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        <article-title>SEMAT − Ein Werkzeug zur ontologiebasierten Analyse und zum Vergleich von Prozessmodellen</article-title>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Martin Kluth</string-name>
          <email>mkluth@uni-osnabrueck.de</email>
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          <string-name>Frederik Ahlemann</string-name>
          <email>Frederik.Ahlemann@ebs.edu</email>
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          <string-name>Frank Teuteberg</string-name>
          <email>Frank.Teuteberg@uos.de</email>
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          <label>0</label>
          <institution>Institut für Informationsmanagement und Unternehmensführung Universität Osnabrück Katharinenstraße 1 49069 Osnabrück</institution>
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          <label>1</label>
          <institution>Institute of Research on Information Systems (IRIS) European Business School (EBS) Schloss Reichartshausen 65375 Oestrich-Winkel</institution>
        </aff>
      </contrib-group>
      <fpage>128</fpage>
      <lpage>147</lpage>
      <abstract>
        <p>Zusammenfassung: Die automatisierte syntaktische und semantische Analyse von Prozessmodellen ist für viele Anwendungszwecke wie z.B. für das Prozessbenchmarking wünschenswert. Aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Modellierungssprachen und divergierender Verständnisse des modellierten Realitätsausschnitt jedoch meist nicht direkt zu realisieren. In diesem Beitrag wird eine prototypische Umsetzung eines Verfahrens vorgestellt, welches grundsätzlich eine derartige Analyse erlaubt. Die Durchführung von (halb-)automatisierten Prozess-Benchmarking-Initiativen kann damit unter Kosten- und Zeitaspekten effizienter gestaltet werden. Als weitere Anwendungsbereiche, in denen das vorgestellte Verfahren genutzt werden kann, können neben dem Benchmarking unter anderem eine (halb-)automatische Referenzmodellkonstruktion sowie ein „Information Model Mining“ genannt werden.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
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  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>1 Einleitung</title>
      <sec id="sec-1-1">
        <title>1.1 Motivation</title>
        <p>gleich und der Interpretation dieser Modelle wird ein einheitliches semantisches und
syntaktisches Verständnis aller bei der Modellierung und Interpretation beteiligten
Personen vorausgesetzt. Semantisch spiegelt sich dies in einem Konsens über den zu
betrachtenden Realitätsausschnitt wieder. Syntaktisch in einem einheitlichen Verständnis
bezüglich der Konstrukte der gewählten Modellierungssprache. Sollten zur
Prozessmodellierung unterschiedliche Modellierungssprachen eingesetzt werden, so ist für den
Vergleich somit zunächst ein Konsens bezüglich der Syntax und Semantik der einzelnen
Modelle und Modellkonstrukte zu schaffen. Zum Austausch von Prozessmodellen
werden daher Transformationen der Modelle in ein von allen Beteiligten akzeptiertes
Modell vorgeschlagen (siehe [VZS05] oder [SMW07]).</p>
        <p>Die Transformation von Prozessmodellen in eine einheitliche syntaktische Darstellung
löst die Anforderungen, die beispielweise durch das Prozess-Benchmarking (PBM) auf
Basis von Prozessmodellen gestellt werden, nur teilweise, da alle am PBM beteiligten
Personen ein einheitliches Verständnis über die Domäne besitzen sollten. Ein zentrales
Ziel, welches durch das Prozess-Benchmarking verfolgt wird, ist die kontinuierliche
Steigerung der Leistungsfähigkeit von Arbeitsabläufen (siehe [LÖ99]). Es wird hierbei
durch Analyse und Vergleich von Prozessmodellen innerhalb eines Unternehmens oder
über Unternehmensgrenzen hinweg versucht, Verbesserungspotenziale der einzelnen
Abläufe aufzudecken und umzusetzen. Neben der syntaktischen Vergleichbarkeit muss
hierzu auch eine semantische Vergleichbarkeit geschaffen werden. So kann zum Beispiel
in einem Modell von „Kunde“ oder „Prozessaktivität“ gesprochen werden, während in
einem anderen von „Customer“ und „Prozessschritt“ gesprochen wird. Sollte der
Vergleich von Prozessmodellen zusätzlich automatisiert stattfinden, so ist eine
computergestützte semantische Interpretation der Modellkonstrukte anzustreben.
Hierdurch könnte erkannt werden, dass die Konzepte „Kunde“ und „Customer“ sowie
„Prozessaktivität“ und „Prozessschritt“ die gleiche Bedeutung haben. Häufig werden zur
semantischen Beschreibung von Prozessmodellen Ontologien genutzt, die semantisches
Wissen über eine Domäne in einer maschinenlesbaren Form enthalten. Ansätze, die
Ontologien zur weiteren Beschreibung von Prozessmodellen nutzen, sind unter anderem
von [He05] und [TF07] vorgestellt worden.</p>
        <p>Ein fast identisches Verfahren zur syntaktischen und semantischen Vereinheitlichung
von Informationsmodellen wurde von [ATB06] und [Hö07] unabhängig voneinander
entwickelt. Im Mittelpunkt dieser Verfahren stehen die Verwendung von Ontologien zur
semantischen Anreicherung von Modellkonstrukten sowie die syntaktische
Vereinheitlichung von Informationsmodellen über ein Referenz-Metamodell. Die Grundlagen, der
in diesem Beitrag vorgestellten prototypischen Umsetzung, wurden jedoch aufgrund des
früheren Erscheinungstermins der Arbeit von [ATB06] entnommen. Weiterhin wird in
diesem Beitrag die zusätzliche Erfassung von Leistungsinformationen für einzelne
Modellkonstrukte und deren Auswertung beschrieben, die ausschließlich in der Arbeit
von [ATB06] betrachtet wurde.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-1-2">
        <title>1.2 Zielsetzung</title>
        <p>Das Ziel dieses Beitrags ist es, die technische Realisierbarkeit des Verfahrens von
[ATB06] anhand einer prototypischen Umsetzung aufzuzeigen. Darüber hinaus sollen
Erkenntnisse über vorteilhafte Entwurfsentscheidungen als Grundlage für eine spätere
Referenzarchitektur gewonnen werden. Der Prototyp soll weiterhin die weitere
Evaluation des Konzeptes in Form von praktischen Anwendungen ermöglichen.
