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        <article-title>Effizientere Software-Entwicklung durch Industrialisierung der Prozesse</article-title>
      </title-group>
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          <string-name>Oliver F. Nandico</string-name>
          <email>oliver.f.nandico@capgemini.com</email>
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      <pub-date>
        <year>2011</year>
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    <sec id="sec-1">
      <title>Zusammenfassung</title>
      <p>Es gibt heu te keine Branche, kein Unternehm en
u nd keine Geschäftsp rozesse, bei d enen nicht „ein
Stü ck Softw are― involviert ist. Wir können u ns eine
ganze Reihe alter u nd vor allem neu er
Geschäftsm od elle ohne IT-Unterstü tzu ng gar nicht m ehr
vorstellen.</p>
      <p>Trotz, od er gerad e au fgru nd d ieser
Alltäglichkeit befind et sich d ie Entw icklu ng von Softw are in
einem gru nd sätzlichen Wand el als Reaktion au f
w id ersp rü chliche Anford eru ngen . Verfallend e
Marktp reise u nd steigen d er Prod u ktivitätsd ru ck
verlangen d ie Ind u strialisieru ng d er Entw
icklu ngsp rozesse. Das bed eu tet Wied erholbarkeit,
Stand ard isieru ng u nd Au tom atisieru ng.
Gleichzeitig ford ern d ie Anw end er von Softw are d ie
schnelle, innovative u nd ganz sp ezifische Reaktion d es
Softw areentw icklers au f ihre besond ere Au
fgabenstellu ng u nd ihr Geschäftsm od ell. So erzielen sie
ihrerseits einen Vorsp ru ng im Wettbew erb vor d er
Konku rrenz.</p>
      <p>Softw areentw icklu ng m u ss also heu te Stand
ard isieru ng u nd Au tom atisieru ng geeignet m it
Flexibilität, Reaktionsfähigkeit u nd N u tzernähe kom
binieren.</p>
      <p>Diese Veränd eru ng in d er Softw areentw icklu ng
w irkt sich konsequ enterw eise au f d ie Tätigkeit u nd
d as Beru fsbild d es Softw are-Ingenieu rs au s. Zu
d iesem Wand el form u liert d ieser Artikel sieben
Thesen.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>These 1: Standardisierter Prozess</title>
      <p>These 1: Software-Entwicklung findet heute in einem
wiederholbaren, standardisierten und arbeitsteiligen
Prozess statt.</p>
      <p>Mit „The greatest im p rovem ents in the p rod u ctive
p ow ers of labou r, and the greater p art of the skill,
d exterity, and ju d gm ent, w ith w hich it is anyw here
d irected , or ap p lied , seem to have been the effects
of the d ivision of labou r.― beginnt schon Ad am
Sm ith sein Werk „Wealth of N ations―.</p>
      <p>Vorau ssetzu ng fü r eine p rod u ktivitätssteiger
nd e Arbeitsteilu ng ist ein klar d efinierter Prozess, in
d em d ie Au fgaben u nd d ie Tätigkeiten fü r jed e
Rolle, u nd Vor- u nd N achbed ingu ngen festgelegt
sind . Unter d em heu te herrsch end en Prod u
ktivitätsd ru ck in d er Softw areentw icklu ng ist d am it d ie
arbeitsteilige Erstellu ng von Softw are in einem
stand ard isierten Vorgehen Pflicht fü r jed e
ITAbteilu ng u nd erst recht fü r jed en IT-Dienstleister.</p>
      <p>Die ind u strialisierte Arbeitsw eise hat d en
genialen Einzelp rogram m ierer od er d as hervorragend e
Forschu ngsteam als Schöp fer neu er Program m
ierverfahren u nd Algorithm en in d er täglichen Arbeit,
im „Brot- u nd Bu tter―-Geschäft d er Infor m atik
abgelöst.</p>
      <p>In d er Konsequ enz ersetzt d er Sp ezialist fü r
bestim m te Tätigkeiten im Entw icklu ngsp rozess od er
fü r bestim m te inhaltliche Fragestellu ngen d en
Generalisten. Diesen Verlu st ganzheitlicher H an d
w erksku nst kann m an bed au ern, aber er ist ein
Zeichen fü r d ie gew achsene Reife u nserer Branche.
N icht zu letzt m acht ein stand ard isierter u nd
arbeitsteiliger Prozess d ie Softw areentw icklu ng p lan
u nd kalku lierbarer, d am it letztend lich erst
erfolgreich.</p>
      <p>H and w erklicher Vorgehensw eise sind zu d em
natü rliche Grenzen im H inblick au f Kom p lexität
u nd Größe eines Vorhabens gesetzt. Gerad e d ie fast
vollständ ige Du rchd ringu ng aller Fu
nktionsbereiche von Unternehm en m it Softw are m acht d ie
Erstellu ng von neu en Program m en heu te so schw
ierig u nd u m fangreich, d ass eine arbeitsteilige
Vorgehensw eise geboten ist.</p>
      <p>Der arbeitsteilige u nd stand ard isierte Entw
icklu ngsp rozess bringt einen w eiteren Vorteil: Er ist
m ess- u nd qu antifizierbar. Erst w enn etw as w ir
klich m essbar ist, kann m an es op tim ieren, klar p
lanen u nd scharf kalku lieren. Dies w ied eru m ist u
nter d en verfallend en Marktp reisen fü r jed es
Entw icklu ngshau s ü berlebensnotw end ig.</p>
      <p>Welcher Prozess ist aber d er Richtige? Der
Rational Unified Process ist sicher w eit verbreitet u nd
ein gew isser Stand ard , nicht zu letzt bei Cap gem ini.
