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    <article-meta>
      <title-group>
        <article-title>Anforderungen an ein Metamodell für SOA-Repositories</article-title>
      </title-group>
      <contrib-group>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Stephan Buchwald</string-name>
          <email>stephan.buchwald@daimler.com</email>
          <xref ref-type="aff" rid="aff0">0</xref>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Julian Tiedeken</string-name>
          <email>julian.tiedeken@daimler.com</email>
          <email>julian.tiedeken@uni-ulm.de</email>
          <xref ref-type="aff" rid="aff0">0</xref>
          <xref ref-type="aff" rid="aff1">1</xref>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Thomas Bauer</string-name>
          <email>thomas.tb.bauer@daimler.com</email>
          <xref ref-type="aff" rid="aff0">0</xref>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Manfred Reichert</string-name>
          <email>manfred.reichert@uni-ulm.de</email>
          <xref ref-type="aff" rid="aff1">1</xref>
        </contrib>
        <aff id="aff0">
          <label>0</label>
          <institution>Abteilung für Datenund Prozessmanagement</institution>
          ,
          <addr-line>Daimler AG</addr-line>
        </aff>
        <aff id="aff1">
          <label>1</label>
          <institution>Institut für Datenbanken und Informationssysteme, Universität Ulm</institution>
        </aff>
      </contrib-group>
      <abstract>
        <p>Service-orientierte Architekturen (SOA) gewinnen in Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Insbesondere die lose Kopplung von Services verspricht mehr Flexibilität. Durch die Vielzahl an Services und Prozessen in unterschiedlichen Varianten sowie deren gleichzeitige Verwendung durch ServiceNutzer, entstehen hohe Kosten für Betrieb und Wartung. Services, die nicht mehr genutzt werden, sollten deshalb zeitnah „abgeschaltet“ werden. Um solche nicht mehr benötigten Services identifizieren zu können, muss u.a. bekannt sein, welche Services aktuell von wem benutzt werden. Zudem entstehen durch unterschiedliche Versionen von Services komplexe Abhängigkeiten, die durch eine geeignete Informationsverwaltung im SOA-Repository beherrscht werden müssen. Dieser Beitrag stellt die in diesem Zusammenhang bestehenden Anforderungen an ein Metamodell dar.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>1 Motivation</title>
      <p>
        Service-Orientierung ist ein wichtiges Architekturprinzip für Unternehmen. Die Ziele
einer Service-orientierten Architektur (SOA) [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref7 ref9">1, 7, 9</xref>
        ] sind vielschichtig. Sie reichen
von einer Erhöhung der Flexibilität durch Adaptierbarkeit der Geschäftsprozesse an
geänderte Rahmenbedingungen [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref13 ref5">5, 13</xref>
        ] bis hin zu kürzeren Entwicklungszeiten sowie
reduzierten Kosten für Service- und Prozess-orientierte Informationssysteme.
Generell beschreibt eine SOA nicht nur ein technisches Paradigma. Vielmehr versucht sie
das Zusammenspiel zwischen Fachbereichen und IT-Abteilungen zu verbessern, was
in der Literatur auch als Business-IT-Alignment bezeichnet wird [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>
        ]. D.h.
Informationssysteme sollen fachliche Anforderungen exakter treffen als bisher.
      </p>
      <p>
        In einer SOA wird die Geschäftsprozessmodellierung durch fachliche Services und
fachliche Datenobjekte unterstützt, deren Dokumentation aber abstrakt gehalten ist.
