<!DOCTYPE article PUBLIC "-//NLM//DTD JATS (Z39.96) Journal Archiving and Interchange DTD v1.0 20120330//EN" "JATS-archivearticle1.dtd">
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    <article-meta>
      <title-group>
        <article-title>3D-Darstellung von Ressourcenattributen bei der Geschäftsprozessmodellierung</article-title>
      </title-group>
      <contrib-group>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Daniel Eichhorn</string-name>
          <email>daniel.eichhorn@kit.edu</email>
          <xref ref-type="aff" rid="aff0">0</xref>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Agnes Koschmider</string-name>
          <email>agnes.koschmider@kit.edu</email>
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        </contrib>
        <aff id="aff0">
          <label>0</label>
          <institution>Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB) Karlsruher Institut für Technologie (KIT) 76128 Karlsruhe</institution>
        </aff>
      </contrib-group>
      <abstract>
        <p>3D-Technologien eröffnen neue Möglichkeiten zur Modellierung von Geschäftsprozessen. In diesem Beitrag wird die dritte Dimension genutzt, um das Ablaufmodell mit dem Ressourcenmodell zu verknüpfen und um Ressourcenattribute kompakter darzustellen. Die dreidimensionale Ansicht von Ressourcenattributen kann zudem für die Simulation und Analyse von Ressourcen verwendet werden.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>1 Einleitung</title>
      <p>Modellierungswerkzeuge für Geschäftsprozesse unterstützen die Erstellung von
Prozessmodellen in einer bestimmten Modellierungssprache. Die Unterstützung
beschränkt sich derzeit noch vielfach auf syntaktische Vorgaben, eine kompakte
Visualisierung verschiedener Prozess- und Dateninformationen wird vernachlässigt.
3DTechnologien eröffnen neue Möglichkeiten zur Modellierung von Geschäftsprozessen.
Sie bieten eine höhere Anschaulichkeit und beseitigen bzw. reduzieren einige Defizite
der herkömmlichen 2D-Prozessmodellierung, wie zum Beispiel die Begrenzung des
Informationsumfangs in einem Prozessmodell.</p>
      <p>
        Die Idee der Nutzung der dritten Dimension zur Prozessmodellierung ist nicht neu.
[
        <xref ref-type="bibr" rid="ref6">6</xref>
        ] verwenden die dritte Dimension im Rahmen einer Fallstudie, um mehr Informationen
miteinander kombinieren zu können. In [11] wurde diskutiert, wie die dritte Dimension
genutzt werden kann, um Benutzer bei einer kompakten Darstellung und Animation von
Geschäftsprozessen zu unterstützen. [13] beschreibt die Verwendung der dritten
Dimension während der Simulation von Geschäftsprozessen.
      </p>
      <p>In diesem Beitrag wird die dritte Dimension verwendet, um das Ablauf- und das
Organisationsmodell miteinander zu verknüpfen und um den Einsatz von Ressourcen
kompakt darzustellen. Damit sollen entsprechende Engpässe oder kritische Bereiche von
Ressourcenattributen für den Anwender leichter erfassbar und analysierbar sein.</p>
      <p>In den aktuell verfügbaren Modellierungssprachen ist eine Zuordnung von
Ressourcen zu Aktivitäten möglich, allerdings sind weitere Modelle notwendig, um
Ressourcenattribute zu erfragen.</p>
      <p>In der Business Process Modeling Notation (BPMN) werden sogenannte Pools und
Lanes verwendet, um die Ressourcenmodellierung mit der Ablaufmodellierung zu
verbinden. Die Zuordnung von Ressourcen zu Aktivitäten ist ersichtlich, allerdings
werden Zusatzinformationen wie z.B. in welchem Maße fällt eine zeitliche oder
finanzielle Belastung durch eine Aktivität an, in einem anderen Diagramm dargestellt.</p>
      <p>Vor diesem Hintergrund wird in diesem Beitrag die dritte Dimension genutzt, um das
Ablaufmodell mit dem Ressourcenmodell kompakter zu verbinden.</p>
      <p>Der Beitrag gliedert sich wie folgt. Im Kapitel 2 werden Ressourcenattribute und ihre
3D-Darstellung beschrieben. Kapitel 3 schlägt eine dreidimensionale Ansicht zur
besseren Analyse des Ressourceneinsatzes vor. Das letzte Kapitel fasst den Ansatz
zusammen.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>2 3D-Repräsentation von Ressourcen</title>
      <p>In diesem Kapitel wird zunächst eine Klassifizierung von Ressourcen und
Ressourcenattribute skizziert. Anschließend wird eine 3D-Repräsentation für
Ressourcenattribute vorgestellt, die eine leichtere Erfassbarkeit der Zusammenhänge
zwischen Attributen und Aktivitäten ermöglichen soll.</p>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>2.1. Kategorisierung von Ressourcen</title>
        <p>
          In der Literatur lassen sich unterschiedliche Kategorisierungen von Ressourcen finden.
