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      <title-group>
        <article-title>Ein diskreter Ansatz zur Modellierung von Tumorwachstum und Strahlentherapie</article-title>
      </title-group>
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      <fpage>379</fpage>
      <lpage>383</lpage>
      <abstract>
        <p>Kurzfassung. Der Einflusses einer Radiotherapie auf die Progression von prima¨ren Hirntumoren wird modelliert. Ein hybrider Ansatz wird fu¨r zellula¨res Tumorwachstum und die Vera¨nderung lokaler Na¨hrstoffkonzentrationen genutzt. Die Na¨hrstoffverteilung wird durch zwei partielle Differentialgleichungen beschrieben und hat direkten Einfluss auf die durch das Modell abgebildeten zellula¨ren Prozesse und umgekehrt. Diese beinhalten Mitose, Chemotaxis und Nekrose, werden mittels eines zellula¨ren Automaten beschrieben und in Abha¨ngigkeit von der Na¨hrstoffkonzentration und der jeweiligen Populationsanzahl durch wahrscheinlichkeitsbedingte Modelle gesteuert. Der Effekt einer Therapie mittels Bestrahlung wird mit Hilfe des linear-quadratischen Modells beschrieben. Dieses ermo¨glicht die Quantifizierung des Bestrahlungseffekts verschiedener Fraktionierungsschemata. Zusa¨tzlich erlaubt die Integration des Zellzyklus in das Wachstumsmodell eine Abbildung der Variabilita¨t der Radiosensitivita¨t einzelner Zellen. Eine qualitative Beurteilung erster Ergebnisse zeigt eine plausible Beschreibung des Tumorwachstums und des Effekts einer Bestrahlung.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>-</title>
      <p>Das Interesse an einer mathematischen Beschreibung der raumzeitlichen
Entwicklung von Tumoren ist vielseitig. Trotz stetiger Bemu¨hungen,
Behandlungsmethoden weiterzuentwickeln, verbleibt die Prognose fu¨r Patienten mit malignen
Hirntumoren schlecht. Ein solides Modell zur Beschreibung des Tumorwachstums
erlaubt es, der Medizin wertvolle zusa¨tzliche Informationen u¨ber die
raumzeitliche Entwicklung zu liefern und ermo¨glicht folglich Aussagen u¨ber den
patientenindividuellen Verlauf. Die zusa¨tzlich Modellierung des Effekts einer Bestrahlung
des Tumors ko¨nnte die Entwicklung geeigneterer, ra¨umlich-adaptiver
Behandlungsmethoden erlauben und dadurch zu einer Verbesserung und Vorhersage
des Therapieverlaufs (z.B. die Lokalisation des Rezidives) fu¨hren.</p>
      <p>
        Die Modellierung der Progression von Hirntumoren ist ein aktives
Forschungsgebiet. Mathematische Modelle ko¨nnen dabei in diskrete und kontinuierliche
Modelle unterteilt werden. In [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>
        ] wird ein drei-dimensionales Modell der
Tumorprogression vorgestellt. Neben einer makroskopischen Beschreibung des
Tumorwachstums anhand des Zellzyklus wird ebenfalls der Einfluss der
Strahlentherapie betrachtet. Der Schwerpunkt wird dabei auf die Variation der
Radiosensitivita¨t in Abha¨ngigkeit von der Zellzyklusphase gelegt. Eine Beschreibung
des diffusen Charakters des Tumors wird nicht vorgenommen. Das in [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2">2</xref>
        ]
vorgestellte Modell beschreibt die Progression des Tumors auf Basis einer
ReaktionsDiffusionsgleichung. Die unterschiedliche Motilita¨t von Krebszellen innerhalb der
grauen und weißen Hirnmasse wird hierbei mittels eines anisotropen
Diffusionskoeffizienten integriert. Dieser Ansatz kann ebenfalls um den Effekt einer
Strahlentherapie erweitert werden [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>
        ]. Diese Modelle vereinfachen jedoch die
komplexen Vorga¨nge auf der mikroskopischen und molekularen Ebene. Das in [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
        ]
vorgestellte Modell basiert auf einem wahrscheinlichkeitsbedingten Ansatz, welcher
die unterschiedlichen Prozesse (Migration, Proliferation, Zelltod) auf zellula¨rer
Ebene simuliert. Prozesse der Angiogenese und des Effekts einer Radiotherapie,
wie sie in [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
        ] beschrieben werden, werden hier vernachla¨ssigt.
