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      <title-group>
        <article-title>Prozessunterstutzung fur temporare, ehrenamtliche und private Gruppen</article-title>
      </title-group>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Daniel Schulte</string-name>
          <email>Daniel.Schulte@FernUni-Hagen.de</email>
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          <label>0</label>
          <institution>FernUniversitat in Hagen</institution>
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        </aff>
      </contrib-group>
      <abstract>
        <p>Zusammenfassung Der Bedeutung von Geschaftsprozessen wird in der Dienstorientierung (Service-oriented Computing) durch Losungen zur Automatisierung und Unterstutzung bspw. mit WS-BPEL Rechnung getragen. Da allerdings ehrenamtlichen und privaten Gruppen weder entsprechendes Wissen noch notwendige Soft- und Hardwareprodukte zur Verfugung stehen, konnen sie derartige Prozessunterstutzungen nicht fur ihre Einsatzzwecke nutzen und setzen statt dessen weiterhin insbesondere auf E-Mails zur Koordination ihrer Prozesse. Diese Arbeit ermittelt daher die speziellen Anforderungen solcher Gruppen an eine Prozessunterstutzung und stellt einen entsprechenden dienstorientierten Architekturstil vor.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>-</title>
      <p>Computer und Internet unterstutzen Anwender nicht nur bei Berechnungen und
Informationsbescha ung. Zusatzlich werden sie heute oft zur Koordination ganzer
Prozesse in der Geschaftswelt aber auch in ehrenamtlich agierenden Gruppen
wie z. B. Vereinen und im privaten Umfeld genutzt. Wahrend die Steuerung
von Prozessen in der Geschaftswelt bereits vielfaltig adressiert und bspw. in
dienstorientierten Architekturen mit WS-BPEL unterstutzt wurde, sind bisherige
Losungen kaum fur ehrenamtliche oder private Gruppen geeignet, da diese
anderen Rahmenbedingungen unterliegen. Solche Gruppen nutzen bisher meist lokal
installierte Software und E-Mails fur ihre Prozesse. So werden initialer
Einrichtungsaufwand, Einarbeitung und mogliche Kosten vermieden, aber Medienbruche,
unkontrollierte Informationsweitergabe, Verlust einzelner Informationen,
mehrfache Datenhaltung, Dateninkonsistenz und Verlust der Prozessubersicht in Kauf
genommen. Erfolgreiche Prozesse sind nur schwer wiederholbar, da Wissen uber
sie nur implizit vorhanden ist und somit standig rekonstruiert werden muss.
Kollaborative integrierte Prozessschritte wie bspw. das Sammeln von
Tagesordnungspunkten sind nur durch erheblichen manuellen Aufwand realisierbar.
Dabei machen vereinzelte Losungen wie Konferenzmanagementsysteme deutlich,
dass auch au erhalb des klassischen industriellen Umfeldes Prozessunterstutzung
hilfreich sein kann, um aufwendige und fehleranfallige handische Koordinationen
zu vermeiden. Aufgrund unterschiedlicher Voraussetzungen sind aber Techniken
aus dem Unternehmensumfeld nicht ohne weiteres fur ehrenamtliche und private
Gruppen adaptierbar.</p>
      <p>Diese Arbeit analysiert daher in Abschnitt 2 die Anforderungen dieser
Gruppen an eine Prozessunterstutzung und leitet einen entsprechenden
dienstorientierten Losungsansatz her, der verschiedenen verteilten Diensten erlaubt, gezielt
mit Anwendern in Kontakt zu treten. In Abschnitt 3 wird diese Losung in Form
eines Architekturstils prazisiert und in Abschnitt 4 eine ausstehende Fallstudie
motiviert. Die Betrachtung verwandter Arbeiten in Abschnitt 5 und ein kurzer
Ausblick in Abschnitt 6 beschlie en diese Arbeit.
2</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Prozesse fur Gruppen</title>
      <p>Prozesse von Gruppen, die nur vorubergehend existieren, deren Mitglieder nur
temporar diesen Gruppen oder deren Mitglieder zugleich mehreren anderen
unabhangigen Gruppen angehoren (z. B. ehrenamtlich agierende Vereine,
Veranstaltungen mit temporaren Organisationsteams wie Bene zkonzerte, aber auch
Workshops oder Konferenzen) haben gemein, dass sie primar aus manuellen
Arbeitsschritten (Aufgaben genannt) bestehen, die von entsprechenden Mitarbeitern
zu bearbeiten sind. Typische Rahmenbedingungen sind dabei:
{ Es ist kein IT-Fachpersonal und oft nur private Hardware verfugbar.
