<!DOCTYPE article PUBLIC "-//NLM//DTD JATS (Z39.96) Journal Archiving and Interchange DTD v1.0 20120330//EN" "JATS-archivearticle1.dtd">
<article xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink">
  <front>
    <journal-meta />
    <article-meta>
      <title-group>
        <article-title>Ein agiles Vorgehensmodell zur Einführung von Predictive Analytics in Unternehmen</article-title>
      </title-group>
      <contrib-group>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Jule Aßmann</string-name>
          <email>assmann.jule@guj.de</email>
          <xref ref-type="aff" rid="aff0">0</xref>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Joachim Sauer und Michael Schulz</string-name>
          <email>joachim.sauer@nordakademie.de</email>
          <email>michael.schulz@nordakademie.de</email>
          <xref ref-type="aff" rid="aff0">0</xref>
        </contrib>
        <aff id="aff0">
          <label>0</label>
          <institution>NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft</institution>
          ,
          <addr-line>Elmshorn</addr-line>
          ,
          <country country="DE">Deutschland</country>
        </aff>
      </contrib-group>
      <abstract>
        <p>Predictive analytics is used to get insights about future events on the basis of historical and current data with the help of statistical methods. In some industries or companies such use cases are still hardly available. In this article an agile model is presented that supports the introduction of predictive analytics in companies to minimize prediction uncertainty. This closes a gap of established process models, which only start once the decision to perform a data analysis on a specific problem has already been made. The development of the model is based on the experience gained at Gruner + Jahr GmbH in a business unit that is part of the Digital Marketing &amp; Advertising industry. The application to other domains is considered.</p>
      </abstract>
      <kwd-group>
        <kwd>Predictive Analytics</kwd>
        <kwd>Anwendungsfälle</kwd>
        <kwd>Digital Marketing &amp; Advertising</kwd>
      </kwd-group>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>Einleitung</title>
      <p>
        Predictive Analytics (PA) bietet die Möglichkeit, historische und aktuelle Daten zur
Vorhersage zukünftiger Ereignisse zu nutzen. Obwohl PA bereits seit vielen Jahren als
relevante Disziplin für Unternehmen allgemein akzeptiert ist, ist dies in einigen
domänenspezifischen Anwendungen nicht immer der Fall. Im Gartner Hype Cycle für das
Themengebiet „Business Intelligence &amp; Analytics“ ist PA seit 2011 vertreten und hat
den Gipfel der überzogenen Erwartungen bereits passiert [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>
        ]. Im Hype Cycle für das
Themengebiet „Digital Marketing &amp; Advertising“ (DMA) wird PA dagegen erst seit
2015 geführt und aktuell an der Spitze der Aufmerksamkeit eingeordnet; die Phasen
der Erleuchtung und anschließender Produktivität haben noch nicht stattgefunden [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2">2</xref>
        ].
Die Entscheidung für den Einsatz neuer Technologien wie PA erfordert von
Unternehmen Innovationsbereitschaft. Weniger risikoaffine Firmen suchen daher vor einer
Durchführungsentscheidung häufig nach Use Cases (im Deutschen: Anwendungsfälle)
mit einem erkennbaren wirtschaftlichen Nutzen (vgl. z. B. [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>
        ]). Diese sind unter
anderem im Bereich des DMA jedoch noch nicht ohne größeren Aufwand zu identifizieren.
      </p>
      <p>In dieser Arbeit wird ein Vorgehensmodell vorgestellt, das Firmen bei der
Einführung von PA unterstützt und die Unsicherheit in dieser Anfangsphase minimiert. Dem
Modell liegen dabei Erfahrungen zugrunde, die in einem Geschäftsbereich der Gruner
+ Jahr GmbH, der dem DMA-Bereich zuzuordnen ist und zu Beginn der Untersuchung
noch keine Anwendung für PA besaß, gesammelt wurden. Damit besteht ein spezieller
Branchenfokus; eine Übertragbarkeit des erarbeiteten Modells auf weitere Branchen
und Unternehmen, die den Einsatz von PA prüfen, wurde jedoch berücksichtigt.</p>
      <p>Es wurden möglichst viele Verfahren gewählt, um für den Einsatz von PA relevante
Einsatzszenarien im betrachteten Unternehmen zu identifizieren: Nach einer
Betrachtung theoretischer Grundlagen wird aufbauend auf einer strukturierten Literaturanalyse
eine empirische Untersuchung in Form qualitativer Befragungen mit ausgewählten
Personen aus der Vermarktung, sowohl innerhalb der Gruner + Jahr GmbH, als auch mit
unternehmensfremden Vermarktungsakteuren, beschrieben. Diese Interviews zielten
darauf ab, (Teil-) Automatisierungspotenziale und Ineffizienzen in den Tätigkeiten der
Befragten zu identifizieren. Basierend auf den erzielten Ergebnissen konnten
Anwendungsfälle für PA-Vorhaben erarbeitet werden, die im Kontext der
Vermarktungsorganisation Einsatz finden können. Für diese Use Cases wurden Faktoren erhoben, die
Anhaltspunkte zum Aufwand einer Implementierung darstellen. Ergänzt wurde die
empirische Untersuchung durch eine Gruppendiskussion mit den Führungskräften aus der
Gruner + Jahr GmbH, die darauf abzielte, ein im Sinne des Unternehmens
übergeordnetes Verständnis zu den aus den qualitativen Befragungen hervorgehenden Problemen
zu gewinnen, sowie die Relevanz der Use Cases einzuordnen und ihren Nutzen zu
bewerten.</p>
      <p>Aus den gewonnenen Erkenntnissen wurde anschließend ein generelles
Vorgehensmodell für die Einführung von PA in Unternehmen abgeleitet, das in Abschnitt 4
vorgestellt und abstrakt beschrieben wird. Danach werden Erfahrungen bei der Umsetzung
dargestellt und diskutiert. Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Ergebnisse und
einem Ausblick ab.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Theoretische Grundlagen</title>
      <p>Die Aufbereitung und Verwendung von Daten zur Entscheidungsunterstützung ist bis
in die 1970er Jahre zurückzuführen [4]. Durch immer weiter zunehmende