Im d eu tschen öffentlichen Dienst ist d as V-Mod ell
XT als Stand ard vorgegeben. COBIT u nd ITIL sind
gu te Referenzm od elle fü r d ie Softw areentw icklu ng.
N atü rlich p raktizieren eine Reihe von Entw
icklu ngsteam s, bei u ns u nd and ersw o, u nd ganze
Firm en agile Vorgehensw eisen. Wichtig ist: Der
d efinierte Prozess m u ss d er Kom p lexität u nd Au
fgabe angem essen, u nd d am it entsp rechend
konfigu rierbar sein. Eine Cu stom er -Relationship
Managem ent-Lösu ng fü r ein globales
Unternehm en ist and ers zu en tw ickeln als ein e And roid
Sales-Ap p .</p>
      <p>Alle starren, d efinierten Prozesse sind entsp r
echend zu verw erfen, and ere Anford eru ngen b
etrachten w ir in d er Disku ssion d er w eiteren Thesen.</p>
      <p>Was verlangt nu n d ie Einfü hru ng stand ard
isierter Prozesse von einem angehend en Softw
areingenieu r? Zu m einen m u ss er d ie Disku ssion u m
d en Softw areentw icklu n gsp rozess kennen, u nd
gestalten können. Softw ared ienstleister w ie etw a
u nser H au s erw arten von ihren angehend en
Beschäftigten Wissen u m Aktivitäten u nd Zu sam
m enhänge in d er Softw areentw icklu ng. Der
Softw areingenieu r m u ss nach seiner Au sbild u ng w
issen, w as d ie Branche u nter bestim m ten
Arbeitsergebnissen versteht, w elche Anford eru ngen an d iese
sein Team u nd d er Ku nd e stellt u nd ü ber w elche
Aktivitäten, Method en u nd Techniken sie zu stand e
kom m en. Ku rzu m d er angehend e Softw
areingenieu r brau cht eine Au sbild u ng in d en „ind u str iellen
Fertigu ngsp rozessen― d er Softw areentw icklu ng.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>These 2: Verringerte Wertschöpfung</title>
      <p>These 2: Die W ertschöpfungstiefe in der Entwicklung
verringert sich
―There’s only really one m etric to m e for fu tu re
softw are d evelop m ent, w hich is — d o you w rite
less cod e to get the sam e thing d one?‖ sagte Bill
Gates 2005 im H inblick au f d ie Veränd eru ngen in
d er Softw are-Entw icklu ng.</p>
      <p>Weniger Cod e bed eu tet eine Verringeru ng
Wertschöp fu ngstiefe in d er eigentlichen Entw
icklu ng. Diese Tend enz besteht seit Jahrzehnten u nd
hat sich im m er w eiter verstärkt. Das fü hrte zu r
N u tzu ng von au sgefeilteren technischen Prod u kten
w ie Tran saktionssteu eru ngen, Datenbankm
anagem entsystem en u nd Bibliotheken fü r fast jed en A
nw end u ngszw eck. Schließlich zu im m er „höheren―
Program m iersp rachen.</p>
      <p>Diese Frage d er Wertschöp fu ng d isku tieren d ie
Anw end er im m er w ied er u nter d er d ichotom ischen
Sichtw eise von „Stand ard -Softw are―, also (H alb-)
Fertigsoftw are, u nd Ind ivid u alsoftw are, „m ake or
bu y―. Die eine Seite fü hrt im m er Preis, Erstellu
ngsu nd Wartu ngsau fw and , d ie and ere Seite d ie op t
im ale Unterstü tzu ng d er sp ezifischen Geschäftsp r
ozesse u nd d en d ifferenzierend en Charakter als
w esentliche Entscheid u ngskriterien an.</p>
      <p>Dieser hebt sich aber zu nehm en d au f: Längst
sind Softw arep akete kom p lexe, konfigu rierbare
u nd d am it an d ie jew eiligen sp ezifischen Anford
eru ngen anp assbare System e, d enen im Übrigen d er
Kostenvorteil zu nehm end abhand enkom m t. Ind
ivid u alentw icklu ng setzt d agegen im m er stärker
u nd nicht nu r als Lip p enbekenntnis au f Wied
erverw end u ng von bestehend en (Teil-) Lösu ngen,
au f d om änensp ezifische Sp rachen u nd Progra m
m ieru ng.</p>
      <p>Längst gibt es d arü ber hinau sw eisend d ie A
ngebote „au s d er Wolke―. Salesforce.com ü berzeu gt
seine Ku nd en seit m ehr als 10 Jahren, d ass sie
ü berhau p t nichts m ehr m it Softw areentw icklu ng
zu tu n haben m ü ssen. Was bed eu tet d as fü r d ie
interne IT-Abteilu ng?</p>
      <p>Die Softw areentw icklu ng ist d am it in Zu ku nft
in d er ü berw iegend en Breite m ehr d as Zu sam m
enfü gen von großen u nd kleinen Bau steinen zu einer
d em N u tzer op tim al angep assten Lösu ng. Integr
ation von Softw are au s ganz u nterschied lichen Qu
ellen bekom m t so eine viel w ichtigere Rolle als d ie
Program m ieru ng von Fu nktionen. Es gilt d as
Gru nd p rinzip d er Wied erverw end u ng: Schon w
enige Tage Recherche nach einer angebotenen
Lösu ng können Monate an En tw icklu ngsarbeit
ersetzen.</p>
      <p>Das Parad igm a fü r d en Um gang m it d ieser
Entw icklu ng ist d ie serviceorientierte Architektu r:
Der Service, d ie angebotene, in sich abgeschlossene
u nd elem entare fachliche Leistu ng ist d er Bau stein,
u m d en sich d ie Softw areentw icklu ng d reht.
