<!DOCTYPE article PUBLIC "-//NLM//DTD JATS (Z39.96) Journal Archiving and Interchange DTD v1.0 20120330//EN" "JATS-archivearticle1.dtd">
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    <article-meta>
      <title-group>
        <article-title>Optimierung einer Permanentmagnetgeometrie zur Generierung eines Selektionsfeldes fur Magnetic-Particle-Imaging</article-title>
      </title-group>
      <contrib-group>
        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Matthias Weber</string-name>
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Timo F. Sattel</string-name>
          <email>sattel@imt.uni-luebeck.de</email>
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        <contrib contrib-type="author">
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        <contrib contrib-type="author">
          <string-name>Bernhard Gleich</string-name>
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          <string-name>Thorsten M. Buzug</string-name>
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      </contrib-group>
      <fpage>419</fpage>
      <lpage>423</lpage>
      <abstract>
        <p>Kurzfassung. Magnetic-Particle-Imaging (MPI) ist ein neues bildgebendes Verfahren, das die Bildgebung superparamagnetischer Nanopartikel in hoher zeitlicher und o¨rtlicher Auflo¨sung ermo¨glicht. Das Auflo¨sungsvermo¨gen des Systems ha¨ngt dabei direkt von der Gradientensta¨rke des Selektionsfeldes ab. Ku¨rzlich wurde ein MPI-Scanner vorgestellt, der dieses Selektionsfeld mit Permanentmagneten generiert. Ausgehend von dieser Anordnung werden in der vorliegenden Arbeit die Geometrie- und Magnetisierungsparameter der Permanentmagneten optimiert. Durch die erreichte Erho¨hung der Gradientensta¨rke um 39 %, kann die Auflo¨sung von Magnetic-Particle-Imaging deutlich gesteigert werden, ohne das Messsystem zu vergro¨ßern.</p>
      </abstract>
    </article-meta>
  </front>
  <body>
    <sec id="sec-1">
      <title>-</title>
      <p>
        Die erst ku¨rzlich beschriebene Bildgebungsmodalita¨t Magnetic-Particle-Imaging
(MPI) [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref1">1</xref>
        ] ist in der Lage, mit magnetischen Feldern die Verteilung
super-paramagnetischer Tracer in hoher ra¨umlicher und zeitlicher Auflo¨sung darzustellen.
Das Verfahren verwendet einen feldfreien Punkt (FFP), welcher durch das
Objekt bewegt wird. Aufgrund von Sa¨ttigungseffekten, welche dem nicht-linearen
Magnetisierungsverhalten der Nanopartikel zu Grunde liegen, erha¨lt man
vorwiegend Partikelantworten im Bereich des FFP. Die potenzielle Auflo¨sung ist
daher direkt mit der Qualita¨t des FFP verknu¨pft, also der Sta¨rke des
Gradienten im FFP. Ein sta¨rkerer Gradient bedeutet dementsprechend ein potentiell
ho¨heres Auflo¨sungsvermo¨gen [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2 ref3 ref4">2, 3, 4</xref>
        ].
      </p>
      <p>
        Im Jahr 2009 wurde ein MPI-Scanner vorgestellt, dessen Selektionsfeld
vorrangig mit Permanentmagneten generiert wird [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
        ]. In dieser Arbeit wird gezeigt,
dass die Gradientensta¨rke im FFP im Zentrum des Aufbaus durch Optimierung
der Magnetgeometrie um 39 % erho¨ht werden kann. Volumen und Anordnung
der Permanentmagnete werden dabei beibehalten.
      </p>
      <p>
        Materialien und Methoden
Nach [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref2">2</xref>
        ] la¨sst sich die o¨rtliche Auflo¨sung ∆x von MPI wie folgt abscha¨tzen
U¨ ber die Ableitung der Langevin-Gleichung des Paramagnetismus
kBT
µ0mG
∆x =
      </p>
      <p>∆ξFWHM
d
d ξ</p>
      <p>M (ξ) = M0
( 1
ξ2</p>
      <p>1
sinh2 ξ</p>
      <p>)
π
6
m =</p>
      <p>MSd3
kann die Halbwertsbreite ∆ξFWHM bestimmt werden. Die
Partikelmagnetisierung m ha¨ngt vom Partikeldurchmesser d und der Sa¨ttigungsmagnetisierung
MS ab
(1)
(2)
(3)
Die Auflo¨sung ∆x ha¨ngt somit direkt reziprok vom Gradienten G im FFP ab.</p>
      <p>
        Der MPI-Scanner aus [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
        ] generiert ein Gradientenfeld mit einem FFP im
Zentrum durch zwei gegenu¨berliegende Permanentmagnete mit
entgegengesetzter Magnetisierungsrichtung. Um diese Geometrie zu simulieren und zu
optimieren, wurde das Gilbert-Modell verwendet [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref6">6</xref>
        ]. Es ermo¨glicht das Magnetfeld von
Permanentmagneten mit inhomogener Magnetisierung zu berechnen, indem es
den Permanentmagneten aus magnetischen Dipolen diskretisiert (Abb. 1). Durch
Abb. 1. Diskretisierung der Permanentmagnet-Anordnung mit gekippter
Magnetisierung. Die Magnetisierung jedes Dipols wird um den Winkel ^ zur z-Achse gekippt.
Links: Darstellung des Selektionsfeldes zwischen beiden Permanentmagneten; rechts:
Magnetisierungswinkel ^ und gedrehte Magnetisierung beispielhaft an einem Dipol.
