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      <title-group>
        <article-title>Ein kontinuierlicher Ansatz zur Modellierung von Tumorwachstum und Strahlentherapie</article-title>
      </title-group>
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      </contrib-group>
      <fpage>384</fpage>
      <lpage>388</lpage>
      <abstract>
        <p>Kurzfassung. In der vorliegenden Arbeit wird ein kontinuierlicher Ansatz zur Modellierung des Einflusses von Radiotherapie auf die Progression von prima¨ren Hirntumoren vorgestellt. Das Wachstum des Tumors beruht auf einer partiellen Differentialgleichung, die sowohl die Proliferation neuer Tumorzellen als auch die anisotrope Diffusion in umliegendes Gewebe betrachtet. Die Modellierung des Effekts von Strahlentherapie erfolgt anhand des linear-quadratischen Modells. Um den Einfluss verschiedener Faktoren auf die Bestrahlungswirkung zu beru¨cksichtigen, wird das vorhandene Modell um die Variation der Strahlensensitivita¨t innerhalb des Tumorgewebes erweitert. Zusa¨tzlich wird der Effekt von Strahlentherapie auf gesundes Gewebe betrachtet und ermo¨glicht somit die Quantifizierung des Bestrahlungseffekts verschiedener Fraktionierungsschemata. Eine qualitative Beurteilung erster Ergebnisse zeigt eine plausible Beschreibung des Effekts einer Bestrahlung auf das Tumorwachstum und das gesunde Gewebe.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>-</title>
      <p>Die vorliegende Arbeit basiert auf einem kontinuierlichen Modell zur
Beschreibung der Progression von Hirntumoren. Eine der ha¨ufigsten und aggressivsten
Entita¨ten prima¨rer Hirntumoren ist das Glioblastoma multiforme (GBM).
Eine zentrale Rolle bei der Behandlung des GBM spielt die Strahlentherapie. Das
Ziel der Strahlentherapie ist dabei die Vernichtung des Tumors bei gleichzeitiger
Schonung des umliegenden, gesunden Gewebes. Um die zeitliche und
ra¨umliche Dosisverteilung und somit den Behandlungserfolg zu optimieren, ist es von
großer Bedeutung, den biologischen Effekt der Bestrahlung auf das Tumor- und
Normalgewebe quantitativ einscha¨tzen zu ko¨nnen. Eine solide, mathematische
Beschreibung des Tumorwachstums und der Strahlentherapie ko¨nnte eine
patientenindividuelle, zuverla¨ssige Aussage u¨ber den Behandlungseffekt liefern. Dies
wu¨rde es ultimativ ermo¨glichen, die Parameter des Behandlungsplans so zu
wa¨hlen, dass die Tumorkontrolle maximiert und gleichzeitig das Risiko
unerwu¨nschter Strahlenscha¨den minimiert wu¨rde.</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Stand der Forschung und wesentlicher Beitrag</title>
      <p>
        Prinzipiell lassen sich bei der mathematischen Modellierung der Progression von
Hirntumoren kontinuierliche und diskrete Modelle unterscheiden. In [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>
        ] wird ein
drei-dimensionales Modell der Tumorprogression vorgestellt. Neben einer
Beschreibung des Wachstums des Tumors anhand des Zellzyklus wird ebenfalls der
Einfluss der Strahlentherapie betrachtet. Der Schwerpunkt wird dabei auf die
Variation der Radiosensitivita¨t in Abha¨ngigkeit von der Zellzyklusphase gelegt.
In [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2">2</xref>
        ] wird ein Modell verwendet, das sowohl die Proliferation als auch die
Infiltration gesunden Gewebes mittels isotroper Diffusion beschreibt. Dieses Modell
kann zusa¨tzlich um eine anisotrope Diffusion [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref3 ref4">3, 4</xref>
        ], den Einfluss von
Na¨hrstoffmangel sowie Gefa¨ßneubildung [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>
        ] erweitert werden. Das Modell aus [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
        ] integriert
zusa¨tzlich den Effekt einer Strahlentherapie. Die in [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>
        ] beschriebene Variation der
Strahlensensitivita¨t wird in [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
        ] jedoch nicht beru¨cksichtigt.