Ressourcen können entsprechend ihrer Funktionen bzw. ihrer Position in einer
Organisation eingeteilt werden [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2">2</xref>
          ]. Außerdem können Ressourcen in menschliche und
nicht-menschliche Ressourcen eingeteilt werden [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>
          ], [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
          ]. Nicht-menschliche Ressourcen
können beständige oder verbrauchbare Ressourcen sein. Eine weitere Kategorisierung
von Ressourcen erfolgt durch die Zugriffsart auf die Ressourcen [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
          ]. Dabei wird in
geteilte (z.B. ein Netzwerkdrucker) und private Ressourcen (z.B. der PC eines
Mitarbeiters) unterschieden. Bei geteilten Ressourcen kann eine weitere Unterteilung
entsprechend der Art des Zugriffes erfolgen [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
          ]. Geteilte Ressourcen können entweder
einen simultanen Zugriff (z.B. ein Netzwerkdrucker) oder nicht simultanen Zugriff (z.B.
die Ausfüllung eines Schecks) zulassen. Der Ressourcenzugriff auf einen Prozess (eine
Aktivität) wird in Resource Workflow Patterns beschrieben [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>
          ]. In unserem Ansatz
werden die Eigenschaften bzw. Fähigkeiten, welche Ressourcen bzgl. einer Aktivität
besitzen, visualisiert, die in dem Resource Workflow Pattern „Capability-based
Allocation“ beschrieben sind. Dieses Resource Workflow Pattern beschreibt den Zugriff
bzw. die Zuordnung von Ressourcen entsprechend ihrer Fähigkeiten. Die Belastung
einer Ressource gilt nur für langlebige Ressourcen, da verbrauchbare Ressourcen bei der
Durchführung einer Aktivität ausgeschöpft werden und somit keine Belastung für die
Ressource entstehen kann. Dieser Beitrag beschränkt sich auf menschliche bzw.
langlebige, nicht-menschliche, geteilte Ressourcen, die belastet werden.
        </p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-2">
        <title>Fähigkeiten von Ressourcen</title>
        <p>
          Ressourcen werden zur Ausführung von Aktivitäten eines Prozesses benötigt [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
          ].
Beziehungen zwischen Ressourcen und ihre Zugehörigkeit zu Ressourcenklassen1
werden in einem Organisationsmodell abgebildet. Die Zuordnung der Ressource zu einer
Tätigkeit in einem Prozessmodell erfolgt anhand ihrer Fähigkeiten (z.B. Sending vs.
Request). Abbildung 1 zeigt die Einteilung von Ressourcen entsprechend ihrer
Fähigkeiten und die Zusammenfassung von Ressourcenklassen gleicher Fähigkeiten.
Ressourcen mit der Fähigkeit „Senden“ werden in der Klasse „Sending Resource“
zusammengefasst. Ressourcen, über die eine Anfrage gestellt werden kann, werden in
der Klasse „Requesting Resource“ zusammengefasst. Weiterhin gibt es Ressourcen,
welche keiner Ressourcenklasse zugeordnet werden können (z.B. Printer und Cheque).
        </p>
        <sec id="sec-2-2-1">
          <title>Abb. 1.: Kategorisierung von Ressourcen anhand ihrer Fähigkeiten</title>
          <p>
            Die Ausführung einer Aktivität durch eine Ressource setzt eine bestimmte Eigenschaft
bzw. Fähigkeit einer Ressource bzgl. der Aktivität voraus. So können einzelne
Ressourcen unterschiedliche Zeiten zur Ausführung einer Aktivität benötigen oder es
fallen unterschiedliche Kosten für die Ausführung der Aktivität an. Die Eigenschaften
einer Ressource bezüglich der Aktivitätsausführung werden als Attribute bezeichnet.