Datenmengen und die Verbesserung der zugrundeliegenden Technologien hat die Datenanalyse
im letzten Jahrzehnt einen deutlich höheren Stellenwert erhalten als dies zuvor der Fall
war [5]. In der Folge entstanden bzw. verbreiteten sich zahlreiche Methoden und
Disziplinen, zu denen auch Predictive Analytics zählt.</p>
      <p>Der PA-Begriff ist nicht einheitlich definiert. Da diese Herausforderung jedoch nicht
den Fokus der vorliegenden Arbeit darstellt, wird an dieser Stelle auf die Literatur
verwiesen (vgl. dazu z. B. [5–11]). In Anlehnung an bestehende Definitionen soll in der
vorliegenden Arbeit unter Predictive Analytics eine Form der Datenanalyse verstanden
werden, mit der unter Zuhilfenahme statistischer Verfahren auf Basis historischer und
aktueller Daten Vorhersagen zu zukünftigen Ereignissen getroffen werden können.</p>
      <p>PA basiert auf unterschiedlichen Methoden zur Aufdeckung von
Ursache-WirkungsBeziehungen, deren Ursprung im Data Mining zu verorten ist [11]. In Abbildung 1 sind
Methodengruppen und deren Eigenschaften dargestellt, in die ein Großteil der
verwendeten Analyseverfahren eingeordnet werden können. Charakterisierende Merkmale
einzelner Methoden, wie beispielsweise Einfachheit und Nachvollziehbarkeit, werden
in der Matrix bewusst nicht als Kriterien erfasst. Die Ursache hierfür liegt in der Vielfalt
statistischer Methoden, die je Gruppierung angewendet werden können und eine
übergreifende Bewertung unmöglich macht.</p>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>Eigenschaft</title>
        <sec id="sec-2-1-1">
          <title>Prognose</title>
        </sec>
        <sec id="sec-2-1-2">
          <title>Segmentierung</title>
        </sec>
        <sec id="sec-2-1-3">
          <title>Klassifikation</title>
        </sec>
        <sec id="sec-2-1-4">
          <title>Assoziation</title>
        </sec>
      </sec>
      <sec id="sec-2-2">
        <title>Visualisierung Art</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-3">
        <title>Anwendungsargument</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-4">
        <title>Schwächen</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-5">
        <title>Beispiel der</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-6">
        <title>Anwendung (marketingspezifisch) I1</title>
        <p>I2</p>
        <p>O
überwacht</p>
        <p>unüberwacht</p>
        <p>Abbildung 1. Predictive-Analytics-Methodengruppen, in Anlehnung an [8, 11, 12]
In der wissenschaftlichen Literatur existieren Veröffentlichungen zu PA unter
anderem in den Bereichen Luftfahrt, Gesundheitswesen, Einzelhandel, bei der
Produkteinführung und Preisgestaltung [5, 12–15]. Darüber hinaus sind Ansätze zur Nutzung für
marketingtreibende Unternehmen vorhanden [6]. Einsatzpotenziale speziell für die
Medienbranche / Vermarktung sind in der wissenschaftlichen Diskussion dagegen bisher
kaum thematisiert. Die Herausforderungen durch Unsicherheiten in der Entscheidung
für oder gegen den PA-Einsatz sind für Unternehmen aus diesem Bereich daher
besonders hoch, weshalb sich der Bereich gut für eine beispielhafte Betrachtung eignet.
2.2</p>
        <p>Vorgehensmodelle zur Anwendung von Predictive Analytics
Predictive Analytics basiert in großen Teilen auf Techniken des Data Minings [7],
weshalb sich in diesen beiden Bereichen verwendete Vorgehensmodelle nicht
unterscheiden. Genannt werden können hier, bezogen auf die weite Verbreitung, vor allem das
Modell Knowledge Discovery in Databases (KDD) [16], der Cross Industry Standard
Process for Data Mining (CRISP-DM) [17] und der Prozess des Sampling, Exploring,
Modifying und Assessing (SEMMA) [18]. All diese Vorgehensmodelle sind bewusst
einfach gestaltet, sodass sie nicht nur von PA-Spezialisten, sondern auch von
Domänenexperten verstanden werden und so ein Bearbeiten von Problemstellungen über
unterschiedliche Interessengruppen und verschiedene Phasen, wie etwa der
Datenaufbereitung und -analyse, hinweg ermöglichen.</p>
        <p>Im Gegensatz zu KDD und SEMMA beinhaltet das CRISP-DM (vgl. Abbildung 2)
mit dem Business Understanding eine Phase, die dazu dient, das Ziel und die
Anforderungen eines Vorhabens aus Geschäftsperspektive zu verstehen, in eine für die Analyse
geeignete Fragestellung zu übersetzen und einen Projektplan zur Umsetzung abzuleiten
[17]. Ein umfangreiches Geschäftsverständnis ist essenziell, um eine Datenanalyse
erfolgreich durchführen zu können [19]. Ebenfalls wird im CRISP-DM die Agilität der
Datenanalyse deutlicher hervorgehoben, als dies in den anderen beiden genannten
Vorgehensmodellen der Fall ist.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-7">
        <title>Business</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-8">
        <title>Understanding</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-9">
        <title>Data</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-10">
        <title>Understanding</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-11">
        <title>Deployment</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-12">
        <title>Data</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-13">
        <title>Preparation</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-14">
        <title>Modeling</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-15">
        <title>Evaluation</title>
        <p>Abbildung 2. CRISP-DM Vorgehensmodell, aus [17]</p>
        <p>Auch wenn alle genannten Vorgehensmodelle und vor allem das CRISP-DM viele
relevante Aspekte eines PA-Projektes adressieren, setzen sie doch erst dort an, wo die
Entscheidung für den Einsatz einer Datenanalyse auf eine spezifische Problemstellung
bereits getroffen wurde. In dieser Arbeit soll ein Modell entwickelt werden, das früher,
nämlich bei der Auswahl der am besten geeigneten Fragestellung für PA, ansetzt. Dabei
sollen die wichtigsten Eigenschaften des CRISP-DM, wie Einfachheit, Agilität und die
Möglichkeit des Einbezugs sämtlicher Interessengruppen, als Vorbild für die
Entwicklung dienen. Dadurch wird auch eine kombinierte Anwendung dieser beiden Modelle
möglich.
