<!DOCTYPE article PUBLIC "-//NLM//DTD JATS (Z39.96) Journal Archiving and Interchange DTD v1.0 20120330//EN" "JATS-archivearticle1.dtd">
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      <title-group>
        <article-title>Integrierte Dokumenten- und Ablaufmodellierung von E-Business-Prozessen</article-title>
      </title-group>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Kirsten Lenz</string-name>
          <email>lenz@wiwi.uni-frankfurt.de</email>
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        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Andreas Oberweis</string-name>
          <email>oberweis@wiwi.uni-frankfurt.de</email>
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        </contrib>
        <aff id="aff0">
          <label>0</label>
          <institution>Lehrstuhl für Entwicklung betrieblicher Informationssysteme J.W. Goethe-Universität Frankfurt/Main Postfach 11</institution>
          <addr-line>19 32 D-60054 Frankfurt/Main</addr-line>
        </aff>
      </contrib-group>
      <abstract>
        <p>Aufgrund der starken Zunahme internetbasierter E-BusinessAktivitäten werden Sprachen für die Modellierung von E-Business-Prozessen immer wichtiger. Ziel der Modellierung ist die formale Darstellung der organisationsübergreifenden Prozesse und aller prozeßrelevanten Objekte. Zur integrierten Modellierung von E-Business-Prozessen und den prozeßrelevanten Dokumenten wird daher eine neue Variante höherer Petri-Netze, die sogenannten XML-Netze, vorgeschlagen. XML-Netze sind eine formale, graphische Beschreibungssprache, die einerseits die Modellierung des XMLDokumentenflusses und andererseits die Modellierung des Kontrollflusses des zugrundeliegenden Geschäftsprozesses ermöglicht. XML-Netze basieren auf dem XML-Schema-Modell, einer neuen graphischen Beschreibungssprache für XML-Schemata, und der an das XML-Schema-Modell angelehnten graphischen Dokumentenmanipulationssprache XManiLa. Operationen auf XML-Dokumenten werden durch sogenannte Filterschemata beschrieben. XML-Netze können zunächst für den Entwurf der E-Business-Prozesse verwendet werden. Es können sowohl bestehende E-Business-Prozesse als auch Prozeßvarianten abgebildet und hinsichtlich struktureller Abweichungen untersucht werden. Aufgrund ihrer formalen Definition erlauben XML-Netze eine simulative Validierung der abgebildeten E-Business-Prozesse und können durch eine entsprechende Workflow-Engine direkt ausgeführt werden.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
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  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>-</title>
      <p>Aufgrund der starken Zunahme internetbasierter E-Business-Aktivitäten werden
Sprachen für die Modellierung von E-Business-Prozessen immer wichtiger. Bei der
Modellierung sollen die realen E-Business-Prozesse in einer für den Anwender
verständlichen, aber –im Gegensatz zur natürlichsprachlichen Beschreibung–
unmißverständlichen Notation, abgebildet werden. Ziel der Modellierung ist die
formale Darstellung der organisationsübergreifenden Prozesse und aller prozeßrelevanten
Objekte. Die formalen Prozeßbeschreibungen bilden die Basis für eine
systematische Analyse, die Simulation und die Ablaufunterstützung der Prozesse. Bei der
Ausführung der Prozesse müssen E-Business-Objekte auf elektronischem Wege
zwischen den am Prozeß beteiligten Unternehmen ausgetauscht werden [Mer99].
Die prozeßrelevanten E-Business-Objekte können einfach strukturierte Objekte sein,
bei denen es sich meist um Massendaten handelt, die unternehmensintern für die
Durchführung des Prozesses benötigt werden und die üblicherweise in relationalen
Dankenbanken verwaltet werden, beispielsweise Kundennummern oder die
Stückzahlen von gelagerten Produkten. Komplex strukturierte Objekte wie Bestellungen,
Rechnungen oder auch Personalakten sind u.a. Dokumente, die zwischen den
Unternehmen oder den Prozeßbeteiligten eines Unternehmens ausgetauscht und bei der
Durchführung des Prozesses gelesen oder bearbeitet werden. Die entsprechenden
elektronischen Dokumente können mit Hilfe der Auszeichnungssprache Extensible
Markup Language (XML) [HaM01, Ray01] strukturiert werden. Der XML-Standard
[W3C00] bildet dabei die Basistechnologie für verschiedene Sprachen,
beispielsweise XML Schema zur Beschreibung von Dokumentenklassen [W3C01a].
