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      <title-group>
        <article-title>Elastische Registrierung von in-vivo-CLSM-Aufnahmen der Kornea</article-title>
      </title-group>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Stephan Allgeier</string-name>
          <email>stephan.allgeier@kit.edu</email>
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        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Bernd Ko¨hler</string-name>
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        </contrib>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Franz Eberle</string-name>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Susanne Maier</string-name>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Oliver Stachs</string-name>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Andrey Zhivov</string-name>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Georg Bretthauer</string-name>
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          <label>0</label>
          <institution>Institut fu ̈r Angewandte Informatik</institution>
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        <aff id="aff1">
          <label>1</label>
          <institution>Institut fu ̈r Angewandte Informatik/Automatisierungstechnik</institution>
          ,
          <addr-line>KIT</addr-line>
        </aff>
        <aff id="aff2">
          <label>2</label>
          <institution>Klinik und Poliklinik fu ̈r Augenheilkunde, Universita ̈t Rostock</institution>
        </aff>
      </contrib-group>
      <fpage>149</fpage>
      <lpage>153</lpage>
      <abstract>
        <p>Kurzfassung. Die konfokale der Laser-Scanning-Mikroskopie ermo¨glicht die Erzeugung hochaufgelo¨ster Aufnahmen von Nerven- und Zellstrukturen der Kornea in vivo. Ein Hindernis bei der Generierung großfla¨chiger Abbildungen durch etablierte Mosaikbildmethoden sind Verzerrungen in den aufgenommenen Bildern, die durch unvermeidbare Augenbewegungen verursacht werden. Diese Arbeit pra¨sentiert ein Verfahren zur elastischen Registrierung solcher Bildserien, welches durch die Beru¨cksichtigung der spezifischen Eigenschaften des Aufnahmesystems in der Lage ist, die Bewegungsartefakte zu erkennen und zu korrigieren.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>Einleitung</title>
      <p>nicht-affinen Verzerrungen ist ein solcher Ansatz nicht ausreichend fu¨r eine
exakte Registrierung von CLSM-Aufnahmen der Kornea. Diese Arbeit beschreibt
einen neuen Ansatz zur elastischen Registrierung solcher Bildserien, welcher die
spezifischen Eigenschaften des Aufnahmesystems beru¨cksichtigt.
2</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Material und Methoden</title>
      <p>Fu¨r die Akquisition der Bilddaten wurde das konfokale
Laser-Scanning-Mikroskop HRTII (Heidelberg Retina Tomograph II) mit dem RCM-Modul (Rostock
Cornea Module) verwendet. Das Mikroskop liefert 30 Aufnahmen pro Sekunde
mit einem Bildfeld von 400 400 m2 (384 384 Pixel, 8 Bit Grauwerte).</p>
      <p>Zur Erzeugung eines Bildes wird das Bildfeld punktweise Zeile fu¨r Zeile
abgetastet. Unvermeidbare Augenbewegungen fu¨hren in praktisch allen
in-vivoCLSM-Aufnahmen der Kornea zu Bewegungsartefakte in Form von verzerrt
dargestellten Bildbereichen. Wa¨hrend der Aufnahmedauer einer einzelnen Bildzeile
( 0,065 ms) bewegt sich das Auge maximal um etwa 1 m bzw. eine
Pixelbreite; die Bildzeilen ko¨nnen somit als starr und unverzerrt angenommen werden. In
der Zeitspanne einer Einzelbildaufnahme ( 24 ms) kann sich das Auge jedoch
um bis zu 400 m bzw. eine komplette Bildbreite bewegen. Augenbewegungen in
horizontaler Richtung fu¨hren zu einem horizontalen Versatz folgender Bildzeilen,
Augenbewegungen in vertikaler Richtung verursachen eine vertikale Stauchung
oder Dehnung des abgebildeten Bereichs in den Aufnahmen.</p>
      <p>Mit dem nachfolgend beschriebenen Algorithmus wird die unbekannte
Trajektorie s(t) des untersuchten Auges, also der Verlauf der Lage des Auges relativ
zum Bezugssystem des Mikroskops u¨ber der Zeit, aus korrespondierenden
Bildbereichen einer Bildfolge gescha¨tzt. Aus der ermittelten Trajektorie des Auges
wa¨hrend der Bildaufnahme und den bekannten Aufnahmezeitpunkten aller
Bildzeilen lassen sich die Bildzeilen zueinander in Beziehung setzen und somit die
Bilder zuru¨ck in den unverzerrten Zustand transformieren.</p>
      <p>In einem ersten Schritt werden fu¨r jedes Bildpaar (In 1; In) einer Bildserie
(I1; : : : ; IN ) Korrespondenzen zwischen Bildbereichen ermittelt. Dazu wird In
in 12 Teilbilder in;k (1 k 12) zu je 32 Bildzeilen aufgeteilt. Fu¨r jedes
Teilbild in;k wird mit Hilfe der Phasenkorrelationsfunktion ein Versatzvektor un;k
zum Vorga¨ngerbild In 1 berechnet. Versatzvektoren, die mit einem zu geringen
Korrelationswert ermittelt wurden, werden in der weiteren Auswertung nicht
beru¨cksichtigt.</p>
      <p>
        Im zweiten Schritt wird die Trajektorie s(t) gescha¨tzt. Dazu werden aus den
Versatzvektoren un;k Stu¨tzpunkte des Bewegungsverlaufs u¨ber die gesamte
Aufnahmedauer der Bildserie ermittelt, die im zeitlichen Abstand von 2 ms jeweils
in der Mitte der Aufnahmedauer eines Teilbilds liegen. Die technisch bedingten
Aufnahmepausen von ca. 9,3 ms zwischen zwei Aufnahmen werden zu diesem
Zweck mit 4 Stu¨tzpunkten grob abgescha¨tzt, so dass insgesamt 16 Stu¨tzpunkte
im Zeitraum vom Beginn eines Bilds bis zum Beginn des folgenden Bilds liegen.
