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        <article-title>Modellierung strategischer Liefernetze für hybride Leistungsbündel</article-title>
      </title-group>
    </article-meta>
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    <sec id="sec-1">
      <title>-</title>
      <p>
        Globale Marktszenarien führen dazu, dass Angebote sehr leicht vergleichbar sind.
Dies trifft sowohl im Bereich der Angebote von Produktionsunternehmen wie
auch von Dienstleistungsunternehmen zu. In solchen vergleichbaren
Angebotssituationen ist häufig eine Preisführerschaft der Schlüssel, um Marktanteile zu
gewinnen. Unternehmen, die ihre Marktanteile im Wesentlichen über eine
Preisführerschaft erzielen, haben tendenziell weniger strategischen Entwicklungsspielraum.
Eine strategisch bedeutsame Art, sich gegenüber dem Mitbewerber in
vergleichbaren Märkten zu differenzieren, ist das Anbieten von hybriden Leistungsbündeln
        <xref ref-type="bibr" rid="ref6">(Burr 2002)</xref>
        . Hybride Leistungsbündel stellen dabei eine integrierte Kombination
von physischen Produkten und immateriellen Dienstleistungen dar, mit dem Ziel
ein spezifisches Kundenproblem zu lösen
        <xref ref-type="bibr" rid="ref15">(Hirschheim, Klein und Lyytinen 1995)</xref>
        .
      </p>
      <p>Liefernetze bestehen aus mehreren voneinander unabhängigen Lieferanten, von
denen einer dieser Lieferanten als fokal bezeichnet wird. Der fokale Lieferant ist
der Lieferant, der das Angebot an den Kunden erstellt. Der fokale Lieferant
organisiert alle Aspekte des hybriden Leistungsbündels im Liefernetz. Trotz der
Komplexität der Organisation von Liefernetzen ist der Vorteil dieser Organisationsform
auf das Angebot hybrider Leistungsbündel enorm: Das Hauptaugenmerk dieser
Organisationsform liegt auf der Verbindung von Geschäftsprozessen und stellt
daher eine wertvolle Methode dar, hybride Leistungsbündel zu organisieren.
Betrachtet man hoch integrierte Leistungsbündel, so erfolgt das Ausliefern solcher
Angebote im Rahmen eines Service Prozesses, der nahtlos in die relevanten
Kundenprozesse integriert ist.</p>
      <p>Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass das Management von hybriden
Leistungsbündeln in Informationssystemen etablierte Geschäftsprozesse vor neue
Herausforderungen stellt. So lassen sich hybride Leistungsbündel in
Geschäftsprozessen, beispielsweise im Supply Chain Management, nur unzureichend
darstellen. Die Forschung im Bereich der hybriden Wertschöpfung konzentriert sich
auf Modelle und Methoden zur Konstruktion solcher Lösungen. Die Diskussion
über das Verhalten hybrider Leistungsbündel in Liefernetzen steht noch aus.</p>
      <p>
        Die zentrale Forschungsfrage für den vorliegenden Beitrag lautet: Welche
Elemente muss ein Modell für die Entwicklung eines strategischen Liefernetzes für
hybride Leistungsbündel enthalten? Hierzu werden bestehende Ansätze zur
Referenzmodellierung strategischer Liefernetze betrachtet
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref26">(Albani, Müssigmann und
Zaha 2006)</xref>
        und auf die Anforderungen für das Management hybrider
Leistungsbündel erweitert. Das Ergebnis ist dabei eine funktionale Spezifikation eines
Modells. Der praktische Nutzen eines solchen Modells wurde durch bisherige
Diskussionen mit unterschiedlichen Experten über bereits bestehende Modelle zur
Entwicklung strategischer Netzwerke erkannt.
      </p>
      <p>Der Beitrag ist wie folgt strukturiert: In Kapitel 2 wird der aktuelle
Forschungsstand zu den Themen hybride Leistungsbündel, Liefernetze, strategische
Beschaffung und der Modellierung strategischer Liefernetze dargestellt. In Kapitel 3
werden die Elemente eines Referenzmodells vorgestellt, das eine Entwicklung
strategischer Liefernetze für hybride Leistungsbündel beschreibt. Hierzu werden die
Elemente, die eine Erweiterung bisheriger Modelle strategischer Liefernetze
darstellen, in Form entsprechender Modellierungen vorgestellt. In Kapitel 4 werden
die Erweiterungen des Referenzmodells auf zwei unterschiedliche
Anwendungsfälle angewendet. Kapitel 5 gibt eine Zusammenfassung und zeigt künftigen
Forschungsbedarf auf.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Aktueller Forschungsstand</title>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>Hybride Leistungsbündel</title>
        <p>
          Im Allgemeinen sind hybride Leistungsbündel eine Kombination aus physischen
Produkten, Dienstleistungen sowie immateriellen Werten wie beispielsweise
Garantien oder erworbene Rechte. In Abhängigkeit des Grades der Ausprägung der
einzelnen Bestandteile können hybride Leistungsbündel in vier Grundbestandteile
zerlegt werden: standardisierte physische Produkte, standardisierte
Dienstleistungen sowie kundenspezifische Produkte und kundenspezifische Dienstleistungen.
