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<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><p>Projekte zur Umgestaltung komplexer Anwendungslandschaften erweisen sich in der Praxis als Herausforderung für Unternehmen. Die laufende Anpassung an sich ändernde fachliche und technische Gegebenheiten ist für die Zukunftssicherheit einer Anwendungslandschaft unverzichtbar. Dieser Artikel schlägt einen Modellierungsansatz vor, der Anwendungslandschaften zum Gegenstand eines von allen Beteiligten gestalteten Veränderungsprozesses macht. Durch die ineinandergreifende Modellierung von technischer Architektur und Geschäftsprozessen wird Verständnis für jene Zusammenhänge geschaffen, welche die Umgestaltung so herausfordernd machen.</p></div>
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<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><head n="1">Einleitung</head><p>Unternehmen fordern heutzutage integrierte IT-Systemen, die anwendungsübergreifende Geschäftsprozesse unterstützen. Dadurch rücken Anwendungslandschaften in den Mittelpunkt der Unternehmens-IT. Um eine zukunftssichere Anwendungslandschaft konzipieren und betreiben zu können, benötigt man nicht nur langlebige IT-Systeme. Zusätzlich müssen sich Unternehmen mit dem stetigen Anpassungsdruck auseinandersetzen, dem die Landschaften ausgesetzt sind. Sich ändernde technische und fachliche Gegebenheiten erfordern die häufige Umgestaltung von Anwendungslandschaften. Die Notwendigkeit ihrer strategischen Planung und die Beschäftigung mit den dafür nötigen Modellen hat sich in Wissenschaft und Praxis unter den Begriffen IT-Unternehmensarchitektur <ref type="bibr" target="#b6">[Kel07]</ref> und Software-Kartographie <ref type="bibr" target="#b11">[MW04]</ref> etabliert. Die Durchführung entsprechender Umgestaltungsprojekte bleibt jedoch eine große Herausforderung für Unternehmen, wie folgendes Beispiel verdeutlicht: Eine Bank wechselt aus technischen Gründen das Betriebssystem aller Client-Server-Anwendungen und muss deswegen ihre Anwendungslandschaft anpassen. Eigenentwicklungen werden portiert, Standardanwendungen mit aktuellen Versionen ersetzt und einige Anwendungen wie das System für den Wertpapierhandel eingestellt, weil ihre Funktio-nalität als externe Dienstleistung zugekauft wird. Für die Umsetzung dieser Änderungen muss die Anwendungslandschaft im Kontext ihrer Verwendung betrachtet und verstanden werden, da sonst viele relevante Fragen unbeantwortet bleiben. Bezogen auf die Veränderungen im Wertpapierhandel sind dies beispielsweise:</p><p>• Welcher Ausschnitt der Anwendungslandschaft ist von den Veränderungen im Wertpapierhandel betroffen?</p><p>• Kommt es durch die neue Anwendung zu Redundanzen in der Datenhaltung, so dass Daten aus mehreren Beständen synchronisiert werden müssen?</p><p>• Wie wirken die komplexen IT-gestützten und manuellen Arbeitsprozesse zusammen, die den Geschäftsprozess "Wertpapierhandel" ausmachen?</p><p>• Welche dieser Arbeitsprozesse müssen angestoßen werden, um die neuen und geänderten Schnittstellen in der Anwendungslandschaft testen zu können? </p></div>
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><head n="2.2">Herausforderungen in der Praxis</head><p>Dieser Abschnitt fasst die Erfahrungen zusammen, welche die C1 WPS GmbH in Umgestaltungsprojekten gesammelt hat. Neben Beratung zur IT-Strategie der Kunden und der Modellierung von Ist-und Soll-Anwendungslandschaften unterstützte sie die Umsetzung der erarbeiteten Pläne. Dabei traten immer wieder zwei grundlegende Fragen auf, deren Beantwortung die gemeinsame Betrachtung der Architektur der Anwendungslandschaften und der von ihnen unterstützten Prozesse erforderte:</p><p>• Was muss man über die Anwendungslandschaft und ihre Verwendung wissen, um sie umgestalten zu können?</p><p>• Welche Auswirkung hat die Umgestaltung auf die Anwendungslandschaft und ihre Verwendung?</p><p>Anhand eines fiktiven, aber realistischen Beispiels aus der Versicherungsbranche werden im Folgenden drei Kontexte vorgestellt, in denen diese Fragen auftauchen:</p><p>Eine Versicherung verwendet Vorgangsmappen, um die arbeitsteilige Abarbeitung von Schadensfällen zu koordinieren und den Bearbeitungsstatus eines Falls nachvollziehen zu können. Die einzelnen Arbeitsschritte der Sachbearbeiter werden bereits durch IT-Systeme unterstützt. Hingegen ist die Vorgangsmappe eine nicht formal festgelegte, lose Kombinaton von E-Mails, Dateien und Papierdokumenten. Um die Bearbeitungsgeschwindigkeit zu erhöhen, sollen die Vorgangsmappen durch ein Workflow-Management-System (WfMS, vgl. <ref type="bibr">[zM04]</ref>) umgesetzt werden.</p></div>