Jeder Versatzvektor un;k entspricht einer relativen Lagea¨nderung des Auges um
un;k = s(t2)
s(t1)
(
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>
        )
Dabei entspricht der Punkt s(t2) exakt dem Stu¨tzpunkt des Teilbilds in;k auf
dem Bewegungsverlauf. Der Punkt s(t1) hingegen liegt im Allgemeinen zwischen
zwei Stu¨tzpunkten (Abb. 1). Gleichung 1 wird in die diskrete Form
un;k = wn;k S
u¨berfu¨hrt, mit einem Zeilenvektor wn;k 2 R16N , der fast u¨berall mit dem Wert
0 besetzt ist und dessen Komponenten paarweise den Stu¨tzpunkten in s
zugeordnet sind. An der t2 entsprechenden Position wird der Wert 1 eingetragen.
Der theoretisch an der t1 entsprechenden Position einzutragende Wert 1 wird
im Verha¨ltnis der Absta¨nde auf die beiden benachbarten Positionen aufgeteilt.
Die Zeilen der Matrix S 2 R16N 2 entsprechen den gesuchten Stu¨tzpunkten des
Bewegungsverlaufs. Nach Gleichung 2 la¨sst sich mit allen vorliegenden
Versatzvektoren un;k das lineare Gleichungssystem
      </p>
      <p>U = W S
aufstellen. Das Gleichungssystem ist im Allgemeinen singula¨r, da sich bei
einer Bildserie von N Bildern mit insgesamt 12N Teilbildern maximal 12(N 1)
voneinander unabha¨ngige Beziehungen aufstellen lassen. Zur Lo¨sung des
Gleichungssystems wird deshalb ein zu minimierendes Energiefunktional
f (S) = jjW S</p>
      <p>U jj 22 +
jjLSjj 22 + (∑ S)2
definiert. Der erste Term fordert die Anpassung der Trajektorie auf die
Versatzvektoren, die zwei gewichteten Regularisierungsterme fordern die
Minimierung der Kru¨mmung des gescha¨tzten Bewegungsverlaufs und die Festlegung des
Ursprungs des globalen Koordinatensystems auf den Mittelpunkt von S. Die
Tridiagonalmatrix L berechnet numerisch die zweite Ableitung von S, wodurch
Stu¨tzpunkte ohne korrespondierende Teilbildregistrierung interpoliert werden.
Aus Gleichung 4 ergibt sich das regula¨re Gleichungssystem
(W T W +</p>
      <p>LT L +</p>
      <p>
        E)S = W T U
mit der Einsmatrix E, das sich nach S lo¨sen la¨sst. Die Stu¨tzpunkte der
Trajektorie in S definieren die mittlere Lage aller Teilbilder in einem globalen
Koordinatensystem. Durch quadratische Interpolation zwischen den Stu¨tzpunkten
(
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2">2</xref>
        )
(
        <xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>
        )
(
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
        )
(
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
        )
y2
y1
y
t(y1)
      </p>
      <p>Zeit
Trajektorie
t(y2)</p>
      <p>Laserkoordinate</p>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>Aufnahme Bild In-1</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-2">
        <title>Aufnahme Bild In</title>
        <p>Abb. 1. Skizze des Aufnahmeprozesses fu¨r einen Objektpunkt (nur fu¨r die
y-Koordinate); die Punkte auf der Trajektorie und die Unterteilungen der Zeitachse markieren
die gesuchten Stu¨tzpunkte.
werden schließlich die Lagevektor aller Bildzeilen der Einzelbilder berechnet und
daraus registrierte, bewegungskorrigierte Einzelbilder erzeugt (Abb. 2).</p>
        <p>Das beschriebene Verfahren wurde an 20 Bildserien mit jeweils 96 Bildern
getestet. Die elastisch korrigierten Bildserien wurden zuerst visuell begutachtet.
