<!DOCTYPE article PUBLIC "-//NLM//DTD JATS (Z39.96) Journal Archiving and Interchange DTD v1.0 20120330//EN" "JATS-archivearticle1.dtd">
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      <title-group>
        <article-title>Antrieb und Verfolgung von magnetischen Partikeln im MRT</article-title>
      </title-group>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Christian Dahmen</string-name>
          <email>christian.dahmen@uni-oldenburg.de</email>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Tim Wortmann</string-name>
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          <label>0</label>
          <institution>Abteilung Mikrorobotik und Regelungstechnik, Universitat Oldenburg</institution>
        </aff>
      </contrib-group>
      <fpage>344</fpage>
      <lpage>348</lpage>
      <abstract>
        <p>Kurzfassung. Durch die Modi kation einer MRT Pulssequenz und eines Rekonstruktionsprogrammes kann auf magnetische Objekte zeitlich verschrankt Kraft ausgeubt und deren Position bestimmt werden. Zusammen mit einer geeigneten Regelung entsteht ein vielseitiges robotisches System. Es werden hierzu Objekterkennung, -verfolgung und antrieb implementiert und getestet. Die Methoden werden im Experiment an einem Phantom getestet, wobei als Objekte eine Stahlkugel und eine Kapsel mit Ferro uid gewahlt wurden. Die Objekte werden initial in einem 3D Volumenbild durch merkmalsbasierte Mustererkennung lokalisiert und anschlie end per Templatematching in einzelnen Schichtbildern verfolgt. Das Verfahren wird anhand von zusatzlichen Videoaufnahmen und einem strukturierten Referenzmuster uberpruft.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
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  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>Einleitung</title>
      <p>2</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Material und Methoden</title>
      <p>und von der MRT Hardware ausgefu¨hrt. Durch die ru¨ckgewonnenen Messsignale
wird dann erneut die Position bestimmt. Ziel dieser Arbeit sind Implementierung,
Integration und Test von Artefakterkennung, -verfolgung sowie des
Gradientencontrollers. High Level Controller und Low-Level Controller sowie die
entsprechenden Signalpfade sind fu¨r die durchgefu¨hrten Experimente im Rahmen dieser
Arbeit nicht verwendet worden.
e
G
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n
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Fu¨r die Experimente stand ein SIEMENS Magnetom Verio 3T Gera¨t zur
Verfu¨gung. Eine Fast Low Angle SHot (FLASH) Sequenz wurde dahingehend
modifiziert, dass Gradienten fu¨r den magnetischen Antrieb mit der u¨blichen FLASH
Sequenz zeitlich verschra¨nkt werden. Der magnetische Antrieb erfolgt gema¨ß der
Gesetzma¨ßigkeit</p>
      <p>Die wirkende Kraft −→F ist proportional zum Objektvolumen Vm, der
Magnetisierung −M→ und dem Gradienten der magnetischen Feldsta¨rke −→H. Die
modifizierte Sequenz ist in Abbildung 2 dargestellt. Einer Bildaufnahme geht jeweils eine
Antriebsphase voran. Der Antriebsvektor muss zuna¨chst vom physikalischen
Koordinatensystem in das logische Koordinatensystem der Sequenz (SliceSelection,
−→F =
0Vm
(−M→ · ∇) −→H
Messung</p>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>MRT System</title>
        <p>(1)
Fal 1:
3D Bild
Fal 2:
2D Schicht</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-2">
        <title>MRI Artefakt</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-3">
        <title>Erkennung</title>
        <p>rgenuiiliitsanI</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-4">
        <title>MRI Artefakt</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-5">
        <title>Verfolgung</title>
        <p>Positionen
kAtuel
ePsoiti
o
n
e
n</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-6">
        <title>MRT Hardware</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-7">
        <title>K-Raum</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-8">
        <title>Daten</title>
        <p>Bildrekonstruktion</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-9">
        <title>Bildverarbeitung</title>
        <p>Gradientenparameter Bildgebung</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-10">
        <title>Regelung</title>
        <p>Abb. 1. Funktionsweise der geplanten MRT-basierten Positionsregelung. Die
Objekterkennung initialisiert die Objektverfolgung. Basierend auf den Positionsdaten
werden in der Regelung die Pfadplanung und die Berechnung der Stellgro en (Gradienten)
durchgefuhrt. Die MRT Hardware fuhrt die Antriebs- und die Bildgebungsphase aus
und stellt neue Messungen fur die Objektverfolgung bereit.</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-11">
        <title>High Level</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-12">
        <title>Controller</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-13">
        <title>Low Level</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-14">
        <title>Controller</title>
        <p>Sol -Positionen
Gradientenparameter
Antrieb</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-15">
        <title>Gradienten</title>
      </sec>
      <sec id="sec-2-16">
        <title>Controller</title>
        <p>PhaseEncoding, Readout) transformiert werden. Prinzipiell ko¨nnte der Antrieb
noch weiter mit der Bildaufnahme verschra¨nkt werden, beispielsweise durch
Antriebsphasen nach jeder gelesenen K-Raum Zeile. Der Senkung der Totzeit im
Regelkreis steht hier jedoch ein geringerer Auslastungsgrad der Gradienten durch
die ho¨here Zahl der Pulsflanken entgegen. Außerdem ist von sta¨rkeren
Bewegungsartefakten auszugehen.</p>
        <p>
          Die Positionsbestimmung wird durch die merkmalsbasierte Objekterkennung
[
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
          ] initialisiert. In einer Nachbarschaft um das gefundene Objekt wird ein
Template T extrahiert. Fu¨r jedes Suchbild I berechnet sich die Korrelationsmatrix
C aus
        </p>
        <p>xt yt
C (xp; yp) = ∑ ∑ I (xp + x; yp + y) · T (x; y)
x=0 y=0
(2)</p>
        <p>Um das Maximum der Korrelationsmatrix wird per Schwellwertverfahren
eine Region segmentiert, deren Schwerpunkt dann dem Objektschwerpunkt
entspricht.</p>
        <p>Als Versuchsaufbau wurde eine mit reinem Wasser gefu¨llte Plexiglasbox
(Abmessungen 300 mm × 300 mm × 300 mm) mit einer Stahlkugel (d = 2:5 mm)
bestu¨ckt. Dadurch steht eine Signal- und Artefaktquelle zur Verfu¨gung.