3</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Forschungsdesign</title>
      <p>Das Vorgehensmodell wurde iterativ bei der Gruner + Jahr GmbH entwickelt, da
eine einfache Übertragbarkeit aus anderen Unternehmen nicht möglich ist und deshalb
die Expertise der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des spezifischen Unternehmens
besonders berücksichtigt werden muss. Dabei wurden ein umfangreiches
Literatur-Review, eine qualitative Befragung sowie eine abschließende Gruppendiskussion mit
Experten genutzt (vgl. Abbildung 3). Dieses Vorgehen ermöglicht die umfangreiche
Berücksichtigung verschiedener Perspektiven auf die Tauglichkeit von PA im
spezifischen Fall und sichert durch die Einbeziehung von Interessengruppen zusätzlich die
Akzeptanz von Entscheidungen.</p>
      <sec id="sec-3-1">
        <title>Ableitung Leitfaden für Befragung</title>
        <sec id="sec-3-1-1">
          <title>Strukturierte</title>
        </sec>
        <sec id="sec-3-1-2">
          <title>Literatur-Review</title>
          <p>Identifizierung
•
Predictive-Analytics</p>
          <p>Anwendungsfälle
• Adressierte Probleme
• Hervorgerufener Nutzen</p>
        </sec>
      </sec>
      <sec id="sec-3-2">
        <title>Ableitung Use</title>
      </sec>
      <sec id="sec-3-3">
        <title>Cases</title>
        <sec id="sec-3-3-1">
          <title>Qualitative</title>
        </sec>
        <sec id="sec-3-3-2">
          <title>Befragung</title>
          <p>Identifizierung
• Übertragbarkeit auf
Vermarktungsorganisationen</p>
        </sec>
      </sec>
      <sec id="sec-3-4">
        <title>Abstraktion</title>
        <sec id="sec-3-4-1">
          <title>Gruppendiskussion</title>
          <p>• Einordnung erarbeiteter</p>
          <p>Use Cases
• Identifizierung</p>
          <p>wirtschaftlicher Nutzen</p>
          <p>Abbildung 3. Forschungsvorgehen</p>
          <p>Mit einem Literatur-Review wurden über die Datenbanken ScienceDirect, Beluga
(Katalog der Hamburger Bibliothek), Springer-Link, EBSCO und ACM Digital Library
Use Cases mithilfe der in Abbildung 4 dargestellten, aus jeweils drei Elementen
bestehenden Suchbegriffe identifiziert.</p>
          <p>Im ersten Prozessschritt konnten 30 Use Cases aus unterschiedlichen Branchen
erkannt und auf ihren Ursprung und hervorgerufenen Nutzen durch eine PA-Anwendung
hin untersucht werden. Eine komprimierte Übersicht der Use Cases befindet sich im
Anhang dieses Artikels. Die identifizierten Effekte konnten zu den Kategorien
Prozessoptimierung, Verkaufsunterstützung, Wissen, Sicherheit und Kundenerlebnis
gruppiert werden, die verschiedene Tätigkeiten eines Jobprofils ansprechen können.</p>
          <p>Die anschließende qualitative Befragung wurde unter sechs
Vermarktungsmitarbeitern durchgeführt, welche basierend auf den zuvor gebildeten Kategorien den Anteil
der manuellen Arbeit und des Bauchgefühls für ihren Aufgabenbereich bewerteten. Als
Resultat konnten fünf potenzielle PA-Use Cases für die Vermarktung ermittelt werden:
Die Erstellung von Umsatzprognosen für verschiedene Vermarktungsblickwinkel, die
optimale Bestimmung von Konditionen, die Identifikation von
(Neu-)Kundenpotenzialen, die Identifikation von Cross-Selling-Potenzialen sowie die Unterstützung einer
gezielten Kundenansprache.</p>
          <p>Eine abschließende Gruppendiskussion unter Führungskräften der Vermarktung
ordnete die erarbeiteten Use Cases übergreifend ein. Mithilfe einer Nutzwertanalyse
wurden Aufwandstreiber (Anzahl Datenquellen, Art und Unabhängigkeit der Daten,
Reifegrad, notwendige Kombination analytisches und fachliches Know-how) und
Nutzenindikatoren (Effizienzsteigerung, Kostenreduktion, Erlössteigerung,
Wettbewerbsvorteil, Risikominimierung, Entscheidungsrelevanz, Zukunftsrelevanz und
Investitionsbereitschaft) für die Use Cases gegenübergestellt und diese vergleichbar gemacht.
