=Paper= {{Paper |id=None |storemode=property |title=None |pdfUrl=https://ceur-ws.org/Vol-695/vorwort.pdf |volume=Vol-695 }} ==None== https://ceur-ws.org/Vol-695/vorwort.pdf
                                         Vorwort
                                 Jochen Ludewig, Universität Stuttgart
                                  ludewig@informatik.uni-stuttgart.de

1992 fand in Stuttgart die SEUH statt; damals war        Im ersten eingeladenen Vortrag von Oliver F.
nicht abzusehen, dass daraus eine Institution wer-   Nandico (CapGemini) geht es um die Software-
den würde. Kurt Schneider, damals Mitarbeiter,       Prozesse in der Praxis, im zweiten von Heinz
heute Kollege, und ich haben freihändig ein Kon-     Züllighoven (Universität Hamburg) um die Chan-
zept entworfen, das bei den folgenden Tagungen       cen für die Lehre, die entstehen, wenn der Hoch-
dieser Reihe verfeinert, aber kaum geändert wurde.   schullehrer und seine Mitarbeiter auch ein Soft-
Heute sind die Invarianten der SEUH:                 ware- und Beratungsunternehmen betreiben.
• Die SEUH findet alle zwei Jahre am letzten             Das Programm dieser SEUH wurde wie üblich
   Donnerstag und Freitag im Februar der ungera-     von einem Komitee gestaltet, dessen sämtliche
   den Jahre statt.                                  Mitglieder mit dem Thema Software-Engineering-
                                                     Lehre hauptberuflich befasst sind:
• Tagungssprache ist Deutsch; wer nicht Deutsch
   spricht, trägt auf Englisch vor.                  • Axel Böttcher, Hochschule München (lokale
                                                        Organisation)
• Die Tagung wird durch einen Tagungsband do-        • Ralf Bruns, Fachhochschule Hannover
   kumentiert. (Erstmals liegt hier ein virtueller
   Tagungsband vor!)                                 • Marcus Deininger, Hochsch. f. Technik Stuttgart
• Veranstaltungsort ist abwechselnd eine Univer-     • Ulrike Jaeger, Hochschule Heilbronn
   sität und eine Fachhochschule. Ist der Ort eine   • Jochen Ludewig, Universität Stuttgart (Vorsitz)
   Fachhochschule, dann wird das Programm-           • Barbara Paech, Universität Heidelberg
   komitee von einer Person aus der Universität
   geleitet, und umgekehrt. Alle Mitglieder im
                                                     • Axel Schmolitzky, Universität Hamburg
   Programmkomitee haben SEUH-Erfahrung.             • Kurt Schneider, Leibniz Universität Hannover
• Die Teilnahmegebühren sind sehr niedrig.           • Silke Seehusen, Fachhochschule Lübeck
• Nach dem Vorabendtreffen am Mittwoch steht         • Olaf Zukunft, HfAW Hamburg
   am Donnerstag das eigentliche „soziale Ereig-     Holger Röder, Universität Stuttgart, hat die Vor-
   nis“ auf dem Programm.                            bereitung und Organisation unterstützt. Für die
• Die Diskussion nimmt breiten        Raum ein,      Verwaltung und Begutachtung der Einreichungen
                                                     wurde das System ConfISS eingesetzt, das 2008/09
   mindestens die Hälfte der Zeit. Es gibt in der
                                                     im Rahmen eines Studienprojekts der Software-
   Diskussion keine heiligen Kühe.
                                                     techniker in Stuttgart entwickelt wurde. (ConfISS
• Die Kontinuität sichert ein Lenkungskreis aus      steht für Conference Information System Stuttgart.)
   (normalerweise) drei Personen.                         Allen, die bei Planung und Vorbereitung
In Zukunft wird darüber nachzudenken sein, wie       mitgewirkt haben, ist zu danken, auch all jenen, die
Form, Rhythmus und Ausrichtung der Tagung            – mit oder ohne Erfolg – Manuskripte eingereicht
weiterentwickelt werden sollten. Insbesondere ist    haben. Ganz besonderer Dank gebührt Axel
das Verhältnis zur deutschen Software-Engineer-      Böttcher, der die Durchführung in München mög-
ing-Konferenz zu klären.                             lich gemacht hat.
    Im Programm dieser zwölften SEUH liegt der            2010, im SEUH-freien Jahr, ist die Tagung voll-
Schwerpunkt bei den studentischen Projekten.         jährig geworden. Ich freue mich, dass nach zwei
Denn inzwischen hat sich herumgesprochen, dass       Töchtern im engeren Sinne auch diese dritte attrak-
wir im traditionellen Unterricht nur Grundlagen      tiv und erfolgreich ist und in Zukunft des Vaters
vermitteln können, die dann praktisch erprobt,       nicht mehr bedarf. Bei meinem Sohn, dem 1996
eingeübt und stabilisiert werden müssen. Weitere     entstandenen Studiengang Softwaretechnik, hätte
Beiträge befassen sich mit dem durchgängigen         ich noch vor kurzem das Gleiche gesagt. Aber er ist
Beispiel in der Lehre, einer Entwicklungsumge-       leider in der Pubertät unter schlechten Einfluss
bung für die Programmierausbildung und einer         geraten (Bologna!). Hoffen wir, dass er diese
Software zur Verwaltung der Lehrveranstaltungen.     kritische Phase ohne bleibende Schäden übersteht!




Ludewig, Böttcher (Hrsg.): SEUH 2011                                                      Seite 2 von 44