      </p>
      <p>
        Der wesentliche Beitrag dieser Arbeit liegt in der Erweiterung des hybriden
Tumorwachstumsmodells aus [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
        ] um eine Beschreibung der Proliferation auf
Basis des Zellzyklus. Zusa¨tzlich wird der Effekt einer Strahlentherapie basierend
auf den linear-quadratischen Ansatz [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
        ] integriert. Radiosensitivita¨tsparameter
werden dabei entsprechend der Zellzyklusphase variiert.
2
      </p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Material und Methoden</title>
      <p>
        Das Gewebe wird als ein zwei-dimensionales Gebiet Ω = [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">0, 1</xref>
        ] × [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">0, 1</xref>
        ] mit
Abschluss Ω und Dirichlet- und Neumann-Rand ΓD ∪ ΓN = Γ = ∂Ω dargestellt.
Das Gebiet wird mit einem m × m Gitter versehen. Da eine Gitterzelle der
Gro¨ße einer biologischen Zelle (Durchmesser: ca. 10 µm) entsprechen soll und das
initiale Tumorwachstum bis zu einer Gro¨ße von 4 mm simuliert wird, ergibt sich
fu¨r m ein Wert von 400. Somit kann jede Zelle des Gitters von einer einzelnen
gesunden, nekrotischen oder tumorartigen Zelle oder von einer Immunzelle besetzt
werden.
2.1
      </p>
      <sec id="sec-2-1">
        <title>Wachstumsmodell</title>
        <p>
          Der verwendete mathematische Ansatz fu¨r die Progression des Tumors basiert
auf einem hybriden Modell zur Beschreibung der Na¨hrstoffverteilung und der
unterschiedlichen zellula¨ren Prozesse [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
          ]. Fu¨r die Na¨hrstoffversorgung wird
angenommen, dass sich Blutgefa¨ße am Rand befinden. Fu¨r die Verteilung von z.B.
Glucose und Sauerstoff werden zwei Reaktions-Diffusions-Gleichungen
verwendet, um die Dichte der Na¨hrstoffe fu¨r die Proliferation N1 bzw. die Migration
N2 in jedem Zeitschritt zu beschreiben. Es gilt [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref6">6</xref>
          ]
∂Ni = Di∇2Ni − (c1i H + c2i T + c3i I)Ni,
∂t
in [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref1">0, 1</xref>
          ]2 × [0, T ]
(1)
wobei Di, i = 1, 2 Diffusionskoeffizienten sind und c1i , c2i und c3i entsprechende
Verbrauchsraten bezeichnen. Die Anzahl an gesunden Zellen, sowie Tumor- und
Immunzellen werden mit H, T und I gekennzeichnet.
        </p>
        <p>
          Ein zellula¨rer Automat wird zur Beschreibung der verschiedenen Prozesse
fu¨r Tumor- und Immunzellen verwendet. Fu¨r jede Tumorzelle werden die in [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
          ]
vorgestellten Wahrscheinlichkeiten genutzt, um die Migration, den Zelltod durch
unzureichende Na¨hrstoffe oder durch Immunzellen sowie den Ruhezustand zu
simulieren, wobei fu¨r Immunzellen analoge Prozesse implementiert sind. Der in [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
          ]
vorgestellte Ansatz wird um die Integration des Zellzyklus erweitert, um somit
den komplexen Prozess der Proliferation biologisch korrekter abzubilden. Analog
zu [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>
          ] wird fu¨r die Dauer des Zellzyklus TC eine Wert von 30 h angenommen. Fu¨r
die Dauer der einzelnen Zellzyklusphasen gilt TP = 17 h und TS = 13 h, wobei
P die postmitotische (G1), pra¨mitotische (G2) und Mitosephase (M ) umfasst. S
bezeichnet die Synthesephase.
