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        <article-title>Detektion von Koronararterien</article-title>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Andreas Gru¨nauer</string-name>
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          <string-name>Sebastian Zambal</string-name>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Katja Bu¨hler</string-name>
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          <label>0</label>
          <institution>Agfa Healthcare</institution>
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          <institution>VRVis Zentrum fur Virtual Reality und Visualisierung Forschungs-GmbH</institution>
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      </contrib-group>
      <fpage>269</fpage>
      <lpage>273</lpage>
      <abstract>
        <p>Kurzfassung. Die vorliegende Arbeit stellt einen neuen Algorithmus zur hochgenauen und moglichst vollstandigen Detektion von Koronararterien vor. Hierfur werden Ansatze der zwei hochstplazierten Algorithmen des Wettbewerbs "A Grand Challenge in the Clinic II\ (MICCAI 2008) verknupft, erweitert und optimiert. Die Ergebnisse zeigen, dass der Algorithmus bei leicht verbesserter Genauigkeit einen wesentlich hoheren Overlap erzielt als der Gewinneralgorithmus der automatischen und semi-automatischen Kategorie.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
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  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>Einleitung</title>
      <p>Die in diesem Paper vorgestellte Methode zur Extraktion von
Koronargefa¨ßverla¨ufen vereint die Sta¨rken beider Ansa¨tze: Die genaue Detektionsmethode
fu¨r einzelne Teilsegmente von Zambal et al. wird mit einem neuen
Bottom-UpAnsatz zur Rekonstruktion des Gefa¨ßbaumes mit dem Ziel kombiniert,
Gefa¨ßabschnitte u¨ber kontrastmittelarme Regionen hinweg robuster zu verbinden und
somit – unter Erhaltung der Genauigkeit – den Overlap zu erho¨hen.
2
2.1</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Material und Methoden</title>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>Algorithmus</title>
        <p>Der von uns vorgeschlagene Algorithmus zur Detektion der Koronargefa¨ße
gliedert sich in 3 Phasen (Abb. 1):
Phase 1: Bestimmung von Initialisierungspunkten. Zuna¨chst werden
Initialisierungspunkte fu¨r Gefa¨ße in der gesamten Herzregion bestimmt. Um den
Suchraum fru¨hzeitig einzuschra¨nken wird ein einfaches Verfahren angewandt,
das ausgehend vom Mittelpunkt des Volumens mittels Kantendetektion und
First-Hit Raycasting U¨ berga¨nge zwischen Herzmuskel und Lungengewebe
detektiert. Mittels der resultierenden Maske werden herzfremde Regionen (Lunge,
etc.) großteils ausgeblendet.</p>
        <p>Basis fu¨r die Berechnung von Initialisierungspunkten ist das von Zambal et al.
vorgestellte Verfahren zur Detektion von Kandidaten fu¨r die Gefa¨ßbaumwurzeln.
Das Verfahren wurde aber in Hinblick auf Allgemeinheit, Robustheit und Anzahl
der falsch positiven Ergebnisse modifiziert und verbessert.</p>
        <p>Zur Berechnung von Initialisierungspunkten wird fu¨r jedes Voxel u¨berpru¨ft,
ob dieses auf der Oberfla¨che eines Gefa¨ßes lokalisiert ist. Unter der
Annahme einer zylindrischen Form der Gefa¨ßverla¨ufe wird zuna¨chst mittels
Gradient die Normale auf die Gefa¨ßoberfla¨che (erste Achse) bestimmt. Durch
FirstHit-Raycasting werden Gefa¨ßdurchmesser und Gefa¨ßmittelpunkt ermittelt. Auf
A
orta
(a)</p>
        <p>A
orta
(b)</p>
        <p>A
orta
(c)
Abb. 1. Ergebnisse der drei Phasen des Algorithmus: Initialisierungspunkte inkl.
Orientierung (a), Extraktion der Gefa segmente (b), Erweiterung der Baumstruktur (c).
¨ahnliche Weise wird die zweite Achse normal zur ersten berechnet. Nur
Gefa¨ßmittelpunkte, fu¨r deren Berechnung alle Kriterien (Schwellwerte fu¨r Gradienten,
La¨ngenverha¨ltnis der Achsen) zutreffen, werden als Initialisierungspunkte
klassifiziert. Durch obige Berechnungen ko¨nnen Radius und Orientierung des Gefa¨ßes
an der entsprechenden Position abgeleitet werden.</p>
        <p>Phase 2: Extraktion der Gefa segmente. Ausgehend von jedem
Initialisierungspunkt wird ein Gefa¨ßsegment extrahiert, wobei mit zylindera¨hnlichen
Modellen der Gefa¨ßverlauf in beide Richtungen verfolgt wird.