Aus prozeßorientierter Sicht sind die Modellierung, die Analyse, die
(Um-)Gestaltung und die automatisierte Ausführung der Prozesse von Bedeutung
[Jab00, Obe96]. Petri-Netze [ReR98] sind eine Beschreibungssprache für Abläufe,
welche die Vorteile einer graphischen Darstellung und einer formalen Semantik
vereint. Für eine Menge konkreter Abläufe können Ablaufschemata durch
PetriNetze in einer für den Anwender verständlichen Form dargestellt werden [DeO96].
Dabei unterschieden sich die einzelnen höheren Petri-Netz-Typen [EHP02] in der
Interpretation der ablaufrelevanten Daten. Prädikate/Transition-Netze [Gen86], bei
denen die prozeßrelevanten Objekte als Relationen einer Datenbank interpretiert
werden können, haben sich bereits bei dem Entwurf von Informationssystemen
bewährt. Sie sind jedoch für die Beschreibung von Prozessen basierend auf
XMLDokumenten wenig geeignet.</p>
      <p>Zur integrierten Modellierung von E-Business-Prozessen und den prozeßrelevanten
Dokumenten wird daher eine neue Variante höherer Petri-Netze, die sogenannten
XML-Netze [LeO02], vorgeschlagen. Die Definition der XML-Netze erfordert eine
formale graphische Beschreibungssprache für die prozeßrelevanten Dokumente, mit
deren Hilfe die Struktur der Dokumente und Wertebereiche für deren Inhalt durch
ein Schema vorgegeben werden können. Darüber hinaus werden die
durchzuführenden Aktivitäten auf den entsprechenden XML-Dokumenten ebenfalls graphisch in
einer ähnlichen Notation dargestellt. Um die verteilte Ausführung der Prozesse zu
unterstützen, können die Ablaufmodelle in einzelne Prozeßteile, die
Prozeßfragmente, zerlegt werden.</p>
      <p>XML-Netze können mit unterschiedlichen Zielsetzungen zur Unterstützung von
E-Business-Prozessen verwendet werden: Sie können zunächst für den Entwurf der
Prozesse eingesetzt werden. Darüber hinaus kann das Verhalten der XML-Netze
simuliert werden. Durch Analyse und Simulation der XML-Netze kann auch die
Verbesserung der E-Business-Prozesse unterstützt werden. XML-Netze können
sowohl bestehende E-Business-Prozesse als auch Prozeßvarianten abbilden und
hinsichtlich struktureller Abweichungen untersucht werden.</p>
      <p>Der Beitrag ist folgendermaßen gegliedert: Zunächst wird das
XML-SchemaModell, eine Beschreibungssprache für Schemata für XML-Dokumente, vorgestellt.
Danach wird die auf dem XML-Schema-Modell basierende
Dokumentenmanipulationssprache XManiLa erläutert. Dazu werden Filterschemata eingeführt, welche als
eine Art "Schablone" für die Anfrage-relevanten XML-Dokumente dienen. In
Kapitel 4 werden XML-Netze an einem Beispiel erläutert.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Konzeptuelle Modellierung von E-Business-Objekten</title>
      <p>Für die konzeptuelle Modellierung der E-Business-Prozesse ist es zunächst wichtig,
die prozeßrelevanten Objekte zu modellieren. Für die relevanten Daten werden
Methoden der konzeptuellen Datenmodellierung wie das Entity/Relationship-Modell
(E/R-Modell) [Che76] verwendet. Die Modellierung komplexer Objekte,
beispielsweise von XML-Dokumenten, wird bislang nicht ausreichend durch graphische Methoden
unterstützt.