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><head>Fachliche und technische Integration</head><p>Nur mit Detailwissen über die IT-Unterstützung der betroffenen Akteure können Schnittstellen zwischen Anwendungen auf technischer und fachlicher Ebene ermittelt und eine sinnvolle Integration erreicht werden. Im Beispiel:</p><p>Um herauszufinden, wie das WfMS und die bestehenden Anwendungen sinnvoll integriert werden können, müssen die Arbeitsprozesse der Sachbearbeiter und die vorhandene IT-Unterstützung modelliert werden.</p><p>• Welche Arbeitsgegenstände (eingescannte Dokumente, Anträge auf Papier etc.) verwenden die Sachbearbeiter?</p><p>• Welche Arbeitsschritte erledigen sie IT-gestützt und mit welchen Anwendungen? Tauschen diese untereinander Daten aus? Wie wird die Kommunikation angestoßen?</p><p>• Welche Anwendung ist führend bei der Verwaltung welcher Daten?</p></div>
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><head>Migrationsplanung</head><p>Unternehmen setzen große Änderungen in ihren Anwendungslandschaften oft in kleinen Schritten um, sodass die Landschaft und die von ihr unterstützten Prozesse auf dem Weg vom Ausgangs-zum Zielzustand mehrere produktive Zwischenzustände durchlaufen. In jedem dieser Schritte müssen die Veränderungen in der Landschaft gut abgestimmt und von Fachabteilung und IT verstanden werden, um den reibungslosen Betrieb aufrecht erhalten zu können. Im Beispiel:</p><p>• In welcher Reihenfolge sollen die Arbeitsprozesse der Sachbearbeiter im WfMS abgebildet werden?</p><p>• Wie verändern sich die Prozesse in der Abteilung für Schadensfälle und die Schnittstellen in der Anwendungslandschaft durch das WfMS? Wie sehen sie nach dem ersten, zweiten, dritten etc. Migrationsschritt aus?</p></div>
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><head>Testszenarios</head><p>Anwendungsübergreifende Tests entlang fachlicher Prozesse mindern das Risiko, das neue und geänderte Schnittstellen für die Verwendung einer Anwendungslandschaft darstellen. Passende Testszenarien zu identifizieren und konkrete Testfälle aufzustellen erfordert die detaillierte Kenntnis der Zusammenhänge zwischen technischer Architektur der Anwendungslandschaft und den von ihr unterstützten Arbeitsprozessen. Im Beispiel:</p><p>• Welche anwendungsübergreifenden Arbeitsprozesse führt ein Sachbearbeiter aus?</p><p>• Gibt es manuelle Schritte in diesen Arbeitsprozessen, die Kommunikation zwischen Anwendungen auslösen?</p><p>• Welche Abhängigkeiten zwischen Anwendungen sind rein fachlich und nicht technisch (z.B. Nachbearbeitung von eingescannten Dokumenten)?</p><p>3 Exemplarische Geschäftsprozessmodellierung -eGPM  </p></div>
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><head n="4">Abgleich mit bestehenden Ansätzen</head><p>Dieser Abschnitt stellt andere Ansätze vor, die sich mit der Modellierung von Anwendungslandschaften und ihrer Einordnung in einen unternehmensweiten Kontext befassen.</p></div>
<div xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><head n="4.1">Unternehmensarchitektur</head><p>Als Unternehmensarchitektur werden unternehmensweite, integrierte Modelle von Geschäftsstrategie, Geschäftsprozessen, Anwendungen und Infrastruktur verstanden <ref type="bibr" target="#b6">[Kel07]</ref>. </p></div><figure xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="fig_0"><head></head><label></label><figDesc>Abbildung 1: Relationen zwischen Akteuren und Gegenständen im Kooperationsbild</figDesc></figure>
<figure xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><head></head><label></label><figDesc></figDesc><graphic coords="7,119.13,148.47,357.17,277.03" type="bitmap" /></figure>
<figure xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><head></head><label></label><figDesc></figDesc><graphic coords="8,119.13,220.37,357.16,235.25" type="bitmap" /></figure>