Für die erste Umsetzung von PA in DMA-Unternehmen wurden daraus resultierend die
Use Cases Umsatzprognosen, Cross-Selling-Potenziale und eine Anwendung zur
optimalen Bestimmung von Konditionen empfohlen.</p>
          <p>Im Anschluss erfolgte für das Unternehmen Gruner + Jahr GmbH die Umsetzung
zweier PA-Use Cases. Konform der Empfehlung der vorausgehenden Erarbeitung
wurden zum einen Umsatzforecasts für verschiedene Vermarktungsblickwinkel erstellt.
Zum anderen wurde die Identifizierung von Neukundenpotenzialen angewandt, die in
der Gesamtbewertung aus Aufwand und Nutzen zwar nicht das höchste Ranking erhielt,
jedoch mit einer zentralen Datenquelle auskommen kann und daher für die schnelle
Ergebniserzielung besonders geeignet erschien. Auf Basis der realen Datengrundlage
des Unternehmens konnten innerhalb eines Entwicklungszyklus aus wenigen Tagen
schnelle Ergebnisse erzielt werden, die eine Evaluation der Machbarkeit der Use Cases
zuließen. Es zeigte sich, dass für beide Use Cases zwar Ergebnisse erzielt werden
konnten, das Vorhandensein von Daten in ausreichender Menge jedoch nicht für alle
betrachteten Vermarktungsblickwinkel gegeben war. Dies wird als ein allgemeines
Hindernis von PA-Vorhaben gesehen [5].</p>
          <p>Nach einer kritischen Prüfung der Ergebnisse wurde über den weiteren Umgang
entschieden. Use Cases können verworfen, in einem weiteren Zyklus angepasst, oder
erweitert oder sofort in den Betrieb überführt werden. Für das Unternehmen Gruner +
Jahr GmbH wurde entschieden, die Use Cases zunächst anzupassen und zu erweitern.
Dafür wurden zum einen eine weitere Datenquellen angebunden, welche die
Fehlermetriken der Prognose verringern konnte, sowie zum anderen das Prognoseergebnis um
zusätzliche Informationen verfeinert. Das Ziel bestand darin, die Akzeptanz der
Predictive-Analytics-Lösung durch inhaltliche Verbesserungen für eine nachfolgende
Überführung in den Betrieb zu gewährleisten. Diese Überführung ist als Folgeaktivität
geplant, jedoch zu diesem Zeitpunkt noch ausstehend. Vor der Weiterentwicklung der
Use Cases wurde diese Überführung gegen die Umsetzung weiterer PA-Use Cases in
Hinblick auf den zu erzielenden Nutzen und Aufwand erneut bewertet und
gegeneinander abgewogen.
4</p>
        </sec>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Beschreibung des agilen Modells</title>
      <p>Aus den Erfahrungen des Einsatzes im Unternehmen wurde ein allgemeines
Vorgehensmodell zur Einführung von Predictive Analytics in Unternehmen abstrahiert, das
in Abbildung 5 dargestellt ist. Es ist nicht nur iterativ-inkrementell, sondern auch agil,
da aus Erfahrungen aus der Nutzung gelernt werden und das Modell flexibel angepasst
werden kann.
Das Modell besteht aus sieben Schritten, die in zwei Zyklen angelegt sind. Anfangs
werden die Schritte eins bis sieben durchlaufen. Abhängig von der Evaluierung im
siebten Schritt wird der vollständige Zyklus erneut durchlaufen oder die vorhandenen Use
Cases werden neu bewertet, was den Zyklus um zwei Schritte kürzt.</p>
      <p>Schritt 1: Identifizierung Zielstellung und Effekte</p>
      <p>Predictive Analytics sollte erst dann eingesetzt werden, wenn sinnvolle
Einsatzpotenziale für das Unternehmen bzw. die Branche vorliegen. Um diese Beurteilung zu
erreichen, sollten Verantwortliche zunächst die direkten Effekte und Zielstellungen von
PA betrachten.</p>
      <p>Schritt 2: Identifizierung Potenziale und Prüfung der Übertragbarkeit</p>
      <p>Im zweiten Schritt sollte eine Prüfung der Übertragbarkeit der Zielstellungen auf das
eigene Unternehmen bzw. die Branche hin erfolgen. Sofern es im Unternehmen
Aufgaben und Prozessschritte gibt, welche die Effekte der PA optimieren können, sollten
die Effekte mit Hilfe der folgenden Leitfragen konkretisiert werden. Das Potenzial des
PA-Einsatzes kann dann, aufgeteilt auf zwei Dimensionen, ermittelt werden. Die erste
Dimension betrifft die manuelle Arbeit: Ist die Aufgabe wiederkehrend, erfordert aber
trotzdem viele manuelle Prozessschritte? Fehlen Informationen (= Wissen / Daten),
welche die Prozesse beschleunigen könnten? Die zweite Dimension der
Potenzialermittlung betrachtet das Bauchgefühl: Erfordern die Aufgaben viel Bauchgefühl, da
Informationen (Wissen oder Daten) den Mitarbeitern nicht vorliegen? Ist die subjektive
Einschätzung ein elementarer Bestandteil der Tätigkeit?</p>
      <p>Die identifizierten Effekte können als Orientierungshilfe zur Ableitung von
Handlungsempfehlungen in eine Matrix eingeordnet werden. Ein Beispiel, das bei Gruner +
Jahr GmbH Anwendung findet und keinen Anspruch auf Übertragbarkeit besitzt, zeigt
Abbildung 6.</p>
      <p>Abbildung 6. Einordnung Predictive-Analytics-Potenziale</p>
      <p>In der Matrix spannen das Maß an Bauchgefühl und der Anteil an manueller Arbeit
die Dimensionen auf. Wenn beides hoch ist, kann der Einsatz von PA besonders großen
Nutzen schaffen (Beispiel Preisverhandlung). Für diesen Bereich sollten als erstes Use
Cases erstellt werden. Wenn beides gering ist, kann auf PA verzichtet werden. Wenn
nur der Anteil manueller Arbeit hoch ist, kann PA zur Effizienzsteigerung verwendet
werden (Beispiel Prozessbeschleunigung); wenn nur das Bauchgefühl hoch ist, kann
mit PA die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöht werden (Beispiel Identifikation neuer
Kunden). Die letzten beiden Bereiche sollten in Betracht gezogen werden, wenn
Kapazität und Unternehmensfokus es zulassen.</p>
      <p>Schritt 3: Bewertung von Use Cases</p>
      <p>Die entstandenen Use Cases sind im Anschluss zu bewerten. Die Kriterien zur
Bewertung von Nutzen und Aufwandstreibern sollten unternehmensindividuell
identifiziert und gewichtet werden. Mögliche Nutzentreiber sind z. B. Erzielung von
Effizienzsteigerung, Ermöglichung von Kostenreduktionen oder Minimierung von Risiken.