2.1</p>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>Anforderungen an eine Beschreibungssprache für die Modellierung von</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-2">
        <title>XML-Schemata</title>
        <p>Die XML Schema-Spezifikation [W3C01a] ist sehr komplex und besitzt keine
graphische Notation. Die konzeptuelle Modellierung von XML-Schemata dient dazu,
Sachverhalte der Realwelt auf einem hohen Abstraktionsniveau abzubilden und damit die
Schemata möglichst unabhängig von der Implementierung zu entwerfen. Ziele bei der
Entwicklung einer Beschreibungssprache für den konzeptuellen Entwurf von
XMLSchemata sind,
ein formale Definition für XML-Schemata, welche die Menge aller zulässigen
Modellierungskonstrukte und deren Beziehungen vorgibt, aufzustellen,
eine graphische Darstellung für alle Modellierungskonstrukte anzubieten, die den
Bedürfnissen des Modellierers entsprechend angepaßt werden kann,
den stufenweisen Entwurf der Schemata durch Schematransformationen zu
unterstützen und
dabei auf bekannte Modellierungskonzepte zurückzugreifen, um erfahrenen
Modellieren eine leicht erlernbare Beschreibungssprache zu Verfügung zu stellen
und somit die Akzeptanz der Beschreibungssprache zu erhöhen.</p>
        <p>Als Grundlage der Definition des XML-Schema-Modells (XSM) wurden die
Klassendiagramme der UML (siehe beispielsweise [BRJ99]) gewählt. Verwandte Ansätze zur
Modellierung von XML-Schemata sind in [BCF99, CSF00, MLM01, MeH01] zu
finden.
2.2</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-3">
        <title>Das XML-Schema-Modell</title>
        <p>XML-Schemata für eine Klasse von XML-Dokumenten mit ähnlicher Struktur können
mit Hilfe des XML-Schema-Modells entworfen und durch Diagramme, die
sogenannten XML-Schema-Diagramme (XSD), graphisch dargestellt werden. Nachfolgend
werden die einzelnen Konstrukte des XML-Schema-Modells vorgestellt. Auf die
formale Definition wird dabei jedoch aus Platzgründen verzichtet.</p>
        <p>Alle Elemente mit gleichen Eigenschaften, d.h. mit ähnlicher Struktur, werden zu
einem Elementtypen zusammengefaßt. Jedem Elementtypen werden ein (eindeutiger)
Name, eine Menge von Attributen und ein Datentyp, der mögliche Inhalte der
Elemente beschreibt, zugeordnet. Elementtypen, die keinen Inhalt besitzen, werden als leere
Elementtypen bezeichnet. Den Attributen eines Elementtyps wird ebenfalls jeweils ein
Datentyp zugeordnet, der den Wertebereich des Attributs bestimmt. Graphisch werden
Elementtypen durch UML-Klassen repräsentiert, in denen auch die Attribute
angegeben werden können.</p>
        <p>Assoziationen beschreiben die Beziehungen zwischen den Elementen. Gleiche
Assoziationen, d.h. Assoziationen derselben Art zwischen Elementen derselben
Elementtypen, werden zu Assoziationstypen klassifiziert. Assoziationstypen dienen dazu, die
Bildung eines komplexen Elementtyps aus anderen (komplexen oder atomaren)
Elementtypen zu beschreiben. Die Konstruktionsvorschrift gibt für den Assoziationstypen
an, wie der Inhalt der Elemente des Supertyps aus den Elementen der Subtypen
gebildet wird. Zulässige Konstruktionsvorschriften für den Inhalt eines Elements des
Supertypen sind die Sequenz, die Auswahl und die Permutation. Graphisch werden
Assoziationstypen durch UML-Assoziationen, den Aggregationen, dargestellt (Abbildung 1).
