<!DOCTYPE article PUBLIC "-//NLM//DTD JATS (Z39.96) Journal Archiving and Interchange DTD v1.0 20120330//EN" "JATS-archivearticle1.dtd">
<article xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink">
  <front>
    <journal-meta />
    <article-meta>
      <title-group>
        <article-title>Planspiel und Briefmethode für die Software Engineering Ausbildung - ein Erfahrungsbericht</article-title>
      </title-group>
      <contrib-group>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Georg Hagel</string-name>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Hochschule Kempten</string-name>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Jürgen Mottok</string-name>
        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Hochschule Regensburg</string-name>
        </contrib>
      </contrib-group>
      <pub-date>
        <year>2011</year>
      </pub-date>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>Zusammenfassung</title>
      <p>Die konstruktivistische Perspektive unterstützt
einen Paradigmenwechsel der akademischen Lehre
hin zu einer Lerner- und Lernprozesszentrierung.
Dabei thematisieren Selbstgesteuertes Lernen und
aktivierende Lehre das studentische Lernen neu.
Das Zusammenspiel von Lehren und Lernen mit
dem Ansatz einer konstruktivistischen Didaktik
wird mit Beispielen erprobter Lernkonzepte der
Software Engineering Ausbildung der
Vortragenden unterlegt: Planspiel und Briefmethode werden
exemplarisch diskutiert.</p>
      <p>Die gezeigten konstruktivistischen Methoden
lassen sich auf Lebenslanges Lernen des Software
Engineering im Berufsumfeld übertragen.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Einführung – Lernarrangements für selbstgesteuertes Lernen</title>
      <p>
        Inzwischen ist eine Wende der didaktischen
Wahrnehmung erkennbar. Während die
curriculumtheoretische Didaktik auf der Überzeugung basierte,
dass Lernprozesse Erwachsener zielgerichtet
planbar und steuerbar sind, zielt der
konstruktivistischdidaktische Ansatz auf die Ausgestaltung von
Lernumgebungen
        <xref ref-type="bibr" rid="ref11">(Siebert, 2009)</xref>
        . In diesen
Lernumgebungen, auch Lernsettings, genannt, sollen
selbstgesteuerte und kreative Lernprozesse
angeregt werden. Dabei ist nicht nur das
Expertenwissen der Referenten eine Ressource, sondern auch
das Vorwissen, die Erfahrungen und die
Fragestellungen aller Beteiligten. Dieser methodisch
didaktische Ansatz gestaltet einem Paradigmenwechsel
„The Shift from Teaching to Learning“ (Welbers,
2005) aus.
      </p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Konstruktivismus</title>
      <p>Der Konstruktivismus ist eine Theorie über den
Erwerb von Wissen, das Lernen und Lehren.
Kernaussage ist, dass jeder Mensch durch die
Kommunikation mit seiner Umgebung eine eigene
persönliche Wirklichkeit erschafft; diese unterscheidet
sich von der Wirklichkeit anderer Menschen.
Lernen wird als die Konstruktion von Bedeutung und
damit als dynamisches Weiterentwickeln der
persönlichen Wirklichkeit gesehen. Lernen im
didaktisch konstruktivistischen Kontext unterscheidet:
1. Konstruktion („Wir sind Erfinder unserer</p>
      <p>Wirklichkeit“),
2. Rekonstruktion („Wir sind die Entdecker
unserer Wirklichkeit“) und
3. Dekonstruktion („Es könnte auch anders sein!
Wir sind die Enttarner unserer</p>
      <p>Wirklichkeit!“).</p>
      <p>
        Die grundsätzliche Ausrichtung ist: „Selbst
erfahren, ausprobieren, untersuchen, experimentieren,
immer in eigene Konstruktion ideeller oder
materieller Art überführen und in den Bedeutungen für
die individuelle Interessen-, Motivations- und
Gefühlslage thematisieren.“
        <xref ref-type="bibr" rid="ref8">(Reich, 2008)</xref>
        In der Perspektive der Rekonstruktion lautet die
Frage: „Wer hat es damals so und wer hat es anders
gesehen? Welche Handlungsmöglichkeiten haben
Beobachter damals festgestellt und welche fallen
uns hierzu ein? Welche unterschiedlichen Experten
kommen zu welcher Aussage und wie stehen wir
dazu?“ In dieser Perspektive wird gefragt, welche
Motive der damalige Beobachter hatte um seine
Festlegungen zu treffen. Faktenwissen steht dabei
nicht im Vordergrund.
