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    <article-meta>
      <title-group>
        <article-title>Modellierung tumorinduzierter Gewebedeformation als Optimierungsproblem mit weicher Nebenbedingung</article-title>
      </title-group>
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          <string-name>Andreas Mang</string-name>
          <email>mang@imt.uni-luebeck.de</email>
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        <contrib contrib-type="author">
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Alina Toma</string-name>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Thomas Polzin</string-name>
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      </contrib-group>
      <fpage>294</fpage>
      <lpage>298</lpage>
      <abstract>
        <p>Kurzfassung. Ein ungelo¨stes Problem in der nicht-rigiden Bildregistrierung ist die Behandlung von pathologie-bedingten, morphologischen Unterschieden, wie sie beispielsweise bei der ra¨umlichen Normalisierung neuroradiologischer Datensa¨tze, die Tumorpathologie abbilden, auftreten. Mit der vorliegenden Arbeit liefern wir einen Baustein fu¨r einen modellbasierten Lo¨sungsansatz. Wir schlagen vor, die entstehenden Irregularita¨ten durch eine explizite Modellierung der Pathologie zu umgehen. Im Detail stellen wir die Erweiterung eines auf der Formulierung eines Optimierungsproblems basierenden Ansatzes zur Modellierung tumorinduzierter Gewebedeformation vor. Dieser bietet potentiell die Mo¨glichkeit einer direkten Integration in Verfahren der nicht-rigiden Bildregistrierung. Neben einer Darstellung des theoretischen Zusammenhangs mit existierenden Verfahren, zeigen wir experimentell, dass die Hinzunahme einer nicht-linearen Wichtung der Terme des Zielfunktionals eine adaptivere Steuerung der resultierenden Deformationsmuster erlaubt.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>-</title>
      <p>
        Die nicht-rigide Bildregistrierung [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref2">1, 2</xref>
        ] ist ein ma¨chtiges und etabliertes
Werkzeug zur Analyse medizinischer Bilddaten. Es gilt, eine ra¨umliche Abbildung y
zwischen zwei oder mehreren Bildern zu finden, die korrespondierende
Strukturen zur u¨berlagerung bringt. Aus mathematischer Sicht handelt es sich hierbei
um ein schlecht gestelltes, inverses Problem. Um den Lo¨sungsraum auf
physikalisch plausible Abbildungen zu beschra¨nken und damit einhergehend,
Forderungen an die Stetigkeit der Funktion y zu stellen, wird das Zielfunktional
typischerweise um einen Regularisierungsterm (Gla¨tter) erweitert [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>
        ].
      </p>
      <p>
        Betrachten wir das Problem der nicht-rigiden Registrierung eines
neuroradiologischen Datensatzes, der Tumorpathologie abbildet, mit einem standardisierten
Referenzatlas (Anwendungsbeispiele sind die atlasbasierte Segmentierung oder
die Generierung statistischer Pathologieatlanten), so sind die genannten
Grundvoraussetzungen bzgl. Korrespondenz und Stetigkeit verletzt: Es existiert weder
eine der Pathologie entsprechende, morphologische Struktur im Atlas noch ist die
durch den Tumor induzierte Gewebedeformation zwangsweise ”glatt“. Aufgrund
dieser Irregularita¨ten sind existierende Registrierverfahren [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref2">1, 2</xref>
        ] per Definition
nicht in der Lage, eine geeignete Abbildung y zwischen den gegebenen
Bilddaten zu bestimmen. Es ergibt sich die Forderung nach neuen Lo¨sungsstrategien.
Eine naheliegende Vorgehensweise ist, den durch die Pathologie betroffenen
Bereich aus der Optimierung des Zielfunktionals auszublenden [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>
        ]. Eine ku¨rzlich
vorgeschlagene [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
        ], elaboriertere Strategie – die nicht nur eine Lo¨sung fu¨r das
Korrespondenzproblem bietet, sondern auch die Mo¨glichkeit der Scha¨tzung
patientenindividueller Modellparameter erlaubt – ist die explizite Integration eines
bio-physikalischen Pathologiemodells [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5 ref6">5, 6</xref>
        ] in die Registrierung. Wir folgen
diesem Ansatz und stellen eine Erweiterung des in [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref6">6</xref>
        ] vorgestellten Modells vor.