{ Es sind weder Zeit noch Geld fur den initialen Aufbau einer technischen</p>
      <p>Infrastruktur verfugbar.
{ Gruppen andern sich bestandig in ihrer Zusammensetzung oder arbeiten nur
kurze Zeit zusammen.
{ Gruppenbildung und Verantwortlichkeiten innerhalb dieser konnen auf
Vereinstrukturen basieren, von Initiatoren bspw. im Rahmen von Workshops
vorgegeben werden, oder auch z. B. bei Interessensgemeinschaften frei
verhandelbar sein.
{ Gruppenmitglieder arbeiten parallel an Projekten anderer Gruppen.
{ Prozesse werden nur selten in einer Gruppe wiederholt, aber ahnliche Prozesse
nden in vielen Gruppen statt (z. B. jahrliche Mitgliederversammlungen).
{ Prinzipielle Prozessablaufe sind kein Geschaftsgeheimnis.</p>
      <p>Einige Forderungen an eine Prozessunterstutzung sind demnach:
{ Konzentration auf freie Technologien, Infrastrukturen, Dienste und Prozesse
fur weitestgehend kostenlose Losungen
{ Leicht formulier- und anpassbare Prozesse und Dienste; Ausnahmesituationen
konnen beim Auftreten dynamisch gelost werden
{ Leichte Anwendung (und individuelle Anpassung) von Standardprozessen in
verschiedenen Kontexten
{ Einfacher und automatisierter Bezug von Aufgaben
{ Unterstutzung von Aufgaben verschiedener Art und Komplexitat (von
einfachen Uberprufungen bis hin zu komplexen, kooperativ zu bearbeitenden
Aufgaben)
{ Flexible Verwaltung von Gruppenmitgliedern und Verantwortlichkeiten
Insbesondere der einfache Zugang von Anwendern zu ihren Aufgaben soll in
diesem ersten Schritt einer Losungsentwicklung betrachtet werden. Denn | so
weit vorhanden | setzen bisherige Losungen wie Konferenzmanagementsysteme
darauf, dass Anwender bestimmte Dienstseiten oder Portale regelma ig
aufsuchen, um sich uber anstehende Aufgaben zu informieren. Dies weist aber zwei
wesentliche Probleme auf: (1.) Der Anwender ist in einer Holschuld, er muss
aktiv die entsprechenden Informationen uber ausstehende Aufgaben einholen. Bei
einer wachsenden Anzahl genutzter Dienste und einem zudem nur sporadischen
Auftreten der Aufgaben ist eine zeitnahe Kenntnisnahme anstehender Aufgaben
daher schwierig, so dass bisher oft erganzend E-Mails eingesetzt werden. (2.)
Die Verwendung von E-Mails kann zwar sicherstellen, dass Anwender zeitnah
von Aufgaben erfahren, letztendlich werden aber weder die zeitliche Einplanung
und Bearbeitung noch die Weiterverfolgung von Aufgaben nebst zugehorigen
Prozessen unterstutzt.</p>
      <p>Die wichtigsten Anforderungen in diesem ersten Losungsschritt lassen sich
daher zunachst auf folgende Punkte reduzieren:
{ Es darf | auch wenn Prozesse und Dienste mehrerer Anbieter (Service
Provider) genutzt werden | nur einen Einstiegspunkt fur den Anwender
geben, an dem ihm alle wesentlichen Informationen zu ausstehenden Aufgaben
und zur Verfolgung von Prozessen (ohne sein aktives Eingreifen) zur Verfugung
gestellt werden.
{ Dieser Einstiegspunkt muss einen exiblen Zugri auf zur Aufgabenausfuhrung
notwendige unterstutzende Dienste und Informationen bieten.
{ Dieser Einstiegspunkt muss von Prozessen und Diensten mit aktuellen
Informationen, z. B. zum Status einer Aufgabe, versorgt werden konnen.