Die Unterteilung dieser vier Elemente ist nicht dichotom, aber die Übergänge
zwischen diesen Elementen sind linear in dem Sinne, dass es mehrere Möglichkeiten
gibt, diese Elemente zu einem hybriden Leistungsbündel zu kombinieren. Eine
Übersicht hierzu zeigt Abb. 1. Ein zentraler Aspekt des Konzeptes eines hybriden
Leistungsbündels ist der Startpunkt der Leistungserbringung. Hierbei dient nicht
ein einzelner Service als auslösendes Moment, sondern der Kundenwunsch, ein
spezifisches Problem zu lösen
          <xref ref-type="bibr" rid="ref15">(Hirschheim, Klein und Lyytinen 1995)</xref>
          .
Zusammengefasst ist ein hybrides Leistungsbündel eine Kombination aus physischen
Produkten, Dienstleistungen und immateriellen Gütern, die auf ein spezifisches
Kundenbedürfnis ausgerichtet ist.
        </p>
        <p>Abb. 1. Zusammensetzung hybrider Leistungsbündel</p>
        <p>
          Integration ist ein zentraler Bestandteil hybrider Leistungsbündel. Dabei
bedeutet Integration nicht nur die Bündelung von Produkten und Dienstleistungen im
Sinne einer kombinierten Lösung, sondern auch die Prozessintegration auf
Kunden und Lieferantenseite
          <xref ref-type="bibr" rid="ref17">(Janiesch et al. 2006)</xref>
          . Der Grad der Integration in
hybriden Leistungsbündeln ist dabei variabel
          <xref ref-type="bibr" rid="ref13">(Fettke und Loos 2007)</xref>
          . Auf der einen
Seite existieren standardisierte physische Produkte, die mit einer Dienstleistung
kombiniert sind, die einen direkten Bezug zum physischen Produkt aufweist. Auf
der anderen Seite existieren Geschäftsmodelle wie Performance Contracting, bei
denen das Angebot des hybriden Leistungsbündels aus einer Reihe von
Servicevereinbarungen zur Erbringung einer bestimmten Leistung besteht
          <xref ref-type="bibr" rid="ref9">(Corsten und
Gössinger 2008)</xref>
          . Solche Servicevereinbarungen verwenden physische Produkte
und Dienstleistungen in Form eines hybriden Leistungsbündels, allerdings nutzt
der Kunde dieses Leistungsbündel ausschließlich in Form der
Servicevereinbarungen. Aus einer Kundensicht ist es nicht möglich, die physischen Anteile von den
Dienstleistungsanteilen zu trennen.
        </p>
        <p>
          Die Zusammensetzung hybrider Leistungsbündel über deren
Produktlebenszyklus hinweg ist nicht notwendigerweise konstant. Dabei kann der
Produktlebenszyklus in drei Abschnitte geteilt werden: Produktherstellung, Produktnutzung und
Produktnachnutzung
          <xref ref-type="bibr" rid="ref10">(Crawford et al. 2005)</xref>
          . Im ersten Abschnitt der
Produktherstellung liegt der Fokus auf der Identifikation, Evaluation und dem Aufbau von
Beziehungen zwischen relevanten Lieferanten, die für das spezifische hybride
Leistungsbündel in Frage kommen. Im Abschnitt der Produktnutzung liegt der
Schwerpunkt auf der Interaktion zwischen dem Kunden und den Lieferanten, auf
der Erfüllung der Servicevereinbarungen und weiteren intangiblen Werten. Im
Abschnitt der Nachnutzung liegt der Fokus auf der Außerbetriebnahme des hybriden
Leistungsbündels in einer angemessenen Art und Weise oder dem Ersetzen des
hybriden Leistungsbündels durch eine Folgelösung.
        </p>
        <p>Hoch integrierte hybride Leistungsbündel mit einem signifikanten Anteil von
Dienstleistungen und intangiblen Werten sind nennenswert in die
Geschäftsprozesse des Kunden eingebunden (vgl. Abb. 2).</p>
        <p>Abb. 2. Prozessintegration von Liefernetzen in Kundenprozesse</p>
        <p>Betrachtet man Performance Contracting als Form der höchsten Integration, so
stellt diese Leistungsform Subprozesse von betrieblichen Leistungsprozessen des
Kunden dar. Setzt man eine adäquate Informationssysteminfrastruktur voraus, so
werden aus Prozesssicht drei mögliche Prozessintegrationsformen zwischen den
Leistungsprozessen der Anbieter und den Leistungsprozessen des Kunden
unterschieden: Prozessintegration durch den fokalen Lieferanten, Prozessintegration
durch eine Kombination aus dem fokalen Lieferanten und einem oder mehreren
Sublieferanten oder Prozessintegration direkt durch Sublieferanten des fokalen
Lieferanten.
2.2</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-2">
        <title>Liefernetze</title>
        <p>
          Es gibt mehrere Möglichkeiten, um Angebote, die auf hybriden Leistungsbündeln
basieren, zu erstellen. Diese Möglichkeiten sind dabei auf die Kernkompetenzen
der anbietenden Unternehmen ausgerichtet. Mögliche Formen der Realisierung
werden dabei in einer hierarchischen Form, einer Kooperationsform und einer
Marktform erzielt
          <xref ref-type="bibr" rid="ref5">(Burianek et al. 2007)</xref>
          . Unternehmen, die eine Fokussierung als
Hersteller oder Produzent aufweisen, können durch den Aufbau eigener
Serviceorganisationen innerhalb des Unternehmens ein hybrides Leistungsangebot
entwickeln. Das gleiche Szenario gilt auch für Unternehmen, die eine Fokussierung als
Dienstleister aufweisen und durch den Aufbau von Produktorganisationen
innerhalb des Unternehmens die Möglichkeit schaffen, ein hybrides Leistungsangebot
zu erstellen. Die zweite Option zur Erbringung hybrider Leistungsangebote ist das
Generieren kombinierter Angebote auf dem Markt. Das anbietende Unternehmen
kauft zusätzliche Services oder Produkte auf dem Markt und kombiniert diese zu
einem eigenen hybriden Leistungsangebot. Die dritte Option ist der Aufbau enger
Kooperationen zwischen unterschiedlichen Zulieferfirmen im Sinne eines
Netzwerkverbundes
          <xref ref-type="bibr" rid="ref11">(Davis und Olson 1988)</xref>
          . Diese Möglichkeit führt zur Etablierung
von Liefernetzen für hybride Leistungsbündel.