Softw arep akete m ü ssen solche integrierbaren Services
anbieten, d ie Ind ivid u alentw icklu ng erstellt sie u nd
Clou d -Betreiber stellen sie ü ber d as Web zu r
Verfü gu ng. Entw icklu ng w ird d am it m ehr u nd m ehr
zu r Architektu rarbeit, zu r r ichtigen Orchestrieru ng
von Services.</p>
      <p>Der Prozess d er Softw areentw icklu ng m u ss
entsp rechend d ieser Entw icklu ng serviceorientierte
Architektu r u nterstü tzen. Das heißt er m u ss
insbesond ere Integration u nd d ie Schaffu ng einer
Integrationsp lattform angem essen berü cksichtigen. Im
Weiteren u nterscheid et d ann d er Prozess d er
Softw areentw icklu ng nicht m ehr zw ischen ind ivid u a
lentw ickelten od er fertig bereitgestellten Services.</p>
      <p>Bed eu tet es nu n, d ass w ir fü r d ie Au sbild u ng in
d er Softw areentw icklu ng d ie intensive Beschä
ftigu ng m it d en Prod u kten eines H ersteller s erw
arten? Sicherlich nich t, d enn alles Sp ezialw issen ist
am End e d er Au sbild u ng m it hoher
Wahrscheinlichkeit schon w ied er völlig veraltet. Wichtig sind
d agegen Fertigkeiten zu m Um gang m it Softw
arep aketen, zu r Integration von Softw arep aketen au s
verschied enen Qu ellen m it ind ivid u ell entw ickelter
Softw are. Klar form u liert: N icht d er
XY</p>
      <sec id="sec-3-1">
        <title>Seite 4 von 44</title>
        <p>Mod u lexp erte m u ss Ziel d er Au sbild u ng sein,
sond ern d er Architekt von Anw end u ngsland schaften.
Dabei gilt natü rlich: Dieser Architekt kennt d ie am
Markt angebotenen Prod u kte, ihre Stärken u nd
Schw ächen.</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>These 3: Wachsende Automatisierung</title>
      <p>These 3: Der A utomatisierungsgrad in der
Softwareentwicklung muss steigen
„Der Einsatz von geeigneten Werkzeu gen ist ein er
d er entscheid end en Faktoren, u m eine system at
ische Unterstü tzu ng u m zu setzen, w ie sie von
Vorgehensm od ellen beschrieben w ird . Werkzeu ge
w erd en in verschied enster Form in allen w
esentlichen Phasen d er Entw icklu ng u nd d arü ber hinau s
eingesetzt.― So beschreibt d er „Leitfad en u nd d ie
Orientieru ngshilfe― d er BITKOM zu m Them a
„Ind u strielle Softw areentw icklu ng― d en Asp ekt Au
tom atisieru ng.</p>
      <p>In d er Fertigu ngsind u strie ist eine Vorgabe fü r
d ie Prod u ktivitätssteigeru ng u nd entsp rechend e
Rationalisieru ng von 10-15% im Jahr völlig norm al
u nd allgem ein ü blich. Will d ie Softw arebran che
d iesem Beisp iel folgen , ist vor allem eine Au tom
atisieru ng in d er Entw icklu ng notw end ig, neben d er
Stand ard isieru ng d es Prozesses u nd d er Verring
eru ng d er Wertschöp fu ngstiefe.</p>
      <p>Au tom atisieru ng in d er Softw areerstellu ng
bed eu tet d ie m öglichst form ale, konsistente u nd
vollständ ige Beschreibu ng d er Au fgabenstellu ng au f
m öglichst hohem sem antischem N iveau , u m alles
w eitere d arau s au tom atisch zu generieren.</p>
      <p>Dahinter steht d ie schon im m er verfolgte
Absicht, d ie tatsächliche Program m ierarbeit in ihrer
Kom p lexität u nd Fehleranfälligkeit zu verm eid en.
Diese Absicht leitete schon d ie Entw icklu ng d er
ersten Com p iler.</p>
      <p>H eu te bed eu tet Au tom atisieru ng vor allem
Einsatz von m od ellgetriebenen Techniken. Gru n d
lage ist eine von d er technischen Im p lem entieru ng
u nabhängige, im Regelfall grafische Sp ezifikation
d er Softw are-Lösu ng. Entsp rechend e Werkzeu ge
transform ieren d iese in m ehreren Schritten zu r
ablau ffähigen Im p lem entieru ng.</p>
      <p>Teil d er Au tom atisieru ng ist d ie A u tom
atisieru ng fü r d en Test von Softw are.