      </p>
      <p>
        Der wesentliche Beitrag der vorliegenden Arbeit ist (i) die Einfu¨hrung einer
nicht-linearen Wichtung der Terme des Zielfunktionals in Abha¨ngigkeit der
vorliegenden Zelldichte, (ii) eine explizite Bestrafung der Deformation rigider
Strukturen, (iii) eine adaptive Auswertung des Zielfunktionals durch eine numerische
Integration u¨ber das Teilgebiet des Einflussbereiches der einzelnen Parameter
des Deformationsmodells und (iv) die Verwendung analytischer Ableitung fu¨r
die Optimierung des Zielfunktionals. Weiter zeigen wir mittels
Variationsrechnung den theoretischen Zusammenhang mit existierenden Arbeiten [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
        ].
2
      </p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Material und Methoden</title>
      <p>In den folgenden Abschnitten rekapitulieren wir den Ansatz zur Modellierung der
raumzeitlichen Dynamik kanzero¨ser Zellen und berichten u¨ber die theoretischen
und numerischen Hintergru¨nde des vorgeschlagenen Modells.
2.1</p>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>Mathematisches Modell</title>
        <p>
          Wir beginnen mit der Beschreibung des kontinuierlichen Modells fu¨r die
raumzeitliche Dynamik der Tumorzelldichte. Gesucht wird eine Funktion u˜ : ΩB ×
[0, τ ] → R 0, ΩB ⊂ Ω := (ω11, ω12) × · · · × (ωd1, ωd2) ⊂ Rd, d ∈ {2, 3}, welche die
partielle Differentialgleichung
∂tu˜(x, t) = ∇ · (D(x)∇u˜(x, t)) + ρu˜(x, t)(1 − u˜(x, t)),
auf ΩB × (0, τ ]
(1)
mit den Rand- und Anfangsbedingungen ∂n^u˜(x, t) = 0 auf ∂ΩB × (0, τ ] und
u˜(x, 0) = u˜S exp(−∥x − xS ∥22/(2σ2)) auf Ω¯B (unter der Annahme u˜ ∈ C2(ΩB ×
(0, τ ), R 0) ∩ C(Ω¯B × [0, τ ])) erfu¨llt. Hierbei repra¨sentiert ΩB mit Abschluss
¯
ΩB := ΩB∪∂ΩB das durch das zerebrale Gewebe eingenommene Gebiet, ρ ∈ R 0
die Wachstumsrate, D : Ω → Rd d einen linear gewichteten Diffusionstensor,
nˆ ∈ Rd den Normaleneinheitsvektor auf dem Rand ∂ΩB, xS ∈ Rd den Saatpunkt
und u˜S ∈ R 0 die initiale Zelldichte mit Standardabweichung σ ∈ R 0. Fu¨r eine
detailliertere Beschreibung verweisen wir auf [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref6">6</xref>
          ].
        </p>
        <p>Die Modellierung der tumorinduzierten Gewebedeformation erfolgt
basierend auf der zu einem diskreten Simulationszeitpunkt tj = qj, j = 0, . . . , m,
q = τ /m, vorliegenden Zelldichte u˜. Fu¨r eine anschauliche Beschreibung
fu¨hren wir die zeitdiskrete Repra¨sentation u˜j (x) := u˜(x, tj ) unter der Annahme
u˜j ∈ U := L2(Ω, R 0) ein. Entsprechend markieren wir im Folgenden alle zu
einem diskreten Zeitpunkt tj ausgewerteten Funktionen mit einem oberen
Index j. Die Deformation wird u¨ber einen parametrischen Ansatz beschrieben. Die
abbildende Funktion yj (x; µ) := y(x; µ, tj ), yj ∈ Y := C2(Ω, Rd) ist gegeben
durch</p>
        <p>υ
yj (x) = x + ∑
· · ·
υ
∑
d
∏ bki (µi)ψlj1+k1,...,ld+kd
kd=0 i=1
k1=0
Hierbei ist bki eine B-Spline-Basisfunktion des Grades υ ∈ N. Weiter ist µi =