        </p>
        <p>Liefernetze bestehen aus mehreren unabhängigen Lieferanten, von denen einer
eine ausgezeichnete Position als fokaler Lieferant einnimmt. Dieser fokale
Lieferant steht im kommerziellen Kontakt mit dem Kunden (vgl. Abb. 3). Der fokale
Lieferant organisiert alle Aspekte des hybriden Leistungsbündels im Liefernetz.
Trotz der Komplexität der Organisation von Liefernetzen sind die Vorteile dieser
Organisationsform für hybride Leistungsbündel enorm. Das Hauptaugenmerk bei
dieser Organisationsform liegt in der Kopplung der Geschäftsprozesse der
beteiligten Teilnehmer und ist daher eine wertvolle Methode, hybride Leistungsbündel
zu organisieren. Werden hoch integrierte hybride Leistungsbündel betrachtet, so
erfolgt die Leistungserbringung eines solchen hybriden Leistungsbündels in Form
eines Serviceprozesses, der nahtlos an die jeweiligen Kundenprozesse angebunden
ist.
Customer
focal supplier</p>
        <p>Tier-1</p>
        <p>Supplier</p>
        <p>A
Supplier</p>
        <p>B
Supplier</p>
        <p>C</p>
        <p>Tier-2</p>
        <p>Im Sinne strategischer Liefernetze sind hybride Leistungsbündel solche
Leistungsbündel, die aus Komponenten zusammengesetzt sind, die von mehreren
unterschiedlichen Lieferanten kommen. Die Lieferanten für die unterschiedlichen
Komponenten des hybriden Leistungsbündels werden als unabhängige
Unternehmen betrachtet. Mit Rücksicht auf die Kundenperspektive auf ein hybrides
Leistungsbündel wird ein Lieferant als fokaler Lieferant identifiziert. Dieser fokale
Lieferant hat den kommerziellen Kontakt zum Kunden und ist darüber hinaus die
Wurzel des Liefernetzes. Alle anderen Lieferanten (Netzwerkknoten) sind direkt
oder indirekt, d. h. durch einen anderen Lieferanten, mit dem fokalen Lieferanten
verbunden (Kante).
2.3</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-3">
        <title>Strategische Beschaffung</title>
        <p>
          Lange Zeit wurde die Beschaffung ausschließlich als innerbetriebliches
Vollzugsorgan betrachtet, das produktions- und absatzpolitische Entscheidung zu erfüllen
hatte
          <xref ref-type="bibr" rid="ref18 ref2">(Arnold und Essig 2000; Kaufmann 2001)</xref>
          . Heute wird jedoch die hohe
strategische Bedeutung der Beschaffungsfunktion – in Wissenschaft und Praxis –
weitgehend anerkannt
          <xref ref-type="bibr" rid="ref16 ref18 ref21">(Holbach 2002; Kaufmann 2001; Krampf 2000)</xref>
          . Deutlich
wird dies insbesondere bei der Betrachtung des wertmäßigen Volumens, das durch
die Beschaffungsfunktion verantwortet wird und rechtfertigt deren Schlüsselrolle
innerhalb eines Unternehmens. Tabelle 1 ist zu entnehmen, dass der Anteil des
Beschaffungsvolumens am Bruttoproduktionswert des verarbeitenden Gewerbes im
Jahr 2000 durchschnittlich 69,0 % betrug.
        </p>
        <p>Tabelle 1. Anteil des Beschaffungsvolumens am Bruttoproduktionswert des verarbeitenden
Gewerbes in Prozent im Jahr 2000 (Statistisches Bundesamt 2002)</p>
        <p>Branche
Chemische Industrie
Kraftwagen und Kraftwagenteile
Maschinenbau
Rundfunk-, Fernseh- und Nachrichtentechnik
Verarbeitendes Gewerbe insgesamt
Beschaffungsvolumen in % des</p>
        <p>Bruttoproduktionswertes</p>
        <p>
          Der hohe Anteil der Beschaffungsaufgabe an den Gesamtkosten beinhaltet
gleichzeitig auch grundsätzliches Potenzial zur Kostensenkung und
Leistungsverbesserung. Damit hat die Beschaffungsfunktion unmittelbaren und mittelbaren
Ergebniseinfluss und ist als solches als eine wichtige und permanent auszuübende
Kernfunktion zu interpretieren
          <xref ref-type="bibr" rid="ref19">(Carr und Pearson 1999; Kienzle 2000)</xref>
          .