Eine Ressource kann die folgenden Attribute besitzen: (1) die Auslastung bzw. die
zeitliche Verfügbarkeit einer Ressource, (2) Zugriffshäufigkeit auf eine Ressource, (3)
Kosten, die für die Ausführung einer Aktivität durch die Ressource anfallen, (4)
Fähigkeit bzw. die Eignung einer Ressource, eine entsprechende Aktivität durchzuführen
und (5) die Arbeitsgeschwindigkeit, mit der eine Ressource eine Aufgabe erledigt.
Die Ressource kann durch ein mehrflächiges dreidimensionales Objekt dargestellt
werden. Dabei entspricht jede Fläche einem Attribut. Dadurch ist es möglich, beliebig
viele Attribute darzustellen, welche dann durch Drehung des Objektes zur Ansicht
gebracht werden. Dieser Beitrag beschreibt beispielhaft die Darstellung der drei
Attribute Verfügbarkeit, Zugriff und Kosten. In einer 3D-Ansicht sind Attribute
miteinander kombinierbar und gleichzeitig darstellbar. So können bei der Analyse von
Kosten sowohl geteilte als auch private Ressourcen betrachtet werden. Zur Ausnutzung
der dreidimensionalen Sicht werden in diesem Beitrag nur diejenigen Arten von
Ressourcen betrachtet, die alle drei Attribute nutzen. Beispielsweise kann bei privaten
Ressourcen kein Zugriffskonflikt entstehen, da private Ressourcen nur für eine
bestimmte Aktivität zur Verfügung stehen. Bei Ressourcenklassen mit exklusivem
Zugriff kann ebenfalls kein Konflikt entstehen, weshalb private Ressourcen und
1 Bei einer solchen Einteilung bezeichnet man die Ressourcenklasse auch als Rolle [
            <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
            ]. In diesem
          </p>
          <p>Beitrag wird zwischen Ressource und Ressourcenklasse unterschieden.</p>
          <p>Ressourcen mit exklusivem Zugriff nicht weiter betrachtet werden. Es werden nur
Ressourcen mit simultanem Zugriff betrachtet.</p>
        </sec>
      </sec>
      <sec id="sec-2-3">
        <title>2.2. 3D-Darstellung der Attribute</title>
        <p>
          Die dreidimensionale Darstellung der Attribute wird anhand eines Prozessmodells für
Zahlungsanforderungen veranschaulicht. Das Prozessbeispiel stammt aus [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref7">7</xref>
          ] und wurde
in [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
          ] um Ressourcen erweitert. In unserem Beitrag haben wir das Beispiel als Petri-Netz
modelliert [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref8">8</xref>
          ]. Damit die Attribute für den Benutzer erfassbar sind, müssen sie mit Hilfe
von grafischen Objekten dargestellt werden, welche unterscheidbare Flächen aufweisen.
Aus diesem Grund werden Ressourcen als stilisierte Figuren visualisiert, z.B. wird die
Ressource Computer durch ein Computerbild dargestellt. Andere Ressourcen werden
entsprechend mit passenden stilisierten Bildern der Ressourcen visualisiert. In unserem
Beitrag verwenden wir zur Darstellung der Person eine stilisierte Figur, welche aus einer
Kugel als Kopf und einem mehrseitigen Würfel als Körper besteht (siehe Abb. 2).
        </p>
        <p>Die stilisierte Figur ist durch mehrere Seiten definiert. Dabei entspricht jede Seite
einem Attribut. Die Fläche einer Seite gibt das Maximum des entsprechenden
Attributwertes an und ist initial weiß dargestellt. Diese zusätzliche Visualisierung der
Maxima ermöglicht eine schnelle Erfassung des noch möglichen Wertzuwachses der
Attribute (um wie viel können Kosten, Belastung und Konflikte noch anwachsen). Die
farbliche Füllung einer Seite spiegelt den momentanen Wert des Attributes wider.</p>
        <p>
          Die Steigerung der Arbeitsgeschwindigkeit ist nicht linear und hängt von der
Arbeitsbelastung ab. Bei niedriger und hoher Belastung wird die Arbeitsgeschwindigkeit
schlechter [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref9">9</xref>
          ]. Die Arbeitsgeschwindigkeit wiederum ist ausschlaggebend wie lange eine
Aktivität von einer Ressource bearbeitet wird und welche Kosten dadurch für eine
Aktivität anfallen. Der Anwender hat die Möglichkeit, die ihm am sinnvollsten
erscheinenden Arbeitsgeschwindigkeitsformel abhängig von der Belastung der
Ressource anzugeben. Denkbar ist hier einerseits ein lineares
GeschwindigkeitBelastungsverhältnis, d.h. mit steigender Belastung steigt auch die Geschwindigkeit.