(b)</p>
        <p>E
(c)</p>
        <p>E
(a)</p>
        <p>E1</p>
        <p>E
...</p>
        <p>...</p>
        <p>E2 En E1 E2 En E1 E2
Abbildung 1: Graphische Darstellung von (a) Sequenztyp, (b) Auswahltyp und
(c) Permutationstyptyp
...</p>
        <p>En
Jedem Elementtypen, der Subtyp eines Assoziationstypen ist, wird die entsprechende
Kardinalität bezüglich dieses Assoziationstyps als Paar einer Minimumskardinalität
und einer Maximumskardinalität angegeben. Die Kardinalität beschreibt, aus wie
vielen Elementen dieses Typs sich ein Element des Supertyps zusammensetzen kann1.
Beispiel: Abbildung 2 zeigt den Sequenztypen mit dem Supertypen Kunde für
Kundendokumente einer Buchhandlung. Der Inhalt aller Elemente dieses Typs setzt sich
folgendermaßen zusammen: Zuerst gibt es genau ein Element vom Typ
Kundennummer, dann ein oder zwei Elemente vom Typ Adresse. Danach können beliebig viele
Elemente vom Typ BestelltesBuch folgen, es muß aber kein solches Element
vorkommen.</p>
        <p>Kundennummer</p>
        <p>Kunde</p>
        <p>1..2
Adresse</p>
        <p>*</p>
        <p>BestelltesBuch
Abbildung 2: Sequenztyp mit drei Subtypen
unterschiedlicher Kardinalität</p>
        <p>Name
0..1
Titel
1 In der Mathematik ist die Kardinalität als die Anzahl der Elemente einer Menge definiert. Hier wird der
Begriff "Kardinalität" benutzt, um die Anzahl von aufeinanderfolgenden Elementen desselben Typs zu
beschreiben, nicht also einer Menge von Elementen im streng mathematischen Sinn.</p>
        <p>Durch den Einsatz von abstrakten Elementtypen können komplexe Elementtypen
mittels Schachtelung von Assoziationstypen deklariert werden. Abstrakte
Elementtypen klassifizieren Gruppierungen von Elementen und können in einer verkürzten
Darstellung des XML-Schema-Diagramms weggelassen werden (beispielsweise im
Elementtyp Name des XML-Schemas aus Abbildung 3).</p>
        <p>Einen Spezialfall der XML-Schemata stellen die elementaren XML-Schemata dar, die
sich aus Elementtypen und darauf definierten Assoziationstypen mit paarweise
verschiedenen Supertypen zusammensetzen. Insbesondere existiert jeweils genau ein
toplevel-Elementtyp2. Abbildung 3 zeigt ein elementares XML-Schema, das
XMLDokumente für Mitarbeiter beschreibt.
3</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Anfragen an XML-Dokumente</title>
      <p>Für eine Beschreibungssprache für dokumentenbasierte Geschäftsprozesse ist eine
möglichst einheitliche Notation zur Definition von Schemata und die Spezifikation der
Anfrage vorteilhaft, um den Entwurf von Abläufen mit Petri-Netzen so einfach wie
möglich zu gestalten. Der für Geschäftsprozesse sinnvolle integrierte Ablauf- und
Dokumenten- bzw. Datenentwurf erfordert neben der graphischen Notation zur
Ablaufmodellierung und zum Entwurf der XML-Schemata auch eine graphische Notation
zur Formulierung der Anfragen und der Dokumentenmanipulation.</p>
      <p>Die Dokumentenmanipulationssprache XManiLa dient zur Selektion und
Manipulation von XML-Dokumenten und ist eine Erweiterung des XML-Schema-Modells.
Andere Anfragesprachen sind meistens textbasiert [AQH97, BMN02, DFF99, RLS98,
W3C01b]. Bei XML-GL [CDF01], einer graphischen XML-Anfragesprache, liegt der
Fokus auf der Erzeugung der Ergebnisdokumente für die jeweilige Anfrage.
Die Grundlage für XManiLa bilden die sogenannten Filterschemata, die in ihrer
Notation an XML-Schemata angelehnt sind. Verglichen mit den rein
strukturbeschreibenden XML-Schemata ermöglichen Filterschemata zusätzlich die Zuweisung von
Variablen oder Konstanten zu Elementtypen oder Attributen, die Auszeichnung eines
Elements, das verändert werden soll (je nach Kontext, in dem das Filterschema
eingesetzt wird, eingefügt oder gelöscht) und den Einsatz eines Elementplatzhalters an den
Stellen, an denen der Inhalt der Dokumente für die Anfrage nicht relevant ist, weil er
weder für die Auswahl eines Dokuments benötigt wird, noch Änderungen unterworfen
ist.