Mögliche Aufwandstreiber sind z. B. die Anzahl Datenquellen, die Unabhängigkeit der</p>
      <p>Schritt 5: Auswahl der Use Cases</p>
      <p>Im fünften Schritt werden die Use Cases ausgewählt, die umgesetzt werden sollen.
Da Abhängigkeiten zwischen den Use Cases bestehen können, müssen das nicht die am
besten bewerteten Use Cases sein. Eine wichtige Abhängigkeit besteht beispielsweise
im Personalbedarf zur Umsetzung.</p>
      <p>Je nach Aufwand der einzelnen Use Cases muss auch geplant werden, wie viele Use
Cases in diesem Zyklus umgesetzt werden sollen. Das kann insbesondere dann
schwierig sein, wenn das Unternehmen noch nicht über ausreichende Erfahrungen mit der
Implementierung von Use Cases verfügt.</p>
      <p>Schritt 6: Umsetzung der Use Cases</p>
      <p>Die ausgewählten Use Cases werden umgesetzt. Für Details sei hier auf etablierte
Vorgehensmodelle wie das CRISP-DM verwiesen.</p>
      <p>Schritt 7: Evaluierung der Use Cases</p>
      <p>Im letzten Schritt werden die Use Cases unter Berücksichtigung der ursprünglich
erstellten Bewertung kritisch evaluiert. Dabei sollten nicht nur alle Use Cases einzeln
betrachtet werden; auch ein Vergleich verschiedener Use Cases ist notwendig, um
daraus Schlüsse für das weitere Vorgehen zu ziehen.</p>
      <p>Wenn die Umsetzung vom Unternehmen als erfolgreich angesehen wird und noch
nicht alle identifizierten Potenziale genutzt wurden, erfolgt ein Übergang zu Schritt 3,
bei dem die verbleibenden Use Cases im Licht der gesammelten Erfahrungen neu
bewertet werden. Es ist auch möglich, schon (teilweise) implementierte Use Cases erneut
aufzugreifen und zu verbessern.</p>
      <p>Ansonsten beginnt die Bearbeitung wieder bei Schritt 1 mit der Identifizierung
weiterer Zielstellungen und Effekte. Die Bearbeitung endet, wenn keine neuen
Zielstellungen identifiziert werden können.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Erfahrungen mit der Umsetzung</title>
      <p>Durch den Einsatz des Vorgehensmodells bei der Gruner + Jahr GmbH konnten fünf
nutzenstiftende Use Cases identifiziert werden. Der mehrstufige Prozess und das
Einbeziehen verschiedener Expertengruppen aus externer Literatur, internen Mitarbeitern
und internen Führungskräften erhöhte dabei die Relevanz und Akzeptanz der
entstandenen Use Cases deutlich und vermied so eine PA-Umsetzung, die hohen Aufwand bei
geringem Nutzen bedeutet hätte. In Kombination mit der prototypischen Umsetzung
wird diese Gefahr auf ein Minimum reduziert.</p>
      <p>Die Anwendung des Modells im Unternehmenskontext zeigte, dass sich für Schritt 6
(Umsetzung der Use Cases) die Erstellung eines Prototyps anbietet, wenn die
Unsicherheit hoch ist, ob die Daten ausreichend und in geeigneter Form vorhanden sind. In
diesem Fall erlaubt eine prototypische Umsetzung auf Basis der Echt-Daten eine
Einschätzung darüber. Im Anschluss kann eine finale Umsetzung, die höheren Aufwand
bedeutet, mit einer Integration in das Business-Intelligence-System sowie einer regelmäßigen
und automatischen Neu-Berechnung des Modells erfolgen.</p>
      <p>Bereits bei der Umsetzung sowie Bewertung der Prototypen konnte die Relevanz
einer Kombination aus analytischem und Domänenwissen deutlich erkannt werden,
welche als eine der größten Herausforderungen von PA-Vorhaben gilt [20]. Ebenso
zeigte sich, dass typische PA-Probleme, wie zu geringe Datenmengen oder siloartige
Daten, die bisher keine Verknüpfung zulassen [5, 20, 21], frühzeitig identifiziert
werden konnten.</p>
      <p>Des Weiteren führt die praktische Umsetzung des Modells bei der Gruner + Jahr
GmbH zu der Empfehlung, die verwendeten Datenquellen für den PA-Prototypen
iterativ zu steigern, um schneller Zwischenergebnisse zu generieren. Nach Einbeziehen
erster Datenquellen sollte ein weiterer Zyklus durchlaufen und eine Erweiterung um
zusätzliche Datenquellen gegen die Umsetzung anderer Use Cases erwogen werden. In
jedem Zyklus werden die Zwischenergebnisse zusammen mit Fachexperten
ausgewertet, um ganz im agilen Sinne direktes Feedback zu sammeln und aus den Erfahrungen
zu lernen.</p>
      <p>Ein weiterer Vorteil, den die praktischen Erfahrungen aufdecken konnten, sind die
verschiedenen Berührungspunkte, welche die relevanten Führungskräfte vor einer
Durchführungsentscheidung mit PA haben. Die für die Unternehmensvertreter
neuartige Thematik wurde so greifbarer – Unsicherheiten konnten reduziert und die
Investitionsbereitschaft erhöht werden.</p>
      <p>Gleichzeitig sollte ein besonderer Fokus darauf gelegt werden, eine Überführung in
den Betrieb zeitnah zu realisieren – ebenfalls den agilen Prinzipien entsprechend.