Aus Gründen der Komplextätsredukion beschränkt sich die hier präsentierte Umsetzung
auf Prozessmodelle, jedoch ist eine Überführung der Ausführungen auf das allgemeinere
Konzept der Informationsmodelle leicht möglich. Weiterhin wurde keine Evaluation der
Nutzung der prototypischen Umsetzung durch fachliche Anwender untersucht.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-1-3">
        <title>1.3 Forschungsmethode und Struktur des Beitrags</title>
        <p>Die Forschungsmethode, die dem gesamten Forschungsvorhaben zur semantischen und
syntaktischen Analyse und des Vergleichs von Informationsmodellen zugrunde liegt,
wird als Design Science bezeichnet. In dieser Forschungsmethode werden eine zyklische
Suche nach einer befriedigenden Lösung eines relevanten Problems und eine rigorose
Evaluierung dieser Lösung gefordert ([He04]). Auf die Wirtschaftsinformatik übertragen
ist das Ziel dieser Methode somit die Schaffung und Evaluierung von IT-Artefakten, um
organisatorische Probleme zu lösen. Die hier vorgestellte prototypische Umsetzung kann
somit als Teilergebnis des übergeordneten Forschungsprojektes angesehen werden.
Die Forschungsarbeiten zu diesem Beitrag wurden mit einer eingehenden
Literaturanalyse begonnen. Als nächster Schritt folgten die in diesem Beitrag präsentierte
prototypische Umsetzung sowie die Ermittlung hieraus resultierender
Schlussfolgerungen auf Schwächen des Konzeptes. Die identifizierten Schwachstellen
wurden daraufhin behoben, so dass das Konzept weiter verbessert und verfeinert wurde.
In den nächsten Schritten soll das Konzept mit Hilfe des hier beschriebenen Prototypen
praktisch erprobt werden. Darüber hinaus soll durch eine Kosten-/Nutzenbetrachtung die
Wirtschaftlichkeit des Konzeptes untersucht und belegt werden. Im Rahmen dieser
Analyse soll auch ermittelt werden, welche organisatorischen Rahmenbedingungen
getroffen werden müssen, damit dieses Konzept in einem realen Umfeld effizient
eingesetzt werden kann. Diese weitergehenden Evaluationsschritte sind jedoch nicht Teil
dieses Beitrags und werden am Ende dieser Arbeit nur kurz skizziert.</p>
        <p>Der Beitrag gliedert sich wie folgt: Abschnitt 2 hat die (begrifflichen) Grundlagen zu
diesem Artikel zum Gegenstand. Hierzu zählen Prozessmodelle, Ontologien sowie die
Beschreibung der bisherigen Forschung im Bereich der semantischen und syntaktischen
Analyse von Prozessmodellen. Abschnitt 3 beschreibt das Verfahren von [ATB06] sowie
die vorgenommenen Erweiterungen. Die prototypische Umsetzung dieses Verfahrens
wird in Abschnitt 4 beschrieben. Nutzeneffekte des Konzeptes im Bereich des
ProzessBenchmarking werden in Abschnitt 5 diskutiert. Der Beitrag schließt in Abschnitt 6 mit
einem Fazit sowie einem Ausblick auf weitere Forschung in diesem Bereich.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-1-4">
        <title>2.1 Prozessmodelle</title>
        <p>Der Anwendungsbereich von Prozessmodellen bzw. von Prozessmodellierungssprachen
ist die Abbildung von Prozessen und somit von ablauforganisatorischen Sachverhalten.
[BKR05, S. 6] definieren einen Prozess als „… die inhaltlich abgeschlossene, zeitliche
und sachlogische Folge von Aktivitäten, die zur Bearbeitung eines prozessprägenden
betriebswirtschaftlichen Objektes notwendig sind.“ Die mit diesem Prozessverständnis
verbundenen dynamischen Aspekte stehen im Zentrum der Modellierung und werden
mittels Knoten und Kanten graphisch dargestellt. Die Knoten, welche die eigentlichen
Modellelemente, wie zum Beispiel Prozessschritte oder Ereignisse repräsentieren,
werden durch gerichtete Kanten in den geforderten zeitlichen und sachlogischen Ablauf
eingeordnet. Zur Darstellung dieser Abläufe sind unter anderem die
Modellierungssprachen Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK) und Unified Modeling
Language (UML) mit dem UML-Aktivitätsdiagramm entwickelt worden, welche
beispielhaft in diesem Beitrag betrachtet werden.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-1-5">
        <title>2.2 Ontologien sowie die Ontologiesprache OWL</title>
        <p>Die wohl am häufigsten zitierte Definition des Begriffs Ontologie stammt von [Gr93],
der eine Ontologie als „an explicit specification of a conceptualization“ beschreibt. Er
nennt weiterhin drei konstituierende Merkmale von Ontologien:



formal: Ontologien sind maschinenlesbare Modelle, die durch eine Menge von
Konzepten (Klassen, Begriffen), Relationen, Instanzen und logischen Aussagen
(Axiome) beschrieben werden.