3.1</p>
      <sec id="sec-3-1">
        <title>XML-Schemata und Filterschemata</title>
        <p>Filterschemata stellen Schablonen für Dokumente und deren Elemente dar. Sie setzen
sich aus Elementfiltern entsprechend den Elementtypen eines XML-Schemas
zusammen. Für die Attribute von Elementtypen können Attributfilter eingesetzt werden.
Attributfilter und Elementfilter können entweder Variablen oder konstante Werte
enthalten. Die Konstanten stammen aus dem Wertebereich des entsprechenden
Attri2 Ein top-level-Elementtyp ist ein Elementtyp, der nicht Subtyp eines Assoziationstypen ist.
buts oder des Elementtyp-Inhalts. Sie können daher für Attribute oder atomare
Elementtypen als einfache Werte, beispielsweise als Zeichenkette oder Zahl, angegeben
werden. Die Elementfilter können mit Hilfe von Sequenz, Auswahl oder Permutation
zu komplexen Elementfiltern zusammengesetzt werden. Ein Filterschema ist
vergleichbar aufgebaut wie ein elementares XML-Schema. Die graphische Darstellung
eines Filterschemas wird auch als Filterdiagramm bezeichnet.</p>
        <p>Ein Filterschema ist zu einem bestimmten XML-Schema zulässig, wenn alle durch das
Filterdiagramm beschriebenen XML-Dokumente gültig bezüglich dieses
XMLSchemas sind. In Filterdiagrammen zulässiger Filterschemata können
Elementtypnamen und Attributnamen weggelassen werden, wenn sie durch die Zuordnung des
entsprechenden XML-Schema-Diagramms eindeutig sind. Abbildung 4 (a) zeigt ein zu
dem Mitarbeiter-Schema aus Abbildung 3 zulässiges Filterdiagramm, welches das
Mitarbeiterdokument aus Abbildung 4 (b) beschreibt.</p>
        <p>Elementfilter können nicht nur als Schablone für Elemente eines Typs verwendet
werden, sondern auch, um Elemente zu manipulieren, d.h. sie zu löschen oder zu
erzeugen. In der graphischen Repräsentation wird der sogenannte Manipulationsfilter
von den anderen Elementfiltern, auch Vergleichsfilter genannt, durch einen schwarzen
Balken an der linken Kante des Rechtecks unterschieden.</p>
        <p>(a) (b)</p>
        <p>M
76543</p>
        <p>P-3101 P-4005
N</p>
        <p>P</p>
        <p>P</p>
        <p>Fähigkeit: Gruppenleitung
Vorname: Sebastian</p>
        <p>Initial: H. Nachname: Schulz</p>
        <p>Abbildung 4: Zulässiges Filterschema zum XML-Schema aus Abbildung 3
3.2</p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-2">
        <title>Anfragen mit XManiLa</title>
        <p>Filterschemata alleine stellen noch keine Dokumentenanfragen oder -manipulationen
dar. Die Anfragesprache XManiLa basiert auf der Kombination von XML-Schemata,
Filterschemata und Konzepten der Petri-Netze. Eine Anfrage mit XManiLa besteht
allgemein aus einer Stelle, einer Transition und einer Kante zwischen Stelle und
Transition. Ein elementares XML-Schema dient zur Typung der Stelle. Alle für die
Anfrage relevanten Dokumente müssen bezüglich dieses Schemas gültig sein. Als
Kantenbeschriftung muß ein bezüglich des XML-Schemas zulässiges Filterschema gewählt
werden. Die Richtung der Kante spezifiziert, ob es sich um eine Einfügeoperation oder
eine Löschoperation handelt (siehe Abbildung 5).</p>
        <p>Nachfolgend werden Beispiele für das Erzeugen eines neuen Mitarbeiterdokuments,
das Löschen eines Elements aus einem bestehenden Mitarbeiterdokument und das
Lesen von XML-Dokumenten zum XML-Schema aus Abbildung 3 vorgestellt.
