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      <title-group>
        <article-title>Optimierung nicht-linearer Registrierung durch automatisch detektierte Landmarken</article-title>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Jan-Christoph Wolf</string-name>
          <email>6wolf@informatik.uni-hamburg.de</email>
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          <string-name>Alexander Schmidt-Richberg</string-name>
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          <string-name>Rene Werner</string-name>
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          <string-name>Jan Ehrhardt</string-name>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Heinz Handels</string-name>
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      </contrib-group>
      <fpage>89</fpage>
      <lpage>93</lpage>
      <abstract>
        <p>Kurzfassung. In dieser Arbeit wird ein Landmarken-basierter Ansatz zur Optimierung der Registrierung von 4D-CT-Daten der Lunge prasentiert. Das Verfahren besteht aus zwei Schritten. Im ersten Schritt werden fur die zu registrierenden Bilder mit Hilfe eines automatischen Verfahrens korrespondierende Landmarken detektiert. Diese werden daraufhin in einem zweiten Schritt zur Abschatzung des mittleren Target-RegistrationErrors (TRE) verwendet, der wiederum zur De nition eines Abbruchkriteriums fur ein iteratives Registrierungsverfahren genutzt wird. Der Ansatz wurde anhand von neun 4D-CT-Datensatzen evaluiert. Es zeigt sich, dass die Genauigkeit der Registrierung durch das neue Verfahren verbessert werden kann.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>Einleitung</title>
      <p>
        und so weisen sie auch nur eine geringe Korrelation von 0, 4614 auf. Zusa¨tzlich
liegt bei beiden Graphen das Minimum bei unterschiedlichen Registrierungen
bzw. unteschiedlichen Werten fu¨r Alpha. Die dritte eingezeichnete Kurve
beschreibt einen TRE, der anstelle der manuellen Landmarken solche nutzt, die
durch ein automatisches Verfahren [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>
        ] detektiert wurden (TREA). Die gro¨ßere
¨ahnlichkeit zum TREM spiegelt sich vor allem in der starken Korrelation von
0, 9931 der beiden Kurven wider.
      </p>
      <p>
        Die vorangehenden Versuche zeigen, dass der TREA sich a¨hnlich wie der
TREM verha¨lt, und somit als ein sinnvolles Maß fu¨r die Gu¨te der Registrierung
angesehen werden kann. In dieser Arbeit wird ein Verfahren vorgestellt,
welches den TREA zur Optimierung der Registrierung nutzt. Andere
Landmarkenbasierte Ansa¨tze wurden in den vergangenen Jahren vorgeschlagen [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4 ref5">4, 5</xref>
        ]. Diese
haben gemein, dass die Landmarken direkt, z.B. in Form von
Nebenbedingungen, in die Registrierung einfließen. Fehler innerhalb der automatisch
generierten Landmarken ko¨nnen jedoch nie ganz ausgeschlossen werden. Eine direkte
Beru¨cksichtigung hat i.d.R. Ungenauigkeiten in der Registrierung zur Folge.
      </p>
      <p>Folglich kann der TREA als gutes Maß zur Bewertung der
Registrierungsgu¨te herangezogen werden. In dem vorgeschlagenen Verfahren wird daher der
beschriebene TREA verwendet. Dies geschieht indem dieser zur Definition eines
Abbruchkriteriums genutzt wird.</p>
      <p>Die Evaluierung des Verfahrens erfolgt anhand von neun 4D CT-Datensa¨tzen.
2
2.1</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Material und Methoden</title>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>Methodische Beschreibung des Verfahrens</title>
        <p>Das vorgestellte Verfahren beinhaltet zwei Schritte. Zuna¨chst mu¨ssen
korrespondierende Landmarken fu¨r beide Bilder generiert werden, um den TREA
bestimmen zu ko¨nnen. Daraufhin folgt die eigentliche Registrierung, deren iteratives
Lo¨sungsverfahren mit Hilfe eines durch den zuvor berechneten TREA
definierten Abbruchkriteriums terminiert.</p>
        <p>Abb. 1. Die Graphen zeigen den TREM und TREA (jeweils in mm), sowie den RMS
(in Grauwertstufen) fu die unterschiedlichen Registrierungen (angegeben durch den
verwendeten Glattungsparameter ).</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-2">
        <title>Automatische Generierung von Landmarken</title>
        <p>
          Die verwendeten Landmarken wurden durch das in [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>
          ] beschriebene Verfahren
zur Landmarkendetektion berechnet. Das Verfahren besteht aus zwei
wesentlichen Schritten. Der erste Schritt beinhaltet die Bestimmung von
charakteristischen Punkten im Referenzbild (Detektionsschritt). In einem zweiten Schritt
werden korrespondierende Punkte im dazugeho¨rigen Targetbild gesucht
(u¨bertragungsschritt). Um den Suchraum auf die Lunge zu beschra¨nken, wurden fu¨r
alle Datensa¨tze Masken verwendet, die durch eine atlasbasierte Segmentierung
automatisch ermittelt wurden [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref6">6</xref>
          ]. Zur Bestimmung charakteristischer Punkte,
wie Bifurkationen im Bronchial- und Gefa¨ßbaum, im Referenzbild wird ein
kru¨mmungsbasierter Differentialoperator verwendet [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref7">7</xref>
          ]. Mittels des hier verwendeten
Fo¨rstner-Operators wird ein sogenannter Distinctiveness-Wert berechnet [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref8">8</xref>
          ]. Ein
vorgegebener minimaler euklidischer Abstand zwischen allen Landmarkenpaaren
ermo¨glicht eine Gleichverteilung der Landmarken. Im u¨bertragungsschritt
werden Landmarken fu¨r das Targetbild durch ein Template-Matching bestimmt. In
einer auf die na¨here Umgebung der aktuellen Landmarke beschra¨nkten
Suchregion werden jeweils zwei Matching-Durchga¨nge durchgefu¨hrt. Das Template
und die Suchregion haben dabei die jeweilige Referenzlandmarke als Zentrum.