        </p>
        <p>
          Durch die Erschließung der genannten Potenziale kann die Beschaffung der
Realisierung von Wettbewerbsvorteilen dienen
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2 ref25 ref7 ref8">(Carr und Smeltzer 1997; Arnold
und Essig 2000; Mol 2003)</xref>
          . Dabei sind Wettbewerbsvorteile keineswegs nur auf
den Absatzmärkten zu erkennen. Durch die bedingte zunehmende Konzentration
auf Kernkompetenzen und einer damit einhergehenden Spezialisierung von
Lieferanten, ist eine Entwicklung von Käufer- in Richtung Verkäufermärkte zu
beobachten
          <xref ref-type="bibr" rid="ref22 ref31">(Weigand 1998; Kuhl 1999)</xref>
          . Damit führen also alle Bestrebungen sowohl
zu einer Verbesserung der Wettbewerbssituation des beschaffenden (fokalen)
Unternehmens auf den Absatzmärkten als auch zu einer Verbesserung für die
angeschlossenen Lieferanten
          <xref ref-type="bibr" rid="ref22">(Kuhl 1999)</xref>
          .
        </p>
        <p>
          Gleichzeitig vermehren sich aber durch diese Entwicklung und weitere
bekannte äußere Einflüsse, wie bspw. die Globalisierung der Märkte, zunehmende
Produktkomplexität, Verkürzung der Produktlebenszyklen, die Probleme innerhalb
des ohnehin überwiegend als komplex, dynamisch und diskontinuierlich
beschriebene Umfelds der Beschaffungsaufgabe
          <xref ref-type="bibr" rid="ref16 ref19">(Kienzle 2000; Holbach 2002)</xref>
          . Die
strategische Beschaffung als Teil der gesamten Beschaffungsfunktion hat als
Hauptaufgabe die Analyse und zielorientierte Gestaltung bzw. Beeinflussung
beschaffungsrelevanter Faktoren
          <xref ref-type="bibr" rid="ref24 ref27">(Roland 1993; Large 2006)</xref>
          . Dabei sind die Faktoren den
drei Aufgabenbereichen „Markt“, „Lieferanten“ und „Unternehmen“ zuzuordnen
          <xref ref-type="bibr" rid="ref12 ref14 ref27">(Friedl 1990; Roland 1993; Ernst 1996)</xref>
          . Im vorliegenden Beitrag liegt der Fokus
auf der Betrachtung der lieferantenbezogenen Aufgaben. Explizit auf den
Aufgaben für den Aufbau und das Management einer guten und effektiven
Lieferantenbasis. Diese bedingen das Vorhandensein einer Methode zur Identifikation,
Selektion und Qualifizierung von möglichen Lieferanten. Grundlage bildet zunächst die
Abbildung der Struktur der identifizierten Lieferantenbasis, über Tiers hinweg, als
Liefernetz. Ausgehend von diesem Modell lassen sich kundenwunschorientiert
flexible (alternative) Wertschöpfungsketten bilden, bewerten und auswählen. Die
Durchführung dieser Aufgaben ist aufgrund der komplexen Liefernetzstrukturen
nur unter Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnik (IKT)
möglich
          <xref ref-type="bibr" rid="ref20">(Kopanaki et al. 2000)</xref>
          .
2.4
        </p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-4">
        <title>Bestehende Referenzmodelle für die Beschaffung hybrider Leistungsbündel</title>
        <p>Um den derzeitigen Stand der (Referenz-)Modellierung für die strategische
Beschaffung erfassen zu können, wurden bestehende (Referenz-)Modelle und deren
Analysen betrachtet.</p>
        <p>
          Becker, Beverungen und Knackstedt (2008) konnten insgesamt 13
Referenzmodelle für den Bereich der Produktion sowie 15 Referenzmodelle für den
Bereich der Dienstleistungen identifizieren. Nur drei der identifizierten Modelle
beziehen sich auf Aspekte hybrider Wertbündel. Jedoch stellen sie fest, dass diese
Modelle lediglich auf spezielle Teilgebiete ausgerichtet sind und damit der
Erklärungsbeitrag zum Fachgebiet der hybriden Leistungsbündel bezogen auf die
integrierte Sicht von Leistungsbündel und Produktlebenszyklus nur sehr begrenzt ist
          <xref ref-type="bibr" rid="ref3">(Becker, Beverungen und Knackstedt 2008)</xref>
          .
        </p>
        <p>
          Im Bereich der strategischen Beschaffung von Dienstleistungen wurden durch
          <xref ref-type="bibr" rid="ref29">Thiell (2006)</xref>
          acht Beiträge identifiziert. Er bemängelt insgesamt die geringe
Aufmerksamkeit von Forschung und Praxis, die der strategischen
Dienstleistungsbeschaffung trotz festgestellter Defizite gewidmet wird. Der Schwerpunkt der
Veröffentlichungen sei im Bereich der operativen Beschaffung zu finden
          <xref ref-type="bibr" rid="ref29">(Thiell 2006)</xref>
          .
Die ausgewählten Publikationen befassen sich überwiegend mit konkreten
Strategien, Konzepte und Problemanalysen, eine Ableitung auf hybride Leistungsbündel
und deren strategischer Beschaffung ist nur stark limitiert möglich.
        </p>
        <p>Bei der Untersuchung von Referenzmodellen zur Modellierung von
strategischen Liefernetzen ist lediglich der Ansatz von Albani, Müssigmann und Zaha
(2006) des „Strategic Supply Network Planning“ (SSND) nennen. Im Zentrum des
Modells stehen zwei funktionale Aspekte der strategischen Beschaffung: die
strategische Bedarfsplanung und die Modellierung strategischer Liefernetze. Das
Modell bezieht sich aber im Kern lediglich auf handelbare Waren. Eine
Anwendbarkeit auf Dienstleistungen bzw. hybride Leistungsbündel ist in der Form nicht
gegeben. Allerdings könnte durch eine Erweiterung der Sichten des bestehenden
Modells eine Anwendbarkeit für das Management hybrider Leistungsbündel
erreicht werden.</p>
        <p>
          Für die Modellierung komplexer hybrider Leistungsbündel liefern
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">Becker et al.