        </p>
        <p>Initial wird eine kleine Gruppe von neun Tumorzellen in der Mitte des
Gebietes Ω verteilt. Die initial Verteilung der Phasen innerhalb des Zellzyklus erfolgt
zufa¨llig. In jedem Iterationsschritt tj = j · ∆t, j ∈ N0, ∆t = 1 h werden
anschließend die Gleichungssysteme gelo¨st und die Zellaktionen in Abha¨ngigkeit von der
lokalen Na¨hrstoffdichte, den berechneten Wahrscheinlichkeiten und der aktuellen
Zellzyklusphase aktualisiert.
2.2</p>
      </sec>
      <sec id="sec-2-2">
        <title>Bestrahlungsmodell</title>
        <p>
          Die Beschreibung des Einflusses einer Bestrahlung auf das Tumorwachstum
basiert auf dem linear-quadratischen Modell [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref3 ref5">1, 3, 5</xref>
          ]. Der Anteil u¨berlebender
Zellen S nach einer Bestrahlung mit der Dosis D ∈ R+ ist gegeben durch
Hierbei sind α, β ∈ R+ Parameter, die die Strahlenempfindlichkeit des Gewebes
angeben und in Abha¨ngigkeit von der Zellzyklusphase variieren. Basierend auf
(2) lassen sich so Wahrscheinlichkeiten fu¨r das Auftreten eines letalen (Plh) bzw.
subletalen Treffers (Pslh) berechnen
        </p>
        <p>S(D) = e ( D+ D2)
Plh = 1 − e ( D+ D2)</p>
        <p>Pslh = 1 − e</p>
        <p>
          D
In Abha¨ngigkeit einer Zufallszahl z ∈ [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref1">0, 1</xref>
          ] und den Wahrscheinlichkeiten Plh
und Pslh werden fu¨r jede Tumorzelle die folgenden drei Fa¨lle unterschieden:
1. Gilt 0 ≤ z &lt; Plh, wird die Tumorzelle letal getroffen. Die Zelle stirbt.
2. Gilt Plh ≤ z &lt; Plh + Pslh, wird die Zelle subletal getroffen. Die Zelle kann
repariert werden.
3. Gilt Plh + Pslh ≤ z, wurde die Zelle nicht getroffen. Die Zelle lebt weiter.
Am Ende jeder Iteration beginnen die Zellen mit der Reparatur, wobei
angenommen wird, dass alle subletal getroffenen Zellen nach sechs Stunden repariert
sind. Wa¨hrend der Reparatur nehmen die Zellen nicht am Zellzyklus teil. Der
Großteil der letal getroffenen Zellen stirbt wa¨hrend der na¨chsten Mitose-Phase.
(2)
(3)
(4)
        </p>
        <p>
          Bescha¨digungen werden innerhalb dieser Phase erkannt und der programmierte
Zelltod (Apoptose) eingeleitet. Einige dieser Zellen ko¨nnen sich noch wenige
Male teilen. Analog zu [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
          ] wird fu¨r diesen als postmitotisches U¨ berleben
bezeichneten Prozess eine Wahrscheinlichkeit von Ppms = 0.3 angenommen. Neugebildete
Tochterzellen erben dabei die Scha¨den der Mutterzelle und werden ebenfalls als
letal getroffen markiert.
3
        </p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Ergebnisse</title>
      <p>
        In diesem Abschnitt werden erste Ergebnisse des vorgestellten Modells
pra¨sentiert. Abbildung 1a zeigt den Tumor nach 1198 Iterationsschritten (ca. 50 Tage),
wobei die Na¨hrstoffversorgung durch Blutgefa¨ße im oberen und unteren
Randbereich gesichert wird. In rot und hellrot werden aktive bzw. in der Ruhephase
befindliche Tumorzellen dargestellt. Gelbe und orange Bereiche entsprechen durch
Immunzellen bzw. aufgrund von Nahrungsmangel und Strahlentherapie
abgestorbenen Zellen. In Abbildung 1b ist der Tumor entsprechend am Ende der
simulierten Bestrahlung dargestellt. Als Standardbehandlungsplan wird eine
konventionelle Fraktionierung (Bestrahlung u¨ber 6 Wochen in 30 Fraktionen) mit
einer Gesamtdosis von 60 Gray festgelegt. Die Strahlenempfindlichkeiten variieren
entsprechend der Zellzyklusphase (P/S/G0): α = 0.4/0.3/0.2 und α/β = 10 [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>
        ].