      </p>
      <p>Die Dekonstruktion stellt sich die Frage der selbst
vollzogenen Auslassungen, die möglichen anderen
Blickwinkel, die sich im Nachentdecken der
Erfindungen anderer oder in der Selbstgefälligkeit
der eigenen Erfindung so gerne einstellen. In dieser
Perspektive will der Enttarner kritisch gegenüber
den eigenen blinden Flecken sein.</p>
      <p>
        Als idealtypischer Grundsatz für die
konstruktivistische Didaktik gilt somit
        <xref ref-type="bibr" rid="ref8">(Reich, 2008)</xref>
        :
„Jeder Sinn, den ich selbst für mich einsehe, jede
Regel, die ich aus Einsicht selbst aufgestellt habe,
treibt mich mehr an, überzeugt mich stärker und
motiviert mich höher, als von außen gesetzter Sinn,
den ich nicht oder kaum durchschaue und der nur
durch Autorität oder Nicht-Hinterfragen oder
äußerlich bleibende Belohnungssysteme gesetzt ist.“
      </p>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Der konstruktivistische Methodenbaukasten in der Software Engineering Ausbildung</title>
      <p>
        Die Software Engineering Studenten müssen von
Anfang an nicht nur in Erkenntnistheorie, sondern
auch in Problemlösung vertraut werden
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">(Ludewig,
2009)</xref>
        . Dies wird durch den Perspektivwechsel von
der Input- zur Output-Orientierung unterstützt,
wobei durch den Einsatz geeigneter
fachdidaktischer Methoden die Lernenden ihren Lernprozess
in Selbststeuerung aktiv ausgestalten.
      </p>
      <p>
        Den Lehrenden stehen mit den konstruktivistischen
Methodenbaukästen „Methodenpool“
        <xref ref-type="bibr" rid="ref8">(Reich, 2008)</xref>
        und der „Methodensammlung“
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5">(Macke, 2009)</xref>
        Ideenquellen zur Ausgestaltung eines
aktivierenden Lernprozesses zur Verfügung. Erste positive
Versuche im Einsatz dieser Methoden findet man
beispielsweise in
        <xref ref-type="bibr" rid="ref3 ref7">(Mottok, 2009 und Hagel, 2010)</xref>
        .
Im Folgenden werden die Erfahrungen mit den
Methoden Planspiel und Briefmethode im Fach
Software Engineering vorgestellt.
      </p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Planspiel</title>
      <p>In Planspielen im Fach Software Engineering sollen
Studierende durch Simulation einer Praxissituation
einen möglichst realistischen und praxisbezogenen
Einblick in Probleme und Zusammenhänge der
methodischen Softwareentwicklung gewinnen,
eigene Entscheidungen treffen und Konsequenzen
ihres Handelns erfahren.</p>
      <p>
        Planspiele erfordern zudem eine hohe Partizipation
aller Beteiligten. Sie sollten auf eine Erhöhung der
Handlungsfähigkeit in dem Sinne zielen, dass sie
Konsens und Dissens, Entscheidungsabläufe und
Transparenz bei der Bildung von
Gruppenentscheidungen aufdecken und diskutierbar werden lassen
        <xref ref-type="bibr" rid="ref8">(Reich, 2008)</xref>
        . Die Studierenden werden im
Planspiel mittels aktivierender Methoden beteiligt und
in ein Software-Projekt involviert. Die
Aufgabenstellung eines Softwareprojekts und die
einzunehmenden Rollen sind vorgegeben. Das Ergebnis des
Planspiels bleibt insofern offen, als dass die
Lernenden verschiedene Lösungswege auffinden können.
Im Curriculum des Bachelorstudiengangs
Mechatronik der Hochschule Regensburg wird im vierten
Semester die Vorlesung Software Engineering im
Umfang von 2 SWS/3 ECTS und im fünften
Semester das Praktikum/Seminar als
Blockveranstaltung Software Engineering im Umfang von 4
SWS/5 ECTS angeboten. Das Praktikum/Seminar
Software Engineering verlangt also eine Arbeitszeit
von 150 Stunden.
      </p>
      <p>
        Die Blockveranstaltung Software Engineering (50
Stunden) hat zwei vorgelagerte Vorlesungstermine
(je 4 Stunden) zur Vorbesprechung. Danach
beginnt schon eine selbstgesteuerte Arbeitsphase der
Studierenden. Als Vor- und Nachbereitungszeit der
Studierenden verbleiben damit 92 Stunden.
Alle Studierenden haben als Vorkenntnisse die
Programmiersprachen C und C++ (10 SWS V+Ü),
sowie Mikrokontrollertechnik (6 SWS V+Ü). Sie
haben dagegen keine Erfahrung über die bei der
Programmierung hinausgehenden Schritte der
Software-Entwicklung. Praktika und Projekte sind
deshalb für die Lehre von Software Engineering
zentral
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">(Ludewig, 2009)</xref>
        .