Sie werden auf Implementierungsebene ggf. durch mehrere technische Services und
Datenobjekte verfeinert. Das Zusammenspiel und die Beziehung zwischen fachlichen
und technischen Services, Prozessen und Datenobjekten sind in der Praxis meist nicht
ausreichend dokumentiert. Deshalb entstehen zahlreiche Probleme: So kann bei
Außerbetriebnahme eines Services nicht immer nachvollzogen werden, welche Prozesse
oder Applikationen davon betroffen sind. Dadurch ist es schwierig, sicherzustellen,
dass die Abschaltung nicht zu unerwarteten Fehlern führt. Zusätzliche Komplexität
entsteht dadurch, dass sowohl fachliche als auch technische Services (und
Datenobjekte) in unterschiedlichen Versionen existieren. Um die Metainformation zu all
diesen Objekten sowie relevante Beziehungen zwischen ihnen beherrschen zu können, ist
ein Repository notwendig, welches die Daten speichert. Durch deren logisch zentrale
Verwaltung wird mehr Transparenz zu Objektabhängigkeiten geschaffen, was
Inkonsistenzen nach Änderungen an Objekten (z.B. fachliche und technische Services oder
Datenobjekte) erkennbar macht sowie eine Reaktion darauf zulässt. Außerdem muss
die Entwicklung neuer Applikationen dahingehend unterstützt werden, dass relevante
Informationen in jeder Phase des Entwicklungsprozesses durch das SOA-Repository
bereitgestellt werden. Um möglichst schnell von fachlichen Anforderungen zu deren
IT-Implementierung zu gelangen, ist eine durchgängige Modellierungsmethodik [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2">2</xref>
        ]
notwendig, die ebenfalls durch das SOA-Repository unterstützt werden muss.
      </p>
      <p>Dieser Beitrag stellt erstmalig und vollständig Anforderungen an das Metamodell
eines zentralen SOA-Repositories aus Praxissicht vor. Dies legt die Basis zur
Entwicklung eines Gesamt-Metamodells für SOA-Repositories. Dazu betrachten wir in
den Kapiteln 2 bis 4 Ziele einer SOA und leiten daraus Anforderungen an das
Metamodell ab. Kapitel 5 diskutiert verwandte Arbeiten, bevor mit einer
Zusammenfassung geschlossen wird.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>2 Nutzung angebotener Services</title>
      <p>Eine zentrale Idee von SOA besteht darin, die Services verschiedener Anbieter
einheitlich zu nutzen. Services abstrahieren dabei Funktionalitäten, die von anderen
Applikationen verwendet werden können. Durch ihre Nutzung entsteht eine lose
Kopplung zwischen Anbieter (engl.: provider) und Nutzer (consumer). Damit
Service-Nutzer die richtigen Services finden und anschließend verwenden können, müssen
Service-Informationen geeignet dokumentiert werden.</p>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>Anforderung 1: Service-Publikation und -Kontrakt</title>
        <p>Bevor ein Service genutzt werden kann, sollte er in einem SOA-Repository publiziert
werden. Anschließend kann ein potentieller Nutzer im Repository nach Services
suchen, z.B. unter Verwendung von Suchkriterien wie angebotene Funktionalität oder
verwendete Datenobjekte. Zur Ausführungszeit muss die physische Lokation eines
Services mittels des Repositories ermittelbar sein, damit der Service-Aufruf
durchgeführt werden kann. Der Einsatz eines Proxies (bspw. Enterprise Service Bus)
ermöglicht die Entkopplung des Service-Aufrufs, d.h. Service-Nutzer rufen nicht direkt den
konkreten Service, sondern einen Proxy-Service. Letzterer ermöglicht ein
dynamisches Binden sowie eine Endpunktauswahl des tatsächlichen Services.</p>
        <p>Für die Verwendung eines Services ist eine Nutzungsvereinbarung (contract)
zwischen Anbieter und Nutzer notwendig. Diese klärt Ansprüche und Pflichten und
beinhaltet Informationen zu Nutzungskosten, Antwortzeiten, Verfügbarkeit und
Sicherheitsaspekten. Dem entsprechend sind die im folgenden ER-Diagramm in
Min-MaxNotation skizzierten Objekte und Beziehungen im SOA-Repository zu verwalten
(Attribute nur teilweise dargestellt):</p>
        <p>Contract
(1,N)
(1,1)</p>
        <p>(0,N)
is consumer
(0,N)</p>
        <p>(0,N)
service used</p>
        <p>Service
(0,N)</p>
        <p>name
…description
endpoint</p>
        <p>
          Abbildung 1: Kontrakt zwischen Service und System (Anbieter und Nutzer)
Ein System (Service-Anbieter bzw. Service-Nutzer) innerhalb eines Unternehmens
kann sowohl ein Prozess oder eine Applikation (etwa J2EE [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref14">14</xref>
          ]) sein, welches seine
atomaren Funktionalitäten in Form von Services anbietet oder benötigte
Funktionalität über Services konsumiert. Ein Contract ist dabei stets exakt einem System
zugeordnet, wohingegen ein System beliebig viele Contracts hält.