Andernfalls besteht die Gefahr vieler gute Prototypen ohne eines nutzbaren PA-Produktes.
Für die Überführung in den Betrieb muss insbesondere dem Prozess und Change
Management eine besondere Bedeutung zugeschrieben werden, da die praktische
Umsetzung zeigt, dass einer PA-Lösung, die mit Datenwissen ein Bauchgefühl ersetzen oder
ergänzen soll, Skepsis entgegengebracht wird.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-6">
      <title>Fazit</title>
      <p>Die erste Erfahrung mit dem praktischen Einsatz des Modells zeigt, dass es geeignet
ist, um mit den Herausforderungen eines Prozesses zur Einführung von Predictive
Analytics in geeigneter Form umzugehen. Die Lücke etablierter Vorgehensmodelle wie
KDD, SEMMA und CRISP-DM, die erst ansetzen, wenn die Entscheidung einer
Datenanalyse auf eine spezifische Problemstellung bereits getroffen wurde, kann somit
geschlossen werden. Zukünftig sollten weitere Umsetzungen auch in anderen
Unternehmen bzw. mit anderen Analyseproblemstellungen erfolgen, um das Modell zu
überprüfen und weiterzuentwickeln.</p>
      <p>Das Modell gibt keine Aussage darüber, ob bzw. nach wie vielen Jahren der Nutzen
der ermittelten PA-Use Cases für DMA-Unternehmen den Aufwand übersteigen wird.
Diese Aussage ist nur unternehmensindividuell zu treffen, da organisatorische und
technische Gegebenheiten Basisfaktoren für den Aufwand darstellen.</p>
      <p>Für zukünftige Forschungen bietet es sich daher an, auf Basis einer Implementierung
den tatsächlichen Nutzen messbar zu machen sowie einen Vergleich zum erwarteten
Nutzen herzustellen. Darauf aufbauend kann schließlich eine valide Aussage zur
Wirtschaftlichkeit getroffen werden, da der Aufwand konkret beziffert werden kann. Auch
können Risikofaktoren, wie beispielsweise die Akzeptanz unter potenziellen
Anwendern, differenzierter bewertet werden.</p>
      <p>Das Vorgehen zur Einführung von PA, das in dieser Arbeit praktisch für die Gruner
+ Jahr GmbH angewendet wurde, enthält ein Abstraktionsniveau, das es zulässt, dieses
Vorgehen auch auf andere Branchenbetrachtungen zu übertragen. Ebenso kann das
Vorgehen als Orientierungshilfe für die Prüfung der Einsatzpotenziale weiterer
Disziplinen neben Predictive Analytics dienen. Ein denkbares Szenario ist die Prüfung der
Einsetzbarkeit von Künstlicher Intelligenz, da dies aktuell für immer mehr
Unternehmen relevant wird.</p>
      <p>Insbesondere für DMA-Unternehmen wird PA voraussichtlich in Zukunft ein
entscheidender Baustein werden, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Die gezielte
Anwendung eines Vorgehensmodells zur erfolgreichen Einführung von PA wird daher
in Zukunft essenziell sein, um die relevanten Use Cases zu identifizieren und zu
bewerten sowie die Entscheidung für aber auch gegen den Einsatz von PA zu unterstützen.
Nach erfolgreicher Durchführung erster Analysevorhaben muss das Vorgehensmodell
allerdings auch um eine projektübergreifende, strategische Struktur ergänzt werden, die
eine dauerhafte Etablierung der Disziplin in die Organisation ermöglicht.