      </p>
      <p>Die Vorlesung Software Engineering bereitet auf
eine schriftliche Prüfung vor. Dagegen wird die
Blockveranstaltung Praktikum/Seminar Software
Engineering mit einem studienbegleitenden
Leistungsnachweis abgeschlossen. Der
studienbegleitende Leistungsnachweis wird erbracht durch die
Vorbereitung eines Fachvortrages, die
Vorbereitung eines Posters, die erfolgreiche Mitwirkung am
Planspiel und die Erstellung von Arbeitsprodukten,
wie qualitätsgesicherter Dokumentationen, sowie
funktionierender Software.</p>
      <p>Die Blockveranstaltung Praktikum/Seminar
Software Engineering an der Hochschule Regensburg
findet an fünf Tagen statt. Zwei Lehrende gestalten
mit Pair-Teaching als interdisziplinäres Team
(Informatiker und Pädagoge/Projekttrainer) diese
Veranstaltung. Insbesondere diese Verzahnung im
Führungstandem lässt für die Studierenden das
Wechselspiel zwischen Konkurrenz versus
Zusammenarbeit/Dialog in einem Klima offener
Kommunikation sichtbar werden. Eine Übertragung auf
die eigene Situation im Planspiel wird möglich.
Während in den ersten beiden Tagen Fachthemen
erarbeitet und vermittelt werden, werden in den
letzten drei Tagen in einem Planspiel die
Kenntnisse und Fertigkeiten in den Fachthemen vertieft und
angewendet.</p>
      <p>Bereits vier Monate vor der Blockveranstaltung
finden zwei Vorbesprechungen im Umfang von
jeweils 4 Stunden mit den Studierenden statt. Dabei</p>
      <sec id="sec-5-1">
        <title>Seite 11 von 44</title>
        <p>werden Fachthemen zur Vorbereitung der
Blockveranstaltung an die Studierenden vergeben. Diese
Fachthemen werden von den Studierenden
eigenständig bearbeitet. Als Ergebnis werden die
Fachvorträge als Folienpräsentation und Poster in die
Lernplattform moodle abgelegt. Der Lehrende gibt
zu diesen Ergebnissen Rückmeldung in moodle.
Den Studierenden werden zusätzlich
Literaturhinweise zur Bearbeitung der Aufgaben in der
Lernplattform moodle zur Verfügung gestellt. Die
Lernplattform ist vor und während des Planspiels
im Einsatz.</p>
        <p>Abbildung 1: Software-Architektur mit c’t-Bot,
Server-PC und Web-Clienten für das Planspiel
Das durchgeführte Planspiel im Fach Software
Engineering behandelt eine Projektaufgabe mit dem
Embedded Roboter System c't-Bot. In dieser
Aufgabe soll eine Fernsteuerung- und
Fernüberwachung des Roboters c't-Bot über einen Server-PC
und zusätzlich über Web-Clienten, also
Browserapplikationen, erstellt werden (Abbildung 1).
Bibliotheken und einfache Beispiele liegen bereits vor.
Zur Durchführung eines Planspiels im Software
Engineering müssen folgende Spielmaterialien
bereitgestellt werden:
•
•
•</p>
        <p>Eine Fallstudie, in der kurz die vorgegebene
Softwareaufgabe skizziert wird und
SoftwareBibliotheken, sowie bestehende exemplarische
Teillösungen vorgegeben werden.</p>
        <p>Eine Arbeitskarte mit Erläuterungen zum
Verlauf des Softwareprojekts (Spielverlauf).</p>
        <p>Rollenkarten, durch welche den Teilnehmern
spezifische Rollen übertragen werden (Die
Softwareentwicklungsprozesse V-Modell 97
und V-Modell XT wurden bereits in der
Vorlesung angesprochen.). Die Studierenden
nehmen damit die Positionen einer Rolle
(Projektleiter, Software Entwickler,</p>
        <p>Qualitätsmanager, Konfigurationsmanager, …)
an.</p>
        <p>Ereigniskarten, die als Impulskarten durch den
Spielleiter in die Gruppen gereicht werden
können (beispielsweise die Änderungen von
Anforderungen).</p>
        <p>Quellen und Literatur
Die einzelnen Phasen des Planspiels bestehen aus:</p>
        <sec id="sec-5-1-1">
          <title>1. Spieleinführung</title>
          <p>Die Semestergruppe der Studierenden wird zu
Beginn des Planspiels in mehrere Planspielgruppen
mit jeweils ca. 10 Studierenden aufgeteilt. Der
Lehrende gibt die Ausgangslage schriftlich vor und
klärt Verständnisfragen. Das Spielmaterial wird
vorgestellt.</p>
        </sec>
        <sec id="sec-5-1-2">
          <title>2. Informations- und Lesephase, Rollenverteilung</title>
          <p>Die Gruppen erhalten die Rollen- und
Arbeitskarten. Das Arbeitsmaterial wird durchgelesen und
auftretende Verständnisfragen werden geklärt. Die
Teambildung und Rollenverteilung wird von den
Lehrenden begleitet.</p>
        </sec>
        <sec id="sec-5-1-3">
          <title>Strategieplanung 3.</title>
        </sec>
        <sec id="sec-5-1-4">
          <title>Meinungsbildung innerhalb der Gruppe und</title>
          <p>Die Informationen werden gruppenintern
strukturiert und die Projektaufgabe der
Softwareentwicklung wird analysiert.</p>
        </sec>
        <sec id="sec-5-1-5">
          <title>4. Interaktion zwischen den Rollen</title>
          <p>In dieser intensivsten Spielphase agieren die Rollen
der jeweiligen Planspielgruppe miteinander.