Mitarbeiter: Sebastian H. Schulz
ID: 76543
Projekte:
P-3101
P-4005</p>
        <p>Fähigkeiten:</p>
        <p>Gruppenleitung
(b)
M
63941
Beispiel: Erzeuge ein Mitarbeiterdokument für die neue Mitarbeiterin Henriette Meier
mit der Nummer "63941". Das Dokument wird zur Menge der Mitarbeiterdokumente
hinzugefügt. Die XManiLa-Anfrage ist in Abbildung 6 zu sehen.</p>
        <p>Vorname: Henriette</p>
        <p>Nachname: Meier
füge Mitarbeiterin 63941 ein</p>
        <p>Name
Beispiel: Mitarbeiter "76543" hat die Mitarbeit in Projekt "P-3101" beendet. Das
Element inProjekt mit dieser Projektnummer soll aus seinem Dokument gelöscht
werden, alle anderen Informationen bleiben erhalten.
Mitarbeiter
lösche für 76543 das
Projekt P-3101</p>
        <p>Abbildung 7: Löschen eines atomaren Elements aus einem Dokument
Das dazu notwendige Filterdiagramm zeigt Abbildung 7. Bei dieser XManiLa-Anfrage
ist die Richtung der Kante entgegengesetzt zu der für Einfüge-Operationen, das
Filterdiagramm spezifiziert daher das Entfernen von Dokumentteilen.</p>
        <p>Beispiel: Gesucht wird ein Mitarbeiter, der entweder in Projekt P-3013 oder in Projekt
P-4005 mitarbeitet. Für alle anderen Elementtypen als inProjekt werden im
Filterdiagramm Elementplatzhalter eingesetzt, um zu beschreiben, daß vor und nach dem
gesuchten Element beliebige andere Elemente stehen können. Die entsprechende
XManiLa-Anfrage ist in Abbildung 8 zu sehen.
□
lese Mitarbeiter
von Projekt 3013
oder Projekt 4005
□</p>
        <p>Abbildung 8: Suchen nach einem Element mit alternativem Inhalt
4</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>XML-Netze</title>
      <p>Insbesondere Geschäftsprozesse im E-Business werden durch die bestehenden
AblaufBeschreibungssprachen bislang unzureichend unterstützt. Ablauforientierte
Beschreibungssprachen ermöglichen zwar die Modellierung des Ablaufs, aber nicht die
integrierte Darstellung komplexer Objekte. Zur Nutzung dieser Beschreibungssprachen
müssen komplexe Objekte entweder als unteilbares Ganzes behandelt oder auf
relationale Daten heruntergebrochen werden. Im ersten Fall kann nicht mehr auf Teile des
Dokuments zugegriffen werden, im zweiten Fall kann das Dokument nicht mehr als
Ganzes identifiziert werden, was u.a. die Manipulation der Dokumente erheblich
erschwert. Andere Beschreibungssprachen konzentrieren sich auf die Modellierung der
komplexen Objekte und der Operationen auf diesen Objekten. Sie sind jedoch nicht für
die Modellierung eines umfassenden Ablaufs und seiner Dynamik geeignet.