4. Gluchowski, P.: Business Analytics – Grundlagen, Methoden und
Einsatzpotenziale. HMD 53, 273–286 (2016)
5. Attaran, M., Attaran, S.: Opportunities and Challenges of Implementing
Predictive Analytics for Competitive Advantage. International Journal of Business
Intelligence Research 9, 1–26 (2018)
6. Leventhal, B.: Predictive analytics for marketers. Using data mining for business
advantage. KoganPage, London, New York, NY, New Delhi (2018)
7. Kridel, D., Dolk, D.: Automated self-service modeling: predictive analytics as a
service. Inf Syst E-Bus Manage 11, 119–140 (2013)
8. Halper, F.: Predictive Analytics for Business Advantage. Best Practices Report
(2014)
9. Gandomi, A., Haider, M.: Beyond the hype: Big data concepts, methods, and
analytics. International Journal of Information Management 35, 137–144 (2015)
10. Eckerson, W.: Predictive Analytics,
https://tdwi.org/Articles/2007/05/10/Predictive-Analytics.aspx
11. Chamoni, P.: Advanced Analytics: Eine Annäherung. BI Spektrum 12., 8–10
(2017)
12. Siegel, E.: Predictive analytics. The power to predict who will click, buy, lie, or
die. John Wiley &amp; Sons, Hoboken, New Jersey (2016)
13. Janke, A.T., Overbeek, D.L., Kocher, K.E., Levy, P.D.: Exploring the Potential of
Predictive Analytics and Big Data in Emergency Care. Annals of emergency
medicine 67, 227–236 (2016)
14. Granovsky, L., Kamienchick, R., Yacovzada, N., Viswanathan, P., Cao, S.,
Alevras, D., Tamir, R., Grossman, I., Ferro, T., Chary, D., et al.: Using Predictive
Analytics to Identify Risk of Clinical Asthma Exacerbations. Journal of Allergy and
Clinical Immunology 141, AB222 (2018)
15. Bradlow, E.T., Gangwar, M., Kopalle, P., Voleti, S.: The Role of Big Data and</p>
      <p>Predictive Analytics in Retailing. Journal of Retailing 93, 79–95 (2017)
16. Fayyad, U., Piatetsky-Shapiro, G., Smyth, P.: From data mining to knowledge
discovery in databases. AI magazine, 17(3), 37-37, 37 (1996)
17. Chapman, P., Clinton, J., Kerber, R., Khabaza, T., Reinartz, T., Shearer, C. and</p>
      <p>Wirth, R.: CRISP-DM 1.0, https://www.the-modeling-agency.com/crisp-dm.pdf
18. SAS: Introduction to SEMMA,
https://documentation.sas.com/?docsetId=emref&amp;docsetTarget=n061bzurmej4j3n1jnj8bbjjm1a2.htm&amp;docsetVersion=14.3&amp;locale=en
19. Shearer, C.: The CRISP-DM Model: The New Blueprint for Data Mining. Journal
of Data Warehousing, 13–22 (2000)
20. Iffert, L., Bange, C., Mack, M., Vitsenko, J.: Advanced &amp; Predictive Analytics.</p>
      <p>Schlüssel zur zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit (2016)
21. TDWI (ed.): Ten Mistakes to Avoid in Predictive Analytics Efforts (2015)
D M
K</p>
      <p>K
Anhang 1: Auswertung Literatur-Review
n
o
i
t
a
k
i
if
s
s
a
l
g
n
u
z
t
ü
t
s
r
e
t
e
i
m
i
t
p
n
i
z
i
d
e
a
n
r
u
2 A A A A A A A A A
a ndu f.22 nud .f22 und .f22 und .f22 und .f22 und .f22 und .f22 und .f22 und .f22
l.
t
Q
n
e
edm tso s
e
d</p>
      <p>K
e
s
y
l
a
n
a
g n
in e
r h
e i
t e</p>
      <p>r
s t
u i
l e
C Z
d
I
u
o
J
e
s
y
l
a
n
a
n
e
h
i
e
r
it
e
Z
m
i
t
g
n
u
r
e
i
p
o
s
s
e
z
o
r
n
e
i
d
e
a
n
r
l
e
n
a
it
e
tr r k
e
e
t
r
ie e
z d m</p>
      <p>a
u g s
d n k
e u ir
r h
g ö w
g
e it rä
s e t
s k in
e g e
rveb irüd ien logB re ung lnu rhE rebe
rrcduhgnu itrrdedeKw itttrsaeggn lirdneeep lenndeAw tttrszüenu irssupeeba iiitrczegeh itsdomW tzsgnue
ie gn rke ssu lyao sgn eW lieg nu irse
im u a u
s
u
- a
r s x
e g i
n
o n d
s o M v o r
zuU lsbw i-ade r isse tken vgn inee se
l e</p>
      <p>M fü g re du nu iko d
e N t n P o n s g
d i s e lu r e i n s
-oM be de ren iep sed lsp rkE itR reu ilde
g n g t e t b
itsn ittäe run Idn ssu ugn adn iitge enm lceh itse
ca itv ie un ae ss lhe ze tn ch kh
reo tka itpm itrn rbe apn izn rhü itea rse rna</p>
      <p>F In O P W A E F P V K
s
i
n
o
J
it
e
k
g
i
d
r
ü
w
it
d
e
r
K
r
e
d n</p>
      <p>e
e d
g n
a u
s K
r
e s
rh e
o in
V e
it
e
h
r
e
h
c
i
e
i
m
i
n
i
m
o
k
i
s
i
n
e
s
e
w
z
n
a
n
i
F
a
n
r
u
n
l
e
t
t
i r
m e n
r d e
e d
u n n
z n e u
e
t
u
o
R r
n
e
n n
r e
e g
s
g
n
e</p>
      <p>u
in r
e ie
t
n
e
lt
a
te ng n
i
e u</p>
      <p>h m
w c g
h li
c t e
i n s
s
r
e
t
n
u
a
k
r
e
g n
n u g im
g ru tz nu tp
o
n g g ig n
ite un lin te ito
e r e s
w ie s tz
h s a
ic itm s s n
e p ro m e re
g
n n e u d o
ng dnu ingu iteg e nen irbn sgn
du ib ue sz tre rc ite lu
iifsn dnen lch izen iizen ssou rbae fpeh</p>
      <p>u se iff ff e it m
P</p>
      <p>R</p>
      <p>g
em hun n s n en m