explizit: Die verwendeten Konzepte, deren
Datentypen werden explizit spezifiziert.</p>
        <sec id="sec-1-5-1">
          <title>Randbedingungen sowie allgemein: Der Geltungsbereich einer Ontologie wird von einer Gruppe von menschlichen und maschinellen Akteuren als Kommunikationsgrundlage akzeptiert.</title>
          <p>Grundlage vieler Ontologiesprachen, wie der Web Ontology Language (OWL) [OWL],
ist die Beschreibungslogik (engl. Description Logics), unter der man eine Familie von
Sprachen zur Wissensrepräsentation versteht. Merkmal dieser Sprachen ist, dass sie zur
Repräsentation von Wissen über eine Anwendungsdomäne in einer strukturierten und
formal verständlichen Form genutzt werden können. Hierbei wird das Ergebnis, die
Wissensbasis (engl. knowlede base), in eine sogenannte T- und A-Box unterteilt. Die
TBox enthält hierbei das Wissen über sämtliche Konzepte einer Domäne, das sogenannte
terminologische Wissen, wohingegen die A-Box das Wissen über Instanzen dieser
Konzepte, sowie deren Beziehungen untereinander, enthält (siehe [Ba03, S. 50 ff.]). Die
Beschreibungslogik ist eine Untermenge der Prädikatenlogik erster Stufe (engl. first
order logic), ist aber im Gegensatz dazu entscheidbar [Ho05]. Durch die
Entscheidbarkeit sind logische Schlussfolgerungen möglich und es kann so aus
vorhandenem Wissen neues Wissen generiert bzw. abgeleitet werden. Als
Schlussfolgerung oder Inferenz bezeichnet man hierbei den Vorgang, wenn aus einer
Anzahl von Fakten, den Prämissen, ein neues Faktum abgeleitet wird (die Konklusion)
([Ba03]).</p>
          <p>Als Ontologiesprache wurde im Rahmen dieses Beitrags OWL gewählt, da sie sich als
Standardsprache im Semantic Web etabliert hat, gut dokumentiert ist und eine Reihe von
Frameworks zur Bearbeitung und Schlussfolgerung existieren. OWL basiert auf dem
Resource Description Framework (RDF) und RDF-Schema und nutzt die Extensible
Markup Language (XML) Syntax von RDF. Sie ist vom World Wide Web Consortium
(W3C) definiert worden. Der Kompromiss, den diese Sprache eingehen muss, wird von
[AV03, S. 69] als Kompromiss zwischen Ausdrucksmächtigkeit und Entscheidbarkeit
bzw. leistungsfähiger Schlussfolgerung beschrieben. Da beide Ziele nicht vollständig zu
erfüllen erschien, hat sich das W3C dazu entschlossen, die Ontologiesprache OWL in
drei Varianten anzubieten, die sich an bestimmte Gruppen von Anbietern und Anwendern
richten [AV03, S. 70 ff.]. Diese drei Varianten sind OWL Full, OWL Description Logic
(DL) und OWL Lite. Wichtig für das weitere Verfahren ist die Beschränkung auf die
Ausdrucksstärken OWL Lite und OWL DL, da die genutzten Ontologien entscheidbar
sein sollten.</p>
        </sec>
      </sec>
      <sec id="sec-1-6">
        <title>2.3 Bisherige Forschung im Bereich der semantischen und syntaktischen Analyse von Prozessmodellen</title>
        <p>Die Verwendung von Ontologien in Bezug auf Informationsmodelle, insbesondere
jedoch Prozessmodelle, wurde in den letzten Jahren in vielen Beiträgen mit
unterschiedlichen Zielsetzungen beschrieben und motiviert. So nutzt etwa [Hö07]
Ontologien mit dem Ziel der Verbesserung der semantischen Interoperabilität von
Prozessmodellen. [He05], [TF07] und [Ce07] verwenden sie zur semantischen
Beschreibung der Prozessmodelle und deren automatischer Auswertung. [FL07] nutzen
zur ontologischen Evaluierung von Scheers Referenzmodell die Bunge-Wand-Weber
(BWW-)Ontologie mit dem Ziel, ontologische Anomalien in diesem Referenzmodell
aufzuzeigen. Hingegen nutzen [EKO07] Ontologien im Zusammenhang mit Petri-Netzen
zur Messung von Ähnlichkeiten in Prozessmodellen.</p>
        <p>In der Literatur lassen sich weiterhin zahlreiche Beiträge zur Verwendung von
Metamodellen mit dem Ziel der Vereinheitlichung bzw. Transformation von Prozessmodellen
finden. So nutzen [VZS05] Metamodelle mit dem Ziel des interorganisationalen
Geschäftsprozessmanagements und [Ka06a] zur transparenten Transformation von
Modellen zwischen verschiedenen Modellierungswerkzeugen. [MK07] nutzen ein
integriertes Metamodell, das alle Konzepte einer Sprache einer Domäne beinhaltet, um
Szenarien wie die Transformation, Integration und Synchronisation in der
Geschäftsprozessmodellierung zu verwirklichen.</p>
        <p>Weitere Beiträge nutzen Ontologien sowie Metamodelle mit unterschiedlicher
Zielsetzung. In ihrem Beitrag beschreiben [RG02] zum Beispiel die Entwicklung eines
Metamodells von Konstrukten der BWW-Ontologie mit dem Ziel, den Nutzen dieser
Ontologie Praktikern der Prozessmodellierung näher zu bringen und verständlicher zu
machen. [RG02] gehen davon aus, dass Praktikern Metamodelle näher sind als
Ontologien. [Ka06b] gehen in ihrem Beitrag den umgekehrten Weg, indem sie
Metamodelle in Ontologien überführen und so eine bessere Transformation von
Modellen verfolgen. [KH06] nutzen Metamodelle und Ontologien im Zusammenhang
mit dem Bereich der semantischen Integration.</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>3 Ontologiebasierte Analyse und Vergleich von Prozessmodellen</title>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>3.1 Syntaktische und semantische Vereinheitlichung von Prozessmodellen</title>
        <p>Die Grundlage der syntaktischen Vereinheitlichung von Prozessmodellen, die in
unterschiedlichen Modellierungssprachen erstellt worden sind, bildet eine einheitliche
Ontologie, die so genannte Basisontologie. Sie ist durch das von [ATB06, S. 9 ff.]
beschriebene Referenz-Metamodell motiviert und beinhaltet hier nur einige wenige
Konstrukte, die zur Veranschaulichung der Vereinheitlichung von Prozessmodellen
benötigt werden (siehe Abbildung 1). So wird beispielsweise in der Basisontologie ein
Ereignis (engl. Event) eines modellierten Prozesses ganz allgemein als Unterkonzept des
Konzepts Prozesselement (engl. Process Element) aufgefasst. Ist in einem Prozessmodell
ein Ereignis „Projektidee liegt vor“ modelliert, so wird dies als Instanz des Konzeptes
Ereignis aus der Basisontologie aufgefasst.</p>
        <p>isPerformanceOf
hasPerformance
hasDestination
hasSource
Performance
Control Flow
Condition
hasCondition</p>
        <p>Event</p>
        <p>Process
Step
End Event
endsWith
startsWith</p>
        <p>hasSubProcess
Start Event</p>
        <p>Sub Process</p>
        <p>XOR</p>
        <p>OR
AND</p>
        <p>Abbildung 1: Basisontologie in Anlehnung an das Referenz-Metamodell von [ATB06, S. 9 ff.]