XML-Netze stellen einen neuen Typ höherer Petri-Netze dar. Sie setzen sich aus den
üblichen Petri-Netz-Bestandteilen mit der nachfolgenden Interpretation zusammen:
Jede Stelle in einem XML-Netz kann als Behälter für eine Menge von strukturierten
Objekten zu einem gemeinsamen Schema, dem Stellentyp, interpretiert werden. Die
Stellentypung erfolgt in einem XML-Netz im allgemeinen3 durch ein elementares
XML-Schema. Die Transitionen sind über gerichtete Kanten mit den Stellen
verbunden. Sie repräsentieren Aktivitäten, die jeweils eine Klasse von Operationen auf den
Dokumenten der adjazenten Stellen definieren. Jeder Transition kann eine
Transitionsinschrift, bestehend aus einem logischen Ausdruck, hinzugefügt werden. Jeder Kante
wird eine Kanteninschrift zugewiesen. Die Kanteninschrift präzisiert die Operation,
die auf den Dokumenten der adjazenten Kante durchgeführt wird. Sie ordnet der Kante
eine Menge von zu dem XML-Schema der adjazenten Stelle zulässigen Filterschemata
zu. Wird die Menge der in den Filterschemata auftretenden Variablen belegt, dann
repräsentieren die konstanten Filterschemata die entsprechenden Dokumente der Stelle
vor bzw. nach Durchführung der Aktivität. Zu jedem Zeitpunkt kann für jede
Transition entschieden werden, ob sie bezüglich einer Variablenbelegung aktiviert ist, d.h. ob
3 XML-Netze können ohne Beschränkung der Allgemeinheit Teile von Prädikate/Transitionen-Netzen
enthalten. Für Stellen dieser Netzteile geschieht die Stellentypung durch Relationenschemata. Die Stellen
werden mit Relationen zu dem jeweiligen Schema markiert.</p>
      <p>Person
P ZA</p>
      <p>KN
* 0..1 AUS</p>
      <p>N T S
Name Te*l Sonstiges0..1 kZna[h1lu]ngsart
auswahl[1]:(Ueb|Einzug)="Einzug"
Person Versicherungsende ADMitName Versicherungshöhe</p>
      <p>vid[1]
*
Name Tel
ADListe
vid[1]</p>
      <p>*</p>
      <p>Abgeschlossener-Vertrag</p>
      <p>VertragsID Prämienhöhe</p>
      <p>Abbildung 9: XML-Netz für den Beginn eines Versicherungsverhältnisses
Bei der Akquise durch einen Außendienstmitarbeiter wird ein Versicherungsantrag
aufgesetzt. Versicherungsanträge enthalten die Personalien des Antragstellers, die
gewünschte Zahlungsart (Überweisung oder Lastschriftverfahren), den
Versicherungsbeginn, die vereinbarte Laufzeit und die Versicherungshöhe. Der
Außendienstmitarbeiter gibt zusätzlich seinen Namen und seine Kennung an. Das
Versicherungsunternehmen muß nach Eingang des Antrags die Prämienhöhe festlegen, die dem
Antrag hinzugefügt wird. Gleichzeitig wird die Liste des Außendienstmitarbeiters
aktualisiert.</p>
      <p>Am Tag des vereinbarten Versicherungsbeginns tritt die Versicherung in Kraft, der
Versicherungsschutz wird aktiviert. Das Datum, an dem die Versicherung ausläuft,
bestimmt sich automatisch durch die vereinbarte Laufzeit. Für den Kunden wird ein
Versicherungsvertrag ausgefertigt, der seinen Namen, seine Telefonnummern, das
A
AID
ADMitName:N
VID
Aktualisierung
durch Abteilung</p>
      <p>V
VID</p>
      <p>AV*
AID PH</p>
      <p>Akquise</p>
      <p>PH
Datum, an dem der Versicherungsschutz erlischt, Name und Kennung des
verantwortlichen Außendienstmitarbeiters und die Versicherungshöhe enthält.</p>
      <p>Die für den Ablauf relevanten XML-Schemata und das XML-Netz (ohne Markierung)
zeigt Abbildung 9.
□
XML-Netze können mitsamt ihrer Markierung als XML-Dokumente in einer
XMLDatenbank gespeichert und verwaltet werden. Für XML-Schemata und Filterschemata
können aus den entsprechenden Diagrammen XML-Dokumente abgeleitet werden,
welche die jeweiligen Schemata exakt beschreiben. Petri-Netze können
(beispielsweise) mit Hilfe der Petri Net Markup Language (PNML) [WeK02] durch
XMLDokumente beschrieben werden, so daß eine integrierte Verwaltung der
Prozeßbeschreibung in Form eines XML-Netzes und der zugehörigen Markierung möglich
ist.