(2009)</xref>
          bereits ein erstes Grundgerüst für die Datensicht, dieses gilt es gemäß den
Anforderungen der strategischen Beschaffung zu überprüfen und gegebenenfalls
anzupassen bzw. zu erweitern.
        </p>
        <p>Abschließend lässt sich feststellen, dass bisher keine unmittelbare
(Referenz-)Modellunterstützung im Bereich der strategischen Beschaffung für hybride
Leistungsbündel existiert. Jedoch lassen sich bestehende (Referenz-)Modelle als
Basis nutzen, um diese Lücke zu schließen.
3</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Modellierung eines strategischen Liefernetzes für hybride Leistungsbündel</title>
      <p>3.1</p>
      <sec id="sec-3-1">
        <title>Konstruktionsmethode</title>
        <p>
          Wie in Abschnitt 2.4 dargestellt weisen in der aktuellen Literatur dokumentierte
(Referenz-)Modelle zur Entwicklung strategischer Liefernetze im Hinblick auf
hybride Leistungsbündel Defizite auf. Daher werden im vorliegenden Beitrag
bestehende Modelle um die spezifischen Anforderungen im Management hybrider
Leistungsbündel angepasst und erweitert. Der zentrale Aspekt strategischer
Liefernetze – die Etablierung und das Management von langfristigen Beziehungen unter
unterschiedlichen Lieferanten verändert sich durch die Betrachtung hybrider
Leistungsbündel nicht. Die Organisationsform ist ein Wertschöpfungsnetz. Daher wird
an dieser Stelle auf eine Betrachtung der Organisationssicht verzichtet.
Wesentlichen Anpassungsbedarf gibt es aber in den Funktionen Bedarfsplanung und
Netzwerkmodellierung. Diese Funktionen werden daher in diesem Beitrag näher
beleuchtet und durch Anpassungen und Erweiterungen in der Datensicht, in der
Funktionssicht und der Steuerungssicht beschrieben. Zur Beschreibung der
Erweiterungen des Referenzmodells strategischer Liefernetze für hybride
Leistungsbündel werden zunächst semantische Datenmodelle konstuiert (vgl. Abb. 4, 5 und 7).
Ergänzend wird der Geschäftsprozess der Identifikation strategischer Liefernetze
dargestellt (vgl. Abb. 6). Grundlage der Darstellungen sind hierbei das
Referenzmodell zur Entwicklung strategischer Liefernetze
          <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref26">(Albani, Müssigmann und Zaha
2006)</xref>
          sowie des Modellierungsansatzes für hybride Leistungsbündel
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">(Becker et al.
2009)</xref>
          . Als Darstellungsmethode wird ARIS
          <xref ref-type="bibr" rid="ref28">(Scheer 1999)</xref>
          verwendet.
3.2
        </p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-2">
        <title>Strategische Bedarfsplanung</title>
        <p>Die erste Funktion des Modells ist die strategische Bedarfsplanung. Der erste
Geschäftsprozess der Funktion strategische Bedarfsplanung ist die Klassifikation
aller zu beschaffenden Güter und Dienstleistungen mit einer konsistenten,
eindeutigen Identifikation. Diese eindeutige Identifikation kann dann an alle Lieferanten
kommuniziert werden. Für standardisierte Einkaufsgüter und
Standarddienstleistungen können etablierte Klassifikationsmethoden wie beispielsweise eCl@ss
(vgl. http://www.eclass.de/) verwendet werden. Für kundenspezifische Güter und
Dienstleistungen gilt es, eine passende, netzwerkweit eindeutige Identifikation
einzuführen. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Knoten des zukünftigen
Netzwerkes in der Lage sind, die Informationen über das hybride Leistungsbündel und
dessen Bestandteile zu verarbeiten. Darüber hinaus werden einzelne Komponenten
unterschiedlicher hybrider Leistungsbündel nach definierten Kriterien gruppiert.
Kriterien sind hierbei beispielsweise das Gesamteinkaufsvolumen oder die
Bedeutung der Komponente für das Unternehmen. Demzufolge gilt es, entsprechende
Beschaffungsstrategien unternehmensspezifisch zu entwickeln. Um den
bestehenden Referenzprozess auf die Bedürfnisse hybrider Leistungsbündel auszuweiten,
wird zunächst im Rahmen eines semantischen Datenmodells das zentrale
Informationsobjekt neu definiert. Waren im Referenzprozess die zu beschaffenden Güter
das zentrale Informationsobjekt, so sind es für die Erweiterung des Prozesses die
hybriden Leistungsbündel, die zu beschaffen sind (vgl. Abb. 4).</p>
        <p>Abb. 4. Semantisches Datenmodell für hybride Leistungsbündel</p>
        <p>Mit dem Startpunkt der Spezifikation des Kundenwunsches, der eine
Instanziierung eines hybriden Leistungsbündels darstellt, werden sowohl Daten von den
direkten Lieferanten als auch von allen Sublieferanten gesammelt, um die
strategische Netzwerkmodellierung zu unterstützen. Der spezifische Kundenwunsch
besteht aus einer spezifischen Konfiguration von Modulen und Leistungen, die sich
in dem Lösungsraum des hybriden Leistungsbündels befinden. Dabei entspricht
der Lösungsraum allen zulässigen Konfigurationen eines hybriden
Leistungsbündels und wird im Diagramm als value bundle (type) bezeichnet. Hybride
Leistungsbündel sind zusammengesetzt aus Modulen und Leistungen. Module sind
Building Blocks, die sich selbst enthalten können und eine gewisse Menge an
Leistungen umfassen. Diese Module können in unterschiedlichen hybriden
Leistungsbündeln wiederverwendet werden. Leistungen sind das Ergebnis eines
ökonomischen Vorgangs und können daher physische Güter, Dienstleistungen oder
Kundenressourcen sein. Module und Leistungen werden über Attribute
beschrieben. Die Attribute sind dabei sowohl für physische wie auch für serviceorientierte
Leistungen gültig. Die Kombinationen von unterschiedlichen Modulen und
Leistungen kann eingeschränkt sein. Um diese Einschränkungen darzustellen, werden
Konfigurationsregeln verwendet. Diese Konfigurationsregeln schränken den
Lösungsraum ein und stellen die Konsistenz der hybriden Leistungsbündel sicher.