Regressionsfähigkeit von Test u nd angem essener Abd ecku ngsgrad
lassen sich ü berhau p t nu r ü ber au tom atisierte Tests
erreichen. H ier ist d er allgem ein anzu treffen d e
Reifegrad bei d en Anw end eru nternehm en eher
nied rig.</p>
      <p>Mod ellgetriebene Softw areentw icklu ng u nd
Testau tom atisieru ng sind heu te in vielen Bereichen
d er Softw areentw icklu ng Stand ard , d ie Wer
kzeu gw elt fast u nü berschau bar. Dennoch zeigen
sich noch Schw achstellen : Du rchsatzop tim ieru ng
verlangt Anp assu ngen an d ie konkrete H ard w
arePlattform . Darau s resu ltierend e m anu elle Eingriffe
in d en au tom atisch erzeu gten Cod e zu erhalten,
bed eu tet im m er noch eine H erau sford eru ng fü r d ie
Werkzeu ge.</p>
      <p>Mod ellgetriebene Entw icklu ng ist heu te d am it
ganz selbstverständ lich Teil d es Softw areentw
icklu ngsp rozesses, Cod egenerieru ng ist Stand d er
Technik. Diese Entw icklu ng w ird u nd m u ss sich
fortsetzen, im Sinn einer w eiteren Ind u
strialisieru ng. Das schränkt d ie m anu ellen Cod ieru ngsa
rbeiten ein, u nd veränd ert so sicher d en Beru f d es
Softw are-Ingenieu rs w eiter.</p>
      <p>In d er Konsequ enz m u ss d ie Au sbild u ng fü r
Softw arenentw icklu ng d en Um gang u nd Einsatz
m it Werkzeu gen zu r Au tom atisieru ng in jed er
Beziehu ng lehren. Mod ellgetriebene Softw areen
tw icklu ng ist in u nserer Branche ebenso w ichtig,
w ie d er Um gang m it Fertigu ngsrobotern u nd CN
CMaschinen im Maschinenbau .</p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>These 4: Geografische Verteilung</title>
      <p>These 4: Software-Entwicklung erfolgt geografisch
verteilt
„It’s the com bination of flexibility, the right
com p etencies, the blend of onshore and offshore
resou rces and cost savings that m ake Rightshore®
su ch an attractive p rop osition.‖ Stefan Fransson,
CIO, Mölnlycke H ealth Care</p>
      <p>Es ist kein Geheim nis, d ass d ie Verlageru ng
von Softw areentw icklu ngsarbeiten in Regionen m it
geringeren Lohnkosten internen IT-Abteilu ngen
erhebliche Kostenvorteile bringen u nd
ITDienstleistern nied rigere Preise erm öglichen. Dies
ist, trotz d er zu nehm end en Au tom atisieru ng, d em
sehr hohen Lohnkosten anteil von 70% (Schw
eizerische Technische Zeitschrift) in d er Softw
areentw icklu ng geschu ld et.</p>
      <p>Dazu fallen fü r Softw are keine im eigentlichen
Sinn Logistikkosten an. N atü rlich m u ss in d en en
tsp rechend en Länd ern d ie Infrastru ktu ranbind u ng
gew ährleistet sein, also Internetverbind u ng
existieren. H ier leistet etw a in Ind ien d er Staat hohe
Vorleistu ngen. Das gilt analog fü r d ie Au sbild u ng d er
Entw icklerinnen u nd Entw ickler.</p>
      <p>Viele Ku nd en haben d ie Erfahru ng gem acht,
d ass eine einfache Verlageru ng d er Arbeiten in
Stand orte m it nied rigeren Löhnen nicht zu d en
gew ü nschten Ergebnissen fü hrt. Das fachliche
Verständ nis w ar häu fig nicht gegeben, Kom m u nikat
ionsp roblem e haben d ie d ie Fertigstellu ng d er
Softw are verzögert u nd d en Au fw and d afü r erhöht.</p>
      <p>Geografische Verteilu ng d er Softw areentw
icklu ng verlangt einen sehr angep assten Entw
icklu ngsp rozess, in d em Au fgaben u nd d ie Interaktion
zw ischen d en Prozessbeteiligten in ihren Rollen
sehr sorgfältig d efiniert sein m ü ssen.</p>
      <sec id="sec-5-1">
        <title>Seite 5 von 44</title>
        <p>Die Arbeit in einem räu m lich, d .h. geografisch
verteilten Team verlangt einen w ohld efinierten u nd
arbeitsteiligen Prozess in d er Entw icklu ng, d er
allen Beteiligten hinreichend klar ist.</p>
        <p>Von d en Beteiligten in d er Softw
areEntw icklu ng erford ert er zu sätzliche soziale Kom
p etenzen, vor allem interku ltu relle Fähigkeiten, d ie
ü ber reine Sp rachkenntnisse hinau sgehen.</p>
        <p>Genau d ieser Asp ekt ist in d er Au sbild u ng zu
verstärken. Das sind d ann Sp rachku rse, d as sind
m ehr Au sland sp raktika. Interku ltu relle Fähigkeiten
kann m an nicht au s d em Bu ch lernen, m an m u ss
sie erleben. Die Erw artu ngen au s d em Bologna
Prozess harren allerd ings leid er noch ihrer Erfü
llu ng.</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-6">
      <title>These 5: Mehr Kundennähe</title>
      <p>These 5: Die N ähe zum Kunden und die V ertrautheit
mit seiner A ufgabenstellung müssen sich erhöhen
„We are u ncovering better w ays of d evelop ing
softw are by d oing it and help ing others d o it.