5</p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Zusammenfassung</title>
      <p>Im vorliegenden Beitrag wurden XML-Netze vorgestellt, die zur integrierten
Dokumenten- und Ablaufmodellierung von E-Business-Prozessen eingesetzt werden
können. XML-Netze sind eine neue Variante höherer Petri-Netze, deren Stellen als
Behälter für XML-Dokumente, die zu dem der Stelle entsprechenden XML-Schema gültig
sind, interpretiert werden. Die Operationen auf den Dokumenten werden durch die
Transitionen und Filterschemata der jeweils adjazenten Kanten beschrieben. Zunächst
wurden XML-Schemata und ihre graphische Repräsentation, die
XML-SchemaDiagramme, vorgestellt. Danach wurden Filterschemata mit einer an
XML-SchemaDiagrammen orientierten graphischen Darstellung beschrieben, die zur Formulierung
von Anfragen an XML-Dokumente und Dokumentenmanipulationen verwendet
werden können. Abschließend wurden XML-Schemata und Filterschemata zur
Vorstellung der XML-Netze verwendet.</p>
      <p>Einen Ansatzpunkt für weitere Forschungsarbeit stellt u.a. die Analyse der
XMLNetze dar. Hierbei muß beispielsweise untersucht werden, welche Analysemethoden
anderer Petri-Netz-Typen auf XML-Netze übertragen werden können, so daß sie noch
für komplexe XML-Netze anwendbar sind und in einer angemessenen Zeit ein
Ergebnis liefern. Andererseits kann es sicherlich sinnvoll sein, eine Transformation der
XML-Netze in Petri-Netze anderer Netztypen durchzuführen, um die für diese Typen
bekannten Analysemethoden anwenden zu können. Der Entwurf von XML-Netzen
soll außerdem durch ein Vorgehensmodell unterstützt werden. Das Vorgehensmodell
beschreibt die Vorgehensweise beim Entwurf des XML-Netzes, beginnend mit dem
Petri-Netz eines elementares Typs bis hin zum fertigen XML-Netz. Für XML-Netze
sollen auch Methoden entwickelt werden, wie XML-Netze in andere
Ablaufbeschreibungssprachen, beispielsweise Ereignisgesteuerte Prozeßketten, übersetzt werden
können. Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn Ablaufschemata, die als XML-Netze
modelliert wurden, Anwendern vermittelt werden sollen, die nicht mit Petri-Netzen,
sondern einer anderen Ablaufbeschreibungssprache vertraut sind.</p>
      <p>Die Entwicklung eines XML-Netz-Editors und -Simulators bildet die Basis für die
prototypmäßige Implementierung eines XML-Netz-basierten
WorkflowManagementsystems. Bei der Implementierung sollen weitgehend bereits am Markt
verfügbare Produkte eingesetzt werden: Für die Verwaltung der XML-Dokumente
wird der Tamino XML Server (http://www.softwareag.com/tamino/), ein natives
XML-Datenbanksystem der Software AG (http://www.softwareag.com/) eingesetzt.
Als Editor für die XML-Schemata wird der XML-Editor der XML Spy Suite
(http://www.xmlspy.de/) der Firma Altanova (http://www.xmlspy.com/company.html)
verwendet. Der Entwurf der Filterschemata soll durch ein Werkzeug unterstützt
werden, das die Ableitung zulässiger Filterschemata aus den jeweiligen
Dokumentenschemata durch Funktionalitäten wie das Ausblenden von Elementtypen, die
(automatische) Zuweisung von Variablen oder den Eintrag von Konstanten durch den
Modellierer ermöglicht. Das Werkzeug zum Entwurf der Ablaufschemata, der
XMLNetz-Simulator und die Workflow-Engine zur Ablaufsteuerung sollen auf der
INCOME Suite (http://www.promatis.de/produkte/income_suite/index.htm) der Firma
PROMATIS (http://www.promatis.de/) aufgesetzt werden.</p>
      <p>Literatur
[AQH97]
[BCF99]
[BMN02]
[BRJ99]
[CDF01]
[Che76]
[CSF00]
[DeO96]
[DFF99]
[EHP02]</p>
    </sec>
  </body>
  <back>
    <ref-list>
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