Die oft verwendeten E-Mails bieten durch ihre i. d. R. personenbezogene
Adressierung zwar einen zentralen Einstiegspunkt, eignen sich aber nicht zur
ubersichtlichen Aufgabenverwaltung und -darstellung und erlauben zudem keine
komfortablen Aktualisierungen bspw. des Aufgabenstatuses. Die Verwendung von
Portalen und proprietaren Losungen kann zwar eine gute Aufgabenverwaltung
bieten, fuhrt aber wieder zu dem Problem multipler Einstiegspunkte. Ein
E-Mailahnlicher Ansatz mit strukturierten Informationen und einer dienstorientierten
Schnittstelle kann beide Vorteile zusammenfuhren und personenbezogene
Aufgabenzuweisungen aber auch Aktualisierungen von Informationen zu Aufgaben aus
beliebigen Prozessen und Diensten heraus unterstutzen.</p>
      <p>Diese Idee wird im Folgenden in Form eines Aufgabenlistendienstes
aufgegriffen, der uber eine eindeutige, einem Anwender zugeordnete URI adressierbar
ist und erlaubt, uber im Detail noch zu entwickelnde Dienste Aufgaben inkl.
Metainformationen wie Deadline, Status, o. a. einem Anwender zuzuordnen. Der
Anwender kann uber diesen Dienst auf seine aktuellen Aufgaben zugreifen und
diese verwalten, und sie bspw. auch nach Metadaten sortieren. Die
Dienstorientierung erlaubt dabei sowohl auf Seiten des Dienstanbieters und des Prozesses als
auch auf Seiten von Klientanwendungen fur den Anwender exible und innovative
Losungen unabhangig von verwendeten Programmiersprachen u. a. Der nachste
Abschnitt wird nun einen Architekturstil vorstellen, der dieser Idee entspricht.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Architekturstil</title>
      <p>
        Nach Fielding [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
        ] ist ein Architekturstil eine Menge von architektonischen
Bedingungen, die die Rollen und Funktionen architektonischer Elemente und die
erlaubter Beziehungen zwischen diesen fur eine konforme Architektur einschranken.
Ein Architekturstil fur den Ansatz aus Abschnitt 2 wird in Abbildung 1 skizziert.
      </p>
      <p>Abbildung 1. Architekturstil</p>
      <p>Anwender werden durch eindeutige URIs, unter denen ein
Aufgabenlistendienst (assignment list service) neu zugewiesene Aufgaben sowie
Aufgabenaktualisierungen entgegennimmt, zu adressierbaren Entitaten (ahnlich einer
E-MailAdresse nebst Postfach). Dienste, die den Eingri von Anwendern benotigen
(human-supported services), informieren diese per Aufgabenlistendienst uber
ausstehende Aufgaben und geben dabei neben einigen Metainformationen u. a.
eine eindeutige URI fur den Aufruf einer Reprasentation der Aufgabe an. Um
gro tmogliche Flexibilitat bei der Aufgabenrealisierungen zu ermoglichen, werden
Daten uber potentielle Nutzer (z. B. bei der Dienst-Initialisierung ubergeben)
und interne Zustande von den Diensten eigenverantwortlich verwaltet. Eine
Auslagerung dieser Funktionalitaten ist in Form weiterer Dienste oder
Entwicklungsframeworks optional denkbar.</p>
      <p>Zusatzliche Identitatsmanagementdienste (identity management services)
erlauben eine spate, dynamische Bindung von Rollen an konkrete Anwender und
eine Wiederverwendung von Organisationsstrukturen und
Anwenderinformationen. Selbst Randbedingungen wie Urlaub oder Arbeitsauslastung lie en sich bei
dieser dynamischen Bindung berucksichtigen. Den Diensten werden dann statt
Adressen von Anwendern Rollenbezeichungen und die Adresse eines
Identitatsmanagementdienstes ubergeben, sodass erst bei Auftreten einer Aufgabe die
konkreten Anwenderadressen ermittelt und genutzt werden.</p>
      <p>Lokale und netzbasierte Klienten (human assistant) erlauben den Anwendern
den komfortablen Zugri auf die sie betre enden Aufgaben, und konnen bspw.
durch Kalenderintegration zur Bearbeitungsplanung Mehrwerte bieten.</p>
      <p>Fur den praktischen Einsatz ist dieser Stil u. a. um standardisierte
Schnittstellen fur Identitatsmanagementdienste und Aufgabenlistendienste zu konkretisieren,
um gema o. g. Anforderungen anbieterubergreifend arbeitende Losungen zu
ermoglichen. U ber alle andere Dienste und Klienten sind dagegen moglichst wenig
Annahmen zu machen, um exible und innovative Realisierungen zu ermoglichen.