Interessenkonflikte zwischen den Rollen treten auf.
Diese Interessengegensätze sind typisch bei der
Durchführung eines Planspiels. Durch
Ereigniskarten kann der Spielleiter nun gezielte Impulse und
Veränderungen ins Spiel bringen. Alle
Planspielgruppen treffen sich zweimal am Tag zu einem
Jour Fix. Die Rolleninhaber müssen dabei unter
Zeitdruck Entscheidungen treffen.</p>
        </sec>
        <sec id="sec-5-1-6">
          <title>5. Vorbereitung eines Plenums / Konferenz</title>
          <p>Jeder Rollenträger/Positionsinhaber der jeweiligen
Gruppe trägt intern seine Ergebnisse zusammen
und verarbeitet und bewertet in dieser Phase die
erreichten Ergebnisse.</p>
        </sec>
        <sec id="sec-5-1-7">
          <title>6. Durchführung eines Plenums / Konferenz</title>
          <p>Die Ergebnisse des Software-Projektes werden aus
der Perspektive des jeweiligen Rollenträgers
vorgestellt. Eine Demonstration mit dem realen
software-intensiven System eines Roboters ist
gewünscht.</p>
        </sec>
        <sec id="sec-5-1-8">
          <title>7. Spielauswertung</title>
          <p>Auswertung des Spielverlaufs mit dem Lehrenden
als neutralen Moderators. Diese Reflexion über den</p>
        </sec>
      </sec>
      <sec id="sec-5-2">
        <title>Seite 12 von 44</title>
        <p>eigenen Lernprozess ist ein weiteres Merkmal eines
Planspiels.</p>
        <p>Während der Blockveranstaltung Praktikum/
Semnar Software Engineering stehen ausreichend
Semnar- und Rechnerräume für die einzelnen
Planspielgruppen zur Verfügung.</p>
        <p>Der Ergebnispräsentation am Ende des Planspiels
folgt eine Reflexion über den Lernprozess.
In der Reflexion wurden folgende Erfahrungen
gesammelt und evaluiert:
•</p>
        <p>Die Lernthemen können von den Studierenden
mitbestimmt werden (Rolleninhaber bereiten
Themen vor)
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•</p>
        <p>
          Der Lehrende übt als Spielleiter keine
dominante Rolle aus, sondern ist Begleiter des
Lernprozesses und berät bei Rückfragen
          <xref ref-type="bibr" rid="ref1">(Aviram,
2000)</xref>
          .
        </p>
        <p>
          Offene Form des Lernens ermöglicht die
einzelnen Aufgaben zu differenzieren und zu
individualisieren
          <xref ref-type="bibr" rid="ref5">(Macke, 2009)</xref>
          .
        </p>
        <p>Qualitätssicherung durch Literaturvorgaben,
sowie Begleitung und Rückkopplung mit der
Lernplattform moodle, - auch schon vor der
Blockveranstaltung.</p>
        <p>Eigene Lernprojekte konnten aus der
Vorbereitung der Fachthemen eingebracht werden.
Die Lernorganisation des Planspiels lässt
mehrere Lernwege offen, - Anknüpfung an die
Lebens- und an die Praktikumserfahrung der
Lernenden.</p>
        <p>Förderung der Handhabung verschiedenster
Arbeitstechniken.</p>
        <p>Die Lerninhalte sind mit dem Anwendungsfall
der Projektarbeit fassbar reduziert.</p>
        <p>Die angebotenen Lerninhalte können
selbsttätig erschlossen werden.</p>
        <p>Handlungsbezogene Problemstellungen im
Planspiel sind explizit Thema in der
Blockveranstaltung.</p>
        <p>Bereichsübergreifendes Denken und Handeln
wird gefördert, ebenso wie ein Verständnis für
gruppendynamische Prozesse und ihre
Auswirkungen.</p>
        <p>Komplexe Themen, wie Projektmanagement,
Qualitätssicherung und
Konfigurationsmanagement können in der zur Verfügung
stehenden Zeit nur in grundlegender Weise vermittelt
werden. Eine Vertiefung kann für
MechatronikStudierende erst im Masterangebot erfolgen.