Dem ersten Durchgang liegt das Originalbild zu Grunde, dem zweiten das durch
den Kru¨mmungsoperator gefilterte Bild. Die Landmarkenpositionen werden als
das Zentrum jener Zielregion gewa¨hlt, die maximal korrelieren. Landmarken,
die einen Korrelationswert von unter 0,8 haben, werden genauso verworfen, wie
diejenigen, die fu¨r beide Matching-Durchga¨nge unterschiedlich sind. Falls no¨tig,
werden anschließend alternative Landmarken gesucht und u¨bertragen.
        </p>
        <p>Generell ko¨nnen auch andere Verfahren verwendet werden, um die
Landmarken zu generieren. Dabei ist eine Gleichverteilung der Landmarken fu¨r eine
korrekte Registrierung wu¨nschenswert, um valide Aussagen u¨ber die Registrierung
machen zu ko¨nnen.
2.3</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-3">
        <title>Registrierung</title>
        <p>
          Ziel der Registrierung ist es, eine Transformation φ zu finden, die ein Targetbild
T auf ein zugeho¨riges Referenzbild R abbildet. In vielen Registrierungsansa¨tzen
geschieht dies durch die Minimierung eines Energiefunktionals der Form
Iref (φ) = D[T ◦ φ, R] + αS[φ]
(1)
Hier bezeichnet D ein Distanzmaß (entsprechend [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>
          ]), welches die Una¨hnlichkeit
zwischen Target- und Referenzbild angibt. S ist ein Regularisierungsterm der
die Transformationen auf physikalisch plausible beschra¨nkt. Der Parameter α
gewichtet die Sta¨rke der Gla¨ttung. Die in dieser Arbeit verwendeten Gla¨ttung
der Transformation geschieht u¨ber einen diffusiven Regularisationsterm. Sie wird
durch eine Bestrafung von großen Gradienten im Vektorfeld erreicht. Fu¨r die
Minimierung des Energiefunktionals wird ein variationaler Ansatz gewa¨hlt [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref9">9</xref>
          ].
Um die Ergebnisse und auch die Laufzeit zu verbessern wird eine
MultiskalenStrategie angewendet. Damit die Registrierung terminieren kann, wird ein
Abbruchkriterium definiert, das die lineare Regression der letzten 20 Metrikwerte
        </p>
        <p>Tabelle 1. Die Tabelle zeigt den TREM (in mm) fur die zwei verwendeten
Abbruchkriterien.</p>
        <p>Abbruchkriterium Pat1</p>
        <p>RMS
TREA
Um das vorgestellte Verfahren zu evaluieren, werden insgesamt neun
4D-CTLungen-Datensa¨tze untersucht. Als Metrik fu¨r das Abbruchkriterium wird in
dieser Arbeit der TREA genutzt. Anhand der durchgefu¨hrten Versuche soll
gezeigt werden, dass das TREA-Abbruchkriterium bessere Ergebnisse fu¨r die
Registrierung liefert, als ein zuvor verwendetes RMS-Kriterium. Alle Datensa¨tze
werden dazu mit beiden Abbruchkriterien registriert. Um die Ergebnisse beider
Registrierungen miteinander vergleichen zu ko¨nnen, werden außerdem die
mittleren TRE-Werte fu¨r jeweils beide Registrierungen mit Hilfe von durch Experten
manuell bestimmten Landmarken berechnet und als Goldstandard angesehen.
Des Weiteren wurde fu¨r die Definition des Abbruchkriteriums ein Schwellwert
von 0,005 fu¨r die lineare Regression verwendet.
3</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Ergebnisse</title>
      <p>Die Versuche zeigen, dass die Registrierung bei Verwendung von RMS im
Gegensatz zum TREA-Abbruchkriterium vorzeitig konvergiert. Abbildung 2 zeigt
diesen Unterschied exemplarisch. Fu¨r einen quantitativen Vergleich dient der
TREM als Goldstandard. Wie in Tabelle 1 ersichtlich, zeigt sich ein um
durchschnittlich 0, 06585 besserer Wert am Ende der Registrierung.</p>
      <p>Abb. 2. Der Verlauf des TREA (in mm) und der RMS (Grauwertstufen) wahrend der
Registrierung.
Es wurde eine Landmarken-basierte Optimierung von nichtlinearen
Registrierungsverfahren durch automatisch detektierte Landmarken vorgestellt. Durch
die Nutzung des TREA anstelle des RMS zur Bestimmung des
Abbruchkriteriums konnte gezeigt werden, dass das Verfahren zuvor noch nicht vollsta¨ndig
konvergierte und die erfolgte Registrierung nicht optimal war. Das vorgestellte
Verfahren kann die Gu¨te der Registrierung somit verbessern, fu¨hrt jedoch zu
einer la¨ngeren Laufzeit der Registrierung. Gegenu¨ber eines direkten Einsatzes
in Form von Nebenbedingungen ist es durch einen indirekten Einsatz der
automatisch generierten Landmarken mo¨glich, Ungenauigkeiten in der Registrierung
– verursacht durch fehlerhafte Landmarken – zu verhindern. Somit ist es
außerdem nicht erforderlich, Landmarken durch Experten bestimmen zu lassen. In
weiterfu¨hrenden Arbeiten soll der Nutzen von automatisch detektierten
Landmarken in anderen Bereichen der Registrierung untersucht werden, um einen
patientenspezifisch optimalen Parameter α zu bestimmen.</p>
      <p>Literaturverzeichnis</p>
    </sec>
  </body>
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