Throu gh this w ork w e have com e to v alu e:
Ind ivid u als and interactions over p rocesses and
tools, Working softw are over com p rehensive
d ocu m entation, Cu stom er collaboration over
contract negotiation, Resp ond ing to change over
follow ing a p lan.― steht im „Agilen Manifest― von
2001.</p>
      <p>Während d ie bisherigen Thesen alle au f einen
w ohld efinierten, d etaillierten, eben ind u strialisie
rten Softw areentw icklu ngsp rozess w eisen , zeigt d ie
Disku ssion u nd d er Erfolg agilen Vorgehens, d ass
Ku nd ennähe u nd d ie schnelle Reaktion au f
veränd erte Anford eru ngen u nverzichtbar fü r d en Erfolg
eines Softw arep rojektes sind .</p>
      <p>Vorgehensm od elle, d ie ein Vorhaben nötigen
an einer einm al getroffenen fachlichen
Entscheid u ng od er an d em am Beginn festgelegten fu
nktionalen Um fang festzu halten, sind zu m Scheitern
veru rteilt. Au s d iesem Gru nd hat niem and
Wasserfallm od elle, bei ehrlicher Betrachtu ng d es
tatsächlichen Vorgehens, w irklich p raktiziert. Lange Sp
ezifikationsp hasen u nd bei Fertigstellu ng veraltete
Softw are w aren u nd sind verbreitete Abbru ch
sgrü nd e.</p>
      <p>Der Kern fü r d en Erfolg von agilen Method en
ist d ie frü he u nd konsequ ente Einbeziehu n g d es
Ku nd en u nd Anw end ers. Dazu kom m t d ie
Konzentration au f lau ffähige Softw are, u m ihm d ie
Beu rteilu ng u nd Steu eru ng d es Projektes zu erm
öglichen.</p>
      <p>Gru nd sätzlich bed eu tet Agilität nicht w ie
bisher d ie Abw ehr aller „störend en― Änd eru
ngsanford eru ngen, sond ern d ie bew u sste Au snu tzu ng
d er Flexibilität d er Softw areentw icklu ng, u m d en
N u tzen fü r d en Ku nd en zu m axim ieren. Im
schlechtesten Fall erhält d er Ku nd e am Schlu ss ein
System m it d er H älfte d es gew ü n schten Fu
nktionsu m fangs, d as aber d ennoch lau ffähig ist. Das ist
besser als eine vollständ ige Sp ezifikation, m it d er er
ü berhau p t nichts anfangen kann.</p>
      <p>Es gibt jed och Gefahren beim agilen Vorgehen.
Das Entw icklu ngsteam kann Details ü bersehen.
Lokale u nd ku rzfristige Op tim ieru ngen können
u m fassend e u nd nachhaltig tragfähige Gesam
tlösu ngen verhind ern. Entscheid u ngsschw ache od er
fachlich inkom p etente Ku nd enansp rechp artner
verhind ern d en Erfolg.</p>
      <p>Mit agilem Vorgehen sind au ch Missverstän d
nisse verbu nd en. Agilität heißt nicht u ngeord netes,
au f bloßer d irekter Kom m u nikation basierend es
Vorgehen u nd Verzicht au f jegliche Doku m entat
ion. Vielm ehr verlangen agile Prozesse, w ie zu m
Beisp iel SCRUM, w eitau s m ehr Wissen u nd
Erfahru ng m it d em Prozess u nd m ehr Diszip lin von
allen Beteiligten.</p>
      <p>Eine Kontroverse besteht, inw iew eit agile
Vorgehensw eisen bezü glich Projektgröße u nd Projek
tkom p lexität skalieren. Erfahru ngen au s u nserem
H au s d eu ten in d ie Richtu ng, d ass w ir im Einsatz
von agilen Techniken sehr genau nach Projekttyp
u nterscheid en m ü ssen. Das heißt, d ass agile
Techniken d ort am besten w irken, w o in einem eher
kleinen Team in ku rzer Zeit hoch innovative
Lösu ngen entstehen sollen. Dessen u ngeachtet
können agile Vorgehensw eise d ie Effektivität u nd
Effizienz bei großen u nd u m fangreichen Lösu ngen