Die zeitliche Entwicklung der Tumorzellpopulation ist in Abbildung 1c
visualisiert. Nach einer anfa¨nglich exponentiellen Zunahme an Tumorzellen, fu¨hrt die
durch Na¨hrstoffmangel einsetzende Nekrose im weiteren Verlauf zu einem
linearen Wachstumsverhalten. Wa¨hrend der Therapie nimmt die Population stetig
ab, wobei innerhalb der Behandlungspausen ein erneuter, leichter Wiederanstieg
der Population erkennbar ist.
      </p>
      <p>
        (a)
(b)
(c)
Abb. 1. Tumor vor (a) und nach (b) der Bestrahlung (rot: proliferierende Zellen;
hellrot: Zellen in der Ruhephase; gelb bzw. orange: durch Immunzellen bzw.
Na¨hrstoffmangel und Strahlentherapie abgestorbene Zellen) (c) Zeitliche Entwicklung der
Tumorzellpopulation.
In der vorliegenden Arbeit wurde die Weiterentwicklung eines Modells zur
Beschreibung des Tumorwachstums und die Integration eines Modells fu¨r die
Strahlentherapie auf zellula¨rer Ebene vorgestellt. Dem Ansatz aus [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
        ] folgend werden
die verschiedenen Prozesse wa¨hrend des Tumorwachstums auf Basis von
na¨hrstoffabha¨ngigen Wahrscheinlichkeitsfunktionen simuliert. Die Beschreibung des
Effekts von Radiotherapie basiert auf dem linear-quadratischen Modell [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref3 ref5">1, 3, 5</xref>
        ].
Die Integration des Zellzyklus ermo¨glicht, den komplexen Prozess der
Proliferation biologisch korrekter abzubilden und erlaubt zusa¨tzlich die Variation der
Radiosensitivita¨ten in Abha¨ngigkeit von der Zellzyklusphase [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>
        ].
      </p>
      <p>Die Beru¨cksichtigung weiterer Faktoren auf die Strahlensensitivita¨t (z.B.
Strahlenart) sowie die Integration weiterer Prozesse (z.B. Angiogenese) bilden
die Basis unserer aktuellen Forschung. Das von uns vorgestellte Modell bildet
das durch die Literatur beschriebene und experimentell besta¨tigte Verhalten
individueller Tumorzellen ab. Zweifelsfrei unterliegt die raumzeitliche
Entwicklung von Hirntumoren komplexen, auf unterschiedlichen Ebenen stattfindenden
Mechanismen. Neben der Erweiterung dieses Modells in Form eines
MultiskalenAnsatzes, bestehend aus einer gemeinsamen Modellierung von Tumorwachstum
und Radiotherapie auf zellula¨rer und makroskopischer Ebene, steht ein Vergleich
zu Patientenhistologien und in-vitro Experimenten zur Quantifizierung der
Ergebnisse aus. Ein derartiger Vergleich erfordert die Integration und Scha¨tzung
patientenindividueller Parameter und eine detailgetreue Modellierung der
invivo und in-vitro vorliegenden Mikroumgebung. Dieser Schritt ist schwierig und
bildet einen zentralen Forschungsschwerpunkt unserer aktuellen Arbeit.
Danksagung. Wir danken der EU und dem Land Schleswig-Holstein
(Zukunftsprog. Wirtschaft, 122-09-024) sowie der Graduiertenschule fu¨r Informatik in
Medizin und Lebenswissenschaften, Deutsche Exzellenzinitiative, DFG GSC 235/1.
Literaturverzeichnis</p>
    </sec>
  </body>
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