3.3</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-3">
        <title>Strategische Netzwerkmodellierung</title>
        <p>Zur strukturierten Modellierung von strategischen Liefernetzen folgt dieser
Beitrag den Vorschlägen von Albani, Müssigmann und Zaha (2006). Die einzelnen
Funktionen der Modellierung eines möglichen Liefernetzes sind dabei in drei
Unterbereiche segmentiert: Identifikation, Bewertung und Auswahl von Liefernetzen.
Für die Identifikation eines möglichen Liefernetzes wird der Bedarf für ein
hybrides Leistungsbündel spezifiziert und an potenzielle oder bestehende Lieferanten
im Liefernetz kommuniziert. Der fokale Lieferant sendet dabei den Bedarf für das
hybride Leistungsbündel an die Lieferanten in Tier–1. Diese Lieferanten
überprüfen, ob sie den jeweiligen Bedarf erfüllen können oder, falls dies nicht zutrifft,
senden einen Bedarf ihrerseits an ihre Sublieferanten in Tier–2. Dabei kann zum
einen die Situation eintreten, dass der Lieferant in Tier–1 den gesamten Bedarf
nicht erfüllen kann und diesen vollständig an seine Lieferanten in Tier–2
weiterleitet. Zum anderen kann eintreten, dass der Lieferant in Tier–1 den Bedarf nur
teilweise erfüllen kann und den Teil, den er selbst nicht erfüllen kann, an seine
Sublieferanten in Tier–2 weiterleitet. Dieses Verfahren setzt sich subsequent auf alle
im Liefernetz vorhanden Ebenen fort. Im letzten Schritt werden die vom fokalen
Lieferanten angeforderten Informationen über das Liefernetz eingesammelt,
aggregiert und als Liefernetz visualisiert. In der Visualisierung stellt jeder mögliche
Lieferant einen Netzwerkknoten dar.</p>
        <p>Dieses Verfahren führt möglicherweise zu mehreren Liefernetzen, die in der
Lage wären, den Bedarf des hybriden Leistungsbündels zu decken. In diesem Fall
muss der fokale Lieferant entscheiden, welches dieser möglichen Liefernetze
gewählt wird, um den spezifizierten Bedarf zu decken. Hierzu wird eine Bewertung
der möglichen Liefernetze durchgeführt. Die Bewertung von Liefernetzen basiert
auf definierten Bewertungskriterien und einer dazu korrespondierenden
Bewertungsmethode. Mögliche Bewertungsmethoden sind beispielsweise ein
multikriterieller, gewichteter Vektor (Müssigmann 2006). Das Ergebnis der Bewertung ist
eine sortierte Liste aller möglichen Liefernetze, die geeignet sind, den Bedarf des
hybriden Leistungsbündels zu erfüllen. Der fokale Lieferant nimmt basierend auf
der Bewertung die Auswahl des entsprechenden Liefernetzes vor. Zur Etablierung
des strategischen Liefernetzes ist es notwendig, die Beschaffungsbedingungen zu</p>
        <p>Abb. 5. Semantisches Datenmodell für die Modellierung strategischer Liefernetze für
hybride Leistungsbündel</p>
        <p>Die schattierten Objekte verbinden die unterschiedlichen semantischen
Datenmodelle untereinander. Ausgehend vom Kundenwunsch, der durch eine
Instanziierung eines hybriden Leistungsbündels dargestellt wird, ist es notwendig, alle
Lieferanteninformationen von Tier1 bis Tiern einzusammeln. Das Liefernetz, das vom
fokalen Lieferanten ausgewählt wurde, den Kundenbedarf zu decken, ist ein
Netzwerk aus Lieferanten, die Informationen an den Kunden weitergeben. Diese
Informationen werden für die Entwicklung des Liefernetzes genutzt. Im
Datenmodell wird das Netzwerk aus Lieferanten als komplexes Monitoring-Objekt
repräsentiert, wobei jeder einzelne Lieferant als elementares Monitoring-Objekt
dargestellt wird. Dieses elementare Monitoring-Objekt steht in direkter Beziehung zu
einem Vertrag. Zu einem speziellen Zeitpunkt liefert jeder Lieferant Informationen
über die Dienstleistungsausprägung, die Produktausprägungen, die Konfiguration
des hybriden Leistungsbündels, Finanzdaten und weitere relevante Daten. Diese
Informationen werden als kundenerzeugte Daten bezeichnet. Kundenerzeugte
Daten können dabei Zieldaten oder aktuelle Performancedaten sein. Der Kunde erhält
die Informationen aller komplexen Monitoring-Objekte, um das Liefernetz zu
bewerten. Dabei sind unterschiedliche Bewertungsmethoden über unterschiedliche
Bewertungskriterien definiert.</p>
        <p>Der gesamte Prozess der Identifikation des Liefernetzes für den spezifischen