Andererseits ist eine Kurve entsprechend dem Yerkes-Dodson Gesetz2 [10] denkbar.
Nach dieser Formel kann der Belastungsverlauf, und die daraus resultierende Überlast
errechnet werden.
        </p>
        <p>Zur weiteren visuellen Unterstützung werden die Farben entsprechend [11] eingesetzt.
Durch den Einsatz von Farben ist der Status einer Ressource schneller ersichtlich. Die
Farbe Grün wird verwendet, um anzuzeigen, dass der Attributwert keine kritischen
Grenzen überschritten hat. Gelb, um anzuzeigen, dass eine kritische Grenze
überschritten wurde und Rot, um anzuzeigen, dass durch den Wert ein Problem
verursacht wird. Für Betrachter mit Rot/Grün-Schwäche ist der Einsatz von anderen
Farben denkbar.</p>
        <p>Eine Ressource dient im Normalfall nicht nur dazu, eine einzelne Aktivität
auszuführen [12], sondern wird mehreren Aktivitäten zugeordnet, bzw. mehrere
2 Das Yerkes-Dodson Gesetz besagt, dass bei zunehmender Stimulation auch die Leistung
zunimmt. Dies gilt jedoch nur bis zu einem gewissen Punkt. Ab diesem Punkt wird die
Stimulation als Überforderung wahrgenommen und die Leistung sinkt.</p>
        <p>Aktivitäten sind der Ressource zugeordnet. Die Ressource wird bei jeder Aktivität, die
sie benötigt, dargestellt.</p>
        <p>Abbildung 2 zeigt einen Auszug des Zahlungsanforderungs-Prozesses. Dieser Prozess
beschreibt die Anordnung einer Zahlung, welche durch die Ressource Department
director und der Benutzung der Ressource Application Form ausgeführt wird. In der
Abbildung wird die Ressource Department director gezeigt3. An der Fülllinie der
Vorderseite ist erkennbar, dass die Ressource durch diese Aktivität bisher nicht stark
ausgelastet ist. Jedoch übersteigen die (Ausführungs-)Kosten, die für die Bearbeitung der
Aktivität durch Ressourcen anfallen, einen kritischen Wert. Die finanzielle Überlastung
ist an dem Füllbereich durch die Farbe Rot und durch die Kostenfülllinie
gekennzeichnet. Durchs das Überfahren (hoovern) eines Füllbereiches mit dem
Mauszeiger wird textuell angezeigt, welches Attribut der Füllbereich darstellt.</p>
        <sec id="sec-2-3-1">
          <title>Abb. 2.: 3D-Darstellung von Attributen</title>
        </sec>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>3 Analyse von Ressourcenattributen</title>
      <p>Die Darstellung der Attribute der Ressourcen/Aktivitäten-Beziehung eignet sich, um
schnell kritische Stellen zu erkennen. Der Prozess kann anhand von Simulationen
analysiert werden. Vor der Simulation müssen mehrere Daten manuell eingegeben
werden. Es müssen die anfallenden Kosten eingetragen werden, welche bei der
Ausführung einer Aktivität durch eine Ressource entstehen. Eine Annotation ist auch für
die Belastung notwendig, also die Zeit, während der eine Aktivität eine Ressource
benötigt. Hier muss, wie in Abschnitt 2.2. erwähnt, die Arbeitsgeschwindigkeitsformel
vom Benutzer eingetragen werden. Um den kritischen Wert eines Attributs zu ermitteln,
müssen entsprechende Bereichsgrenzen angegeben werden. Während der Simulation des
Prozesses werden Aktivitäten mit Hilfe von Ressourcen ausgeführt. Dadurch findet eine
3 Die Ressource Application Form ist als Verbrauchsgut zu sehen, da das Formular für eine
bestimmte Zahlungszulassung nur einmal benutzt wird.</p>
      <p>Belastung der Ressourcen statt. Weiterhin verursacht die Verwendung von Ressourcen
Kosten. Die vorher eingegebenen Werte der Kosten und Belastung werden jeweils
additiv erfasst und es werden die Zugriffskonflikte während der Simulation protokolliert.
