somit wichtig, das Projekt korrekt aufzusetzen und
geeignete Pufferzeiten für die genannten Arbeiten bzw. zusätzlichen Iterationen
einzuplanen.</p>
        <p>
          Erst wenn die zur Lösung der Problemstellung eingesetzte Technologie im Bereich
der künstlichen Intelligenz bekannt ist, können die technischen Ressourcen für Training
und Tuning bestimmt werden. Es sollte daher bei den ersten Projekten mit einem
höheren Projektbudget auf Auftragnehmerseite kalkuliert werden. KI-Projekte benötigen
korrekte und vollständige Datensätze, was durch Prozesse bei Erhebung und
Verwaltung der Daten sichergestellt wird.
          <xref ref-type="bibr" rid="ref3">(vgl. Pütter 2018)</xref>
          Dies hat auch Auswirkungen auf
den Ressourcenbedarf im Projekt, da die Datensätze aufwendig zusammengetragen und
analysiert werden müssen.
        </p>
        <p>
          Ist eine Untersuchung bzw. Prototyperstellung unterblieben, kann durch die
Bereitstellung von anonymisierten Beispieldatensätzen im Rahmen der Ausschreibung und
durch Datenlieferungen nach Vertragsschluss das Projektrisiko reduziert werden. Im
ungünstigsten Fall, kann sich der Akteur in einer fachlichen Anforderung nachträglich
verändern, sofern diese weder über konventionelle regelbasierte Implementierung noch
über die Entwicklung einer KI realisierbar ist. Das keine Muster beim Training der KI
gefunden wurden heißt jedoch nicht, dass keine solchen existieren. Daher ist im
iterativen CRISP-DM-Prozess regelmäßig zu bewerten, ob das Training beendet wird oder
mit anderen Daten fortgesetzt wird. Dazu dienen die empfohlenen regelmäßigen
Abstimmungen zu den Datenlieferungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer in
der Phase Data Understanding. Das V-Modell XT unterstützt „ein iteratives Vorgehen,
bei dem der Entwicklungszyklus nicht nur einmal, sondern mehrmals durchlaufen
wird.“
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2">(Angermeier et al. 2006, S. 5)</xref>
          Ein Wechsel von einem vollständig
automatisierten auf einen manuellen Prozessschritt führt zu einem höheren Ressourcenbedarf im
Echtbetrieb und somit mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Vertragsstreitigkeiten, die
letztendlich zum Scheitern des Projekts führen können.
        </p>
        <p>Im Ergebnis können das Rollenmodell und die Unsicherheit bei der Umsetzbarkeit
einer fachlichen Anforderung durch eine KI mit Konzepten des V-Modell XT geeignet
adressiert werden. Hier ist lediglich eine geeignete Sensibilisierung des Projektleiters
erforderlich, damit dieser die Meilensteinplanung für ein KI-Projekt risikoorientiert
erstellen kann.</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Diskussion</title>
      <p>Der Vergleich von V-Modell XT und CRISP-DM trägt zur Forschung im Bereich
Projektmanagement von KI-Projekten bei. Beide verfügen zum einen über ein
vergleichbares Tailoringkonzept, wodurch Projektmitarbeiter ihr Wissen aus dem V-Modell XT
nutzen können. Die Produkte Ausschreibung, Projekthandbuch, Gesamtsystementwurf
(Pflichtenheft) und Systemarchitektur müssen durch die Projektmitglieder
entsprechend der Ergebnisse dieses Papers angepasst werden, damit die Vorgaben von
CRISP-DM im V-Modell XT Projekt geeignet berücksichtigt werden. Weiterhin wird
ein neues Produkt Datenkatalog benötigt, in welchem die technischen Datenattribute
mit ihren Feldformaten und Kardinalitäten den fachlichen Datenattributen zugeordnet
werden. Daher ist auf Ebene der Produkte eine Integration von CRISP-DM in das
V-Modell XT sinnvoll möglich.</p>
      <p>Daneben sind während der Phase Data Understanding regelmäßige Abstimmungen
zwischen der Fachseite des Auftraggebers und den Data Scientists des Auftragnehmers
erforderlich, die vom Projektleiter auf Auftraggeberseite initiiert werden müssen. Nur
so kann beim Auftragnehmer ein korrektes Verständnis der vorhandenen Datenquellen
sichergestellt werden. Überdies wird ein zweigeteilter Abnahmetest vorgeschlagen. Ein
Teil des Abnahmetests betrifft ausschließlich die trainierten und validierten
KI-Bestandteile des IT-Systems. Sie werden mit Unterstützung durch Data Scientist
automatisiert getestet. Die dabei erhaltenen Metrikdaten werden im Anschluss
ausgewertet und mit Zielwerten aus dem Lastenheft verglichen. Der zweite Teil des
Abnahmetests adressiert die Umsetzung der fachlichen Anforderungen im Gesamtsystem. Im
gesamten Test können die Projektmitglieder das bestehende Wissen zur