xi/hiG − ⌊xi/hiG⌋, µi ∈ R 0 die relative Position bezu¨glich des dem Parameter
ψl ∈ Rd zugeo¨rigen Gitterpunktes mit Index l = (l1, . . . , ld) ∈ Zd, li = ⌊xi/hiG⌋−
1 innerhalb des Gitters G = h1GGm1G × · · · × hdGGmdG ∈ Rd(m1G+3) (mdG+3),
GmiG = {li ∈ Z : −1 ≤ li ≤ miG + 1} mit Zellgro¨ße hG = (h1G, . . . , hdG) ∈ Rd&gt;0.</p>
        <p>
          Die Modellierung der Deformation des zerebralen Gewebes erfolgt u¨ber die
Formulierung eines Optimierungsproblems. Gesucht wird diejenige Abbildung
yj , welche die Bedingung J : Y × U × U → R, Ju~,v~[yj ] := J [yj , u˜j , v˜j ]
yj
Ju~,v~[yj ] = Pu~,v~[yj ] + α Cu~[yj ] −→
min
erfu¨llt. Hierbei ist P : Y × U × U → R, Pu~,v~[yj ] := P[yj , u˜j , v˜j ], ein Potential,
welches die Deformation antreibt, C : Y × U → R, Cu~[yj ] := C[yj , u˜j ] eine
weiche Nebenbedigung und α ∈ R 0 ein Regularisierungsparameter. Das Potential
in (3) ist gegeben durch
(2)
(3)
(4)
(5)
Ω
wobei das nicht-lineare Funktional w(u˜j (x)) = p1 exp(−p2(u˜j (x)/κ) 2 − p2(2 −
(u˜j (x)/κ)2) 1) eine Wichtung (gesteuert durch p1, p2 ∈ R 0, κ ∈ R&gt;0) in
Abha¨ngigkeit der vorliegenden Zellkonzentration u˜j erlaubt (Abb. 1 (links)); v˜j
repra¨sentiert eine ‘Referenzzelldichte’. Basierend auf der Annahme, dass
Gewebe nahezu inkompressibel ist [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
          ], wa¨hlen wir als weiche Nebenbedingung [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref7">7</xref>
          ]
∫
Cu~[yj ] =
β(x, u˜(x))(log(det((∂xi2 yij1 (x))i1,i2 )))2 dx.
        </p>
        <p>1 ∫
2 Ω
Pu~,v~[yj ] =</p>
        <p>(v˜j (x) − w(u˜j (x))u˜j (yj (x)))2dx
Abb. 1. Wichtung des Potentials P (links; unterschiedliche Werte fu¨r p1; p2;
und der Nebenbedingung C (rechts; Variation von ).
= 1:0)
Fu¨r eine bio-physikalisch plausible Anna¨herung der Gewebeeigenschaften
fu¨hren wir das nicht-lineare Wichtungsfunktional β(x, u˜(x)) = 10ζ(x)ξ(u˜j (x)) =
10ζ(x) (2 − 2(1 + exp(−γu˜j (x))) 1) ein, wobei ζ : Ω → {−4, 0}, ζ(x) = −4 | 0
falls x ∈ ΩL | sonst mit ΩL ⊂ Ω (Gehirn-Ru¨ckenmarks-Flu¨ssigkeit). Der Trend
der Funktion ξ ist fu¨r unterschiedliche γ ∈ R 0 in Abb. 1 (rechts) dargestellt.</p>
        <p>
          Abschließend beleuchten wir die theoretischen Hintergru¨nde des
vorgeschlagenen Deformationsmodells (Einer klaren Darstellung wegen verwerfen wir
sowohl den oberen Index j als auch die Abha¨ngigkeit der Abbildung y von den
Parametern ψ). Bestehende Ansa¨tze [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4 ref5">4, 5</xref>
          ] modellieren die Gewebedeformation
basierend auf einem Kraftfeld b ∝ ∇u˜. Um einen Zusammenhang zu diesen
herzustellen, bedienen wir uns der Variationsrechnung: Gegeben sei das Funktional
P, Funktionen u˜, v˜ ∈ U , die Abbildung y ∈ Y sowie eine Testfunktion v ∈ Y.
Gesucht ist das Gˆateaux-Differential δPu~,v~[y; v] = limε!0 1ε (Pu~,v~[y + εv] − Pu~,v~[y])
der Funktion Pu~,v~ an der Stelle y ∈ Y in Richtung der Testfunktion v ∈ V.