Die semantische Vereinheitlichung erfolgt über eine weitere Zuordnung der Instanzen
der Basisontologie zu den Instanzen einer Domänenontologie. Diese Domänenontologie
ist entweder vorab zu entwickeln oder es kann eine schon entwickelte Ontologie genutzt
werden, wobei in beiden Fällen die Problemangemessenheit beachtet werden sollte.
Problemangemessenheit ist in dem hier vorgestellten Verfahren gegeben, wenn alle
fachlichen Aspekte der potenziell zu attributierenden Prozessmodelle von der
Domänenontologie abgedeckt werden.</p>
        <p>Modell (syntaktisch)</p>
        <p>Ontologie (semantisch)
Ebene 1</p>
        <p>Metamodell 1</p>
        <p>Metamodell n</p>
        <p>äquivalent
vereinheitlicht durch</p>
        <p>vereinheitlicht durch
übereinstimmend mit</p>
        <p>übereinstimmend mit
Modell n
überführt in
In Abbildung 2 ist der Zusammenhang zwischen den einzelnen Modellen, Metamodellen
und Ontologien dargestellt. Ausgangspunkt ist der zu betrachtende Realitätsausschnitt,
der syntaktisch durch 1…n Modelle in unterschiedlichen Modellierungssprachen
repräsentiert werden kann. Semantisch kann dieser Realitätsausschnitt durch 1…n
Domänenontologien beschrieben werden. Die Modelle, die eine Repräsentation des
Realitätsausschnittes in einer Objekt- bzw. Modellierungssprache darstellen, befinden
sich nach [St98] auf der untersten Beschreibungsebene. Analog können auch die
Domänenontologien zugehörig zu dieser untersten Beschreibungsebene aufgefasst
werden, da sie den Realitätsausschnitt durch eine Ontologiesprache semantisch
beschreiben. Auf der nächsthöheren Ebene erfolgt eine Beschreibung der einzelnen
Objektsprachen durch Metamodelle. Gegenstand der Metamodelle sind somit die
Sprachkonstrukte bzw. Modellelementtypen der einzelnen Modelle. Dieses
vereinheitlichte Referenz-Metamodell wird in eine äquivalente Basisontologie überführt,
so dass in dieser Ontologie Konzepte existieren, welche die vereinheitlichte und für
relevant erachteten syntaktischen Modellelementtypen der Metamodelle repräsentieren.
Durch Nutzung der Basisontologie kann eine syntaktische Auswertung, wenn auch auf
einer höheren Abstraktionsebene, von überführten Modellkonstrukten realisiert werden.
Diese Überführung findet durch Erzeugung von Instanzen dieser Basisontologie für
jedes Modellkonstrukt statt. [Hö07] spricht in diesem Zusammenhang von „lifting“.
Zusammengefasst bildet die Basisontologie, die zur semantischen Beschreibung
genutzten Domänenontologie sowie die Instanzen der überführten Modellkonstrukte die
sogenannte Analyseontologie. Jegliche Analysen und Vergleiche der Modelle werden
ausschließlich auf dieser Ontologie vollzogen.</p>
        <p>Die Modelle sowie Domänenontologien der Ebene 0 in Abbildung 2 werden in
klassischen Prozessmodellierungs- sowie Ontologiebearbeitungswerkzeugen erstellt. Die
Konstrukte dieser Modelle können in den Modellierungswerkzeugen – dem Ansatz des
hier vorgestellten Prototypen folgend – auch direkt mit Konzepten einer
Domänenontologie verbunden werden. Eine Überführung der verbundenen Konstrukte
in die Analyseontologie erfolgt automatisiert durch den Prototypen. Die in der Ebene 1
dargestellten Aspekte liegen dem vorgestellten Prototypen zu Grunde und entziehen sich
dem Einfluss des Anwenders.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-2">
        <title>3.2 Syntaktische und semantische Vereinheitlichung von Prozessmodellen an einem</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-3">
        <title>Beispiel</title>
        <p>In Abbildung 3 sind das Verfahren sowie die Verwendung der einzelnen Ontologien am
Beispiel eines Projektportfolioplanungsprozesses illustriert. Es sind auszugsweise zwei
divergierende Prozessmodelle sowie eine Domänenontologie dargestellt. Das erste
Modell zeigt eine EPK, welche nur drei Modellelementtypen verwendet: Funktion,
Ereignis und Kontrollfluss. Dem gegenüber ist der gleiche Prozessausschnitt nochmals
als UML-Aktivitätsdiagramm modelliert. Die genutzten Modellelementtypen sind
Aktion, Kontrollfluss und Objektknoten. Durch eine Instanziierung der
Modellkonstrukte als Instanzen von Konzepten der Basisontologie wird eine
Überführung des Prozessmodells in die so genannte Analyseontologie vollzogen. Im
Beispiel kann dies an der Instanziierung bzw. Überführung der Funktion „Prozessantrag
schreiben“ der EPK nachvollzogen werden (Pfeil von „Projektantrag schreiben“ der EPK
zu „Projektantrag schreiben (EPK)“ in der Analyseontologie in Abbildung 3).
Grundlage der Analyseontologie ist die in Abbildung 1 vorgestellte Basisontologie. Im
Beispiel wird deutlich, dass die Modellelementtypen Funktion (EPK) und Aktion (UML)
syntaktisch äquivalent sind, da die Ausprägungen dieser Typen in Instanzen des
Konzepts Process Step überführt werden. Erfolgt nun eine Zuordnung der erzeugten
Instanzen der Analyseontologie zu Instanzen der Domänenontologie, dargestellt durch
Pfeile mit der Beschriftung „sameAs“ in Abbildung 3, sind weitere Aussagen mittels
Inferenz möglich. Es kann zum Beispiel darauf geschlossen werden, dass der
Prozessschritt „Projektantrag schreiben“ der EPK identisch mit drei unterschiedlichen
Prozessschritten im UML-Aktivitätsdiagramm ist. Diese Information ist über die
Eigenschaft „hatTeilaufgabe“ in der Domänenontologie ermittelbar. Sind zusätzlich noch
Leistungsinformationen (wie z.B. Durchlaufzeiten oder Ressourcenbedarfe) zu den
einzelnen Prozessschritten erfasst worden, so lassen sich weitere Aussagen
schlussfolgern. Es lässt sich beispielsweise ableiten, dass die Informationen zu Kosten
und Durchlaufzeiten der Konstrukte „Aufwand schätzen“, „Wirtschaftlichkeit
analysieren“ und „Projektantrag schreiben“ des UML-Aktivitätsdiagramms entsprechend
zu aggregieren sind, um sie mit dem Konstrukt „Projektantrag schreiben“ der EPK
vergleichen zu können.