Testdurchführung mit manuellen und automatisierten Testszenarien im V-Modell XT nutzen. Die
beim Training der KI erzeugten Artefakte, die keinen Quellcode enthalten, sind im
V-Modell XT als Konfigurationsdatei zu bewerten, auf die auch die Regelungen des
V-Modell XT für Softwaremodule direkt anwendbar sind. Hier können
Projektmitglieder daher ihr Wissen zum V-Modell XT anwenden. Das Deployment nach dem
V-Modell XT ist weitergehender als das von CRISP-DM, da es auch Artefakte umfasst,
die konventionell entwickelt wurden. Um die Risiken bei der Durchführung von
KI-Projekten zu minimieren, werden die bereits im V-Modell XT enthaltene
Projektvorstudie oder eine Projektdurchführungsstrategie mit prototypischer Entwicklung
empfohlen. Im Ergebnis der Konventionsabbildung ist auch auf Ebene der Aktivitäten
bzw. Geschäftsprozesse eine Integration von CRISP-DM in das V-Modell XT
praktikabel.</p>
      <p>Aufgrund dieser zwei Erkenntnisse ist eine schnelle Einführung von CRISP-DM auf
Basis der Kenntnisse zum V-Modell XT über Lerntransfer möglich. So werden
insbesondere Projektleiter ohne umfangreiches Studium zu KI mit dem neu erlernten Wissen
dazu befähigt, KI-Projekte in hoher Qualität und risikoarm durchzuführen.</p>
      <p>Die praktische Relevanz der Forschungsergebnisse besteht darin, dass auf dieser
Grundlage Deltaschulungen entwickelt werden können. In diesen können
Projektmitglieder der öffentlichen Verwaltung und den sie unterstützenden Unternehmen mit
geringem zeitlichem und damit finanziellem Aufwand für künftige KI-Projekte nach dem
V-Modell XT geschult werden. Gerade wegen ihres hohen Gestaltungspotentials bei
der Projektplanung und -durchführung sollten Projektleiter vorrangig für die
Durchführung von KI-Projekten fundiert weitergebildet werden. Aufgrund des identifizierten
geringen Anpassungsbedarfs ist der Schulungsbedarf als beherrschbar zu bewerten. Daher
ist es sinnvoll eine große Zahl von Projektmitgliedern in laufenden und zukünftigen
KIProjekten in der Anwendung von CRISP-DM im V-Modell XT zu schulen.
6</p>
    </sec>
    <sec id="sec-6">
      <title>Fazit</title>
      <p>In dieser Arbeit wurde ein strukturierter Vergleich zwischen dem V-Modell XT und
CRISP-DM durchgeführt und damit eine neue Konventionsabbildung entwickelt. Ziel
dabei war die Möglichkeiten von Lerntransfer für Projektmitglieder mit V-Modell XT
Wissen zur Umsetzung von KI-Projekten unter Anwendung von CRISP-DM zu
untersuchen.</p>
      <p>Dabei wurde als Hauptbeitrag des Papers festgestellt, dass sich das V-Modell XT
auch als Basis zur Durchführung von KI-Projekten mit CRISP-DM eignet und zudem
eine schnelle Einführung von CRISP-DM unter Einbeziehung der Kenntnisse der
Projektmitglieder zum V-Modell XT möglich wird. Künftige Deltaschulungen versetzen
die bisher in KI-Projekten unerfahrenen Projektmitglieder in die Lage, ein
gemeinsames Begriffsverständnis mit den Data Scientists aufzubauen. Dies hilft insbesondere
die Kommunikation im Projekt zu verbessern. So werden zukünftige KI-Projekte in den
öffentlichen Verwaltungen unterstützt, um deren Erfolgswahrscheinlichkeit zu erhöhen
und damit den Einsatz von KI in dieser Domäne zu fördern und auszuweiten.
Adressaten dieser Arbeit sind Behördenmitarbeiter, insbes. Projektleiter, die
KI-Projekte zukünftig durchführen werden. Auch die Wirtschaft kann von den
gewonnenen Erkenntnissen profitieren, um bei Ausschreibungen von IT-Projekten mit
KI-Bestandteilen eine gute Integration der KI-Experten mit einer häufig
vorgeschriebenen Projektdurchführung nach V-Modell XT sicherzustellen. Dadurch wird das
unternehmerische Risiko der IT-Dienstleister beherrschbarer.</p>
      <p>Schwerpunkt der Arbeit ist der systematische Vergleich zwischen beiden Standards,
der den Behördenmitarbeitern hilft bei bestehendem Wissen anzusetzen, um Neues zu
lernen. Leider steht die praktische Evaluation der Ergebnisse dieses Papers mangels
geringer Anzahl von KI-Projekten in den öffentlichen Verwaltungen noch aus.</p>
      <p>Sollten sich der Einsatz von CRISP-DM in V-Modell XT Projekten bewähren, wäre
eine Erweiterung des V-Modell XT Projektassistenten sinnvoll. So könnten die
Besonderheiten von KI-Projekten nach CRISP-DM bereits beim Tailoring IT-gestützt
berücksichtigt werden, was die Umsetzung der Forschungsergebnisse vereinfachen würde.
Dafür ist jedoch im Vorfeld eine weitere Ausdetaillierung der Auswirkungen von
CRISP-DM auf Themenebene der V-Modell XT Produkte erforderlich.</p>
    </sec>
  </body>
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