Initialisierungspunkte, die bereits innerhalb eines detektierten Segments liegen, werden im
Weiteren nicht mehr behandelt. Dieser Ansatz orientiert sich im Wesentlichen an der
Methode von Zambal et al., wobei allerdings keine Bifurkationen einzelner
Segmente berechnet werden. Das Ergebnis der Extraktionsphase ist eine Menge an
unverbundenen, verzweigungsfreien Gefa¨ßsegmenten.</p>
        <p>Phase 3: Generieren der Baumstruktur. Jedes Gefa¨ßsegment besteht aus
einer Folge von Stu¨tzstellen bzw. Knoten. Diese werden in Phase 3 (Abb. 1a) zu
zwei kompletten Gefa¨ßba¨umen zusammengefu¨gt. Ausgehend von den zwei vom
Benutzer markierten Wurzeln der Koronararterienba¨ume werden die
Gefa¨ßba¨ume aufgebaut. Initial repra¨sentiert jedes Wurzelsegment einen Baum. In jeder
Iteration wird nun versucht den bestehenden Baum durch Hinzufu¨gen von
Segmenten zu erweitern. Kann keine Erweiterung mehr gefunden werden, terminiert
der Algorithmus. Fu¨r eine Erweiterung werden drei verschiedene Verbindungen
in folgender Reihenfolge in Betracht gezogen:
1. I-Verbindung: Von Endknoten des aktuellen Baumes zu Endknoten eines
noch freien Segments
2. T-Verbindung: Von Endknoten des aktuellen Baumes zu innerem Knoten
eines noch freien Segments
3. Y-Verbindung: Von inneren Knoten des aktuellen Baumes auf Endknoten
eines noch freien Segments
D.h., eine Erweiterung durch I-Verbindung wird einer Erweiterung durch
TVerbindung vorgezogen. Eine T-Verbindung wird wiederum einer Y-Verbindung
vorgezogen. Die Reihenfolge, in der Knoten beider Ba¨ume nach Verbindungen
abgesucht werden, richtet sich nach der La¨nge ihres Pfades zur jeweiligen Wurzel.
Dadurch wachsen beide Ba¨ume parallel und es wird verhindert, dass Segmente
einem Gefa¨ßbaum zugeordnet werden, die fu¨r den anderen Baum eine optimalere
Verbindung darstellen wu¨rden.
2.2</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-2">
        <title>Evaluierungsframework</title>
        <p>FAu¨lgrodriitehmEvaElvuaieluruantigondeFsraAmlgeowroitrhk“mhuesrwanugredzeogdeans. ”DRaosttFerradmamewCorokroenvaarlyuieArrttaeruyf
Basis von 32 CTA Datensa¨tzen, auf denen jeweils vier Koronararterien von
erfahrenen Spezialisten markiert wurden. Die Referenzverla¨ufe von 8 Datensa¨tzen
stehen als Trainingsbasis den Entwicklern zur Verfu¨gung. Die Referenzverla¨ufe
fu¨r die anderen 24 Datensa¨tze sind nicht verfu¨gbar. Die Evaluierung dieser 24
Datensa¨tze kann nur online erfolgen. Zum U¨ berpru¨fen unserer Hypothesen
(besserer Overlap unter Erhaltung der Genauigkeit) verwenden wir zwei der vom
Framework zur Verfu¨gung gestellten Metriken: Gefa¨ßu¨berlappung und
Genauigkeit innerhalb des Gefa¨ßes. Gefa¨ßu¨berlappung (Overlap, kurz OV) gibt an,
wieviel Prozent der Referenzlo¨sung von der berechneten Lo¨sung abgedeckt
werden. Die Genauigkeit innerhalb des Gefa¨ßes (Accuracy inside vessel, kurz AI)
gibt den mittleren Abstand (in mm) zwischen berechnetem Gefa¨ßverlauf und
Referenzlo¨sung an, beru¨cksichtigt dabei aber nur Gefa¨ßverla¨ufe, die innerhalb
des Referenzgefa¨ßes liegen.
3</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Ergebnisse</title>
      <p>Die Evaluierung auf den 24 Testdatensa¨tzen (Abb. 2) ergibt eine
Gesamtverbesserung des Overlaps um 4.8 % von 84.7 % auf 89.5 %. Besonders signifikant ist
die Verbesserung bei Datensatz 26 (Abb. 3), der einen hohen Grad an
Stenosen aufweist. Hier konnte der Overlap von zuvor 30.1 % auf 53.8 % verbessert
werden.</p>
      <p>
        Die Genauigkeit innerhalb der Gefa¨ße (AI) hat sich um 0.04 mm von 0.28
mm auf 0.24 mm verbessert. Sie liegt damit deutlich unter der durchschnittlichen
Voxelgro¨ße der Datensa¨tze (ca. 0.30 mm) und ist nur um 0.01 mm geringer als
die des Gewinners des MICCAI-Wettbewerbs in der interaktiven Kategorie [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref6">5</xref>
        ].
4
      </p>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Diskussion</title>
      <p>Alles in allem wurden die gesteckten Ziele ereicht: Bei leichter Verbesserung
der von Zambal erreichten Genauigkeit konnte ein verbesserter Overlap erzielt
100
90
80
) 70
(%60
V
O50
Abb. 2. Vergleich des Overlaps (OV) der 24 Testdatensatze des
Evaluierungsframeworks zwischen der Methode von Zambal et al. (hellgrau) und Grunauer et al.
(dunkelgrau).
Abb. 3. Datensatz 26: (a-c) Ergebnisse der drei Phasen des Algorithmus, (d) Vergleich
der Losungen von Zambal (grau) und Grunauer (schwarz).
werden. Es besta¨tigt sich, dass der vorgeschlagene Algorithmus Gefa¨ße robuster
u¨ber kontrastmittelarme Regionen hinweg verfolgen kann. Aufgrund der neu
eingefu¨hrten Heuristiken bei der Segmentzusammenfu¨hrung ist allerdings bei 6
Datensa¨tzen ein schlechterer Overlap als bei Zambal aufgetreten, wobei 3
Datensa¨tze eine Verringerung von mehr als 5 % aufweisen. Um mit diesen Fa¨llen
korrekt umzugehen, bedarf es einer differenzierteren Behandlung von
anatomischen Variationen, die in der jetzigen Arbeit noch nicht umgesetzt wurde.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Literaturverzeichnis</title>
    </sec>
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