Bedarf eines hybriden Leistungsbündels, der von einem Kunden geäußert wird, ist
in Abb. 6 dargestellt.</p>
        <p>Abb. 6. Geschäftsprozess zur Identifikation von strategischen Liefernetzen für hybride
Leistungsbündel.</p>
        <p>Der Identifikationsprozess wird durch jeden Knoten des Liefernetzes
ausgeführt, bis die letzte Netzwerkebene erreicht ist. Sobald der fokale Lieferant den
Bedarf nach einem spezifischen hybriden Leistungsbündel erhalten hat, wird eine
Dekomposition des hybriden Leistungsbündels durchgeführt. Diese Funktion wird
neu in der Funktionssicht des Modells eingeführt. Mit dieser Funktion wird das
hybride Leistungsbündel in nicht weiter unterteilbare Module zerlegt, die dann
durch den fokalen Lieferanten als Bedarf an das Liefernetz kommuniziert werden
können. Hierbei wird auf Lieferanten mit bestehenden Verträgen wie auch auf
neue Lieferanten zurückgegriffen. Im Gegenzug erwartet der fokale Lieferant die
Angebote der jeweiligen Lieferanten im Rahmen der bestehenden Verträge. Diese
Angebote werden bewertet und bei positiver Bewertung wird der Vertrag
abgeschlossen. Da diese Verhandlung durch jeden Knoten innerhalb des Liefernetzes
durchgeführt wird, beinhaltet der Vertrag dem Kunden gegenüber alle
Vertragsaspekte, die in den einzelnen Vertragssituationen verhandelt und abgeschlossen
wurden.</p>
        <p>Um die Bedeutung der Verhandlung im Rahmen des Identifikationsprozesses zu
verdeutlichen, wird das semantische Datenmodell aus Abb. 5 erweitert um ein
Objekt, welches die Vertragsinformationen umfasst. Diese Erweiterung wird in Abb.
7 dargestellt.</p>
        <p>Abb. 7. Semantisches Datenmodell zur Identifikation strategischer Liefernetze für hybride
Leistungsbündel</p>
        <p>Im Rahmen eines Liefernetzes wird das Objekt company eingeführt. Dieses
Objekt company kann innerhalb eines Liefernetzes sowohl ein Kunde sein, der
seinen Bedarf an einen anderen Lieferanten meldet, als auch ein Lieferant zu einer
Drittfirma. Eine company schließt Verträge mit Kunden und Lieferanten für ein
spezifisches Modul eines hybriden Leistungsbündels. Die Instanziierung eines
hybriden Leistungsbündels, die wiederum ein hybrides Leistungsbündel enthalten
kann, wird durch eine Konfiguration beschrieben. Ein Vertrag kann mehrere Status
haben: angeboten, bewertet, potenziell und geschlossen. Geschlossene Verträge
können einem Kunden angeboten werden.</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Anwendung des Referenzmodells</title>
      <p>Die praxisrelevante Anwendbarkeit der Modellierung wird nachfolgend anhand
ausgewählter Anwendungsfälle beschrieben.</p>
      <sec id="sec-4-1">
        <title>Angebotserstellung für hybride Produkte in der IT</title>
      </sec>
      <sec id="sec-4-2">
        <title>Industrie</title>
        <p>
          Als erstes Fallbeispiel wird die beschriebene Modellierung auf eine
Angebotserstellung für hybride Produkte angewendet. Dieses Fallbeispiel ist in
          <xref ref-type="bibr" rid="ref23">(Langer,
Böhmann und Krcmar 2008)</xref>
          beschrieben. Hierbei wird anhand eines
Unternehmens in der IT- und Telekommunikationsindustrie der Lebenszyklus der Produkte
des Unternehmens dargestellt, insbesondere die Phase der Angebotserstellung. Das
Unternehmen bietet Produkte mit darauf abgestimmten, produktnahen
Dienstleistungen an, allerdings keine vorkonfigurierten Lösungen. Diese Angebotspalette
führt daher zu einer komplexen Angebotserstellung. Eine Analyse des
Fallbeispiels deckt fünf Probleme im Zusammenhang mit der Hybridität des
Leistungsangebots dar, von denen an dieser Stelle zwei Beobachtungen relevant sind für das
in diesem Beitrag vorgestellt Modell.
        </p>
        <p>Jedem Angebot liegt ein individuelles Pflichtenheft zugrunde, das je nach
Anfrage unterschiedlich ist. Dennoch ist es bei Betrachtung aller Pflichtenhefte
möglich, dass einzelne Elemente des Angebots mehrfach vorhanden sind, d. h. über die
einzelnen Pflichtenhefte hinaus. Damit wäre es möglich, entsprechende
Skaleneffekte bei der Beschaffung zu erzielen. Die Anforderung hierzu ist, dass es einen
Leistungskatalog geben muss, der aus modularen hybriden Modulen aufgebaut ist.