Anschließend wurde fu¨r alle korrigierten Bildpaare (In 1; In) eine rigide
Registrierung auf Basis der normalisierten Kreuzkorrelation durchgefu¨hrt.
3</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Ergebnisse</title>
      <p>Insgesamt 20 der 1900 Bildpaare (1,05%) konnten mit dem von uns
implementierten Verfahren nicht registriert werden. In allen anderen Fa¨llen wurden die
Bildpaare korrekt registriert und dabei die Bewegungsartefakte deutlich
korrigiert, was durch die Sichtpru¨fung verifiziert wurde (Abb. 2).</p>
      <p>Die Werte der normalisierten Kreuzkorrelation belegen die Genauigkeit des
Registrierverfahrens im Subpixel-Bereich. Das Diagramm in Abb. 3 stellt zur
besseren Lesbarkeit nur die Versatzwerte von bis zu 2 Pixeln dar. Insgesamt 20
Bildpaare (1,05%) weisen eine Abweichung von mehr als 2 Pixeln auf. Bei 1752
Bildpaaren (93,19%) verbleibt nach der elastischen Registrierung ein Versatz von
weniger als 0,5 Pixeln.
4</p>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Diskussion</title>
      <p>Die Sichtpru¨fung zeigt, dass bei 17 der 20 nicht registrierten Bildpaare die
Fehlregistrierung durch sehr schnelle Augenbewegungen von mehr als 8 m/ms
verursacht wurde. Zwei der missglu¨ckten Registrierungen lassen sich auf ein zu
geringes Signal-Rausch-Verha¨ltnis zuru¨ckfu¨hren. In einem Fall ko¨nnen wir uns
die fehlgeschlagene elastische Registrierung bisher nicht schlu¨ssig erkla¨ren.</p>
      <p>Serie5(52)</p>
      <p>Serie5(53)</p>
      <p>Serie5(54)
Abb. 2. Teilsequenz einer Bildserie; oben: Originalaufnahmen; unten: registrierte
Bilder im globalen Koordinatensystem; die Markierung verdeutlicht bewegungsbedingte
Verzerrungen im zweiten Bild (die linke untere Ecke liegt jeweils am selben Punkt des
SNP).
Abb. 3. Gemessene Restabweichungen nach der elastischen Registrierung.
0
0.2
0.4
0.6
0.8 1 1.2
Restabweichung [Pixel]</p>
      <p>Die U¨ berpru¨fung der elastischen Registrierergebnisse durch die starre
Registrierung mit normalisierter Kreuzkorrelation zeigt fast durchweg Ergebnisse im
sehr guten Subpixel-Bereich. Das mit u¨ber 90 Pixeln Versatz deutlich
schlechteste Resultat konnte auf ein falsches Registrierergebnis des Kreuzkorrelationstests
zuru¨ckgefu¨hrt werden, in allen anderen Fa¨llen lieferte die rigide Registrierung
plausible Versatzwerte. Alle 20 Fa¨lle mit einem Versatz von mehr als 2 Pixeln
zeigen sta¨rkere Verzerrungen in den Aufnahmen, die durch die elastische
Registrierung zwar nicht vollsta¨ndig entfernt, aber deutlich verringert wurden.</p>
      <p>In der u¨berwiegenden Zahl der Fa¨lle liefert der beschriebene
Registrieransatz sehr gute Ergebnisse. Da praktisch alle CLSM-Aufnahmen der Kornea
bewegungsinduzierte Verzerrungen aufweisen, sind die Ergebnisse von affinen und
erst recht von rigiden Registrieransa¨tzen grundsa¨tzlich fehlerbehaftet.
Vollelastische Ansa¨tze besitzen im Prinzip zu viele Freiheitsgrade und bergen daher
die Gefahr, neue Deformationen in die Aufnahmen einzubringen, anstatt nur
die Bewegungsartefakte zu korrigieren. Der von uns gewa¨hlte Ansatz ist in der
Lage, die bewegungsinduzierten Verzerrungen zuverla¨ssig zu erkennen und
deutlich zu vermindern. Er kann zur Erzeugung von großfla¨chigen Mosaikbildern aus
in-vivo-CLSM-Aufnahmen von kornealen Strukturen verwendet werden [5].</p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Literaturverzeichnis</title>
    </sec>
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