      </p>
      <p>
        Der wesentliche Beitrag der vorliegenden Arbeit liegt in der Erweiterung des
in [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
        ] beschriebenen Modells um Prozesse der Tumorprogression und des
Bestrahlungseffekts. Neben einer anisotropen Diffusion gema¨ß [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
        ] wird zusa¨tzlich
der durch die Bestrahlung verursachte Zelltod, sowohl von Tumorzellen als auch
von gesunden Zellen, modelliert. Dem Ansatz aus [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>
        ] folgend wird zur
Beru¨cksichtigung des Einflusses verschiedener Faktoren auf die lokale Tumorkontrolle
eine Variation der Radiosensitivita¨t innerhalb des Gewebes vorgenommen. Der
Masseeffekt des Tumors und die Angiogenese werden zuna¨chst vernachla¨ssigt.
3
      </p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Material und Methoden</title>
      <p>
        Sei Ω = (0, 1)3 ⊂ R3 der Bildbereich und ΩB ⊂ Ω der Teilbereich, mit Rand ∂ΩB
und Abschluss Ω¯B, der durch das zerebrale Gewebe eingenommen wird.
Weiter sei x ∈ Ω und t die Zeit innerhalb eines definierten Zeitfensters [0, τ ] ⊂
R0+. Die skalaren Funktionen cT : Ψ → [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">0, 1</xref>
        ] , (x, t) 7→ cT (x, t) und cD : Ψ →
[
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">0, 1</xref>
        ] , (x, t) 7→ cD (x, t) beschreiben die gesuchten relativen Konzentrationen an
Tumorzellen und toten Zellen, wobei Ψ = Ω¯B × [0, τ ]. Die relative Konzentration
gesunder Zellen ist durch cH (x, t) = 1 − cT (x, t) − cD (x, t) gegeben.
3.1
      </p>
      <sec id="sec-3-1">
        <title>Modellbeschreibung</title>
        <p>
          Das verwendete mathematische Modell fu¨r die Progression des Tumors basiert
auf dem in [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
          ] vorgestellten Ansatz. Es werden zwei wesentliche Prozesse des
Tumorwachstums modelliert, na¨mlich (i) die anisotrope, gewebeabha¨ngige
Diffusion maligner Zellen in das umliegende Gewebe und (ii) die Proliferation
neuer Tumorzellen. Zur Beschreibung des Einfluss einer Radiotherapie wird dieser
Ansatz analog zu [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
          ] um einen Behandlungsterm erweitert. Die raumzeitliche
Entwicklung der Tumorzellen ergibt sich somit zu
∂t cT = ∇ · (D∇cT ) + ρcT (1 − cT − cD) − R (αT , βT , d) cT
| Diff{uszion } | Prolif{erzation } | Beha{ndzlung }
(1)
∇·(D∇cT ) , D : Ω¯ → R3×3 in (1) bezeichnet die Infiltration des umliegenden
Gewebes durch Tumorzellen auf Basis einer passiven Diffusion [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
          ]. Die Proliferation
des Tumors wird mittels einer logistischen Zunahme an kanzero¨sen Zellen mit der
Wachstumsrate ρ ∈ R+ modelliert. Der letzte Term in (1) beschreibt den Effekt
der Strahlentherapie und wird anhand des linear-quadratischen (LQ-)Modells
definiert. Das LQ-Modell basiert auf der Zerlegung der Zellu¨berlebensrate S in
einen linearen und einen quadratischen Anteil gema¨ß
        </p>
        <p>S (α, β, d) = e− d− d2
wobei d : Ω¯ × [0, τ ] → R+ die applizierte Strahlendosis bezeichnet. U¨ber das
Verha¨ltnis der Sensitivita¨tsparameter α, β : Ω¯ × [0, τ ] → R+ kann die
Strahlensensibilita¨t unterschiedlicher Gewebe simuliert werden. Mit der Definition der
U¨ berlebensrate S kann nun der in Gleichung (1) verwendete Term R als
R (α, β, d) (x, t) =