<figure xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="table" xml:id="tab_1"><head></head><label></label><figDesc>Dieser Abschnitt stellt einen Ansatz zur Geschäftsprozessmodellierung vor, der sich in der Praxis als Hilfsmittel zur Beantwortung der oben genannten Fragestellungen erwiesen hat. Da eine ausführliche Beschreibung des Ansatzes den Umfang dieses Artikels sprengen würde, wird er nur im Überblick dargestellt.</figDesc><table /><note>3.1 KurzvorstellungUrsprung der exemplarischen Geschäftsprozessmodellierung (vgl.<ref type="bibr" target="#b1">[BKS06,</ref><ref type="bibr" target="#b2">Bre03]</ref>) ist die Analyse der Unterstützung kooperativer Arbeit durch Software -speziell der Aspekte Kommunikation, Kooperation und Koordination (vgl.<ref type="bibr" target="#b13">[TSMB95]</ref>). Die Modellierung findet in diesem Ansatz typischerweise in Workshops statt, in denen z.B. Vertreter aus Fachabteilung und IT ihr Wissen und ihre unterschiedlichen Sichten in gemeinsame Modelle einbringen. Das ermöglicht unmittelbare Rückkopplung, ob die Darstellung des modellierten Gegenstandsbereichs zutreffend ist. Da eine Werkzeugunterstützung für diese Vorgehensweise sehr nützlich ist, wurde eGPM in Zusammenarbeit mit der BOC Group 1 als Modellierungsmethode für das Geschäftsprozessmanagement-Werkzeug ADONIS implementiert.</note></figure>
<figure xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" type="table" xml:id="tab_2"><head></head><label></label><figDesc>Es handelt sich also um die Beschreibung der existierenden Strukturen von Unternehmen. Das Modell einer Anwendungslandschaft ist Teil einer Unternehmensarchitektur. Unternehmensarchitekturen sind nicht als Hilfsmittel für die detaillierte Planung und Durchführung von Änderungen in Anwendungslandschaften gedacht. So wird in [ARW08] und [WF06] gefordert, Unternehmensarchitekturen auf aggregierten Informationen aufzubauen und sie strategisch auszurichten. D.h. Unternehmensarchitekturen bestehen aus grobgranularen Informationen über alle Aspekte eines Unternehmens hinweg statt vertiefender Detailinformationen zu den einzelnen Aspekten. Winter und Fischer empfehlen, spezialisierte Architekturansätze für die operativen Aufgaben in Teilbereichen des Unternehmens einzusetzen [WF06]. Die eGPM ist ein solcher spezialisierter Ansatz. , doch unterscheiden sich die Modelle für deren Beantwortung. Sofwarekarten basieren auf der Visualisierung von im Vorfeld (z.B. per Fragebogen) erhobenen Daten und sind nicht das Resultat eines Modellierungsprozesses im Sinne der eGPM. Die eGPM bindet die betroffenen Akteure in den Prozess mit ein und macht ihre Aufgaben zum Bestandteil von Kooperationsbildern, wodurch die Zusammenhänge zwischen Anwendungslandschaft und Geschäftsprozessen auf Ebene von Arbeitsprozessen (siehe Abschnitt 2.1) dargestellt werden. Softwarekarten zeigen diese Zusammenhänge auf Ebene von Geschäftsobjekten (siehe z.B. Viewpoint 48 im Katalog) oder direkt auf Geschäftsprozessebene (siehe z.B. Viewpoint 17). Ein weiterer Unterschied besteht im Umgang mit der (Un-)Vollständigkeit von Modellen (siehe Abschnitt 3.2). Im Gebiet der Geschäftsprozessmodellierung dominieren Ansätze, die Prozesse als Kontrollflüsse [KNS92] beschreiben. Als Vertreter dieses Konzepts führt Weske unter anderem die Business Process Modeling Notation und ereignisgesteuerte Prozessketten auf (vgl. [Wes07]). "Anwendungen" spielen in diesen Ansätzen eine untergeordnete Rolle. Beispielsweise bietet der verbreitete Ansatz der ereignisgesteuerten Prozessketten [KNS92] lediglich die Möglichkeit, Informationsobjekte im Sinne von Datenquellen oder Speicherorten in einem Geschäftsprozessmodell zu verwenden. Anwendungslandschaften rücken immer mehr in den Blickwinkel von Unternehmen und stehen aus fachlichen und technischen Gründen unter ständigem Änderungsdruck. Zukunftssicher können Anwendungslandschaften daher nur sein, wenn sie immer wieder durch Umgestaltungsprojekte an neue Gegebenheiten angepasst werden. In solchen Projekten werden Modelle von Anwendungslandschaften für die Planung und Umsetzung verwendet, jedoch stellt dabei die Verknüpfung