erhöhen. H ier befind en w ir u ns noch in einer Phase
d er Disku ssion u nd Forschu ng.</p>
      <p>Eine and ere Frage stellt sich: Interessiert es d en
Ku nd en ü berhau p t, nach w elchem Prozess ein
Dienstleister fü r ihn d ie Softw are entw ickelt? Die
Erfahru ng bestätigt d as. Wenn, w ie in u nserer
Branche ein Übergangsstad iu m zu r Ind u
strialisieru ng gegeben ist, u nd gleichzeitig d er Anteil von
gescheiterten Entw icklu ngsp rojekten nach w ie vor
sehr hoch ist, d ann ist d as Vorgehen u nd d am it d er
Prozess ein w esentliches Argu m ent in d er Au
ftragsvergabe. Zu sich eru ngen in Bezu g au f
zeitverkü rzter Abw icklu ng u nd d ie Anford eru ng nach
intensiver Mitw irku ng d es Ku nd en im agilen
Prozess verlangen d ie Darstellu ng von Pr ozess u nd
Vorgehen. Folgerichtig gibt es ein sehr vitales
Interesse d es Ku nd en in Bezu g au f d ie Um setzu ng
entsp rechend d em zu gesicherten Verfahren.</p>
      <p>Fü r d ie Au sbild u ng gilt hier eine einfache A
nford eru ng: Kenntnisse u nd Erfahru ng in agilen
Techniken. Erfahru ng heißt hier, ein Projekt, also
etw a ein Praktiku m nach einem solchen Vorgehen
im Team p raktiziert zu haben. Das stellt natü rlich
entsp rechend e Anford eru ngen an d ie Au sbild er.</p>
      <sec id="sec-6-1">
        <title>Seite 6 von 44</title>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-7">
      <title>These 6: Schneller!</title>
      <p>These 6: Umsetzungsgeschwindigkeit ist essentiell
„Während ein Projektleiter vor einiger Zeit noch
stolz sein konnte, w enn er nach einem Jahr ein fe
rtiges System abliefern konnte, m u ss er heu te d iese
Au fgabe in längstens einem halben Jahr erled igen
können― (CIO eines Ku nd enu nternehm ens, 2007).</p>
      <p>Aller Prod u ktion, u nd d as schließt Softw ar
eentw icklu ng ein, ist gem einsam , d ass d ie Anw e
nd er eine Verringeru ng d er Prozessd u rchlau fzeiten
ford ern. Eine w irtschaftliche Chance hat typ
ischerw eise ein begrenztes Zeitfenster, ein
Wettbew erbsvorsp ru ng besteht nu r in einem engen
zeitlichen Rahm en. Wenn Softw are d afü r notw end ig ist,
u nd d as ist fast im m er d er Fall, d ann m u ss sie jetzt
zu r Verfü gu ng stehen.</p>
      <p>Stand ard isieru ng, Au tom atisieru ng, selbst d ie Qu
alität d er Softw are steht au s Sicht d er Anw end er
hinter d er Au snu tzu ng d es Chancenfensters z u
rü ck.</p>
      <p>Diese gru nd sätzliche Anford eru ng hat es schon
im m er gegeben. Darau f hat d as Softw arep rojekt
m it Stu fenkonzep ten u nd System d u rchstichen re
agiert. Die Erw artu ngshaltu ng d er Anw end er hat
sich ü ber d ie Zeit verstärkt: Wo d iese Anw end er
d ie Entw icklu ngszeiten fü r neu e Au tom od elle od er
au ch neu e Flu gzeu gtyp en red u zieren m ü ssen, gibt
es kein Verständ nis, w enn d ie Softw are, d ie d am it
einhergeht, nicht d iese Zeitvorgabe schafft.</p>
      <p>Unter d em gegebenen zeitlichen Dru ck sind d ie
Ku nd en häu fig bereit, Ansp rü che an d ie Qu alität
d er Softw are zu rü ckzu stellen. Das fü hrt langfristig
zu schlechten Lösu ngen, d ie w ed er anp assbar noch
betreibbar sind . H ier ist es d ie Au fgabe d er
Softw areentw icklu ng, ü ber d ie Gestaltu ng d es
Prozesses eine Mind estqu alität von vornherein zu sichern.