Kosten: 30
Durchlaufzeit: 6
UML Aktivitätsdiagramm</p>
        <p>Aufwand
schätzen
Wirtschaftlichkeit
analysieren
Projektantrag
schreiben
Projektantrag
fertig
Alternative
Projektportfolio
planen
Über
Projektportfolio
entscheiden
Projektportfolio</p>
        <p>Liegt vor</p>
        <p>UML
Aktivitätsdiagramm:
3 / 4 = 0,75</p>
        <p>Kosten: 89
Durchlaufzeit: 12</p>
        <p>Ereignisgesteuerte</p>
        <p>Prozesskette
Projektidee
Liegt vor
Projektantrag
schreiben
Projektantrag
erstel t
Portfolio
planen
Portfolio
erstel t
Die prototypische Umsetzung des Verfahrens erfolgt durch mehrere
SoftwareKomponenten, welche für die erforderlichen Teilaufgaben des Verfahrens genutzt
werden. Zur Erstellung von Domänenontologien dient der SEMAT Ontologie-Editor, zur
Modellierung und Attributierung der Informationsmodelle das SEMAT
Modellierungswerkzeug und zur Analyse der Modelle das SEMAT Analysewerkzeug. Das
Kürzel SEMAT (SEMantische ATtributierung) wurde vor die Namen der Komponenten
gesetzt um die Erweiterung bestehender Software-Komponenten bzw. die
Eigenentwicklung dieser zu verdeutlichen.</p>
        <p>Für die zentrale Speicherung aller Ergebnisse sowie der Wiederherstellung dieser zur
weiteren Bearbeitung wird als vierte Komponente ein Repository in Form eines
Datenbanksystems benötigt. Da eine detaillierte Beschreibung aller Komponenten dem
Rahmen dieses Beitrags nicht gerecht werden würde, erfolgt eine detaillierte
Betrachtung nur für das SEMAT Analysewerkzeug und etwas eingeschränkt für das
SEMAT Modellierungswerkzeug.
Domänenexperte</p>
        <p>Ontologieexperte</p>
        <p>Model ierer</p>
        <p>Benchmarker
Erstel ung und Bearbeitung der Domänenontologie mittels SEMAT Ontologie-Editor</p>
        <p>D-Ontologie
laden
D-Ontologie
Fachliche</p>
        <p>Validierung
D-Ontologie
überarbeiten
[Enthält Fehler]
D-Ontologie
speichern</p>
        <p>D-Ontologie
erstel en
[OK]
D-Ontologie
überarbeiten
D-Ontologie
überarbeitet</p>
        <p>Validierung</p>
        <p>A-/T-Box
[Enthält Fehler]</p>
        <p>Validierte</p>
        <p>D-Ontologie
Erstel ung und Attributierung von Prozessmodel en mittels SEMAT Model ierungswerkzeug
Abbildung 5: Ablauf des Benchmarkings mit dem SEMAT-Werkzeug</p>
        <p>Model
erstel en
Model
D-Ontologie
laden
Model
semantisch
at ributieren</p>
        <p>Model
laden
D-Ontologie
überarbeitet
Model +</p>
        <p>D-Ontologie
[Valide]
In Abbildung 5 ist der Ablauf des Prozessbenchmarking mittels der
SoftwareKomponenten des SEMAT-Werkzeugs anhand von 3 Prozessschritten sowie ihrer
möglichen Akteure skizziert:
Im ersten Schritt erfolgt die Erstellung und Bearbeitung der Domänenontologie mittels
des SEMAT Ontologie-Editors durch die Akteure Domänen- und Ontologieexperte.
Sollte bereits eine Domänenontologie existieren, so kann diese aus dem
Datenbanksystem geladen werden. Sollte noch keine Domänenontologie existieren, so
kann diese in Zusammenarbeit der Domänen- und Ontologieexperten mittels des SEMAT
Ontologie-Editors erstellt und validiert werden. Die Validierung der Ontologie in Bezug
auf die A- und T-Box erfolgt durch den Ontologieexperten, während die fachliche
Validierung durch den Domänenexperten erfolgt. Sollten durch die Validierungen
technische oder fachliche Fehler in der Ontologie ermittelt worden sein oder ein Signal
zur Überarbeitung der Domänenontologie empfangen werden, so erfolgt eine
Überarbeitung. Bei erfolgreicher fachlicher und technischer Validierung wird die
Domänenontologie in dem Datenbanksystem gespeichert und ggf. ein Signal gesendet,
dass die Ontologie überarbeitet wurde.</p>
        <p>Die Erstellung und Attributierung von Prozessmodellen mittels des SEMAT
Modellierungswerkzeugs erfolgt durch die Akteure Modellierer und Domänenexperte.