Jede Planspielgruppe entwickelt eine andere
Kultur.</p>
        <p>Lernen in multiplen Kontexten
•</p>
        <p>Mit Verlassen des 90-Minutenrythums entsteht
Raum, Zeit und Gelassenheit zum Lernen.
Das Planspiel beinhaltet eine große Menge anderer
Methoden und Techniken
(Methodeninterdependenz), in denen sich der Studierende üben kann. Im
Einzelnen sind dies die Arbeitsform der
Gruppenarbeit, Strukturierung der Gruppenarbeit durch
Moderation, Ideenentwicklung durch Clustering
und Concept Learning, sowie Feedback zur
Klärung von Gruppenkonflikten.</p>
        <p>
          Der Unterschied zu Lernformen wie der
Projektarbeit besteht darin, dass es noch stärker die
Entwicklung von Handlungs- und
Entscheidungskompetenzen und das Einüben entsprechender
Verhaltensweisen betont
          <xref ref-type="bibr" rid="ref6">(Markowitsch, 2004)</xref>
          . Die
Begründung von Architekturentscheidungen, die
Auswahl möglicher Alternativen in Design und
Implementierung, die Festlegung eines Testkonzeptes,
aber auch die Ausgestaltung qualitätssichernder
Review-Sitzungen sind als Beispiele zu nennen.
Diese Beispiele finden sich zwar auch in
Projektarbeiten wieder, aber im Planspiel wird die soziale
Interaktion der Rolleninhaber und die gemeinsame
Reflexion über den Lernprozess am Spielende als
methodisches Merkmal genannt. Insofern kann die
dargestellte Lernform als projektorientiertes
Planspiel klassifiziert werden.
        </p>
        <p>An der Blockveranstaltung Software Engineering
haben bereits Semestergruppen mit 20 bis 60
Studierenden teilgenommen.</p>
        <p>Mithilfe eines standardisierten Fragebogens
konnten Werte für die Zufriedenheit der Studierenden
mit der Blockveranstaltung Software Engineering
ermittelt werden. Insbesondere wurden Fragen zur
Veranstaltung selbst, den technischen
Lerneinheiten und zur Begleitung durch den Lehrenden
gestellt. Bei der Zufriedenheit handelt es sich um
Einschätzungen der Beteiligten selbst, d.h. die
relativen Werte für die Zufriedenheit sind sehr
repräsentativ und spiegeln die Stimmungen
angemessen wieder. An der Umfrage nahmen 80% aller
Studierenden teil, sodass die Ergebnisse für den
ganzen Kurs geltend gemacht werden können. Die
Evaluationsergebnisse waren durchweg positiv.
Kritisch zu bewerten ist, dass die Studien- und
Prüfungsordnung für Bachelorstudierende der
Mechatronik insgesamt nur 2 SWS Vorlesung und 4
SWS Praktikum/Seminar für das Lehrgebiet
Software Engineering vorsieht. Deshalb können die
Studierenden sich nur grundlegende Kenntnisse in
der disziplinierten Software-Entwicklung bei
Anwendung von Softwareprozessmodellen aneignen.</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-6">
      <title>Briefmethode</title>
      <p>
        Auch die Briefmethode stammt aus dem
Konstruktivistischen Methodenpool
        <xref ref-type="bibr" rid="ref8">(Reich, 2008)</xref>
        . Diese
Me
      </p>
      <sec id="sec-6-1">
        <title>Seite 13 von 44</title>
        <p>thode wird häufig im Deutschunterricht der
Schulen, aber auch in Geschichte und Literatur
eingesetzt. Wir wollten untersuchen, ob sich diese
Methode auch für den Einsatz in einem technischen
Fach, wie Software Engineering an einer
Hochschule eignet. Dabei wurden seitens der Dozierenden
mehrere Ziele verfolgt: Die Studierenden sollten
•
einen Sachverhalt, den sie sich vorher
erarbeitet hatten, wiedergeben können und
•
lernen, Briefe mit technischer Information
zu verfassen.</p>
        <p>
          Das Erstellen technischer Dokumentation kommt
aus Sicht der Autoren in den Lehrveranstaltungen
zum Software Engineering zu kurz und beschränkt
sich meist auf die Erstellung von
UML-Diagrammen. Texte mit technischem Inhalt, oder gar
Benutzerdokumentation wird sehr selten im Rahmen der
Software Engineering-Ausbildung in den
Hochschulen verfasst. Ein Versuch, wie eine Ausbildung
im Technischen Schreiben aussehen kann, findet
man in
          <xref ref-type="bibr" rid="ref9">(Schmidt, 2009)</xref>
          . Auch werden an
verschiedenen Hochschulen inzwischen explizit
Veranstaltungen wie „Software Engineering und
Technisches Schreiben“ angeboten.