Dafü r gibt es entsp rechend e Techniken, d ie
ebenfalls ihre Wu rzeln in d er Disku ssion u m agile
Techniken haben. Beisp ielhaft seien hier nightly
Bu ild s, frü he Unit Tests u nd Prototyp en genannt.</p>
      <p>Trotz d er Au srichtu ng au f d en w ohld efinierten
Prozess sind Um fang, sow ie Art u nd Weise d er
Doku m entation einer kritischen Betrachtu ng zu
u nterziehen. Doku m ente, d ie keine Wirku ng haben
u nd keine Entscheid u ng beeinflu ssen, benötigt
au ch niem and . Fü r jed es im Prozess zu lieferend e
Zw ischenergebnis m u ss am Beginn eines Entw
icklu ngsp rojektes d ie Projektleitu ng Sinn u nd Zw eck
bestim m en können. Ergebnisd oku m ente, d eren
einziger Zw eck d ie Erfü llu ng einer Anford eru ng
au s d er Prozessd efinition ist, halten d ie Entw
icklu ng nu r u nnötig au f.</p>
      <p>Zu sätzlich zu d en Anford eru ngen an d ie Au
sbild u ng au s d er Disku ssion d er and eren Thesen
ergibt sich hier nu r noch einm al hervorzu heben: In
d er Au sbild u ng ist nicht nu r Lösu ngs- sond ern
zu kü nftig u nd vor allem Prozesskom p etenz
geford ert.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-8">
      <title>These 7: Angemessen!</title>
      <p>7: A ngepasste Prozesse sind der Schlüssel zum Erfolg
„The d anger of stand ard p rocess is that p eop le w ill
m iss chances to take im p ortant shortcu ts." Dieses
Zitat von Tom DeMarco zeigt schon richtig eine d er
w esentlichen Gefahren eines w ohld efinierten
Entw icklu ngsp rozesses au f: Er ist nicht an d ie
eigentliche Au fgabe angep asst.</p>
      <p>Viele Vorgehensm od elle in d er Vergangenheit,
w ie etw a d as V-Mod ell, u nd verschied ene Au sp
rägu ngen von Vorgehensm od ellen bei verschied enen
Firm en haben oft eine Gem einsam keit: Sie sind
relativ starr, ihre Doku m entation ist kom p lex u nd
u m fangreich u nd kein betroffener Softw
areentw ickler hat sie angew end et od er au ch nu r versta
nd en.</p>
      <p>Das hängt d am it zu sam m en, d ass Theoretiker
in verschied enen Definitionen d er Prozesse
versu cht haben, au f d er abstrakten Ebene jed es En
tw icklu ngsp roblem zu lösen od er zu m ind est d en
Lösu ngsw eg ü ber Aktivitäten u nd Ergebnisd ok u
m ente vorzu geben. Das hilft d en Entw icklern nicht
u nd m acht d ie Beschreibu ngen nu r u nverständ lich.</p>
      <p>Die Id ee, fü r d ie ganz u nterschied lichen Au
fgabenstellu ngen in ganz u nterschied lichen
Softw arep rojekten d en gleichen Prozess au fzu setzen,
ist zu m Scheitern veru rteilt. Das Softw arep rojekt,
d as in einem engen vorgegebenen Zeitrahm en ein
Preisvergleichsp ortal erstellt, hat m it einem Projekt
fü r d ie Entw icklu ng d er Steu eru ngssoftw are fü r
einen Laborau tom aten nu r w enige Gem einsam
keiten.</p>
      <p>Das Angebot, einen w ohld efinierten Stand ard
p rozess zu konfigu rieren , hilft d ann nu r bed ingt
w eiter, w enn d er Au sgan gsp u nkt zu kom p lex u nd
abstrakt ist.</p>
      <p>Es gibt, w ie d ie Disku ssion d er Thesen gezeigt
hat, verschied ene Asp ekte, d ie au f u nterschied liche
Entw icklu ngsp rozesse hind eu ten. In u nserem H au
se sehen w ir sechs Dim ensionen, d ie fü r d en ang
em essenen Entw icklu ngsp rozess relevant sind :
 Priorisieru ng zw ischen Fu nktionsu m fang u nd</p>
      <p>Zeit
 Änd eru ngsd ynam ik bei d en Anford eru ngen
 Ku nd enku ltu r
 Einbind u ng d es fachlichen Au ftraggebers
 Grad d er Abhängigkeiten zw ischen einzelnen</p>
      <p>Teilkom p onenten u nd –fu nktionen
 Projektgröße
Au s d iesen Dim ensionen ergeben sich d ie Asp ekte
fü r d en jew eils angem essenen Entw icklu ngsp r
ozess. Im Einzelnen heißt d as insbesond ere, d ass d er
Grad an agiler Vorgehensw eise u nd d er Einsatz
von bestim m ten agilen Techniken, d er Einsatz von</p>
      <sec id="sec-8-1">
        <title>Seite 7 von 44</title>
        <p>Offshore-Entw icklu ngskap azitäten u nd d ie
Einbind u ng von Softw arep aketen bzw . Clou d -Angeboten
d arau s abzu leiten ist.</p>
        <p>Darau s ergeben sich u nterschied liche Typ en
von Projekten u nd Entw icklu ngsp rozessen. Eine
nicht abschließend e Liste ist:
 Entw icklu ng relativ kleiner, technisch w ie
fachlich hoch-innovativer System e, d ie in einem
engen Zeitrahm en p rod u ktiv w erd en m ü ssen.
 Entw icklu ng fu nktional u m fangreicher,
fachlich u nd architektonisch kom p lexer System e,
d ie d ie d ifferenzierend en Kernleistu ngen eines
Unternehm ens u nterstü tzen.