        </p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-2">
        <title>Anforderung 2: Domänen zur Strukturierung</title>
        <p>
          Die Untergliederung eines Unternehmens in Domänen auf organisatorischer Ebene
dient u.a. dazu, einen Überblick über Funktionalität und Geschäftsobjekte
verschiedener Fachbereiche zu erhalten [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref6">6</xref>
          ]. Dabei werden unternehmensrelevante Funktionen
sowie bestehende fachliche und technische Services der verschiedenen (Sub-)
Domänen erfasst. Dadurch wird transparent, welche Funktionalität durch welche (Sub-)
Domänen realisiert wird und wo Redundanzen bestehen.
        </p>
        <p>Um Services auch Domänen-basiert suchen zu können, muss das SOA-Repository
explizit die Beziehungen zwischen (Sub-)Domänen und angebotenen Services
speichern. Damit sich Änderungen an Services effizient koordinieren lassen, werden
Domänenverantwortliche im Repository verwaltet.</p>
        <p>…
service responsible</p>
        <p>Service
(0,1)</p>
        <p>(0,N)
offered by</p>
        <p>Domain</p>
        <sec id="sec-2-2-1">
          <title>Abbildung 2: Service-Zuordnung zu Domänen</title>
          <p>name
domain responsible</p>
        </sec>
      </sec>
      <sec id="sec-2-3">
        <title>Anforderung 3: Informationserzeugung und -verwendung</title>
        <p>Bei der Entwicklung eines Services sind neben unterschiedlichen Personengruppen
verschiedene Werkzeuge im Einsatz. Diese dienen der fachlichen Beschreibung bzw.
technischen Implementierung von Services. Sie erzeugen neue Informationen,
verwenden aber auch existierende Dokumente aus dem SOA-Repository. Während der
fachlichen Prozessmodellierung etwa werden neue fachliche Services erzeugt und
bereits vorhandene weiterentwickelt. Diese verwenden Geschäftsobjekte, welche die
Ein- und Ausgabeparameter der fachlichen Services darstellen. Die fachliche
ServiceSpezifikation (Fachspezifikation) bildet die Grundlage für die technische
ServiceImplementierung.</p>
        <p>business specification
…</p>
        <p>BSuesrinveicses (0,N) offers (1,1) OBpuesrinaetisosn (0,N)
Abbildung 3: Fachliche Beschreibung von Services
has in-/output(0,N) BOusbijneecsts</p>
        <p>Analog wird eine technische Service-Spezifikation (WSDL) inklusive technischer
Operationen und den verwendeten Parametern (Datenschemata z.B. als XSD) im
Repository gespeichert. Als Attribute werden zu einem technischen Service ein
Nutzungshandbuch und nach der Implementierung und Installation ein Endpunkt
bereitgestellt.</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>3 Gewährleistung der langfristigen Stabilität einer SOA</title>
      <p>Auch im Kontext von Änderungen der Service-Landschaft müssen Service-nutzende
Applikationen zuverlässig funktionieren. Jede freigegebene Änderung an
RepositoryObjekten sollte deshalb wieder zu einer gültigen Service-Landschaft führen: Es
dürfen keine Inkonsistenzen entstehen, etwa durch Abschalten eines Services, für den
eine Nutzung noch vertraglich garantiert wird. Im Folgenden betrachten wir
Anforderungen an das Repository-Metamodell, welche die Stabilität einer SOA unterstützen.</p>
      <sec id="sec-3-1">
        <title>Anforderung 4: Service-Lifecycle-Management</title>
        <p>
          Während der Entwicklung einer Prozessapplikation durchlaufen Services
unterschiedliche Zustände. Sie beschreiben z.B., ob für einen Service bereits eine
Fachspezifikation vorliegt oder ob er bereits realisiert bzw. freigegeben ist. Die einzelnen Zustände,
die ein Service durchlaufen kann, werden in einem Service-Lebenszyklus (Service
Lifecycle) dokumentiert und beschrieben [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref9">9</xref>
          ]. Ein Wechsel des Service-Zustands
erfolgt erst, wenn alle Vorraussetzungen an den Nachfolgezustand erfüllt sind, etwa das
Vorliegen einer Fachspezifikation oder eines Entwicklungshandbuchs. Die Kontrolle
und Überwachung der Zustandsübergänge wird durch Governance-Prozesse realisiert.