4</p>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Fallbeispiel</title>
      <p>Folgendes, noch umzusetzendes, einfaches Fallbeispiel ist zur Demonstration
der Realisierbarkeit geplant: Fur die Vorbereitung einer Sitzung, z. B. eines
Mitarbeitertre ens eines Vereines oder einer o entlichen Versammlung einer
Burgerbewegung, wird ein Prozess nebst notwendigen Diensten entwickelt werden,
der das gemeinsame Sammeln von Tagesordnungspunkten und das Versenden
von Einladungen zur Sitzung unter Angabe der Tagesordnung unterstutzt. Der
Prozess besteht aus folgenden Schritten:
1. Rahmendaten wie Datum, Raum, Sitzungsleitung, etc. sind zu spezi zieren
(demonstriert die Initialisierung einer Prozessinstanz mit anwenderspezi
zierten Daten inkl. Benennung von potentiellen Anwendern als Sitzungsleitung,
etc. und die Kon guration der Instanz z. B. bzgl. eines optionalen
Anmeldeschrittes).
2. Tagesordnungspunkte sind zu sammeln (Beispiel fur eine kooperative
Aufgabe; wenn Anwender nicht gegenseitig ihre Beitrage zur Sammlung einsehen
konnen, erhoht sich die Wahrscheinlichkeit von Mehrfachnennungen signi
kant, einzelne Punkte konnen aber auch leichter vergessen werden).
3. Wenn der Sitzungsleitung nicht alle potentiellen Teilnehmer bekannt sind, ist
ggf. eine Anmeldung z. B. uber ein Webschnittstelle zu ermoglichen (Beispiel
einer dynamisch wachsenden Gruppe).
4. Tagesordnung ist zu genehmigen/uberprufen (einfache Aufgabe).
5. Einladungen mit Tagesordnung sind an alle Teilnehmer zu versenden
(klassischer, automatisierter Dienst).</p>
      <p>
        Der Einsatz eines Identitatsmanagementdienstes ist optional zu ermoglichen, um
das Potential der Wiederverwendung von Anwenderinformationen insbesondere
fur temporar stabile Gruppen aufzuzeigen. Gleichzeitig kann aber der Einsatz
mit dem Beispiel einer Burgerbewegung auch fur dynamisch wachsende Gruppen
demonstriert werden. Daruber hinaus wird die Fallstudie zeigen mussen, dass
etablierte Losungen wie z. B. YAWL [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref8">8</xref>
        ] zur Prozesssteuerung adaptiert werden
konnen, insbesondere solange der einfache Zugang von Anwendern zu ihren
Aufgaben im Fokus steht.
      </p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Verwandte Arbeiten</title>
      <p>
        Gangige Work ow- und Task-Management-Systeme bspw. von IBM, SAP oder
Active Endpoints basieren u. a. auf WS-BPEL, BPEL4People und WS-HumanTask,
um Prozesse in einem dienstorientierten Kontext zu modellieren und manuelle
Aufgaben einzubinden. Alle drei Techniken entstammen dem Unternehmensumfeld
und bieten daher fur Gruppen im Fokus dieser Arbeit keine direkte Unterstutzung:
WS-HumanTask [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>
        ] spezi ziert Aufgaben (Tasks) als nicht-teilbare
Arbeitseinheiten mit einem eigenen Lebenszyklus und einer programmiersprachenunabhangigen
(aber XML-basierten) Schnittstelle insbesondere zur Verwaltung dieser Aufgaben.
WS-BPEL [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>
        ] ist eine XML-basierte Sprache zur Orchestrierung von Diensten
und wird durch BPEL4People [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2">2</xref>
        ] um eine Integration von Aufgaben (Human
Activities) erweitert.