von technischer Architektur und Arbeitsprozessen eine von der Informatik noch wenig beachtete Herausforderung dar. Eine solche Sicht auf Anwendungslandschaften ist aber für viele Aufgaben in Umgestaltungsprojekten hilfreich, etwas für die Konzeption fachlich und technisch passender Schnittstellen, für die detaillierte Migrationsplanung und für die Erarbeitung von Testszenarios. Mit der exemplarischen Geschäftsprozessmodellierung steht ein vielversprechender und praxiserprobter Ansatz zur Verfügung, um Anwendungslandschaften und die von ihnen unterstützten Prozesse ineinandergreifend zu modellieren. Er bildet die Grundlage für das Promotionsvorhaben des Autors, in dessen Verlauf die eGPM weiter für den Einsatz in Umgestaltungsprojekten optimiert werden soll. Dazu werden die Darstellungsmittel der eGPM weiter verbessert und eine passende Modellierungsmethode ausgearbeitet. Ergänzend werden Muster für die Anwendung der Methode bereitgestellt. Ein weiterer, noch zu erforschender Aspekt ist die Einordnung der eGPM in eine Unternehmensarchitektur. Die Verbindung des Metamodells der eGPM mit dem Metamodell eines Ansatzes für die Modellierung von Unternehmensarchitekturen könnte eine Brücke zwischen strategisch ausgerichteten, stark aggregierten Darstellungen von Anwendungslandschaften und operativ ausgerichteten, detaillierten Darstellungen schlagen. Literatur [ANS00] ANSI/IEEE Computer Society. ANSI/IEEE-Standard-1471. IEEE Recommended Practice for Architectural Description of Software-Intensive Systems, 2000. [ARW08] Stephan Aier, Christian Riege und Robert Winter. Unternehmensarchitektur. Literaturüberblick und Stand der Praxis. Wirtschaftsinformatik, 4:292-304, 2008.</figDesc><table><row><cell>4.2 Softwarekartographie Dieser Ansatz stellt Anwendungslandschaften in Form von Softwarekarten [LMW05] dar. In [BELM08] werden die Darstellungskonzepte (beispielsweise verschiedene Kartenty-pen) und die damit verbundenen Einsatzmöglichkeiten in Form von Mustern zusammen-gefasst. Ziel dieses Musterkatalogs ist, bestehende Ansätze zur Beschreibung von Unter-nehmensarchitekturen (siehe Abschnitt 4.1) zu ergänzen. Dazu wurden in der Praxis häufig auftretende Fragestellungen gesammelt und passende Lösungsansätze beschrieben, die aus Handlungsanweisungen, dafür benötigten Informationen und geeigneten Darstellungsfor-men für diese Informationen bestehen. Der Großteil dieser Fragestellungen (Concerns) betrifft strategische Themen wie die lang-fristige Planung von Anwendungslandschaften. Zwar gibt es zwischen den Fragen und den Einsatzzwecken der eGPM einige Überschneidungen (etwa "Concern C-51: Which busi-ness objects are used or exchanged by which business applications or services?" [BELM08, S. 34])4.3 Geschäftsprozessmodellierung 5 Zusammenfassung und Ausblick</cell></row></table></figure>
			<note xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" place="foot" n="1" xml:id="foot_0">www.boc-group.com</note>
			<note xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" place="foot" n="2" xml:id="foot_1">"IT-Landschaft" ist in eGPM ein Oberbegriff für "Anwendungslandschaft", der zusätzlich Hardware-und Software-Infrastruktur mit einschließt.</note>
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			<persName><forename type="first">Kurt</forename><surname>Bauknecht</surname></persName>
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		<title level="m">Computerunterstützung für die Gruppenarbeit</title>
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		<title level="m" type="main">Business Process Management</title>
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		<title level="a" type="main">Essential Layers, Artifacts, and Dependencies of Enterprise Architecture</title>
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			<persName><forename type="first">Robert</forename><surname>Winter</surname></persName>
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		<title level="m">EDOC Workshop on Trends in Enterprise Architecture Research</title>
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		<title level="m" type="main">Workflow-based Process Controlling</title>
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