Aufsummieren aller Dipol-Beitra¨ge erha¨lt man schließlich das Feld H am Ort r
außerhalb der Magnetanordnung
      </p>
      <p>H(m, r) =
nDipole
∑
i=1
Hierbei sind Br die Remanenz des Permanentmagneten, eM die
Magnetisierungsrichtung, ∆V das Volumen eines Dipols, r der Betrag von r und ˆr = jrrj
die normierte Richtung des Feldes. Der Gradient la¨sst sich u¨ber die Ableitung
von Hz nach dem Ort z bestimmen
T
/H 0
0μ − 5 · 10−2
−1
0</p>
      <p>1
∢/rad
−0.1
−2
−1
1
−
(b)
m
T/ 0
G
0 −5
μ
1
0
−1
∢/rad
4
2
r/l
2
0
−2
−4
1
−
m
T
/</p>
      <p>G
0
z/m
1</p>
      <p>2
·10−2
Href
∢var
∢var,r/lvar
Abb. 2. Optimierungsergebnisse fu¨r die Variation des Magnetisierungswinkels (^var)
und des Seitenverha¨ltnisses ( r ): (a) Verlauf des Gradienten bei Variation des
Malvar
gnetisierungswinkels, (b) Verlauf des Gradienten fu¨r die Variation des
Magnetisierungswinkels und A¨ nderung des Seitenverha¨ltnisses, (c) Vergleich optimierte Magnetfelder
zum Ausgangsmagnetfeld Href (z-Komponente).</p>
      <p>Tabelle 1. Optimierungsergebnisse der Parametervariation.</p>
      <p>Parameter
Gmax
G-Steigerung
^
r
l
r
l
V
beschrieben wird (Abb. 1b). Anschließend wird zusa¨tzlich das Seitenverha¨ltnis
( rl ) variiert. Die Variationsbereiche liegen zwischen 2 und 2 bzw. 115 rl und 5 rl .
3</p>
    </sec>
    <sec id="sec-2">
      <title>Ergebnisse</title>
      <p>
        Die Ergebnisse zeigen, im Vergleich zu der in [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
        ] vorgestellten Anordnung, eine
Steigerung des Gradienten im Zentrum des Scanners von 17, 2 % fu¨r die Drehung
des Magnetisierungswinkels und 39, 2 % bei der Kombination von Drehung des
Magnetisierungswinkels und A¨ nderung des Seitenverha¨ltnisses. Tabelle 1 listet
die Ergebnisse mit den optimierten Geometrie-Werten auf. Die entsprechenden
Plots sind in Abbildung 2 gezeigt. In der oberen Reihe ist der Verlauf des
Gradienten fu¨r die variierten Parameter dargestellt. Darunter sind die optimierten
Magnetfeldverla¨ufe im Vergleich zum Ausgangsmagnetfeld abgebildet. Zur
Veranschaulichung sind die Ausgangsgeometrie und die optimierte Geometrie in
Abbildung 3 skizziert.
      </p>
      <p>
        Abb. 3. Unterschiedliche Geometrie zwischen
Ausgangsanordnung (links, [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
        ]) und optimierter Anordnung (rechts).
4
      </p>
    </sec>
    <sec id="sec-3">
      <title>Diskussion</title>
      <p>
        Es konnte gezeigt werden, dass die Magnetanordnung aus [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref5">5</xref>
        ] deutlich verbessert
werden kann. Bei unvera¨ndertem Volumen und optimierter
Magnetisierungsrichtung, la¨sst sich eine Gradienten-Steigerung um 17, 2 % erreichen. Optimiert man
zusa¨tzlich das Seitenverha¨ltnis der Magnetzylinder unter Beibehaltung derer
Volumina, ist eine Steigerung um 39, 2 % mo¨glich. Auf Grund des linearen
Zusammenhangs zwischen Gradient und Auflo¨sung, sind die Ergebnisse
vielversprechend fu¨r das potentielle Auflo¨sungsvermo¨gen.
      </p>
      <p>
        Fu¨r die praktische Umsetzung einer entsprechenden
Permanentmagnet-Anordnung, mu¨ssten die Zylindermagnete eine kontinuierlich variierenden
Magnetisierung aufweisen. Da dies in der Praxis kaum umsetzbar ist, verwendet man
zur Umsetzung einer zur Rotationsachse gekippten Magnetisierungsrichtung eine
Segmentierung des Magneten in kleine Blo¨cke, innerhalb derer die
Magnetisierungsrichtung konstant ist. Diese Segmentierungsmethode wird in der
Magnetresonanztomographie verwendet, indem die Magnet-Konfiguration aus mehreren
kleinen Magneten zusammengesetzt wird [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref7 ref8">7, 8</xref>
        ]. Dieses Verfahren kann auch auf
eine optimierte Permanentmagnet-Anordnung fu¨r MPI u¨bertragen werden.
      </p>
      <p>
        Ein neueres Modell der Signalkodierung nutzt anstelle des feldfreien
Punktes eine feldfreie Linie [
        <xref ref-type="bibr" rid="ref9">9</xref>
        ], die auch von Permanentmagneten generiert werden
kann. Auch hier bietet sich weitere Optimierungsarbeit an, um eine optimale
Permanentmagnet-Anordnung zu entwerfen.
      </p>
      <p>Literaturverzeichnis</p>
    </sec>
  </body>
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            <surname>Erbe</surname>
            <given-names>M</given-names>
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          ,
          <string-name>
            <surname>Biederer</surname>
            <given-names>S</given-names>
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          , et al.
          <article-title>Efficient generation of a magnetic field-free line</article-title>
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          <year>2010</year>
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          <volume>37</volume>
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          <issue>7</issue>
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