{0,</p>
        <p>falls t ∈/ Therapie
1 − S (α, β, d) (x, t) falls t ∈ Therapie
(2)
(3)
(4)
(5)
wobei α0 ∈ R+ die Radiosensitivita¨t des Tumorgewebes bei optimaler
Na¨hrstoffversorgung bezeichnet. Zur Modellierung des Effekts von Strahlung auf gesundes
bestimmt werden.</p>
        <p>Zur Beschreibung der raumzeitlichen Entwicklung der Konzentration an
abgestorbenem Zellmaterial wird zusa¨tzlich die folgende partielle
Differentialgleichung eingefu¨hrt</p>
        <p>
          ∂t cD = R (αT , βT , d) cT + R (αH , βH , d) cH − κcD
Dabei bezeichnet R (αT , βT , d) den zuvor beschriebenen Effekt einer
Strahlentherapie auf Tumorgewebe. Analog dazu ist der Effekt auf gesundes Gewebe cH
definiert (R (αH , βH , d)), wobei αH , βH die Strahlensensitivita¨t des gesunden
Gewebes beschreiben. Der Term κcD in Gleichung (4) modelliert die Tatsache,
dass abgestorbene Zellen durch Phagozytose mit einer Rate κ ∈ R+ abgebaut
werden ko¨nnen. Im Tumorgewebe wird der Sensitivita¨tsparameter αT zur
Integration der radiosensitiven Wirkung von Sauerstoff mit dem Kehrwert des
Sauerstoffversta¨rkungsfaktors (OER) gewichtet. Der OER ist dabei ein Maß fu¨r
die Sauerstoffversorgung und somit fu¨r die Strahlensensitivita¨t des Gewebes. Im
Randbereich des Tumors kann von einer guten Sauerstoffversorgung ausgegangen
werden (OERmin = 1), wa¨hrend in der Mitte des Tumors aufgrund der geringen
Gefa¨ßdichte anaerobe Bedingungen herrschen (OERmax = 3.5 [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref6">6</xref>
          ]). Im mittleren
Bereich des Tumors werden die Zellen grundsa¨tzlich noch mit Sauerstoff versorgt,
sind aber hypoxisch (OERmin &lt; OER &lt; OERmax). Hierbei wird angenommen,
dass der OER linear mit der Tumorzellkonzentration zunimmt. Fu¨r αT ergibt
sich insgesamt
αT (x, t) =
{
α0
OERmax0cT (x;t)
        </p>
        <p>
          1
falls cT (x, t) ≤ OERmax
sonst
Gewebe wird angenommen, dass dieses um einen Faktor 5 strahlenresistenter
ist als gut versorgtes Tumorgewebe. Es gilt αH (x, t) = 0.2α0. Die ra¨umliche
Dosisverteilung wird wie folgt definiert: Innerhalb des klinischen Zielvolumens
(CTV) wird die maximale Dosis pro Bestrahlungsfraktion (DPF) appliziert,
wobei zum CTV alle Orte x geza¨hlt werden, deren Tumorzellkonzentration
entweder gro¨ßer als eine minimale Detektionsschwelle von 8000 Zellen/mm3 (fu¨r
Computer-Tomographie) [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref2">2</xref>
          ] ist, oder die innerhalb eines Sicherheitssaums der
Breite b1 ∈ R+ um den detektierbaren Tumor liegen. Außerhalb des CTV nimmt
die Dosis in Abha¨ngigkeit des Parameters δ ∈ R+ exponentiell mit dem Abstand
zum na¨chstgelegenen Ort im CTV (xCTV) bis zu einer maximalen Entfernung
b2 ∈ R+ ab. Damit ergibt sich die ra¨umliche Dosisverteilung insgesamt zu
d (x) =
{DPF · e− ∥x−xCTV∥2 falls 0 ≤ ∥x − xCTV∥2 &lt; b2
0
sonst
(6)
3.2
        </p>
      </sec>
      <sec id="sec-3-2">
        <title>Datenbasis und Modellparameter</title>
        <p>
          Die Gewebeinformationen liefert der auf dem synthetischen MNI-Datensatz [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref7">7</xref>
          ]
(isotrope Auflo¨sung von 1 mm) basierende Atlas. Die Parameter des
Wachstumsmodells werden analog zu [
          <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
          ] gewa¨hlt. U¨ber das festgelegte α/β-Verha¨ltnis
(αT /βT = 10 Gy, αH /βH = 2 Gy) und α0 = 0.03 Gy−1 kann β bestimmt werden.