Der Modellierer erstellt das zu attributierende Prozessmodell oder lädt es aus dem
Datenbanksystem in das SEMAT Modellierungswerkzeug. In einem nächsten Schritt lädt
er die den modellierten Realitätsausschnitt repräsentierende Domänenontologie aus dem
Datenbanksystem und attributiert das Prozessmodell mit den semantischen
Informationen aus der Domänenontologie sowie den vorhandenen
Leistungsinformationen des Prozesses. Nach der Validierung des Modells durch den
Domänenexperten wird das Modell im Erfolgsfall in das Datenbanksystem gespeichert
oder, falls die Validierung nicht erfolgreich war, ein Signal zur Überarbeitung der
Domänenontologie (siehe Abbildung 5) gesendet.</p>
        <p>Im letzten Schritt, dem Benchmarking mittels des SEMAT Analysewerkzeugs, erfolgen
die Analyse und der Vergleich von attributierten Prozessmodellen. Der Benchmarker lädt
sich hierzu die zu betrachtenden Modelle sowie vorher entwickelte Metriken aus dem
Datenbanksystem. Danach hat er durch das SEMAT Analysewerkzeug die Möglichkeit
die attributierten Modelle zu analysieren und zu vergleichen. Hierbei können auch
eigene Abfragen des Benchmarkers zur Analyse genutzt werden. Die Ergebnisse der
Analyse und des Vergleichs der Modelle wird durch den Domänenexperten hinsichtlich
der Domäne validiert. Sollte dies erfolgreich sein, so können die Ergebnisse durch den
Benchmarker interpretiert werden oder aber das Signal zur Überarbeitung der
Domänenontologie gesendet werden. Nach der Interpretation der Ergebnisse durch den
Benchmarker kann bei ausreichendem Erkenntnisgewinn durch die Analyse und den
Vergleich ein Bericht erstellt, Handlungsempfehlungen abgeleitet und die Ergebnisse im
Datenbanksystem gespeichert werden. Anderenfalls erfolgen eine Überarbeitung der
Metriken und eine nochmalige Analyse sowie ein Vergleich der Modelle.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-4">
        <title>4.1 Basisontologie in der Ontologiesprache OWL</title>
        <p>Eine Überführung der Basisontologie in OWL ist in Abbildung 6 dargestellt. Im
Wesentlichen ist dies eine Überführung der in Abbildung 1 dargestellten Ontologie als
TBox. Die Beziehungen zwischen den Konzepten sind als ObjectProperties dargestellt, die
eine Domäne (engl. domain) und einen Wertebereich (engl. range) besitzen. Detaillierter
als in Abbildung 1 sind hier Kardinalitäten dargestellt. So kann zum Beispiel ein
Kontrollfluss nur eine Quelle (engl. source) und ein Ziel (engl. destination) haben.</p>
        <p>DataTypePropery Class
performanceValue domain Performance</p>
        <p>ObjectProperty ObjectProperty
domain isPerformanceOf inverseOf hasPerformance
onProperty</p>
        <p>ObjectProperty
hasDestination
domain</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-5">
        <title>4.2 SEMAT Modellierungswerkzeug</title>
        <p>
          Zur benutzerfreundlichen Attributierung von Informationsmodellen wurde prototypisc
          <xref ref-type="bibr" rid="ref11">h
ein Microsoft Visio 2007</xref>
          Add-In entwickelt. Die Entsc
          <xref ref-type="bibr" rid="ref11">heidung, Microsoft Visio 2007</xref>
          als
Modellierungswerkzeug zu nutzen, ist motiviert durch die Erweiterbarkeit mittels
AddIns sowie der hohen Verbreitung und Akzeptanz von Microsoft Visio. Das Add-In
ermöglicht die semantische Attributierung und Erfassung von Leistungsinformationen
für UML-Aktivitätsdiagramme und Ereignisgesteuerte Prozessketten. Hierzu kann der
Modellierer über ein Kontextmenü zu jedem Modellkonstrukt ein Konzept aus der
Domänenontologie suchen und dem Konstrukt zuordnen sowie Leistungsinformationen
erfassen, die hier beispielhaft für die Durchlaufzeit und die Kosten abgebildet sind (siehe
Abbildung 7). Sollten Instanzen der Domänenontologie in verschiedenen Sprachen
beschrieben sein, wie hier in Englisch und Deutsch, so werden diese Instanzen in diesen
Sprachen zur Auswahl angeboten. Weiterhin ist das Laden und Speichern der Modelle in
das Datenbanksystem möglich.
        </p>
        <sec id="sec-2-5-1">
          <title>Abbildung 7: SEMAT Microsoft Visio Add-In</title>
          <p>Eine Übersicht über die zur Verfügung stehenden Modellkonstrukte, die mittels des
Microsoft Visio Add-Ins attributiert werden können, gibt Tabelle 1.</p>
        </sec>
      </sec>
      <sec id="sec-2-6">
        <title>Bezeichnung im</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-7">
        <title>Referenz-Metamodell</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-8">
        <title>ProcessStep</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-9">
        <title>Event</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-10">
        <title>Start-/End-Event</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-11">
        <title>ControlFlow</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-12">
        <title>Connector</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-13">
        <title>Subprocess</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-14">
        <title>UML- Aktivitätsdiagramm EPK</title>
        <sec id="sec-2-14-1">
          <title>Aktion</title>
        </sec>
        <sec id="sec-2-14-2">
          <title>Objektknotenzustand, Entscheidungsbedingung</title>
        </sec>
        <sec id="sec-2-14-3">
          <title>Startknoten, Endknoten</title>
        </sec>
        <sec id="sec-2-14-4">
          <title>Kontrollfluss</title>
        </sec>
        <sec id="sec-2-14-5">
          <title>Entscheidungsknoten, Gabelung</title>
        </sec>
        <sec id="sec-2-14-6">
          <title>Aktivität</title>
        </sec>
        <sec id="sec-2-14-7">
          <title>Funktion</title>
        </sec>
        <sec id="sec-2-14-8">
          <title>Ereignis</title>
        </sec>
        <sec id="sec-2-14-9">
          <title>Ereignis</title>
        </sec>
        <sec id="sec-2-14-10">
          <title>Kontrollfluss</title>
          <p>OR-,
Konnektor</p>
        </sec>
        <sec id="sec-2-14-11">
          <title>Unterprozess XOR-, AND</title>
        </sec>
        <sec id="sec-2-14-12">
          <title>Tabelle 1: Übersicht der Modellkonstrukte</title>
        </sec>
      </sec>
      <sec id="sec-2-15">
        <title>4.3 SEMAT Analysewerkzeug</title>
        <p>Zur Analyse und zum Vergleich der Prozessmodelle wird eine prototypisch entwickelte
Java-Software genutzt, die in Abbildung 8 als Komponentendiagramm dargestellt ist. Sie
besteht aus den Komponenten „Modell-, Metrik- und Ontologieverwaltung“,
„Datenbankzugriff“, „Metrikerzeugung und -bearbeitung“ sowie „Ontologieaufbereitung
und -analyse“. Über die Komponente „Modell-, Metrik- und Ontologieverwaltung“ ist es
möglich, Modelle, Metriken und Ontologien aus der Datenbank zu laden oder zu
speichern, wozu die Komponente „Datenbankzugriff“ genutzt wird. Diese Komponente
ist ein beliebiger Object-Relational-Mapper der jeden Entitätstypen der Datenbank mit
einer Klasse verbindet. Somit können sehr leicht Entitäten aus der Datenbank, die
ähnlich dem Referenz-Metamodell gespeichert wurden, als Instanzen von Java-Klassen
erzeugt werden. Diese Instanzen wiederum werden zur Erzeugung der Analyseontologie
genutzt. Durch die Komponente „Ontologieaufbereitung und -analyse“ ist es dem
Anwender möglich diese Analyseontologie auszuwerten. Hierzu wird das Semantic Web
Framework Jena [Jena] und die Inferenzmaschine Pellet [Pellet] genutzt.