        </p>
        <p>In der Vorbereitung muss zunächst ein hinreichend
komplexer Sachverhalt gefunden werden, der sich
in Briefform gut vermitteln lässt. In unserem
Beispiel bat der Dozierende die Studierenden um ein
Antwortschreiben auf einen fiktiven Brief (siehe
Abbildung 2). Im Brief bittet ein Freund der
Studierenden um Hilfe bei einer
betriebswirtschaftlichmathematischen Aufgabe aus dem
Projektmanagement.</p>
        <p>Abbildung 2: Brief
Die Studierenden, die eine
Marginalrenditerechnung schon mehrmals in Übungen gelöst hatten,
sollten "ihrem Freund" in Briefform antworten, also
durch selbstständiges Handeln ein neues Produkt,
nämlich die technische Lösung der Aufgabe als
Brief erstellen.</p>
        <p>Ergebnis war, dass lediglich 20% der Studierenden
einen Antwortbrief verfasst hatten. Auf Nachfrage
seitens des Dozierenden stellte sich heraus, dass
viele mit einer so gestellten Aufgabe nichts
anfan•
•
•
•
gen konnten. Daher ist es speziell in technischen
Fächern sinnvoll, den Einsatz der Methode zu
motivieren. Ist den Studierenden der Sinn dieser Art
Aufgabenstellung transparent, erhöht sich der
Rücklauf beträchtlich.</p>
        <p>Diejenigen Studierenden, die das Antwortschreiben
verfasst hatten, haben sehr gut verständliche
technische Dokumente abgeliefert. Dabei wählten sie
selbstständig und unabhängig voneinander
unterschiedliche Formate für das Antwortschreiben. Die
einen antworteten mit einem kommentierten
ExcelSheet, die anderen mit Word-Dokumenten. Der
Dozierende hat auf die Antwortbriefe wieder per Brief
individuell Feedback gegeben.</p>
        <p>In der Reflexion der Methode mit den Studierenden
stellte sich heraus, dass sie das Verfassen des
Briefes schwierig fanden: Sie mussten
•
einen technischen Text sauber formulieren
und übersichtlich strukturieren,
erkennen, wo sie noch Lücken hatten, sich
die Terminologie nochmals aneignen,
ohne direkte Kommunikation einen
Sachverhalt schildern und
Empathie entwickeln für jemanden, der die
gestellte Aufgabe nicht eigenständig lösen
kann.</p>
        <p>Positive Rückmeldungen seitens der Studierenden
waren
•</p>
        <p>Sie verstehen das Thema jetzt, wo sie es
jemand anderem erklären mussten
wesentlich besser.</p>
        <p>Sie fanden das konstruktive Feedback des
Dozierenden sehr hilfreich.</p>
        <p>Das durchweg positive Feedback der Studierenden,
die diese Aufgabe gelöst hatten ermutigt den
Dozierenden, diese Methode zukünftig häufiger
einzusetzen, damit die Studierenden mit dieser Art
der Aufgabenstellung vertraut werden. Damit wird
der Rücklauf bei der Methode sicherlich erhöht.
Eine spezielle Ausprägung der Briefmethode ist ein
Online-Forum, das die Studierenden in
Eigeninitiative eingerichtet haben. Dort sind Studierende
und Dozierende angemeldet. Studierende können
hier Fragen, Anregungen oder Kritik jederzeit
äußern. Speziell zu technischen Problemen
kommen häufig Fragen im Forum und werden oft von
den Studierenden selbst beantwortet, so dass diese
einiges an Erfahrung in technischer Dokumentation
aufbauen. Allerdings ist der Schreibstil im Forum
nicht immer technisch und formal korrekt, was
auch nicht beabsichtigt ist. Auch Anrede und
Grußformel fehlen. Allerdings kann durch den
Einsatz von Emoticons eine Aussage unterstrichen
und die Kommunikation aufgelockert werden.
Diese Möglichkeit der Hilfe zur Selbsthilfe wird auch
seitens der Dozierenden sehr begrüßt und
unterstützt: Auf Fragen wird geantwortet und Kritik
und Anregungen zukünftig berücksichtigt.