Der Abbauparameter wird als κ = 0.005 d−1 bestimmt. Als
Standardbehandlungsplan wird eine konventionelle Fraktionierung (Bestrahlung u¨ber 6 Wochen
in 30 Fraktionen) mit einer Gesamtdosis von 60 Gray festgelegt (DPF = 2 Gy).
Weiter werden folgende Parameter verwendet: b1 = 10 mm, b2 = 5 mm, δ =
0.1 mm−1. Der Startpunkt xs ∈ ΩB wird interaktiv gewa¨hlt.
4
        </p>
      </sec>
    </sec>
    <sec id="sec-4">
      <title>Ergebnisse</title>
      <p>In diesem Abschnitt werden erste qualitative Ergebnisse des vorgestellten
Modells pra¨sentiert. Abb. 1(a-c) zeigen die Tumorzellkonzentration cT (jeweils links)
und die Konzentration toter Zellen cD (jeweils rechts) zu Beginn, in der Mitte
(a) Therapieanfang
(b) Therapiemitte
(c) Therapieende
Abb. 1. Darstellung der Simulationsergebnisse unter Einblendung der
Tumorzellkonzentration (jeweils links) und der Konzentration toter Zellen (jeweils rechts) zu
verschiedenen Zeitpunkten (rot: hohe Konzentration; blau: niedrige Konzentration).</p>
      <p>Heye et al.
sowie am Ende der Therapie. Die Abnahme der Tumorzellkonzentration
wa¨hrend der Bestrahlung und der zunehmende Zelltod sowohl im Tumor als auch
im umliegenden gesunden Gewebe sind gut zu erkennen. Der schwa¨cher
ausgepra¨gte Bestrahlungseffekt im Tumorkern als im randsta¨ndigen Tumorgewebe ist
ebenfalls deutlich zu sehen (ro¨tlicher Rand in Abb. 1 (c) rechts).
5</p>
    </sec>
    <sec id="sec-5">
      <title>Diskussion</title>
      <p>
        In der vorliegenden Arbeit wurde ein erweitertes, kontinuierliches Modell zur
Beschreibung des Tumorwachstums und die Integration eines Modells fu¨r die
Strahlentherapie vorgestellt. Die Modellierung der Tumorprogression basiert auf einer
anisotropen, gewebeabha¨ngigen Diffusion sowie einer Proliferation von
Tumorzellen [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
        ]. Die Beschreibung des Effekts von Strahlentherapie erfolgt u¨ber dem
linear-quadratischen Modell [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1 ref5">1, 5</xref>
        ]. Die Variation der Sensitivita¨tsparameter in
Abha¨ngigkeit von der Tumorzellkonzentration und die zusa¨tzliche Modellierung
der Bestrahlung von gesundem Gewebe erlauben eine quantitative Einscha¨tzung
des Bestrahlungseffekts. Die gezeigten Ergebnisse deuten auf eine plausible
Beschreibung des Einflusses von Radiotherapie auf Tumor- und gesundes Gewebe
hin. Die Beru¨cksichtigung weiterer Faktoren (z.B. Strahlenart, Zellzyklus) und
die Integration zusa¨tzlicher Prozesse, wie Angiogenese [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref3">3</xref>
        ] und Masseeffekt [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref4">4</xref>
        ],
stehen noch aus. Zur Validierung des Modells ist zweifelsfrei ein Vergleich zu
individuellen Patientendaten notwendig. Ein derartiger Vergleich erfordert eine
patientenspezifische Simulation, bei dem die individuellen, klinischen
Bestrahlungspla¨ne in das Modell integriert sowie Modellparameter aus den
Patientendaten gescha¨tzt werden mu¨ssen. Dieser Schritt ist schwierig und bildet einen
zentralen Forschungsschwerpunkt unserer aktuellen Arbeit.
      </p>
      <p>Danksagung. Wir danken der EU und dem Land Schleswig-Holstein
(Zukunftsprog. Wirtschaft, 122-09-024) sowie der Graduiertenschule fu¨r Informatik in
Medizin und Lebenswissenschaften, Deutsche Exzellenzinitiative, DFG GSC 235/1.
Literaturverzeichnis</p>
    </sec>
  </body>
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            <surname>Collins</surname>
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          <article-title>Design and construction of a realistic digital brain phantom</article-title>
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          <year>1998</year>
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          <volume>17</volume>
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          <issue>3</issue>
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