Hinsichtlich der Auswertung der Analyseontologien stellt der Prototyp mehrere
Möglichkeiten zur Berechnung von Kennzahlen zur Verfügung. Es können alle
Möglichkeiten zur Auswertung von Ontologien mittels einer Inferenzmaschine genutzt
werden sowie Abfragen mittels SPARQL erfolgen. SPARQL steht für SPARQL Protocol
and RDF Query Language und wurde vom [W3C] am 18. Januar 2008 als
Recommendation freigegeben. Es erlaubt Abfragen auf RDF Dokumenten in ähnlicher
Weise wie SQL. Diese grundlegenden Auswertungsmöglichkeiten können weiterhin in
Skripte zusammengeführt werden.
&lt;&lt;component&gt;&gt;
Ontologieaufbereitung und</p>
        <p>-analyse
&lt;&lt;artefact&gt;&gt;</p>
        <p>Jena.jar
&lt;&lt;artefact&gt;&gt;
Pellet.jar</p>
        <p>&lt;&lt;component&gt;&gt;
SEMAT Analysewerkzeug</p>
        <p>&lt;&lt;component&gt;&gt;
Metrikerzeugung und</p>
        <p>-bearbeitung
&lt;&lt;component&gt;&gt;
Modell-, Metrik- und
Ontologieverwaltung</p>
        <p>&lt;&lt;artefact&gt;&gt;
SEMATDataAccess.jar
&lt;&lt;component&gt;&gt;
Datenbankzugriff</p>
        <p>&lt;&lt;artefact&gt;&gt;
toplink-essentials.jar
&lt;&lt;artefact&gt;&gt;
SEMATAnalysis.jar
&lt;&lt;artefact&gt;&gt;</p>
        <p>MySQL</p>
        <p>&lt;&lt;component&gt;&gt;
Datenbankmanagemtsystem</p>
        <p>Speichermedium</p>
        <sec id="sec-2-15-1">
          <title>Abbildung 8: Komponenten des SEMAT Analysewerkzeugs</title>
        </sec>
      </sec>
      <sec id="sec-2-16">
        <title>4.4 Analyse und Vergleich mittels SEMAT Analysewerkzeug</title>
        <p>Die Analysemöglichkeiten der prototypischen Umsetzung werden anhand des bereits
zuvor in Abbildung 3 dargestellten Beispiels demonstriert. Die Analyse einer vorher
erzeugten Analyseontologie kann, wie oben erwähnt, auf zwei Arten sowie deren
Kombination erfolgen. Zum einen durch die Erzeugung eines Skripts und zum anderen
durch die Abfrage mittels SPARQL. Eine SPARQL-Abfrage kann auch in ein Skript mit
eingebunden und ausgewertet werden.</p>
        <p>In Abbildung 9 ist die Auswertung anhand eines Skripts zur Ermittlung des
„Detaillierungsgrad“ der einzelnen Prozessmodelle dargestellt. Diese sehr einfache
Metrik kann zum Modellvergleich herangezogen werden, da mit dieser Metrik gemessen
werden kann, wie detailliert ein Konzept in einem Prozessmodell repräsentiert ist. Die
Metrik besteht aus dem Quotienten aus referenzierten (Sub-)Konzepten und der Anzahl
vorhandener (Sub-)Konzepte. In Hinblick auf das Konzept „Projektantrag erstellen“
ergibt sich hier für die ereignisgesteuerte Prozesskette ein Wert von 0,25, weil nur eines
von vier Konzepten referenziert wird. In Hinblick auf das Aktivitätsdiagramm ergibt sich
ein Wert von 0,75, weil drei von vier Konzepten referenziert werden. Dieses Ergebnis
kann mittels Inferenz auf der Analyseontologie des Beispiels automatisch ermittelt und
zum Prozessvergleich herangezogen werden. Ein Vergleich ist durch diese einfache
Metrik insofern möglich, dass Teilbereiche identifiziert werden können, die in
unterschiedlichen Detaillierungsgrad modelliert wurden. Sollten weiterhin
Leistungsinformationen, wie in Abbildung 3 dargestellt, bei der Analyse genutzt werden,
so können einzelne Teilbereiche auch anhand dieser Informationen miteinander
verglichen werden.</p>
        <p>Abbildung 9: SEMAT Analysewerkzeug zur Ermittlung der Metrik "Detaillierungsgrad"
Im Rahmen der SEMAT-Entwicklung wurde ein Katalog von einfachen und
fortgeschrittenen Metriken entwickelt, die sowohl den qualitativen als auch einen
quantitativen Vergleich von Prozessmodellen erlauben. Zu den ersteren zählen bspw.
Kennzahlen zum Detaillierungsgrad und zur „fachlichen Breite“ von Modellen, zu den
ersteren bspw. Metriken zu Prozesskosten. Die Konstruktion der Metriken basiert im
Wesentlichen auf etablierten Verfahren zur Vermessung von Graphen bzw.
Objektmodellen (vgl. [GPC05]) oder auf etablierten betriebswirtschaftlichen Verfahren
wie bspw. der Prozesskostenrechnung.</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>5 Nutzeneffekte im Bereich des Prozess-Benchmarking</title>
      <p>Das in diesem Beitrag vorgestellte Verfahren kann dazu eingesetzt werden, die
Durchführung von groß angelegten Prozess-Benchmarking-Initiativen zu
halbautomatisieren und damit effizienter zu gestalten. Während bei einem klassischen
ProzessBenchmarking die Analyse und der Leistungsvergleich unterschiedlicher Prozesse durch
Fachexperten zu erfolgen hat, können unter Nutzung des skizzierten Prototyps diese
Aufgaben (halb-)automatisiert durch Software durchgeführt werden. Als Vorbedingung
ist zu fordern, dass die Modelle anhand von semi-formalen Beschreibungssprachen (z.B.