Es muss also möglich sein, aus einem komplexen hybriden Leistungsbündel eine
Dekomposition durchzuführen, die dann den nicht weiter teilbaren Modulen
entspricht, aus denen ein Leistungskatalog aufgebaut werden könnte.</p>
        <p>Eine zweite Beobachtung ist, dass es Medienbrüche bei der Transformation von
Vertragsinhalten in Leistungen gibt. Diese Medienbrüche führen dazu, dass
vertraglich vereinbarte Leistungen nicht konform zu den Service Level Agreement
erbracht werden und dies zu Problemen in der Geschäftsbeziehung führt. Die
daraus abgeleitete Anforderung ist, dass eine automatische Übernahme der
Vertragsinhalte in entsprechende Arbeitspläne und Ressourcenbelegungen stattfindet. Bei
der Erbringung von Serviceleistungen über Kooperationspartner bedeutet dies,
dass die Vertragsinhalte eines jeden Kooperationspartners, d. h. eines Teilnehmers
an dem entsprechenden Liefernetz, durch den fokalen Anbieter konsolidiert und an
den Kunden weitergegeben werden kann.
4.2</p>
      </sec>
      <sec id="sec-4-3">
        <title>Kundendienstbericht</title>
        <p>
          Als zweites Fallbeispiel wird die beschriebene Modellierung auf den
Themenkomplex „Kundendienstberichte“ am Beispiel eines Unternehmens aus der
Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik angewendet. Dieses Fallbeispiel ist bei
          <xref ref-type="bibr" rid="ref30">Thomas,
Walter und Loos (2008</xref>
          ) beschrieben. Die Erbringung von Kundendienstleistungen
im Fallbeispiel erfolgt im Zusammenspiel eines Anlagenherstellers, der im
wesentlichen Produzent von Sachgütern ist, sowie klein- und mittelständischen
Dienstleistern, die für den Betrieb der installierten Anlagen verantwortlich sind.
Die erfolgreiche Durchführung der Tätigkeiten, die im Zusammenhang mit der
Instandhaltung und Wartung der Anlagen verbunden sind, erfordert die
Verfügbarkeit passender und korrekter Informationen. Kurze Produktentwicklungszyklen
und neue Technologie bedingen eine an schnelle Änderungen angepasste
Informationsinfrastruktur, die alle am Kundenserviceprozess Beteiligten entsprechend mit
den relevanten Informationen versorgt. Der Kundenservice wird durch einen
Kundendiensttechniker vor Ort erbracht. Dieser muss in der Lage sein, die
entsprechenden notwendigen Leistungen aus dem hybriden Leistungsangebot zu
ermitteln. Hierzu ist eine Dekomposition des hybriden Leistungsangebots notwendig.
Bei dieser Dekomposition werden die einzelnen Leistungsmodule ermittelt, die
dann entweder an die beteiligten Partner (z. B. Ersatzteilbestellung an den
Hersteller) abgegeben werden können oder der Kundendiensttechniker kann mit
entsprechenden Informationen versorgt werden. Ziel ist auch hier wie im Fallbeispiel
unter 4.1 die Erbringung einer Dienstleistung innerhalb eines vereinbarten
Servicelevels. Um dies zu erreichen, muss auch an dieser Stelle eine Zusammenführung der
einzelnen vertraglichen Vereinbarungen aller Beteiligten stattfinden, um dem
Kunden gegenüber den entsprechenden Service leisten zu können.
5
        </p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Zusammenfassung und Ausblick</title>
      <p>Das Ziel dieses Beitrags ist die Erweiterung bestehender Referenzmodelle zur
Modellierung strategischer Liefernetze um die spezifischen Anforderungen für das
Management von hybriden Leistungsbündeln. Der Beitrag dient damit als Basis
zur Entwicklung eines Referenzmodells zur Modellierung eines strategischen
Liefernetzes mit Fokus auf das Management hybrider Leistungsbündel. Um dieses
Ziel zu erreichen, wurden zunächst bestehende Referenzmodelle auf ihre
Anwendbarkeit hinsichtlich hybrider Leistungsbündel untersucht. Es konnte gezeigt
werden, dass hier Defizite bestehen, die spezifischen Anforderungen an das
Management hybrider Leistungsbündel abzubilden. Es wurden daraufhin die Sichten
bestehender Referenzmodellierungen erweitert, die den spezifischen
Anforderungen hybrider Leistungsbündel gerecht werden. Die Praxisrelevanz wurde anhand
der Anwendung der erweiterten Sichten der Modellierung an drei
unterschiedlichen Anwendungsfällen evaluiert.</p>
      <p>Die Ergebnisse dieses Beitrags dienen als Basis für die Weiterentwicklung der
Modellierung strategischer Liefernetze mit Schwerpunkt hybrider
Leistungsbündel, die zu stabilen und langfristigen Beziehungen zwischen den beteiligten
Unternehmen führt. Darüber hinaus werden ökonomische Vorteile durch eine an die
Spezifika hybrider Leistungsbündel angepasste Lieferantenselektion erzielt.</p>
      <p>Weiterer Forschungsbedarf ist notwendig hinsichtlich einer vollständigen
Referenzmodellierung eines strategischen Liefernetzes für das Management hybrider
Leistungsbündel. So ist zum einen durch die Anwendung der bestehenden
Ergebnisse auf eine größere Anzahl von Anwendungsfällen zu ermitteln, inwieweit
zusätzlicher Modellierungsbedarf für die Komplettierung eines Referenzmodells
besteht. Desweiteren ist es notwendig, durch eine weitergehende fachkonzeptionelle
Modellierung die Praxisnähe des vorgestellten Modells zu verbessern.
6</p>
    </sec>
    <sec id="sec-6">
      <title>Literaturverzeichnis</title>
    </sec>
  </body>
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