Nutzen wir die Taylor-Entwicklung u˜(y(x) + εv) = u˜(y(x)) − ε⟨∇u˜(y(x)), v(x)⟩Rd +
O(ϵ2) mit ε ∈ R 0 am Entwicklungspunkt y erhalten wir nach einigen
elementaren Umformungen die Gˆateaux-Ableitung
δPu~,v~[y; v] =
∫
        </p>
        <p>
          Rd
⟨b(x, y(x)), v(x)⟩Rd dx
(6)
Hierbei bezeichnet b(x, y(x)) = (v˜(x) − w (u˜(x)) u˜ (y(x))) w(u˜(x))∇u˜ (y(x)) in
Analogie zu variationellen Ansa¨tzen aus der Bildregistrierung [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>
          ] eine Kraft,
womit die Verbindung zu bestehenden Ansa¨tzen [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
          ] hergestellt ist.
2.2
        </p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-2">
        <title>Numerische Implementierung und Parameter</title>
        <p>
          Fu¨r die Diskretisierung des Anfangsrandwertproblems (1) verwenden wir ein
Euler-Cauchy-Verfahren. Die Zielfunktion (3) wird u¨ber ein
Gradientenabstiegsverfahren (Schrittweite: (min., max.) = (0.1, 0.25 ∥hG∥2), max. 20 Iterationen)
optimiert. Weiter gilt ∀x ∈ Rd : v˜j (x) = 0. Die experimentell bestimmten (fixen)
Modellparameter sind κ = 1.0, γ = 20, α = 0.1, σ = 2.0, u˜S = 0.2, ρ = 0.012 d 1.
Im Gegensatz zu [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref6">6</xref>
          ] erfolgt die Berechnung der in der Nebenbedingung und der
Optimierung auftretenden Ableitungen nicht u¨ber eine Approximation durch
finite Differenzen sondern mittels analytischer Ausdru¨cke.
3
        </p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Ergebnisse</title>
      <p>Ergebnisse fu¨r die Modellierung sind in Abb. 2 gezeigt (d = 2). Die berechneten
Deformationsmuster yj sind diffeomorph. Die Parameter fu¨r die Wichtung des
Potentials P wurden wie in Abb. 2 angegeben varriert (tj = 550 d). Neben diesen
numerischen Experimenten stellen wir ein weiteres Simulationsergebnis einem
Patientendatensatz gegenu¨ber (tj = 650 d). Die Abbildungen zeigen jeweils die
berechnete Zelldichte u˜j und die berechneten Deformationsmuster yj als Gitter
in u¨berlagerung. Die Farbskala fu¨r u˜j ist rechts angegeben. Die Pfeile markieren,
ab welcher relativen Dichte der Tumor in T1- (orange) und T2-gewichteten (blau)
Magnet-Resonanz-Aufnahmen als sichtbar angenommen werden kann.</p>
      <p>Mang et al.</p>
      <p>Abb. 2. Ergebnisse der Modellierung. Links: Wichtung p1 = 0:01, p2 = 0:1; Mitte:
Wichtung p1 = 0:01, p2 = 0:5; Rechts: Vergleich zu realen Daten.
4</p>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Diskussion</title>
      <p>
        Die vorliegende Arbeit stellt Erweiterungen und eine theoretische Einordnung
des in [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref6">6</xref>
        ] beschriebenen Ansatzes vor. Es wurde experimentel gezeigt, dass die
Einfu¨hrung nicht-linearer Wichtungsfunktionale (4), (5) eine sehr viel adaptivere
Steuerung der modellierten Deformationsmuster erlaubt. Generell ist
festzuhalten, dass das vorgestellte Modell nicht dafu¨r entwickelt wurde, in-vivo
beobachtete Deformationsmuster exakt zu reproduzieren, sondern als bio-physikalischer
Prior fu¨r eine modellbasierte Registrierung von Tumorbilddaten dient. Ein
qualitativer Vergleich zu patientenindividuellen Bilddaten zeigt die Plausibilita¨t;
eine quantitative Validierung des Modells ist nach dem derzeiteigen Stand der
Forschung als große Herausforderung zu bewerten. Die Integration des
vorgestellten Modells in einen Bildregistrieransatz ist aktueller Gegenstand unserer
Forschung und bietet – durch den Vergleich zu existierenden
Bildregistrieralgorithmen [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref2 ref3">1, 2, 3</xref>
        ] – die Mo¨glichkeit einer ersten quantitativen Bewertung des
vorgestellten Modells.
      </p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Literaturverzeichnis</title>
    </sec>
  </body>
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