Sie regeln unter anderem das Änderungsmanagement von Services und Prozessen,
indem sie festlegen, von wem Änderungen zu genehmigen sind.
Entscheidungsgrundlage dafür ist die im SOA-Repository gespeicherte Information.
        </p>
        <p>…
state</p>
        <p>Business
Service
(0,N)</p>
        <p>(0,1)</p>
        <p>Zur Sicherstellung der Qualität von Services werden Compliance-Prüfungen
während ihrer Entwicklung durchgeführt, die eine korrekte und kontrollierte Realisierung
gewährleisten sollen. Die dazu notwendigen Dokumente, etwa Fachspezifikationen
oder WSDL-Beschreibungen, sind im SOA-Repository abzulegen.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-2">
        <title>Anforderung 5: Speicherung der Beziehungen zwischen Repository-Objekten</title>
        <p>Fachliche und technische Artefakte, wie Service- oder Datenobjekte, stehen in
direkter Beziehung zueinander: Ein fachlicher Service wird durch einen oder mehrere
technische Services realisiert. Dabei verwendet eine Operation eines fachlichen
Services Business-Objekte, die technisch auf ein oder mehrere Datenobjekte abgebildet
werden. Um nach Änderungen an fachlichen Services, Operationen oder
BusinessObjekten festzustellen, ob bzw. welche technischen Artefakte angepasst werden
müssen, sollten die Beziehungen zwischen diesen Objekten im Repository explizit
verwaltet werden:
(0,N)</p>
        <p>(1,1)
offers
(0,N)
has in-/output</p>
        <p>(0,N)
Business
Operation
(0,N)</p>
        <p>Abbildung 5: Abhängigkeiten zwischen fachlichen und technischen Services</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-3">
        <title>Anforderung 6: Service-Versionen und Plantermine</title>
        <p>Services werden in einer SOA kontinuierlich weiter entwickelt, wodurch neue
Service-Versionen (sowohl fachlich als auch technisch) entstehen und veraltete
„abgeschaltet“ werden müssen. Durch die Vielzahl Service-konsumierender Applikationen ist
eine Abschaltung jedoch nicht immer einfach durchzuführen, sondern macht für viele
Applikationen eine aufwendige Anpassung erforderlich. Um Inkompatibilitäten
zwischen Service-Anbieter und -Nutzer transparent zu machen, sollen neben den
Abhängigkeitsbeziehungen auch Plantermine für die Abschaltung von Service-Versionen im
Repository dokumentiert werden. Dadurch kann die Konsistenz überprüft und
frühzeitig auf geplante Abschaltungen reagiert werden. Analog dazu können Plantermine
eingeführt werden, welche die Nutzbarkeit einer neuen Service-Version anzeigen.
Neue Service-Nutzer können dann z.B. prüfen, ob die neue Service-Version
rechtzeitig zur Verfügung stehen wird oder ob eine ältere Version zu verwenden ist.</p>
        <p>Technical
Service
(0,N)</p>
        <p>(1,1)</p>
        <sec id="sec-3-3-1">
          <title>Abbildung 6: Versionierung von technischen Services</title>
          <p>
            Fachliche Prozesse und Services werden mit Werkzeugen (z.B. ARIS bzw.
erweiterten Ereignisgesteuerten Prozess-Ketten) modelliert, wohingegen technische Prozesse
häufig in CASE-Tools mit UML-Unterstützung dokumentiert werden. Infolge der
unterschiedlichen Kenntnisse von Fach- und IT-Personal, werden fachliche
Anforderungen oft unzureichend umgesetzt und es entsteht eine Lücke zwischen Fachbereich
und IT-Abteilung. Deshalb ist es unabdingbar, die modellierte Information dauerhaft
zu archivieren und diese Lücke zu schließen (Business-IT-Alignment [
            <xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>
            ]).
          </p>
        </sec>
      </sec>
      <sec id="sec-3-4">
        <title>Anforderung 7: Langfristige Archivierung von Prozess- und Service-Modellen</title>
        <p>Die langfristige Dokumentation von fachlichen und technischen Services sowie von
Prozessen auf den Ebenen Fachmodell und technischem Modell ist essentiell.