rrsnupg ftrrrrrkzkczoenhouenduühuK iittIt,rrsssegeeeneeedem jiliftrrrcvscsaoneeonouanhm lilliItfft-rrvcnenhanenoöeenV knenenu ttt-rrrkskndaundenuuuK iiit,trrsxskeeneoduedeP ftrskeagnueaudeenwmm ittt..r(skzeeaoenFBmmW iliffsssksvuneneedanuaeE liltsszuheaoungngueugFA tt,rrrrssenbeehohew ilitrrrrrkzcksendnouuneneA rrrrrkzkcoenhouenddueK ltrrrczvhnehaöheenadeeR inbedndnuugn iffrrrrrzvzeeögeeungenhüenu iiitrkcgeheneundw ttfftrkskunegeeeen litrrshageeugneenueew iiiiitttrrrssceebaehegwm iiiittrrrzeebboandeneun iiiiittttrr-veebaoaonndubudnm litrrzszkaeoneeneenedNww trrszznnoeueneeneVm lrcsheagoegn ilitrrsvegabeeondeennaKV iitrrnudüdegeunnedKw ilttfrscznehäheunguohhen rrcvnedaheho illiltssueandoaonae ilkcssnaunhengbeebgoNww liitrrvsscuneehändh iilittrrvsnoeebeebenedndaW ilitfrrscsschguöaendeeheEm liiirrrrvscegupenpeübeedehZ iltrzsueägnaegnenoenK iittrrrskseeeodueebendPmm iliiiitftttrrssbäoeneeoaS itrrcvsegnbeeahungonhAÜw iiitttt/ssknneunadoäpeneeem iiliiftttkvcnoneondeuhena ltrrccssehheeunegned iiltrkssehnbade
U H g P O z M E z B b H e K H B K L S V A M M M In P v T k F S V S b Z m e K P P G P Id V K</p>
      <p>O</p>
      <p>M</p>
      <p>M E</p>
      <p>M
l l
e e
d d
n n
a a
n lh lh lh
ie e e e
d z z z
a
f
t
e in in in f
a t
r
h
u
M E E E L
l l l
a a a
n n n
r r r
u u u
o o o
J J J
n n
a a
8 r r
1 ta ta
0 t t
n
a
r
a
t
t
n
a
r
a
t
t</p>
      <p>a
n n k
u ru i</p>
      <p>n
en lte e u
z i
i
B e k u k
in ch s L n te c</p>
      <p>A s ru</p>
      <p>o d
üB ran an e</p>
      <p>T r u
o a i</p>
      <p>e</p>
      <p>W ls
h
a
ftf
0
2
l
e
g
e
ff
S
ff
K</p>
      <p>n fä
e u e u e
B d G K g
d n
n te
b e
n d
e
r g
e en de irn
i
d l p
,</p>
      <p>e ü
e ü s k
d K ly
g e</p>
      <p>S
,
s
K e s
n in nd</p>
      <p>e u</p>
      <p>n a
sw lte te p</p>
      <p>e s s
g i
a z
ff
ff
l
po it n
s e
n a e k
r g
o n r
V a E d W A m In
e
t
p
s
r
e
v
r
e
W
it</p>
      <p>S
,</p>
      <p>o d n
snp vgn eun itou</p>
      <p>k
g d
A u
e r i</p>
      <p>t
v e i</p>
      <p>e
e rn
d
n tz e
it
k i
a h</p>
      <p>h ts
g h
un it rc n</p>
      <p>e
h h
cS cE lt
r</p>
      <p>a n
u in h e
r t
e l
a
h
u r
t n a e
e
sy kü
it
sop ite</p>
      <p>h
s r
e e
z h
k
e
l
9
2</p>
      <p>S
,</p>
      <p>o ü a
K h P fr M
n
e
ko be ge ten
b a a
e a h s i</p>
      <p>d
g F c r</p>
      <p>u e
k tu r
Ind reE S d A
o in g</p>
      <p>n
s
i
s
il
a
n
a
1
0
2
n
i</p>
      <p>n
n e e</p>
      <p>r
u sm te rc</p>
      <p>K</p>
      <p>E K E R O E R O</p>
      <p>P</p>
      <p>S
r
t u
r o
A J
O rn n is</p>
      <p>e r
;
en it
t</p>
      <p>M it
m - e
a e aB re - r
w la E h
fe t h h
c</p>
      <p>am he
sa dn lio
ig r
d e e
n
ch ith
r
u ic e
d n p
e n
l e lr
o g ne ve kön den
w nu r</p>
      <p>d tz n n
en idg i</p>
      <p>n u
m u e
r
an sou
m s
u e
g i
r r
e tr
b e</p>
      <p>n g
n re e nu re e n
b te rc r e rc ru
ss it
e
m i
z
i
f
e p f
n g e
n in</p>
      <p>e
n u
ce re n
b k
che den
is r</p>
      <p>e
e n
h u l</p>
      <p>e
ca
r n</p>
      <p>n b e
A k A w In K B A k U A F</p>
    </sec>
  </body>
  <back>
    <ref-list>
      <ref id="ref1">
        <mixed-citation>
          1.
          <string-name>
            <surname>Gartner</surname>
            ,
            <given-names>I.</given-names>
          </string-name>
          :
          <source>Hype Cycle for Business Intelligence</source>
          ,
          <year>2011</year>
          , https://www.gartner.com/doc/1766215/hype-cycle
          <string-name>
            <surname>-</surname>
          </string-name>
          business-intelligence-
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref2">
        <mixed-citation>
          2.
          <string-name>
            <surname>Gartner</surname>
            ,
            <given-names>I.</given-names>
          </string-name>
          :
          <article-title>Hype Cycle for Digital Marketing</article-title>
          and Advertising,
          <year>2018</year>
          , https://www.gartner.com/doc/3884103/hype-cycle
          <article-title>-digital-marketing-advertising</article-title>
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref3">
        <mixed-citation>
          3.
          <string-name>
            <given-names>Next</given-names>
            <surname>Generation Predictive Analytics</surname>
          </string-name>
          .
          <article-title>Using Forward-Looking Insights to Gain Competitve Advantage (</article-title>
          <year>2015</year>
          )
          <article-title>P x x x x x</article-title>
        </mixed-citation>
      </ref>
    </ref-list>
  </back>
</article>