EPK oder UML-Aktivitätsdiagramm) dokumentiert sind. Das notwendige Mapping zu
Konzepten der Domänenontologie kann entweder manuell oder unter Nutzung von
Mapping-Verfahren (z.B. auf Basis eines Thesaurus) erfolgen (vgl. [NM02]). Danach
können die Modelle in Ontologien überführt und schließlich der Analyse unterzogen
werden. Sofern entsprechende Metriken vorliegen, kann dann ein vollautomatisierter
Vergleich der Modelle realisiert werden, der an Aussagekraft gewinnen kann, wenn
zusätzlich Leistungsinformationen wie Durchlaufzeiten, Fehlerquoten oder Kosten (oder
andere Leistungskennzahlen) vorliegen.</p>
      <p>Mit dem vorgestellten Verfahren kann somit ein deutlicher Zeit- und Kostenvorteil
realisiert werden. Allerdings darf dabei nicht außer Acht gelassen werden, dass der
Aufbau eines entsprechenden Informationssystems, die Konstruktion (und fortlaufende
Wartung) einer Domänenontologie sowie die Annotation der Modelle ebenfalls mit
entsprechendem Aufwand verbunden sind. Daher kann von einer Wirtschaftlichkeit des
Konzeptes nur dann ausgegangen werden, wenn der relativ aufwändigen Vorbereitung
eine vielfache Nutzung der Modelle im Rahmen von Benchmarking-Vorhaben
gegenübersteht. Eine solche vielfache Nutzung wird nur dann zu erzielen sein, wenn
bspw. ein zentrales Benchmarking Clearing Center die dauerhafte Realisierung des
Konzeptes übernimmt.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>6 Fazit sowie Ausblick auf weitere Forschung</title>
      <p>
        Die derzeitige prototypische Umsetzung des Verfahrens von [ATB06] zeigt die
technische Realisierbarkeit. Eine Überfü
        <xref ref-type="bibr" rid="ref11">hrung von in Microsoft Visio 2007</xref>
        modellierten
Prozessmodellen in den Modellierungssprachen UML und EPK sowie deren
Leistungsinformationen in eine so genannte Analyseontologie wurde dargestellt. Darauf aufbauend
sind unter Zuhilfenahme einer ihr zugeordneten Domänenontologie automatisierte
Schlussfolgerungen möglich. Diese Schlussfolgerungen können entweder
benutzerdefiniert durch SPARQL-Abfragen oder durch Metriken erfolgen. Nach unserem
Kenntnisstand handelt es sich um die erste Implementierung eines Werkzeugs dieser Art.
Der derzeitige Stand des Prototypen unterstützt die Wesentlichen Anforderungen des
Verfahrens wie in Abschnitt 4 dargestellt in ausreichender Weise. Allerdings gibt es noch
Einschränkungen im Bereich der Benutzungsfreundlichkeit sowie der Konfigurierbarkeit
des Systems. Beide Problembereiche sollen in folgenden Versionen des Werkzeugs
behoben werden. Insbesondere ist eine Unterstützung auch andere
Informationsmodellarten (z.B. Datenmodelle) geplant. Hinzukommen soll weiterhin eine
übersichtliche Auswertung von Modellen mit Hilfe von Berichten über verschiedene
Metriken. Hierzu soll auch der Metrikkatalog erweitert werden. Auch soll es möglich
werden beliebige Arten von Leistungsinformationen zu definieren und die Modelle mit
entsprechenden Daten anzureichern. Die in diesem Beitrag vorgestellte Überführung der
Metamodelle der EPK sowie des UML-Aktivitätsdiagramms in eine Ontologie, wurde in
ähnlicher Weise von [RG02] durch Nutzung der Bunge-Wand-Weber (BWW-)Ontologie
vorgestellt. Dies fand im Rahmen dieses Beitrags keine Berücksichtigung und soll daher
im Rahmen der weiteren Forschungsarbeiten evaluiert und diskutiert werden.
Neben der technischen Weiterentwicklung des Systems soll eine umfassende
Evaluierung des Ansatzes und des Werkzeugs in konkreten Projekten erfolgen. In einem
ersten Schritt soll einem Action Research-Ansatz folgend das Werkzeug in
Benchmarking-Projekten eingesetzt und zyklisch verbessert werden. Dann soll eine
praktische Evaluierung ohne Interaktion der Autoren durch fachliche Anwender
durchgeführt werden. Die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens soll mit Hilfe von
Simulationsmodellen ermittelt werden.
      </p>
      <p>Im Laufe der Entwicklung des Prototypen wurden Schwachstellen im Verfahren von
[ATB06] erkannt und beseitigt. Die gewichtigsten Änderungen haben sich bei der
Nutzung von Ontologien ergeben. So war ursprünglich eine ausschließliche Nutzung
einer Ontologie zur semantischen Beschreibung der Modelle vorgesehen. Im Laufe der
Forschung hat sich jedoch gezeigt, dass eine Überführung des Referenz-Metamodells in
eine Ontologie sowie eine ausschließliche Analyse auf der Analyseontologie
zweckmäßig ist. So können die Möglichkeiten, welche durch Schlussfolgerungen
gegeben sind, in einem größeren Ausmaß genutzt werden.</p>
      <p>Als Anwendungsbereiche, in denen das vorgestellte Verfahren genutzt werden kann, sind
neben dem Benchmarking zum Beispiel auch ein „Information Model Mining“ und eine
(halb-)automatische Referenzmodellkonstruktion denkbar [ATB06, S. 28]. Unter
„Information Model Mining“ verstehen [ATB06, S. 28] in Anlehnung an den Begriff des
Data Mining ein Verfahren, mit denen aus einer Menge von Informationsmodellen
automatisch neue Erkenntnisse gewonnen werden können. Bei der (halb-)automatischen
Referenzmodellkonstruktion kann eine Informationsmodell-Datenbank eine sehr
weitreichende Hilfe sein, indem auf Basis der mittels Datenbank dokumentierten,
empirischen Fälle automatisch Vorschläge für Referenzmodellstrukturen generiert
werden.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Literaturverzeichnis</title>
      <p>[GPC05]
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[W3C] SPARQL Query Language for RDF. http://www.w3.org/TR/rdf-sparql-query/ (Zugriff
am 26.05.2008).</p>
    </sec>
  </body>
  <back>
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