 Integration von verschied enen schon
existierend en od er neu zu entw ickelnd en Services m it
d en Angeboten au s Softw arep aketen u nd
Clou d -Angeboten.</p>
        <p>Fü r so zu id entifizierend e Projekttyp en gilt es nu n
fü r d as Managem ent d er Softw areentw icklu ng ,
einfache u nd verständ liche Prozessd efinitionen zu
erstellen. Au f d em Weg zu m ind u strialisierten Pr
ozess ist nach d er Definition d ann d er zw eite Schritt
d ie H erstellu ng d er Au tom atisieru ng u nd
Unterstü tzu ng d er Entw ickler in d er Au sw ahl d es ang
em essenen Prozesses, sow ie d er Konfigu ration u nd
Um setzu ng d ieses so au sgew ählten Prozesses.</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-9">
      <title>Die Konsequenzen für Software</title>
    </sec>
    <sec id="sec-10">
      <title>Entwickler</title>
      <p>Was bed eu tet nu n d ie Ind u strialisieru ng in d er
Softw areentw icklu ng fü r d as Beru fsbild d es
Softw are-Ingenieu rs?</p>
      <p>Zu nächst einm al heißt es, d ass d ie Reflektion
d es Entw icklu ngsp rozesses zu m selbstverständ
lichen Kanon in d er Au sbild u ng gehört. Die Gru n d
lage d ieser Reflektion sind vertiefte Kenntnisse zu
d en Stand ard vorgehensm od ellen. H ierzu gehört
sicherlich d er Rational Unified Process u nd d as
VMod ell XT. Dazu kom m en d ie heu te ganz sta
nd ard m äßig vorau sgesetzten Referenzp rozessm
od elle ITIL u nd COBIT. Ein e Wu nschvorstellu ng ist
es, w enn Absolventen au s d er H ochschu lau
sbild u ng hier schon entsp rechend e Zertifizieru ngen
m itbringen.</p>
      <p>Genau so, w ie statt einer bestim m ten Progra m
m iersp rache d ie d ahinter stehend en Konzep te w ie
Objekt- u nd Asp ektorientieru ng gefragt sind , ist es
fü r Vorgehensm od elle entscheid end , ihren Zw eck
u nd beabsichtigten Einsatzrahm en zu kennen u nd
zu w issen, w o u nd w ie sie anzu p assen sind .</p>
      <p>Die Softw areentw icklu ng hat einen hohen
Bed arf an Prozessingenieu ren u nd –ingenieu rinnen.
Diese brau chen w ir fü r d ie Au fnahm e, Mod
ellieru ng u nd Op tim ieru ng von fachlichen Prozessen in
d en verschied enen Branchen, nicht zu letzt fü r d ie
eigene, d ie Softw areentw icklu ng.</p>
      <p>H eu te fü hren w ir fü r u nsere Beschäftigten
interne Schu lu ngen zu d iesem Them a d u rch . Dazu
leistet eine eigene Gru p p e „Prod u ktionssteu eru ng―
d ie notw end ige Unterstü tzu ng d er Projekte. Diese
Unterstü tzu ng ist notw end ig, w eil w ir in u nserem
H au se feste Vorgaben fü r d ie Abw icklu ng u nd
Du rchfü hru ng von Softw areentw icklu ngsp rojekten
m achen. Die Weiterentw icklu ng von Method en
u nd Vorgehensm od ellen ist schließlich in d er
Kom p etenz u nserer Entw icklu ngsabteilu ng.
Insgesam t betreiben w ir einen hohen Au fw and in d er
Um setzu ng von d efinierten u nd stand ard isierten
Prozessen. Wie schon beschrieben, sind fü r u ns d ie
ständ ige Verbesseru ng d er Prod u ktivität, u nd d ie
schnelle Reaktion au f neu ere Entw icklu ngen , d ie
d arau f beru hen, essentiell.</p>
      <p>Gerad e im Rahm en einer w eiteren Ind u
strialisieru ng bleiben fü r Softw areingenieu r e d ie sozialen
Kom p etenzen w ichtig. An vord erster Stelle stehen
d abei Team fähigkeit u nd Kom m u nikationsfreu d e.
Trotz aller Stand ard isieru ng u nd Au tom atisieru ng
bleibt Softw areentw icklu ng ein kreativer Prozess,
bei d em ein hochqu alifiziertes Team in d er Zu
sam m enarbeit op tim ale Lösu ngen su cht u nd find et.
Zu nehm end w ichtiger ist d abei d ie globale Au
srichtu ng, d ie interku ltu relle Kom p etenz ü ber bloße
Sp rachkenntnisse hinau s verlangt.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-11">
      <title>Literatur</title>
      <sec id="sec-11-1">
        <title>Agile Manifesto (2001) u nter:</title>
        <p>http :/ / agilem anifesto.org
BITKOM 2010, Ind u strielle Softw areentw icklu ng,
u nter:
http :/ / w w w .bitkom .org/ files/ d ocu m ents/ Ind
u strielle_Softw areentw icklu ng_w eb.p d f</p>
      </sec>
      <sec id="sec-11-2">
        <title>DeMarco, T.; Lister, T. (1999): Peop lew are: Prod u ctive Projects and Team s, Dorset H ou se Pu blishing Com p any, 2nd ed ition, N ew York N .Y. 1999</title>
        <p>Krem er, M. (2010): eee@Qu asar: efficient, effective,
and econom ic softw are d evelop m ent, Vortrag
Cap gem ini Ku nd enforu m Architektu r
Sm ith, A. (2005): An Inqu iry into the N atu re and
Cau ses of the Wealth of N ations, Pennsylvania
State University, H azelton 2005
Ud ell, J. (2005): Interview w ith Bill Gates,
Infow orld 25. Sep tem ber 2005</p>
      </sec>
      <sec id="sec-11-3">
        <title>Softw are m ad e in Ind ia (2008) in: Schw eizerische Technische Zeitschrift – Sw iss Engneering, Au sgabe N ovem ber 2008, S.10-11</title>
      </sec>
    </sec>
  </body>
  <back>
    <ref-list />
  </back>
</article>