Hierdurch kann später nachvollzogen werden, welche konkreten Anforderungen und
Fachprozesse durch eine Applikation bereits realisiert sind. Diese Information ist die
Ausgangsbasis für eine Überarbeitung der Applikation (Application-Reengineering),
nachdem sich Anforderungen geändert haben.</p>
        <p>Business (0,N) realised (0,N)
Process processes</p>
        <p>(0,N)
System
provides
(0,N) Business</p>
        <p>Service
business process model service model
…</p>
        <p>Abbildung 7: Archivierung von Modellinformationen</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-5">
        <title>Anforderung 8: Beziehungen zwischen fachlichen und technischen Aktivitäten</title>
        <p>
          Werden im SOA-Repository einzelne Aktivitäten der fachlichen und technischen
Prozessmodelle und deren Beziehungen verwaltet, erhöht sich die
Nachvollziehbarkeit, da Beziehungsrelationen zwischen fachlichen Anforderungen, fachlichen
Services und ihrer Implementierung dokumentiert sind. Hierbei muss für jede Aktivität des
fachlichen Modells (und damit für ihre Eigenschaften und Anforderungen)
dokumentiert werden, durch welche Aktivität des technischen Modells diese realisiert wird [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2">2</xref>
          ].
Dadurch ist bei einer späteren Änderung fachlicher Aktivitäten leicht erkennbar,
welche technischen Aktivitäten bzw. Services angepasst werden müssen. Zudem ist die
Speicherung des Prozessmodells (Business Process Model) möglich, auch wenn die
eigentliche Systemauswahl noch nicht abgeschlossen ist.
        </p>
        <p>System</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>5 Verwandte Arbeiten</title>
      <p>
        Heutige Repositories legen ihren Schwerpunkt entweder auf die Speicherung und
Verwaltung technischer Artefakte (z.B. UDDI [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref12">12</xref>
        ], WSRR [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
        ]) oder Software-
Komponenten [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref10 ref11">10, 11</xref>
        ]. Eingeschränkt betrachtet werden dabei die Möglichkeiten zur
konsistenten und durchgängigen Modellierung sowie Dokumentation von fachlichen und
technischen Services. So ist etwa die ARIS-interne Datenbank [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref8">8</xref>
        ] in der Lage,
fachliche und technische Artefakte zu verwalten. Die Beziehungen zwischen fachlichen und
technischen Services werden im Regelfall aber nicht explizit verwaltet.
      </p>
      <p>
        Einige existierende Repositories bieten Erweiterungsmöglichkeiten zur
Realisierung eines umfassenden Metamodells. [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref7 ref9">7, 9</xref>
        ] betonen die Notwendigkeit eines
Repositories in einer SOA und fordern Funktionalitäten, wie die Bereitstellung von
ServiceEndpunkten für einen Enterprise Service Bus (ESB) oder die Möglichkeit für das
Suchen und Auffinden von Services. Nicht betracht wird, welche konkreten
Anforderungen an ein SOA-Repository existieren, d.h. welche konkreten Objekte in einem
SOA-Repository verwaltet werden sollen und wie diese untereinander in Beziehung
stehen.
      </p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>6 Zusammenfassung und Ausblick</title>
      <p>
        In diesem Beitrag haben wir wichtige Anforderungen an ein SOA-Repository
diskutiert, die für eine konsistente Modellierung, Dokumentation, Verwaltung und
Speicherung von fachlichen und technischen Services unverzichtbar sind. Aus diesen
Anforderungen werden wir im Projekt Enhanced Process Management by Service
Orientation (ENPROSO) ein umfassendes und in sich konsistentes Gesamt-Metamodell für
SOA-Repositories ableiten. Bei der Realisierung eines SOA-Repositories sollten
aufgrund der mannigfaltigen wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen Objekten ggf.
nicht alle vorgestellten Anforderungen in der ersten Version des SOA-Repositories
realisiert werden. Eine Umsetzung kann etwa durch eine relationale Datenbank oder
durch eine Erweiterung vorhandener SOA-Repositories (bspw. WSRR [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
        ]) realisiert
werden.
      </p>
    </sec>
  </body>
  <back>
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