      </p>
      <p>WS-BPEL und BPEL4People bieten interessante Moglichkeiten zur
Formulierung von Prozessen. Im Rahmen einer allgemeinen und exiblen Architektur
ist aber von konkreten Sprachen soweit moglich zu abstrahieren, um auch
alternative Implementierungen zu ermoglichen. WS-HumanTask dagegen ist zwar
sprachunabhangig gehalten, unterstutzt aber z. B. mit seinem Fokus auf
nichtteilbare Aufgaben keine kollaborativen Aufgaben (der de nierte Lebenszyklus
erlaubt keine derartigen Aufgabentypen). Die auf diesen Techniken basierenden
Losungen leiden fur den hier anvisierten | aber bei deren Entwicklung nicht
vorgesehenen | Einsatz an weiteren Problemen: Es gibt kein einheitliches Modell
fur Aufgabenlisten und -zuweisungen (Aufgabenverwaltung) und die Losungen
sind | da fur das komplexe Unternehmensfeld mit hohen Anforderungen an
Robustheit, Skalierbarkeit u. a. entwickelt | fur nicht professionelle Gruppen
zu komplex und kostspielig. Der Einsatz eines Enterprise Service Bus bspw. ist
nicht fur das Internet und die Nutzung frei verfugbarer Dienste optimiert, die
aber im Rahmen der o. g. Anforderungen hier wesentlich sind.</p>
      <p>
        Das freie und leichtgewichtige Work ow-Management-System YAWL (Yet
Another Work ow Language) [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref7 ref8">7, 8</xref>
        ] ermoglichen den Einsatz einer
Prozessunterstutzung fur verteilte Gruppen mit eingeschrankter IT-Infrastruktur wie bspw.
von Ouyang et al. [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
        ] beschrieben. Da jedoch Prozessausfuhrung (in Form der
Work ow Engine) und Aufgabenliste (Worklist) eng miteinander verzahnt sind,
wird der Einsatz der integrierten Aufgabenverwaltung mit anderen Work
owManagement-Systemen nicht unterstutzt. Das Ziel eines einzigen Einstiegspunktes
fur Anwender wird | sofern nicht alle Prozesse von einem Anbieter stammen |
demnach nicht erreicht.
      </p>
      <p>
        Selbst im geschaftlichen Umfeld fuhrt der Mangel einer standardisierten
Aufgabenverwaltung dazu, dass Anwender, die in mehreren Unternehmen oder
Abteilungen mit eigener Softwareinfrastruktur involviert sind, mehrere
Aufgabenlisten verwalten und abarbeiten mussen, und dass eine Auslagerung einzelner
Aufgaben und Teilprozesse nicht unterstutzt wird. Unger et al. [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref6">6</xref>
        ] analysieren
ausfuhrlich Anforderungen an eine Losung, die die unternehmensubergreifende
Bearbeitung von Aufgaben ermoglicht, und stellen eine resultierende Architektur
vor. Auch wenn einige gemeinsame Anforderungen wie z. B. die prinzipielle
Forderung einer gemeinsamen Aufgabenverwaltung (Task Management) bestehen,
sind aufgrund der unterschiedlichen Rahmenbedingungen (bspw. (kein) Ruckgri
auf IT-Fachpersonal und eigene IT-Infrastruktur) wesentliche Unterschiede
festzuhalten, die in anderen Architekturstilen munden: Wahrend bei Unger et al. [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref6">6</xref>
        ]
Task Engines fur die Ausfuhrung von einzelnen Aufgaben verantwortlich sind
und Klienten auf mehrere Task Engines zugreifen konnen (den Klienten mussen
also initial die Task Engines bekannt gemacht werden), wird in dieser Arbeit
eine Anwenderadressierung eingefuhrt, die exiblere Aufgabenzuweisungen und
Aufgabenausfuhrungsumgebungen ermoglicht, dafur aber bspw. die Einhaltung
von Zuweisungsrichtlinien durchaus erschweren kann.
6
      </p>
    </sec>
    <sec id="sec-6">
      <title>Zusammenfassung und Ausblick</title>
      <p>Aufgaben von Anwendern in Prozessen konnen vielfaltiger Natur sein:
Einfache Genehmigungs- und Pruftatigkeiten oder kreative Aufgaben, alleine oder
kooperativ auszufuhrende Aufgaben, der Organisation des Anwenders,
einmaligen Veranstaltungen oder ehrenamtlich und privaten Projekten entstammende
Aufgaben, und in bspw. Java, XML oder PHP realisierte Aufgaben. Letztendlich
muss aber jede Aufgabe ihren Bearbeiter (Anwender) nden. Dazu wurde hier
ein einfacher, von der E-Mail-Infrastruktur inspirierter Architekturstil vorgestellt,
dessen Konkretisierung Gegenstand kommender Forschungsarbeit werden wird.</p>
      <p>Auf diese Architektur aufbauend sind Datenschutz, Authenti zierung und
Sicherung gegen Spam komfortabel zu ermoglichen. Aber auch die Flexibilitat,
Kontrollierbarkeit und Nachvollziehbarkeit ganzer Prozesse sind in Zukunft noch
zu adressieren.</p>
      <p>Literatur</p>
    </sec>
  </body>
  <back>
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