Damit das Forum funktioniert und regelmäßig
benutzt wird, ist es notwendig, dass die
Dozierenden regelmäßig und zeitnah antworten. Es wird
seitens der Studierenden eine fast ständige
Verfügbarkeit erwartet, auch wenn das nicht direkt
kommuniziert wird. Außerdem muss gewährleistet
werden, dass alle Studierenden Zugang zum
Forum erhalten. Das muss seitens des Dozierenden
überprüft werden, um eine Gleichbehandlung der
Studierenden zu gewährleisten, da über das Forum
zusätzlich zur Vorlesung Informationen seitens der
Dozierenden verteilt werden.</p>
        <p>Diese Art Forum läuft schon seit mehreren Jahren
und der rege Gebrauch seitens vieler Studierender
zeigt, dass sich dieses Medium bewährt hat.
Eine Möglichkeit, die Briefmethode in größerem
Rahmen einzusetzen, wäre die Erstellung eines
Wiki zusammen mit den Studierenden. In diesem
könnten Studierende die Sie interessierenden
Themen für alle technisch dokumentieren.</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-7">
      <title>Zusammenfassung und Ausblick</title>
      <p>Planspiel und Briefmethode sind zwei
konstruktivistische Methoden, die nach Meinung der Autoren
sehr gut für die Ausbildung im
Softwareengineering geeignet sind. Die Lernenden lassen sich für
das Planspiel einfacher motivieren als für die
Briefmethode.</p>
      <p>Planspiele im Software Engineering konfrontieren
möglichst realistisch mit einer Praxissituation. Die
Studierenden können dabei zum kreativen,
weitgehend autonomen und selbstorganisierten Handeln
in Bezug auf konkrete Probleme und deren Lösung
motiviert werden und nehmen dabei
unterschiedliche Positionen in einem komplexen
Softwareentwicklungsprozess ein.</p>
      <p>Die Briefmethode führt zu besserem Verfassen
technischer Dokumentation und eignet sich sehr
gut, um sich ein Thema anzueignen, oder zu
wiederholen. Auch der Spezialfall eines Forums für
Studierende und Dozierende wird positiv
aufgenommen.</p>
      <p>Die Reflexion der Studierenden über den eigenen
Lernprozess kann zukünftig durch die Führung
eines individuellen Lernjournals unterstützt werden.
Die Dozierenden werden beide Methoden
zukünftig häufiger einsetzen. Außerdem sind sie durch
die gemachten Erfahrungen mit dem
konstruktivistischen Methodenpool hoch motiviert, weitere
Versuche mit diesen Methoden für die Software
Engineering-Ausbildung durchzuführen.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-8">
      <title>Literatur</title>
    </sec>
  </body>
  <back>
    <ref-list>
      <ref id="ref1">
        <mixed-citation>
          <string-name>
            <surname>Aviram</surname>
            ,
            <given-names>A.</given-names>
          </string-name>
          (
          <year>2000</year>
          )
          <article-title>: Beyond Constructivism: Autonomy-Oriented Education</article-title>
          .
          <source>Studies in Philosophy and Education</source>
          ,
          <volume>19</volume>
          :
          <fpage>465</fpage>
          -
          <lpage>489</lpage>
          ., Kluwer Academic Publishers.
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref2">
        <mixed-citation>
          <string-name>
            <surname>Dewey</surname>
            ,
            <given-names>J.</given-names>
          </string-name>
          (
          <year>1910</year>
          ):
          <article-title>How we think (deutsch: Wie wir denken</article-title>
          ,
          <year>Zürich 1951</year>
          ).
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref3">
        <mixed-citation>
          <string-name>
            <surname>Hagel</surname>
            ,
            <given-names>G.</given-names>
          </string-name>
          ,
          <string-name>
            <surname>Mottok</surname>
            ,
            <given-names>J.</given-names>
          </string-name>
          ,
          <string-name>
            <surname>Utesch</surname>
            ,
            <given-names>M.</given-names>
          </string-name>
          ,
          <string-name>
            <surname>Landes</surname>
            ,
            <given-names>D.</given-names>
          </string-name>
          ,
          <string-name>
            <surname>Studt</surname>
            ,
            <given-names>R.</given-names>
          </string-name>
          (
          <year>2010</year>
          )
          <article-title>: Software Engineering Lernen für die berufliche Praxis - Erfahrungen mit dem konstruktivistischen Methodenbaukasten, im Tagungsband des Embedded Software Engineering Kongress'</article-title>
          <year>2010</year>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref4">
        <mixed-citation>
          <string-name>
            <surname>Ludewig</surname>
            ,
            <given-names>J.</given-names>
          </string-name>
          (
          <year>2009</year>
          ):
          <article-title>Erfahrungen bei der Lehre des Software Engineering</article-title>
          , in Jaeger, U. (Hrsg.)