Gleichzeitig kann die Bewegung der Kugel nicht nur u¨ber das MRT Tracking sondern
auch mit einer Videokamera nachvollzogen werden. In diesem Fall wurden die
Parameter Te = 10 ms, Tr = 97; 3 ms, Flipwinkel 15 Grad und Matrixgro¨ße
128 × 128 verwendet. Gradientensta¨rke war 20 mT/m mit einer Dauer von 0,5
s. Als alternatives Objekt wurde eine schwimmende Kunststoffkapsel mit
einem Ferrofluid (Ferrotec Corporation, Eisenoxydnanopartikel mit Gro¨ßen von
≈ 10 nm) verwendet. Die Sequenzparameter in diesem Fall waren Te = 2; 8 ms,
Tr = 26; 9 ms, Flipwinkel 15 Grad und Matrixgro¨ße 256 × 256. Der verwendete
Gradient zur Fortbewegung war in diesem Fall 20 mT/m mit einer Dauer von 2
s. Zur Bestimmung der Messgenauigkeit wurde eine strukturierte
Plexiglasscheibe mit darauf fixierter Stahlkugel verwendet. Die Experimente wurden ohne
geschlossenen Regelkreis durchgefu¨hrt.</p>
        <p>Abb. 2. Pulsdiagramm der modi zierten FLASH Sequenz. Der Bildakquise ist eine
Antriebsphase vorgeschaltet.</p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Ergebnisse</title>
      <p>Abb. 3 (a) und (b) zeigen den Versuchsaufbau im MRT und als Beispiel eine
Schichtaufnahme vom Tracking der Stahlkugel. Die Objekte bewegen sich in die
vorgegebene und gewu¨nschte Richtung und ko¨nnen im Kamera- und MRT-Bild
jeweils verfolgt werden. Die Trajektorien der Stahlkugel und Ferrofluidkapsel
sind in Abb. 3 (c) und (d) dargestellt. Fu¨r die gezeigte Bewegung beno¨tigt die
Stahlkugel 16s, die Ferrofluidkapsel 160 s. Die Bewegung der Stahlkugel im
Kamerabild weist 6 Kanten auf, jeweils in der Na¨he der Ruhepositionen wa¨hrend
der Bildgebungsphasen.</p>
      <p>Die Genauigkeit der Positionsbestimmung in Ruhelage wurde separat mit
Hilfe der strukturierten Plexiglasscheibe bestimmt und betra¨gt 0.44mm.
Abb. 3. (a) Versuchsaufbau: wassergefullte Akrylbox, (b) Horizontale MRT
Schichtaufnahme durch Akrylbox mit Stahlkugel, (c) Trajektorien in MRT Aufnahmen und
Videobild fur Stahlkugel und (d) Trajektorien in MRT Aufnahmen und Videobild fur
Ferro uidkapsel.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Diskussion</title>
      <p>
        Das Prinzip der zeitlichen Verschra¨nkung von Positionsbestimmung und
Antrieb magnetischer Objekte im MRT wurde demonstriert. Im Gegensatz zu dem
Trackingverfahren in [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>
        ] erlaubt das angewandte Verfahren die Verfolgung
mehrerer Objekte beliebiger Form gleichzeitig, sofern sie in derselben Bildebene
sichtbar sind. Außerdem wird kontinuierlich aktualisiertes Bildmaterial fu¨r die
Navigation bereitgestellt. Durch die vollsta¨ndige Bildakquise ist das Verfahren im
Vergleich zu [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>
        ] langsamer.
      </p>
      <p>Durch den open-loop Betrieb ist die Bewegung trotz konstanter
Antriebsrichtung nicht geradlinig. Die Integration des Reglers wird diese Abweichung
beheben. Durch den geringen Anteil magnetischen Materials an der Kapsel ist
die Bewegung der Ferrofluidkapsel vergleichsweise langsam. Die Abweichung
zwischen den von Video und MRT ermittelten Trajektorien sind unter anderem auf
die Ungenauigkeit der Positionsmessung per Videokamera (Abstand ca. 5 m,
flacher Winkel entlang Patiententisch) zuru¨ckzufu¨hren. Eine tatsa¨chlich deutlich
ho¨here Genauigkeit des Trackings im Bewegungsfall kann erwartet werden.
Weitere Einflussfaktoren sind die Bildgebungsgradienten, die ebenfalls Kraft auf die
Stahlkugel ausu¨ben, sowie Reibungskra¨fte. Diese beiden Faktoren ko¨nnen fu¨r die
im Videobild beobachtete kantige Bewegung verantwortlich sein. Dies muss in
weiteren Versuchen untersucht werden.</p>
      <p>In Zukunft muss die Bildrate von derzeit 1–3 Hz erho¨ht werden. Potential
liefert die partielle K-Raum Akquisition. Fu¨r die Positionsbestimmung im
Bewegungsfall wird eine genauere Referenzmethode beno¨tigt. Nach Integration des
Reglers sollten weitere Versuchsszenarien getestet werden.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Literaturverzeichnis</title>
    </sec>
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