Bei Ausführung einer Aktivität werden dann jeweils die Werte der Attribute der
zugehörigen Ressource aktualisiert.</p>
      <p>Zur Darstellung der Simulationsergebnisse wird ein Würfel vorgeschlagen. Jede Seite
des Würfels stellt dabei ein anderes Ressourcenattribut dar. Es sind immer drei Attribute
(Würfelseiten) sichtbar. Auf der Y-Achse werden Ressourcen und auf der X-Achse
Aktivitäten abgebildet. Wurde während der Simulation eine Ressource von einer
Aktivität genutzt, wird auf dem Schnittpunkt zwischen der X- und Y-Achse der
entsprechende Wert des Ressourcenattributes ein Objekt dargestellt. Um eine gute
Übersichtlichkeit zu gewährleisten, besteht die Möglichkeit einzelne Ressourcen und
dazugehörige Aktivitäten auszuwählen (dabei werden die übrigen Elemente kleiner und
in grauer Farbe dargestellt). Die Simulationsergebnisse können genutzt werden, um
auftretende kritische Werte zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Einige
mögliche Gegenmaßnahmen werden im Folgenden kurz skizziert.</p>
      <p>Zur Reduzierung einer Überlast kann eine andere Ressource, welche im
Organisationsmodell der gleichen Ressourcenklasse (s. Abschnitt 2.1.) zugeordnet ist,
genutzt werden. Die überlastete Ressource wird durch eine Ressource mit gleichen
Fähigkeiten unterstützt4. Hierbei sollte die kostengünstigste Ressource verwendet
werden. Eine Überlast kann auch reduziert werden, indem eine Aktivität in mehrere
(Unter-)Aktivitäten aufgeteilt wird und dann unterschiedlichen Ressourcen zugeordnet
wird. Der simultane Zugriff unterschiedlicher Aktivitäten auf eine Ressource, die keinen
simultanen Zugriff auf sich erlaubt, kann kritisch sein und sollte durch das Hinzufügen
einer weiteren Ressource gleichen Typs bzw. einer anderen Ressource der gleichen
Klasse vermieden werden (siehe Abschnitt 2.1.). Ein Konflikt kann ebenso durch eine
Überlastung der Ressource (erzwungener simultaner Zugriff) entstehen. Dieser kann
dann durch die Maßnahmen, welche zur Behebung der Überlast durchgeführt werden,
beseitigt werden. Die Auflösung einer Überlast und eines Ressourcenzugriffskonflikt ist
durch den Einsatz einer größeren Anzahl von Ressourcen möglich. Beim Einsatz einer
größeren Anzahl von Ressourcen können die Aktivitäten öfters ausgeführt werden.
Hierdurch könnte zwar die Überlast und der Ressourcenzugriffskonflikt beseitigt
werden, allerdings können die Kosten, welche für eine einzelne Aktivität anfallen
dürfen, überschritten werden. Somit wird durch den höheren Einsatz von Ressourcen ein
Zugriffs- bzw. Überlastproblem auf ein Kostenproblem verlagert. Beim Auftritt eines
Kostenproblems müssen die Kosten gesenkt werden.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>4 Zusammenfassung und Ausblick</title>
      <p>
        In diesem Beitrag wurde eine Verknüpfung zwischen der Ablauf- und
Organisationsmodellierung diskutiert. Zusätzlich wurde eine kompakte Darstellung von
Ressourcenattributen vorgeschlagen. Diese kompakte Darstellung soll eine effiziente
4 Diese Lösung wäre auch schon zur Laufzeit der Simulation denkbar. Dies ist abhängig von dem
verwendeten Ressource Pattern [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>
        ].
      </p>
      <p>Analyse von Ressourcen unterstützen. Der in diesem Beitrag vorgestellte Analyseansatz
für Ressourcenattribute ist erweiterbar um weitere Attribute, wie z.B. die Fähigkeit einer
Ressource, eine entsprechende Aktivität durchzuführen oder ihre
Arbeitsgeschwindigkeit.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Literaturverzeichnis</title>
    </sec>
  </body>
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