          <string-name>
            <surname>und Schneider</surname>
            <given-names>K.</given-names>
          </string-name>
          (Hrsg.):
          <source>Softwareengineering im Unterricht der Hochschulen: SEUH 11</source>
          ,
          <year>Hannover 2009</year>
          , dpunkt Verlag.
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref5">
        <mixed-citation>
          <string-name>
            <surname>Macke</surname>
            ,
            <given-names>G.</given-names>
          </string-name>
          ,
          <string-name>
            <surname>Hanke</surname>
            ,
            <given-names>U.</given-names>
          </string-name>
          ,
          <string-name>
            <surname>Viehmann</surname>
            ,
            <given-names>P.</given-names>
          </string-name>
          (
          <year>2009</year>
          ): Hochschuldidaktik, Lehren, vortragen, prüfen, Beltz Verlag, Weinheim.
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref6">
        <mixed-citation>
          <string-name>
            <surname>Markowitsch</surname>
            ,
            <given-names>J.</given-names>
          </string-name>
          ,
          <string-name>
            <surname>Messerer</surname>
            ,
            <given-names>K.</given-names>
          </string-name>
          ,
          <string-name>
            <surname>Prokopp</surname>
            ,
            <given-names>M.</given-names>
          </string-name>
          (
          <year>2004</year>
          ):
          <article-title>Handbuch praxisorientierter Hochschulbildung</article-title>
          , WUV Universitätsverlag, Wien.
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref7">
        <mixed-citation>
          <string-name>
            <surname>Mottok</surname>
            ,
            <given-names>J.</given-names>
          </string-name>
          ,
          <string-name>
            <surname>Hagel</surname>
            ,
            <given-names>G.</given-names>
          </string-name>
          ,
          <string-name>
            <surname>Utesch</surname>
            ,
            <given-names>M.</given-names>
          </string-name>
          ,
          <string-name>
            <surname>Waldherr</surname>
            ,
            <given-names>F.</given-names>
          </string-name>
          (
          <year>2009</year>
          )
          <article-title>: Konstruktivistische Didaktik - Ein Rezept für eine bessere Softwareengineering Ausbildung?</article-title>
          ,
          <source>im Tagungsband des Embedded Software Engineeing Kongress'</source>
          <year>2009</year>
          , S.
          <fpage>601</fpage>
          -
          <lpage>610</lpage>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref8">
        <mixed-citation>
          <string-name>
            <surname>Reich</surname>
            ,
            <given-names>K.</given-names>
          </string-name>
          (
          <year>2008</year>
          )
          <article-title>: Konstruktivistische Didaktik - Lehr- und Studienbuch mit Methodenpool, 4</article-title>
          . Auflage, Beltz Verlag, url: http:// methodenpool.uni-koeln.de.
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref9">
        <mixed-citation>
          <string-name>
            <surname>Schmidt</surname>
            ,
            <given-names>G.</given-names>
          </string-name>
          ,
          <string-name>
            <surname>Hollweg</surname>
            ,
            <given-names>G.</given-names>
          </string-name>
          (
          <year>2009</year>
          ):
          <article-title>Ein integrativer interdisziplinärer Lehrversuch: Softwareengineering und Technisches Schreiben</article-title>
          , in Jaeger, U. (Hrsg.)
          <string-name>
            <surname>und Schneider</surname>
            <given-names>K.</given-names>
          </string-name>
          (Hrsg.):
          <source>Softwareengineering im Unterricht der Hochschulen: SEUH 11</source>
          ,
          <year>Hannover 2009</year>
          , dpunkt Verlag.
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref10">
        <mixed-citation>
          <string-name>
            <surname>Service-Stelle Bologna</surname>
          </string-name>
          (
          <year>2004</year>
          )
          <article-title>: Hochschulrektorenkonferenz - Texte und Hilfestellungen zur Umsetzung der Ziele des Bologna-Prozesses an deutschen Hochschulen, Beiträge zur Hochschulpolitik</article-title>
          .
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref11">
        <mixed-citation>
          <string-name>
            <surname>Siebert</surname>
            ,
            <given-names>H.</given-names>
          </string-name>
          (
          <year>2009</year>
          )
          <article-title>: Selbstgesteuertes Lernen und Lernberatung</article-title>
          , ZIEL, Augsburg.
        </mixed-citation>
      </ref>
      <ref id="ref12">
        <mixed-citation>
          <string-name>
            <surname>Welbers</surname>
            ,
            <given-names>U.</given-names>
          </string-name>
          ;
          <string-name>
            <surname>Gaus</surname>
            ,
            <given-names>O.</given-names>
          </string-name>
          (
          <year>2009</year>
          )
          <article-title>: The Shift from Teaching to Learning</article-title>
          , Bertelsmann, Bielefeld.
        </mixed-citation>
      </ref>
    </ref-list>
  </back>
</article>